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am 10. Oktober 2012
Von der Fachpresse wurden sie nach ersten gemeinsamen Auftritten bereits als musikalisches dream team gefeiert. Nun ist das ersehnte Album „Duo“ von Hélène Grimaud und Sol Gabetta erschienen. Und in der Tat: Da ist ein bemerkenswertes künstlerisches Einverständnis zu hören und zu spüren – interpretatorisch, philosophisch, menschlich.

Grimaud und Gabetta präsentieren vier bedeutende Werke für Klavier und Violoncello, entstanden zwischen 1849 und 1934 – ein originelles und spannendes Programm mit einem enormen emotionalen Ausdrucksspektrum.

Schumanns poetische Fantasiestücke op. 73 (datiert 1849) wurden ursprünglich für Klavier und Klarinette komponiert; doch schon die Erstausgabe enthielt eine alternative Violin- und Violoncellostimme. Die Interpretation des Duos vermittelt mit subtiler Tongebung und großem Atem die romantische Idylle der dreisätzigen Komposition. Das von Schumann im letzten Satz geforderte „Feuer“ entfachen die beiden Musikerinnen mit maßvoller Glut.

Brahms’ op. 38 (komponiert zwischen 1862 und 1865) hat Hélène Grimaud 2005 schon einmal eingespielt (auf der ebenfalls sehr empfehlenswerten CD „Reflection“), damals mit dem norwegischen Cellisten Truls Mørk. Interessant ist ein Vergleich zwischen den beiden Aufnahmen. In der Einspielung von 2005 hören wir zwei Solisten, die ihren Part sehr selbstbewusst und energiegeladen vortragen – musikalisch vereint, doch mit starken individuellen Akzenten und stellenweise wetteifernd. Das Zusammenspiel mit Sol Gabetta in der hier vorliegenden Aufnahme gestaltet Hélène Grimaud versöhnlicher, sanglicher und deutlich auf einen gleichgesinnten Dialog bedacht. Zarte, geradezu zerbrechliche Momente betonen den rhapsodischen Charakter des Stückes. Beide Aufnahmen überzeugen auf ihre Weise und gehören für mich zu den besten des Werkes überhaupt.

Debussys 1916 entstandene Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll wird von einem melancholischen Grundton beherrscht. Die Tonalität schwankt auffallend oft zwischen Dur und Moll. Das etwa 10-minütige Stück mündet in ein erregtes, nervöses Finale. Im Gegensatz zu den meisten anderen Cellosonaten der zurückliegenden Zeit wollte Debussy das Cello, und nicht das Klavier in der dominanten Rolle wissen. Im Manuskript vermerkte er ausdrücklich, dass dem Pianisten die Begleitfunktion zukommt. Mit großem Einfühlungsvermögen wird Hélène Grimaud dieser Rolle gerecht: Sie gibt Ihrer Kollegin einerseits viel Freiraum zur Entfaltung, gleichzeitig aber die nötige rhythmische Unterstützung.

Die von Schostakowitsch 1934 ebenfalls in d-Moll komponierte Cellosonate zählt zu den wichtigsten Meisterwerken der gesamten Kammermusikliteratur des 20. Jahrhunderts. Besonders im aufwühlenden ersten Satz greift Sol Gabetta beherzt in die Saiten, wiederum von Hélène Grimaud souverän gestützt. Der folkloristisch-tänzerische Rhythmus des Allegro wird von Beiden mitreißend musiziert (und erinnert stellenweise an den 8 Jahre später entstandenen Säbeltanz des Aram Chatschaturjan). Das verbitterte Largo zelebriert das Duo in herrlich dunklem Cello- und Pianoklang. Der Resignation lässt Schostakowitsch ein überraschend optimistisches Finale folgen. Ironie blitzt hervor, dem politischen Diktat seiner Zeit trotzend. Der technische Anspruch des Werkes ist enorm – die beiden Künstlerinnen begeistern hier mit furiosem Spiel.

Das attraktiv gestaltete Booklet enthält keine Informationen über die dargebotenen Werke (im Allgemeinen aber hinreichend bekannt), dafür ein interessantes Interview, das die Musikjournalistin Christine Lemke-Matwey mit den beiden Künstlerinnen führte. Hier gewinnt der Leser interessante Einsichten über die synergetische Beziehung der beiden Musikerinnen zueinander.

Fazit: Dem charismatischen Duo ist ein herausragendes Album gelungen, fernab jeder Routine. Eine attraktive Kombination aus beliebtem Konzertrepertoire (Schumann, Brahms) und selten gespielten Kostbarkeiten (Debussy, Schostakowitsch). Die Damen hätten es sich leichter machen können. Haben sie aber nicht – und auf ganzer Linie gewonnen. Ein Glück für uns Klassikfreunde.

Michael Bessert, Gütersloh/Berlin
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TOP 500 REZENSENTam 8. Dezember 2012
Es ist nicht selbstverständlich, dass sich zwei sehr individuelle Künstler(innen) so zusammenfinden, wie es hier gelungen ist. H. Grimaud und S. Gabetta sind ein wirkliches Kammermusik-Duo, von unerhörter Qualität im Zusammenspiel. Von den jeweiligen instrumentalen Qualitäten ganz zu schweigen. Wie die beiden Musikerinnen aufeinander hören, aufeinander eingehen, den Klang jeweils aufnehmen und fortführen, das ist von höchster Qualität. Und welcher Mut, welche Wagnis in den einzelnen Stücken, bis an die Grenzen zu gehen. Das ist sicher nicht die jeweils einzig mögliche Interpretation, schlüssig im Sinne dieses Zusammentreffens an jeder Stelle.
Der Schumann trifft den richtigen schwärmerischen Ton, der Brahms ist im besten Sinne "streng", dabei rhythmisch sehr pointiert und sehr gesanglich.
Der Debussy, ein eigentlich recht sprödes Stück, wird unter den Händen von "Grimetta" zu einem äußerst spannenden, modernen Stück Musik, mit Anklängen beim Jazz, dem Orient, aber auch bei Rameau. All das lassen uns die beiden hören. Spannend.
Und vielleicht am überzeugendsten gelingt dann der Shostakovich: Allein der zweite Satz ist von einem ungeheuren Drive, rhythmisch phantastisch, mit dem Vollen Mut zum Risiko. Auch das Largo ist tief beeindruckend, bestürzend in seiner Trauerfarbe, seiner resignativen Verzweiflung. Und das abschließende Allegro trieft nur so vor Ironie, ja Sarkasmus, ohne je die gesangliche Linie zu verletzen. Das ist höchste Kunstfertigkeit, das ist eben ein Treffen zweier Künstlerinnen auf dem Höhepunkt ihres jeweiligen Könnens.
Absolut empfehlenswert.
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am 25. März 2013
Dass Gabetta Weltklasse ist war mir schon durch ihrer früheren Werke bekannt. Grimaud für mich eine Neuentdeckung. Und nun beide zusammen: Klasse. Hier vereinigt sich wirklich wie die beide es nennen: Luft und Erde.
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am 4. Februar 2013
Beide Musikerinnen musizieren so großartig miteinander, dass man manchmal ihre Instrumente klanglich nicht mehr voneinander untrscheiden kann. Ich war nach dem ersten Hören völlig beigeistert !
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am 31. Dezember 2012
Diese beiden Frauen verstehen es wie Zwillinge aufeinander einzugehen und sich ihr Können gegenseitig im wahrsten Sinne zuzuspielen. Wunderbare und doppelt gute Musik!
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am 2. Juli 2015
Gabetta und Grimaud spielen gut miteinander und einander zu. Eine sehr feine Aufnahme die lebendig ist und Lust auf mehr Kunst von den beiden macht.
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am 22. Januar 2014
Die beiden hervorragenden Einzelsolisten haben sich hier zu einem Traumduo vereinigt. Absolute Top-Einspielungen! 1 Stern Abzug, weil nicht alle Werke meinem persönlichen Geschmack entsprechen.
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am 19. März 2013
Höre beide Künstlerinnen gern. War gespannt auf das Duo. War überzeugend. Motiviert mich, mich mit beiden noch weiter zu beschäftigen.
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am 3. Oktober 2013
Die Sensinbilität , das Gefühl für die Musik und den Spielpartner und der Dialog in der jeweiligen Sprache der Instrumente erzeugt eine Live-Athmosphäre als wenn mann dabei wäre. Man spürt geradezu die Freude und Tiefe der energetischen Verbindung der Musikerinnen.
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am 25. November 2012
Normalerweise würde man die Musikstücke auf dieser Cd als Cellosonaten mit Klavierbegleitung bezeichnen, die beiden Künstlerinnen machen aber tatsächlich ein Duo daraus, und zwar ein mitreißendes bis umwerfendes Duo! Schumann und Brahms kannte ich schon gut, aber die Interpretation der Beiden hat meiner Liebe zu den Stücken nochmal neue Nahrung gegeben.
Debussy und Schostakowitsch stehen dem in nichts nach. Wenn man Violoncello liebt, ist diese Cd eine reine Freude!
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