Kundenrezensionen

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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. September 2012
Schiff gelingt in dieser Neuaufnahme des Wohltemperierten Klaviers eine wunderbar sangliche, lyrische und organische Vergegenwärtigung dieses Werkes. Ton und Klangbild sind exzellent - angenehm natürlich, räumlich und präsent. Schiff gelingt es, den 24 Präludien und Fugen aus beiden Teilen immer wieder neue Farben zu entlocken (im Booklet äußert er sich zum Farbspektrum des WTK recht ausführlich), wodurch diese Einspielung so eminent fesselnd (darf man sagen: unterhaltsam?) und kurzweilig wird. Die bei manchen Interpreten bisweilen so starren und auf die Dauer etwas ermüdenden Fugen atmen hier große Lebendigkeit und Entdeckerfreude. Aus den kleinsten motivischen Zellen entwickelt sich die Musik völlig frei und organisch - und doch ohne Manierismen. Die hochsensible Anschlagskultur Schiffs belebt die melodischen Verläufe häufig durch kleine Nuancen und Schattierungen. Übrigens verzichtet Schiff weitgehend auf das (rechte) Pedal, was er im Booklet ausführlich musikhistorisch begründet. Mich haben solche historischen Korrektheiten und akademischen Legitimationen nie sonderlich interessiert. Mich interessiert lediglich das hörbare Ergebnis, und das ist in diesem Falle fast ausnahmslos überzeugend. Fast - denn das C-Dur Präludium aus Teil II, das immer eines meiner Lieblingsstücke gewesen ist durch seinen affirmativen Gestus und seine kaskadierenden Melodien, das selbst bei Gould einen eher großen, ausschwingenden Klang hat, - dieses herrliche Präludium verliert bei Schiff durch das Non-Legato-Spiel und den lyrischen Ton doch etwas an Größe und Glanz, es entfaltet zu wenig Kraft. Auch das namenlos melancholische b-Moll Präludium aus Teil I (Track 19) fällt meines Erachtens ein wenig trocken und harmlos-konventionell aus. Genug gemäkelt - diese Einspielung wird ihren festen Platz finden und ist nachdrücklich zu empfehlen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Dezember 2013
Seine ursprünglichen Einspielungen auf Deutsche Grammophon Das Wohltemperierte Klavier (Ga) sind, sowohl akustisch, technisch und interpretativ, eindeutig viel besser als dieser zweite und ziemlich misslungene Versuch. Ferner ging wohl der Tontechniker gleich in den Feierabend. Ich bereue es sehr für diese Aufnahme gutes Geld zum Fenster rausgeschmissen zu haben und rate vom Kauf ab.
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am 25. September 2014
Andras Schiff gehört für mich zu den größten lebenden Pianisten im Allgemeinen und zu meinen Favoriten für Bach Klavierwerke im Speziellen. Für mich ist z.B.: seine alte Einspielung der Goldberg Variationen die musikalischste und schönste Version überhaupt - und ich kenne sie alle.. :-) (Nein, die beiden Glenn Gould Versionen finde ich da bei weitem nicht so spannend. Das schnelle, mechanische Runterspielen der ersten Aufnahme, und das quälend langsame Spiel der zweiten Aufnahme sind beide nichts für mich. Aber genug davon..)..
Auch die Suiten, Partiten, Inventionen etc. kenne ich und schätze sie sehr!

Ich habe die Neueinspielung des Wohltemperierten Klaviers (WTK) mit Spannung erwartet, kenne ich natürlich seine alte Einspielung, die ich zwar für gelungen halte, aber schon auch nicht mehr als das.

Diese Version ist berührender, überlegter und insgesamt "runder". Schiff gelingt es, einen Spannungsbogen über alle Stücke zu erzeugen und spielt das WTK wie ein großes Ganzes, und nicht als eine Aneinanderreihung der einzelnen Präludien und Fugen.
Dabei ist sein Spiel erstaunlich ruhig, gleichzeitig dynamisch und "werktreu" - also kein Pedal.

Die Aufnahmequaltität ist sehr gut, nur hätte ich mir weniger Hall / Raumanteil gewünscht. Der Steinway klingt so als wäre er in einer riesigen Kathedrale aufgenommen worden.. Dabei gehen feine Nuancen verloren, denn Schiff ist meiner Meinung nach einer der wenigen Pianisten, die einen starken rhythmischen Bezug zu Bach haben.

Um Bach bzw. Barockmusik exzellent zu spielen bedarf es einer rhythmischen Exaktheit und extrem genauen Timings - das hat nichts mit Tempo zu tun.
Ein wahrer Großmeister dieses Timings war meiner Meinung nach Sviatoslav Richter. Kein zweiter hat so exakt in allen Tempi phrasiert wie er. Seine Einspielung des WTK ist nach wie vor mein Favorit, leider ist die Aufnahmequalität aber nicht sehr besonders (70er Jahre....)

Einen Stern Abzug gibts für die verhallte Aufnahme und die stellenweise zu langsamen Tempi - ein "beschwingterer" Bach wie bei Sv. Richter gefällt mir mehr, aber trotz allem ist die Neueinspielung sehr gut geworden und verdient größten Respekt.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. April 2013
Wunderbarer Pianist, voller Ruhe und mit perfekter Technik. CD-Box bereits 4 Mal gekauft und weitergeschenkt. Bin grosse Anhängerin von Andras Schiff!
Freundliche Grüsse
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Februar 2013
AMAZON schafft es leider nicht, die mp3s von 1-96 durchzunummerieren. Stattdessen bleibt es bei der Numerierung der vier CDs: Man hat also inerhalb eines Albums bspw. vier Tracks mit Nummer 1 (C,Fis,C,Fis) usw. SEHR ÄRGERLICH! (Saturn Download macht es besser...)
Die Aufnahme ist ansonsten nur zu empfehlen: Schiff spielt ohne Pedal (schöne Grüße an Till Fellner!) und erreicht damit eine große Klarheit der Linienführung. Er verzichtet auf interpretatoriche Extreme ebenso wie auf historisch informierte Dogmatik, aber es gibt kein Stück, das nicht über eine genau definerte Ausdruckshaltung verfügt, das nicht einen genau bestimmten und fein empfundenen Charakter aufweist.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. November 2013
András Schiff ist wirklich ein Phänomen. Pianistisch perfekt wie Rudolf Buchbinder, musikalisch reflektiert wie Alfred Brendel, dazu politisch engagiert wie Daniel Barenboim - man möchte kaum glauben, all dies in einer einzigen Person zu finden. Jetzt hat der musikalische Tausendsassa eine Neueinspielung des Wohltemperierten Klaviers vorgelegt.

Dass der Künstler den Notentext im Schlaf beherrscht, braucht nicht extra betont zu werden. Das kann und darf man bei einer Studioaufnahme voraussetzen, bei Schiff sowieso. Bemerkenswert ist aber, wie undogmatisch der Künstler an die Sache herangeht. Er hat die Erkenntnisse der Alte-Musik-Bewegung verinnerlicht, macht sich aber nicht zu ihrem Sklaven. Vielmehr entscheidet er an jeder Stelle von Neuem, was musikalisch sinnvoll ist. Beispiel Triller: mal trillert Schiff mit Vornote, mal ohne, mal lang, mal kurz, mal schnell, mal langsam. Und jedes Mal stellt sich der Höreindruck ein: ja, so und nicht anders muss es an dieser Stelle sein.

Dabei ist der Pianist alles andere als ein Umstürzler. Das Selbstverliebte, das gesucht Originelle, das Anders-Machen um des Anders-Machens willen, was mich bei Glenn Gould so abstößt - Gould-Fans mögen mir verzeihen -, geht Schiff gänzlich ab. Er hat hohen Respekt vor dem Werk und will es für unsere Zeit angemessen interpretieren. Und so setzt er behutsam Crescendi und Decrescendi ein, gelegentlich auch dezent das Pedal, aber immer im Dienst an der Musik, niemals als Selbstzweck. Hier spielt jemand, der Bach zum Klingen bringen will, nicht sich selbst.

Hans von Bülow soll gesagt haben, das Wohltemperierte Klavier sei das Alte Testament der Klaviermusik, Beethovens Sonaten das Neue. Bei den Beethoven-Sonaten ziehe ich die Aufnahme von Rudolf Buchbinder noch eine winzige Nuance gegenüber Schiff vor, wie ich in meiner dortigen Amazon-Besprechung ausgeführt habe. Wer aber das Alte und das Neue Testament aus einer Hand (genauer gesagt: aus den zwei Händen eines einzigen Pianisten) haben möchte, der findet zur Zeit auf dem Markt nichts Besseres als die Einspielungen von András Schiff bei ECM.
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3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. November 2012
Diese Studioaufnahme ist klanglich und aufnahmetechnisch sehr gut gelungen, obwohl es "nur" eine Studioaufnahme ist. Interpretatorische gefällt mir diese Aufnahme ebenfalls sehr gut. Gerade bei den Stücken mit schnellen Tempi bekommt diese Aufnahme eine sehr schöne und tolle Leichtigkeit. Aber wenn ein Andras Schiff dieses Werk einspielt kann eigentlich auch nicht mehr viel schiefgehen. Meine Kaufempfehlung!!!!
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. April 2013
gefällt mir sehr gut. klare aufnahme, guter klang. sehr günstig für die länge des albums. andere klassik alben di ich bei amazon gekauft haben waren nicht dermaßen gut
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0 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Januar 2013
Eine für uns sehr schöne Aufnahme. Bei CDs haben wir viel Glück und als Grschenk, besser wie Blumen.vielen Dank Doris Redecker
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1 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Januar 2013
Andras Schiff spielt diese Musik so locker, dass sie nicht, wie bei anderen Interpreten an manchen Stellen nervig ist. Ich habe sie gern gehört.
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