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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Et es mih wie joot jejange
Köln 1534. Die Tuchhändler-Witwe Agnes Imhoff ist angeklagt, gemeinsam mit ihrem Mann Andreas den reichen Englischen Kaufmann Richard Charmann bei einem Handel mit teurem Flandrischen Tuch über den Tisch gezogen zu haben. Ihr verstorbener Ehemann kann rechtlich nicht mehr belangt werden und somit muss sich nun Agnes Imhoff dem Gerichtsprozess stellen, der...
Vor 19 Monaten von Bouquineur veröffentlicht

versus
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3.0 von 5 Sternen Untypisch für Marina Andre
Kein klassisches Buch von Martina Andre. Die Geschichte ist eine abgewandelte Erzählung einer wahren Begebenheit, wo sie die typische Spannung ihrer Romane nicht aufbauen durfte. Das Ende der Geschichte ist sehr flach und kurz gehalten.
Vor 4 Monaten von Gerhard Griesser veröffentlicht


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Et es mih wie joot jejange, 23. September 2012
Von 
Bouquineur (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Köln 1534. Die Tuchhändler-Witwe Agnes Imhoff ist angeklagt, gemeinsam mit ihrem Mann Andreas den reichen Englischen Kaufmann Richard Charmann bei einem Handel mit teurem Flandrischen Tuch über den Tisch gezogen zu haben. Ihr verstorbener Ehemann kann rechtlich nicht mehr belangt werden und somit muss sich nun Agnes Imhoff dem Gerichtsprozess stellen, der sie um die ihr noch verbliebenen beiden Häuser, die ihr noch zu Lebzeiten ihres Mannes von jenem überschrieben wurden, bringen kann. War Agnes in die Machenschaften ihres Mannes verwickelt? Oder ist sie ein unschuldiges Opfer, wie sie selbst behauptet?

In dieser fünf Prozesstage umfassenden Geschichte sowie einem Part rund 20 Jahre später, weiß man als Leser selber nie so genau, woran man bei Agnes Imhoff ist. Genau wie die gegnerische Seite Zweifel an ihrer Unschuld streut so ist man auch als Leser stets im Ungewissen, ob die Kaufmannswitwe wirklich eine weiße Weste hat. Dies bleibt über weite Strecken so, da auch das gewaltsame Ableben ihres Gatten immer wieder eine Rolle spielt. Kontinuierlich bauen die Autoren den Spannungsbogen aus und schaffen es, diesen bis zum überraschenden Ende zu halten. Dabei wird dem Leser immer wieder ein ausführlicher Einblick in das Rechtssystem des 16. Jahrhunderts geboten, was was mir besonders gut gefallen hat, weil es mir hinsichtlich der rechtlichen Stellung der Frau in der damaligen Zeit einige einige neue Sichtweisen eröffnet hat.

12 Autoren, die gemeinsam einen Roman schreiben. 2 übernehmen Prolog und Epilog, die anderen 10 hauchen den Figuren in jeweils 2 Kapiteln Leben ein, geben Ihnen Profil, Struktur und eine eigene Stimme, mit denen die Geschehnisse des Jahres 1534 aus der Sicht der Beteiligten geschildert werden. Jeweils 2 Kapitel, die reichen müssen, eine Figur zum Leben zu erwecken, beim Leser Sympathie oder Abneigung zu erzielen, die Geschichte voranzutreiben und für den jeweils folgenden Autor vorzubereiten. Auch wenn die Herausgeberin Heike Koschyk im Nachwort erwähnt, es wäre diesmal kein Staffellauf gewesen, weil nicht an den Text des jeweiligen Vorgängers angeknüpft sondern eigenständige Kapitel geschrieben wurden, habe ich es dennoch als solchen empfunden. Denn auch wenn die Kapitel für sich stehen, stelle ich es mir unglaublich schwer vor, an das hohe literarische Niveau des jeweils vorangehenden Autors anzuknüpfen und die olympische Fackel der Schreibkunst ohne Bruch und ohne Verlust an den nächsten weiterzugeben. Ist das gelungen? Und ob! Natürlich behält jeder Autor seinen eigenen bekannten Stil bei, aber dennoch hätte ich kaum sagen können, wessen Abschnitt ich nun gerade lese und wo der Wechsel zum nächsten Autor stattgefunden hat, wenn ich es nicht ständig nachgeschlagen hätte. Allen beteiligten Autoren ist der Sprung zurück in eine Zeit gelungen, die über ein halbes Jahrtausend zurückliegt. Dabei sind ihnen nicht nur die Figuren wunderbar gelungen sondern sie haben auch durchgängig das Lebensgefühl meiner wunderbaren Heimatstadt eingefangen, in der vieles heute noch so ist wie in der vorliegenden Geschichte. Das ist etwas, was nur wenigen Autoren gelingt und mich hier noch zusätzlich erfreut hat.

12 Autoren, die gemeinsam einen Roman schreiben. Das mag ein Risiko sein, weil man nicht weiß, ob die Sache am Ende auch funktioniert. Et hät noch immer joot jejange, würde der pragmatische Kölner sagen, wenn er von der Idee eines Solchen Projektes hört. Et es mih wie joot jejange, et es perfek - sage ich als Kölsches Mädchen, das sich von Herzen bedankt, dass sich diese 12 großartigen Autoren einem Stück der Kölner Stadtgeschichte angenommen und es so wunderbar umgesetzt haben.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die vierte Zeugin, 7. September 2012
Von 
HeikeM - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Viele Köche verderben den Brei, so sagt der Volksmund. Trifft dies im übertragenen Sinn auch auf Autoren zu? "Die vierte Zeugin" ist ein Projekt des Autorenkreisen Quo Vadis, dem Tanja Kinkel, Oliver Pötzsch, Martina Andrè, Peter Prange, Titus Müller, Heike Koschyk, Lena Falkenhagen, Alf Leue, Caren Benedikt, Ulf Schiewe, Marlene Klaus und Katrin Burseg angehören. Gemeinsam erzählen sie die Geschichte der Tuchhändlerwitwe Agnes Imhoff, die von dem Londoner Händler Richard Charman verklagt wird, die Geschäftsschulden ihres durch undurchsichtige Umstände ums Leben gekommenen Ehemannes zu begleichen. Der Roman basiert auf einem Dokument über eine Gerichtsverhandlung aus dem 16. Jahrhundert, das beim Einsturz des Kölner Stadtarchives schwer beschädigt wurde. Jeder der AutorInnen steht Pate für eine der im Roman handelnden Personen bzw. den Prolog und den Epilog. Ich hatte damit gerechnet, dass es bei den verschiedenen Abschnitten zu deutlich spürbaren Stilwechseln kommen würde. Da aber jede Person, die ihre Sicht der Dinge darlegt, von einem anderen Autor beschrieben wurde, sind diese Brüche nur vermeintlich. Beim Lesen hatte ich immer das Gefühl, das gerade durch den Wechsel der Autoren die Figuren besonders individuell erscheinen. Somit hat jede einen anderen Charakter und zeigt Facetten, die die Handelnden sehr wirklichkeitsgetreu erscheinen ließen. Der Spannungsbogen wurde konsequent gehalten und auch als es zu einem Zeitsprung kommt und die Geschichte viele Jahre später fortgesetzt wird, der Leser den Ausgang des Prozesses schon kannte und das Ende der Geschichte erahnte, kam es noch einmal zum deutlichen Aufleben der Spannung und somit zum Finale Grande. Bei diesem historischen Roman handelt es sich aber keineswegs um einen trockenen Gerichtsroman. Die Autoren erwecken die damalige Zeit zum Leben und schicken Figuren auf die Handlungsbühne, die dem Leser den Alltag vor etwa 500 Jahren vor Augen führen. Dabei stehen Fragen zu den Rechten einer Frau in der damaligen Zeit im Mittelpunkt. Deren Tragweite wird erst so richtig klar, verdeutlicht man sich, dass Dokumente über diesen Prozess die Jahrhunderte überdauerten.
Von dem Autorenkreis Quo Vadis sind als Gemeinschaftsromane bereits "Das dritte Schwert", "Der zwölfte Tag" und "Die sieben Häupter" erschienen. Nachdem ich weiß, dass der von vielen Köchen zubereitete Brei verdorben sein soll, kann ich nach der Lektüre von "Die vierte Zeugin" sagen, diese 12 Autoren stehen für hervorragende, historisch fundierte Unterhaltung. Zu den bereits erschienenen historischen Romanen der Autorengruppe werde ich nach und nach auch noch greifen.
Mein Fazit: Wer einen historischen Roman, der auf einem realen Fall basiert, mit großartig gezeichneten Personen lesen möchte, wird mit "Die vierte Zeugin" sicher sehr gute und spannende Unterhaltung finden.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Opfer oder Täterin?, 28. August 2012
Von 
Belle's Leseinsel (Mainz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Köln im Jahre 1534. Der Ehemann von Agnes Imhoff stirbt unter ungeklärten Umständen. Noch zu Lebzeiten hat Andreas Imhoff sein gesamtes Vermögen seiner Ehefrau überschrieben. Kurz vor seinem Ableben hatte er jedoch noch eine ganze Schiffsladung teuersten Tuchs bestellt und anschließend behauptet, nur minderwertige Ware erhalten zu haben. Nun verklagt der geschädigte Geschäftsmann Richard Charman die Tuchhändlerwitwe. Der zuständige Richter wie auch die Schöffen scheinen sich bereits im Vorfeld ihre Meinung gebildet zu haben. Agnes kämpft verbissen um ihr Vermögen und bald offenbart sich nicht nur ein Familiendrama, sondern nach und nach kommen Lügen und politische Intrigen ans Licht, die bis in die europäischen Königshäuser zu reichen scheinen.

Als würde der Kölner Stadtschreiber die Begebenheiten erzählen, so beginnt Tanja Kinkel mit dem Prolog die Geschichte. Hier, wie auch im Epilog, der von Peter Prange geschrieben wurde, stellt man sofort die unterschiedlichen Sprachstile fest. Die Geschichte an sich jedoch, die u.a. von Oliver Pötzsch, Martina André und Titus Müller erzählt wird, wirkt wie aus einem Guss. Hier merkt man absolut überhaupt nicht, dass an der Geschichte mehrere Autoren gearbeitet haben. Und so kann man es durchaus als Meisterwerk bezeichnen, was den 12 Autoren mit diesem Buch gelungen ist.

Grundlage des mittlerweile vierten Gemeinschaftromans des Autorenkreises Quo Vadis ist ein Gerichtsfall aus dem 16. Jahrhundert, der eine ganze Stadt in Atem hielt. Damals war es durchaus üblich, dass der Ehemann seiner Frau sein Vermögen überschrieb und diese bei jedem Vertragsabschluss mit unterschrieb, jedoch nach dessen Tod nicht haftbar gemacht werden konnte, da ihre Unterschrift nach römischen Recht keine Gültigkeit hatte. Dies hatte weitreichende Folgen, bei denen es nicht selten um sehr viel Geld ging und somit auch politisch relevant war. An Agnes Imhoff sollte nun ein Präzedenzfall geschaffen werden, um dieses Geschäftsgebaren zukünftig zu unterbinden. Verständlich auch, dass die Verhandlung auch Interesse bei den europäischen Königshäusern hervorgerufen hatte.

Hat also Agnes von Anfang an keine Chance, den Fall zu gewinnen? Ist sie überhaupt ein Opfer oder wusste sie bestens über die Geschäfte ihres Mannes Bescheid und ist somit Täterin? Den Autoren gelingt es perfekt, nicht nur die Stimmung zur Zeit der Reformation einzufangen, sondern sie spielen zudem geschickt mit der Figur der Agnes Imhoff. Kaum hat man sich eine Meinung über die Tuchhändlerwitwe gebildet, wird sie bereits im nächsten Kapitel wieder revidiert. Mit einer flüssigen, einnehmenden und farbenprächtigen Sprache vermitteln die Autoren dem Leser die wahre Begebenheiten fesselnd und durchaus auch richtiggehend spannend - hierbei handelt es sich eindeutig um einen historischen Kriminalfall.

Die Geschichte basiert – wie bereits oben erwähnt – auf ein wahres Geschehen, allerdings haben die Autoren aus dramaturgischen Gründen den Gerichtsfall etwas gestrafft und die Gerichtsbarkeit von Speyer nach Köln verlegt. Und keine Sorge, die Geschichte spielt nicht nur vor Gericht, wirkt nie trocken erzählt und räumt zudem viel Platz dem Privatleben der mitwirkenden Figuren ein. Somit wirkt die Geschichte von Anfang bis Ende absolut rund und schlüssig erzählt.

Neben der interessanten und spannend erzählten Geschichte, sind auch die Charaktere bis in die kleinste Nebenrolle wunderbar herausgearbeitet. Allen voran natürlich die Figur der Agnes Imhoff. Die äußerst attraktive junge Frau wirkt in einer Szene wie ein verschüchtertes, hilfloses junges Mädchen, welches ihr Leben neben einem herzlosen Ehemann fristen musste, im nächsten Kapitel dann wieder wie eine selbstbewusste Geschäftsfrau, die sehr genau weiß, wie sie die Männerwelt um die Finger wickeln kann.

Fazit: Ein von Anfang bis Ende spannend und unterhaltsam erzählter Roman mit hervorragend herausgearbeiteten Charakteren und einer interessanten und politisch brisanten Geschichte, die auf einen wahren Gerichtsfall beruht und damals selbst die europäischen Königshäuser beschäftigt hatte. Wirklich eine gelungene Umsetzung der 12 Meister-Autoren.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr überzeugend, 18. März 2013
Agnes Imhoff ist Witwe eines wohlhabenden Kölner Tuchhändlers. Sie kommt nicht zur Ruhe, nicht nur, weil sie glaubt, dass ihr Mann ermordet wurde. Nein, sie wird auch verklagt, da sie für die Schulden ihres Mannes aufkommen soll. An den Mann, den sie für den Mörder ihres Mannes hält. Doch mit welchen Recht verklagt er sie? Denn Frauen können keine Schulden machen, sie sind nicht geschäftstüchtig.
Es kommt zur Verhandlung und Agnes muss erkennen, dass sie dabei wohl nicht unbeschadet durchkommt. Es wird bekannt, dass sie wohl ein Verhältnis mit dem Geschäftspartner und mutmaßlichen Mörder ihres Mannes hatte.
Wie wird es für Agnes und ihre Tochter ausgehen? Kann ihr der junge Anwaltsgehilfe zur Seite stehen? Warum ist ihr Anwalt so unbeteiligt?

Alles spannende Fragen, die in dem Buch beantwortet werden. Dies ist ein Gemeinschaftprojekt von zwölf tollen Autoren. Und toll ist nicht nur einfach so gesagt.
Es gab ein wirklich überaus ungewöhnliches Vorwort. Da war ich schon sehr von angetan.
Die gesamte Geschichte war interessant und stimmig aufeinander abgestimmt. Ich konnte keine Unstimmigkeiten, Unebenheiten feststellen. Ich konnte anhand des Schreibstils keine Unterschiede feststellen, welcher Autor was geschrieben hat.
Historisch belegte Daten waren sehr gut von Heike Koschyk und Alf Leue recherchiert. Was schon eine kleine Meisterleistung war, denn das Kölner Stadtarchiv war ja eingestürzt im Zuge von Bauarbeiten.

[B]Fazit:[/B] Mich hat das gesamte Projekt hervorragend gefallen und ich vergebe für diese überzeugende Arbeit gern fünf von fünf Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beste historische Unterhaltung, 21. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die vierte Zeugin: Historischer Roman (Kindle Edition)
Heike Koschyk und Alf Leue sind die beiden Herausgeber des neuen Gemeinschaftsromans der Quo-Vadis-Autoren. Insgesamt haben zwölf namhafte Autoren an diesem Roman mitgewirkt. Der Volksmund sagt zwar: „Viele Köche verderben den Brei.“, dies trifft aber absolut nicht auf diesen hochkarätigen Roman zu. Heike Koschyk und Alf Leue haben dafür gesorgt, dass es einen stringenten Faden in der Geschichte gibt, so war der Plot von vorne herein festgelegt. Jeder Autor bekam zwei Kapitel zur Verfügung, in der er die Geschichte aus der Sicht einer anderen beteiligen Person schildern durfte. Somit wird die Geschichte der Agnes Imhoff aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Als Leser merkt man die Stilwechsel schon, der aber durch den Perspektivwechsel nachvollziehbar ist.
Der Prozess gegen Agnes Imhoff, die für den Betrug ihres Mannes an dem englischen Kaufman Charman zur Rechenschaft gezogen werden soll, hält die Stadt in Atem. Charman will vor Gericht einklagen, dass die junge Witwe für seinen erlittenen Verlust aufkommen muss, da Andreas Imhoff kurz vor seinem mysteriösen Tod das Wohnhaus und Wirtsstube seiner Frau überschrieben hat. Agnes hat aber nichts von den Machenschaften ihres Mannes gewusst. Zwar steht auch ihre Unterschrift unter den Verträgen, aber ihr Mann hat sie gezwungen diese Unterschrift zu tätigen, da er sonst nicht nur sie schlagen würde sondern auch die gemeinsame Tochter. Um ihre Tochter zu schützen tut Agnes alles, dass Kind soll nicht unter den Gewaltausbrüchen des Vaters leiden. Doch Agnes hat keine Chance, an ihr soll ein Exempel statuiert werden, selbst das englische Königshaus hat hier seine Finger im Spiel. Agnes droht alles zu verlieren. Es gilt ein Netz aus Intrigen, Machenschaften und Neid zu entwirren.
Dieser Roman basiert auf einem historischen Schriftstück, dass bei dem Einsturz des Stadtarchivs in Köln schwer beschädigt wurde. Nur mit Hilfe von Spenden können die historischen Dokumente restauriert werden. Um zu zeigen wie wichtig diese Dokumente für die Geschichte unseres Landes sind, haben sich Tanja Kinkel, Oliver Pötzsch, Martina André, Peter Prange, Titus Müller, Heike Koschyk, Lena Falkenhagen, Alf Leue, Caren Benedikt, Ulf Schiewe, Marlene Klaus und Katrin Burseg zusammen getan und diesen historischen Roman geschrieben.
Eine wahre Geschichte die berührt und uns vor Augen führt, dass Opfer und Täter nicht immer die sind, die dazu verurteilt worden sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein literarisches Exeperiment, welches mit Glamour gemeistert wurde!!, 18. Oktober 2012
Von 
Wenn sich zwölf namhafte Autoren zusammentun, um einen historischen Roman zu schreiben, könnte das unter Umständen ein großes Chaos geben. Wenn diese zwölf Autoren ihren Schreibstil aber so gekonnt ineinanderfließen lassen wie in "Die vierte Zeugin", dann wird es zu einem herausragenden Lesevergnügen.

In Köln wird 1534 die Tuchhändlerwitwe Agnes Imhoff angeklagt, den reichen Londoner Geschäftsmann Richard Charmann gemeinsam mit ihrem Ehemann Andreas betrogen zu haben.
Da ihr Ehemann aber unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, muss sie sich nun ganz allein dem Richter stellen. Die Beweislage ist erdrückend und Agnes Imhoff fürchtet um ihre Existenz.
Im Laufe des Prozesses fällt plötzlich ein ganz neues Licht auf ihren Ehemann, der ihr nichts als Schulden hinterlassen hat. So soll er Agnes bei geschäftlichen Angelegenheiten zur Unterschrift gezwungen und auch sonst nicht mit Schlägen und Drohungen halt gespart haben. Sogar als Trunkenbold war er in gewissen Kreisen bekannt.
Doch ist Agnes Imhoff wirklich unschuldig? Oder ist die bildschöne Frau, die nicht wenigen Männern den Kopf verdreht hat, ein gerissenes Weibsbild welches hinter ihrer makellosen Fassade eine Mörderin verbirgt.
Und welche Rolle spielt Richard Charmann in diesem sich zum politischen Intrigenstück entwickelnden Prozess?

Bereits der Prolog hat mich durch seine faszinierende Weise in den Bann gezogen und ich fühlte mich binnen weniger Augenblicke mitten im Geschehen. Im Stile eines Kölner Stadtschreibers werden die wichtigsten Figuren kurz vorgestellt, um sie später in den einzelnen Kapiteln genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im Fokus des Romans steht die Frage, ob man die Ehefrau für die Schulden ihres verstorbenen Mannes haftbar machen kann, wenn laut römischen Rechts ihre Unterschrift auf Geschäftspapieren keine Gültigkeit hat. Das wiederum gibt dem Leser einen interessanten Einblick in das Rechtssystem des 16. Jahrhundert.
An Agnes Imhoff sollte ein Präzedenzfall statuiert werden, der seine Kreise bis in die Königshäuser zog.

Grundlage ist ein historisches Dokument, welches beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs schwer beschädigt wurde.
Jeder der zwölf Autoren übernahm zwei Kapitel und hatte so die Möglichkeit dem Leser verschiedene Sichtweisen zu präsentieren.
Hätte man mir diesen Roman als "Einzeltäterwerk" vorgelegt, ich hätte ihn auch so angenommen, denn an keiner Stelle spürt man einen Riss oder eine Veränderung des Schreibstils. Nahtlos gehen die Kapitel in sich über und zeugen so vom Können der beteiligten Autoren.

Autoren wie Martina André, Heike Koschyk, Lena Falkenhagen und Peter Prange haben sich auf ein literarisches Experiment eingelassen und es mit Glamour gemeistert!
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5.0 von 5 Sternen Die vierte Zeugin, 5. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die vierte Zeugin: Historischer Roman (Kindle Edition)
Tanja Kinkel hat mich wieder in bewährter Weise durch ihre fesselnde Art zu erzählen in eine vergangene Zeit geführt. So weit ich das beurteilen kann, ist der historische Hintergrund sehr sorgfältig recherchiert. Respekt!
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5.0 von 5 Sternen Die vierte Zeugin, 13. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die vierte Zeugin: Historischer Roman (Kindle Edition)
Angelesen und schon war ich drin. Spannend bis zum Schluß und der war für mich so nicht vorhersehbar. Gut! Viele bildhafte Beschreibungen, man kann sich in die Geschichte versetzen.
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5.0 von 5 Sternen Deutschlands Frauen und ihre Rechte im Mittelalter, 16. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die vierte Zeugin: Historischer Roman (Kindle Edition)
Sehr gut zu lesender und schlüssiger historischer Krimi. Besonders nachdem ich gelesen habe, wie das Buch zustande gekommen ist, ziehe ich meinen Hut vor den Autoren. Also, auch das Nachwort ist spannend! Gerne würde ich mehr von diesen Autoren lesen.
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5.0 von 5 Sternen Ein Buch für Kölner und Nichtkölner, 17. Oktober 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die vierte Zeugin: Historischer Roman (Kindle Edition)
Als begeisterter Leser von Kriminalromanen aus dem Mittelalter bin ich hier wieder einmal an ein gutes Buch aus diesem Genre geraten. Inspiriert hat mich dazu Oliver Plötzsch als Autor zb. der "Die Henkerstochter" und nachfolgende Werke. Zwar tritt er in diesem Buch nur als einer von Vielen Autoren auf, doch bemerkt man iesen Umstand nicht. Es erfolgt an keiner Stelle des Buches ein Bruch beim Übergang von einem Autor zum anderen. Insgesamt bekommt man einen wunderbaren Einblick in die Geschichte Kölns zu dieser Zeit. Dies empfand ich besonders als Kölner, aber auch als Nichtkölner konnte man wunderbar in diese Zeit eintauchen
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Die vierte Zeugin: Historischer Roman
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