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am 21. November 2012
Als Ärztin in der DDR im Jahre 1980 einen Ausreiseantrag zu stellen, war nicht sehr erfolgsversprechend. Genau dies tut die alleinstehende Barbara. Sie wird an ein kleines Krankenhaus, abseits jeder Metropole strafversetzt. Hier möchte Barbara nicht auffallen, nur ihren Dienst machen und darauf warten, das ihr Freund aus dem Westen die Flucht arrangiert.

Der Chefarzt Andre bemüht sich um Barbara und versucht ihr beim Heimisch werden zu helfen. Die junge Patientin Stella reißt Barbara aus ihrem stoischen Verhalten und sie ergreift Partei.

Die einfühlsame Geschichte wird leise erzählt. Es sind die schlüssigen Handlungen und weniger die Dialoge, die die Figuren mit ihren Charakteren erschaffen. Ereignisse sind auf das Notwendigste reduziert. Es ist als betrachte man ein Diorama. Asketische Szenenbilder belassen den Fokus bei den handelnden Protagonisten. Regie und Schauspielern ist eine Filmperle gelungen.
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am 12. November 2012
Ein so warmer, kluger und berührender Film. Nina Hoss ist wunderbar. Von der ersten Sekunde sitzt man mit Herzklopfen vor dem Bildschirm und fühlt mit ihrer Barbara all das Beklemmende, die unendliche Müdigkeit, das Misstrauen. Das spielt Nina Hoss so konsequent, sparsam und mit so viel Wärme, das hat mich sehr berührt. Auch Ronald Zehrfeld steht ihr in nichts nach. Er spielt eine Seelenverwandschaft zu Barbara voller Zuneigung, Fürsorge und Achtung zu dieser Frau.
Die Regie ist beeindruckend klar, alles wird mit einer Ruhe und gleichzeitiger Spannung erzählt.
Ein Interview mit dem Regisseur Christian Petzold, Nina Hoss und Ronald Zehfeld kann man im Coverheft nachlesen oder sich als Extra auf der DVD anschauen. Dort erfährt man, dass der Film chronologisch gedreht wurde, dass wirklich in einem Krankenhaus gedreht wurde, welches detailgenau im Stil der 80er Jahre der DDR eingerichtet war, dass es intensive Proben vor den Drehs gab, alles Dinge, die im Filmgeschäft nicht selbstverständlich sind und vor allem Zeit und damit Geld kosten - aber genau diese Liebe, die sieht man dem Film an und die macht ihn besonders (im Gegensatz zu solch oberflächlichem Kitsch wie "Die Frau vom Checkpoint Charlie", welchen ich unerträglich fand)
Endlich mal eine DDR Fluchtgeschichte, die mich überzeugt und berührt hat.
11 Kommentar40 von 42 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. September 2013
An das viele Lob hier moechte ich noch einen Gedanken anhaengen.
Ich war zur Wende noch zu jung um mich grossartig an Repressalien zu erinnern - meine Klassenkameraden hatten gerade noch Zeit ihre Roten Halstuecher umzubinden.

Vielleicht kommt es mir deshalb so vor, dass das nicht zwingend ein Film ist, der in der DDR spielen muss. Innerhalb der letzten Jahrzehnte haetten sicher genauso gut Russland, Ungarn, Rumaenien, Spanien, Argentinien oder was weiss ich als Kulisse dienen koennen (heute im kleineren Rahmen vielleicht auch Cybermobbing oder Schmierenkampagnen).
Das macht fuer mich die Staerke darin aus. Hier ist ein Mensch, der systematisch gebrochen wird. Der Freundeskreis wird zerstoert, sie wird in die Provinz versetzt, die wiss. Kariere ist hin. Staendig auf der Hut sein, keinem trauen, mit keinem reden koennen. Nur die Flucht als Loesung - eine Illusion die einen Menschen auch laehmen kann...
Man sieht ihn, der immer wieder ihren Namen ruft, um sie zu wecken. Und sie, die erst im Sog fest steckt und mit treibt, und schliesslich langsam aufwacht.
Was daraus wird? Wer weiss. Wichtig ist nur, dass sie sich wieder regt.

Barbara zeichnet mir ein Bild, das auch unabhaengig von der Kulisse funktioniert, das ich mitnehmen kann. Das wuensche ich mir von einem guten Film. Danke dafuer.
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am 9. August 2013
Ein faszinierender Film, der mit ganz sparsamen Mitteln die wesentlichen Elemente vermittelt. Die trostlose Situation von Barbara, die Erniedrigungen, die ihr widerfahren. Man spürt selbst die Beklemmung, die Barbara in Ihrer Ohnmacht gegenüber den perfiden Schikanierung des DDR Regimes empfinden muss. Die Verzweiflung und ihr Wunsch nach Veränderung, nach Freiheit oder einfach nur nach Intimsphäre.

(Achtung Spoiler): Trotzdem überrascht der Schluß, wenn er auch nur in letzter und absoluter Konsequenz den Charakter von Barbara abrundet. Der Schluß setzt den entscheidenden Punkt und zeigt, welche persönlichen Werte ihr der wirkliche Weg in die geistige Freiheit sind. In eine Freiheit die auch Ihre Aussage : "Hier kann man nicht glücklich werden" relativiert. Eine andere Entscheidung am Schluß hätte die körperliche Freiheit bedeutet, aber ihr den Weg in einen Einklang mit sich selbst und somit auch in ein künftiges "glücklich werden" verbaut. Es wird klar, das "glücklich sein" nicht zwingend eine lokale Komponente erfordert.
SPOILER ENDE

Die Drehorte sind im krassen Gegensatz zu dem Inhalt so idyllisch gewählt, dass dies für mich auf einer zweiten Ebene die Zerissenheit mancher ehemaliger DDR Bürger heute, zwischen dem Machtapperat der Stasi und der schlichten Einfachheit des Lebens in relativem Frieden, gut widerspiegelt.

Ein intelligenter Film mit einer hervorragenden Nina Hoss, sicher alles andere als Mainstream, . Wohltuend in der hektischen und inhaltsleeren Radaukulisse des Popcornkinos.
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am 1. April 2013
So far I liked every movie by Christian Petzold. Beautifully photographed, well acted, and nuanced.

No easy answers here, no Ostalgie, but also not simply a condemnation of the system in the DDR -- more about the actual lives and loves and coping mechanisms of people living there. Makes you think.
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am 13. September 2012
Dieser Film spielt in einer Zwischenwelt. Der abgeschiedene Ort am Meer, der geheimnisvolle Wind in den Sommerbäumen, die wortkarge Barbara, die mit jedem Schweigen eindrucksvoller wird.
Barbara ist Ärztin und verliebt. Ihr Freund wohnt im Westen, die Mauer steht noch fest und unüberwindbar. Barbara hat Fluchtpläne, das Regime kann nicht mit ihr, sie schon garnicht mit ihm. Der Ort am Meer, die alte Klinik und der symphatische Kollege, der sich resigniert arrangiert, die abgestoßene, verwanzte, ihr zugewiesene Wohnung und ein junges Mädchen, das sehr unter Druck steht. Daraus ist die Geschichte gemacht und sie ist authentisch und greift nach dem Zuschauer. Nina Hoss ist dabei großartig und sie braucht nicht einmal etwas zu sagen, ihre einfache Präsenz ist umwerfend!
Ein Stern Abzug für das etwas melodramatische Ende, wie ich es empfand. Aber ansonsten: Gucken!!!
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am 4. Oktober 2015
Hm, kann sich ein im Westen sozialisierter deutscher Filmemacher gemeinsam mit ebenfalls westdeutschen Schauspielern daran machen, eine derart heikle und ureigene DDR-Lebensgeschichte aus westlicher Sicht lehrmeisterhaft zu erzählen? Ich weiß es nicht, jedenfalls hat mir "Barbara" wesentlich besser gefallen, da nicht so schmierig und offensichtlich nach Hollywood schielend, als "Das Leben der Anderen". Immerhin sind die Eltern von Regisseur Christian Petzold ja selbst DDR-Flüchtlinge gewesen und das mag ihm einiges mehr an Hintergrundwissen verschafft haben. Insgesamt ist mir der Film aber zu konstruiert und holzschnittartig, um mich zu überzeugen. Die Handlung fokussiert extrem fast ausschließlich auf die Figur der Ärztin Barbara, wieder einmal mehr bei diesem Regisseur verkörpert von seiner Lieblingsschauspielerin Nina Hoss. Das Dauer-Verweilen auf ihrem markanten Gesicht nervt in seiner rigorosen Ausschließlichkeit und erschlägt nahezu die Handlung. Die anderen Darsteller bleiben blass und konturlos, vor allem der Darsteller des Arzt-Kollegen im Krankenhaus, in den sich Barbara leise schleichend verliebt, ist erschreckend farblos und nichtssagend. Mark Waschkes West-Lover wirkt nahezu wie eine Witzfigur. Hoss ist stark und überzeugend, aber auch extrem raumgreifend. Für mich war das zu einseitig und unfair den anderen Figuren gegenüber.

Die Schilderung der Situation in dem Nest an der Ostsee ist irgendwie unwirklich und kaum der Realität verpflichtet. Schickte die DDR eine zur Flucht entschlossene Ärztin tatsächlich ausgerechnet an die Ostseeküste bei Stralsund, wo eine Flucht übers Meer Richtung Dänemark besonders einfach war und auch nicht selten mit oder ohne Erfolg versucht wurde? Eher nicht. Wie kommt die toughe, eher kühle und intellektuelle Ärztin, die allenfalls beim Klavierspiel Entspannung findet, an den überkandidelten reichen Liebhaber-Schnösel aus dem Westen? Wieso v..... die Zwei hektisch im Wald und warum stellt sich die Stasi so trottelig an? Fragen über Fragen. Auch die Figur des jungen Arztes bleibt im Dunkeln, was ihn treibt und was er denkt. Und ein Krankenhaus in derart mickriger Besetzung dürfte wohl auch in der DDR kaum handlungsfähig gewesen sein.

Überzeugt hat mich die Handlung nicht. Einzig die Figur des in einem Werkhof für "schwererziehbare Jugendliche" geknechteten jungen Mädchens hat mich bewegt. Ich kenne nämlich eine Frau, die jetzt im Westen lebt, die als Kind an einem solchen Ort des Grauens ihre Jugend verlor. Und die bis heute deswegen ein seelische Wrack ist. Eines der dunkelsten und bis heute kaum beachteten geschweige denn aufgearbeiteten Kapitel der DDR. Aber auch daraus hätte der Film mehr machen können, wird aber nur melodramatisch.

Fazit: Starke Nina Hoss, wie man sie kennt, insgesamt ein typisch deutscher, überschwer befrachteter und letztendlich zu konstruierter, handlungarmer, wie erstarrt wirkender und blutleerer Film.
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am 27. Februar 2014
Den Film kannte ich schon und habe das DVD als Geschenk gekauft. Schlicht, präzis, sehr aufgebaut ist der Film von Christian Petzold. Ein schönes Porträt einer Frau, das über die Spaltung zwischen Ost und West geht. Die Natur im Norden wird auch wunderbar im Ton und Bild gezeigt. Empfohlen!
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am 20. Oktober 2012
Ist ein ruhiger ein sensibler Film!
Eine Liebesgesichte in der DDR. Der ganz anderen Art! Mit wunderbaren Schauspielern!
tolle Umsetzung!
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am 13. Mai 2014
starke Frau, tolle Schauspieler, die Bilder und wortarmen Dialoge sprechen für sich, ein Eindruck der DDR Zeit, den man sich nicht entgehen lassen sollte und einem unsere Freiheit jetzt sehr bewusst macht
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