Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Cloud Drive Photos Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY

Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen80
4,1 von 5 Sternen
Format: MP3-Download|Ändern
Preis:7,92 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 1. Dezember 2012
Ein neues DCD Album ist eigentlich immer ein musikalisches Highlight. Für dieses hier, haben sich DCD besonders lange Zeit gelassen - es ist ja seit dem letzten Album ja auch eine ganze Menge passiert. Und genau so muß man das Album auch verstehen: Es ist in der Zwischenzeit eine ganze Menge passiert! Wer also ein früheres Werk als Vergleich heranzieht, wird vielleicht nicht gerade enttäuscht sein, aber einen großen Unterschied feststellen. Leider erreicht Anastasis nicht mehr die Eleganz und Ausstrahlungskraft vergangner Alben, obwohl man sich redlich Mühe gegeben hat. Das Zusammenspiel zwischen Perry und Gerard ist seit ihrer Trennung als Paar nicht mehr das Selbe - so jedenfalls mein subjektiver Eindruck. Als audiophiler Hörer finde ich die Produktion auch etwas zu fett und überproduziert. DCD wirken wie etwas zu dick und träge. Wenn ich an mir runter schaue, kommt mir das aber verdächtig bekannt vor :-)
0Kommentar|16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. August 2012
Vorab soviel: Anastasis ist ein gutes Album, alle die befürchteten, daß hier etwas völlig anderes oder gar schräges entstanden wäre, können beruhigt werden. Vierzehn Jahre sind seit dem letzten gemeinsamen Studioprojekt von Lisa Gerrard und Brendan Perry vergangen und alles klingt fast genauso wie früher. Fast, aber bei genauerem Hinhören tun sich schon diverse Unterschiede auf. Dazu später mehr, fest steht: wer DCD seit Beginn ihrer frühen Alben verfolgen durfte, wird auch bei diesem Album voll bedient und nicht enttäuscht werden. Die Kehrseite: so richtig viel Neues hat sich nicht getan, wer revolutionäre Entwicklungssprüngwe erwartet, muß warten, es wird an Bewährtem bezüglich Sound/Melodie/Songstruktur festgehalten.

Insgesamt wird auch bei diesem Album die bewährte Arbeitsteilung zwischen Gerrard und Perry beibehalten, jedem der beiden werden exakt vier Tracks für ihre Ausnahmmestimmen zugeteilt, lediglich bei einem (aber immerhin!) Track "Return of the She-King" kommt zuletzt Perrys Stimme hinzu und mündet sogar in einem Duett der beiden (hat Seltenheitswert). So unterscheiden sich auch die musikalischen Charaktere der jeweiligen Tracks der beiden: Gerrards Anteil bewährt v.a. in der orientalischen Harmonie verhaftet, während Perrys Songs weltlicher, mehr Songwriter-Attitüde haben und letztlich auch den textlichen Inhalt liefern. Perrys Songanteil erinnert stark an sein letztes Soloalbum "ARK", sozial- und kulturkritische Texte, hymnische Melodien, ausgefeiltes Songwriting (wobei mir "ARK" vom Ideenreichtum der verwendeten Melodien und Soundcollagen besser gefallen hat, Perry hat hier sein Herzblut der zurückliegenden 10 Jahre vergossen...).

Der Opener Track Nr.1 erscheint mir entgegen anderen Rezensenten als der schwächste vom gesamten Album: etwas zu gefällige Melodieführung, zu breiter und dichter (synthetischer), eher schon schmalziger Geigenteppich, gewöhnliche Drums und salvenartige Bläserattacken, fast schon wie ein James Bond-Soundtrack. Track 2 und 3 sind Gerrard zugeteilt, könnten so auch vor 20 Jahren erschienen sein, typischer orientalischer Einschlag, mein Favorit Track Nr. 2, ruhiger als Nr. 3, hypnotisch, so richtig zum träumen und dahinschweben...Nr.3 mit einem zappeligen, fast discoiden TripHop-Rhythmus, paßt an sich nicht so ganz zur bisherigen DCD-Rhythmussprache. Track Nr.4 ist ein typischer Perry-Song, ruhig, entspannt, perfekt durcharrangiert, so kennen wir ihn, zwischendurch seine originellen (aber immer passenden) Soundfitzeleien. Track Nr.5 ist wiederum Gerrard-Terrain, orientalischer Touch, insgesamt wie bei allen Beiträgen auf diesem Album erscheint ihre Stimme gegenüber den früheren Alben ruhiger, dunkler, die früher manchmal etwas schrill rüberkommenden Einsätze fehlen. Nr. 6 ist wiederum ein gefällig bewährter Perry-Song, nichts neues was die Melodiestruktur, die Soundarchitektur und den textlichen Inhalt betrifft. Track Nr. 7 ist dagegen wieder ein Highlight, entgegen den meisten anderen Beiträgen von Gerrard hier ein keltischer Einschlag, kompositorisch kein Geniestreich, aber die Stimme machts halt...am Ende taucht dann plötzlich Perrys Stimme auf und das Ganze mündet in einem Duett, hat schon was. Der "Rausschmeisser", also Track Nr. 8, ist extrem ruhig gehalten und wird fast ausschließlich von Perrys-Stimme getragen, gefällige (synthetische...)Soundcollagen unterstützen die geniale Stimme, ideal zum Davonschweben, bitte verlassen Sie bald das Lokal....

Wo sind die Unterschiede zu den früheren Alben? Eins ist schon komisch: viele Gruppen in diesem Bereich benutzen die Elektronik ersteinmal aus Kostengründen, weil sie sich teure Mitmusiker mit akustischen Instrumenten nicht leisten konnten. Ging auch DCD so, nach den ersten paar Alben waren sie dann froh, viele Soundanteile durch realistische Klänge ersetzen zu können (Höhepunkt das Album von 1987: Within the realm of a dying sun). Nach der Trennung von Perry/Gerrard entwickelte sich Perry scheinbar etwas zum Eigenbrötler und entwickelte/spielte ein/produzierte/mischte ab seine Soloprojekte alle im Alleingang. So erscheint mir auch dieses Album: extensiver Gebrauch von Samples/Programming/synthetischen Presets und Drummings (O-Ton Perry: industrielle Soundlandschaften) und bewußtes Minimieren von authentischen Original-Akustiksounds. Warum nur diese Entwicklung? Auf dem Booklet finden sich keine hilfreichen Angaben diesbezüglich bzw. zum Equipment, nur soviel daß auch dieses Album musikalisch (und wohl auch konzeptionell) so wie das letzte Solo-Album in Perrys Hexenküche (sprich: Heimstudio in Irland) entstanden ist. Gerrards Vokalzugaben wirken ein bißchen wie eingeflogene Add-Ons als Zutat. Nur eine Vermutung....
Ein weiterer Unterschied zu den früheren Werken ist der etwas reduziertere Anteil der perkussiven Elemente. Gerade die (früher meistens originalen) Percussions zeichneten in ihrer hypnotischen Dominanz neben den beiden Ausnahme-Stimmen ein wesentliches Erkennungsmerkmal von DCD aus.

Zusammengefaßt wieder ein tolles Album von DCD, aber nach der langen Zeit leider auch kein wirklicher Geniestreich. Etwas mehr Ideenreichtum an Sounds und Melodie hätte dem Re-Union-Projekt durchaus gut zu Gesichte gestanden. Aber ich will nicht meckern, wie oft werden SOLCHE Alben heutzutage veröffentlicht???? Von mir insgesamt die Note 4,5, also aufgerundet 5 Sterne! (Aber im inoffiziellen DCD-Ranking 3 Sterne ;-).....) macht was draus!

Nachtrag Juni 2013: es wurden mittlerweile mannigfache Rezensionen zur aktuellen Platte veröffentlicht, mittlerweile auch viele sehr negative, welche v.a. die Soundqualität bemängeln. Nun, ich habe bereits in diversen Kommentaren auf diese Rezis geantwortet, mittlerweile nerven sie einfach nur noch! Ein paar handverlesene HighEnd-Fuzzies bewerten ein gutes Album mit Höhen und Tiefen in die Tonne mit zum Teil nur einen Stern weil sie mit ihrem HighEnd-Tech-Equipment irgendwo ein paar Clips gefunden haben und dann von einem Loudness War faseln. Leute, nochmal zum mitschreiben: wir bewerten hier v.a. die Musik, die kompositorische Leistung und somit den künstlerischen Output! Alle anderen die mit ihren Meßinstrumenten vor ihrer Highend-Anlage sitzen und beckmesserisch penibel jeden Clip monieren und sofort mit maximalem Punktabzug strafen sind hier fehl am Platz! Diese sog. Rezensenten würden wohl einem einfachen Funktionsgenerator an ihre Anlage gedrahtet volle Punktzahl zugestehen.....
11 Kommentar|47 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 10. August 2012
Es ist komisch. Irgendwie fehlt mir der zeitliche Bezug, Es kommt mir nicht vor, als wenn 16 Jahre vergangen sind seit der letzten Veröffentlichung von DCD. Es auf die Zeitlosigkeit dieser Musik zu schieben, ist vielleicht zu einfach. DCD waren einfach immer da, haben mich von der Pubertät bis ins jetzt mittlere Erwachsenalter begleitet. Wie ein guter alter Bekannter, zu dem man sich immer wieder zurückziehen kann, der aber nie uninteressant wurde und der vor allen Dingen immer und immer neu zu entdecken war.

DCD sind also wieder da und 'Anastasia' klingt mit seiner Mischung aus Weltmusik, Ambiente und mittelalterlicher Musik - natürlich mit einem leicht gothischen Einschlag ;-) - auf Anhieb wieder vertraut. Gleich im Opener CHILDREN OF THE SUN singt Perry 'We are ancient', während im Hintergrund die Streicher nach und nach anschwellen. Bass und Schlagzeug kommen langsam dazu, im Mittelteil einer wunderschöne Trompete bevor in einer fernöstliche Sektion geht. Wie gesagt, man fühlt sich sofort wieder vertraut. Auch der zweite Song, ANABASIS, vorgetragen von Gerrard ist unverkennbar DCD. Gerrards Soloalben waren spannend, Gerrard's und Perry's musikalischen Visionen sind mehr als die berühmte Summe der Einzelteile. Gesanglich wechseln sich beide ab, nur einmal in RETURN OF THE KING kreuzen sich ihre Stimmen. Auf unvergleichliche Art und Weise. Perry klingt unglaublich soulig, er hält jede Note mit präziser Genauigkeit. Gerrard's Stimme umwebt in regelrecht, nicht greifbar wie ein Schleier. Einer der Höhepunkte des Albums. Auch die fernöstlichen Ausflüge sind wie gehabt, AGAPE und AMNESIA sind schöne Beispiele. Sie wirken nie wie eine verwelkte Remiszenz an vergangene Tage sondern schaffen wunderschöne Soundlandschaften. Alles ist wie gehabt, was positiv gemeint ist. Weitere Highlights und Anspieltipps: Das tanzbare, wenn auch langsame OPIUM und der schmachtende letzte Song des Albums ALL IN GOOD TIME.

Auch wenn DCD schon immer ihre eigene Referenz waren und sie sich wenig an andere Musikrichtungen orientiert haben, hat sich doch ein wenig etwas geändert. Die teils hypnotischen Rhythmen werden etwas heruntergedrosselt. Die Percussions haben zum Teil nicht mehr einen zentralen treibenden Part, sondern sind eher unterstützend und bleiben teilweise im Hintergrund. Außerdem hat sich, ganz subjektiv zumindest in meinen Ohren, ein wenig etwas an der Stimmung geändert. Das Klaustrophobische ist weniger geworden. Das kann aber auch am Hörer liegen, nicht an der Musik ;-).

Alles in allem, neues gibt es nicht, vertrautes viel. DCD sind zurück und sie sind noch dieselben, unangetastet von der langen Zeit, ihrem Alter, oder Innovationen der letzten zwei Jahrzehnte. Ob das nur eine Randnote im musikalischen Umfeld von heute oder einfach nur großartig ist, hängt sehr davon ab, wie der geneigte Hörer damals und in der Zwischenzeit zum DCD Oevre stand.
0Kommentar|36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Januar 2013
Ich habe alle Alben von DCD, Lisa Gerrard und Brendan Perry. Daher nehme ich einmal für mich in Anspruch, mich etwas mit der Materie auszukennen. Nachdem ich alles Rezensionen gelesen habe möchte ich noch meine audiophilen Neigungen beichten, ohne mit meinen Komponenten namentlich zu prahlen. Es ist schon onteressant, wo eine Diskussion über eine neue DCD CD so hinführen kann. Aber durch die vergangenen oft gut produzierten Alben scheint DCD bei den Audiophilen wohl ganz beliebt zu sein. Auch in meinem Lieblings-HiFi Studio darf man getrost DCD als Referenz zum Testen mitbringen.

Aufnahmetechnisch gebe ich zu, dass Anastasis nicht die Klangqualität mancher Vorgänger hat. Ich findes es schade, dass die echten Musiker kaum noch da sind. Aber dieser Trend hatte sich ja schon bei der Bei Into the Labyrinth angedeutet hatte. Auch die Percussions waren früher präsenter. An die vielen Lieder mit "normalem" Schlagzeug auf einer CD musste ich mich erst gewöhnen. Und der etwas "weichgespühlte" Sound lässt jetzt gerade diese CD nicht gerade einen Favoriten für ein im Stereodreieck sitzen und genießen sein bei mir.

Und trotzdem gebe ich 5 Sterne! Warum.

Die Auferstehung dieser Ausnahmeband nach so langer Zeit hat mich wieder in alten Zeiten schwelgen lassen. Die Songs haben trotz oben genannter schwächen imer noch so viel Potential in sich, dass Sie verglichen, mit vielem anderen, was musikalisch auf den Markt geworfen wird, immer noch deutlich herausragen.
Die negativen Rezensienten hier vergleichen Gold mit Platin und jammern deswegen auf hohem Niveau (die audiophilen Exhibitionisten mögen noch andere Probleme haben). Aber hier sollten wir doch das Bezugssystem berücksichtigen und das Gold würdigen gegenüber dem anderen Schrott den es noch so gibt.

Danke Lisa und Brendan für dieses neue Album und mit etwas Glück folgt ja noch mehr und Brendan nimmt sich der Kritik an, die er für seine Arbeit trotz allem bekommen hat.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. August 2012
Anastasis klingt nach Dead can Dance, was v.a. der Stimme Brendan Perrys geschuldet ist, man hört jedoch mehr Synthesizer, eine mittelmäßige Produktion mit einem wenig definierten Sound, mehr Instrumentalpassagen, die Stücke klingen kaum je zwingend, austauschbarer.

Am befremdlichsten: Die sonst alles beherrschende Stimme von Lisa Gerrard ist eigenartig wenig zu hören, weniger als Brendan Perry. Dessen Stimme profitiert zwar von ihrem ungewohnten Freiraum, doch nur in wenigen Stücken (v.a. "The return of the She- king") blitzt die soghafte Wirkung von Klassikern wie "Song of the Sibyl" für einige Momente auf. Man möchte fast mutmaßen, dass die Parts der Sängerin ohne persönliche Anwesenheit mit modernen elektronischen Produktionsmethoden "eingeflogen" wurde, dass die Platte nicht wirklich von beiden gewollt war, nur auf Druck der Plattenfirma oder des Sängers entstand. Das ist ein echtes Problem, da "Dead can Dance" ohne Lisa Gerrard ihre Seele verloren hat. Ihr beschwörender Gesang, ihre Mantren des Geheimnisvollen in einer für uns nicht verstehbaren Sprache konnten in ihren besten Momenten einen tiefen Sog, eine dunkel glühende Magie entfalten, der man sich nicht entziehen konnte, nicht wollte. Unvergesslich: "Sanvean", "Song of the Sibyl", auch "Fortune presents Gifts not according to the book" vom uneinholbaren Meisterwerk "Aion".

Was Lisa G. auch auf ihren Soloplatten mit diversen Begleitmusikern immer wieder schaffte: berückende Melodien durch ihre Stimme mit Tiefe und Bedeutung aufzuladen (wie mit Klaus Schulze: "And now we are free" oder "Sacrifice" mit Pieter Bourke) - und zu Momenten purer, einsamer Schönheit zu verschmelzen, das gelingt hier nur noch ein Andeutung, wie ein entferntes Echo vergangener Perfektion.

Auf Anastasis glaubt man nur noch Versatzstücke zu hören, Versuche, sich auf Altbewährtes und im Schlaf Beherrschtes zurückzubesinnen. Irgendwie gute Musik, irgendwie interessant, aber wer will so etwas von Dead Can Dance hören?

Schwer vorstellbar, dass Dead Can Dance noch einmal die kreative Spannung finden, ein weiteres Meisterwerk zu schaffen. Schwer aber auch, sich sagen zu müssen, dass der Diamant erloschen ist....
55 Kommentare|38 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Februar 2013
Musikalisch hätte die CD Einiges zu bieten. Jedoch fällt es schwer, unter dem Klang-Desaster zur musikalischen Qualität vorzudringen. Leider wurde die Produktion ein Opfer des sogenannten "Loudness War".
Im kontraproduktiven Wahn, alles auf maximale Lautheit (vereinfacht ausgedrückt, auf eine gleichbleibend hohe Lautstärke) zu trimmen, wurde den Stücken das wichtige musikalische Element Dynamik genommen.
Um dieses eigentlich unnatürliche Ziel zu erreichen, wurde die Produktion durch übermäßige Kompression der Audiopegel (nicht zu verwechseln mit Datenkompression bei MP3) vollkommen an die Wand gefahren
und klingt dadurch monoton, langweilig und gleichzeitig aber auch nervenaufreibend.
Hier jedenfalls wurde die Chance auf einen herausragenden CD vertan. Die wundervolle Musik wurde durch die Produktion zerstört.
Ich beneide jeden, der damit leben kann. Mir aber bleibt der Genuss der CD verwehrt, sie ist für mich nicht anhörbar.
Fehlende Dynamik und ständige Verzerrungen machen die Scheibe zur Qual, ich habe die CD zurückgesendet.
Hoffentlich werden der Musikindustrie irgendwann die Augen geöffnet und es wird wieder vernünftig produziert..., sonst bleiben irgendwann die Kunden fern die Geld für Musik bezahlen.
Kein Wunder das die Schallplatte eine Renaissance erfährt weil es dort technisch bedingt nicht möglich ist alles auf Loudness zu trimmen wie bei der CD. Übrigens die CD hat einen DR Wert von 4-6 die Schallplatte einen Wert von 10-12. BITTE BEENDET DEN LOUDNESS WAR!!!
1515 Kommentare|30 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Oktober 2012
Dead can Dance machen Reuniontour! Da konnte mein oldschool Herz nicht nein sagen und habe natürlich umgehend Konzerttickets gesichert und selbige besucht. Hat sich in doppelter Hinsicht gelohnt: Das Geld war in den Karten besser angelegt als in den limitierten Box Set, zudem habe ich das Album halt um die horrenden Versandkosten zu sparen mir beim Merchandise gekauft.

Viel hat sich nicht geändert, beide teilen sich brüderlich und schwesterlich die Songs auf demAlbum auf .. halt doch ... 4AD ist nicht mehr sondern PIAS. Gerade für diejenigen die originale 4AD Releases (keine vermurksremasterte Version!) haben könnte eins ein Knackpunkt werden: Der Sound. Klar alles klingt irgendwie vertraut aber man merkt deutl. einen höheren "künstlichen" Anteil an. Sicherlich ist DCD 75% von Brendan Perry produktionstechnisch aber stellenweise doch etwas zu "perryesque" quasi Ark 2.0 ...

Der Opener ist kompositorisch und melodisch sicher keine neue Erfindung des Rades aber eingängig und die eröffnenden Chorale - gerade bei den Livekonzert - haben guten Effekt (wie bei FOTN ihr "Shroud")

Anabasis, Agape, Amnesia, Kiko, alles irgendwie schöne Songs aber bleiben selbst nach mehrmaligen Anhören irgendwie nicht in der Erinnerung hängen.

Opium: wirklich eine schöne Nummer, und besonders hier bleibt die Mitarbeit von David Kuckhermann an seinen "UFOs" und der Framedrum (Ud) im Ohr hängen. Diese Nummer dürfte für alle DJs die auf dunkelromantischen Tänzen auflegen eine wahre Freude bereiten auch dank des angenehm tanzbaren Rhythmus.

Return Of The She - King: Auf den Konzerten besonders bejubelt, und kristallisiert sich auf der CD eindeutig als Highlight raus. Auch wenn Klassiker wie The Host of Seraphim ganz klar noch ein paar Stockwerke höher sind ... kommt dieses Stück schon ganz gut an glorreiche 4AD Zeiten ran. Lisas Stimme wie diese sich langsam wie ein Nebelschleier umd die Instrumentalarbeit legt und zu Schluss in Brendans Gesang mäandert ... Gänsehaut!
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Februar 2015
Dieses Album fügt sich, wenn auch reichlich spät, nahtlos in das Œuvre dieser großartigen Band ein. Die Synthesizerlastigkeit, die Manche bemängeln hält sich völlig in Grenzen und sticht keineswegs unangemessen heraus. Ich hatte außerdem das Privileg ein Konzert der dazugehörigen Tour zu sehen und die vielen aussergewöhnlichen Instrumente die Brendan Perry und Lisa Gerrard dabei live und meisterhaft bearbeiteten war derart präsent und vordergründig, dass die Synthesizeraktionen allenfalls im Hintergrund rangierten.
Ein sehr hermetisches und sonores Album, das wiederum annähernd durchegehend, zwischen Stücken in Lisa Gerrards engelshafter Kunstsprache und Brendan Perrys hochanspruchsvollen Texten und behauptender, fast anklagender Stimmlage!
Bereits der Opener "Children of the Sun" stimmt in über 7 min. auf die folgenden Preciosen ein.
Für mich durchweg ein würdiger Nachfolger der vorangegangenen Werke, zumal in Erinnerung an die gewaltige Liveperformance!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Wer Dead Can Dance noch nie gehört hat, ist zu beneiden: er hat noch die ganze Entdeckungsreise vor sich und jede Menge grossartige Musik wartet auf ihn. Sollte es so jemanden geben, so ist "Anastasis" ein sehr guter Einstieg in die Welt von Lisa und Brendan. Wer hingegen die Entwicklung des Duos vom Anfang an verfolgte und DCD noch als Post-Joy-Division-Band erlebte, welche schließlich mit "Within the Realm of a Dying Sun" ihren absoluten Höhepunkt erreichte, kann sich "Anastasis" getrost sparen. Es ist natürlich keine schlechte Musik, die hier ertönt: audiophiler geht es kaum, die Stimmen der Beiden klingen reifer und reicher als je zuvor, die Arrangements kunstvoller, die Samples und Sounds unübertroffen… aber es klingt alles vorhersehbar, alles irgendwie schon zig mal da gewesen, die Dramaturgie bringt keine Wendungen, das Album haben die beiden nach dem vor einem Vierteljahrhundert erarbeiteten Schema F eingespielt.

Perrys Texte oszillieren dabei irgendwo zwischen Esoterikmesse und diffuser politischer Metaphorik, die irgendwie etwas kritisieren will, sich aber nicht wirklich zu entscheiden wagt, was denn genau. Das war schon auf Brendans letztem Soloalbum so. Ohnehin lassen sich die Lyrics und Credits - jedenfalls für die Generation, die mit der Musik der Band aufwuchs - in dem CD-Booklet nur mit Hilfe einer starken Lupe lesen: kaum vorhandener Farbkontrast, relativ grobes Druckraster und dazu eine ansprechende, leider in diesem Zusammenhang viel zu filigrane Versalien-Schriftart - das alles sind keine guten Voraussetzungen für die Lesefreundlichkeit.

Alles in allem: kann, muss aber nicht. Schade.
11 Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Januar 2013
Leider kann ich in den ellenlangen Rezensionen keinen Kommentar zur Klangqualität finden.
Die Musik strotzt vor Verzerrungen. Ich würde gerne den doppelten Preis bezahlen, wenn das Klangliche Desaster nicht wäre. Ich frage mich, warum sich die Interpreten so was gefallen lassen?
Von der Musik her, wäre es wirklich eine tolle Cd.
1313 Kommentare|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,49 €