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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnlicher Film!
Leo und Elvis arbeiten bei "No Shit Cleaning Services". Wenn jemand verstorben ist, reinigen sie den Tatort von den menschlichen Überresten. Ihr neuer Auftrag gestaltet sich allerdings als noch sonderbarer als ohnehin schon: In einem Haus, tief in den Wäldern Norwegens finden sie eine verborgene Tür, die sie in die Kellergewölbe unter dem Haus...
Veröffentlicht am 22. November 2012 von Pierre sur Mer

versus
25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Down in the Basement
(Kinoversion)

Ob, Dänen, Schweden, Finnen oder Norweger, die Bewohner Nordeuropas sind dafür bekannt, teilweise sehr schräge Filme zu produzieren. „In China essen sie Hunde (Dänemark), „Im Weltraum gibt es keine Gefühle (Schweden), „Le Havre (Finnland) oder eben „Thale“ aus Norwegen sind dafür nur...
Veröffentlicht am 23. September 2012 von MissVega


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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Down in the Basement, 23. September 2012
(Kinoversion)

Ob, Dänen, Schweden, Finnen oder Norweger, die Bewohner Nordeuropas sind dafür bekannt, teilweise sehr schräge Filme zu produzieren. „In China essen sie Hunde (Dänemark), „Im Weltraum gibt es keine Gefühle (Schweden), „Le Havre (Finnland) oder eben „Thale“ aus Norwegen sind dafür nur einige Beispiele. Regisseur Aleksander Nordaas hat sich denn auch eine wirklich seltsame Geschichte ausgedacht, die er in nur 76 Minuten erzählt. Bedient hat Nordaas sich bei der skandinavischen Mythologie, geht es in seinem Film doch um Huldras. Huldras sollen das weibliche Äquivalent zu Trollen sein, werden in der Mythologie aber als wunderschöne Frauen mit langen blonden Haaren beschrieben, die man allerdings auch an ihrem typischen Kuhschwanz erkennt. Sie gelten als Beschützerinnen des Waldes, aber auch als Verführerinnen von Männern. Und genau um so eine Huldra geht es in Nordaas’ modernem Märchen.

Weniger märchenhaft ist der Job, den Leo (Jon Sigve Skard, „“Hidden“) und Elvis (Erlend Nervold, „Sirkel“) ausüben. Leo gehört die Reinigungsfirma „No Shit Cleaning Services“, die sich auf Tatortreinigungen spezialisiert hat. Da sein Partner vorübergehend ausgefallen ist, springt Freund Elvis kurzfristig ein. Dessen instabiler Magen ist für diesen blutigen Job allerdings kaum geeignet. Als sie zu einer Hütte im Wald fahren sollen, wo ein alter Mann verstorben ist, machen sie eine unglaubliche Entdeckung. In einem verwinkelten Kellersystem entdecken sie eine junge Frau, die dort unten offensichtlich gelebt hat. Da sie nicht spricht, sind die Beiden zunächst ratlos, was es mit ihr auf sich hat. Dann aber finden sie alte Tonbandaufzeichnungen des Hauseigentümers, die nach und nach erklären, wer und was „Thale“ (Silje Reinåmo), so heißt die junge Frau, ist. Doch was sie zu hören bekommen, ist so unglaublich, dass es nachhaltiger Beweise bedarf, um Leo und Elvis vom Gehörten zu überzeugen…

Viel gibt die Geschichte nicht her, dafür ist sie ja auch schon nach nur 76 Minuten auserzählt. Trotz allem nimmt sich Nordaas sehr viel Zeit für seine Charaktere, besonders für die stumme Thale, deren zwiespältiges Martyrium sich erst nach und nach offenbart. Manchmal sogar etwas zuviel Zeit, da es im Film viele Passagen gibt, in denen kaum etwas passiert und Nordaas die Kamera fast zeitlupenartig über die Szenerien gleiten lässt. Denkt man anfangs noch, man befinde sich in einem witzigen Buddy-Movie, was durch Leos unglaubliche Gemütsruhe und Elvis’ nervöses Gehampel impliziert wird, findet man sich schon bald in einem wilden Genremix aus Fantasy, Thriller und Drama wieder, der aber leider nie so ganz aus der Hüfte kommt. Mehr Tempo und vor allem mehr Sarkasmus oder humorige Lakonie hätten dem Film definitiv gut getan.

So bleibt einem nach ein paar anfänglichen Gags nichts weiter übrig, als der sehr langsam und wortkarg voranschreitenden Geschichte zu folgen und darauf zu warten, dass etwas Spannendes passiert. Dem ist leider nicht so, dennoch ist „Thale“ ein recht interessanter und ungewöhnlicher Genrebeitrag, eben weil er sich nicht wirklich einem Genre zuordnen lässt und sich konventionellen Erzählstrukturen konsequent verweigert. So verfolgt man das Geschehen zwar nur mit mildem Interesse, kann aber nicht abstreiten, dass „Thale“ irgendwie trotzdem ganz gut funktioniert. Man möchte wissen, wie die junge Frau in den Keller gekommen ist, ob sie wirklich eine Huldra ist und ob Elvis und Leo ihr irgendwie helfen können, bevor die Polizei eintrifft.

„Thale“ verfügt über teilweise beklemmende Settings, da ein großer Teil des Films in den niedrigen, verwinkelten Kellerräumen einer Hütte mitten im Wald spielt. Thales Reich ist so klinisch-kühl wie mädchenhaft-romantisch, zwischen Dutzenden Dosen jahrzehntelang abgelaufener Lebensmittel und medizinischen Gerätschaften finden sich kleine Oasen weiblicher Gemütlichkeit. Wenn Leo und Elvis allerdings anfangen, menschliche Überreste vom Boden zu wischen, ist es vorbei mit der Gemütlichkeit, was nicht zwingend nur Elvis den Magen umdreht.

Die Darsteller spielen mit typisch norwegischer Gelassenheit und einer gehörigen Portion Pragmatismus, die nur ab und an von Elvis’ Gekotze oder seiner generellen Hektik unterbrochen wird. Schwierig zu spielen sind die Rollen nicht, insofern sind die Darstellerleistungen auch nicht allzu hoch einzustufen. Silje Reinåmo muss sich fast ausschließlich auf ihre mimischen Fähigkeiten verlassen, was ihr ganz gut gelingt, aber auch nicht wirklich herausragend ist.

Alles in allem ist „Thale“ ein ungewöhnlicher und skurriler Fantasy-Thriller, der allerdings über weite Strecken nur mit angezogener Handbremse fährt. Die Geschichte wird fast schleppend erzählt, entfaltet dabei aber ab und an ihren ganz eigenen Humor. Für ganze 76 Minuten reicht das aber leider nicht, man hätte sich hier deutlich mehr schrägen Humor und unerwartete Wendungen gewünscht. Man kann also ruhig mal einen Blick auf „Thale“ werfen, sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, mit seinen Sehgewohnheiten brechen zu müssen und nicht allzu viel erwarten. Wer es abseitig mag und mit dem langsamen Tempo des Films zurecht kommt, wird „Thale“ sicherlich etwas abgewinnen können. Insofern knappe drei von fünf Huldras, die mancher schon in nordischen Wäldern gesehen zu haben glaubt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnlicher Film!, 22. November 2012
Von 
Pierre sur Mer (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Leo und Elvis arbeiten bei "No Shit Cleaning Services". Wenn jemand verstorben ist, reinigen sie den Tatort von den menschlichen Überresten. Ihr neuer Auftrag gestaltet sich allerdings als noch sonderbarer als ohnehin schon: In einem Haus, tief in den Wäldern Norwegens finden sie eine verborgene Tür, die sie in die Kellergewölbe unter dem Haus führt.......Plötzlich taucht eine nackte Frau aus der Badewanne in dem Bunker auf. Sie nimmt Elvis in den Schwitzkasten, Leo kann sie aber überzeugen, ihn wieder frei zu lassen. Die junge Frau redet kein Wort mit den beiden Männern. Leo und Elvis wissen sich nicht zu helfen und warten deshalb auf Hilfe. Doch es gibt bereits Andere, die nach der stummen Frau namens Thale suchen und sie unbedingt haben wollen........

Thale beginnt als eine Art Buddy-Movie über zwei Kumpels, die eben Tatorte bzw. Gebäude reinigen. Immer mysteriöser und spannender wird die Geschichte nach dem Auffinden der süßen, aber verstörten Thale. Der Film wird zum waschechten Mystery-Drama mit einer ordentlichen Portion Humor und auch Blut (letzteres aber nur punktuell). Über den eigentlichen Hintergrund der Huldra-Mythologie in Norwegen verliert der Filme fast kein Wort. Es wird hier nichts erklärt oder aufgedeckt.Die Wesen bleiben stets mysteriös. Im Mittelpunkt steht die Beziehung der zwei Männer zu Thale. Doch auch auf Gewalt wird hier nicht verzichtet, denn wenn die Huldras sich das zurückholen, was ihnen gehört, dann sind die dabei alles andere als zimperlich.

Fazit: ein guter und besonderer Film, der ruhig aber keineswegs langweilig ist. Mir hats richtig gut gefallen und deshalb auch volle Punktzahl.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen interessante Idee, aber extrem billige Umsetzung, 21. Januar 2013
Von 
J-H Lueddecke (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Idee ist sehr interessant, wobei die Lösung im Film nur angedeutet wird. Die beiden "Saubermänner" sind auch ganz
gut gespielt. Der Set besteht zu ca. 50% aus einem vergammeltem Kellerlabor, der Rest aus einer Hütte am See.

Der "Grusel" besteht hauptsächlich darin, dass man nichts sieht.

Irgendwie habe ich mir viel mehr von dem Film versprochen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fremdes Wesen, 20. Juli 2013
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Thale - ein dunkles Geheimnis (DVD)
Eine Hütte tief im Wald und eine Gewalttat stehen am Beginn der Geschichte. Die wwei Tatortreiniger Leo und Elvis verrichten stumm ihre Arbeit und stoßen dabei auf Merkwürdigkeiten. Seltsame Gerätschaften und nicht nachvollziehbare Tonbandaufnahmen des hier verstorbenen Wissenschaftlers geben Rätsel auf. Dann findet Elvis auch noch eine verborgene Tür.

Die Geschichte wird spannend erzählt. Dialoge und schlüssige Handlungen feilen kaum an den Profilen der Protagonisten. Sie bleiben oberflächlich und austauschbar. Überraschende Wendungen sorgen für Aufmerksamkeit. Das gut ausgestattete Szenenbild bietet reichlich was für das aufmerksame Auge und generiert Atmosphäre. Regie und Schauspieler ist ein echter Hingucker gelungen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 18. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sooo jetzt endlich mal auf Deutsch gesehen und ich bin begeistert nach der zweiten Sichtung wie auch nach der ersten. In Norwegisch war das dann doch etwas schwieriger , dem Zusammenhang zu folgen um auch den Plot-Zwist gegen Ende zu verstehen. Der Film beginnt recht ruhig aber wird nicht eine Sekunde langweilig. Sehr sympatisch unsere beiden Reiniger, die Ihre Sache richtig gut machen. ( Hat es eigentlich einen Grund das in Skandinavischen Filmen ständig irgendwas gegessen wird und wie auch in Pusher und in China essen sie Hunde ständig jemand den Mund voll hat). Das Setting ist mal wieder eines der großen Highlights des Filmes. Mit geringen Budget gedreht kommt doch eine ziemliche Schaueratmo rüber als die beiden Freunde dieses Haus betreten. Die erste halbe Stunde kann man fast von einem Kammerspiel sprechen was mal richtig spannend inszeniert ist. Als dann recht schnell unsere wirklich Süße Thale ins Bild kommt (Absolut tolle Frau) geht die Sache richtig los. Thale ist kein Splater oder Gore-Film sondern ein wirklich gut gedrehtes und durchdachtes Drama mit einem geilen Ende. es wird hier sicherlich der eine oder andere Tropfen Blut vergossen aber darum geht es hier eigentlich nur am Rande. Wie im diesem Fred schon an ein paar Bildern gezeigt sollte man bei diesem film genau hinsehen denn an einer Stelle läuft es einem Kalt den Rücken herunter auch wenn diese Stelle sehr sehr kurz ist. Erwähnen möchte ich hier nochnal die wirklich tolle Musik aus Cello und Fiedel also unbedingt den Abspann weiter schauen.

Thale ist Klasse und spannend und wird nicht eine Sekunde langweilig. Tolle Sympatische Schauspieler in einer sehr schönen Location gepaart mit guten Effekten und einem tollen Ende. Hut ab vor den Skandinavischen Filmen. Bin schon wieder nicht enttäuscht worden und gebe sogar volle Points
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Thale - Ein dunkles Geheimnis", 20. November 2012
"Thale - Ein dunkles Geheimnis" ist ein kleiner, mysteriöser Fantasy-Thriller aus Norwegen. Die Geschichte gibt so wie sie hier dargestellt wird nicht allzu viel her, dennoch weiß der Streifen durchaus zu gefallen. Wenn man sich auf die langsame aber dennoch interessante Erzählung eingelassen hat wird man ganz schnell in den Bann gezogen und man folgt dem geheimnisvollen und obskuren Geschehen recht angeregt. Die beiden gut agierenden Hauptdarsteller bringen in ihren Rollen einen trockenen Humor mit ein und die Macher beweisen auch bei der immer wieder mal zum Horror hin eingeschlagenen Richtung ein sehr gutes Gespür. Zudem werden einem tolle und recht ansehnliche Bilder präsentiert.

Auch wenn hier noch Potential nach oben gewesen wäre und vielleicht nicht jeder was mit der ruhigen und überraschungsarmen Erzählweise anfangen kann, ist "Thale" ein spannender, geheimnisvoller, teilweise humorvoller, gut bebilderter und ungewöhnlicher Genre-Mix.

7 von 10
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tolle Idee in lahmer Umsetzung, 2. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Thale - ein dunkles Geheimnis (DVD)
Auf Thale hatte ich mich wirklich gefreut. Endlich mal ein Wesen, das wir nicht in jedem zweiten Film schon einmal gesehen haben. Obwohl ich mich für Sagen und Legenden interessiere, war mir dieses vollkommen neu. Sehr schön. Story und Trailer waren vielversprechend. Aber das Endergebnis ist ernüchternd. Tahle ist leider unheimlich zäh, sehr vorhersehbar und mit den Figuren konnte ich nicht wirklich mitfiebern, da sie mir einfach nicht sympathisch waren. Zwischen den Dialogen gibt es manchmal lange Pausen, die Schauspieler überzeugen nicht wirklich und viel passiert nun einmal nicht. Thale wird sicherlich seinen eigenen Fankreis finden, aber ich gehöre nicht dazu. Eine gute Story hat der Film ja, aber kaum Spannungsmomente, Twists oder etwas in der Art. Das Ende ist dann auch lange vorhersehbar und dementsprechend kitschig. Schade, denn hier hätte man einiges drauß machen können. Ich empfehle deswegen lieber Troll Hunter zu gucken, der neben tollen Effekten und vielen Spannungsmomenten dem abgenutzten Found footage Stil noch einmal neues Leben einhaucht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber sehr gewöhnungsbedürftig, 22. November 2012
Während great Hollywood seit Jahren nach neuen Ideen für Drehbücher sucht (und nicht fündig wird), beglücken uns unsere Euro-Nachbarstaaten immer wieder auf's Neue mit herrlich schrägen und einfallsreichen Filmen. Meistens kommen dabei geniale Streifen raus, doch natürlich sind auch einige Fehlschüsse wie "Thale" dabei - womit ich ihm jedoch nicht die Existenzberichtigung absprechen will. Das Thema sprach mich einfach nicht an.

Leo (Jon Sigve Skard) und Elvis (Erlend Nervold) sind dran, wenn die Polizei mit ihrer Arbeit fertig ist: Denn die beiden sind Tatortreiniger. Während Leo gleichzeitig ein belegtes Brötchen beim Leichenteile zusammenkehren essen kann, hat sich Elvis noch nicht wirklich an diese Arbeit gewöhnt und kotzt mehr aus dem Rachen, als Leo ihm hinterherputzen kann. Ihr neuer Arbeitsplatz ist eine heruntergekommene Waldhütte, wo sie sich um die Leiche des verstorbenen Besitzers kümmern sollen. Doch der Tatort wandelt sich ganz schnell zum Fundort um, weil sie Thale (Silje Reinamo) entdecken, die scheinbar monatelang mit einem Schnorchel (?) in der Badewanne überlebt hat. Thale ist nicht nur verstört, sondern verhält sich auch komisch. Doch was wirklich hinter dieser Frau steckt, erahnen die beiden nicht in ihren kühnsten Träumen...

Norwegen hat mit "Thale" mal wieder ordentlich zugelangt. Was anfänglich noch wie eine Buddy-Komödie mit viel schwarzem Humor aussieht, wandelt sich mit der Ankunft in der Waldhütte in ein äußerst düsteres und dichtes Ambiente, das mehr Fragen aufwirft, als die Story vorantreibt. Man spürt, dass "Thale" - wohlgemerkt im Horrorgenre, gleich anfängt zu rocken. Doch von Horror ist weit und breit nichts zu sehen. Es wird (nur) ein extremes Spektakel im Fantasy- und Mystery-Bereich mit einem Hauch von Drama geboten. Wie gesagt: Zu extrem (für mich).

Und das war auch der Knackpunkt, warum der Film bei mir ab einer bestimmten Stelle nicht mehr funktionierte. Die Bedrohung liegt zwar noch in der Luft, ist aber nicht mehr so intensiv wie zu Beginn. Zudem verfällt Regisseur Aleksander Nordaas in epische Szenen, dass ich manchmal meinte, ich schaue mir eine Doku mit Kommentaren von Peter Lustig an. Okay, Nordaas scheint ein Fan der skandinavischen Mythologie zu sein. Aber das heißt eben noch lange nicht, dass dieser Film bei mir oder bei vielen anderen (ich kenne ja meine Pappenheimer) brauchbare Spuren hinterlässt. Dennoch werden Fans von Trollen, Frodo und Gnomen diesen Film evtl lieben und vergöttern.

So gibt es hier und da zwar noch nette Schocks und brauchbare Szenen, allerdings rissen sie mich wegen des etwas gewöhnungsbedürftigem Thema nicht mit. Und schwupps, nach einem kurzen Run ist der Film vorbei (76 Minuten Laufzeit) und irgendwie beschlich mich das Gefühl, dass da eigentlich ein richtiges Ende fehlt und der Schluss wie abgewürkt rüberkommt.
Große Sympathiepunkte heimsen die Schauspieler ein, denn es sind Gesichter, die in Hollywood bei der Gesichtskontrolle scheitern würden und deswegen herrlich anders wirken und eben - was einige Schauspieler auch beherrschen - ihre Rollen ordentlich runterspielen.

Dennoch: "Thale" ist weder für Horrorfans oder Anhänger des Mainstreams geeignet, sondern eher für Leute, die sich mit dem Thema Mythologie beschäftigen.
Mit Sicherheit kein schlechter Film, jedoch arg gewöhnungsbedürftig inszeniert.
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3.0 von 5 Sternen Kein wirklich guter Horror-Streifem, 16. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thale - ein dunkles Geheimnis (DVD)
Verglichen mit anderen Filmem eher Mittelmaß. Keine wirkliche Horror-Atmosphäre und sonst auch eher wenig Spannung. Wirkt wie ein eine billige Ideen-Kopie anderer vielgesehnener Filme. Keine Kaufempfehlung.
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3.0 von 5 Sternen Als die Frauen noch Schwänze hatten....., 26. März 2013
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Thale - ein dunkles Geheimnis (DVD)
PRODUKT (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: nicht überragendes Bild
- TON: zurückhaltender Ton ohne Schwächen, Blu-ray: DTS-HD MA 5.1, DVD: DD 5.1
- EXTRAS: keine (!)
- SONSTIGES: FSK 16 uncut,

FILM (OHNE SPOILER!) Bewertung (Review):

.....damit ist nicht der Fantasy-Trash-Klassiker von 1970 mit Senta Berger gemeint, sondern mehr der vorliegende norwegische Film THALE. Unsere nordischen Nachbarn sind ja für obskure Geschichten und deren filmische Umsetzung im Kontext ihrer fabelhaften Mythologien wohlbekannt. Siehe dazu auch die ähnlich gelagerten Filme unten. THALE macht da keine Ausnahme und die Hauptfigur in Form einer verführerischen "Huldra" mit Kuhschwanz als auch einige andere Figuren schaffen schon eine romantische wohlig-fremde Fantasy-Fabelwesen Atmosphäre. Allerdings ist die Erzählweise des Films sehr schleppend und die Geschichte birgt nicht allzu viel Überraschungsmomente und so wird die Fanbase von THALE leider recht überschaubar bleiben.

Hier nur kurz zur Geschichte ohne etwas zu verraten (OHNE SPOILER!): Leo und Elvis sind Tatort-Reiniger sollen sich an einer einsamen Hütte um die Leiche des Besitzers kümmern. In einem verborgenen Keller des Hauses entdecken sie seltsame Zeichnungen und Tonaufnahmen. Doch dann werden sie von einer jungen Frau entdeckt die sich dort versteckt hatte. Damit fängt die skurrile und aufregende Geschichte aber erst an.....Die kurze Laufzeit von rund 75 Minuten kommt diversen Längen in der Handlung, endlos wirkenden und sich wiederholenden Einstellungen und dem gewöhnungsbedürftigen Kammerspielcharakter entgegen und somit ist THALE nur für Freunde des o.g. obskuren nordischen Horrors einen Blick wert.

Es gibt stimmungsvolle Wald- und Schneelandschaften und eine klare Genrezuordnung lässt sich nicht machen, ggfs. wäre ein stärkerer Einschlag Richtung Horror zuträglicher für THALE gewesen denn die Macher haben ein gutes Händchen für Stimmung und fantastische Figuren. Wer also Filme wie TROLL HUNTER, RARE EXPORTS und EDDIE – THE SLEEPWALKING CANNIBAL und deren Indie-Charme und schwarzen Humor mag, könnte auch THALE ins Herz schließen. Ich würde THALE allerdings auch als schwächsten Beitrag in dieser Vergleichsreihe sehen. Wer einen Film in Richtung Fantasy-Mainstream in irgendeiner Art erwartet wird enttäuscht sein.

3/5 Kuhschwänzen....äh,....Sternen
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Thale - ein dunkles Geheimnis
Thale - ein dunkles Geheimnis von Silje Reinamo (DVD - 2012)
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