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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geduld mitbringen, die CD braucht ihre Zeit!
Die Frage die sich mir im Vorfeld dieses Albums stellte war, ob die Finnen dem hohen Erwartungsdruck standhalten, den sie selbst mit einer unglaublichen Serie von tollen Alben sich aufgebürdet und mit den "studio diaries" genährt haben. Meine Antwort war nach dem ersten paar Hörproben NEIN. Nun, anderthalb Monate später ist meine Antwort ein absolutes...
Vor 22 Monaten von Cruzado veröffentlicht

versus
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hitfaktor der Vorgängeralben nicht mehr erreicht
Leider muss ich mich den kritischen Stimmen zu diesem Album anschließen. Auch ich habe die Vorgängeralben gerade wegen der unglaublichen Energie in den Songs und dem ausgewogenen Verhältnis zwischen Melodik und Härte ins Herz geschlossen. Das Songmaterial auf diesen Meisterwerken riss einfach durchweg mit und hatte enormes Ohrwurmpotential. Von diesen...
Vor 23 Monaten von Metalhead veröffentlicht


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geduld mitbringen, die CD braucht ihre Zeit!, 10. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unsung Heroes (Deluxe Edition) (Audio CD)
Die Frage die sich mir im Vorfeld dieses Albums stellte war, ob die Finnen dem hohen Erwartungsdruck standhalten, den sie selbst mit einer unglaublichen Serie von tollen Alben sich aufgebürdet und mit den "studio diaries" genährt haben. Meine Antwort war nach dem ersten paar Hörproben NEIN. Nun, anderthalb Monate später ist meine Antwort ein absolutes JA. Ich schließe daraus, dass man dieser CD wirklich Zeit geben muss, damit erkennen kann, dass Ensiferum mit "Unsung Heroes" ein weiteres tolles Album geschaffen haben. Meine Eindrücke:

Die ersten vier Lieder sind denk ich in der typischen Ensiferum-Tradition geschrieben. "Symbols" (nach dem, meiner Meinung nach, enttäuschenden Intro auf From Afar mal wieder ein tolles Intro), "In my sword I trust", "Unsung Heroes" und "Burning Leaves" könnten sich auch auf älteren Alben befinden und sind powervolle, mitreißende, bewegende Stücke, die zeigen,dass Ensiferum einfach ihren Stil nicht zu 100% loslassen. Beim ersten Hören war ich im Song drin.

Die zweite Hälfte des Albums hat mich zunächst stark enttäuscht. Mit "Celestial Bond" kommt plötzlich ein akustischer Song mit einer Frauenstimme, die irgendwie im Album deplatziert scheint. Kein Vergleich mit dem zwar umstrittenen, aber von mir geschätzten, "Tears" auf dem Album Iron. Nachdem man halb eingelullt worden ist, hauen die Finnen plötzlich den härtesten Song der Platte hinterher , "Retribution shall be mine", der ganz nett daherkommt aber auch ein wenig belanglos erscheint, sehr ähnlich zu den älteren Songs "Elusive reaches" und "The new dawn". Als Wachrüttler aber gut platziert. Ich dachte, das Album nimmt wieder Fahrt auf, jedoch bremsen Ensiferum wieder mit einem teils akustischen, teils balladenartigen Song "Star Queen", der jedoch bei weitem besser klingt als "Celestial Bond", Samis und Markus warmen Stimmen sei Dank. Mit "Pohjola" folgt daraufhin einer der besten Songs des Albums, an dem man sich aber gewöhnen muss. Aber epischer gehts nun wirklich nicht mehr! Zu meiner anfänglichen Überraschung kommt mit "Last Breath" ein dritter akustischer Song, der zwar kein Gassenhauer werden dürfte, aber doch ganz nett ist.

Am meisten kämpfen musste ich mit dem letzten Song: "Power, Proof, Passion". Mit 17 Minuten Länge der längste Song von Ensiferum. Auf diesen Song hatte ich mich am meisten gefreut, weil bei den letzten beiden Alben jeweils die letzten Songs "Victory Song" und "Last Journey" Überlänge besitzen und dennoch zu meinen Lieblingsliedern gehören. PPP hat mich zunächst maßlos enttäuscht. Verwirrender Songaufbau, eigenartiger Operngesang, gesprochenes Zwischenstück...es wirkte alles in allem wie ein Wirrwarr. Dann habe ich mich hingesetzt und den Song ganz bewusst gehört, untersucht, im mehrere Chancen gegeben und siehe da...der Song ist super! Er kommt zwar nicht an die oben genannten Überlängensongs heran, aber er ist eine tolle Zusammenfassung aller Einflüsse die Ensiferum bisher unterlegen ist...

Fazit: Empfehlenswert! An alle, die von der CD enttäuscht sind: Mehrfach hören...gebt dem Album eine Chance, es lohnt sich. Ensiferum hat mit "Unsung Heroes" bei weitem nicht ihr bestes Album veröffentlicht, aber ein sehr gutes, das mit frischen, teils eigensinnigen Ideen dem Viking-Folk-Durchschnitt zu entkommen versucht und dies auch tatsächlich schafft! Mein Favorit wird jedoch "Victory Songs" bleiben...besser geht es nicht!

Ein Stern weniger wegen des Songs "Celestial Bond". Ich will auf einem Ensiferum-Album keine Elbenfrauenstimme hören...total deplatzierter Song!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine neue Facette..., 3. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unsung Heroes (MP3-Download)
Ich bin noch nicht all zu lange schon Ensiferum-Fan, habe mich aber über die alten Alben "Ensiferum" und "Iron" rangetastet, um dann von "Victory Songs" und "From Afar" bestätigt zu werden. Demnach hab' ich "Unsung Heroes" lange entgegengefiebert und sah' es eigentlich schon als Pflichtkauf an, nachdem mir bereits die vorab präsentierten Lieder "Burning Leaves" und "In My Sword I Trust" schon sehr gut gefallen hatten. Vor der Erscheinung gesagt, nach der Erscheinung getan (sehr lange nach der Erscheinung eine Rezension geschrieben) und so präsentierte sich mir "Unsung Heroes":
Das Album wird von dem - im Grunde schon obligatorischen - instrumentalen "Symbols" eingeleitet. Dieses Intro ist etwas kürzer als beispielsweise "By The Dividing Streams", schafft es jedoch trotzdem, bereits Stimmung aufzubauen.
Das erste "richtige" Lied ist das bereits gelobte "In My Sword I Trust", das ein gutes Tempo vorlegt und auch einen Refrain vorweisen kann, den man nicht sofort wieder vergisst. Auf halber Strecke zieht das Stück nochmal an, um dann in gewohnten Bahnen auszuklingen.
Das nächste Lied ist das Titellied "Unsung Heroes", welches sich prinzipiel etwas ruhiger gibt, den Refrain aber auch einbrennt, sodass man ohne Probleme nach kurzer Zeit mitsingen kann.
"Burning Leaves" ist man von Ensiferum nicht gewohnt, da geb' ich den kritischen Stimmen wohl Recht, aber dennoch fügt es sich gut in das Gesamtwerk ein.
Seit "Iron" mit seinen "Tears" verschollen, nun wieder aufgetaucht, ist das Ensiferum-Liedgut, welches ausschließlich von einer lieblichen Maid gesungen wird. Bei "Celestial Bonds" handelt es sich um ein solches, sehr ruhiges Werk, das dem Hörer eine Verschnaufpause bietet, bevor es mit "Restribution Shall Be Mine" weitergeht.
"Restribution Shall Be Mine" legt das wohl schärfste Tempo vom Anfang bis zum Ende vor, durch Gitarren-Riffs sowie eine Mischung aus Growls und reinem Gesang präsentiert, und erinnert am stärksten an das vorige Lebenswert der Finnen.
Danach wird es wieder ruhiger, wenn "Star Queen" erklingt. Von der Melodie her ist dieses Lied an "Celestial Bond" angelehnt und ist auch als dessen zweiter Teil etikettiert. Nach dem sehr melodiösen Intro beginnt der wechselseitige, aber durchweg reine, Gesang und berichtet dem Hörer von der "Sternenkönigin".
Mit sehr viel Elan beginnt "Pohjola" an achter Stelle und hält diesen auch bis zum Ende vor. Zum Schmunzeln: Der Refrain wird von einem Chor gesungen, den man glatt aus der Vertonung eines russischen Volksliedes entwendet haben könnte.
Bevor es im Mammut-Werk der CD zum Ende der selbigen kommt, wird es nochmal ruhig mit "Last Breath", das die letzten Worte eines Kriegers besingt, der langsam sein Leben aushaucht. Das Lied wird von einigen Instrumenten, wie z.B. einer Flöte, und einer abschließenden Chor-Passage begleitet und geht nachtlos zum letzten Stück über,
das da "Passion, Proof, Power" genannt wird.
Um mit diesem Lied klarzukommen, brauchte ich am längsten, da mir noch die alten Giganten wie "Victory Song" oder "Heathen Throne" im Kopf bzw. Ohr herumspukten. Waren diese noch geradlinig und so konstruiert, dass man sie an jeder Stelle an der Melodie erkennen konnte, wenn man lediglich die ersten paar Minuten gehört hatte, entpuppte sich "Passion, Proof, Power" als vielschichtig gebautes Werk, das mehrere "Melodie-Spuren" in sich vereint. Desweiteren schafft es Ensiferum wirklich, alles in diese 16:59 zu füllen, was man sich vorstellen kann. Es gibt Growls, reinen Männer- sowie hohen Frauengesang. Es gibt mannigfaltige Instrumente, Gitarren-Riffs, Folk-Passagen, aber auch Klavier- und "Symphonic-Metal"-Gitarren-Soli. Hat man sich jedoch erstmal daran gewöhnt, kann man es durchaus mögen lernen.
Alles in allem schafft Ensiferum es wieder, ein Album zu kreieren, das es schafft, seinen Hörer von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann zu ziehen. Natürlich ist es was Neues, meiner Meinung nach sind z.B. viel mehr Chor-Passagen enthalten, das ganze Werk wirkt im Allgemeinen ... epischer im Symphonic-Metal-Sinne. Aber ich persönlich finde das überhaupt nicht schlimm, da es mir gefällt und desweiteren eine weitere Facette auf dem Ensiferum-Juwel offenbart. Das wird spätestens deutlich, wenn man sie mit diesem Album live erlebt hat. Von daher kriegt das Album von mir eine klare Kauf-Empfehlung!!!
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hitfaktor der Vorgängeralben nicht mehr erreicht, 4. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unsung Heroes (Audio CD)
Leider muss ich mich den kritischen Stimmen zu diesem Album anschließen. Auch ich habe die Vorgängeralben gerade wegen der unglaublichen Energie in den Songs und dem ausgewogenen Verhältnis zwischen Melodik und Härte ins Herz geschlossen. Das Songmaterial auf diesen Meisterwerken riss einfach durchweg mit und hatte enormes Ohrwurmpotential. Von diesen Trademarks der Band ist auf dem neuen Album leider nicht mehr so viel zu hören. Waren die Vorgängeralben gespickt mit Metal-Hits die ins Ohr gingen und auch dort blieben, gehen bei mir hier nur die Tracks "In my Sword I trust" und "Burning Leaves" (erinnert stark an Amorphis) als Hits durch, ansonsten haben die Stücke kaum Ohrwurmqualität, wenngleich sie natürlich handwerklich sehr gut gemacht und stimmungsvoll sind und einen gesteigerten Folk-Anteil aufweisen. Außerdem gibt es mit "Celestial Bond", "Star Queen" und "Last Breath" eindeutig zuviele balladeske Stücke auf dem Album. Der 16minütige Track "Passion Proof Power" bietet zwar schöne Gesangslinien einer Sopranistin, ist aber viel wirr, zu sehr in die Länge gezogen und ohne roten Faden, hier hat sich die Band meines Erachtens völlig verzettelt. Den Bonus-Track der Limited Edition, eine Cover-Version des Gypsy-Kings-Klassikers "Bamboleo", finde ich dagegen sehr originell und schmissig. Die Bonus-DVD mit dem Making Off zum Album und dem Video-Tagebuch ist meiner Meinung nach dagegen eher verzichtbar.

Fazit: Wer die Band kennenlernen möchte, sollte zunächst zu den allesamt sehr gelungenen Vorgängeralben greifen, bevor er sich dieses Album zu Gemüte führt. Fans, die auf den bisherigen Stil der Band standen, sollten vor dem Kauf Probe hören, wenn sie nicht enttäuscht werden wollen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen es ist anders als die anderen alben aber trotzdem gut, 1. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Unsung Heroes (Deluxe Edition) (Audio CD)
also ich habe mir das album zuerst woanders angehört und zwar ganz und das zwei oder drei mal und dann als ich dass nächste mal im laden war gab ich mich dem drang hin die scheibe trotzdem zu kaufen und bereue es seitdem nicht gerade der oppener gefällt mir sehr gut und der rest auch manche lieder gefallen einem erst nach einer weile
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solide Scheibe, 1. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unsung Heroes (Audio CD)
Sehr typische Ensiferum-Scheibe. Die Passage mit der weiblichen Stimme ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber nach mehrmaligen anhören wirklich gelungen.

Sehr empfehlenswert!
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Quo vadis, Ensiferum?, 28. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unsung Heroes (Deluxe Edition) (Audio CD)
Das neue Ensiferum kleidet sich stilistisch in ein neues Gewand: Orchestrale Klänge und hohe Frauenchöre. Eigentlich keine schlechte Idee, hätte episch werden können, doch es scheint (hier) nicht recht zu funktionieren. Und das Wichtigeste: Es mangelt ganz eindeutig an den mitreißenden, kräftig hingeschmetterten Melodien, die Ensiferum ausmachen!
Zum Vergleich: Das Intro des Albums "Victory Songs" mündete mit einer sanften Melodie perfekt in den ersten Song "Blood is the Price of Gloy", in dem eben diese Melodie sofort wieder aufgegriffen wurde und mit aller Härte in die Ohren des Hörers geschmettert wurde - einfach episch, hart, melodisch. Und dann kam gleich noch ein Song von diesem Kaliber. Und dann noch einer. Dann ein lustiges Sauflied, eine gute Ballade und dann wieder zwei harte Songs. Abgeschlossen wurde das ganze mit dem "Victory Song", der sich etwas mehr Zeit nahm und einen perfekten Spannungsbogen aufbaute. Da wusste die Band offenbar genau, was ihre Musik so gut macht.
Und "Unsung Heroes"? Nach dem netten, orchestralen Intro legt der erste Song los, "In my Sword I Trust". Knackig, auch melodisch, doch irgendwie fehlt etwas, es will keine Stimmung aufkommen. Nach ein paar Minuten wird es beinahe langweilig. "Liegt das an mir?", frage ich mich schon. "Bin ich einer von diesen verbohrten "Früher war alles besser!"-Typen geworden?" Doch auf zwei Dritteln des Liedes legt die Gitarre auf einmal los. "Es geht ja also doch, extremst geile Stelle!" Aber nach nichtmal einer Minute ist sie auch schon wieder durch und das Lied kippt zurück in den mittelmäßigen Refrain. Und das war leider schon das zweitbeste Lied auf der Platte.
Viele Songs können sich nicht entscheiden, ob sie ruhig oder kräftig sein wollen und sind so nichts Ganzes und nichts Halbes. Die Balladen sind schmalzig bis zum Anschlag, die Chöre dudeln manchmal zu dominant, dem schnellen "Retribution shall be mine" fehlt doch irgendwie der Griff und das 17-minütige Finale wirkt fast improvisiert, ohne jeden roten Faden. Und das Bamboleo-Cover ist vielleicht ein netter Gag, mehr nicht. Bis auf das wirklich rundum gelungene "Burning Leaves" sind alle Songs höchstens passagenweise gut und kommen kaum über durchschnittliches Niveau hinaus. Daher drei Sterne von mir.

Nach drei hervorragenden und einem immer noch sehr guten Album ist das fünfte für mich leider der erste Fehltritt der Band.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mut, Witz, Genialität und viel Überraschendes, 24. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unsung Heroes (Deluxe Edition) (Audio CD)
Wer dieses Album mag, dem schlägt vielleicht tief unter seiner Kutte ein romantisches Herz mit etwas Sinn für Pathos und für Feste á la Asterix und Rügenwalder-Werbung, während er wohl ahnt, dass Metal-Growls ihn davor bewahren, Schuhe und Strümpfe auszuziehen und wild und frei zu tanzen. Mir gefällt das Album vollkommen. Es ist in vielen Zügen sogar genial (siehe Lieder 8, 11 und 10). Ensiferum haben ihre Bandbreite im Vergleich zu FROM AFAR stark ausgedehnt, sich mit ihrer Kreativität auch mal weit aus dem Fenster gelehnt und damit das vielseitigste Album ihrer Karriere hingelegt. Ich hätte mit sowas nicht gerechnet. Ich wollte ursprünglich nur fröhliches Metal-Gedudel. Es kam mehr zum Vorschein.

UNSUNG HEROES besteht zu vielen Teilen aus cleanem Gesang und Chören, ein Sopran kommt mal an, opernartige Refrains schallen durch die Boxen. Aber verraten tun sich die Finnen dabei nicht.

Beginnen tut alles noch ganz gewohnt.

1) Mit SYMBOLS gibt es den mittlerweile obligatorischen instrumentalen Opener, der auch den Film MERIDA hätte eröffnen können. Wer sowas mag, mag vielleicht auch die Musik von TWO STEPS FROM HELL - Trailer-Mucke.

2) Bei IN MY SWORD I TRUST sind Ensiferum in alter Form. Das Lied gibt es auch als Musik-Video, es knallt, hat mittleres Tempo und einen schönen Refrain, in dem der Band-Chor immer wieder den Liedtitel grölt. Für mich ist es das eingängigste Lied des Albums.

3) UNSUNG HEROES ist eine Hymne. Ensiferum so wie ich sie kenne. Erinnert an ihr erstes grandioses Album. Macht gute Laune.

4) BURNING LEAVES haben sie schon weit vorher auf ihren Konzerten gespielt. Auch noch Ensiferum-typisch. Man kann die Arme in die Höhe strecken und hin und her schwingen. Der Refrain wirkt leicht poppig. Wenn ich ihn höre, befürchte ich manchmal, dass die Truppe auf die Knie fallen könnte, die Fäuste ballt, Kopf und Arme zum Himmel reckt und mit schmerzverzerrtem Gesicht singt. Insgesammt dennoch treibend und ein Ohrwurm. Ob ich will oder nicht.

5) Dann der Bruch. CELESTIAL BLOND könnte einer irischen Folk-Band entstammen. Es ist schön, mein Herz sagt wunderschön. Von vorne bis hinten singt da eine Frau. Flöten, Streicher, Akkustikgitarren kommen zum Einsatz. Hoppla. Oha.

6) Als Kontrapunkt dröhnt RETRIBUTION SHALL BE MINE hervor. Ensiferum ist wieder Ensiferum. Und mein mittlerweile weiches Herz muss lange warten, bis zum Ende die schönen Chöre kommen.

7) Es geht nach einem Akkustikintro mit verzerrten Gitarren weiter, aber Star Queen besinnt sich auch auf CELESTAL BLOND. Nicht nur melodisch. Cleaner Gesang, wie man ihn von TYR kennt - diesmal ein Mann - und recht langsam. Nicht ihr größter Hit, macht sich aber nach mehrmaligem Hören ganz gut.

8) Wo wir bei TYR sind. Die singen doch auch gerne in ihrer Landessprache. POHJOLA ist in Alt-Finnisch und zum einen Ensiferum-typisch, zum anderen noch ein paar Schritte Richtung TURISAS(Chöre, Melodie-Breaks)- eine Verschmelzung, die dieses Lied erfrischend belebt. Doch was kommt da noch? Da spricht einer, wie ich es nur von RHAPSODY-Platten und dem Knaller von SKALMÖLD kenne. Darf er gerne. Nur singen sie jetzt mal wieder? Ja. Da. Ein Glück, dass Ensiferum sich nicht nur auf ihren alten, wohlverdienten Lorbeeren ausruhen. Gefällt mir sehr gut.

9) LAST BREATH klingt etwas, als hätte der Sänger nicht genug Breath, um mit pompöseren POHJOLA mitzuhalten. Der cleane Gesang, der das Stück beherrscht, wirkt etwas zerbrechlich. Das Lied erinnert an eine Musical-Solo-Nummer vor der großen tragischen Szene. Verzerrte Gitarren fehlanzeige, dafür wieder liebliche Flöten und Geigen. Für denjenigen, der das abkann, insgesamt doch eine gute, einprägsame Nummer.

10) Und nun kommt der kompositorische Höhepunkt. 17 Minuten lang. PASSION, PROOF, POWER beginnt mit Bauernhof-Atmo, dann eine Melodie: Sergio-Leone-Film-artig. Der Wikinger in der Prärie? Das Epos ist jedenfalls eröffnet und geht teils mit experimentellen Ansätzen wie in der 70ern weiter. Auch mit großen Chören, orchestralen Passagen. Und auch einigen tollen Melodie-Brüchen, lieblichen KLavieren, die einsetzen wie damals in NOVEMBER RAIN, powervollen, elektrisierenden Passagen. Insgesamt mit einer vielschichtigen Dramatik und spannenden Soli. Da ist auch 3/4tel Takt drin? Ich denke wegen des großen Aufwands, der Filmähnlichkeit mal wieder an RHAPSODY (Heroes of the Waterfalls Kingdom). Und an THERION. TURISAS haben solche Opern auch schon versucht. In einer Kritik von AVATAR las ich, man müsse sich auf den Film mitsamt seines ganzen Kitsches einlassen; erst dann gefiele er. So ist es für mich mit dieser Nummer, die ferner mit einem Kurzauftritt der APOKALYPTISCHEN REITER aufwartet. Die Jungs sind in Minute 12 des Stücks die Redner eines Hörspiel-Einwurfs, der wohl auf einem Marktplatz abends spielt.

11) Und jetzt da noch ein Knaller. Im Refrain ist BAMBOLEO eine Coverversion des Lieds BAMBOLEO. Im Original von den GIPSY KINGS. Hier ein kleines bisschen rasanter, härter. Böser. Und für mich noch ein Puzzleteil, das mich schließlich verneigen lässt vor dem Spaß der Gruppe und ihrem Mut.

Nach ihrem Erstling ENSIFERUM sehe ich UNSUNG HEROES als das beste Album der Truppe. Auch wenn es manche Fans womöglich verschreckt (siehe Lied 5). Toivonen und seine Mannen können sich meiner Treue umso mehr sicher sein.

Die Version mit der DVD ist sehr zu empfehlen. NOCH MEHR KEATIVITÄT, noch MEHR SPASS. Ich war im Frühjahr Dauergast auf YOUTUBE, als die STUDIO DIARIES erstmalig veröffentlicht wurden. Und was hatten sie da noch mal gecovert...

Zeitgleich ist noch ein Hammer-Album erschienen. BRUMLEBASSEN von TROLLFEST. Die sind noch einen Deut verrückter.
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend..., 31. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Unsung Heroes (Deluxe Edition) (Audio CD)
Die Richtung, die Ensiferum da einschlägt, enttäuscht mich als langjährigen Fan sehr, sehr sogar. Wie ein kleines Kind hab ich mich gefreut und dann sowas. Das Growlen kommt zu kurz, viel zu viel Chöre, die teilweise klingen wie aus der Kirche.
"Celestial Bonds" kommt nicht annähernd an "Tears" heran, überhaupt nicht mein Fall.
Außer "In my sword I trust" -ein gelungener Opener nach einem sehr gelungenem Intro- gibt es keinen wirklichen Kracher.
Lieder wie "Windrider, Into Battle, Iron, Deathbringer from the sky, Blood is the price of glory oder Stone Cold Metal" gehören wohl der Vergangenheit an.
Mir hat immer da Melodische gepaart mit harten Riffs und growligen Gesang gefallen, aber hier ist eindeutig zu viel Weichspüler in die Maschine gekommen. Zum Glück gibts noch die anderen Alben...
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftiger Fortschritt, 24. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unsung Heroes (Audio CD)
Beim ersten Durchhören fällt sofort auf, dass die Stücke nicht mehr so eingängig sind wie gewohnt. Die Band hat sich
hörbar weiterentwickelt und präsentiert gewöhnungsbedürftige Kost. Frühere Härte weicht komplexeren Kompositionen.

Mir persönlich gehen manche Stücke zu sehr ins Progressive, die deutsche(!) Spracheinlage bei "Passion, Proof, Power" hätte auch nicht sein müssen.
Heroischer Bombast ist nach wie vor vorhanden, zum Glück um einiges bedachter eingesetzt als beim Vorgänger "From Afar".

Ewiggestrige werden auch nach diesem Album nach einem Nachfolger von "Victory Songs" schreien. Leider kann ich sie
verstehen, denn auch für mich sind die ersten drei Alben nach wie vor ungeschlagen. Eine Chance muss man "Unsung Heroes"
als Ensiferum-Fan trotzdem geben, denn wie so oft erschließt sich einem die ganze Bandbreite des Albums erst nach mehrmaligem Durchlauf.
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tsching Bumm Tätäääää, 24. August 2012
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Rezension bezieht sich auf: Unsung Heroes (Deluxe Edition) (Audio CD)
Soso ein neues Ensiferum Album. Nach den hervorragenden ersten 3 Alben und dem guten From Afar geht es jetzt mit diesem überproduziertem Tsching-Bumm-Tätä" - Werk weiter. Für mich klingt dieses Album, als hätte man die Songs der Band einfach aufgeschnitten und in die Lücken jede Menge Geigen, Bläser und Sopranistinnen hinein gestopft. Wie eine Band und ein Orchester, die sich gegenseitig zurufen: Hey Alter, jetzt bist du wieder dran!" Bei den Kiddies und Hobbymetalern mag das gut ankommen, aber die alten Fans werden dadurch garantiert vergrault. Die Richtung gefällt mir überhaupt nicht. Wenn ich da an Kracher wie Iron" oder little Dreamer" denke, wird mir beim Hören von Unsung Hereos schlecht.

Die Songs im Überblick:

- Intro: Aja. Jeder hat eins, keiner braucht es. Auf fast jeder Metalscheibe findet sich mittlerweile mystisches Tralala um die Spielzeit des Albums zu verlängern um dann ein paar Euro mehr verlangen zu können. Es soll tolle Intros geben, wie das bei Sagas" von Equilibrium, aber dieses Geklimpere ist verschwendete Zeit.

+ In my Sword I trust: hart, heroisch, geile Melodie nur die Lyrics hat man schon 1000 Mal bei Manowar gehört.

+ Unsung Hereos: s.o. der Chor ergänzt hier im Hintergrund wirklich sehr gut.

+ Burning Leaves: klasse Melodie. So mag ich Ensiferum

- Celestial Bond I: Es geht los. Welcher Pfosten hatte die Idee, diesen ganzen Sopran-Schmarrn als Metal zu deklarieren. Rumgeheule, das um den Skip" Knopf bettelt.

+/- Retribution shall be mine: gefällt mir nicht. aber wenigstens kein Tsching-Bumm-Tätä

+ Celestial Bond II: sehr schöner Klargesang, ruhiges Lied wie man es kennt von Ensiferum

- Pohjola: Rumtata Buff Tsching Tätäääää und dieser unsägliche Sprechpart. Ganz schlimme Nummer. Wird bei mir auch überskipt.

+/- Last Breath: Soso; hier stirbt also jemand. Und er tut dies unheimlich langweilig und leidenschaftslos. Akkustik-Gitarre ist ganz nett aber dann geht's wieder los mit Rumms-Bumms-OOOOOOOhhh

+/- Passion Proof Power: Die Teile von und mit Ensiferum sind saustark. Dieses nachproduzierte Tätä und der deutsch gesprochene Part machen das ganze Album zum Schluss noch mal so richtig lächerlich.

Ich mag Ensiferum und ich glaube nicht, dass diese Orchesterparts von ihnen stammen sondern eher von einem geldgeilen Produzenten, der sich bestimmt auch für diesen bescheuerten letzten Witz" verantwortlich zeigt.
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