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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein fantastisches Spiel mit verzeihbaren Schwächen!
Vorab: Ich halte viel von den 'Larian Studios' und Ihrer 'Divinity'-Reihe. Mit 'Divine Divinity' und 'Divinity 2' hatte ich unglaublich viel Spaß ('Beyond Divinity' hatte ich ausgelassen) und hatte dementsprechend natürlich auch hohe Erwartungen an den neuesten Teil. Doch ich wollte auch warten, bis es aus dem Alpha/Beta-Status heraus war und offiziell 'fertig'...
Vor 2 Monaten von N. Velte veröffentlicht

versus
13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich hab mich zu Tode gelangweilt
Mein Gott, wie war ich doch enttäuscht. Aufgrund der doch so vielen positiven Bewertungen war ich mir sicher, ein tolles Old-School-Rollenspiel vor mir zu haben. In meinen Augen bildet leider das Hauptmerkmal dieses Spiels seine größte Schwäche: die unendliche Vielfalt und Freiheit. Ich habe nichts gegen Bewegungsfreiheit, doch in diesem Spiel wird...
Vor 2 Monaten von Josephina veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein fantastisches Spiel mit verzeihbaren Schwächen!, 22. Januar 2015
Von 
N. Velte (Vaihingen/Enz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Divinity: Original Sin (Computerspiel)
Vorab: Ich halte viel von den 'Larian Studios' und Ihrer 'Divinity'-Reihe. Mit 'Divine Divinity' und 'Divinity 2' hatte ich unglaublich viel Spaß ('Beyond Divinity' hatte ich ausgelassen) und hatte dementsprechend natürlich auch hohe Erwartungen an den neuesten Teil. Doch ich wollte auch warten, bis es aus dem Alpha/Beta-Status heraus war und offiziell 'fertig' veröffentlicht wurde. Die Medien haben das Spiel ja ziemlich gelobt und auch hier sprechen die Bewertungen für das Spiel. Und das zu Recht! Denn trotz einiger kleiner aber unübersehbarer Schwächen, ist 'Divinity Original Sin' für mich ein absolutes Meisterwerk und ein grandioses Spiel, welches mich schon über 70 Stunden bestens unterhalten hat. Aber fangen wir der Reihe nach an:
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Die Geschichte:
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In der Welt von 'Divinity: Original Sin' übernimmt man die Rolle zweier Quellenjäger, die damit beauftragt sind die dunkle Magie, die sich die „Quelle“ nennt, aufzuspüren und Ihre Nutzung zu unterbinden. Die Story beginnt ziemlich gut (...und weckt an Erinnerungen an vergangene Tage/Spiele ;-)). Man wird damit beauftragt den Mord in einem Dorf zu untersuchen. Im Laufe davon besucht man natürlich den Tatort, sucht Beweise und hört Zeugen an. Und schnell stellt sich heraus, dass irgendwie mehr hinter der ganzen Sache steckt als es zu Anfang scheint.

Doch auch wenn die Story gut beginnt, schwächt sie danach vorübergehend ziemlich ab. Das liegt zum Einen an einigen Wendungen, welche man schon „ein paar“ Mal im Fantasy-Genre gesehen hat, zum Anderen daran, dass man sich gut und gerne in den unzähligen Nebenaufgaben, dem Crafting-System, dem Anpassen der Charaktere, dem Kaufen und Verkaufen von Gegenständen oder auch einfach mal beim Erkunden der weitläufigen Maps verliert. Nach der Durststrecke nimmt die Geschichte schönerweise wieder Fahrt auf, überrascht mit der einen oder anderen Wendung und überzeugt durch ordentlich ausgeleuchtete Hauptcharaktere und Motive. Manche Zusammenhänge zwischen Charakteren und Geschehnissen werden aber auch erst später oder überhaupt erst optional durch das Lesen von Büchern, Notizen o.Ä. ersichtlich, es hängt davon ab, je nachdem wie und ob man sich auf die Welt einlässt. Auch bei den Hauptquests gilt: Auch hier sind die meisten Dialoge leider nicht vertont, weshalb man viel, wirklich SEHR viel lesen muss, wenn man wissen möchte was vor sich geht! Wer das nicht mag und sich wie wahnsinnig durch die Textfenster klickt wird natürlich irgendwann ein riesiges Fragezeichen vor dem Kopf haben und „ein, zwei wichtige Geschehnisse“ verpassen. Alles in allem für mich eine mehr als solide Geschichte, die eine schöne Rahmenhandlung spinnt.
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Grafik und Atmosphäre
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Als ich die ersten Screens gesehen habe, hat mir der Gesamteindruck direkt Gefallen. Tolle und abwechslungsreiche Gebiete, vollgestopft mit Details und Inhalten. Von dunklen Höhlen, geht es über freundliche Wiesen zu märchenhaften Wäldern, die sich mit lavaüberströmten Dämonenebenen abwechseln, bis hin zu verschneiten Schneereichen, wodurch ordentlich Abwechslung im Setting vorhanden ist. Jedes Gebiet bietet unzählige versteckte Gegenstände und Geheimnisse, unterschiedliche neue Gegnertypen. natürlich auch Unmengen an Quests und strotzt so vor Details. Die Grafik wirkt für mich wirklich sehr schön, sowohl Umgebungsdetails, als auch die Figuren und Ihre Animationen können absolut überzeugen. Nur wenn man zu nah ranzoomt erkennt man einige doch nicht ganz so schöne Texturen, das fällt aber beim normalen Spielen kaum auf. Trotzdem ist der Gesamteindruck und vor allem die Atmosphäre meiner Meinung nach einfach klasse. Auch die Städte, Dörfer und Camps sind bewohnt, Händler bieten Ihre Waren an, Tiere laufen umher, Leute leben dort und es ist nicht ausgestorben. Auch wenn die NPCs oft nicht viel Neues zu erzählen haben. Ach und die Ladezeiten halten sich ebenfalls noch in Grenzen.

Als kurze Info zur Kamera: Wer sich wundert, dass man die Kamera nur zur Hälfte drehen kann, sollte sich einmal die Optionen anschauen – dort kann man eine frei drehbare Kamera aktivieren, die trotz Warnmeldung gut im Hauptspiel funktioniert.
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Musik
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Die musikalische Untermalung in "Divinity:OS" ist wieder einmal spitze (wie auch schon in den Vorgängern…), die einzelnen Stücke sind unterschiedlich und tragen zur guten Atmosphäre bei. Auch die Soundeffekte können voll überzeugen, harmonische Klänge wechseln sich ab mit dem Klappern von Knochen oder dem Rauschen eines kleinen Baches. Auch die (englische) Sprachausgabe ist durchweg sehr gut, auch wenn sie nur selten zum Einsatz kommen. Denn 85% der Dialoge/Texte sind nicht vertont, das Meiste wird in Textfenstern präsentiert. Schade, eine durchgehende Sprachausgabe hätte die Atmosphäre für mich noch einmal deutlich verbessert!
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Charaktererstellung/-verbesserung.
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Bei der Erstellung der zwei Charaktere bietet das Spiel einige Möglichkeiten seine Charaktere individuell zu gestalten. Zwar ist der Editor hier nicht so umfangreich wie z.B. bei "Dark Souls" oder "Dragon’s Dogma" und bietet nur diverse Frisuren, Köpfe, Haarfarben und Hautfarben zum Kombinieren, allerdings ist dort doch schon Einiges vertreten. Leider kann man z.B. Bärte oder Accessoires wie Zöpfe, Ohrringe o.Ä. nicht separat auswählen und manche Frisuren passen einfach nicht wirklich zu dem Spiel. Aber darüber kann man hinweg sehen/sich streiten. Leider ist hier auch die Anzahl an Porträts definitiv zu gering, zu 80% wird man einen Charakter erstellen, der dort nicht so abgebildet ist und muss mit Kompromissen leben. Sehr schade.

So, jetzt zum Skill-System: Dieses ist sehr schön tiefgängig und bietet große Freiheiten. Jeder Charakter kann jede Fähigkeit lernen, feste Klassen gibt es nicht. Neben den klassischen Attributen wie Stärke, Intelligenz und Gewandtheit gibt es dazu ungefähr 30 Fähigkeiten wie Einhändige Waffen, Pyromantie, Charisma oder Schleichen und noch Talente aus denen man seine Recken zusammenbauen kann. Die Talente gewähren diverse passive Bonis/Perks wie z.B. eine 10%-Ausweichchance oder doppelt so schnelles Schleichen, können aber oft nur unter Voraussetzungen von bestimmten Fähigkeitswerten erlernt werden. Alles in Allem ein sehr schön komplexes System das Spaß macht und auch hohen Individualisierungsgrad bietet. Ach und: Ja, im Verlauf des Spiels ist das Neu-Verteilen der Werte möglich.'
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Das Kampfsystem:
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Kurzum: Das Kampfsystem trifft genau meinen Nerv. Ein klassisches, rundenbasiertes System wird hier toll aufgelockert und mit weiteren Details versehen. Die verschiedenen Reaktionen der einzelnen Elemente aufeinander (z.B. Feuer + Gift = Boom!), die unglaublich vielen verschiedenen Zauber und Fertigkeiten, die unterschiedlichen Gegner, gepaart mit dem recht ordentlichen Schwierigkeitsgrad erfordern Taktik und Strategie und das macht einfach unglaublich Spaß. Natürlich dauern die Kämpfe mehr als nur einige Sekunden an und es kann durch aus sein, dass man irgendwann fluchend neu laden muss. Aber so fühlen sich Siege und Erfolge wenigstens wie solche an!
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Die Welt:
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Es gibt mehrere große Maps mit vielen Orten, Dörfern und Städten, in denen sich Leute und Leben tummeln. Unzählige Gebäude warten auf die Erkundung, Schätze, Truhen und Kisten auf mutige Abenteuer und Entdecker. Vielerorts gibt es auch versteckte Höhlen und Orte oder vergrabene Schätze, kleine wunderschöne Details, die zusammen eine stimmige Welt erschaffen. Viele Orte bergen Geheimnisse, die man auf den ersten Blickt nicht sieht und strotzen vor Rätseln, die manchmal ziemliche Kopfnüsse sind. 08/15 Schlauchlevel sucht man schönerweise vergebens! Und viele Abzweigungen und versteckte Schätze freuen jeden Entdecker und Sammler. Dazu kommen noch sehr schön geschriebene Dialoge, unzählige NPCs und Quests, gepaart mit dem typischen Humor der Larian Studios und fertig ist eine recht atmosphärische, kleine Fantasy-Welt.

Auch die 4 nicht generischen Begleiter, die unser Heldenduo unterstützen können, bieten nette Ansätze von Persönlichkeit und Dialoge. Ab und zu geben sie auch recht unterhaltsam ihren Senf zu Entscheidungen, Vorhaben und dem Geschehen ab. Zu Anfang gab es leider nur einen Krieger und einen Magier als optionale Gefährten mit Persönlichkeit, das hat sich mit einer Gratis-Erweiterung aber geändert. Nun stehen zur Auswahl eine Kriegerin, ein Magier, eine Jägerin/Bogenschützin und ein stummer Dieb/Schurke. Sie besitzen auch eigene Quests und sehen nicht 08/15 wie alle anderen NPCs aus. Vielfalt und Möglichkeiten á la Dragon Age sollte man aber nicht erwarten.
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Freiheiten/Entscheidungen/Wiederspielwert
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Generell hat man in dem Spiel eine große Portion an Freiheiten und möglichen Entscheidungen. Seien es kleine Antworten in Dialogen, die über die Persönlichkeit eures Charakters entscheiden (Kühn oder Schüchtern, Romantisch oder Pragmatisch…) oder große Entscheidungen in Quest-Verläufen, wodurch die komplette Quest plötzlich anders verläuft. Es gibt eine Vielzahl solcher Entscheidungen, was natürlich auch motiviert mehrere Durchläufe zu starten. Auch hat man die meiste Zeit über nicht nur „einen“ Weg zu gehen, sondern auf der Map mehrere Orte und Quests zur Auswahl die man erforschen kann. Immer mal wieder schnappt man im Spiel kleine aber feine Dialoge auf und findet in den weiten der Gebiete verschwundene Personen, Leute in Not oder auch nur trickreiche Feinde, die sich versteckt haben. Und wenn man keine Lust auf Questen und Kämpfen hat, kann man Taschendieb spielen oder das umfangreiche Crafting ausnutzen.
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Abseits der Hauptgeschichte…
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..hat man ebenfalls viel zu tun. Sehr viel. Unbeschreiblich viel. In jeder Stadt, jedem Lager und jedem Dorf warten unzählige Personen in Not auf Retter, Helfer oder Halsabschneider. Dazu gibt es Unmengen an unterschiedlichen Händlern, Materialien und Zutaten zum Handeln und Ausprobieren. Auch sind die Quests selbst schön abwechslungsreich und kein generischer Kram á la „Töte 10 davon“ (Habe ich keine einzige gefunden!) oder „Hole Gegenstand X und bringe es zu Person Y in Dorf Z“. Das geht z.B. auch soweit, dass manche Quests nur mit Köpfchen und ein bisschen Hirnschmalz zu lösen sind, weil Monster unbesiegbar sind und das auch nicht geändert werden kann. Rambo stirbt dabei schneller als das er "Vietnam" sagen kann, ein schleichender Schurke könnte aber einen Weg finden, wie es weitergeht. Die Quests sind schön geschrieben und die kleinen Geschichten machen Spaß, verdichten die Atmosphäre und sind interessant dargestellt. Quest-Pfeile, die die nächsten Ziele angeben á la Skyrim/Oblivion wird man hier aber vergebens suchen – man muss, wie bei den Rätseln und vielen Sachen beim Craften, selber nachdenken und den Kopf auch mal anstrengen. Schön, dass es so etwas noch gibt, ein Spiel wo der Spieler nicht mit dem Zaunpfahl erschlagen wird!

Der zufallsgenerierte Loot bildet auch hier wieder eine altbekannte Suchtspirale und motiviert zur Suche und Jagd. Viele unterschiedliche mögliche Werte auf den Gegenständen und auch optisch sind die meisten Sachen auch recht gut gelungen. Lob für die "Larian Studios": Helme sind ausblendbar oder nur im Kampf anzeigbar, sonst darf man das Gesicht der Helden auch gerne bewundern! Nur oftmals stören die unterschiedlichen Farben der Ausrüstungsgegenstände. Schönerweise kann man diese mit Flaschen voller Farbe und dem Handwerker-Skill umfärben… doch leider ist die Farbe dafür ziemlich selten.

Wenn ich sagen würde, dass das Crafting umfangreich ist, wäre das wohl noch untertrieben. So viele Freiheiten habe ich selten gesehen. Die Rezepte sind manchmal etwas abstrus zum selber herausfinden und die Rezeptbücher helfen manchmal nur begrenzt, doch steigt man mal hinter das System ist es wahrlich klasse. Man kann beispielsweise Teig herstellen und kneten und dadurch backen, kann Tränke aus diversen Pflanzen und Kräutern gewinnen und die verstärken oder Erze abbauen und Einschmelzen um daraus dann einen Barren zu basteln. Aus Zwei Barren kombiniert man einen großen Barren, welchen man ebenfalls noch schmilzt, damit ein großer Eisenbarren zu einem großen Stahlbarren wird. Aus diesem großen Barren kann man nun an einem Amboss eine Zweihand-Axt schmieden, die man am Schleifstein noch verbessert. Nun kombiniert man die Axt noch mit Perlen um den Wert zu steigern, Tenebrium oder Essenzen für die gewisse Portion Extra-Elementar-Damage und haut noch eine "Gepeinigte Seele" darauf für ein paar Extra-Attribute. Fertig ist eine Waffe. Bei Rüstungen ist es genauso umfangreich, diese kann man noch durch Öl, Schuppenstücke, Metallteile o.Ä. verbessern. Und Schriftrollen und Zauberbücher kann man auch noch selbst herstellen. Und Schmuck. Und, und, und... Personen, die gerne ausprobieren, tüfteln und kombinieren werden sich hier sehr wohl fühlen. Und sehr, sehr lange damit Spaß haben.
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Diverses Positives noch...
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Kurz noch etwas zur Spielzeit: Beim 1. Durchgang habe ich mit viel Erkunden und Basteln und Allem über 70 Stunden gebraucht. Das ist einfach grandios, vor allem, da ich definitiv noch einen zweiten Durchgang mit 2 „Einsamen Wölfen“ machen möchte auf einem härten Schwierigkeitsgrad. Man kann Problemlos in der Welt, den Quests und dem Crafting versinken und Unmengen an Zeit damit verbringen.

Und da das Spiel Mod-Support bietet, kann sich der Spielspaß noch deutlich länger steigern. Mods sind für mich einfach etwas Wundervolles. Wenn Fans Ihren Ideen freien Lauf lassen können und sich die Spielzeit um ein vielfaches verlängert und das Erlebnis verbessert. Traumhaft! Gibt sowohl im Nexus als auch im Steam-Workshop einiges zur Auswahl. Allgemeine Verbesserung von Dialogen und Drops, kleinere Anpassungen, Materialienhändler, häufigere Farben zum Einfärben etc. etc. Auch tolle neue Quests und Mini-Abenteuer stehen hier zur Verfügung.

In den über 70 Spielstunden ist mir auch kaum ein Bug aufgefallen. 1 Quest dümpelt noch im Questlog herum, und ist nicht verschwunden obwohl sie nicht mehr ab zu schließen ist (Auftraggeber tot), 2x hatte ich einen Absturz, aber dank automatischer Speicherfunktion und 4 Quick-Save-Slots habe ich ganze 35 Sekunden verloren. Auch die Ladezeiten sind wirklich human. Da hatte ich schon schlimmeres gesehen bei Spielen.

Ach und einen Multiplayer-Modus hat das spiel auch noch, Freunde von Co-op spielen werden sich hier sehr schön austoben können, da man einfach Spiele hosten oder beitreten kann. Schade das das nicht immer so einfach ist bei anderen Spielen.
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Trotzdem möchte ich auch noch auf die Schattenseiten eingehen, die mir aufgefallen sind...
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- Die Sprachausgabe ist zwar nicht auf Deutsch, dafür allerdings sehr gut. Bloß ist nur sehr wenig vertont, der Großteil aller Gespräche und Dialoge liegt eben nur in Textform vor. Ich hätte mir schon gewünscht, dass mehr Sprachausgabe da wäre, alleine schon wegen der Atmosphäre.

- Auch passen die Porträts und Gesichter der eigenen Charaktere nicht immer. Es gibt zwar eine passable Anzahl an Porträts zur Auswahl, allerdings bei weitem nicht genug um einen Großteil der Haare/Gesichter/Farbe-Kombos abzudecken. Dementsprechend ist der Unterschied zwischen dem wirklichen Gesicht und dem Porträt einfach manchmal nur lachhaft groß. Schade, schade.

- Das Inventarmanagement ist oftmals Fummelarbeit vom Feinsten. Es gibt zwar mehrere Kategorien und Anordnungen, automatisches Sortieren und doch brauche ich oft lange Zeit dafür Gegenstände zu ordnen, Hin- und Herzuschieben und zu suchen. Viel zu viele Items in viel zu vielen Kategorien die nie dort sind wo man sie gerade braucht.

- Bei gesprochenem Text bewegen die Charaktere Ihre Lippen nicht. Aber generell sind die Charaktermodelle wenn man nah heranzoomt nicht ganz prickelnd. Aber das macht man im normalen spielen ja auch nicht oft.

- Teilweise dümpelt die Story oft etwas im Hintergrund herum und man vergisst einfach was vor sich geht?

!!!Vorsicht Namens-Spoiler!!!:
Astarte? Wer war das noch mal? Wie, wo , was Leere? Häh, Die Mittlerin und die weiße Hexe…ach egal, ich crafte weiter. !!!/Spoiler Ende!!!

- Kein Ausgrauen für schon gewählte Gesprächsoptionen. Reden endet also häufiger vor riesigen Textmauern die auf den Spieler wieder und wieder einhauen. Denn es gibt sehr viele Dialoge, mit vielen Auswahlmöglichkeiten (teilweise bis zu 9 unterschiedliche Optionen). Aber auch wenn man sie schon 6x gehört hat und der Charakter nichts Neues zu sagen wird das nicht angezeigt und irgendwann klickt man nur noch durch bis kommt „Tagebuch aktualisiert!“. Argh!

- Manche Rätsel oder Schalter sind leicht „frustrierend“. Beispiel: Ein riesiger vollgestellter Raum, voller Kisten, Bücherregale, Spinnenweben etc. sieht auch absolut nicht verdächtig aus. Aber irgendwo ist ein kleiner Schalter. Ach und dein Charakter explodiert wenn er sich bewegt. Oder es gibt 4 kleine Schalter, die in einer bestimmten Reihenfolge gedrückt werden müssen. Der Hinweis in welcher Reihenfolge findet man in einem anderen, etwas versteckten Buch. Ohjeh. Oft sucht man also winzige Schalter bis zum Abwinken, oder Hebel o.Ä.
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Fazit: Sehr Gute 4 von 5 Sternen. Ein fantastisches spiel für mich, das mich trotz seiner Schattenseiten unzählige Stunden motiviert hat! Ich liebe es und werde auch noch einige Stunden damit verbringen. Und doch kann ich nicht einfach so über alle Schattenseiten hinweg sehen, dafür stört mich z.B. die fehlende Sprachausgabe oder der Unterschied zwischen dem Gesicht meines Barbaren-Kriegers und seines Porträts doch zu sehr. Aber alles in Allem haben mich die Larian-Studios wieder einmal überzeugt und ein tolles Fantasy-Werk geschaffen, dass Anleihen der alten Schule gekonnt mit neuen Ideen und Möglichkeiten verknüpft. Hoffen wir, dass sie auch weiterhin so gute Arbeit leisten!
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50 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zauberhaftes „old school“ Rollenspiel mit vielen klassischen und neuen Tugenden!, 30. Juni 2014
Von 
GeneralGonzo "Strategieexperte" (Braunschweig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Divinity: Original Sin (Computerspiel)
Lange ist es her, dass ein Rollenspiel Maßstäbe gesetzt hat und noch viele Jahre danach als Referenz für isometrische CRPG Kost gilt. Die Rede ist von Baldurs Gate.
Divinity: Original Sin schlägt einen ähnlichen spielerischen Weg ein und zeigt eindrucksvoll, was ein gutes Rollenspiel auch ohne Grafikfeuerwerk ausmacht, nämlich die Interaktivität mit der Spielwelt.
In D:OS spielen wir mit zwei Protagonisten, die wir uns zu Spielbeginn aus einer Vielzahl an Klassen, Attributen, Zaubern und Fähigkeiten komfortabel selbst erstellen dürfen. Dabei darf zudem das Aussehen individuell gestaltet werden, aber selbst im späteren Spielverlauf mittels dem „Illusionisten-Spiegel“ noch geändert werden. Diese beiden Charaktere stellen dabei unsere Gruppe dar, die wir durch bis zu zwei weitere, sog. Handlanger, auf bis zu vier Charaktere vergrößern können.
Ein Novum stellt die Interaktion der beiden Hauptcharaktere dar, die je nach Spielsituation und ihren Charaktereigenschaften unterschiedlich auf Situationen im Spiel reagieren. Je nach Entscheidung beeinflusst dies gewisse soziale Attribute und die Charaktere können dadurch Freunde oder sogar ein Paar werden oder aber nur notgedrungen „zusammenarbeiten“. Sehr interessante und amüsante Dialoge sind dabei garantiert.
Hinzu kommt die einmalige Möglichkeit des Mehrspielermodus, bei dem zwei Spieler jeweils eine der beiden Figuren steuern und man das gesamte Abenteuer im Duo erleben kann. Dabei kann der zweite Spieler sich jederzeit ins Spiel ein- bzw. ausklinken, ohne dass man separate Spielstände benötigt. Klasse!
Die zu Grunde gelegte Spielwelt Rivellon stammt aus der Divinity Reihe und wir beginnen als Source-Hunter (die verbotene Magie aufspüren) damit, einen mysteriösen Mord an einem Ratsmitglied in der Hafenstadt Cyseal aufzuklären, der sich rollenspieltypisch natürlich als weitaus größer angelegte Verschwörung herausstellt und die Hauptquest startet. Es erwarten uns zudem zahlreiche Nebenaufgaben, die u.a. die vielen Stadtbewohner in guten und glaubwürdigen Dialogen mit vielen Antwortmöglichkeiten vergeben, wobei es keine langweiligen Hol- und Bring Quests gibt. Vielmehr sind die Aufgaben teils sehr komplex und untereinander verzweigt, was man aber erst im Spielverlauf herausfindet und nicht direkt mitgeteilt bekommt. So entsteht eine authentische Spielwelt, ohne obligatorische Fragezeichen über den Köpfen der Questgeber!
Auch ziehen die Entscheidungen des Spielers kurz- und langfristige Konsequenzen nach sich, die sich einem oft im ersten Moment nicht erschließen und im späteren Spielverlauf aber zu anderen Ereignissen führen können. Auf jede Aktion folgt eine Reaktion der NPCs, die nicht immer erwartungsgemäß verläuft.
Sehr motivierend ist das Crafting System in D:OS gelungen. Viele Objekte in der Spielwelt lassen sich einsammeln (oder entwenden) und auch zu etwas brauchbarem verarbeiten bzw. kombinieren, sei es Nahrung, Werkzeug, Schmuck, Waffen, Kleidung, Tränke usw. Die Vielfalt ist hier enorm und man wundert sich, was sich aus einfachsten Mitteln alles basteln lässt (auch Bauanleitungen und Rezeptbücher lassen sich im Spiel reichlich finden) – dies erinnert sehr positiv an die klassische Fallout Reihe oder die Ultima Serie!
Da auch die Physik in D:OS eine gewichtige Rolle spielt, kann man zudem sehr vieles manipulieren, z.B. Wasser einfrieren oder unter Strom setzen, Holz in Brand setzen (z.B. zum „Öffnen“ von Truhen, zu denen der Schlüssel fehlt), Eisblöcke abschmelzen, Kisten und Möbel verschieben (wo u.U. die ein oder andere Überraschung wie versteckte Falltüren zu Tage tritt), Barrikaden herstellen und aufstellen o.ä.
Ebenso vielfältig ist die Entwicklung der Charaktere gelungen. Neben frei verteilbaren Attributpunkten auf Grundfähigkeiten wie Stärke, Weisheit, Konstitution etc. können viele verschiedene Eigenschaften erlernt bzw. verbessert werden (z.B. Schleichen, Schlösser knacken, Tiersprache beherrschen ;-) etc.) sowie dutzende von unterschiedlichen Zaubern gemeistert werden, die in die vier Elementarschulen Erde, Feuer, Wasser und Luft sowie der „Hexerei“ (Verbindung unterschiedlicher Zauber zu mächtigeren Sprüchen) unterteilt sind. So kann man unabhängig der Startklasse seine Charaktere individuell und ohne Einschränkung entwickeln. Alleine dies lädt zu wiederholtem Spielen ein, da die Möglichkeiten hier extrem vielfältig sind.
Während das Spielgeschehen in Echtzeit abläuft, schaltet das Spiel bei Kämpfen in den Rundenmodus, um in aller Ruhe jeden Schritt planen zu können. Dabei hat jede Spielfigur eine bestimmte Anzahl an Aktionspunkten pro Runde zur Verfügung, womit man sich bewegen, angreifen oder Aktionen wie z.B. Zauber ausführen kann. Diese AP müssen nicht jede Runde aufgebraucht werden, so dass man auch einige „sparen“ kann, um diese für die nächste Runde aufzuheben, um z.B. zweimal angreifen zu können. Dabei hängt die Reihenfolge, in der die Charaktere agieren dürfen, von ihrem Initiativwert ab. Zudem wird die Umgebung berücksichtigt, d.h. man kann Deckung nutzen oder hat bessere Trefferchancen mit Fernkampfwaffen von erhöhten Positionen aus. Auch hier wird die Physik eingebunden: Treffen z.B. Feuerbälle auf Ölfässer, folgt eine heftige Explosion. Wasserzauber wiederum schwächen Feuerschaden ab. Stehen Gegner in einer Pfütze, können alle Rivalen mit einem einzigen Blitzschlag unter Strom gesetzt werden. Aber auch Verbündete nehmen vom „friendly fire“ Schaden. Insgesamt spielen sich die Kämpfe sehr taktisch und anspruchsvoll – wie im eingangs erwähnten Klassiker Baldurs Gate oder der (klassischen) Fallout – Reihe.
Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch den sehr stimmigen Soundtrack mit laut Larian an die 130 umfassenden Songs, der meiner Meinung nach sehr viel zur guten Rollenspielatmosphäre beiträgt.
Ebenso haben die Entwickler ein wirklich feines Gimmick eingebaut, nämlich die „Shelter Plane at the End of Time“, welches quasi ein „Eigenheim“ des Spielers darstellt, in welchem man u.a. die Konsequenzen seiner Taten und der damit verbundenen Charaktere in der Welt nachlesen kann, rekrutierte aber nicht gerade benötigte Handlanger wiederzufinden sind, Gegenständen gefahrlos gelagert werden können sowie dies auch individuell eingerichtet werden kann. Eine tolle Idee, die durch die Kickstarter Kampagne realisiert werden konnte.

Wer also endlich mal wieder ein klassisches, tiefgreifendes Rollenspiel mit taktischen, rundenbasierten Kämpfen und einem phantastischen Craftingsystem bei völliger Handlungsfreiheit spielen möchte, der kann hier blind zugreifen! Vor allem Freunde der Baldurs Gate Reihe und Veteranen, die Ultima VII geliebt haben, werden sich hier sofort pudelwohl fühlen!

Pro:
- über 100 Stunden Spielzeit, wenn man alles erkundet
- extrem vielfältiges Charaktersystem mit mehr als 180 Zaubern und Fähigkeiten
- innovatives Craftingsystem mit sehr vielen Kombinationsmöglichkeiten
- lebendige Spielwelt, die auf Spielerhandlungen reagiert
- tolle Hauptcharaktere mit interaktiven Dialogen
- anspruchsvolle, taktische Rundenkämpfe
- Physik als essentielles, eingebundenes Spielelement – Zauberkombos möglich
- exzellenter Drop-in/Drop-out Koop Mehrspielermodus u.a. via LAN!
- „The Shelter Plane at the End of Time“ – ein Eigenheim am Ende der Zeit!
- sehr stimmige Musik
- hübsche Iso-Grafik
- freie Spielwelt ohne Begrenzungen und voller Handlungsfreiheit
- Editor zum Erstellen eigener Koop Abenteuer
- kein DRM Kopierschutz (nur bei Bezug der Version über gog oder larianvault!!)
- deutsche Übersetzung

Contra:
- nur unzureichendes Tutorial und kein ausführliches Manual
- Einstieg etwas zäh und steile Lernkurve
- Inventar etwas unübersichtlich und ohne automatische Sortierung
- Schwierigkeitsgrad vergleichsweise hoch (also kein Spiel für RPG Neulinge)
- eingeschränkte Kamera, d.h. nur minimal drehbar
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oldschool Meilenstein!, 16. September 2014
Von 
Mirco Korn "BRM" (bei Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Divinity: Original Sin (Computerspiel)
Hallo!

Ich kann mich hier guten Gewissens jeder 5-Sterne-Bewertung anschließen. Das Spiel ist wahnsinnig schön, liebevoll umgesetzt, hat einen wundervollen Humor und eine Story, die einen nicht mehr los lässt. Mir ist so ein Spiel schon sehr lange nicht mehr untergekommen. Vielleicht muss man deshalb am Anfang ein paar Stunden investieren, bis man richtig drin ist und den "Monitorrand nicht mehr sieht". Das Tutorial erklärt nicht alles (was war ich am Fluchen, bis ich herausgefunden hatte, wie man schnell läuft!) und man muss sich auf das Spiel einlassen. Aber wenn man das tut, wird man so richtig belohnt!

Dass es die Jungs und Mädels von Larian Studios drauf haben, sieht man auch am Genre-Mix der Divinity-Reihe. Irgendwie weiß man nie, was man bekommt und trotzdem sind alle Spiele durchgehend der Hammer.

Noch eine Anmerkung zu Original Sin, die in den anderen Rezensionen nicht so häufig genannt wurde:
Keine Ahnung, ob es nur mir so geht, aber ich finde die Speicherfunktion bei fast allen aktuellen Spielen schrecklich. Man muss Speicherpunkte oder Wegportale finden, sonst ist der Spielfortschritt weg. Ich gehöre zur etwas älteren Gamergeneration, habe einen Vollzeitjob und eine kleine Tochter. Auch wenn sich hin und wieder Zeit zum Spielen findet, weiß ich oft nicht, wie lange ich dabei bleiben kann. Wenn ich abbreche, darf ich alles nochmal machen. Das nervt mich bei Spielen wie Diablo 3 oder Grim Dawn tierisch. Bei Original Sin kann man speichern, wie man will und genau an dem Punkt weiter machen, an dem man aufgehört hat. Wegportale gibt es da auch, aber die haben genau den einen Zweck, den Wegportale haben sollten: Sie dienen zur Überbrückung von Entfernungen.

Alles in allem wieder mal ein Beweis, dass Übergraphik allein kein gutes Spiel ausmacht, sondern es auf Herz, Charme und Liebe zum Detail ankommt.

Liebe Larian Studios, lasst euch bittebitte niemals von EA kaufen. Bleibt uns erhalten und macht weiter wie bisher. Ihr habt es geschafft, mein Lieblingspublisher zu werden.

Grüße,
BRM
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial., 7. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Divinity: Original Sin (Computerspiel)
Dass die Entwickler von Larian mit ihrem Kickstarter-finanzierten Divinity: Original Sin vor allem auf die Jünger der Infinity-Ära Biowares schielen, ist kein Geheimnis. Immerhin steht kaum etwas so für "Oldschool-RPG" wie Baldur’s Gate, Icewind Dale oder Planescape Torment. Dass bei genauerer Beobachtung aber sogar noch tiefer in die Mottenkiste gegriffen wurde und für Divinitys Grundmechaniken eher das Fallout-Duo von 1997, bzw. 1998, Pate steht, macht die Sache dann noch einen Ticken interessanter:

Erkundung einer sehr freien, lebendigen Spielwelt in Echtzeit, Rundenbasierte Kämpfe (die ja unlängst mit Titeln wie Banner Saga ohnehin eine kleine Renaissance erlebt haben) inklusive schweißtreibender Aktionspunkte-Klauberei, sehr komplexe aber auch freie Charakterentwicklung, skurrile NSCs, ellenlange Dialoge, moralische Grauzonen, schwarzer Humor... alles da!
Im Grunde genommen muss man in diesem Fall also schon von Old-Oldschool sprechen, denn im Vergleich zu Fallout waren schon die damaligen Infinity-Titel ein bisschen Casual (auch wenn es diesen Ausdruck ehedem noch gar nicht gab, weil Welt noch in Ordnung, und so weiter). Man merkt also recht schnell, was einen erwartet. Doch schon nach kurzer Spielzeit ist die Freude groß: Divinity versteht es blendend, sich nicht bloß auf seinen Retro-Faktor zu verlassen, regelmäßig trumpft es mit frischen, geradezu modernen Ideen auf, cooler Zauber-Mechanik, einer fast schon erdrückenden Interaktionsvielfalt, mit Detailverliebtheit an allen Ecken und Enden... das Game ist so derart vollgepackt mit Features, Einfallsreichtum, Freiheit und Seele, dass einem alles über den Kopf zu wachsen droht.
Tutorials? Gibt’s, bis auf ein paar schmalbrüstige Texttäfelchen nicht. Da heißt es Ausprobieren, Experimentieren, Charakterbogen studieren, Handbuch lesen (ja, genau, Handbuch - so aus Papier und so). Quest-Hilfen oder gar Pfeilchen, wo man als nächstes hinmuss? Nope. Gab’s damals auch nicht. Musste suchen. Wenigstens ein paar kleine Orientierungshilfen, ein paar Tipps zu den Rätseln, ein konkreter formuliertes Questlog? Nope. Gab’s damals auch nicht. Musste dir notieren. Vielleicht eine kleine Warnung, bevor ich die NSCs der ganzen Stadt gegen mich aufbringe? Nope. Gab’s damals auch nicht. Musste aufpassen. Eine Erklärung, wie das (extrem umfangreiche) Crafting funktioniert, dessen Zutaten und Komponenten mein komplettes Inventar binnen Minuten vollmüllen? Nope. Gab’s damals auch nicht. Musste ausprobieren. Ein kleiner Tipp, warum eine Handvoll einbeiniger, einarmiger, einäugiger Zombies meine strammen Recken auch beim vierten Versuch gnadenlos aus den Latschen hauen? Nope. Musste nächstes Mal besser machen.

Kurz gesagt: jeglicher Vorwurf, den man Divinity machen könnte, ist eigentlich einer an die eigene Bequemlichkeit. Games im Allgemeinen und RPGs im Speziellen haben uns Fans in der vergangenen Dekade eben umerzogen, uns beigebracht, dass am Ende des Kompass-Pfeilchens immer das Questziel wartet, wir beim Charaktersystem und beim Skillen nie etwas falsch machen können, Gegner immer unterlegen sind und unser gutes, altes Hirn das volle Crap-Item ist, das man beim nächsten Händler schleunigst für ein fettes Flammenschwert verkaufen sollte.

Wer aber wieder mal Bock hat, sich so richtig in ein tolles Charaktersystem, in eine freie Spielwelt, in spannende, bockschwere Kämpfe, tolle Geschichten, kurz, in ein ECHTES, Rollenspiel hinein zu fuchsen, der kommt um Divinity nicht herum. So ein Meisterwerk gab’s seit über 10 langen Jahren nicht. Großartig.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein der CRPG, 3. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Divinity: Original Sin (Computerspiel)
Die Belgier von Larian haben ein Händchen für Rollenspiele. Das haben sie mit Spielen von "Divine Divinity" bis hin zu "Divinity II" eindrucksvoll bewiesen. Aber auch andere Gefilde sind ihnen nicht fremd wie erst 2013 der Action-Strategie-Mix "Divinity - Dragon Commander" bewies.
Dabei pfeifen die Larians auf das was der Markt hervorbringt oder gar will. Sie folgen ihrem eigenen Credo die Spiele zu machen die sie machen wollen und das ist auch gut so.
Jüngstes Mitglied dieser Familie ist das Rollenspiel "Divinity -Original Sin" (Original Sin heißt Erbsünde und bezieht sich auf die Story)welches erstmals über Kickstarter finanziert wurde.
Schon in den frühen 90ern war ich gefesselt von Klassikern wie "Baldurs Gate 1+2", Icewind Dale", Neverwinter Nights" oder Arcanum".
Diese "Goldene Ära" der Rollenspiele ist nun wieder im Kommen. "Wasteland 2" oder "Pillars of Eternity", um nur 2 Vertreter zu nennen, sollen diese, von vielen herbeigesehnte, Zeit zurückbringen. Aber erster in dieser Reihe sind die Larian Studios.
Was hier geschaffen wurde ist ein kleines Meisterwerk von klassischem RPG. Nein hier gibt es keine Questmarker oder gar großartige Hilfen. In dieses Spiel wird man hineingeworfen und muss sehen wie man klar kommt.

Story:
D:OS spielt in Rivellon sowie alle Spiele der Reihe allerding zeitlich vor "Divine Divinity". Es erzählt die Geschichte eines jungen Quellenjägers der unterwegs ist im Kampf gegen schwarze Magie.
Alles beginnt mit einem Mordfall dessen Aufklärung eigentlich Routine ist. Allerdings nimmt der Fall Ausmaße an die die Geschichte und die Welt in ihren Grundfesten erschüttern wird.

Gameplay:
Gespielt wird in Echtzeit allerdings nicht in Schulterperspektive sondern ganz klassisch aus der isometrischen Vogelperspektive. Kämpfe finden hingegen rundenbasiert statt.
Gesteuert werden zwei Charaktere die man beide selbst erstellt. Vorgegeben ist lediglich die Klasse aber spezialisieren lassen sich die Charaktere über Fertigkeiten und Attribute beliebig. Ein schwer bewaffneter Ritter mit Magiefertigkeiten? Kein Problem? Ein Magier der auch mit dem Zweihandschwert austeilt? Absolut!
Die Kämpfe sind sehr anspruchsvoll und bieten eine schier unendliche Menge an Möglichkeiten. Tricks und Kombinationen machen hier den Hauptteil aus. Wer nicht taktisch vorgeht dem gehen schnell die Aktionspunkte aus und beißt schneller ins Gras als er "Abrakadabra" sagen kann. Etliche Komfortfunktionen, wie eine schwenkbare Kamera implementierte Larian auf Wunsch der Fans.
Leider klappt die Echtzeiterkundung hingegen eher mau. Vor allem das Bewegungstempo der Charaktere ist mehr als dürftig. Hier sollte per Patch dringend nachgebessert werden.
Größter Pluspunkt ist die interaktive Welt. Fässer versperren einen Zugang? Kein Problem! Einfach anklicken, festhalten beiseite stellen. So eröffnen sich oft Geheimtüren oder Zugänge zu Dungeons.
Mal kein Schwert zur Hand und der Helm fehlt? Na aber das macht doch nichts. Einfach eine Schaufel in die Hand und den Holzeimer auf den Kopf und...voila, da ist er der Lariansche Humor.
Lernt die Fertigkeit "Tierfreund" und euch eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten denn wer Tier versteht bekommt oft nützliche Informationen ;-).

Grafik:
Hier werden sich die Geister definitiv scheiden.
D:OS kommt in quietschbunten Bonbonfarben daher die irgendwie nicht so recht zu der düsteren Story passen wollen. Auch technisch ist nicht alles auf dem neuesten Stand. So werden zwar Shader und Ambient Occlusion (Umgebungsverdeckung) unterstützt aber Antialiasing z.B. wurde eher rudimentär implementiert. Dies fällt allerdings eher weniger ins Gewicht.
Allerdings ist die Welt in sich absolut stimmig und liebevoll gebaut. Man merkt den Entwicklern die Liebe zum Detail an.
Kleinere Bugs wie verschwindende Texturen oder Objekte (teils auch questrelevant) gibt es noch aber nach Speichern und Neuladen sind zumindest die Objekte wieder an ihrem angestammten Platz.

Sound:
Die Musik sucht ihresgleichen. Sie ist stets präsent hält sich aber gleichzeitig dezent im Hintergrund.
Im Kampfmodus schwillt auch die Musik an und klingt bedrohlich.
Die Sprecher wurden gut gewählt sind allerdings nur auf englisch vefügbar. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht was dem Spiel aber keinen Abbruch tut. Lediglich die Texte und Dialoge wurden ins deutsche übersetzt das allerdings sehr gut. Der typische Humor ist allgegenwärtig. Leider gibt es hier auch nerviges. So plappern NPC's am laufenden Band was schnell nervig wird. Hier versprechen Larian aber auch Abhilfe mittels Patch.

Fazit:

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: "Danke Larian für dieses herausragende Spiel!!!". Was hier geschaffen wurde lässt das Herz jedes RPG Fans höher schlagen. Nein ich bin kein Fan von rundenbasierten Kämpfen aber hier machen sie Spaß und sind absolut passend.
Mindestens 10, wenn nicht 15 Jahre hatte ich nicht mehr so viel Freude eine Welt zu erkunden die mich nicht an der Hand nimmt sondern mich mein Abenteuer erleben läßt.
Ein echter Held braucht keine Questmarker er kämpft und forscht sich zur Antwort.
DIVINITY - ORIGINAL SIN stellt für mich alle "Mass Effects", "Dragen Age's" oder "Skyrims" in den Schatten. Diese Spiele sind beileibe nicht schlecht und ich liebe sie auf ihre Weise aber das was Larian hier auf die Beine gestellt haben ist und bleibt eine Klasse für sich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der Top Spiele der letzten Jahre !, 18. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Divinity: Original Sin (Computerspiel)
Ich habe in den letzten 15 Jahren so einiges gezockt und musste dabei leider beobachten, dass gerade PC-Games von Jahr zu Jahr liebloser und schlechter werden. Warum dem so ist... Keine Ahnung. Vermutlich der Druck der Publisher, das Geld in die Kasse muss und die Entwicklung zu lange dauert. Ich kann nur eins sagen, dieses Spiel wurde offensichtlich mit Herz und Zeit entwickelt. Es macht Spaß, frisst Zeit und lässt einen in die Spielwelt eintauchen. Ein heller Stern am dunklen Spielehimmel !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Ansatz super, aber irgendwie ..., 9. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Divinity: Original Sin (Computerspiel)
Zuerst aber zum Positiven. Die Charaktererstellung und Aufstieg sind super gemacht, alles dabei was das Rollenspielerherz begehrt. Auch toll die Idee 2 Hauptcharaktere zu haben, auch wenn man alleine spielt. Die Haupt- und Nebenquests sind ebenfalls schön gemacht, nicht überragend, aber gut. Das beste am Spiel aber ist die Optik! Endlich wieder ein Rollenspiel welches an die Klassiker BG, IWD, usw. anknüpft. Die Spielwelt ist sehr detailreich, und wie man merkt mit Hingabe gestaltet.
Was mir hingegen nicht gefallen hat, waren die nervigen und teilweise unlogischen Rätsel. Zu oft habe ich das Hilfeforum besuchen müssen um weiter zu kommen. Auch der Schwierigkeitsgrad der Kämpfe am Anfang ist extrem. Hier könnte die Balance besser sein. Ebenso die vielen Texte, die zu nichts führen. Oft überliest man etwas Wichtiges, weil man nach der zigsten Textpassage nur noch querliest, auch wegen der fehlenden Sprachausgabe. Nur die beiden Hauptcharaktere haben ab und zu etwas zu sagen, allerdings nur in Englisch. Eine deutsche Synchro wäre bei dem bisschen Gerede wohl an einem Tag erledigt gewesen, und hätte der Atmosphäre gut getan.

Im Einzelnen:
Charakterdesign = 5 Sterne
Grafik/Atmosphäre = 4-5 Sterne
Kämpfe = 4 Sterne
Story/Quests = 3-4 Sterne
Rätsel = 2 Sterne
Begleiter (4er-Party) = 2 Sterne (bleiben sehr blass)
Spielspaß insgesamt (auf den es ja ankommt) = 4 Sterne

Also trotz einigem Verbesserungspotenzial hat es mir gut gefallen. Vor allem weil es für mich nur ein "Lückenbüßer" war, da DA:I anscheinend voll in die Hose ging und ich dieses eigentlich über Weihnachten spielen wollte.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gutes, aber keineswegs perfektes Spiel, 19. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Divinity: Original Sin (Computerspiel)
Ich hatte mir Divinity: Original Sin gekauft, nachdem ich im Internet diverse Vorberichte und letztlich auch Tests darüber gelesen hatte, und ich muss gestehen, dass die Vorfreude darauf so groß wie ganz selten in den letzten Jahren war.

Nachdem ich nun einige Stunden damit verbracht habe (ohne besonders weit gekommen zu sein, da ich meine Anfangstruppe aufgrund möglichst "optimaler Zusammenstellung" immer wieder neu formierte *grins*), bin ich jetzt in der Lage, meine Erfahrungen sowie mein Lob und meine Kritik mitzuteilen.

Sehr gut:
- sehr große und auch grafisch toll inszenierte Spielwelt
- genügend Charaktere mit teils sehr unterschiedlichen Fähigkeiten auswählbar
- sehr viele Möglichkeiten, seine Charaktere zu spezialisieren und aufeinander abzustimmen
- Geheimverstecke usw. laden zum ausgiebigen Erkunden der Spielwelt ein
- es macht einfach Spaß, bestimmte Gegenstände (Waffen, Rüstungen, Tränke, Essen, Schriftrollen usw.) teilweise nur durch "Kombinieren auf gut Glück" herzustellen
- die Duelle mit den Gegnern sind schon am Anfang teilweise recht fordernd und lassen einen nicht durch das Spiel "hindurchmarschieren"
- in den Kämpfen kein stumpfes und ständiges Geklicke auf immer dieselben Tasten, sondern es ist ein erfreulich durchdachtes und taktisches Vorgehen erforderlich

Nicht so toll bis schlecht:
- die Steuerung ist theoretisch zwar sehr unkompliziert, in der Praxis jedoch ist es vor allem im Inventar und den Menüs eine verdammte Fummelsarbeit, einfachste Befehle umzusetzen, da man fast jedesmal DOPPELT darauf klicken muss!!
- es sind vieeeeeeeeeeeeel zu viele Truhen, Kisten, Körbe, Urnen usw. in der Spielwelt zu finden, in denen z.B. Ausrüstung, Gold, Handwerksmaterial uvm. zu finden ist!!! In Außenleveln ist dies ja noch relativ moderat, aber wenn man mal in eine größere Stadt kommt und es dort HUNDERTE von Sachen zu finden bzw. mitzunehmen gibt, macht dies meiner Meinung nach viel vom tollen Flair des Spiels kaputt! Wie heißt es doch so schön: Weniger ist meistens mehr - und in diesem Fall ganz besonders! :)
- da die sehr zahlreichen und oft ausufernden Dialoge komplett unvertont sind und man sich von einem zu lesenden Fensterchen zum nächsten klickt, hört irgendwann (zumindest bei mir) das Interesse auf, besagte Unterhaltungen wirklich zu lesen, sondern man klickt einfach von oben nach unten, um weiterzukommen...

Alles in allem finde ich Divinity: Original Sin schon ziemlich gut, aber es ist aufgrund der o.g. Spielspaßbremsen leider nicht ganz das geworden, was es hätte werden können: die uneingeschränkte Referenz im RPG-Bereich!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Baldurs Gate is back!, 21. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Divinity: Original Sin (Computerspiel)
...so war zumindest sofort mein Gefühl, als ich meine beiden Chars durch das Tutorial steuerte. Ich war etwas überrascht, hatte ich doch eher ein RPG Richtung Dragon Age erwartet, habe mich dann aber schnell mit Original Sin angefreundet.
Nach inzwischen doch einigen Stunden Spielzeit hat sich das Gefühl noch verfestigt, wenn auch die Divinity-typischen Eigenarten wie die unzähligen Gegenstände oder Zixzaxx inzwischen aufgetaucht sind. Trotzdem bleibt es dabei, ich fühle mich freudig an Baldurs Gate erinnert. Die Perspektive, die Steuerung und auch die Tatsache, dass man die Kamera vorscrollen kann, ohne die Chars zu bewegen. (Glücklicherwiese sagt das Spiel nicht "Sie müssen Ihre Gruppe erst sammeln bevor...)
Mir bringt das Spiel großen Spaß und ich musste auch wirklich schon an einigen Stellen überlegen, wie es jetzt weiter gehen könnte.

Ein paar kleine Abzüge gibt es, weil:
- die Texte wirklich nur teilweise übersetzt sind. Und das nicht nur, wenn man Hasen und Rehe anspricht, sondern auch bei einigen wichtigen Chars der Hauptquest. Ich kann Englisch, finde das aber lästig.
- Die Gespräche sind nicht synchronisiert sondern laufen überwiegend über Untertitel, was ich schade finde
- mir fehlt etwas die Individualität der Chars. Ab und zu kommt man eine Meinung etc., aber doll ist es nicht gerade
- das Händlersystem finde ich sehr anstrengend
- es ist schade, dass wirklich immer nur der Char die Tür/Truhe... öffnen kann, der auch wirklich den ensprechenden Schlüssel besitzt und da nicht auf das Gruppeninventar zugegriffen wird. (Oder zumindest auf das der beiden Hauptchars)
- und ich persönlich finde, man kann es mit Rüstungen und Gegenständen auch übertreiben...wirklich...

Großartige Bugs hatte ich bisher noch nicht.
Insgesamt ein Spiel, was wirklich Spaß bringt, eine gelungene Story hat und nett anzusehen ist. Außerdem, was mir persönlich wichtig ist, verzweifelt man nicht an den Kämpfen, auch wenn man kein Stratege mit Leib und Seele ist. Die Grundkombi mit Tank, schadenbringendem Nahkämpfer, Fernkämpfer un Magier bringt mich überwiegend beim ersten Versuch durch die Kämpfe.
Ich würde das Spiel empfehlen und auch wieder kaufen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das es sowas schönes noch gibt, 1. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Divinity: Original Sin (Computerspiel)
Ich habe es ja schon längst aufgegeben auf ein „echtes“ PC RPG mit „guten“ und „klassischen“ rundenbasierten Kämpfen zu hoffen, was noch dazu in schöner isometrischer Perspektive ist. Mir blieb nur noch die Wehmut an Klassiker wie Icewind Dale - Die komplette Serie [Best of Atari], Planescape Torment, Der Tempel des elementaren Bösen und natürlich Dungeons & Dragons - Anthology (Baldur's Gate) - [PC] und man mag es kaum glauben von Umfang und Klasse her schlägt „Divinity: Original Sin“ in dieselbe Kerbe wie Baldur Gate (Ich habe über 120 Spielstunden in der Welt verbracht). Allein die liebvolle Inszenierung des Spieles ist mir tausendmal lieber als diese ganzen anderen Grafik Proleten, denn „Divinity: Original Sin“ hat dadurch weitaus mehr Atmosphäre.

Was aber die wirkliche Stärke von diesem Spiel ist, sind ganz klar seine hervorragenden rundenbasierten Kämpfe, die schon fast süchtig machen und extrem vielseitig gestaltet sind. Hier hatte ich ja auf die Ente „Blackguards“ gesetzt, was eher ein fades, blutleeres und enttäuschendes Erlebnis war. Die Kämpfe sind dank der Einbeziehung der Umgebung sehr dynamisch, die vielen Fähigkeiten die man erlernen kann und dann einsetzen kann machen den Kampf sehr vielseitig und wer AD&D kennt fühlt sich hier so oder so pudel wohl, denn das System ist sehr an das Regelwerk angelehnt. Das Crafting ist in dem Spiel auch nicht zu unterschätzen, vor allem macht das hier auch richtig Spaß.

Zur Geschichte, des Spieles- nun die kann nicht ganz mit Icewind Dale I&II, Planescape Torment, und natürlich Baldurs Gate I&II mithalten, aber sie ist absolut ausreichend. Die Hauptgeschichte an sich ist ganz nett und interessant, aber oft sind die diversen kleinen Geschichten im Spiel weitaus interessanter mit ihren diversen Nebenquests. Was die Story und Welt aber sehr sympathisch macht, ist das das Spiel sich selten ernst nimmt und voll von Seitenhieben auf das Genre ist. Ich musste oft Schmunzeln.

Ach „Divinity: Original Sin“ ist ein Spiel von Liebhabern für Liebhaber.
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Divinity: Original Sin
Divinity: Original Sin von EuroVideo Medien GmbH (Mac OS X, Windows 7 / XP)
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