Kundenrezensionen


106 Rezensionen
5 Sterne:
 (77)
4 Sterne:
 (20)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (5)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch
Das Buch “Flucht aus Lager 14” ist das Resultat jahrelanger journalistischer Recherchen. Es ist sachlich und in keiner Weise reißerisch oder sensationslüstern geschrieben. Wen in jeglicher Beziehung ungewöhnliche Lebenswege interessieren, dem sei dieses Buch empfohlen. Geschickt webt der Autor die Ereignisse des Shin Dong-hyuk mit...
Veröffentlicht am 27. November 2012 von Bernhard Fabian

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Oder doch Flucht aus Lager 18?
Nachdem andere nordkoreanische Flüchtlinge und ehemalige Lagerbewohner immer mehr fragwürdige Details gefunden haben, hat Herr Shin schließlich zugegeben, an wichtigen Stellen des Buches und seiner zahllosen Interviews gelogen zu haben. Sein Dorf ist dem Lager 18 zugeordnet worden, als er 6 Jahre alt war. Geflohen ist er nach seinen neuesten Aussagen nicht...
Vor 3 Monaten von Wecker veröffentlicht


‹ Zurück | 1 211 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch, 27. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flucht aus Lager 14 (Gebundene Ausgabe)
Das Buch “Flucht aus Lager 14” ist das Resultat jahrelanger journalistischer Recherchen. Es ist sachlich und in keiner Weise reißerisch oder sensationslüstern geschrieben. Wen in jeglicher Beziehung ungewöhnliche Lebenswege interessieren, dem sei dieses Buch empfohlen. Geschickt webt der Autor die Ereignisse des Shin Dong-hyuk mit nordkoreanischem Hintergrundwissen zu einem Geflecht, das einerseits das Geschriebene besser verständlich macht und andererseits den Kopf über das “System” Nordkorea bis zum Erbrechen ungläubig schütteln lässt.
Es gibt zwingende Gründe, das Geschilderte des Shin Dong-hyuk nicht anzuzweifeln. Der amerikanische Journalist Blaine Harden interviewte den ehemaligen Gefangenen eines nordkoreanischen Straflagers lange und ausführlich. Er ließ die niedergeschriebenen Geschehnisse von Amnesty International, anderen mit dem Thema Nordkorea betrauten südkoreanischen Organisationen und einst in nordkoreanischen Straflagern gehaltenen Gefangenen und Wärtern überprüfen – mit dem Resultat, dass die Geschichte absolut glaubhaft ist. Es galt diese Geschichte genauer zu durchleuchten, denn erstmals gelang es einem Gefangenen sich eines nordkoreanischen Gulags, obendrein eines des am brutalsten geführten, durch Flucht zu entziehen.
Er hat nichts verbrochen in seinem jungen Leben, dieser Shin Dong-hyuk. Er wurde lediglich als Ergebnis einer Belohnungsehe im Lager gezeugt und in dieses hineingeboren. Brutale Aufseher, Lügen, der Zwang zu denunzieren und andauernder Hunger sind alsdann Wegbegleiter des jungen, hoffnungslosen Lebens. Shin hasst seine Eltern, verrät die Fluchtpläne seiner Mutter und seines Bruders. Dafür wird er auch noch brutal gefoltert und muss letztendlich der Hinrichtung von Mutter und Bruder zusehen. Selbst hier findet er nichts dabei, Trauergefühle sind ihm fremd und beide haben in seiner verkrüppelten Gefühlswelt den Tod verdient.
Shin weiß nichts von der Außenwelt, was sich paradoxerweise noch als Glück erweist. Sehnsüchte nach einer anderen, besseren Welt sind ihm daher fremd. Bis er Park kennenlernt, der ihm als ehemaliger Elitebürger dieses korrupten “Systems” und jetzt selbst Gefangener vom Leben hinter dem mit Selbstschussanlagen gesicherten Zaun erzählt. Shin verzichtet erstmals zu denunzieren, liebt er doch zu sehr die Geschichten, besonders die über gutes Essen. Shin und Park beschließen zu fliehen. Aber nur Shin gelingt die Flucht, begünstigt durch außergewöhnlich glückliche Umstände. Park überwindet die Selbstschussanlagen nicht und stirbt. Eine weitere Odyssee von mehreren Jahren bringt Shin am Ende über China nach Südkorea.
Happy End? Von wegen! Als Shins Verhörprotokolle der südkoreanischen Behörden in Buchform herausgegeben werden, interessieren sich nur wenige dafür; die Resonanz unter den Südkoreanern ist gering. Diese haben in ihrem hochkapitalistischen Südkorea andere Fokussierungen: arbeiten und Geld verdienen. Die südkoreanische Gesellschaft ist eine der am meist gestressten weltweit und hat kein besonderes Interesse am Schicksal nordkoreanischer und in deren Augen meist ungebildeter Flüchtlinge.
Die Geschichte des Shin geht weiter – in den USA. Sie erscheint in der amerikanischen Presse und eine Hilfsorganisation bietet Shin an, für sie in den USA tätig zu werden. Menschen, die es gut mit ihm meinen, nehmen sich seiner an. Ihm fällt es jedoch schwer, strukturiert und systematisch zu arbeiten. Er lebt jetzt in den USA. Mal abwarten, ob man irgendwann über den Shin Dong-hyuk liest, dass er Fuß gefasst hat in seinem neuen Leben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen!, 24. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Flucht aus Lager 14 (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch möchte ich hiermit allen ans Herz legen, die sich für das aktuelle Weltgeschehen interessieren. Flucht aus Lager 14 ist ein wertvoller und informativer Zeugenbericht eines Nordkoreaners über die Existenz der Zwangsarbeiterlager, welchen noch mehr globale Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Das Buch bietet einen guten Einblick in ein Land, welches sich durch eine despotische Regierung, eine katastrophale Wirtschaft und die permanente Missachtung jeglicher Menschenrechte auszeichnet.
Verfasst wurde es von dem amerikanischen Journalisten Blaine Harden, der die Lebensgeschichte des Nordkoreaners Shin Dong-hyuk erzählt.

Zum Inhalt:
Shin Dong-hyuk kam 1982 im Lager 14 zur Welt. Hier wuchs er auf, abgeschottet von der Außenwelt, umgeben von einem Hochspannungszaun und unter strengster Bewachung durch rücksichtlose, gewalttätige Wärter.

Im ersten Teil des Buches wird beschrieben, welche Erfahrungen Shin in seiner Kindheit und im Jugendalter macht und wie der Arbeitsalltag der Häftlinge strukturiert ist. Die Erzählungen werden immer wieder von gut recherchierten Fakten zu den einzelnen Themen, wie bspw. das Lagersystem, die Regierung und das Militär, ergänzt.
Das Zwangsarbeiterlager Nr. 14 ist ein „Bezirk unter absolute Kontrolle“ mit besonders brutalen Arbeitsbedingungen. Hier führen verschiedene Faktoren wie Krankheiten, Hunger und vor allem die schwere Arbeit in Fabriken, Bergwerken oder landwirtschaftlichen Betrieben in der Regel zu einem vorzeitigen Tod der Häftlinge. Ohne, dass jemals eine Anklage oder ein Gerichtsverfahren stattfindet. Nur die Wenigsten werden wieder in die Freiheit entlassen.
Die Existenz dieser Arbeitslager nördlich der Hauptstadt Pjöngjang wird von der nordkoreanischen Regierung allerdings dementiert. Doch diese sind mittels Google-Earth innerhalb der zerklüfteten Berge Nordkoreas sehr gut erkennbar. Schätzungsweise 150 000 bis 200 000 Gefangene leben in diesen Lagern, ihre Zahl ist steigend.

Shins Eltern lernten sich im Lager kennen. Beide wurden gefangen genommen, nachdem Angehörige bei ihren Fluchtplänen aus dem Land aufgeflogen waren.
Ein „normales“ Familienleben kennt Shin zu jener Zeit nicht. In seiner Mutter sieht Shin lediglich eine Konkurrentin im täglichen Kampf um ausreichend Essen. Sein Vater schenkt ihm keinerlei Aufmerksamkeit und sein Bruder bleibt ihm nahezu unbekannt. Aufgrund dessen ist ihm die Bedeutung der Wörter „Liebe“, „Mitgefühl“ und „Familie“ völlig unbekannt. Ebenso das Wissen um eine Welt außerhalb des Lagers. Die Schule, welche er besucht, dient nur dazu, die Kinder mittels Gehirnwäsche zu fleißigen Arbeitersklaven zu machen. Die Gefangenen untereinander befinden sich im ständigen Misstrauen, gegenseitiger Denunziation und Misshandlung. Doch Shin akzeptiert die Werte, Regeln und drakonischen Strafen der Wärter, sie sind sein Zuhause. Die harte Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen gehört zum normalen Alltag der Kinder und Erwachsenen.

Eine besonders einprägsame Erfahrung ist für Shin der Tag, an dem seine Mutter und sein Bruder in seinem Beisein ermordet werden. Dieser Vorfall und die Gründe hierfür verfolgen Shin noch heute. In der langen Zeit der Gefangenschaft entkommt Shin oftmals nur knapp dem Tod.

Im Alter von 23 Jahren gelingt Shin durch großes Glück die Flucht. Und bis heute ist er der Einzige, dem die Flucht aus Lager 14 gelang, da es sich um das am stärksten bewachte Lager handelt.
Erst im Jahr 2004 dachte Shin das erste Mal überhaupt daran, zu fliehen. Ein neuer Häftling, Park Yong Chul, schaffte es, mit seinen Erzählungen von der Welt außerhalb des Lagers Shin zu beeindrucken.
"Plötzlich verstand er, wo er war und was ihm fehlte. Das Lager 14 war nicht länger sein Zuhause. Es war ein scheußlicher Käfig." (S. 139)

Die zweite Hälfte des Buches handelt schließlich davon, wie sich Shin in den folgenden Monaten bis nach China und Südkorea durchschlug - und was in den Jahren nach seiner Flucht geschah.

Meine Meinung zum Buch:
Der Erfahrungsbericht hat mich sehr gefesselt. Die Schilderungen des jungen Shin Dong-hyuk haben mich sowohl traurig als auch wütend gemacht, während des Lesens schüttelte ich oft den Kopf, schockiert von den zahllosen unfassbaren Vorkommnisse wie Folter und Quälerei, sexuellem Missbrauch und weiteren unmenschlichen Bedingungen in diesen Arbeitslagern.
Es ist kein Wunder, dass Shin heute, wie er selbst sagt, dem Lager zwar physisch entkommen konnte, aber psychisch noch immer ein Gefangener ist.

Sehr gut finde ich den Anhang, welcher informative Kartenausschnitte zu Nordkorea und Shins nachgezeichneten Fluchtweg enthält. Zusätzlich sind hier die 10 Gesetze des Lagers 14, nach welchen Shin lebte, aufgeführt. Im Innenteil des Buches finden sich zudem einige eindrucksvolle Fotos und Zeichnungen.

Für mich persönlich ist es eines der wichtigsten Bücher, das ich je gelesen habe und es hat mich ein wenig enttäuscht, dass es nicht mehr Beachtung durch die Medien erfahren hat und in meinem Buchhandel nur im hintersten Regal zu finden ist.
Zurück bleibt nun ein Gefühl der Hilflosigkeit und der Wunsch, etwas zu bewegen bzw. dass die internationale Politik diesem Terror endlich ein Ende bereitet. Doch es ist klar, dass sich dies nicht so einfach umsetzen lässt.
Der Vorsitzende der Washington Post Company äußerte sich zu diesem Fall folgendermaßen: „Skandalös“ seien nicht nur die Zustände in Nordkorea, sondern auch „die Gleichgültigkeit der Welt gegenüber der Existenz der Zwangsarbeiterlager in Nordkorea.“
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufklärung über die Zustände in Gefangenenlagern Nordkoreas, 11. September 2012
Von 
Gromperekaefer "gromperekaefer" (Luxembourg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Flucht aus Lager 14 (Gebundene Ausgabe)
Dass es in Nordkorea Gefangenenlager gibt, dürfte den Meisten bekannt gewesen sein. Wie es drinnen zugeht allerdings den wenigsten. Nun, die Lage sieht hier ähnlich duster aus als in den Konzentrationslagern der Nazizeit oder den Gulags der Sowjetunion. Gewalt, harte Arbeit sowie mangelnde Ernährung ist das Stlandard-Programm. Bei der Biographie des Flüchtlings Shin handelt es sich zudem um eine Person, welche im Lager zur Welt kam, also welche vor seiner Flucht keine Erfahrung in der Aussenwelt besass. Die Schuld seiner Einsperrung beruhte dabei lediglich auf dem Faktum Mitglied einer Familie zu sein. Seine beiden Onkel flüchteten während des Koreakonflikts nach dem Süden. Daraufhin wurden seine Eltwern verhaftet, Shin kam im Lager zur Welt und war somit automatisch verurteilt. Die Umstände im Lager brachten mit sich dass Shin wenig Fürsorge seitens seiner Eltern erhielt, somite in dauerndes Misstrauen zwischen den Familienmitgliedern bestand, welches darin gipfelte dass Shin später seine Mutter sowie seinen Bruder verriet. Die Erziehung bzw. Umerziehung im Lager verlief im Sinne der totalen Unterordnung unter die Wächter, sowie in einer gegenseitigen Kontrolle, welches die Menschen gefügsam, gefühllos und misstrauisch werden liess. Als Lager-Geborener durchlief Shin zudem die interne Erziehungsanstalt, welche brutal und rudimentär ablief. So wurde den "Schülern" lediglich Addieren, Sustrahieren und ganz elementäre sprachliche Kenntnisse beigebracht. Von der Aussenwelt, Geographie, Kultur, usw. Wurde man im Dunkeln belassen.

Akribisch hat der Autor diese Entwicklungsstufen in Shins Leben durchkämmt, wobei er nach dem Lagerleben später seine Flucht schildert, seine Ankunft in Südkorea und den USA, sowie seine Schwierigkeiten sich im Freien anzupassen. Psychisch wird Shin jeweils von seiner Vergangenheit eingeholt, welche ihm ein normales Leben erschwert.

Neben Shins Lebensetappen erfährt der Leser Vieles über die Zustände in Nordkorea, die Armut des Grossteils der Bevölkerung, die Ausbeutung durch eine Elite, welche ein kommunistisch-feudales System aufrecht erhält. Andersdenkende werden ausgeschaltet (durch Wegsperrung einschliesslich der Familienmitglieder). Man erhält ebenfalls Einblick in das Verhalten der Nachbarländer, welche eine Balance zwischen Kritik und Geben ausüben (China, Südkorea, USA), sich der Lage in diesem Land bewusst sind, das Ganze aber lieber in einer Status-Quo-Situation belassen.

In Westeuropa besteht die Tendenz ständig mit dem Finger auf die Nazi-Vergangenheit zu zeigen. Dabei werden Missstände in anderen Staaten (Sowjetunion, Kambodscha, Nordkorea,...) übergangen, verharmlost oder totgeschwiegen, obschon diese ebenso unmenschlich sind und zudem noch andauern. Hier gilt es international die Hebel anzusetzen. Leider scheint die Welt gieriger nach Profitsucht zu sein als nach einem friedlichen Miteinanderleben. Insofern scheint für Nordkorea die Auflösung der Gefangenenlager eher durch den Zusammenbruch des Regierungssystems möglich zu sein.

Ein Buch, welches aufklärend und aufrüttelnd zugleich ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaubliche, berührende Geschichte, 5. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flucht aus Lager 14: Die Geschichte des Shin Dong-hyuk, der im nordkoreanischen Gulag geboren wurde und entkam - Ein SPIEGEL-Buch (Kindle Edition)
Eine sehr tragische Geschichte. Habe das Buch innerhalb von Stunden gelesen. Die Nachwirkungen wirken aber über Tage, Wochen, Monate.... Was sich dort in Nordkorea wirklich abspielt übersteigt unsere kühnsten Vorstellungen. Und doch schaut "die ganze Welt" zu......
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


39 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend, packend, unglaublich grausam, 8. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flucht aus Lager 14 (Gebundene Ausgabe)
Das ist meine erste Buchrezension, aber dieses Buch muss ich unbedingt empfehlen.
Es hat mich von der ersten Seite an nicht mehr losgelassen, ich habe es am Stück durch gelesen.
Was hier berichtet wird aus den nordkoreanischen Lagern ist so furchtbar, es fehlen einem einfach die Worte. Man kann nicht glauben, das es so was im 21. Jahrhundert gibt.
Teilweise ist es schwierig, die Berichte über die täglichen Grausamkeiten an den Arbeitsskaven zu ertragen, das ist definitiv nichts für empfindliche Gemüter!
Bedrückend ist die Tatsache, dass es die Lager schon seit 50 Jahren gibt und weiterhin hunderttausende Menschen diese Hölle ertragen müssen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmaliges Dokument, 13. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flucht aus Lager 14 (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich ohne Worte, ein ganzes Volk lebt im KZ, in heutiger Zeit, die Welt schaut zu. Eine Bestätigung was viele Flüchtlinge bereits beschrieben haben - jedoch nie so umfangreich und "nativ" geschildert, denn der Zeuge ist im Lager geboren und aufgewachsen.

Besonders wertvoll macht die Geschichte dass sie auch die Jahre nach der Flucht mit erzählt, ebenso dass das Buch zwischendrin immer wieder die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe erläutert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternd und bewegend, 2. Juli 2013
Von 
Leseratte (Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Flucht aus Lager 14 (Gebundene Ausgabe)
"Flucht aus Lager 14" ist ein erschütterndes und bewegendes Buch.

Es schildert die wahre Lebensgeschichte von Shin, der in einem nordkoreanischen Arbeitslager geboren und aufgewachsen ist - und dann erfolgreich die Flucht wagte. Unprätentiös, in dürren Worten, ohne Pathos schildert der Autor einfach, was passiert ist - das Klima der ANgst und der Bespitzelung im Lager, der tägliche Kampf ums Überleben, der Hunger und die sadistischen Wachen. Nichts für zart besaitete Gemüter.

Sehr spannend auch die Flucht aus der Hölle: Durch Nordkorea und China nach Südkorea. Dort lernt Shin erst einmal, ins moderne Leben zu finden: Was Geld ist, wie man ein Handy benutzt und überhaupt, wie ein selbst verantwortetes Leben außerhalb eines Lagers aussieht. Das Buch endet einige Jahre nach Shins Flucht in den USA, wo Shin sich inzwischen aufhält.

Fazit: Dieses Buch ist wirklich zu empfehlen. Und jedem, der das Regime in Nordkorea belächelt, wird es die Augen öffnen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emotionaler Einblick in ein bewegtes Leben, 19. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Flucht aus Lager 14 (Gebundene Ausgabe)
Oh man, ich glaube, dass ist das erste Mal, dass ich gar nicht genau weiss, was ich bei einem Buch schreiben soll, wie ich am besten beschreiben soll, was in mir vorgeht.

Die Geschichte des Shin Dong-hyuk hat weltweit für Furore gesorgt und vermutlich nicht nur bei mir einen kleinen bleiben Eindruck hinterlassen.

Shin wurde 1982 im sogenannten Lager 14 geboren. Jahrelang kannte er nichts anderes als das Leben dort, als die grausame und primitive Lagerwelt.

Schon früh wurde ihm eingebläut, dass Gefühle nicht erwünscht sind, dass es völlig normal ist, wenn ein Lehrer seine 6jährige Schülerin mit dem Rohrstock totprügelt, weil sie ein paar Maiskörner in ihrer Tasche hatte.

Gezeugt wurde er im Lager 14 durch eine sogenannte Belohungsehe, seine Kindheit verlief in Bahnen, wie wir sie hier vermutlich nie erleben werden, wie sie keiner von uns nachvollziehen kann.

Die Aufseher in dem Gefängnis könnten brutaler nicht sein, was nicht nur Shin am eigenen Leib zu spüren bekommt.

Obwohl er selbst derjenige ist, der die Fluchtpläne seiner Mutter und seines Bruders an dieWärter verrät, wird er noch brutal dafür gefoltert und muss letztendlich sogar die Hinrichtung der beiden hautnah aus der ersten Reihe mitansehen.

Gefühlt hat er dabei gar nichts, immerhin sind im Gefühle aller Art vollkommen fremd.

Erst als er Park kennenlernt, reift ihm in das Verlangen, die Welt ausserhalbdes Lagers kennenzulernen und mit Parks Hilfe gelingt ihm das schier unfassbare: Die Flucht aus Lager 14.

Gemeinsam mit Shin selbst hat der Autor ein Buch geschaffen, welches zum Nachdenken anregt. Zum Nachdenken darüber, wie gut wir es letztendlich eigentlich haben und wir hart das Regime in Korea tatsächlich war und noch immer ist, denn solche Lager existieren noch immer.

Oft genug wusste ich während des Lesens einfach nicht, was ich wirklich denken sollte, wie ich an Shin's Stelle all das verarbeitet hätte.

Ich glaube, vielen von uns ist gar nicht bewusst, dass solche Lager in Korea bis zum heutigen Tage noch immer existieren und vielleicht kann dieser Erfahrungsbericht sogar das eine oder andere Auge ein bisschen weiter öffnen, diese "Gleichgültigkeit", die nicht nur in Korea herrscht, ein wenig.. mildern.

Ein Buch, welches mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt und seine 5 von 5 Sonnenblumen doch verdient hat, wobei ich finde, dass man solche Bücher nicht anhand von Sternen oder Sonnenblumen bewerten sollte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Oder doch Flucht aus Lager 18?, 20. Januar 2015
Nachdem andere nordkoreanische Flüchtlinge und ehemalige Lagerbewohner immer mehr fragwürdige Details gefunden haben, hat Herr Shin schließlich zugegeben, an wichtigen Stellen des Buches und seiner zahllosen Interviews gelogen zu haben. Sein Dorf ist dem Lager 18 zugeordnet worden, als er 6 Jahre alt war. Geflohen ist er nach seinen neuesten Aussagen nicht einmal 2005, sondern zuvor schon mehrfach, nämlich 1999 und 2001. Beide Male wurde er wieder eingefangen. Er lebt trotzdem; seine Mutter aber wurde nach seinen Aussagen allein schon hingerichtet, weil sie die Flucht bloß geplant hat. Logisch ist das nicht. Seine Verletzungen will er nun nicht mit 13, sondern erst mit 20 erhalten haben. Der Finger ist nicht als Strafe für eine heruntergefallene Nähmaschine, sondern wegen eines Fluchtversuches abgeschnitten worden. Oder war es doch ein Arbeitsunfall, wie sein Vater behauptet? Man hätte das als Propaganda der Nordkoeaner abgetan, aber nun, wo Shin sich selbst geoutet hat... Am Ende stimmt vielleicht sogar der Vergewaltigungsvorwurf. Und so weiter, ein ziemlicher Sumpf. Ehemalige Bewohner von Camp 18 zweifeln sogar schon an, ob er auch dort überhaupt war. Man weiß echt nicht, was man ihm noch glauben soll. Er hat der Sache der Menschenrechte in Nordkorea einen Bärendienst erwiesen. Traurig.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brutal, packend, spannend und lehrreich !, 15. Mai 2013
Von 
S. Ziesel "ZAB656MC" (Regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Flucht aus Lager 14 (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist wirklich spitze. Es ist nicht nur flüssig spannend und packend geschrieben und schildert in grausamer Deutlichkeit das alltägliche Leben und Sterben in einem dieser Straflager von denen man in der Öffentlichkeit eigentlich so gut wie nie etwas liest es bemüht sich auch noch nebenbei das Innenleben von Shin zu erklären und geht auf die seelischen Torturen ein die die Gefangenen oft über Jahrzente erduldeten und was diese dann eben aus so einem Menschen machen. Auch die zweite Hälfe des Buches ist extrem lesenwert in dem man erfährt wie sich Shin nach dem Ausbruch durchschlägt und letzendlich über Südkorea nach Amerika gelangt und welche Schwierigkeiten er aufgrund der Gefangenschaft hatte und immer noch hat sich in der modernen Welt und allem was darin so vorkommt zurecht zu finden. Nebenbei erfährt man auch einige spannende Fakten über das Leben in Nordkorea über die Politik des Wegschauens in Südkorea und deren Anschauungen zu diesem Konflikt und bekommt so tiefere aufschlussreiche Einblicke in den Sachverhalt die wie bereits erwähnt aufgrund mangelnder Aufklärung einem oft verwehrt bleiben. Gerade auch weil man in den Alltagsmedien nur sehr wenig mitbekommt über die genaueren Umstände des Konflikts und dieser aber eigentlich so aktuell ist wie jeder andere (Kriege im Nahen Osten z.B) und mindestens genau so ernstzunehmend sollte man sich dieses Buch als interesierter Leser zu diesem Thema aufjedenfall zu Gemüte führen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 211 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen