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102 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Meinung zu diesem Film - weder zum Buch, noch zur älteren Verfilmung
Gleich einmal vorweg: Ich habe weder die Bücher von Stieg Larsson gelesen, noch die ältere Verfilmungsreihe gesehen. Es ist mir durchaus bewusst, dass der Mensch von Vergleichen lebt. Jedoch sollte man meiner Meinung nach so objektiv an eine Rezension herangehen, dass man Käufern, welche wie ich keine Vorurteile haben und keine krampfhaften Vergleiche...
Veröffentlicht am 24. Mai 2012 von philemall

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen competing againsts Noomi Rapace
This version (of the first novel in the Stieg Larsson Trilogy) stands on the performance of Daniel Craig alone, although there are good actors in several supporting roles. But see the 3-DVD version with Noomi Rapace for truly unforgettable performances and chilling moments.
Vor 17 Monaten von Aviott John veröffentlicht


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102 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Meinung zu diesem Film - weder zum Buch, noch zur älteren Verfilmung, 24. Mai 2012
Gleich einmal vorweg: Ich habe weder die Bücher von Stieg Larsson gelesen, noch die ältere Verfilmungsreihe gesehen. Es ist mir durchaus bewusst, dass der Mensch von Vergleichen lebt. Jedoch sollte man meiner Meinung nach so objektiv an eine Rezension herangehen, dass man Käufern, welche wie ich keine Vorurteile haben und keine krampfhaften Vergleiche aufstellen können, eine Bewertung des Films, und nicht eine Zusammenfassung aller bisher von dieser Thematik veröffentlichten Werke, abliefert und ihnen eine faire Chance gibt, den Film für sich selbst zu bewerten.

Ich habe den Film also ohne große Erwartungen und Vorkenntnisse im Kino gesehen, da ich ein großer Fan vom Regisseur David Fincher bin und mir der Trailer bereits sehr zugesagt hat. Ich muss sagen, dass mich lange kein Kinofilm derart überzeugt, begeistert und fasziniert hat. Die Atmosphäre ist genial und düster. Für die Erzählung lässt sich der Regisseur genug Zeit, ebenso wie für die Vorstellung der Charaktere. Man wird förmlich in die Geschichte um den berühmten Journalisten Mikael Blomkvist und seiner späteren "Assistentin" Lisbeth Salander hineingezogen. Ich kann durchaus verstehen, wenn manche hier von gewissen "Längen" sprechen, jedoch bin ich, wie gesagt, großer Fan dieser Art von aufbauender und geduldiger Erzählweise, da sie in den letzten Jahre zunehmend schnelleren, handlungsintensiveren Stilen weichen musste. Auf die Geschichte an sich möchte ich hier nicht weiters eingehen, noch möchte ich wichtige Szenen verraten und analysieren. Aber eine sei mir erlaubt: die Vergewaltigungsszene ist wohl mit die härteste, abscheulichste und realistischste, die man in niveauvollen Spielfilmen finden kann, ohne gewaltverherrlichend zu sein. Des Weiteren gibt es noch einige Szenen und Abläufe, die einem nicht so schnell loslassen.

Nach dem Kinobesuch ging mir der Film lange nicht aus dem Kopf, weil ich von der genialen Erzählweise, den mMn sehr gut besetzten Charakteren, der düsteren und tristen Atmosphäre, ja dem Gesamtbild wirklich schwer beeindruckt war. Man darf sich eben KEINEN actiongeladenen, kurzweiligen Thriller mit coolen Sprüchen und schnellen Handlungsabläufen erwarten. Wenn man sich darauf einlassen kann (speziell natürlich, wenn man die älteren Filme und, wie in meinem Fall, auch die Bücher noch nicht kennt), dann erwartet einen ein hochspannender Film, der einen so schnell nicht loslässt. Tolle Extras, eine sehr ansehliche Steelbook-Verkleidung und eine gestochen scharfe Qualität - ganz klare Kaufempfehlung.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atmosphärisch dichte und sorgfältig inszenierte Buchverfilmug, 21. Juli 2012
Von 
Halsband "Dirk" (Trier) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (2 Disc-Set) [Blu-ray] (Blu-ray)
Warum nur strafen hier so viele Rezensenten die US-Version ab ? Auch im Vergleich mit der schwedischen Produktion hat mir der Film gut gefallen ... nicht nur weil er (abgesehen vom Ende) näher am Buch ist, sondern v.a. weil er grossartig unterhält, visuell gut umgesetzt wurde, einen Heimkino-tauglichen Soundtrack hat und auch schauspielerisch überdurchschnittliche Leistungen vorweist.
Ich habe beide Filme gesehen und "sogar" das Buch gelesen. Und jede Verblendung hatte Ihren Reiz. Natürlich muss man sich (wenn man das Buch kennt) von seinem eigenen Film im Kopf frei machen - so wie bei jeder Buchverfilmung. Wer das schafft sieht einen atmosphärisch dichten und unterhaltsamen Film, den man ruhig mit dem Attribut "Großes Kino" belegen darf. Auch oder gerade weil hier von Fincher eben NICHT der häufige Hollywood-Fehler begangen wurde, mit viel Blut und/oder Action zu schocken (das wäre bei dem Stoff problemlos möglich gewesen). Gut ausgestattet, detailverliebt und sensibel erzählt Fincher Larssons Geschichte, in der zwei sehr unterschiedliche einsame und durch Niederlagen geschwächte Menschen durch gemeinsame Ermittlungen einem Serientäter auf die Spur kommen ... und sich dabei selber gegenseitig stabilisieren - trotz des zunehmenden Grauen um sie herum. Letzteres wird bis auf wenige Schlüsselszenen mehr erzählt als gezeigt und das ist m.E. auch gut so.
Gemessen an dem ganzen anderen debilen und/oder brutalen Mist der so in unsere Kinos schwappt, ist Finchers Verblendung eine "spannende Wohltat", die aus meiner Sicht drei oder weniger Sterne nicht verdient hat. Dirk
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91 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Andere Version, 2. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Ich hatte bis dato nur die hervorragenden schwedischen Umsetzung gesehen und war gespannt, was mich erwartete.
Ich muss sagen, dass mich der Film noch mehrere Stunden hinterher beschäftigt hat...ein gutes Zeichen.

Erstmal an alle die, die hier einen oder zwei Sterne vergeben haben:
Hört auf her beide Varianten zu vergleichen!!! Das ist eine NEUVERFILMUNG, keine Kopie! David Fincher schafft eine ganz andere Atmosphäre als das Original.

Die Originale sind eher im Stile eines Krimis gehalten, das merkt man ganz deutlich. Finchers Version ist ein waschechter Thriller, der einen von Beginn an an den Eiern packt und bis zum Abspann den Griff nicht lockert. Alleine beim Unterschied der musikalischen Untermalung wird dies ganz deutlich. Die Originale eher sparsam hinterlegt, in Finchers Version ist es treibende, das Tempo erhöhende Musik. Beides funktioniert, macht aber jeweils einen ganz anderen Film daraus.

Ich war vorher auch skeptisch, was Craig in der Hauptrolle betrifft, aber er macht die Sache klasse, man nimmt ihm die Rolle ab. Mara -mir vorher völlig unbekannt- kauft man Lisbeth auch ab. Den einzigen wirklichen Fehler hat Fincher bei der Besetzung des "Bösewichts" gemacht, weil er IMMER der Böse ist. Da hätte er etwas mehr Kreativität beweisen können.

Fazit:
Beide Versionen habe ihre Daseinsberechtigung, beide sind auf ihre Art unterhaltsam. Originale eher nüchtern im Krimi-Stil. Die Neuverfilmung ein echter Thriller.

Man sollte sich den neuen Film ohne Vorurteile anschauen und ihm eine Chance geben.
Ich freue mich jedenfalls auf Teil 2 und 3!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr gelungenes Remake, 5. Februar 2012
Die amerikanische Version von Verblendung ist absolut gelungen und Daniel Craig ist eine Idealbesetzung des Mikael Blomkvist. Er spielt ihn sehr glaubwürdig und hinterlässt zu keinem Zeitpunkt einen "James Bond Eindruck".

Rooney Mara hatte als Lisbeth eine größe Aufgabe zu bewältigen - und schafft es größtenteils, dem Vergleich zu Noomi Rapace standzuhalten. Sie spielt Lisbeth Salander ein klein wenig weiblicher und weicher als Noomi Rapace.

Wenn es stimmt, das Noomi Rapace die Rolle der Lisbeth auch für das Remake angeboten wurde, dann ist es zwar verständlich, dass sie dies abgelehnt hat, aber dennoch schade, da sie mir in der Rolle ein klein wenig besser gefallen hat. Sie war irgendwie "dreckiger".

Die Handlung des Remakes ist mehr oder weniger identisch mit dem "Original". Schön ist es, dass das Remake auch in Schweden spielt - anders würde der Film nicht funktionieren.

Die Atmosphäre des Films ist ein klein wenig düsterer als im Original, was wohl am genialen Fincher liegt.

Die Besetzung ist klasse, auch kleinere Nebenrollen sind gut besetzt.

Für mich eine klare Empfehlung. Ich freue mich schon auf die weiteren Teile.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen competing againsts Noomi Rapace, 21. März 2013
Von 
Aviott John (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
This version (of the first novel in the Stieg Larsson Trilogy) stands on the performance of Daniel Craig alone, although there are good actors in several supporting roles. But see the 3-DVD version with Noomi Rapace for truly unforgettable performances and chilling moments.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Verblendung, 30. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Ich habe die drei Bücher verschlungen. Als die Triologie als Filme herauskamen, war ich etwas skeptisch, da es nur wenige Filme gibt, die den Büchern gerecht werden. Aber die Verfilmung mit Michael Nyqvist und Noomi Rapace waren einfach umwerfend. Warum musste man nun noch mal einen Film mit Daniel Craig rausbringen, ich mag den Schauspieler, aber hier noch mal "Verblendung" neu zu filmen war völlig überflüssig. Der Film kommt dem Orignal nicht mal annähernd Nahe. Ich hoffe die zwei anderen Teile werden nie erscheinen, sie würden genauso untergehen wie der erste Teil.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannung ohne Ende, 29. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Die Bücher Habe ich nicht gelesen, sondern mir gleich diesen Film gekauft. Ich habe also keinen Vergleich. Der Film jedoch bietet Spannung ohne Ende. Ich würde ihn sehr empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen hatte mir mehr von der amerikanischen Fassung versprochen, 4. Januar 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (2 Disc-Set) [Blu-ray] (Blu-ray)
Alles in allem ein solider Film, jedoch waren meine Erwartungen an den Film höher, sich zumindest von der ursprünglich deutsch / schwedischen deutlich zu unterscheiden. Muss gestehen, aus meiner Sicht waren viel zu viele klare Parallelen in der Umsetzung zu sehen, die Bilder, Locations, die Stimmung und Farben. Schade, ein frischer Wind wäre schön gewesen, daher von meiner Seite durchschnittliche 3 Sterne für einen soliden Film, aber im Vergleich zum "Orginal" eher nur eine Kopie.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Kinoadaption, 3. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (2 Disc-Set) [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich kenne leider die schwedischen Filme nicht und kann daher keine Vergleiche anstellen, aber mir hat der Film wirklich sehr gut gefallen. Es gibt nur sehr wenige Thriller die ich richtig gut finde, da vieles aus diesem Genre für meinen Geschmack zu oberflächlich erzählt ist, aber da ich die Filme von David Fincher sehr gerne mag, dachte ich, dass ich mit diesen Film bestimmt keinen Fehlgriffe mache. Tolle Besetzung, sehr unterhaltsam, kann ich nur empfehlen.
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137 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen David Fincher orientiert sich zwar näher am Buch, ich bevorzuge dennoch den schwedischen Film..., 24. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verblendung (DVD)
Als Kenner der Stieg Larrson Bücher und der schwedischen Verfilmungen ist es mir alles andere als leicht gefallen vorurteilsfrei an David Finchers "Remake" heranzugehen. So sehr ich Finchers Filme und Machart von Filmen prinzipiell mag aber selbst sein Name täuscht nicht darüber hinweg dass ein fader Beigeschmack bleibt. Irgendwie nervt es (zumindest mich) einfach dass die Amis unbedingt von jedem erfolgreichen europäischen Film eine eigene Remakeversion draus machen müssen nur weil es in Amerika nicht üblich ist ausländische Filme auf Englisch zu synchronisieren und Filme mit englischen Untertiteln kaum erwünscht sind. Über diesen Sinn und Unsinn von amerikanischen Remakes kann man nunmal streiten, aber gut nachdem ich Finchers Version von "Verblendung" bzw. "The Girl With The Dragon Tattoo" sowohl auf Deutsch als auch im englischen Original gesehen habe hier nun mein Eindruck:

Zum einen muss man David Fincher zugestehen dass er sich im Vergleich zur schwedischen Verfilmung in einigen Punkten näher am Buch orientiert. Für Kenner des Buches ist dies sicherlich zu begrüßen allerdings geht dies meiner Meinung nach ein wenig auf Kosten der Darstellung der Charaktere und ihrer Beziehung zueinander. Hier haben die Macher der schwedischen Filme meiner Meinung nach ein gutes Gespür bewiesen vereinzelt Änderungen gegenüber der Buchvorlage vorzunehmen um den Charakteren mehr Raum zu geben. Wenn es beispielsweise im Finchers Film zur ersten Bettszene zwischen Lisbeth und Mikael kommt und Lisbeth am nächsten Tag zu Mikael sagt dass sie gerne mit ihm arbeitet, passiert dies zu einen Zeitpunkt wo sie noch nicht wirklich viel gemeinsame Leinwandauftritte hatten, dadurch ist es für mich nicht wirklich nachvollziehbar wie schnell sich Lisbeth und Mikael im Finchers Film näher kommen. Im schwedischen Film ist dies anders, hier recherchieren Lisbeth und Mikael mehr gemeinsam was vielleicht nicht originalgetreu aus dem Buch entnommen wurde, dennoch ist es hier für den Zuschauer in meinen Augen nachvollziehbarer wie sich mit der Zeit die Beziehung der beiden zueinander entwickelt. Abgesehen davon kommt es im schwedischen Film nicht zu einer solchen Aussage von Lisbeth weil die Darstellung von Noomi Rapace einen so "menschlichen" Zug eigentlich gar nicht zulässt aber dazu später
Einzelne Nebencharaktere kommen im schwedischen Film für mich auch besser zur Geltung, zum Beispiel Lisbeths neuer Vormund Björman hinterlässt im Originalfim mit seinem hämischen Grinsen einfach einen tiefgründigeren Eindruck.

Über die große Abänderung am Ende, die Fincher bereits angekündigt hatte, kann man diskutieren, ich verstehe nur nicht so recht warum er sich bei anderen Punkten näher am Buch orientiert als der schwedische Film und dann plötzlich am Ende vom Buch abweicht. Überhaupt empfinde ich Finchers Film nach der großen Auflösung rund um den Fall Harriett ein wenig zu sehr in die Länge gezogen, im schwedischen Film werden danach die weiteren Vorgänge zur Wennerström Affäre eher kurz gehalten während Fincher diesen etwas mehr Raum gibt. Wie gesagt das wirkt dann für mich etwas zu sehr in die Länge gezogen und etwas langatmig.

Was jetzt die Darstellung der Lisbeth Salander angeht, gehen die Darstellungen von Noomi Rapace und Rooney Mara etwas auseinander. Rooney Mara stellt Lisbeth etwas psychiotischer, gleichzeitig aber auch verletzlicher, weicher und mädchenhafter dar. Ist prinzipiell nichts schlechtes und gibt dem erzählerischen Aspekt vielleicht mehr Raum dennoch hinterlässt Noomi Rapace für mich einen stärkeren Eindruck eben weil sie die Lisbeth eben nicht so "weich" und mädchenhaft darstellt sondern bei ihr mehr der von Hass getriebene Lisbeth Charakter zur Geltung kommt. Ist sicher Geschmackssache, ich bevorzuge nun mal die Darstellung von Noomi Rapace.
Daniel Craig macht seine Sache als Mikael prinzipiell gut, kommt aber in der Szene wo er angeschossen wird etwas lächerlich rüber. Keine Ahnung ob hier auch ein Funken Selbstironie in Bezug auf seine James Bond Rolle mitspielt, dennoch nimmt man ihm einen so weinerlichen Part nicht so recht ab...

Es gibt übrigens 2 Punkte die im schwedischen Film im Vergleich zur Buchvorlage abgeändert wurden und dadurch auch im Finchers Film so nicht drinnen sind, die mir aber dennoch in der schwedischen Verfilmung besser gefallen:

Zum einem trifft sich Lisbeth im schwedischen Film am Ende mit ihrer Mutter (im Buch und im Remake mit ihren früheren Vormund) wo sie ihr sagt dass es vielleicht einen Mann in ihrem Leben gibt. Gerade dieses Treffen sorgt im Film für einen besonderen Moment den ich im Buch ein wenig vermisse. Im Buch trifft sich Lisbeth zwar auch mit ihrer Mutter, allerdings zu einem anderen Zeitpunkt dadurch fällt dieses auch anders aus, im Remake kommt Lisbeths Mutter gar nicht vor. Für mich ein großer Pluspunkt der schwedischen Verfilmung.

Der zweite Punkt ist die eigentliche Endsequenz die im Buch und im amerikanischen Film quasi identisch sind, im schwedischen Film hat man sich wiederum eine andere Szene für den Schluss aufgehoben die im Buch kurz vor dem Ende beschrieben wird, im amerikanischen Film wiederum gar nicht vorkommt

!!!ACHTUNG SPOILER!!!!:
Im schwedischen Film sieht man am Ende wie Mikael in den Nachrichten Lisbeth als die Frau identifiziert die Wennerströms Bankkonten geplündert hat. Kurz darauf sieht man wie Lisbeth sich außerhalb von Schweden scheinbar ein neues Leben mit dem Geld aufbaut.

Für mich irgendwie ein besserer Übergang zum zweiten Buch/Film als die Endsequenz des ersten Buches bzw. vom Finchers Film.

Ein weiterer Kritikpunkt im Bezug auf die Story !!!ACHTUNG SPOILER!!!:
Mir kommt es so vor dass David Fincher einen großen Fehler gemacht hat wenn man zum ersten Mal den Charakter in seinem Film sieht der hinter den Serienmorden steht. Gleich bei der ersten Szene dieses Charakters kommt dieser bereits irgendwie zwiespältig rüber, vielleicht ist es nur mir so vorgekommen aber ich hatte irgendwie den Eindruck dass Nichtkenner des Buches und des schwedischen Filmes schon recht früh wissen dass diese Person etwas mit Harrietts Verschwinden bzw. Tod zu tun hat .

Abschließend noch eines, im englischen Original lautet der Titel ja "The Girl With The Dragon Tattoo" allerdings kommt die besagte Tätowierung für mich im schwedischen Film weitaus beeindruckender rüber... Schon skurril da hatten die Amerikaner für ihren Film weitaus mehr Budget zur Verfügung als die Schweden und konnten sich anscheinend dennoch keine Tätowierung leisten die einen so ins Auge springt wie dies bei Noomi Rapace der Fall war...

Mein Fazit:
So skurril es auch klingt aber David Fincher macht meiner Meinung nach zu sehr den Fehler sich näher am Buch zu halten, wie schon gesagt geht dies für mich auf Kosten der Entwicklung der Charaktere, die im schwedischen Film mehr zur Geltung kommt. Vielleicht liegt es auch nur daran dass die schwedischen Filme ohne große Stars ausgekommen sind und für Noomi Rapace sowie Mikael Nyqvist das Sprungbrett zur internationalen Karriere waren.
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