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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke, BBC - bitte mehr davon!, 23. Februar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: David Copperfield [UK Import] (DVD)
Wo soll ich nur beginnen?
Für jene, die Dickens' "David Copperfield" gelesen haben, wird diese BBC-Verfilmung ein wunderbares Wiedersehen mit den unverwechselbar pointierten und manchmal skurrilen Charakteren bringen: die unnachahmliche Maggie Smith als exzentrische und doch herzensgute Tante Betsey Trotwood, Bob Hoskins als der liebenswürdige, wenn auch ständig in Geldnöten sich befindende Mr. Micawber, Pauline Quirke als die aufopfernde und gütige Dienerin Peggotty .....
Wer "David Copperfield" noch nicht gelesen hat, dem bietet diese BBC-Verfilmung einen wundervollen Zugang zu einem der Meisterwerke der Weltliteratur. Die unverwechselbaren Charaktere, die Dickens hier geschaffen hat, sind hervorragend besetzt und dargestellt (reizend: Daniel Radcliffe, der spätere "Harry Potter" als junger David Copperfield) und der Zuseher durchläuft im Laufe der Geschichte ein wahres Wechselbad der Gefühle - wie die Hauptfigur und der gleichzeitige Erzähler David Copperfield.
Danke, BBC, für wundervolle Literaturverfilmungen, die sich wohltuend von Mainstream-Hollywood-Produktionen abheben und Stoffe der Weltliteratur in höchster Qualität dem breiten Publikum zugänglich machen!
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Your sister Betsy Trotwood would have liked this movie ;-), 12. März 2007
Von 
Melanie Holtmann "Mekko!" (Utopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: David Copperfield [UK Import] (DVD)
Mit Charles Dickens' 'David Copperfield' ist der BBC mal wieder eine wunderbare Verfilmung klassischen Literaturstoffes gelungen (und immer wieder frage ich mich, warum so etwas nicht hierzulande möglich ist!). Ich kenne die Buchvorlage nicht und kann so leider nichts zur Originaltreue sagen - aber das Ergebnis steht und spricht in diesem Falle sehr beredt für sich. Keine Minute an diesen drei Stunden ist verschwendet. Einem exzellenten Cast steht die beeindruckende und mehr als unterhaltsame Inszenierung kongenial zur Seite. Schon die Tatsache, dass selbst in kleineren Rollen renommierteste britische Darsteller zu finden sind, bürgt in diesem Fall für Qualität: Neben Maggie Smith, Emilia Fox, Daniel Radcliffe, Bob Hoskins, Imelda Staunton, Ian McKellen und Oliver Ford Davies stehen weitere Gesichter und Darbietungen, die schlicht und einfach das sind, was man auch von der BBC erwarten darf: Weit über dem Durchschnitt. Ich werde allerdings den Eindruck nicht los, dass man trotz aller erfolgreichen Bemühung um einen ernsten Tonfall - das Elend des kleinen David, Doras Dahinsiechen oder das Drama um Emily und Steerforth zum Beispiel gehen sehr nahe - dann doch in letzter Konsequenz den Weichspüler verwendet hat. Sofern nicht Dickens selbst dafür verantwortlich zeichnet. Das wäre dann auch mein wohl einziger kleiner Kritikpunkt. Dennoch: Ich habe den Film jetzt schon zum zweiten Mal wirklich genossen - Betsy Trotwoods exzentrische Warmherzigkeit, Micawbers charmanten Leichtsinn, Mr Murdstones herzlose Kälte, Wickfields Lethargie, Uriah Heeps schmierige Intrigen, all das ist vorzüglich, kurzweilig, kraftvoll und fähig ins Bild gesetzt. Und es ist ja noch längst nicht alles. Wer BBC-Filme, Charles Dickens, gehobene Schauspielkunst oder gleich alles auf einmal mag, der ist hier mehr als richtig.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder ein Meisterwerk von BBC!, 14. Oktober 2008
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
David Copperfield ist eine der berühmtesten Figuren des englischen Erfolgschriftstellers des 19. Jahrhunderts, Charles Dickens. Die Geschichte um den Jungen, der schließlich gegen sein immer schlechter werdendes Schicksal aufbegehrt und seinen Traum von einer Schriftstellerkarriere und einem glücklichen Familienleben verwirklicht, gehört zu Recht zu den Klassikern der Weltliteratur. Die BBC-Produktion aus dem Jahr 1999 hat keine Mühlen gescheut, eine eindrucksvolle und detailgetreue Wiedergabe der Abenteuer des liebenswerten Helden seines eigenen Lebens zu entwerfen und sie einem begeisterten Publikum vorzustellen. Viele namhafte und ambitionierte Schauspieler sowie überzeugende Kulissen erzeugen eine beinah perfekte Illusion: Willkommen in England, Mitte des 19. Jahrhunderts!

Schon die unglücklichen Umstände der Geburt unsers Helden, lassen eine eher ungünstige Zukunftsprognose stellen. Die schwangere Clara Copperfield (Miss Darcy aus "Stolz und Vorurteil 1995") hat soeben ihren Mann zu Grabe getragen und erwartet mit Zagen ihre Geburt. Kurz vor dem wichtigen Ereignis bekommt sie einen unerwarteten Besuch: Die exzentrische Verwandte ihres Mannes, Betsy Trottwood (einfach wunderbar: Dame Maggie Smith) verkündet, dass das Kind von Clara zweifellos ein Mädchen sein müsse, welches auf den Namen Betsy Trottwood getauft und von der ehrenwerten Tante als liebevolle Patin angenommen würde. Doch es ist ein kleiner Junge der in dieser Nacht zur Welt kommt! Da Betsy Trottwood für immer mit den nichtsnutzigen Männern abgeschlossen hat, verlässt sie empört das Haus - auf nimmer Wiedersehen, wie man vermuten kann!
Friedliche und glückliche Kindheitsjahre folgen. Die treue Pegotty (Pauline Quirke) und seine Mutter sind die Gefährten von Davids (Daniel Radcliffe "Harry Potter")ersten Jahre. Unverhofft gestört wird das kleine Glück als ein neuer Mann in das Leben seiner Mutter tritt. Der kalte und grausame Murdstone (Trevor Eve) und seine Schwester entmündigen die verliebte Clara und schicken den unbeliebten Jungen auf eine Schule. Zum Glück findet David immer schnell neue Freunde. Doch nach dem unerwarteten Tod seiner Mutter wird Davids Los noch schlechter und er muss in der Schuhcremefabrik seines Stiefvaters schuften. Seine Vermieter Mr. Micawber und seine Familie nehmen den kleinen Copperfield zwar zunächst wie einen Freund auf, doch immer höher werdende Schulden machen einen Umzug erforderlich und so verlassen die einzigen Vertrauten unseren Helden. Jetzt beschließt David sein Glück selbst in die Hand zu nehmen und bricht zu einer ungewissen Reise auf. Er möchte seine einzige Verwandte aufspüren und bei seiner Tante Betsy Trotwood neu beginnen.
Nachdem David Copperfield, der sich nunmehr Trotwood nennt, von seiner Tante adoptiert wird, geht es aufwärts mit dem jungen Mann. Er kommt auf eine neue Schule, hat neue Freunde und frischt alte Bekanntschaften wieder auf. Aber seine Abenteuer sind noch nicht zu Ende. Der Schurke Uriah Heep bedroht den Frieden seiner besten Freunde und auch eine neue Liebe beherrscht Copperfields Gedanken. Steht die Erfüllung seines Lebenstraumes in baldiger Nähe?

Durch die vielen lebhaften Gestalten, die der Buchvorlage entnommen sind, ist die Geschichte Copperfields vielseitig, spannend, romantisch und berührend. Copperfield wird von vielen sehr unterschiedlichen Frauengestalten umgeben. Die gutherzige Pegotty zum Beispiel, die von dem Kutscher Barkis lange Zeit verehrt wird und durch den kleinen David Liebesbotschaften erhält. Dann sind da natürlich auch noch zwei konträre Charaktere, die für Copperfields Liebesglück stehen. Die treue und vernünftige Agnes Wickfield (Amanda Ryan), für die David zunächst allerdings nur schwesterliche Gefühle hat und die zauberhafte und verspielte Dora Spenlow (Joanna Page), die Tochter seines Arbeitgebers, in die sich Copperfield Hals über Kopf verliebt. Außerdem steht Betsy Trottwood ihrem Lieblingsneffen immer mit Rat und Tat zur Seite. Und auch er kann ihr schließlich beistehen.
Für geradezu unheimliche Spannung sorgt die schauspielerische Leistung von Nicholas Lindhurst als Uriah Heep. Sein Gesicht mit den besonders nahe stehenden Augen und sein schleimig kriecherisches Auftreten sorgen bereits beim ersten Auftritt für unwillkürliche Aversionen. Auch Copperfield traut dem falschen Geschäftsmann nicht, doch erst mit Hilfe eines treuen Freundes gelingt es, hinter die fiesen Machenschaften des Schurken zu kommen.

Wer sich also von einer perfekten Adaption des Klassikers überzeugen lassen möchte, der sollte sich unbedingt diesen Zweiteiler gönnen und in die Lebensgeschichte des David Copperfield eintauchen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehenswerte Verfilmung des Klassikers, 19. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: David Copperfield [UK Import] (DVD)
Der britischen BBC ist mit "David Copperfield" wieder einmal eine sehenswerte Verfilmung eines absoluten Klassikers der britischen Literatur gelungen.
Der Zweiteiler findet sich in enger Orientierung am Roman umgesetzt. Die Besetzung lässt kaum Wünsche offen. Insbesondere die unvergleichliche Maggie Smith als exzentrische, gleichwohl grundgütige Betsy Trotwood beschwört die Romanfigur hervor, wie sie mir beim Lesen vor Augen gestanden hat. Aber auch bei der Besetzung vieler der weiteren Rollen hat die BBC ein glückliches Händchen gehabt: Bob Hoskins und Imelda Staunten etwa personifizieren die leicht schrulligen, emotional schnell aus der Bahn zu werfenden Micawbers ("I shall never desert Mr. Micawber, never!") ebenfalls in einer Weise, dass ich die Romanfiguren bestens getroffen sah; mit Pauline Quirke könnte die Rolle der Peggotty nicht besser besetzt sein und Trevor Eve ist wohl einfach der bitterböseste, kältestes Mr. Murdstone, den man sich irgend vorstellen könnte. Schließlich ist da noch Nicholas Lyndhurst als gespenstischer Uriah Heep, dessen verschlagene Schmierigkeit wirklich Gänsehaut hervorruft.
Ein paar Kritikpunkte gibt es gleichwohl: So kam mir die Verfilmung, wenngleich ca. 3 Stunden Spielzeit, doch recht gedrängt vor. Angesichts der Detailtiefe und Länge des Romans kann dies nicht wirklich erstaunen; ich meine, man hätte der Entwicklung der Geschichte vielleicht einen größeren Gefallen damit getan, wenn man die Verfilmung etwas weniger gedrängt (z.B. als Fünf- bis Sechs-Teiler) angelegt hätte. So fehlen doch einige Episoden und Figuren des Romans, was zwar für eine Verfilmung meines Erachtens nicht unbedingt schlimm ist, aber auch der Haupterzählstrang der Geschichte leidet ein bißchen daran, dass man relativ schnell durch die Abschnitte von Davids Leben "gejagt" wird. Wirklich problematisch fürs Verständnis wird es dann auch bei der Beziehung von Uriah Heep und Mr. Wickfield, da in der Verfilmung unklar bleibt, dass Mr. Wickfield ein Trinker ist und es Uriah Heep allein deshalb gelingen kann, ihm vorzugaukeln, dass er Gelder seiner Mandanten veruntreut habe. Etwas schade fand ich auch, dass in der Verfilmung dem humorvollen und leicht ironischen Ton des Romans nicht rechte Geltung eingeräumt wurde. So ist die Erzählweise des Films doch eher ernst. Infolgedessen ist man der Figur Davids gegenüber als Zuschauer relativ indifferent, zumindest bleibt er meines Erachtens doch eigentlich eher blaß, was noch dadurch verstärkt wird, dass ein Ciarán McMenamin als David Copperfield und auch der junge Daniel Radcliffe als junger David mit der darstellerischen Kraft einer Maggie Smith einfach nicht mithalten können, so dass man fast schon geneigt ist, eher Betsy Trotwood als Hauptfigur und Symapthie-Zentrum des Films zu sehen als David Copperfield.
Trotz der Kritikpunkte habe ich die Verfilmung aber letztlich doch sehr genossen, da eben viele der Charaktere des von mir sehr geliebten Romans wunderbar getroffen sind und die zeitgemäße und detailreiche Ausstattung ihr Übriges tut, einen doch ein ganzes Stück weit in die Welt von Charles Dickens zu entführen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 8. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
M.E. eine wirklich gelungene Verfilmung, die nicht nur von den Darstellern und der Ausstattung her gefällt, sondern auch der Vorlage gerecht wird.
Eine Anschaffung, die ich in keiner Weise bedauere. So etwas schaut man sich gerne immer wieder an.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hübsche Verfilmung ohne Esprit, 11. Juli 2009
Von 
Reiner Rose (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Sicher ist diese Verfilmung nett gemacht und einige Figuren wie z. B. Pegotty, ihr Bruder Dan, Betsy Trotwood und Mr. Dick sehr an den Vorstellungen des Charles Dickens angelehnt. Anderen Charakteren fehlt es jedoch vollkommen an dem notwendigen typisch englischen Exzentrismus. Dies gilt insbesondere für die Figur des Mr. Micawber und des Uriah Heep. Beiden Darstellern geht die extreme sprachliche Exaltiertheit der Romanvorlage vollkommen ab. Bob Hoskins, den ich ansonsten sehr schätze, hat hier nicht seine besten Tage. Im Gegensatz zu der bereits 1974 von der BBC produzierten 5 1/2stündigen Verfilmung, die Anfang der 80iger Jahre auch in den 3. Programmen des deutschen Fernsehens lief, in denen ALLE Charaktere besonders starke sehr englische Züge hatten.
Auf DVD ist dies leider nur in Englisch erschienen.
Trotz alledem, der Regisseur hat sich bemüht, die Atmosphäre des frühen 19. Jahrhunderts in England gut einzufangen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungen, trotz massiver Kürzungen, 17. Dezember 2012
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Charles Dickens' "David Copperfield" (New Edition) [2 DVDs] (DVD)
David Copperfield, oder besser „The Personal History Experience and Observation of David Copperfield the Younger of Blunderstone Rookery „ erzählt die Lebensgeschichte des David bzw. Trottwood Copperfield. Schon als David geboren wird, ist er Halbwaise, denn er ist ein nachgeborenes Kind und kommt erst nach dem Tode seines Vaters zur Welt. Davids Mutter ist von sanftem Gemüt und gibt sich redlich Mühe alleine klar zu kommen, wäre aber ohne Peggotty, Davids Amme, hilflos und verloren. Daher heiratet Davids Mutter recht bald wieder, um einen Beschützer zu haben. David kommt mit seinem Stiefvater Mr. Edward Murdstone und dessen Schwester Jane nicht klar und wird vom diesem in das Internat Salem House verbannt, wo er sich mit James befreundet. Eine Freundschaft, die sein späteres Leben beeinflussen wird, sowohl zu Guten als auch zum Schlechten. Davids Mutter bekommt in der Zwischenzeit einen weiteren Sohn, stirbt aber kurz darauf, so dass David zum Vollwaisen wird und von Mr. Murdstone zum Arbeiten in seine Fabrik in London geschickt wird, an der Mr. Murdstone Anteilseigner ist. David flüchtet, nimmt sein Leben selbst in die Hand und macht sich auf die Suche nach seiner Tante Betsey Trotwood. Eine Entscheidung, die beider Leben entscheidend verändert.

David Copperfield war Charles Dickens achter Roman und erschien 1850. 1999 verfilmte BBC 1 diesen berühmten Stoff mit großen Staraufgebot, darunter Daniel Radcliffe als junger David Copperfield, also seine erste Filmrolle noch vor Harry Potter und schon hier ist er ein wirklich sehr guter Schauspieler. Weitere bekannte Gesichter sind Maggie Smith als Betsey Trotwood oder Ian McNeice als Mr. Dick. Dies ist die zehnte Verfilmung des Romans.
Zweimal 90 Minuten sind nicht viel Zeit für diesen Stoff, und auch wenn die Verfilmung durch und durch gelungen ist (mit Ausnahme von Nicholas Lyndhurst als Uriah Heep, der war mir nicht schleimig und kriecherisch genug und Mr. Micawber schwafelt auch nicht genug gestelzt daher), so wurde neben generellen Straffungen und Kürzungen doch massiv Kahlschlag bei den Nebenhandlungssträngen betrieben: Jane Murdstones Beziehung zu Dora Spenlow fehlt, der Martha Endell Handlungsstrang, der Tommy Traddles Handlungsstrang, der Dr. Strong und Annie Strong Handlungsstrang, und der Mr. Mell Handlungsstrang wurden gestrichen, dabei fällt deutlich mehr in Davids Teenagerzeit der Streichung zum Opfer als in der Jugend. Die ersten 90 Minuten behandeln Davids Kindheit, die zweiten 90 Minuten seine Adoleszenz.
Auch wenn der Haupthandlungsstrang zum Großteil belassen wurde, wie Dickens ihn schrieb, fiel dennoch sehr viel der Kürzung zum Opfer und ich bin mir nicht sicher, ober ich wirklich der Handlung so gut hätte folgen können, wenn ich das Buch nicht kennen würde. Zuschauer, die das Buch nicht kennen, könnten durchaus streckenweise kleinere Schwierigkeiten bekommen, Zusammenhänge zu verstehen.
Dennoch, eine liebevolle, wunderbar typgerecht besetzte Verfilmung mit stimmigen Kostümen und wunderbarer Kulisse, auch wenn ich bezweifle, dass die Straßen Londons damals bereits mit großen Platten gepflastert und so sauber waren, besonders in der Ecke, in der Mr. Micawber wohnte. Auch irritiert, dass Steerforth David in der deutschen Synchronisation Gras nennt, statt Gänseblümchen (oder war es nur Blümchen?).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller erster Teil, gehetzter zweiter, 10. Juli 2011
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Diese Charles-Dickens-Verfilmung besteht aus zwei Teilen mit je 90 Minuten. Sie verfolgt David Copperfield von seiner Kindheit (Kind einer jungen Witwe; Leiden unter dem zweiten Mann der Frau; strenge Schule) bis ins junge Erwachsenenalter, in dem er durch seine leidlich wohlhabende Tante eine gute Ausbildung bekommt und sich verliebt und heiratet. Hineingewoben sind die skurrilen Episoden mit dem stets kurz vorm Schuldturm stehenden, aber sehr eloquenten Mr. Micawber und seiner Familie, die tragische Geschichte zwischen Davids Jugendfreund Steerforth und seiner Kinderfreundin Emily und die Ereignisse rund um den betrügerischen Uriah Heep.

Der erste Teil des Zweiteilers (bis zum Beginn des jungen Erwachsenenalters) kann überzeugen. Es ist bestes Period-Drama in gewohnter BBC-Qualität. Die hochkarätige Schauspielerschar (u.a. Maggie Smith als resolute Tante und Bob Hoskins als Mr. Micawber) spielen mit gewohnter Klasse und viel Spielfreude. Auch die nicht ganz so berühmten (z.B. Nichalos Lyndhurst als fast körperliches Unbehagen verursachender Uriah Heep) können voll und ganz überzeugen. Die Stimmung des Buches wird gut getroffen; die Fokussierungen und Auslassungen im Vergleich zum Buch gut getroffen (nur die Liebschaft von Pegotty nimmt mir etwas zuviel Platz ein). Fünf Sterne für den ersten Teil. Man merkt hier, dass man mit 90 Minuten für ca. 250 Seiten auch noch ausreichend Zeit für die Geschichten hatte.

Im zweiten Teil hetzt man dann allerdings in 90 Minuten durch knapp 500 weitere Seiten und dass tut gar nicht gut. Man hetzt wirklich von Szene zu Szene und Geschichte zu Geschichte und behindert damit vehement eine dramaturgische Entfaltung und ein Hineinfallen in die Geschichten. Hier hätte man unbedingt (!) zu einem Drei- oder besser Vierteiler greifen müssen. Zu voll ist das Buch von mehreren ineinander gewobenen und parallel verlaufenden Handlungssträngen. Unverständlich warum man (im Vergleich zu den vielen BBC-Vierteilern) nur zu zwei gegriffen hat. Wenn man es tut, dann hätte man sich die ein oder andere Nebengeschichte sparen müssen, um sich auf 2-3 Hauptgeschichten zu beschränken; hat man aber leider nicht, sondern manchen Nebengeschichten (wie dem Erbe von Pegottys Mann) noch zu viel Gewicht eingeräumt.

Schauspielerisch kann im zweiten Teil gerade Ciarán McMenamin als David Copperfield nicht überzeugen und bleibt blass neben seinen kraftvolleren Kollegen. Vielleicht war das aber auch Absicht, weil auch im Buch David oft als der ruhigere Chronist der eindrucksvolleren Figuren, mit denen er sein Leben verbringt, erscheint.

Was man nicht gut gelöst hat, ist die Geschichte um Steeforth und Emily. Zugegebenermaßen hatte man hier das Problem, dass bereits die literarische Vorlage die ganze Geschichte nur immer in Rückschauen von Dritten erzählen lässt. Das ist dort schon schwierig, geht aber noch. In einem Film funkioniert es noch weniger und so wie man es hier gelöst hat (nämlich nahe an der Buchvorlage) ermüdet es filmisch etwas.

Fazit: Ein toller erster Teil; ein zweiter Teil, der in Einzelszenen überzeugen kann, aber durch seine Hektik missfällt. Dadurch im ganzen auf keinen Fall fünf Sterne.

Sprache: Englisch mit englischen UT, die man bei manchen Figuren auch dringend braucht.
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5.0 von 5 Sternen David Copperfield, 1. April 2014
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Rezension bezieht sich auf: Charles Dickens' "David Copperfield" (New Edition) [2 DVDs] (DVD)
mit diesen Schauspielern und die Handlung geradezu wie im Buch, ist ein wirklich gelungenes Werk. Dafür haben sie sich die 5 Sterne verdient !!!
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4.0 von 5 Sternen Daniel Radcliffe, 26. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Charles Dickens' "David Copperfield" (New Edition) [2 DVDs] (DVD)
Dieser Film (DVD) beginnt mit dem jungen Daniel Radcliffe (Harry Potter) und schon hier kann er überzeugen.
Eine schöne Verfilmung des Klassikers von Charles Dickens.
Wunderbare Charaktere!
Für alle Fans der Darsteller sehr zu empfehlen.
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Charles Dickens' "David Copperfield" (New Edition) [2 DVDs]
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