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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ganz nah am Buch, aber...
… kann man einen DeLillo überhaupt verfilmen? Jein. Cronenberg hält sich strikt an die literarische Vorgabe, was in diesem Fall auch Sinn macht, weil jede Abweichung die Substanz des Romans verringern würde. Insofern hat er das Buch "kongenial" vefillmt, nicht mehr und nicht weniger. Dafür sollte es eigentlich 5 Sterne geben, aber...
Vor 11 Monaten von P. Scheerer veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Na ja...
Sie mögen gestelzte Sätze, wie auf dem Theaterbrett?
Sie mögen unendlich lange Dialoge, die Ihnen irgendwann das Gefühl geben, angestrengte Flachheit in all ihren Variationen kennengelernt zu haben?
Nun ja, ganz so schlimm ist es nicht. Ein paar gute Texte sind schon vorhanden, aber es reicht für diese Art Kammerspiel nicht!
Das...
Vor 10 Monaten von Red Rum veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ganz nah am Buch, aber..., 20. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cosmopolis (DVD)
… kann man einen DeLillo überhaupt verfilmen? Jein. Cronenberg hält sich strikt an die literarische Vorgabe, was in diesem Fall auch Sinn macht, weil jede Abweichung die Substanz des Romans verringern würde. Insofern hat er das Buch "kongenial" vefillmt, nicht mehr und nicht weniger. Dafür sollte es eigentlich 5 Sterne geben, aber gemessen am Buch fällt der Film doch um einiges ab. Hier offenbart sich vielleicht die Begrenzung des Mediums Film, das mit fertigen Bildern arbeitet, im Gegensatz zum gedruckten Wort, das die Bilder im Kopf entstehen lässt.
Dass der Film derartig polarisiert, muss wohl daran liegen, dass sich viele Leute etwas gänzlich anderes erhofft haben. Wer die Romanvorlage nicht kennt, sollte zumindest ein reges Interesse an "experimentellem" Kino mitbringen. Cosmopolis strengt an, bietet keine Identifikationsfiguren, und geht trotzdem oder gerade deswegen unter die (Gehirn-)Haut. Interessant auch die Tatsache, dass DeLillo in seinem Roman den Bankencrash und die Occupy-Bewegung vorweg genommen hat. Die innere Leere von Eric Packer, seine spastischen zwischenmenschlichen Beziehungen, seine Isolation in der schalldichten Stretchlimo, das sind Metaphern für eine abgehobene Elite, die jeden Maßstab verloren hat. Pattinson bringt das überraschend gut rüber, aber die eigentlichen schauspielerischen Highlights teilen sich Juliette Binoche als durchgeknallte Kunsthändlerin und der furchterregend intensive Paul Giamatti als personifizierte Nemesis.
Mein kleines Fazit: Freunde des reinen Unterhaltungskinos -- Finger weg! Freunde von DeLillos Büchern und Leute, die bei einem Film hin und wieder die Herausforderung suchen -- hier liegt ihr nicht falsch.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr aktueller & zynischer Film über Finanzkrise & Occupy-Bewegung - aber nicht jedes gute Buch lässt sich einfach verfilmen...., 17. September 2012
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Cosmopolis [Blu-ray] (Blu-ray)
PRODUKT (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: neutrales Bild ohne Schwächen, plastisch, gutes Schwarz
- TON: gute Abstimmung Dialog/Musik, wenig räumlich, Blu-ray: DTS-HD MA 5.1, DVD: DD 5.1
- EXTRAS: Interviews vom Set, B-Roll, Premiere Berlin, Extra Interviews mit Robert Pattinson und David Cronenberg, Trailershow (teilweise in HD)
- SONSTIGES: FSK 12 uncut, entspricht der ungekürzten US R-Rated Fassung, Wendecover (ggfs. nur Teil der Erstauflage)

FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

Filmzitat: Gast: "Ich habe eine asymetrische Prostata........Eric Packer: Ich auch, und was bedeutet das jetzt ?"

Vorab muß ich ausnahmsweise gleich eine Warnung aussprechen: Wer von dem Trailer angelockt einen rasanten Techno-Future-Thriller mit Effekten oder Action a la INCEPTION oder alternativ eine interessante Hedonisten Story wie in AMERICAN PSYCHO o.ä. erwartet sollte sein Interesse noch mal schnell überdenken, es sei den er ist wie ich Cronenberg Komplettist. Die Szenen des Trailers sind fast sämtliche Aktionszenen die extrem gut geschnitten ein Tempo und eine rasante Handlung vortäuschen, die so nicht im Film stattfindet. Diese besteht nämlich zu 95% der Laufzeit aus auf den ersten Blick wirr und zusammenhanglos wirkenden Dialogen zwischen dem Hauptdarsteller und einer Reihe von wechselnden Personen.

David Cronenbergs Filme haben fast immer die Seher polarisiert. Von "Meisterwerk" bis "Schund" war schon öfters die Rede und auch in Cannes wurde COSMOPOLIS so oder ähnlich bezeichnet. Es handelt sich tatsächlich um ein unbequemes und dialoglastiges Werk was an sich noch kein Problem ist. Ich kann beide Sichtweisen verstehen, denn die über weite Strecken dem gleichnamigen Buch 1:1 übernommenen pseudo-philosophischen Dialoge spielen sich circa zur Hälfte als „Kammerspiel auf Rädern“ in der Limousine des Hauptdarstellers Robert Pattinson ab. Diese über die Maßen eingesetzte Dialoglastigkeit, die begrenzten studioartigen Räume und die ungewohnten Kameraeinstellungen fordern die Geduld des ungeübten Zuschauers schon nachhaltig.

Die Story (ohne SPOILER!) ist dem Buch von Don DeLillo entnommen und hört sich relativ wirr an, eine stringente Handlung wird der ein oder andere Zuschauer schmerzlich vermissen und so besteht auch keine Gefahr viel zu verraten: Milliardär und Börsenspekulant Eric Packer (Robert Pattinson) will einen neuen Haarschnitt und ist dazu in seiner Luxuslimousine unterwegs. Die Stadt ist sehr voll, der Präsident und ein Trauerzug um einen toten Musiker sind auch unterwegs, und zudem glauben seine Leibwächter, dass ein Attentat auf den Präsidenten und später auch Packer geplant ist. Im Laufe der Reise ergeben sich eine Reihe von nicht enden wollenden ungewöhnlichen Gesprächen und Begegnungen......

Vieles wirkt jedoch gewollt grotesk und man hat kaum Zeit die vielfältigen Worte, Metaphern und Bilder für sich zu ordnen. Dennoch ist es Cronenberg gelungen, die vom Buchautor Don DeLillo geschaffene pessimistische und zynische Dystopie und Kapitalismuskritik zu in einen sehbaren Film zu packen. DeLillo hat vor ca. 10 Jahren die heute sehr aktuell im Rampenlicht stehenden Perversionsformen des spekulativen Investmentbankings und der Occupy-Gegenbewegung vorweggenommen. Cronenberg setzt dies allerdings wieder in gewohnter Manier sehr unbequem und sperrig um lässt und den Zuschauer mit seinen Interpretationsmöglichkeiten weitgehend allein.

Was im Buch noch funktionierte stößt in COSMOPOLIS allerdings auf seine Grenzen in der Darstellung und Wirkung. Und das hat vornehmlich erst einmal nichts mit der Performance des blass-hübschen Overground-Jung-Vampirs Pattinson zu tun. Er wie auch Juilette Binoche machen ihre Sache angesichts des schwierigen setups noch sehr gut. Doch nicht nur die Kulissen aus dem Auto heraus gesehen wirken seltsam künstlich und distanziert. Sämtliche rare Interaktion mit z.B. den Globalisierungsgegnern wirkt nicht stimmig und inszeniert.

Die sehr spärlich eingesetzte elektronisch-spährische Musik unterstreicht noch die Längen die in den Dialogen auftreten können und vor allem im finalen Schlussdialog wird der Zuschauer noch mal auf das Äußerste in seinem Durchhaltevermögen gefordert. Aufgrund des episodenhaften Charakters im meist eng begrenzten Raum des Autos oder anderen Räumen bleibt nicht viel Identifikationsfläche mit den Figuren übrig, die beim Zuschauer eine emotionale Bindung hätte schaffen können. Aber ohne diese oder adäquate inhaltliche Ankerpunkte oder übergeordnete Themen die den Zuschauer fesseln hat es ein Film sehr schwer. So auch COSMOPOLIS. Für mich als Cronenberg-Komplettist schafft er es nach dem zuletzt auch durchwachsenen EINE DUNKLE BEGIERDE erneut nicht eine vorbehaltlos anzuerkennende Leistung abzuliefern.

3,5/5 Urologen....äh,....Sternen
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sturz in die Tiefe, 10. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Cosmopolis (DVD)
David Cronenberg ist Filmkennern ein Begriff. Verantwortlich zeigt er sich für Kultfilme wie "Videodrome","Die Unzertrennlichen" oder "Die Fliege". Diese Filme fielen meist enorm blutig, stellenweise krank und vorallen als Geschmacksfrage aus. Doch diese Elemente fehlten in den letzten Filmen Cronenbergs welche meist untypische Thriller wie "Tödliche Versprechen" oder "Eine dunkle Begierde" waren. Sein neuster Film "Cosmopolis" ist dann wieder ein Schritt in Richtung des Old School Cronenberg und dennoch ist die Adaption von DonDe Lillos Börsen Satire etwas ganz anderes.

Story
Der ultrareiche Börsenspekulant Eric Packer ist in einer gepenzerten Limousine auf den weg zum Friseur. Auf seinem Weg begegnet er Demonstranten, Menschen die mit Ratten um sich werfen, einer Beerdigung auf der Straße und auch in der Limo selbst spielen sich bald allerlei verrückte Dialoge ab. Doch all das scheint an Packer spurlos vorbei zu gehen. Er will nur einen Haarschnitt.

Vorneweg : Der Trailer zu dem Film vermittelt ein völlig falsches Bild von dem Film. Action ist in diesem Film nicht zu finden, sogar Spannung bleibt über weite Strecken aus. Der Film ist ein Kammerspiel da sich fast der gesamte Film in Packers Limousine abspielt. Der Film eine Aneinandereihung von endlos scheinenden Dialogen. Mal unterhält sich Packer mit seinen Mitarbeitern, seiner Frau, seiner Geliebten, seinen Leibwächtern. Die Dialoge scheinen keinen Punkt zu haben. Sie sind nicht logisch und ergeben in den seltesten Fällen überhaupt einen Sinn.

Dadurch wird "Cosmopolis" zu einem enorm anstrengenden Film der niemals jedem gefallen kann. Zugegeben : Leicht macht es Cronenberg dem Zuschauer nicht. Denn er würzt seinen Film mit enorm befremdlichen Szenen. Dabei gehört eine Prostatauntersuchung inklusive dem immer wieder auftretenden Satz "Meine Prostata ist assymetrisch" noch zum normalsten. Doch als Zuschauer muss man hinter die Intention des Filmes blicken um ihn zu erfassen.

Cronenberg zeichnet ein verstörendes, stilles Bild der Welt der Superreichen ab. Oft fragt man sich als Zuschauer ob Packer überhaupt irgendeinen Bezug zum Rest der Welt hat. Selbst als auch sein Vermögen beginnt sich aufzulösen oder ein Attentäter Mordanschläge auf ihn plant interessiert ihn das kein bisschen. Alles was er will ist ein Haarschnitt. Das ganze gipfelt im finalen Dialog des Filmes welche eine der stärksten Szenen des Kinojahres 2012 darstellt.

Mit der Besetzung ist Cronenberg über sich hinaus geschossen. "Twilight"-Star Robert Pattinson ist als Eric Packer einfach eine Idealbesetzung. In seinem Gesicht spielt sich keine Emotion ab und auch der Rest seiner Figur bleibt Ausdruckslos. So soll Eric Packer sein. Dennoch kann Pattinson nicht verhindern das ihm die Nebendarsteller in einigen Szenen die Show stehlen. Juliette Binoche und Samantha Morton haben zum Beispiel nur sehr kurze Auftritte aber hier zeigen sie sich von ihrern besten Seiten. Paul Giamatti schießt den Vogel dann endgültig ab. Seine Darstellung ist beängstigend und dennoch absurd. Er schafft es einer so kleinen Figur so viel Tiefe zu geben. Das kann nur ein Schauspieler wie er.

Fazit
"Cosmopolis" ist ein Sturz in den Abgrund des Kapitalismus der das Finanzwesen ad absurdum führt. Doch es ist ein sehr langsamer Absturz und der Zuschauer muss viel Geduld bereithalten. Doch am Ende zahlt es sich für ihn aus. In meinen Augen ist "Cosmopolis" einer der besten Filme des Jahres und der beste Cronenberg seit langem.
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Cronenbergs Meisterstück, 5. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cosmopolis (DVD)
Achtung: es gibt Spoiler in dieser Rezension!

Ich muss zugeben, dass ich mir den Film - hätte Pattinson nicht mitgespielt - wahrscheinlich nicht angeschaut hätte. Ich muss aber auch zugeben, dass mir damit ein sehr guter Film entgangen wäre.

Cosmopolis war für mich eine ganz neue Art Film. Noch nie war ich von einer Szene so überrascht, dass ich nicht wußte wie ich reagieren soll. Schockiert? Entsetzt? Amüsiert? Letzten endes musste ich laut loslachen...mir fiel einfach nichts Besseres ein. :) Die Art und Weise in der Limousine zu drehen...ohne jegliche Außengeräusche, auch das kannte ich noch nicht. Schon allein dieses kleine Detail hat mich neugierig gemacht auf mehr.

Das Buch hatte ich vorab gelesen...zum Glück....denn es trägt einiges zum Verständnis bei. Erstaunlich ist auch, dass das Buch teilweise Wort für Wort im Film wiedergegeben wurde. Bestimmte Phrasen aus dem Buch waren auch so einprägsam, wenn auch lapidar, dass ich sie beim Film schauen mitsprechen konnte. In einer Bewertung hier habe ich gelesen, dass das Schauspiel sehr aufgesetzt, fast wie im Theater, war. Auch wenn es hier negativ gemeint war, Cronenberg würde sich freuen. Denn genau das hat er beabsichtigt. Genau das hat er von seinen Schauspielern verlangt. Keine Interpretationen, nur das Drehbuch runtersprechen.

Ich werde Cosmopolis noch einige Male schauen müssen um die langen Dialoge auch nur annähernd verstehen zu können. Aber darum geht es auch nicht. Es geht hier nicht um die Finanzkrise, oder Bankensterben, oder die Börse. Das ist alles nur Beiwerk.
Es geht um einen Menschen, der am Ende seines Lebens steht. Eric Packer ist 28 und hat alles...einfach alles, und sollte es etwas geben, dass er noch nicht hat, kauft er es. Es gibt keine Ziele mehr für ihn, keinen Grund morgens aufzustehen um dies und das zu erledigen oder zu erreichen. Da ist nichts mehr, außer Leere. Die Leere versucht er verzweifelt zu füllen. Mit Sex, mit Gewalt....Er versucht Euphorie und Glück zu empfinden, wenn er mit den Frauen Sex hat. Er versucht krampfhaft Trauer zu empfinden, als er vom Tod the Rappers erfährt. Er versucht Schuld, Reue zu empfinden, als er seinen Bodyguard erschießt. Er versucht (und das tatsächlich mit Erfolg), Schmerzen zu empfinden als er sich selbst in die Hand schießt. Warum sucht er den Mann auf, der ihn töten will? Er will Furcht spüren. Eric sehnt sich so sehr nach jeglicher Art Gefühl, dass er alles bereit ist dafür zu tun. Hauptsache der Leere entkommen. Selbst die Heirat mit Elise hat absolut nichts dazu beigetragen, dass da irgendwas in seinem Herzen stattfindet. Das Konzept von Liebe und Zuneigung scheint ihm völlig fremd.

Er ist definitiv kein Character mit dem man viel Sympathie haben kann. Dennoch tut er mir wahnsinnig leid.
Der Dialog am Ende zwischen Pattinson und Giamatti ist grandios. Ich hätte den beiden ewig zuhören können.

Ich empfehle jedem, der sich den Film anschauen möchte, vorher das Buch zu lesen. Vielleicht sogar ein paar Interviews mit Cronenberg rauszukramen und sich anschauen und anhören, was der Mann sich bei diesem Film dabei gedacht hat. Plötzlich bekommt man ein ganz anderes Verständnis für den Film.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Na ja..., 1. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Cosmopolis (DVD)
Sie mögen gestelzte Sätze, wie auf dem Theaterbrett?
Sie mögen unendlich lange Dialoge, die Ihnen irgendwann das Gefühl geben, angestrengte Flachheit in all ihren Variationen kennengelernt zu haben?
Nun ja, ganz so schlimm ist es nicht. Ein paar gute Texte sind schon vorhanden, aber es reicht für diese Art Kammerspiel nicht!
Das Buch habe ich nicht gelesen und mir bleibt nur zu sagen:
Einer der schlechten Filme von Cronenberg.
Optisch routiniert abgedreht, bleibt am Ende alles wie am Anfang. Eine unfreiwillig fade Angelegenheit.
Aus dem Thema hätte man deutlich mehr machen koennen. Schade drum...
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine gescheiterte Romanverfilmung, 31. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Cosmopolis (DVD)
Der Film zeigt schon nach den ersten 10 Minuten, dass er nicht ansatzweise halten kann, was er im Trailer verspricht. Pattinson versucht zum ersten mal tatsächlich ein Schauspieler zu sein, also seine Mimik und Gestik zu verändern, was ihm aber nicht gelingt, da er ganz einfach kein großer Schauspieler ist, was gerade bei einem Film, der so sehr auf den Hauptdarsteller konzentriert ist, geradezu der Todesstoß ist. Der Film will einen Blick in sein Inneres geben, doch je länger der Film dauert merken wir, dass es da nichts interessantes zu finden gibt. Pseudointellektuelle & "tiefgründige" Dialoge in einer Limousine machen den Großteil des Films aus. Eine Empfehlung kann ich daher nur bei Leuten mit Schlafproblemen aussprechen, denn da wirkt dieses Werk Wunder. It get's the job done!
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1.0 von 5 Sternen oh....oh....oh...., 23. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cosmopolis (DVD)
Bei dieser Regie handelt es sich wohl um einen offensichtlichen, nichtsdestoweniger gelungenen Versuch, diesen "Vampir Edward",
der ja seither ausschliesslich durch seine kunstvollen Maskenbildner profitierte, ein für alle Male niederzumachen.....schlechte Berater... ein wohl zu aufgeblasenes Ego taten ihr Übriges, diesen Schauspieler vom Beliebtheitssockel zu stossen.... hoffentlich sehen die schwärmerischen Teenies dieses Machwerk nie.........
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19 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Heilige Prostata!!!, 2. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Cosmopolis (DVD)
Eric Packer (Robert Pattinson), Millionär sowie erfolgreicher Vermögensverwalter, fährt in seiner weißen Stretchlimousine quer durch Manhattan, um sich bei seinem Lieblingsfriseur die Haare schneiden zu lassen.
Doch das Herz von New York steht an diesem Frühlingstag kurz vor dem totalen Kollaps.
Der amerikanische Präsident ist in der Stadt, gewalttätige Globalisierungsgegner demonstrieren und der Sufi-Rapper Brutha Fez wird unter großer Anteilnahme seiner Anhänger zu Grabe getragen.

“Cosmopolis“ von David Cronenberg basiert auf einem Roman von DeLillo und führt Robert Pattinson als arroganten Banker auf eine Odyssee durch New York.

Die Vorstellung eines Mannes, der nie seine sichere Limousine verlässt, ist an sich eine interessante Vorstellung.

Leider ließ sich dem Thema weniger abgewinnen als erwartet, was besonders gestelzten Dialogen, die ständig neue Fragen stellen ohne diese zu beantworten zu verdanken ist.

Der surreal anmutende Stil soll die Tatsache unterstreichen, dass die Hauptperson in ihrer ganz eigenen Welt lebt, sich mit irgendwelchen fiktiven Zahlenspielereien beschäftigt, fernab von der Wirklichkeit, wie wir sie kennen.

Vielleicht liege ich mit meiner Interpretation komplett falsch, aber wer weiß das hier schon genau?

Pattinsons grottiges Schauspiel fügte sich lustigerweise nahtlos in seine verschrobene Welt ein. Besser und glaubhafter hingegen waren die meisten Nebendarsteller, wie Leibwächter oder Musiker, die gezeigt haben, dass man diese tiefphilosophischen Texte auch mit Gefühl darstellen kann.

Die Kritik am Bankenwesen und Kapitalismus im Allgemeinen setzt Cronenberg doch sehr, sehr eigenwillig um. Die Arroganz und Realitätsferne, die man oft den sogenannten Finanzjongleuren zuspricht, wird im Film völlig überhöht dargestellt, so dass viele Szenen fast schon parodistisch anmuten. Dieser Stil führt unter anderem dazu, dass man sich als Zuschauer ellenlange Dialoge über Belanglosigkeiten oder pseudo-ökonomische Angelegenheiten anhören muss. Allein dadurch wird der Film für die meisten Leute extrem unzugänglich.

Dazu kommt noch das sehr aufgesetzt wirkende Schauspiel. Streckenweise meint man, dass man sich ein Theaterstück anschaut, da die Dialoge so unnatürlich und vorgegeben wirken. Insgesamt ist dieses Werk ziemlich langweilig, vor allem wegen eines schwerfälligen Anfanges und Endes.

Lediglich der Mittelteil sorgt durch einige witzige Situationen für Abwechslung und lockert die angespannte Film-Situation auf.

Die Hauptfigur repräsentiert eine gleichgültige, scheinheilige Gesellschaft, der Menschleben und Schicksale egal sind. Das System der entarteten Wirtschaft und die Schicht der Reichen, welche als krank und ziellos dargestellt werden, bedürfen einer Rettung durch Gleichgewicht, die durch den Tod erreicht werden kann.

Das Symbol der Ratte steht für den Zerfall der Währung und ihre eigentliche Wert- und Sinnlosigkeit. Ratten sind Überträger von Krankheiten und Seuchen, was eine Anspielung auf die Banken-Krise ist.

Leid, Sex, Gewalt und Zerstreuung stehen im Mittelpunkt des Films, die Emotionslosigkeit der Beteiligten und der Drang danach etwas Normalität schaffen zu wollen, ohne es schaffen zu können, zeigt das Versagen in jeder (auch menschlicherer) Hinsicht.
Das Ungleichgewicht führt zu Sicherheitszwang, um nicht unterzugehen. Er weiß wie sinnlos seine Existenz ist bis er nicht wieder das Gleichgewicht erkannt hat. Am Ende ändert die Hauptfigur ihre Meinung und muss leicht weinen. Was diese Szene bedeuten soll, blieb ungeklärt.

Da mir ehrlicherweise fast kein Cronenberg-Film bis heute gefiel, außer “Die Fliege“ (1986) und “A History of Violence“ (2005), ist diese Enttäuschung keine große Überraschung meinerseits.

Leider verlässt die Hauptperson nach einiger Zeit ihr Nobelauto und damit verlässt die einzige interessante Idee den Film, eines Mannes in völliger Isolation. Ohne die gelegentliche unfreiwillige Komik wären Geschwafel und Philosophie nicht ertragbar gewesen.

Wer gerne übersinnlose Dinge im Leben nachdenkt, wird hier seine helle Freude haben.
Warum 41 keine besondere Primzahl ist?
Zieht sich mein männliches Geschlechtsteil in mich hinein?
Warum ist meine Prostata asymmetrisch?
Wieso können verheiratete Paare keinen Sex zwischen Mülltonnen haben?
Weshalb können Ratten nicht die neue internationale Währung sein?

Eine spannungsarme Möchtegern-Gesellschaftskritik mit surrealen Bestandteilen.
Jeder Zuschauer der bis zum Ende durchhält, ohne sich ablenken zu lassen oder einzuschlafen, der hat eine Ausdauer, die gewürdigt werden muss.
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3.0 von 5 Sternen Cronenberg kann es besser, dennoch sehenswerter Film, 30. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Cosmopolis [Blu-ray] (Blu-ray)
Der erfolgreiche und vor allem stinkreiche Vermögensverwalter Eric Packer macht sich eines Tages auf den Weg zum Friseur. Der exzentrische Mann fährt mit seiner Strechlimousine durch die Stadt (Manhattan) und begegnet dabei verschiedenen Menschen. Bedingt durch einen Stau, verursacht durch einen Besuch des amerikanischen Präsidenten in der Stadt, steckt Packer permanent im Stau. Dadurch kann er seine Limousine zeitweise verlassen, sich mit seiner Frau in einem Restaurant treffen, diverse Liebesafffären in Hotelzimmern, aber auch in seinem Wagen, erleben und durchstreift dabei eine arachaische Stadt voller seltsamer Begebenheiten.

*

Der neueste Film von David Cronenberg (Scanners, Die Fliege, Naked Lunch) besticht durch eine eigentliche Mischung aus Literaturverfilmung und Kammerspiel. Wen man sich erst einmal auf den Film eingelassen hat, wird man mit einer Reise in eine verdrehte Welt belohnt, in der gewalttätige Globalisierungsgegner durch die Stadt ziehen, ein Rapper zu Grabe getragen wird und der Präsident die Stadt besucht. Und mitten durch dieses nahezu apokalyptisch wirkende Szenario schleicht Packers Luxuslimousine durch den meist fast stehenden Verkehr. Im Inneren des Fahrzeugs gibt sich der Millionär seinen Sexfantasien hin, lässt sich während der Fahrt von einem Arzt untersuchen, philosophiert über Kursentwicklungen und digitale Welten.

Als er dann schließlich sein Ziel erreicht, den Friseur, gerät sein Leben plötzlich aus den Fugen, als auf ihn aus einem Fenster gegenüber geschossen wird.

Cronenberg kann es besser (das hat er mit "A History Of Violence" und "Tödliche Versprechen-Eastern Promises" bewiesen, dennoch hat er, wie in „Naked Lunch“, eine für mich gelungene Verfilmung des Romans von Don DeLillo erschaffen. Wie gesagt, man muss sich auf den Film einlassen, sonst wirkt er eher langweilig. Hilfreich ist es mit Sicherheit, die literarische Vorlage zu kennen, um dem Plot folgen zu können.
Robert Pattinson, dem die Verfilmung der Twilight-Saga zum Ruhm verhalf, leistet hervorragend und vor allem überzeugende Arbeit. Gerade in der letzten halben Stunden, die mich irgendwie auch an „Naked Lunch“ erinnert hat (zumindest was die Machart anging), macht der Film wahnsinnigen Spaß, was die Dialoge zwischen Packer und seinem Attentäter angeht.
Und Howard Shore, Cronenbergs Hof- und Hausmusiker, liefert einen zum Film hervorragend passenden Soundtrack an, der jedoch, hört man ihn ohne Film auf CD an, ohne nennenswerte Höhepunkte an einem vorbeizieht.

So einfach gestrickt der Film auch wirkt, die Bilder verlassen einen nicht mehr (zumindest ging es mir so) und wirken nach. Cronenbergs Filme sind in der Regel extrem blutig (man denke nur an Scanners, Videodrome, Die Unzertrennlichen), aber hier, wie auch in seinen letzten Film „Eine dunkle Begierde“, konzentriert sich der Regisseur mehr auf Handlung als auf Spezialeffekte.

*

Fazit: Außergewöhnliche Literaturverfilmung nach einer Vorlage von Don DeLillo, die man kennen sollte, um den Film zu begreifen bzw. genießen zu können. Beeindruckende schauspielerische Leistung von Robert Pattinson und Paul Giamatti, der mich schon als Hauptdarsteller in M. Night Shyamalans „Lady In The Water“ überzeugt hat.

© Wolfgang Brunner
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5.0 von 5 Sternen Einzigartig...regt zum Nachdenken an, 14. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Cosmopolis (DVD)
Ich habe diesen Film 2 mal im kino gesehn .
er ist für menschen die sich gerne gedanken über die gesellschaft und das leben machen perfekt.
Leute die unterhaltung von dem film erwarten sollten es besser sein lassen , man muss den gesamten film über konzentriert nachdenken da nicht viel gesprochen wird uns es so scheint als würden zusammenhangslose und unnötige dinge in der handlung vorkommen , doch dem ist nicht so, alles in dem film hat einen sinn warum es so ist es bedarf nur der Interpretaion und genau das kann bzw mag nicht jeder ;)
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