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112 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Märchenstunde
Die Vorfreude auf 'Reckless' war immens und somit das Risiko, enttäuscht zu werden, groß. Nun, nach Lektüre des Buches, muss gesagt werden: die Vorfreude war nicht gänzlich umsonst, enttäuscht bin ich dennoch.

Cornelia Funke wirft den Leser ohne Umschweife ins Geschehen: hinein in die Märchenwelt hinter dem Spiegel, in der es von...
Veröffentlicht am 16. September 2010 von AsterLundgren

versus
75 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Buch zum Film - nur ohne Film ( noch ! )
Vorweg :
Ich bin ein ausgemachter Cornelia Funke Fan !
Daher dachte ich vor Veröffentlichung des Buches Reckless Steinernes Fleisch ,
dass Sie eigentlich schreiben kann was sie will, ich würde es so oder so lieben.
Leider ist dem nun, nach der Leküre, nicht mehr so !

Geänderte Prioritäten ?!
Es scheint, als habe...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2010 von Herr Schnatz


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112 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Märchenstunde, 16. September 2010
Die Vorfreude auf 'Reckless' war immens und somit das Risiko, enttäuscht zu werden, groß. Nun, nach Lektüre des Buches, muss gesagt werden: die Vorfreude war nicht gänzlich umsonst, enttäuscht bin ich dennoch.

Cornelia Funke wirft den Leser ohne Umschweife ins Geschehen: hinein in die Märchenwelt hinter dem Spiegel, in der es von Fabelwesen, lebenden Märchen und versteckten Schätzen nur so wimmelt. Die Welt ist finster, bevölkert von Krieg und von Goyls, doch Jacob, der Hauptprotagonist, hat sich dennoch in ihr verloren. Sein halbes Leben lang befindet er sich nun schon in der Märchenwelt hinter dem Spiegel, gehört mittlerweile zu den bekanntesten Schatzjägern und ist vor allen Gefahren gewappnet. Bis ihm eines Tages sein kleiner Bruder Will durch den Spiegel folgt.

Die einzelnen Figuren sind wie immer liebevoll gezeichnet; sei es Fuchs, die sich heimlich oder weniger heimlich in Jacob verliebt hat oder Will, der sich von einem gutmütigen Jungen in einen kaltherzigen Goyl wandelt. Originell ist ohne Frage auch die Einbindung der einzelnen Märchen ' mal ist es ein Lebkuchenhaus einer kinderfressenden Hexe, mal ein verzaubertes Rapunzelhaar. Doch gemessen an die doch sehr begrenzte Seitenzahl (große Schriftgröße, viele Illustrationen: effektiv also wohl sogar unter 300 Seiten!) war mir das Ganze doch etwas überladen.
Die Handlung als solche ist spannend, vor allem das Ende kann überraschen, doch zumindest ich war nie voll und ganz gefesselt. Das mag an den mitunter doch sehr kurzen Kapiteln gelegen haben, vielleicht auch an Funkes Schreibe. Sie hat ganz gewiss einen schönen Schreibstil, aber für meinen Geschmack übertreibt sie dann doch manchmal mit Bildern und Vergleichen. Weniger wäre da -genauso wie bei den Märcheneinflechtungen- mehr gewesen.

Aufgrund der kurzen Kapitel und des insgesamt doch sehr schmalen Umfang des Buches kam in mir doch immer wieder die Vermutung auf, dass 'Reckless' eine Filmvorlage sein soll. Nicht an den Haaren herbeigezogen, wenn man beachtet, dass Cornelia Funke das Buch zusammen mit Lionel Wigram (Filmproduzent von u.a. Harry Potter) geschrieben hat. Immerhin verliert sich Funke allzu oft in Beschreibung der Umgebung und Märchenfiguren und seltener im Seelenleben ihrer Figuren. Dadurch -trotz oder vielleicht gerade wegen der vielen Perspektivwechsel- fehlt einiges an Tiefe.
So hatte ich doch ab und an das Gefühl, eine schön geschriebene Drehbuchvorlage, als einen richtigen Roman zu lesen.

Alles in allem ist 'Reckless' nett, viel mehr leider nicht. Gute Einfälle, schönes Ende, tolle Sprache, all das reicht aber nicht, um die Schwächen auszugleichen. Im Vergleich zu 'Tintenherz' zieht Funkes Neuester ganz klar den Kürzen, fehlt ihm doch einiges an Tiefe.
Potential für eine schaurig-schöne Trilogie ist aber definitiv gegeben.
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75 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Buch zum Film - nur ohne Film ( noch ! ), 1. Oktober 2010
Vorweg :
Ich bin ein ausgemachter Cornelia Funke Fan !
Daher dachte ich vor Veröffentlichung des Buches Reckless Steinernes Fleisch ,
dass Sie eigentlich schreiben kann was sie will, ich würde es so oder so lieben.
Leider ist dem nun, nach der Leküre, nicht mehr so !

Geänderte Prioritäten ?!
Es scheint, als habe Cornelia Funke Ihre Prioritäten geändert !
Die Enttäuschung über den (berechtigten) Kino-Flop scheint so sehr an Ihr zu nagen, dass sie es nun vorzieht Bücher für das Kino zu schreiben, anstatt für den Geist und die Fantasie.
Dafür spricht z.B. auch, dass sich Frau Funke mit Lionel Wigram für dieses Buch zusammenschloss, dem Produzenten der Harry Potter Filme, der wie man hört auch die Idee zu diesem Buch hatte. Damit stellt Frau Funke Ihr Licht unter den Scheffel ! Ohne Not !

Meine Hauptkritiken :

Vorhersehbare Handlung !
In all Ihren anderen Büchern passieren Dinge, mit denen man nicht rechnet. Fantasievolle Richtungswechsel die Spass machen; das Salz in der Suppe sind. Bei Reckless absolute Fehlanzeige !

Zu hohes Tempo !
Es wird überhastet erzählt. Fast lieblos runtergenudelt !
Die Story eilt von einem Ereignis zum nächsten!
Spannung wird hier mit Kampf und Aktion verwechselt.
Effekthascherei möchte ich es fast nennen.

Figuren ohne Tiefgang !
Die grosse, grosse Stärke von Frau Funke : Figuren Tiefgang geben !
Fehlanzeige ! Alles sehr oberflächlich. Die Figuren bleiben farblos !
Dabei haben Jacob (er erreicht noch am meisten Profil), Clara, Will und vor allem Fuchs unendliches Potential ! Selbst aus dem Zwerg Valiant hätte man deutlich mehr machen können.

Fazit :
Wenn ich einen Film anschauen will gehe ich ins Kino.
Wenn ich ein Buch lesen möchte, noch dazu eines von Cornelia Funke,
erwarte ich eine Geschichte in die ich eintauchen kann. In der ich mich verlieren kann.
Hätte Frau Funke aus den ca. 350 Seiten etwa 700 gemacht und sich etwas mehr Zeit und vor allem Muse für Ihre Figuren und die Spiegelwelt selbst gelassen, wäre Ihr sicher auch hier ein Meisterwerk gelungen.

So ist es leider, und ich schreibe dies nicht gerne, eines Ihrer schlechtesten Bücher.
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294 von 339 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Oberflächliches und gefühlskaltes Märchenepos, 23. September 2010
Die Grundidee des neuen Funke-Werkes (das Betreten einer irgendwie gearteten Zauberwelt) ist nicht gerade etwas Neues und bedenkt man, dass genau dies auch Thema der Tintenwelt-Trilogie war, bedauernswert einfallslos.

Die Geschichte, die Funke in "Reckless" entspinnt, scheint jene Schwächen, die bereits die Tintenwelt-Bücher zum Ende aufwiesen über 400 Seiten konsequent durchzuziehen. Obwohl sich die Ereignisse von der ersten Seite an überschlagen, gelingt es der Autorin nicht irgendeine Art von Spannung aufzubauen, da für jedes Problem augenblicklich eine Lösung auftaucht. Protagonist im Gefängnis? Kein Problem, der Zwerg eilt zur Rettung! Flucht ohne Perspektive? Schon warten Flugzeuge hinter der nächsten Ecke!
Dieser Stil wäre völlig problemlos hinzunehmen, wenn es sich hier um ein Kinderbuch handeln würde oder feinfühlig Charaktere ausgearbeitet würden, die dem Leser nahe gehen und so über die erzählerischen Schwächen hinwegsehen lassen.
Doch obwohl viele Charaktere vielversprechend erscheinen, bleiben sie blass und zu großen Teilen sogar unsympathisch. Der Protagonist Jacob ergeht sich dermaßen in seinem Selbstmitleid, dass ich stellenweise schlichtweg genervt war, Fuchs - eigentlich ein Charakter mit viel Potential - und Clara zerfließen ebenso in ihrem Leid, wie der gute Will nur zwei Charakterzüge hat: als Mensch an Dummheit grenzende Güte, als Goyl Zorn. Die "bösen" Goyl mit ihrer Fee sind einfach von grundauf böse, ohne eine unheimliche Faszination zu entwickeln, wie beispielsweise Tolkiens Schwarze Reiter. So gibt es keinen Charme, keinen Witz, keine Identifikation. Mich haben die Charaktere schlichtweg genervt.

Die Aufmachung erinnert an Kinder- und Jugendbücher: die Zeichnungen, die Anspielungen auf die Grimmschen Märchen, der Erzählstil, doch hierfür fehlen der Charme und liebenswerte Protagonisten.
Die Düsternis und manchmal Blutrünstigkeit der Geschichte und die "Depressionen" der Charaktere böten Stoff für einen Epos für Erwachsene, doch hierfür ist zu viel auf zu wenig Seiten gequetscht worden, so dass man keine Vorstellung von dieser Märchenwelt bekommt, da letztlich alles nur angedeutet wird.

Fazit: Das Buch ist nichts Halbes und nichts Ganzes, es fehlt an Fantasie und Tiefgang und ich für meinen Teil würde es niemandem weiterempfehlen.
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81 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine echte Cornelia Funke!!, 18. September 2010
Hey!
Also ich bin ein ganz großer Cornelia Funke Fan. Ich liebe ihre wunderschöne Sprache und ihre ausführlichen Beschreibungen. In allen ihren Büchern fühlt man sich gleich "zu Hause".
Bei ihrem neuen Buch hatte ich das Gefühl ein Drehbuch für einen Film zu lesen. Eine kurze Szene nach der anderen. Keine ausführlichen Beschreibungen und die Personen des Buches bleiben blass und irgendwie fremd.
Also ehrlich! Wenn ich einen Film anschauen will gehe ich ins Kino. Wenn ich ein Buch lese, noch dazu ein Buch von Cornelia Funke, erwarte ich eine Geschichte in der man sich verlieren kann.
Dieses Buch hat sie, meiner Meinung nach, ausschließlich fürs Kino geschrieben. Sehr schade! Aus der Geschichte hätte Cornelia Funke eigentlich mehr machen müßen.
Auf dem Buch steht "Cornelia Funke" aber innen ist leider keine Cornelia Funke zu finden.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Schuss in den Hexenofen, 25. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Idee für dieses Buch hat Potential und hätte - wenn denn richtig ausgeführt - eine so wunderbare Hommage an das deutsche Literaturgut werden können wie Walter Moers' "Die Stadt der träumenden Bücher". Das Material ist da: Die Brüder Jacob und Will Grimm/Reckless, eine düstere Märchenwelt fern der Kinderversionen der Grimmschen Märchen, liebevolle Illustrationen, zahlreiche (versteckte) Anspielungen auf reale und fiktive Figuren und Geschichten, sowie ein roter Faden, der die Handlung auch über mehrere Bände tragen kann.

Aber was ist nur daraus geworden?

- oberflächliche, abgehackte und höchst unsympathische Charaktere (mit wem war Jacob eigentlich NICHT im Bett?)

- sprunghafte Szenenwechsel und kamerataugliche Beschreibungen, die wohl eher in das schon im Voraus geplante Drehbuch gehören

- Deus ex machina am laufenden Band

- unnötige und unglaubwürdige Brutalität, dafür an anderer Stelle geschönte und oberflächliche Beschreibungen (bitte entweder oder!)

- auffällige Anglizismen, die wohl Funkes Wohnsitz zu schulden sind

- große Schrift, wenig Text, teils ganze Seiten leer, nur damit das neue Kapitel immer rechts (recto) beginnen kann

***************************************

Fazit:

"Reckless" konnte meinen Erwartungen nicht gerecht werden. Für die Grundidee, die Illustrationen, sowie die sehr amüsanten Anspielungen vergebe ich drei Sterne. Für mehr hat es leider nicht gereicht. Wo ist die Cornelia Funke von "Tintenherz" oder "Herr der Diebe" geblieben?
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Reckless - Tolles Cover, schlechter Inhalt!, 17. September 2012
Meine Geschichte zum Buch:
In unserer Schule war für die neunten Klassen ein Lesevormittag veranstaltet worden. Die Besitzerin einer Buchhandlung in unserer Nähe hat zwei große Kisten voll Büchern mit in die Klassen geschleppt und alle vorgestellt. Reckless war eins von ihnen - und mir hat es allein vom Cover her unglaublich gut gefallen.
Und als ich dann ein paar Tage später zum Arzt musste, der sich mitten in der Innestadt befand, habe ich mir das Buch bei Weltbild für ungefähr 20 gekauft. Vor ein oder zwei Monaten ist auch beim Weltbild Verlag eine Taschenbuchausgabe erschienen, die mir aber nicht halb so gut gefällt, wie die gebundene Ausgabe, welche ich habe.

Der Klappentext:
Jacob Reckless hat einen Fehler gemacht nach all den Jahren der Vorsicht: Sein Bruder Will ist ihm hinter den Spiegel gefolgt. In eine Welt, in der die dunkelsten Märchen wahr sind und der Fluch einer Fee Steinernes Fleisch sät.Viele Jahre lang hat diese Welt für Jacob Zuflucht und Zuhause bedeutet, und er hat als Schatzjäger für Kaiser und Könige die magischen Dinge gesucht, die sich in ihren Wäldern und Hügeln verbergen. Aber als Wills Haut sich in Jade verwandelt, muss Jacob nur noch eines finden: die Medizin, die seinen Bruder rettet.

Meine eigene Meinung:
So weit, so langweilig! Sicher, dieses Buch ist nicht sonderlich schlecht - hat aber bei Weitem meine Erwartungen an das Buch einer Bestsellerautorin für immerhin 20 nicht erfüllt. Die Gestaltung ist sehr schön, und das Cover mit silbernen Ausstanzungen macht sich toll in jedem Regal. Aber das war's dann auch. Lässt man die zahlreichen Zeichnungen, die zwar schön, aber das Buch meiner Meinung nach zu kindlich wirken lassen, weg, kommt man vielleicht auf läppische 250 Seiten. Und würde dieses Buch dann noch in einem normalen Schriftstil (ohne riesige Zeilenabstände und Seitenränder) würden es wahrscheinlich noch nicht mal 200 sein. Und das ist für ein Buch dieser Preisklasse eindeutig nicht gerechtfertigt. Die Story ist irgendwie uninspiriert, ich fühle zu keiner Sekunde mit dem Bruder mit, der langsam versteinert wird, noch mit Jacob, oder Fuchs und all den anderen. Sie bleiben allesamt flach, und leblos und das ist für mich persönlich das Aus, dass aus Reckless etwas hätte werden können. Klar, Cornelia Funke ist durchaus die ein oder andere gute Idee eingefallen, aber wenn man bedenkt, dass sie sich die Grimm'schen Märchen, die einige riesige Fülle an Schauplätzen und Charakteren bieten, zum Vorbild genommen hatte, ist man noch viel enttäuschter.

Wäre ich ein wenig gemein, würde ich sagen, dass dieses Buch weder für Jungen noch für Mädchen geeignet sei. Also, ginge es nur um den Inhalt, würde ich das Buch absolut niemanden empfehlen. Denn alles hat man schon mal irgendwo gelesen, nur spannender, und mit glaubwürdigeren Charakteren. Aber trotzdem, wer ein wunderschönes Schmuckbuch in seinem Regal stehen haben will - greift zu!

Spannung ♦♦◊◊◊ 2 von 5 Punkten
Gefühl ♦◊◊◊◊ 1 von 5 Punkten
Humor ♦◊◊◊◊ 1 von 5 Punkten
Cover/Gestaltung ♦♦♦♦♦ 5 von 5 Punkten

Meine Gesamtwertung beläuft sich deshalb auf großzügige 55 von 100 Punkten.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Vergleich zu Tintenherz (3,5), 20. Mai 2012
Zur Aufmachung

Warum ist lohnen sich die 20 Euro, wenn es allein um die Aufmachung geht?
Jedes Kapitel (und es gibt immerhin über 50 davon) hat eine wunderschöne Illustration. Und das macht das Buch noch märchenhafter als es ohnehin schon ist. Außerdem sind diese Illustrationen einfach so toll gewählt, dass genau so viel gezeigt wird, dass man sich den Rest selbst dazu "erträumen" kann. Außerdem ist das Cover wirklich toll! Außergewöhnlich schön gemacht das ganze. Klar, 20 Euro sind noch immer viel, aber so ist das hier in Deutschland nun einmal.

Zum Buch

Ich kann mich noch immer nicht ganz entscheiden, ob das Buch ein All-Age-Roman oder ein No-Age-Roman ist. Das Problem ist nämlich, dass es in dem Buch sehr viel um Gewalt geht, häufig auch um Liebe und die Charaktere auch alle schon älter sind (so 18-19 würde ich schätzen), so dass es kein Kinderbuch ist. Auf der anderen Seite ist es aber auch kein Buch für Erwachsene, weil die Schreibweise genau so ist wie bei Tintenherz und Die wilden Hühner. Auch die komplette Vermarktung des Buches ließ eigentlich darauf schließen, dass es für Kinder ist. Was auch Grund war, warum ich das Ganze so lang vor mir hergeschoben habe.
Ein weiterer Grund war, dass ich einfach Angst hatte. Klingt bescheuert, war aber so. Kennt ihr das, wenn ihr jemanden als Kind vergöttert habt und dann später erfahrt ihr etwas über ihn/sie, das euch enttäuscht? Ich hatte einfach Angst, dass mir das auch bei Cornelia Funke passiert... Ob es das ist, wird sich wohl mit der Zeit noch herausstellen, denn ich fand das Buch weder besonders überragend noch schlecht. Es war ein ganz unterhaltsamer Fantasyroman, der stellenweise wirklich toll war, aber leider auch recht vorhersehbar.
Natürlich war die Schreibweise mal wieder klasse, wie man das von Cornelia Funke ja kennt. Fließend und emotional. Der bedeutendste Satz des Buches und ein Satz, der die Denkweise vieler Menschen wie ich finde ganz gut beschreibt, war dieser hier:
Wer wollte Frieden, wenn man siegen konnte?
Der Satz beschreibt auch so ziemlich die ganze Atmosphäre des Buches. Düster war das Ganze, ein riesiger Strudel aus Machtgier, Hass, Wut und Verrat. Das einzige, das nicht ganz dort rein passte, war Jacob. Jacob war wirklich ein Charakter, den man ins Herz geschlossen hat. Genau wie Fuchs. Will, um dessen Leben es ja eigentlich geht, war mir um ehrlich zu sein so ziemlich egal. Genau wie seine Freundin Clara. Die beiden waren einfach so... durchschaubar, durchschnittlich, langweilig und teilweise auch irgendwie gleichgültig. Was ab und an gestört hat, da Jacob sein Leben aufs Spiel setzt um Will zu retten, es mir aber lieber war, dass Will einfach stirbt. Andererseits war es ja schön zu sehen, dass Jacob für Will gekämpft hat, egal ob er gleichzeitig etwas zerstörte. Auch wenn dieses etwas er selbst wäre...
Die ganze Zeit habe ich mir die eine Frage gestellt: "Das ist doch ein Einteiler... oder nicht?" Denn es las sich wirklich wie der erste Teil einer Buchreihe und hat auch ein wie ich finde SEHR offenes Ende. Für mich schrie das geradezu nach einem zweiten Teil, auch wenn die Handlung theoretisch abgeschlossen wäre. Ich konnte nicht um hin, mich zu fragen ob das extra war. Ganz ala: Wenn's sich gut verkauft, dann schreib ich noch einen Teil. Wenn nicht ist eben Ende... Das hat mich etwas gestört. Aber mittlerweile ist ja bekannt, dass es einen zweiten Band geben wird, der "Lebendige Schatten" heißt.

Fazit

Schreibstil: 5 Herzen
Charaktere: 3 Herzen
Spannung: 4 Herzen
Emotionale Tiefe: 3,5 Herzen
Humor: 3 Herzen
Originalität: 4 Herzen

Kein schlechter Fantasyroman im gewohnten Stil von Cornelia Funke, der märchenhaft verzaubert, aber auch Makel aufweist, die Bücher wie Tintenherz nicht hatten...
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Cornelia Funke versucht sich mit den Brüdern Grimm, 18. September 2010
Von 
hundasterix - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Mit einer Erstauflage von über 1 Million Exemplaren, einem gleichzeitigen Verkaufsstart in acht Ländern, einem im Vorfeld groß angekündigten Verkaufsstart und vielen weiteren Aktionen ist "Reckless. Steinernes Fleisch" nach der "Tintenwelt" - Reihe der erste Band einer neuen Buchreihe der Autorin Cornelia Funke.

Äußerlich macht das Buch einiges her. Gebunden mit einem schwarz glänzenden Umschlag, silberner Schrift, einem jadefarbenem Gesicht in einem Spiegel auf dem Cover sowie einem Lesebändchen wirkt es edel und ein bisschen düster.

Aufgebaut ist das 347 Seiten dicke Buch aus insgesamt 52 Kapiteln, die jeweils aus durchschnittlich sechs Seiten bestehen (es gibt auch Kapitel, die länger oder kürzer sind). Die Anfangsseite eines jeden Kapitels ist von einer zum Inhalt passenden Bleistiftzeichnung der Autorin umrahmt. Weitere, kleinere, Zeichnungen befinden sich am Ende einiger Kapitel.

Doch nun zum Inhalt:
Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Brüder Jacob und Will Reckless, Wills Freundin Clara, sowie Jacobs treue Begleiterin Fuchs (ein Mädchen, welches sich mit Hilfe eines Fells in einen Fuchs verwandeln kann). Nach vielen Jahren der Vorsicht, ist Will seinem Bruder in die Welt hinter dem Spiegel gefolgt und wurde dort von dem Fluch der dunklen Fee getroffen. Durch den Klauenhieb eines Goyl verwandelt sich Wills Fleisch Stück für Stück in Stein. Zudem verliert er immer mehr seine Menschlichkeit und wird zu einem steingesichtigen, gefühllosem Menschengoyle. Nun gilt es für Jacob, seinen Bruder zu retten. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, da es nicht nur gilt die Verwandlung aufzuhalten, sondern auch, Will vor den anderen Goyl und der dunklen Fee zu retten. Wills Haut verwandelt sich nämlich nicht in einfachen Stein, sondern in Jade und auf der Suche nach dem Jadegoyle ist die dunkle Fee schon lange. Während des Abenteuers treffen die Charaktere auf zahlreiche Märchenfiguren und -gegenstände, von denen sich Cornelia Funke inspirieren lassen hat. Darunter sind das Haus einer Kinderfressenden Hexe, das Dornröschenschloss, Rapunzelhaar, usw. Doch gleichen diese Figuren und Gegenstände denen der Brüder Grimm nicht eins zu eins, sondern wurden von der Autorin abgewandelt.

Im Vergleich mit den "Tintenwelt" - Büchern ist "Reckless" düsterer und durch das Alter der Hauptfiguren (Jacob und Will sind Erwachsen und keine Kinder wie Meggie) erwachsener. Dazu gehört auch die Erwähnung von Figuren wie Kinderfressern oder dem Schneider, der einen Mantel aus Menschenfleisch besitzt. Durch die gleichzeitige Veröffentlichung in mehreren Sprachen, darunter auch englisch, wurden die Namen der Figuren so ausgewählt wurden, dass sie sich sowohl für die deutsche als auch für die englische Ausgabe von "Reckless" eignen. Was zwar nicht stört, jedoch auffällt.

Ein Kritikpunkt besteht darin, dass ständig neue Figuren mit ihren dazugehörigen, kurz angerissenen, Geschichten erwähnt werden, das Buch dadurch sehr überladen wirkt. Man könnte den Eindruck bekommen, als ob Funke möglichst viele Märchenfiguren innerhalb weniger Seiten einbringen wollte. Denn meistens tauchen die Figuren nur kurz auf, um dann im nächsten Kapitel auch schon wieder zu verschwinden. Durch dies damit verbundenen kurzen Stationen, die Will, Jacob, Clara, Fuchs und später auch der Zwerg Valiant, auf ihrer Reise machen, fehlt der Geschichte teilweise die Tiefe und wirkt flüchtig.

Insgesamt denke ich, dass den Leserinnen und Lesern, die Cornelia Funkes Schreibstil mögen (ich persönlich kann mich nicht damit anfreunden - mir fehlt die Tiefe und der Fluss (ihr Schreibstil ist mir zu abgehackt)) und denen die oben genannten Kritikpunkte nicht allzu sehr stören, "Reckless" bestimmt gefallen wird. Erwähnenswert ist zum Schluss noch, dass das Buch (typisch für den ersten Band eine Reihe) am Ende nicht komplett abgeschlossen ist und mehrere Anknüpfungspunkte für den zweiten Teil bietet.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Auftakt, 26. August 2012
Von 
Steffi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhalt:

Jacob Reckless entdeckt im Arbeitszimmer seines Vaters einen Spiegel der ihn in eine andere Welt bringt. Im länger verbringt er dort seine Zeit und immer darauf bedacht das ihm sein Bruder Will nicht folgt. Als dieser das doch eines Tages tut geschieht etwas schreckliches. Will wird von einem Goyl angegriffen und fängt langsam an sich in einen zu verwandeln. Jacob versucht verzweifelt etwas zu finden das die Verwandlung rückgängig macht aber die Zeit läuft ihm davon. Wird er es noch rechtzeitig schaffen seinen Bruder zu retten?

Das Cover:

Das Cover hat die Grundfarbe schwarz. Darauf sieht man in Silber den Namen der Autorin und den Buchtitel. In der Mitte des Buches ist der Spiegel, mit dem man zwischen den Welten hin und her gehen kann abgebildet und aus dem Spiegel blickt einem ein steinernes Gesicht entgegen. Das Cover finde ich sehr passend und es spiegelt die Geschichte aus dem Buch wieder. Auch die dunkle Farbe des Covers finde ich nicht zu düster, da es sich hier nicht um ein herkömmliches Märchenbuch handelt.

Die Charaktere:

Jacob Reckless: Er ist der älteste Sohn von John Reckless. Dieser ist als Jacob und sein Bruder noch klein waren spurlos verschwunden. Im Arbeitszimmer seines Vaters entdeckt er einen Spiegel der ihn in eine andere Welt bringt. Im öfter und länger verbringt er in dieser Welt sein Leben. Dort hat er einen guten Ruf als Schatzjäger erlangt und wird auch öfters von der Kaiserin beauftragt. Jacob liebt diese Welt und fühlt sich dort zuhause. Im Hinterkopf hat er immer noch die Hoffnung das er hier irgendwann seinen Vater wieder findet.

Fuchs: Fuchs ist eine Gestaltwandlerin. Jacob hat sie vor Jahren aus einer Falle befreit und seitdem gibt es die beiden nur noch im Doppelpack. Fuchs ist auch immer mit dabei wenn Jacob auf der Suche nach einem neuen Schatz ist und die beiden verstehen sich auch ohne Worte.

Will Reckless: Will ist Jacobs jüngerer Bruder. Er lebt in der normalen Welt und ist eines Tages Jacob in die Spiegelwelt gefolgt. Dort wurde er verletzt und verwandelt sich langsam in einen Goyl. In der wirklichen Welt ist Will mit Clara zusammen, die ihm in die Spiegelwelt gefolgt ist und nicht mehr von seiner Seite weicht.

Clara: Clara ist Wills Freundin. Kennengelernt haben sich die beiden im Krankenhaus. Als Will sie zu sich in die Spiegelwelt ruft weigert sie sich zurück ohne Will zurück zugehen. Sie macht sich gemeinsam mit den anderen auf die Suche nach einem Weg Will zu retten.

Erster Satz:

Die Nacht atmete in der Wohnung wie ein dunkles Tier.

Meine Meinung:

Reckless- Steinernes Fleisch war mein erster Roman der Autorin Cornelia Funke. Hier werden bekannte Märchen mit Fantasy verknüpft. Abgerundet wird das ganze mit den tollen Zeichnungen die sich am Anfang eines jeden Kapitels wieder findet. Da diese auch thematisch zu den jeweiligen Kapiteln passen wirken diese nicht deplatziert und geben dem Leser einen Einblick in die Spiegelwelt.

Der Schreibstil von Cornelia Funke ist flüssig und zieht dem Leser mit jedem Wort mehr und mehr in den Bann der Spiegelwelt. Auch versteht es Frau Funke Spannung aufzubauen. Schon zu Anfang möchte mann erfahren ob es Jacob schafft seinem Bruder zu helfen und man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, da sich die einzelnen Ereignisse nur so zu überschlagen zu tun.

Schön finde ich auch das das Buch ein offenes Ende hat und man somit gezwungen ist den zweiten Band zu lesen, wenn man wissen möchte wie es weitergeht. Auch werden, innerhalb des Buches, mehrere Fragen aufgeworfen, auf denen es hoffentlich noch in einem der Folgebände Antworten gibt.

Mein Fazit:

Ein wirklich gelungener Auftakt der Reckless-Triologie. Das Buch macht richtig süchtig und man möchte es nicht mehr aus der Hand legen. Ein gelungener Eyecatcher sind auch die Illustrationen im Buch. Da am Ende so viele Fragen offen bleiben kann man es kaum erwarten wenn der zweite Band erscheint. Dieser kommt am 6. September 2012 in den Handel. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mogelpackung, 29. März 2012
Wenn das Buch kein Geburtstagsgeschenk gewesen wäre, hätte ich mich sehr über den Preis geärgert. Denn das Geld ist "Reckless" meines Erachtens nicht wert.

Die Tintentrilogie habe ich wirklich gerne gelesen - darum schenkte man mir ja das neue Buch von Cornelia Funke - aber von Funkes Einfallsreichtum ist in "Reckless" nichts mehr zu merken.
Die Geschichte und auch die Charaktere finde ich äußerst flach - den Protagonisten sogar extrem unsympathisch (Nomen est omen). Wenn ich den Protagonisten eines Buches absolut nicht leiden kann, ist es immer schwierig für mich, mich auf diese Welt einzulassen. Ich fiebere dann nicht im Geringsten mit ihm mit, es ist mir egal, ob er sein Ziel erreicht, verletzt wird, stirbt etc..
Es gibt einige wenige Ideen, die mir gefallen haben, wie z.B. den Schneider, aber der größte Teil des Buches ist einfach nur seicht. Übrigens wird das Ganze wohl wieder ein Mehrteiler, wie ich am (relativ offenen) Ende bemerken musste. Ich persönlich werde die Fortsetzung sicher nicht lesen.

Das Buch ist durchgängig illustriert, und die Illustrationen finde ich auch ganz gut - aber irgendwie wirken sie hier nicht wie eine sinnvolle Ergänzung oder tragen zur Stimmung bei, sondern scheinen mir einfach nur Platzhalter zu sein. Das Buch an sich wirkt im Hardcover nämlich, als sei es recht umfangreich - aber das ist eine Mogelpackung. Die Kapitel sind sehr kurz, und es gibt extrem viele unbedruckte, freie Flächen. So etwas KANN man für das Layout gezielt einsetzen, so dass das Buch dadurch gewinnt - aber das ist hier nicht nur nicht gelungen, sondern meiner Meinung nach auch nicht beabsichtigt. Es soll einfach nur Seiten schinden. Und leider kommen die Illustrationen eben auch so rüber, als seien sie nur vorhanden, weil das Buch sonst einfach zu dünn geworden wäre.

Den Stern gebe ich dem Buch nur für die Illustrationen - ich bin froh, wenn ein Buch überhaupt mal illustriert wird. Der Text hätte meines Erachtens nicht mal den verdient.
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Reckless - Steinernes Fleisch (Spiegelwelt 1)
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