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am 9. Juli 2014
"Dein ganzes Leben steckt du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach nur benutzt, um aus der Gegenwart zu fliehen. [...] wie kommen wir aus dem Labyrinth des Leidens heraus?"

Damn you, John Green! Dieses Buch hat mich wirklich sprachlos und auch ein wenig nachdenklich zurückgelassen. Verblüffend,wie er es immer schafft, in so wenig Worte so viel Bedeutung hinein zu legen.
Anfangs wirkt die Geschichte um den Außenseiter Miles und seiner Suche nach dem großen Vielleicht locker, lustig und an den richtigen Stellen nachdenklich. Nicht mehr und nicht weniger. Doch je mehr Seiten ich gelesen habe, desto mehr ist mir aufgefallen, wie viel eigentlich dahinter steckt und wie komplex sowohl die Geschichte, als auch ihre Charaktere sind. Denn diese Charaktere sind allesamt sehr...sagen wir mal "speziell".
Allen voran unser Protagonist Miles. Er ist nicht der typische Held einer solchen Geschichte, viel mehr ist er ein Loser und gibt dies auch offen zu. Aber sein ganzes Denken und Handeln fand ich wirklich faszinierend. Ich habe lange gebraucht, bis ich wirklich warm wurde mit ihm, doch das lag wohl eher daran, dass er als Charakter so vielschichtig ist und ich ihn erst später schätzen gelernt habe, wenn er nicht mehr alles hinter seiner betont sarkastischen Art versteckt hat.
Alaska selbst...sagen wir mal so: Von ihr war ich am Anfang auch nicht begeistert, denn irgendwie hatte ich sie mir anders vorgestellt. Sie erschien mir zu aufgedreht, übertrieben und offen. Doch ebenso wie bei Miles, und eigentlich allen Charakteren, lernte ich sie lieben. Und wenn ich lieben sage, meine ich auch lieben. Diese Charaktere sind so toll, so gut durchdacht und besonders, dass ich am liebsten noch viel mehr von ihnen lesen würde. Der Autor kommt mit so einem kleinen Ensemble aus, und das alles nur, weil diese Handvoll Charaktere so ein breites Spektrum an Emotionen und Gedanken bieten und auch auslösen, wie es zehnmal so viele nicht könnten.

Zum Schreibstil müsste ich eigentlich nicht viel sagen, denn jeder der schon einmal ein Buch von John Green gelesen hat, wird mir zustimmen, dass dieser Mann sein Handwerk durchaus versteht. Aber ich tu es trotzdem. Denn ich liebe seinen Schreibstil! John Greens Worte gehört wohl überall zu denen, die man sich gerne markiert, merkt oder rausschreibt und an die Wand hängt. Denn seine Worte haben Bedeutung und regen wirklich zum nachdenken an. Ich habe mir während des Lesens so viele Eselsohren in mein Buch gemacht, dass ich schon gar keinen Überblick hatte, weil ich einfach so viele schöne Stellen markieren musste.
Sein Erzählstil ist ein Drahtseilakt, denn er balanciert das ganze gekonnt aus zwischen sarkastisch, lustig, bewegend, nachdenklich und vor allem bedeutend. Dadurch hat diese Geschichte die perfekte Mischung und löst so viele Emotionen aus, dass es wirklich aufwühlt und bei mir wohl nicht so schnell in Vergessenheit gerät.

Die Geschichte ist geprägt von Stilmitteln, welche das ganze wundervoll abrunden. Allem voran dieser schreckliche Countdown am Anfang jedes Kapitels. Man weiß bis zum Schluss nicht, was passieren wird, ahnt aber dass es etwas schreckliches wird. Trotz allem hofft man, dass man sich doch irrt und alles gut wird aber dann....damn you, John Green!!
Wer auf eine wunderschöne und romantische Liebesgeschichte hofft, sollte "Eine wie Alaska" nicht lesen, denn darum geht es hier nicht. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob es wirklich Liebe war, die da im Spiel war. Viel mehr zeigt und Green, wie hässlich und real all das sein kann und dass das Leben uns manchmal viel zu oft dazwischen funkt. Er zeigt und echte Emotionen und das ungeschönt und manchmal auch wie ein Schlag ins Gesicht für den Leser. Es gibt keinen Kitsch oder die wahre Liebe. Viel mehr stehen wichtige Fragen im Mittelpunkt: Was zählt wirklich im Leben? Was bedeuten letzte Worte? Was ist das Ende? Wo findet man das große Vielleicht?
Oder auch wichtige Themen wie Trauer, Depressionen und die Frage der Schuld.
Doch es bleibt wohl eine Frage, die herausstischt und sich wirklich in meinen Kopf gebrannt hat:
Wie kommen wir aus dem Labyrinth des Leidens heraus?
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. Juni 2013
Meine Meinung:
„Eine wie Alaska“ ist das zweite Buch, nach „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ das ich von John Green gelesen habe. Eigentlich mache ich sowas sehr ungern, aber irgendwo lässt sich leider nicht ganz vermeiden, dass man die Bücher miteinander vergleicht.
Die Geschichte ist eine völlig andere, aber der Schreibstil hat sich in den Jahren, die zwischen den beiden Büchern liegen doch verändert, obgleich ich der Meinung bin, dass er bei „Eine wie Alaska“ schon sehr intensiv und einmalig war. Aus diesem Grund werde ich hier auch nichts an Bewertungspunkten abziehen, denn hätte ich dieses Buch als erstes gelesen, hätte es definitiv die 5 Sterne erreicht.

John Green versteht es jugendliche Gedanken und Gefühle auf den Punkt zu bringen. Dabei vergisst er auch nicht zu verdeutlichen welches Chaos viele Begebenheiten gerade in heranwachsenden Herzen heraufbeschwören können, und, dass es kein Patentrezept gibt, wie der ein oder andere damit umgehen sollte oder damit umzugehen vermag.
Hier werden keine künstlichen Sympathien erhascht, ganz im Gegenteil, es wird vermittelt auch über die Beweggründe anderer nachzudenken, selbst wenn einem manches vielleicht gegen den Strich geht.

Das Buch enthält ein „Davor“ und ein „Danach“ - meines Erachtens ein genialer Schachzug - und ich kann nur jedem empfehlen, nicht zu viele ausführliche Rezensionen zu lesen und den originalen Klappentext am besten auch nicht (diesen habe ich um ein wichtiges Detail gekürzt). Ich werde mich hüten etwas zum Inhalt zu verraten denn dieses „Davor“ und „Danach“ erzeugt im ahnungslosen Leser einen unheimlichen Sog und natürlich die Frage, „was passiert an Tag 0 und was kann anschließend noch kommen?“

Mein Lieblingszitat aus diesem Buch: (Die Seitenzahl kann ich leider nicht angeben, da ich das eBook gelesen habe)
"Also ging ich zurück in mein Zimmer, legte mich ins Bett und dachte, wenn Menschen Niederschlag wären, wäre ich Nieselregen und sie wäre ein Hurrikan."

Fazit:
Ein faszinierendes Buch über Liebe, Leid, Verlust, das Leben und übers Erwachsen werden. Poetisch, ehrlich, knallhart und emotional.
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am 4. August 2011
Für Miles soll an seiner Schule alles besser werden. Von Florida zieht er nach Alabama, um dort auf ein Internat zu gehen und noch einmal neu von vorne anzufangen. An seiner alten Schule war er ein Außenseiter und wirkte in sich gekehrt. In Alabama findet er in Chip und Alaska schnell zwei Freunde, die wie Pech und Schwefel zusammen halten. Mit ihnen trinkt er zu ersten Mal Alkohol und raucht seine erste Zigarette. Die Jugendlichen teilen Geheimnisse miteinander, müssen aber auch feststellen, dass Alabama nie ganz offen zu ihnen ist.
Doch was mit dem Mädchen wirklich ist, merken die beiden Jungs erst viel zu spät...

Wow, was für ein Buch!
Es ist nahezu eine Schande, dass ich dieses Buch fast drei lange Jahre auf dem SUB liegen hatte. Als ich dieses Buch nun aufgeschlagen habe, habe ich nicht sonderlich viel von diesem Buch erwartet. Ich habe an eine kurzlebige, nette Geschichte für zwischendurch gedacht, aber da habe ich mich gewaltig getäuscht.

John Green konnte mich mit seinem Debutroman nicht nur überzeugen, sondern geradezu in seinen Bann ziehen. Obwohl der Klappentext zunächst eine eher durchschnittliche Internatsgeschichte verspricht, merkt man nach nur wenigen Seiten, wieviele Ideen und Gefühle in diesem Buch stecken. Melancholie und Sarkasmus sind nur eine von vielen Eigenschaften, die hier zu finden sind.

"Eine wie Alaska" wird aus der Sicht von Miles Halter erzählt. Die Geschichte ist in zwei Teile aufgeteilt, die "Vorher" und "Danach" heißen. Das Buch beeinhaltet kurze Kapitel, die genau die richtige Länge haben.
Der Teil "Vorher" enthält einen Countdown an jedem Kapitelanfang, der den Leser direkt auf den zweiten Teil "Danach" vorbereitet, der verwirrender und emotionaler nicht sein könnte.

Die Protagonisten haben mir allesamt sehr gut gefallen und ich konnte sie recht schnell in mein Herz schließen.
Miles war an seiner alten Schule ein Außenseiter und ist froh, im Internat schnell Anschluss gefunden zu haben. Er ist intelligent, sarkastisch und immer für seine Freunde da.
Auch Chip ist trotz einiger Beliebtheit ein Außenseiter, denn er kann das Internat nur durch ein Vollstipendium besuchen, da seine Mutter kaum Geld hat und sein Vater hat schon vor langer Zeit die Familie verlassen. Auch er überzeugt mit Intelligenz und Sarkasmus.
Mein Liebling in diesem Buch ist jedoch Alaska Young, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Sie ist witzig, sarkastisch und intelligent. Sie hat eine Vorliebe für Bücher, Rotwein und Zigaretten. Da sie oft extrem launisch ist, erkennt man als Leser schnell, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Sie wirkt oft geheimnisvoll und unberechenbar.

Die Covergestaltung ist schlicht, aber durchaus passend zur Geschichte. Allerdings gefällt mir hier das Originalcover besser, dass dunkel und mit Qualm gestaltet ist.

John Green hat mit "Eine wie Alaska" eine wunderbare Internatsgeschichte geschrieben, die vor allem durch Melancholie und Sarkasmus auffällt. Nicht nur Jugendliche werden an diesem Buch ihre wahre Freude haben.
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am 12. Mai 2016
Eine wie Alaska

John Green gehört zu den Popstars unter den jungen Autoren. Seine Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit der CORINE, dem Printz Award und dem Deutschen Jugendliteraturpreis.
Der 1977 geborene Autor studierte Englische Literaturwissenschaft und Vergleichende Religionswissenschaft. Schon mit seinem Debüt ›Eine wie Alaska‹ erlangte er Kultstatus unter den jugendlichen Lesern. Auch seine Jugendromane ›Die erste Liebe - nach 19 vergeblichen Versuchen‹ und ›Margos Spuren‹ wurden vielfach ausgezeichnet und fanden ein großes Echo beim Publikum und in der Presse. Mit ›Das Schicksal ist ein mieser Verräter‹ erstürmte John Green die Bestsellerlisten, gewann den Deutschen Jugendliteraturpreis und löste bei jugendlichen wie erwachsenen Lesern Begeisterung aus.
John Green ist außerdem begeisterter Blogger, der gemeinsam mit seinem Bruder die Vlogbrothers gegründet hat. Mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt er in Indianapolis. Quelle

Erster Satz:
„Eine Woche bevor ich Florida verließ, um den Rest meiner Jugend in einem Internat in Alabama zu verbringen, ließ sich meine Mutter nicht davon abbringen, eine Abschiedsparty für mich zu geben.“

Klappentext:
Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verknallt er sich in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wald und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?

Mit Anmut und Humor, voller Selbstironie und sehr charmant erzählt Green die zu Tränen rührende Geschichte von Miles, in dessen Leben die Liebe wie eine Bombe einschlägt.

Cover:
Das Cover hat mich ehrlich gesagt nicht so angesprochen, deswegen mag ich da gar nicht mehr zu sagen.

Meinung:
Von John Green habe ich bereits mit großer Begeisterung und ganz viel Tränen „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ und „Margos Spuren“ gelesen. Deshalb stand für mich fest, dass ich unbedingt mehr von ihm lesen möchte und habe jetzte zu „Eine wie Alaska“ gegriffen und es nicht bereut.

Das Buch wird uns von Miles Halter erzählt und wir beginnen 136 vorher. Das Buch ist in „Davor“ und „Danach“ eingeteilt. Warum, das erfährt man im Verlauf der Geschichte und das möchte ich nicht spoilern.
Miles ist ein ganz normaler und durchschnittlicher Schüler, der beschließt, zur 11. Klasse die Schule zu wechseln. Von Florida geht es auf ein Internat in Alabama, auf dem auch schon sein Vater gewesen war. Er selbst sieht sich als Außenseiter und Loser, der keine Freunde hat. Im ersten Moment war ich etwas verwirrt von Miles und konnte ihn nicht richtig einordnen. Nachdem er aber in seinem neuen Zimmergenossen Chip einen Freund gefunden und durch ihn die wunderbare Alaska kennen gelernt hat, blüht Miles richtig auf. Er ist mir richtig ans Herz gewachsen und vor allem seine Schwäche für „letzte Worte“ hat ihn mir so richtig sympathisch gemacht. Durch seine neuen Freunde erlebt er endlich ein richtiges Teenagerleben mit allem drum und dran: der ersten Liebe, heimlich rauchen, Streiche und Partys. Vor allem Alaska ist es, die ihn mehr und mehr in ihren Bann zieht.
Als Alaska einer schrecklichen Tragödie zum Opfer fällt, bricht auch für Miles eine Welt zusammen und er stellt sich unweigerlich die Frage, wer ist Alaska überhaupt?
In diesem Buch entwickelt sich Miles von einem Außernseiter und Loser hin zu einem jungen Mann, der wahre Freundschaft erlebt und durch schreckliche Ereignisse das Leben zu schätzen lernt.
Ihm zur Seite steht die quirlige Alaska Young, die jeden in ihren Bann schlägt. Sie ist sehr aufgeweckt, stets zu Streichen aufgelegt und eine echte Rebellin. Sie liebt Lyrik, Bücher und philosophiert für ihr Leben gerne. Sie ist stets aufgekratzt und auch ein bisschen verrückt, was Miles gerade an ihr bewundert. Ehrlich gesagt bin ich mit Alaska nicht wirklich warm geworden, obwohl ich gut verstehen konnte, warum gerade der so normale Miles dermaßen fasziniert von ihr war. Als Alaska eine schrecklich Tragödie ereilt, wird ihren Freunden erst klar, wie wenig sie Alaska überhaupt kennen und wie sie in wirklich ist.
Die anderen Charaktere, wie Chip oder Lara, haben mir ebenfalls alle sehr gut gefallen. John Green schafft es auch in diesem Buch wieder, seine Charaktere authentisch, sympathisch und erfrischend ehrlich zu kreieren. Er gibt seinen Charakteren eine Tiefe, die man in einem Jugendbuch nicht erwarten würde und die man oft erst auf den zweiten Blick erkennt.

„Verdammt, ich will keine von denen sein, die auf der Couch hocken und immer nur davon reden, was sie mal Großes tun wollen.
Ich will es tun.“

Die Geschichte um Alaska beginnt wunderbar erfrischend, humorvoll und locker. Eine Geschichte über das Erwachsenwerden, erste Liebe, Partys und verbotene Dinge. Erst mit der Tragödie merkt man, welch bedrückende und ernste Thematik sich in dem Buch verbirgt. Ich musste kräftig schlucken.
Das Buch zeigt, wie zerbrechlich die Menschen sind und wir kurz und endlich das Leben ist. Es ist ein Buch über Freundschaft, Verlust, Trauer, Tod und Schuld, das einem zum Nachdenken anregt und einen sehr anrührt. Es ist keine typische Teenagergeschichte, die sich um die erste große Liebe dreht. Viel mehr werden so ernste Fragen nach dem Sinn und der Endlichkeit des Lebens in den Fokus gerückt. Was zählt wirklich und welches würden die letzten Worte sein.
Ich persönlich habe nicht mit so einer ernsten und schweren Thematik gerechnet und muss sagen, dass der Autor es ganz wunderbar authentisch umgesetzt hat.

Der Autor hat einen sehr klaren, eindrucksvollen und anschaulichen Schreibstil, der einen ziemlich nahe geht. Mit sehr viel Charme, Witz und Ernst erzählt uns John Green die Geschichte von Miles und Alaska. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, den Sinn des Lebens, Schuld und Trauer. Sie lässt uns alle einen Moment inne halten, das Leben bewundern und, so hoffe ich, es noch mehr zu schätzen wissen.

„Dein ganzes Leben steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach nur benutzt um aus der Gegenwart zu fliehen.“

„Eine wie Alaska“ war für mich ein großartiges Buch, das mit seinen authentischen und sympathischen Charakteren, der Frage nach dem Sinn und der Endlichkeit des Lebens und seinen letzten Worten besticht. Ich kann dieses tolle Buch jedem empfehlen, der ein Geschichte voller Leben, Trauer, Freundschaft, Liebe und Schuld lesen will und zudem eine ernste und bedrückende Thematik vertragen kann. Dann seid ihr hier genau richtig. Mit John Green kann man gar nichts falsch machen!

Lg
Levenya
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am 9. Dezember 2015
Miles Halter ist nicht unbedingt beliebt an seiner Schule, das merken auch spätestens seine Eltern daran, dass zu seiner Abschiedsfeier so gut wie niemand auftaucht, denn Miles wird auf eine andere Schule wechseln, in der es für ihn hoffentlich besser läuft. Seine neue Schule ist Culver Creek, ein Internat in Alabama. Dort angekommen, fühlt er sich erst einmal etwas verloren, ist doch ein Internat eine völlig neue Welt für ihn. Zwar gibt es dort auch Tagesschüler, doch Miles selbst wird dort wohnen und höchstens in den Ferien nach Hause fahren.

Zum Glück wird Miles von seinem Zimmergenossen Chip gleich herzlich aufgenommen und dieser stellt ihn auch gleich seinen Freunden dem Colonel und natürlich Alaska vor. Zusammen haben die drei so manches auf dem Kerbholz, doch immer haben sie es geschafft, nicht von der Schule verwiesen zu werden, was bei den strengen Internatsregeln nicht ganz einfach war. Vervollständigt wird der neue Freundeskreis um Miles von Takumi und Lara, die ihm sehr zugetan ist.

Mittelpunkt dieser Konstellation ist und bleibt jedoch Alaska. Sie schafft es mit ihrer unkonventionellen Art, das Herz von Miles im Sturm zu erobern, auch wenn sie in ihm eher einen Kumpel, denn einen potentiellen Partner sieht, zumal sie bereits in festen Händen ist. Doch mit jedem neuen Tag, mit jedem Zusammentreffen mit Alaska, verfällt Miles ihr immer mehr - doch dieses Liebe soll ein tragisches Ende nehmen - und die Frage bleibt: Wer ist Alaska wirklich?

Internatsleben! Der Plot wurde authentisch erarbeitet, konnte mich jedoch nicht fesseln. Nachdem ich vor einiger Zeit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" gelesen habe und von diesem Buch schier begeistert war, wollte ich schon länger ein anderes Werk des Autoren lesen. Ich hätte mir allerdings nicht im Traum gedacht, dass diese beiden Bücher so unterschiedlich auf mich wirken. Die Figuren wurden realistisch erarbeitet, jedoch bin ich mit keiner wirklich warm geworden. Miles ist in meinen Augen eher unreif, der es nicht schafft, über seinen Schatten zu springen und sich Alaska zu offenbaren, auch grübelt er mir zu viel für sein junges Alter. Auch die Figur der Alaska war in meinen Augen keine Sympathieträgerin. Ganz ehrlich - was machte sie aus, was wollte sie mit ihren (teils sinnlosen) Aktionen bezwecken? Den Schreibstil empfand ich als recht angenehm zu lesen, konnte jedoch in meinen Augen das Buch nicht retten.
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am 11. Mai 2016
Das Buch hat mich letztendlich enttäuscht. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich nicht in das Leben von Jugendlichen abseits der weichgespülten Verhaltensweisen hineinversetzen will. Ich denke schon, dass John Greene hier Jugendliche beschreibt, wie sie wirklich sind und was sie wirklich durchmachen, wenn ihre Eltern gerade mal nicht hinschauen. Es sind Jugendliche, wie wir Erwachsenen/Eltern sie nicht wirklich sehen wollen, mit all den für uns schlechten Verhaltensweisen wie Rauchen, Drogen etc. Ich könnte mir vorstellen, dass aber genau darin der Erfolg dieses Buches liegt. Eine ausführliche Meinung auch mit Zitaten findet ihr in meinem Bücherfüllhorn-Blog. Der Autor ist sehr „nah“ an den Jugendlichen dran. Vielleicht hätte mir das Buch als Jugendliche gefallen, ich weiß es nicht.
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am 2. März 2012
Ich bin immer wieder auf der Suche nach Büchern, die einen förmlich den Boden unter den Füßen wegreißen und man beim ersten Moment gleich gefesselt wird. Mit "eine wie Alaska" habe ich solch ein Buch gefunden!!
Man entwickelt sofort eine Sympathie für Miles, da er mit viel selbstironie von sich erzählt. Sein Mitbewohner Chip ist auch ein sehr überzeugend dargestellter Chrarkter, der mich wirklich fasziniert hat. Nicht zu vergessen... Alaska. Diese Figur ist für mich mit das aufregenste an dem Buch, da sie sehr ausßergewöhnlich ist und so viel Rätsel aufwirft. Zudem wirken ihre Handlungen sehr unerwartet auf den Leser und an manchen Stellen dachte ich nur: "wow, was für eine charismatische, tempramentvolle Frau/ Mädchen."
Desweiteren gefällt mir die überaus berührende Story des Buches. Man fühlt wirklich mit Miles und seinen Schulfreunden mit und bekommt "einen Kloß im Hals". Außerdem ist Miles Achterbahnfahrt der Gefühle sehr spannend mitzuverfolgen und man kann sich sehr gut in ihn hinneinversetzen.
Alles in allem ist es ein sehr empfehlenswertes Buch! Die Charaktere sind alle sehr sympathisch und jeder von ihnen hat seine eigenen Eigenschaften und Hintergründe. Die Story ist auch sehr schön und so gut und realitätsnah erzählt, dass man sich in die Geschichte integriert fühlt und mit den Charakteren mitfühlt.
Unbedinkt besorgen! :)
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am 11. Juni 2013
"Eine wie Alaska" ist Emotion pur! Wie soll man da eine Rezension verfassen? ... Nun, ich versuche es trotzdem.

Inhalt
********

"Keine Drogen. Kein Alkohol. Keine Zigaretten!"

Das zumindest waren die Abschiedsworte von Miles Vater. Und er ist einer, der es wissen muss. Denn Miles soll ab Sommer die Familientratidion auf dem Privatcollege Culver Creek in Alabama - auf welchem auch sein Vater war - fortführen. Im Unterschied zu den jungen "Rockerjahren" seines Vaters soll er aber auf das nächtliche Nacktbaden, die Exzesse, die geheimen Parties und das Flitzen über Kornfelder verzichten. Viel eher wünschen sich Miles Eltern, dass er sein etwas angestaubtes und wohlbehütetes Einzelgänger-Dasein beibehält, sich regelmässig zuhause meldet und gute Schulnoten schreibt.

Nun steht Miles mit gepackten Koffern in der Küche. Auf geht's von Florida nach Alabama. Auf der Küchenblage noch immer die viel zu grosse Schüssel Guacamole; ursprünglich gedacht für die Gäste der Abschiedsparty. Dass niemand kommen würde, war Miles zwar klar, seine Eltern haben das aber irgendwie nicht wahrhaben wollen. Und so regt sich in Miles, kurz vor dem Abschied, trotz allem eine locker-lässige Gleichgültigkeit im Hinblick auf das bevorstehende Abenteuer.

Miles zählt zu den schüchteren Typen. Kein Aussenseiter im klassischen Sinne, aber ein "stilles Wasser." Seine Tiefe gründet auf einer speziellen Vorliebe: Miles kennt die letzten Worte beinaher aller Persönlichkeiten, bevor sie gestorben sind. Ein nettes Hobby zwar, doch wird ihm dies auf der neuen Schule kaum von Nutzen sein. Die erste Bekanntschaft mit dem neuen Zimmergenossen macht Miles, als er nach der Ankunft im stickigen Alabama mit dem Handtuch um die Hüften aus der engen Dusche steigt. Sein Zimmernachbar - der "Colonel" - nennt ihn beim Anblick der bleichen Hühnerbeinchen und Miles schlacksiger Erscheinung kurzum "Pummel."

Der "Colonel" ist einer jener Jungs, vor welchen Miles Vater gewarnt hat: Zigaretten, Alkohol und Schabernack. Dennoch hegt Miles Sympathien für den aufgeweckten Lockenschopf. Und auch dieser schliesst Miles auf Anhieb in's Herz, wenngleich er ihm zu Beginn versichtert, dass er sich in ihm getäuscht habe, wenn er denke, dass "ich Dir jetzt alle coolen Leute der Schule vorstelle und Dich in meine Gang aufnehme." Dennoch lebt sich Miles schnell auf der Schule ein: 8 Minuten reichen für's Aufstehen, die Mädels sitzen üblicherweise im Trainer und im Pyjama im Unterricht, den Rektor der Schule nennen sie "Adler", an den Frass in der Mensa wird man sich schon gewöhnen und auch der alte und leicht angesäuerte Geschichtslehrer scheint irgendwie ein netter Kerl zu sein.

Auf was Miles hingegen nicht gefasst war: Des "Colonels" Kollegin Alaska. Alaska bewohnt ein paar Zimmer weiter ihre "Bibliothek des Lebens", wie sie ihr Zimmer nennt. Bücherstapel vom Boden bis zur Decke, Unordnung, Aschenbecher, Kleider auf dem Boden, Vanilleduft und Unterhöschen. Alaska ist ein Sinnbild von einem Mädchen. Hohe Wangen, grüne Augen, weiche Kurven. Trotzdem aber ist sie ziemlich schroff, teilweise verbittert, sentimental und melancholisch.
Man kann nicht sagen, dass Miles Alaska im Laufe der Zeit besser kennenlernt. Denn Alaska scheint hinter ihrer schroffen und selbstverständlichen Art eine grosse Unsicherheit zu verbergen, die hin und wieder, aber nie richtig, zum Vorschein kommt. In einer der ersten Nächte auf Culver Creek setzt sich Alaska zu Miles an den See. Und zum ersten Mal erkennt Miles in Alaska ihre hochphilosophische und sentimentale Ader. Doch schon am nächsten Tag wieder lässt Alaska Miles am ausgestreckten Arm verhungern.

Wer ist diese Alaska? Und wird es je einer schaffen, ihr Herz zu gewinnen?

Das Buch & Ich
**************

Die Protagonisten:

"Eine wie Alaska" beginnt temporeich, kurzweilig und spannend. Bereits nach den ersten paar Seiten hat man sich in der Geschichte verloren. Als Leser sympathisiert man auf Anhieb mit Miles, dem Protagonisten. Miles wird kurz, aber nicht ausufernd umrissen. Ausserdem gelingt die Mischung aus Aussenseiter und College-Newbie, ohne überzeichnet zu wirken. Miles mag zwar schüchtern, etwas hager und eher still sein. Er ist aber nicht auf den Kopf gefallen. Zudem ist Miles froh, sein wohlbehütetes Nest endlich verlassen zu können. Das erspart dem Leser das typische "Nee, ich darf das nicht!" und "Nee, mein Vater hat mir das verboten!", das man von anderen Romanhelden her kennt. Das bremst die Story nur unnötig aus und langweilt den Leser. So aber stürzt man sich bei Green gleich nach den ersten paar Seiten mit Miles in sein neues Abenteuer.
Ähnlich verhält es sich mit Miles Kollegen auf dem College, die ja eigentlich die Rolle der Lausbuben einnehmen. Man mag zwar denken: "War ja klar dass die kiffen und saufen." Trotzdem gelingt Green eine sehr feinfühlige und romantische Annäherung dieser Gegensätze. Bei einer Zigarette im Zimmer oder am See philosophieren die Jungen über das Leben, ihre Träume und die Zukunft. Und nicht selten fühlt man sich in der lauen Sommernacht, bei Mondschein im Gras, an die eigenen Jugendnächte zurückerinnert, in denen man das Gefühl gehabt hat, dem Geheimnis des Lebens auf die Schliche zu kommen.

Die Liebesgeschichte:

Ebenfalls sehr rührend, gleichzeitig aber kontrovers, zeichnet Green die Geschichte um Miles und Alaska. Alaskas schroffe ("Du musst echt lockerer werden Miles!") und zugleich anzügliche ("Irgendwie find' ich Dich süss!") Art verleiht der Geschichte eine sphärische und provokative Spannung. Man frisst sich von Seite zu Seite und kann den ersten Kuss oder die erste Berührung kaum erwarten. Denn die Anziehung ist da, aber es will nicht so recht gelingen. Vielmehr spielt Green auch hier mit den individuellen Erinnerungen des Lesers an seine eigene erste grosse Liebe:

- Man liegt zusammen im Gras, während sie ausspricht, was man ebenfalls gedacht hat.
- Man wartet einen Ticken zu lange, bevor man sie küsst, ehe sie einem mit "Ich hab' Hunger, lass uns was essen!" in's Wort fällt.
- Sie bleibt einem die Antwort schuldig, indem sie mit einer Gegenfrage antwortet.
- Man liegt eine Nacht lang neben ihr im Bett, weil es sich zufällig ergeben hat, und kriegt kein Auge zu.

Was ich hier kläglich zu beschreiben versuche ist die ergreifende Geschichte um Miles und Alaska, die Green unglaublich sympathisch und detailverliebt in Szene setzt. Die Geschichte der grossen Liebe. Das Prickeln bei ersten gemeinsamen Ausflügen. Die Annäherung zweier Freunde. Wenn aus Liebe Freundschaft wird. Schlicht: Das schönste Gefühl, das es gibt!
Hier beweist Green unglaubliches Fingerspitzengefühl. Gleichzeitig ist Alaska in ihrer unberechenbaren und herzbrecherischen Art eine Meisterleistung einer Protagonistin. Eine liebevolle "Hassliebe", bei welcher man sich fragt, wie und ob Miles eines Tages Alaskas harte Schale knacken wird.

Die "Botschaft":

Zu Beginn ihrer Freundschaft lesen Miles und Alaska in einem von Alaskas Büchern, in welchem nach dem Ausweg aus dem Labyrinth des Lebens gefragt wird. Diese Frage greifen die beiden Jugendlichen auf und versuchen, sie im Laufe ihrer Freundschaft und mit ihren eigenen Erlebnissen zu beantworten. Zusätzlich wird diese Frage auch andernorts aufgegriffen. Sei es ein Schulaufsatz, ein Klausurthema, ein Gespräch am See, der Einfluss des Alkohols, eines von Alaskas Büchern oder eines der letzten Worte einer bekannten Persönlichkeit, das durch Miles zitiert wird. Somit wird Miles und Alaskas Freundschaft zur sinnstiftenden Frage des gesamten Buches und Green umspannt damit philosophisch den gesamten Roman, der zunehmends auch den Leser beschäftigt.

Aufbau des Romans:

Brennpunkt des Romans ist ein Ereignis in der Gegenwart zwischen Alaska und Miles, das sich ziemlich genau in der Mitte auf Seite 171 befindet und den Roman in zwei Teile, "Vorher" und "Danach" teilt. Der Roman beginnt mit einer Rückblende auf Seite 1, das erste Kapitel nennt sich "Einhundertsechsunddreissig Tage vorher." Der erste Teil endet mit dem Kapitel "Der letzte Tag.", bevor die zweite Hälfte ("Danach") mit dem Kapitel "Der Tag danach" beginnt. Da ich nicht zu viel von der Handlung und im Speziellen von der Schlüsselszene in der Mitte verraten möchte sei nur so viel gesagt: Die Geschichte nach dem Sinn des Lebens, der Frage nach der Liebe und dem grossen "Vielleicht" packt den Leser spätestens am "ersten Tag danach", wenn der Roman im zweiten Teil seine abrupte Wendung nimmt. Dann nämlich schlägt Green dem Leser - der selbst bereits Teil der Geschichte geworden ist - seine berührende Liebesgeschichte unverfroren um die Ohren. Spätestens hier fliessen bei jedem Leser und jeder Leserin die ersten Tränen.

Abschliessende Bemerkung & Kritik
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Dass einem nach der Hälfte des Buches der Atem stockt ist a) bestimmt die Absicht des Autoren und b) sein zugleich grosser Verdienst. Denn nachdem Green die Herzen der Leser erst gewonnen hat, führt er ihnen danach tränenrühend vor Augen, wie das (Liebes-)Leben eben sein kann. Und wenngleich ich ihm in dieser Hinsicht Recht geben muss, so wäre es für mich dennoch das bessere Buch gewesen, wenn sich Green für ein anderes Ende entschieden hätte. Denn obwohl ich mir bewusst bin, dass dies Teil des Ganzen und somit die Antwort auf Miles und Alaskas Frage darstellt, wie man "dem Labyrinth des Lebens" entfliehen kann, ringe ich noch mit mir, ob ich mir nicht doch einen anderen Ausgang aus dem Labyrinth gewünscht hätte. Denn wer sich wie Green eine solche Liebesgeschichte ausdenken und sie mit so viel Liebe erzählen kann, begeht mit diesem Ende beinahe schon ein Verbrechen. Für mich (und bestimmt für viele andere Romantiker auch) passt der "Moralapostel" daher irgendwie nicht so richtig in diesen herzzerreissenden Roman. Aber vielleicht bin ich da auch einfach zu kitschig. Man möge es mir nachsehen.

Dennoch alles in allem ein äusserst Lesenswertes Buch! Herzergreifend und liebevoll! ... und wer wünscht sich danach nicht auch eine liebevolle Alaska, die einem das Leben zum Abenteuer macht?

Von mir gibt's drei Sterne
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am 15. September 2015
Das Buch habe ich (auch) zum zweiten Mal gelesen, es war nach Margos Spuren das zweite Buch von John Green, das mir untergekommen ist. Und wie damals bin ich auch heute begeistert davon.
'Eine wie Alaska' ist die Geschichte von Miles Halter, welcher ins Culver Creek, einem Internat in Alabama zieht, da sein Leben zu Hause als Außenseiter kein besonders Aufregendes war.
Kaum ist er dort, nimmt ihn sein Mitbewohner Chip bzw. der Colonel mit zu Alaska, um Zigaretten zu kaufen und dieses ereignislose und doch sehr ereignisreiche Ereignis kennzeichnet den Beginn ihrer Freundschaft. Später hinzukommen noch der 'Asiate' Takumi und die aus Rumänien stammende Lara, womit die Truppe vollständig wird.
Alaska und Colonol sind im Culver Creek bekannt für ihre Streiche, in welcher sie Miles sofort mitreinziehen. Durch sie findet er nicht nur seine ersten wirklichen Freunde, sondern auch das 'Vielleicht', das er gesucht hat ' das Vielleicht, das ihn aus dem ominösen 'Labyrinth des Lebens' herausholen sollte. Anders ausgedrückt: Der Sinn des Lebens ist?

John Greens Erstlingswerk beeindruckt mich nicht nur mit den, für einen Jugendbuch wirklich sehr tiefgründigen Gedankengängen und der ' sowohl vom Aufbau her, wie auch vom Erzählstil her ' originellen Story, sondern auch mit den Charakteren, an die ich mich sofort verbunden fühlte und die mit ihren schrägen Zügen nicht ganz so einfach zu vergessen sind. So lernt der Colonel den gesamten Atlas (Länder, Hauptstädte und Bevölkerungszahlen) auswendig, Takumi sieht sich selbst als einen (rappenden) Fuchs, der jede Herausforderung meistern kann und Miles, Miles auch Pummel genannt, kennt die letzten Worte berühmter Menschen und liest mit Leidenschaft Biografien ohne aber jemals die geschaffenen Werke jener Personen gelesen oder gesehen zu haben.
Und Alaska? Alaska ist ein Rätsel, das es zu lösen gilt und vielleicht die schönste Metapher in dieser Geschichte, obwohl es einige davon gibt.
Gegen Ende dachte mir ich schon, dass das einfach noch nicht aus sein kann oder darf, weil ich nicht bereit war, mich von Culver Creek und seinen Schülern zu trennen. Trotzdem war ich mehr als zufrieden, nachdem ich die letzte Seite umblätterte und die Dankesausgung las. (Da ich auch John Greens YouTube-Kanal kenne, kann ich nur sagen: Er ist ein verdammt sympathischer Autor.)

Ich hab viel gelacht und geschmunzelt, hatte oft einen Kloß im Hals und war wirklich, wirklich überrascht von der Wendung in der Mitte, auch wenn man sich etwas in die Richtung hätte vorausahnen können. Mir gefallen die Gedanken von Miles, mir gefällt auch, wie die Charaktere miteinander agieren und vor allem gefällt es mir, wie Green die Emotionen rüberbringt. Authentisch, aber ohne übermäßig dramatisch zu werden. Dadurch, dass das Buch im Verhältnis zu anderen kürzer ist, war das Lesen auch nie langweilig für mich, auch wenn es sich nicht durch Action und rasende Spannung definiert, sondern mehr auf das Leben und die Entwicklung von Miles fokussiert.
Insgesamt vergebe ich der Story 4,8 und somit 5 Sterne und mache mich auch zum zweiten Mal an 'Margos Spuren' ran. :)

LG
Mewa
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am 10. September 2015
180 Seiten lang ist Eine wie Alaska ein cooles Jugendbuch. Ein bisschen Internat, ein bisschen (mehr) Alkohol, ein bisschen Knutschen. In gewohnt großartiger John Green-Manier, schön zu lesen und wieder absolut unterhaltsam.

Und dann... BÄM, haut John Green dir eins in die Fresse. Und du kannst nur noch fragen: Warum?Warum tust du mir das an? Und vielleicht ist die Antwort einfach: Weil das Leben manchmal so ist?!

Dieses Buch bringt dich dazu, über dein ganzes Leben

nachzudenken, über das, was du getan hast und darüber, was du verpasst. Und dabei gehört es keines Falls zu den Jugendbüchern, die sagen: "Ja, es ist ja alles so schwierig." Green beschreibt so viele Emotionen - Wut, Trauer, Verzweiflung, aber eben auch Hoffnung - so wie sie wirklich sind und wie sie sich wirklich anfühlen. Und dabei ist er einfach nur ehrlich und echt.
Er beschreibt so viele Dinge, von denen man denkt, dass niemand sonst sie so empfinden könnte und das ist unglaublich tröstlich.
Eine wie Alaska ist eines der traurigsten und gleichzeitig hoffnungsvollsten Bücher, die ich kenne, denn John Green schreibt mit so viel Humor und Selbstironie und er ist für mich längst zum Lieblingsautor geworden.

Ihr solltet Eine wie Alaska unbedingt lesen... mehrfach... aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt
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