Fashion Pre-Sale Hier klicken Jetzt informieren BildBestseller Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More Samsung AddWash Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic NYNY

Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen84
3,8 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:4,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Dieser Film ist schnell, schneller als man das sonst von Woody Allen kennt, alles "super-rapido", wie man in Italien sagt, die einzelnen, parallel erzählten Geschichten greifen ineinander, gehen wieder auseinander und legen ein in der Tat Wahnsinnstempo vor. ROMA ! Man merkt die 120 Minuten nicht, die der Film dauert, er fühlt sich an wie sechzig! Auch das eine Neuheit bei Werken dieses Regisseurs......

Der Aufeinanderprall europäischer, italienischer und amerikanischer Klischees ist jedoch nur für den Teil der Zuseher lustig, der diese Klischees entziffern kann. Allen selbst als ausgedienter, erfolgloser Opernregisseur, der, wie er sagt, einen RIGOLETTO mit weißen Mäusen inszeniert hatte. In Amerika mag man so etwas nicht. Der Opernsänger unter der Dusche in TO ROME WITH LOVE: absurd und lustig. Zum Nachdenken kommen die Zuschauer kaum, schnell geht es weiter, Huren, Restaurants und kleine Schauspieler..... und das unsäglich dumme italienische Fernsehen.

Diesen Streifen wird Allen so schnell nicht toppen. Große und leichte Unterhaltung.
22 Kommentare|25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 21. September 2012
Woody-Allen-Filme machen oftmals einfach glücklich, außer die schweren, bedrückenden mit zu vielen der Psychosen, oder die großen Dramen à la "Match Point" und "Cassandras Traum". Nicht selten ist Allen indes sehr warmherzig, romantisch, leicht - doch nicht seicht! Zu diesen Filmen gehört "To Rome With Love": Moderate Abgedrehtheiten, aber eine lebensbejahende Schwärmerei, auch in fast schon übertrieben warmen Farben und schönen Bildern, diesmal von Rom. Am Ende die Erkenntnis, dass man sie irgendwie alle gern haben muss, diese kleinen und nicht ganz so kleinen menschlichen Verrücktheiten - und dass auch die Menschen einander gern haben können, wenn sie sich einfach nur Mühe geben, einander öffnen und empfangsbereit sind für die Schwingungen des Nächsten. Solche Filme zeichnet eines aus: Ein reichhaltiges Figurenarsenal, nur lose verknüpfte Episoden und Schnipsel - aber am Ende doch ein großes Ganzes. Die Welt wird sich weiterdrehen, viele sind oberflächlich betrachtet wieder am Ausgangspunkt angekommen, also "viel Lärm um nichts" (wie es in Allens "Ich sehe den Mann Deiner Träume" heißt)? Nein; obwohl Allens Films sich mitunter im Kreis zu drehen scheinen und an ihren Ausgangspunkt zurückkehren, haben wir den Eindruck, dass die Menschen aus dieser Kreisbewegung gereift hervorgehen; dass sich etwas bei ihnen verändert hat. Es ist nichts passiert und es ist doch etwas passiert. Und dieses Etwas ist eben das "gewisse Etwas" bei Woody Allen, das - mich - glücklich macht und dass mich gerade wieder "To Rome With Love" ganz besonders lieben lässt. Obwohl man sich natürlich schon fragen kann, was dieser ganze Reigen eigentlich soll.

Diese Reigen-Filme Allens haben etwas Verträumt-Märchenhaftes, etwas Tänzelndes, Irrlichterndes, Irreales: Mit einem Verkehrspolizisten in Rom beginnt der vorliegende Film. Seine Handzeichen bekommen selbst etwas von einem Tanz. Schön ist das. Effektiv offenbar nicht, denn im Off hören wir einen Zusammenstoß von Autos. Das scheint keinem groß etwas auszumachen, dem Verkehrspolizisten am Allerwenigsten. Das Leben ist chaotisch, lässt sich nicht ordnen. Aber es ist vielleicht gerade deshalb sehr reichhaltig und sehr schön. Der Polizist als Griechischer Chor zeigt uns dieses Leben in seiner Vielgestaltigkeit; Rom (und natürlich nicht nur Rom) habe einen bunten Strauß an Geschichten und Menschen zu bieten.

Vier Geschichten bekommen wir zu sehen, erstens: Ein frischvermähltes Pärchen verliert sich aus den Augen. Er bekommt Besuch von einem Edelcallgirl (Penelope Cruz), das sich - in reichlich gewagter Kleidung - vor den Schwiegereltern als Gattin ausgeben muss. Die wahre Gattin hingegen trifft einen hochverehrten Filmstar (etwas dicklich, nicht mehr ganz jung, mit nur noch wenigen Haaren auf dem Kopf und in seiner schleimigen Geilheit ziemlich widerlich, so dass ich an Berlusconi denken musste). Bei beiden kommt es zu amourösen Verwicklungen. Am Ende sind sie wieder zusammen, als wären sie nicht getrennt gewesen - und doch stellen wir uns vor, dass sie das Erlebte reifer gemacht hat. Der Ehebruch, bevor die Ehe richtig losgegangen ist, nicht als Gefahr, sondern als Chance für die Liebe. Sogar ein zufällig auftauchender Räuber wird nicht nur ins Geschehen hineingezogen, sondern ist sofort empfänglich für die Verwicklungen, die er da mitbekommt, und mischt bald kräftig mit beim Bäumchen-wechsel-Dich. Wie mit einem Mal alle ihre Seele entdecken und Verständnis füreinander haben, wie niemand so richtig böse ist, der Verbrecher am Allerwenigsten - das ist sehr lebensbejahend und immer auch ein bißchen skurril in der Darstellung des Abrupten. Eben leicht, nicht seicht, sondern von einer tiefen, aufrichtigen Menschenliebe durchdrungen, die nicht blind macht. Es hat lange gedauert, bis Woody Allen bei dieser Meisterschaft angekommen ist, aber im Grunde war er in seinen schönsten Filmen immer schon gleichsam wachsamer wie romantischer Menschenfreund (aus früherer Zeit seien "Manhattan" und "Hannah und ihre Schwestern" genannt).

Zweitens: Ein kleiner Büroangestellter (Roberto Benigni) ist auf einmal ohne erkennbaren Grund berühmt, irgendwann nicht mehr, und kaum dass er sich über die losgewordenen nervigen Reporter und Fans freut, vermisst er sie auch schon wieder ein bißchen. Man sehnt sich immer nach dem, was man nicht hat. Allen nimmt hier das schöne Bild aus "Ich sehe den Mann Deiner Träume" wieder auf, in dem ein Mann stets zu der schönen Frau am Fenster im gegenüberliegenden Haus hinübersah. Als der Mann tatsächlich bei dieser Frau landen konnte und in ihrer Wohnung war, sah er aber zu seiner Ex-Freundin in die andere Richtig hinüber - und ward unglücklich. Unser Büroangestellter in "To Rome With Love" wird hingegen am Ende mit der Erkenntnis beschenkt, dass es nicht so sehr drauf ankommt, ob man reich und berühmt ist oder nicht, dass Ersteres das Leben aber schon angenehmer machen kann. Dies ist vielleicht ein altersmilder Kommentar Allens zu seinem eigenen Leben, welches mir ungleich sympathischer ist als sein Berühmtheitsleiden auf zu hohem Niveau in "Stardust Memories". Zumal Allen zwar in einer anderen Episode endlich wieder einmal selbst vor der Kamera steht, aber Benigni ein typischer Allen-alter-ego-Schauspieler ist. Seine wuselige, stammelnde Art, in der er mehr schlecht als recht hinnimmt, Spielball der Ereignisse zu sein, lässt an einen etwas jüngeren Woody Allen denken.

Drittens: Ein Opernregisseur im Ruhestand (Woody Allen) entdeckt in dem Vater seiner Schwiegersohnes ein Sangestalent, das sich aber nur in Privatheit, unter der Dusche, entfalten kann. Der Regisseur ersinnt einen ungewöhnlichen Trick, diesen Mann zu vermarkten... Der alt gewordene Allen spielt mit angezogener Handbremse und überlässt die Allenismen wie gesagt einem von Roberto Benigni gespielten alter ego. Dennoch ist es schön, dass der Meister wieder selbst vor der Kamera steht, und gerade in dieser Rolle; geht es doch um ein anderes für ihn typisches Thema: Die Verflechtungen von Leben und Kunst. Menschen, die im Leben scheitern, aber (vielleicht gerade deshalb) in der Kunst großartig sind, haben Allen immer interessiert. Der Jazzgitarrist in "Sweet and Lowdown"; der Autor in "Deconstructing Harry", dessen Kunstfiguren sogar in Ingmar-Bergman-Tradition das reale Leben zu bevölkern scheinen. Oder Menschen, die in der Kunst scheiterten, aber zum Leben zurückfanden wie der von Allen selbst gespielte Filmregisseur in dem viel zu unbekannten "Hollywood Ending". Nun also ein Opernregisseur, der als Künstler extrem umstritten war und erneut schlechte Kritiken bekommen wird, weil er das Leben zur Kunst macht: Er lässt den Bajazzo einfach duschend auftreten! Aber obwohl Allen die Anerkennung versagt wird und auch in dieser Episode am Ende alles beim alten sein wird (der Sänger verfolgt seine Karriere nicht weiter und geht wieder seinem ursprünglichen Beruf des Bestatters nach): Die beiden Familien, die sich wegen der Hochzeit der Kinder kennengelernt hatten, haben sich auch lieben gelernt und werden glücklicher sein, auch Allen in seiner langjährigen Ehe mit einer von Judy Davis gespielten Frau. Alles beim alten und doch alles irgendwie neu; wir hatten das schon...

Viertens, die vielleicht komplexeste und phantastischste Episode: John, ein von Alec Baldwin gespielter berühmter Architekt trifft auf einen jungen Mann namens Jack, der seinerseits Architektur studiert und den Verehrten zu sich nach Hause einlädt. Die Offenheit, in der John im Beisein von Jack und seiner Freundin Sally Kommentare abgibt, lässt den Zuschauer hingegen bald vermuten, dass Jack und John (zwei ähnliche Allerweltsnamen) eine Person sind. Die Besetzung mit Alec Baldwin legt die Irrealität seiner Figur nah, da Baldwin für Allen schon einmal eine ähnliche Rolle als allwissender Tippgeber aus einer anderen Welt gespielt hatte ("Alice"). Für mich ist John der (nicht zuletzt durch das höhere Alter symbolisierte) Verstand und Jack das Gefühl - durch Trennung sichtbar gemacht, aber in Wirklichkeit in ein und derselben Person miteinander ringend. Sally hat eine beste Freundin, Monica (Ellen Page), die die beiden besuchen wird, und John spricht permanent offen aus, dass und wie Monica ihrer Sally den Freund ausspannen wird und wie dusselig Jack in erkennbare Verführungsfallen tappt. Wer schon einmal den Halo Effect (Rolf Dobelli) des Verliebtseins erlebt hat, kann diese Episode nur genial finden: Kennen Sie dies, wenn Sie für eine Frau oder einen Mann schwärmen und sich die ganzen Einwände gegen diese Person eigentlich selbst schon tausendmal formuliert haben - aber sie dann doch nicht gelten lassen? Wenn Sie etwas im Grunde genau wissen, aber nicht danach handeln wollen? Wenn Ihnen der Verstand immer Vorhaltungen macht, die Sie aber ignorieren? So ein Typ ist John, er spricht die unterdrückten Wahrheiten stets offen aus, er macht seinem alter ego diese Vorhaltungen. Allen kehrt einen inneren Konflikt nach außen, macht ihn plastisch durch seinen Kunstgriff, eine Person in zweie aufzuspalten, die zudem miteinander reden können. Auch hier geht alles nach dem Motto "äußerlich wie früher, innerlich ganz anders" aus.

Schließlich endet alles in einem noch einmal besonders märchenhaft schönen Rom, mit großem Orchester auf einem Platz (nachdem der Film ohnehin mit ein paar sich öfter einmal wiederholenden Musiktiteln ein Fernweh-Italo-Pop-Gefühl nostalgischer Art heraufbeschworen hatte). Und wer ist wieder da? Der nette Verkehrspolizist vom Beginn, der Griechische Chor, der auktoriale Erzähler, der seine Stadt mit seinen Figuren sehr genau kennt, aber eben auch um ihre Unberechenbarkeit weiß. Wir sahen zu Beginn: Kennen tut er sie, aber lenken kann er sie nicht. Aber auch wenn's deswegen mal knallt: Ist es nicht gerade, dies, diese Unberechenbarkeit, Unlenkbarkeit, die die Stadt, die Menschen, das Leben schön und liebenswert macht? Ja, sagt uns der sympathische Unordnungshüter am Ende. Und wir sind mit ihm wieder am Anfang. Nach dem Film ist vor dem Film. Aber wir sind glücklicher. Rom ist die Ewige Stadt und Allen zeigt nicht nur Rom, sondern etwas ewig Gültiges. Ein wunderschönes Werk, das mit dem Zuschauer den gleichen Zauber anstellt wie mit seinen Figuren. Sehr romantisch, sehr schwärmerisch, aber hellwach und niemals kitschig.
0Kommentar|24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. September 2012
Meine Frau und ich haben den Film am letzten Wochenende geschaut. Natürlich ist die Handlung "sommerlich leicht" - wir haben uns dennoch köstlich amüsiert (die Szene, in der Woody Allen mit dem Messer bedroht wird...., die Szene mit der Bemerkung von P. Cruz wie gut sie den Vatikanstaat kennt...:o).
An dieser Stelle nur eine Ergänzung zu den Rezensionen: bei der Anzahl bekannter Schauspieler geht ein Punkt schnell unter: der singende Totengräber ist echt! Ich habe daher soeben den Soundtrack für den Film bestellt - freue mich auf die aus meiner Sicht sehr berührende Stimme von Fabio Armiliato.
11 Kommentar|23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Mai 2016
Bester Film seit langem -zum Einschlafen.
Wäre es nicht wegen der schönen Stadt Rom und gelegentlich nett anzuhörender Musik gewesen, hätte ich diesen Film schon nach 20 Minuten abgeschaltet. Doch so als Schlaftablette... kam ich nicht mehr dazu, ihn früher abzuschalten.
Nicht gefallendene, sehr neurotische Charaktere.
Nene...nix mit Love.
Viell. sollte der Film eine Ironie auf irgendetwas darstellen - mir hat es nicht gefallen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Mai 2016
Anfangs ganz gut, dann aber schleppend. Ellen Page war total schlecht und nervig, ich habe auch nicht so ganz verstanden, warum sie als die große Verführerin galt. Roberto Benigni war genial und gibt dem Film meine Sterne. Die Musik ist auch toll, hat etwas heiteres und beschwingtes. Resultat ist eigentlich nur, dass man Lust bekommt, nach Rom zu reisen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 26. März 2013
So richtige schlechte Filme kann Woody Allen nicht drehen.
An seinen eigenen Maßstäben gemessen
wäre To Rome With Love aber in der engeren Auswahl.

Der Film beginnt wie Midnight in Paris aufgehört hat.
Der Charme und historische kulturelle Reiz von Rom
wird in warme Sonnenstrahlen gebadet
und das quirrlige Leben in stimmungsvoll
passende musikalische Untermalung gehüllt.
Die vertraute bewährte Würze bildet
ein Starensemble, das mit lokalen Größen verfeinert wurde
und Woody Allen dieses Mal selbst wieder anführt.

Der erste Zauber verfliegt mit der falschen Synchronstimme.
Die parallelen Geschichten mäandern mehr ziellos
als sich zu einem größeren Ganzen zu verweben.
Vieles wirkt zu bemüht, zu gezwungen.
Am schlimmsten aber, das Florett des Wortwitzes,
das skurille Szenen schafft und vergnüglich beendet,
fuchtelt eher blind in der Luft.

Rom und der indirekte Schlagabtausch von Baldwin/Page
verhindern das schlimmste, vorab auszuschalten.

Glockenschlag.

Nach einer Stunde beginnt ein neuer Film,
besser gesagt startet der Film neu durch.
Plötzlich ist alles wieder da,
was zuvor gefehlt hat,
die Erzählstränge durchfliesst neues Blut und
alles was man an Woody Allen Filmen liebt lebt auf.
Eine Gesellschaftsatire mit Biss, Wortwitz und Humor.

Fazit. Ein Film mit langem Anlauf, der Ausdauer belohnt.

Blu-ray.
Woody Allen Filme sind keine technische Avantgarde.
Der Ton beeindruckt durch die ausgewählte Musik und Dialoge. Mehr als Stereo ist unnötig.
Das Bild beeindruckt durch die Bilder und Farben, nicht durch Schärfe und Auflösung.
Die Detailwiedergabe auf Blu-ray ist geringfügig besser.
Ob dies gegenüber der DVD ausreicht, mag jeder selbst entscheiden.
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"Volare", nicht in der Version von Dean Martin, sondern von einem Italiener und dann noch ein, für mich nach 70er Jahre Disco klingenden Ohrwurm, der sich durch den gesamten Film zieht, mich erst etwas störte, aber beim Nachspann doch ein Grinsen auslöste, dominieren "To Rome with love".

In der Zeit (oder im Spiegel?) gab es ein interessantes Interview mit dem Location-Scout für den Film, der beklagte, dass hier kein authentisches, sondern einen Touristen-Rom gezeigt wird. Ein wahrer Römer ist nicht hektisch, sondern bewahrt immer "bella figura".

"To Rome with love" ähnelt "Vicky, Christina, Barcelona" und "Midnight in Paris", schafft es aber trotz überbordend vieler Rom-Bilder (zumeist die bekanntesten Sehenswürdigkeiten) nicht ganz die Schönheit dieser Stadt einzufangen, die in der Realität noch ungleich überwältigender ist als auf den unscharfen Filmaufnahmen in dieser Liebeskomödie.

Mehrere Geschichten werden in diesem Film erzählt. Wer ein großes Finale erwartet, in dem alles einen Sinn ergibt, wird enttäuscht. Die Episode mit dem Büroangestellten (Roberto Benigni), der es plötzlich und völlig unerwartet zum Promi schafft lässt sich als Parodie des Medienimperiums von Silvio Berlusconi deuten und als Kommentar auf Berühmtheiten, die lediglich dafür berühmt sind berühmt zu sein. Parallel dazu werden weitere Geschichten erzählt, im Mittelpunkt steht die Liebe, etwa die einer jungen amerikanischen Kunsthistorikerin und ihrem italienischen Freund, der als Rechtsanwalt für die Unterprivilegierten arbeitet und an die Bedeutung von Gewerkschaften glaubt, sehr zum Missfallen des Vaters der künftigen Braut (Woody Allen), ein pensionierter Musik-Manager. Beim Thema Politik finden die beiden Familien nicht zusammen, doch das Gesangstalent des italienischen Vaters eröffnet ganz neue Perspektiven (und erinnert ein wenig an einen Simpsons-Folge, in der Homer Opern-Star wird, aber nur gut singen kann, wenn er auf dem Rücken liegt).
Eine andere Geschichte ist die von der Edel-Hure (Penelope Cruz) und dem anderen jungen Liebespaar, das viele Prüfungen bestehen muss, angefangen bei der ersten Musterung durch die gänzlich humorlosen, konservativen Schwiegereltern.
Am schönsten ist wohl die was-wäre-wenn Phantasie des US-Architekten (Alec Baldwin), der sich in seinem 30 Jahre jüngeren Selbst (Jesse Eisenberg) in seine Studentenzeit zurückbegibt, in dem er die Weichen stellte und sich für eine Frau entscheiden musste: eine vernünftige, praktisch veranlagte und eine chaotische, sprunghafte Schauspielerin (Ellen Page) - wunderschön ist hier nicht nur Page, sondern auch die wehmütige Stimmung voller Sehnsucht und Romantik und völlig frei von Kitsch.

Der Film ist äußerst kurzweilig und unterhaltsam. Die feinen Seitenhiebe gegen Bildungsprotzerei, Hollywood und die feine Gesellschaft sind erfrischend. Trotz Plumpheit ist auch die Medien-Satire mit Benigni unterhaltsam. Und der Star dieses Films ist nicht Rom, sondern Ellen Page oder auch die Liebe. Woody Allen Filme lohnen sich immer allein schon wegen der mitwirkenden Schauspieler. Ein weiterer Rom-Film könnte folgen, die Schlussszene deutet es an. Ein wenig Entzauberung von Italien-Klischees wie etwa in dem Film "Maria, ihm schmeckt's nicht" bietet "To Rome with love" nicht, es ist ein schöner, leichter Sommertraum, in dem Woody Allen endlich mal wieder selbst mitspielt. Gelacht habe ich bei einem Allen Film schon deutlich mehr und besonders tiefgründig wird es hier auch nicht, gelungen ist aber auch dieses Werk und das ist wohl auch das Besondere: die Langlebigkeit seiner Karriere und die anhaltende Qualität. So überragend wie seinen besten Filme ist sein Italien-Ausflug nicht, aber selbst ein nicht perfekter Allen ist immer noch um Längen besser als viele der lahmen Liebeskomödien, mit denen man sonst behelligt wird!

3,5 Sterne

Spielzeit: ca. 120 Minuten, Regie: Woody Allen, USA 2012
0Kommentar|26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Dezember 2015
Amerikaner und Einheimische erleben Kurioses in Rom; beabsichtigt war wohl etwas Leichtes zum Schmunzeln, herausgekommen ist ein unsäglich flacher und nicht ansatzweise komischer Klamaukfilm, eines Woody Allen unwürdig.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. März 2014
der Film ist langweilig, wenig witzig und leider überhaupt nicht Woody Allen - like, die Story sehr hölzern und gestellt, selbst Alec Baldwin wirkt gelangweilt. Das einzig gute am ganzen Film sind die Aufnahmen von Rom, also lieber selbst nach Rom fahren und den Film vergessen, lohnt sich nicht.
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juli 2013
Tut mir leid,
die eingefleischte Woody-Allen-Fangemeinde wird es mir wahrscheinlich nicht verzeihen, aber ich empfand diesen Film als Zumutung und war froh, als er vorbei war. Für mich rausgeschmissenes Geld, ich verkauf den Film bei Ebay weiter und hoffe, dass jemand noch n Euro dafür hergibt.
Ein wüst konstruierter Plot in Rom, bei dem man Menschen in den absurdesten unmöglichen Situationen wiedersieht. Ein Operngesangstalent, das nur unter der Dusche singen kann und deshalb auf der Bühne in der Dusche steht...ich weiß ja nicht, Woody, das ist vom Einfall her mehr als niveauarm....ein bewaffneter Hoteldieb, also eher -räuber, der die hübsche frisch Verliebte davon abhielt mit einem superassligen Alten in die Kiste zu steigen und dann selber zuschlägt, eieieiei...
Man muss schon sehr altruistisch sein, um das noch gut zu finden.
Immerhin, der Film bot Gesprächsstoff, da ich mit meiner Lebensgefährtin, die Woody Allen prinzipiell gerne mag (diesmal aber auch nicht überzeugt war) über den Schmarrn diskutieren konnte....somit hat Woody Allen wohl sein prinzipielles Ziel erreicht.
Das Gute an dem Film: Wir sind nicht extra ins Kino gegangen... Finger weg!
0Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

4,99 €
5,00 €