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186 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Weg zum Final Cut
Diese Kauf-Information befasst sich in erster Linie mit der Geschichte, der Ausstattung und der Qualität vor allem der Final Cut Blu-ray, aber auch verschiedener anderer Konfektionen des Films. Meine Glosse "Vielleicht ein Taubenfilm - ganz sicher nichts für Blinde" [1] zum Inhalt des Films und dessen Rezeption, die vorher hier zu lesen war, findet sich nun nur...
Veröffentlicht am 19. Januar 2011 von jury

versus
35 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Diese Box ist der absolute NEPP!
Da ich die Box heute bekommen habe, fühle ich mich genötigt auch eine Rezension hierzu zu verfassen, da ich gelinde gesagt mehr als enttäuscht bin. Zu dem Film selber werde ich nichts schreiben, da es dazu sicherlich schon mehr als genug Meinungen gibt und jeder für sich selber entscheiden muss, ob der Film nun seinen Kultstatus verdient hat oder...
Vor 6 Monaten von MM2k11 veröffentlicht


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186 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Weg zum Final Cut, 19. Januar 2011
Von 
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(TOP 50 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Diese Kauf-Information befasst sich in erster Linie mit der Geschichte, der Ausstattung und der Qualität vor allem der Final Cut Blu-ray, aber auch verschiedener anderer Konfektionen des Films. Meine Glosse "Vielleicht ein Taubenfilm - ganz sicher nichts für Blinde" [1] zum Inhalt des Films und dessen Rezeption, die vorher hier zu lesen war, findet sich nun nur noch bei der DVD.

Ridley Scotts "Blade Runner" erschien im Juni 1982 auf 35 mm in Dolby und auf 70 mm mit 6 Tonspuren und wurde zu einem der am meisten verliehenen und verkauften Filme auf dem Videomarkt. Für diejenigen, die den Film noch nicht kennen, zunächst eine kurze Vorstellung.

INHALT

Vordergründig ist "Blade Runner" die Geschichte eines Agenten (Harrison Ford, 40), der vier entflohene "Replikanten" eliminieren soll. Bei der Tyrell Corporation, dem Hersteller der Replikanten, lernt er die rätselhafte Rachel (Sean Young, 22) kennen. Die Dinge werden kompliziert, als sich herauskristallisiert, dass Replikanten - wenn überhaupt - nur durch aufwändige Tests von biologischen Menschen zu unterscheiden sind. So entwickelt sich "Blade Runner" über die Basis-Story hinaus zu einer psychologisch-philosophischen Studie über die Problematik künstlicher Intelligenz. Für viele ist der Film mit seinen mächtigen Bildern aber auch eine erschreckende und realistische Vision dessen, wie in naher Zukunft das Leben der Menschheit praktisch aussehen könnte.

VERSIONEN

Eine der ersten kaufbaren Versionen von Blade Runner kam 1987 auf Laserdisc und enthielt den "International Cut" von 1982 in 117 Minuten Länge, in welcher mehr Gewaltszenen enthalten waren als in der US Kino-Version ("Domestic Cut").

Der 1991er "Directors Cut" von 116 Minuten wurde in Absprache mit Regisseur Ridley Scott erstellt und kam in mehreren Versionen. Diese Versionen verzichteten auf alle Voice-Over-Kommentare, boten ein offenes Ende und können als Vorversion zum "Final Cut" gesehen werden. In Deutschland erschien der "Directors Cut" im Dezember 1999 auf DVD. Nach digitaler Restauration wurde der "Directors Cut" Ende 2006 neu veröffentlicht.

Der 117 Minuten lange "Final Cut" wurde im September 2007 auf den Filmfestspielen in Venedig gezeigt und erschien Dezember 2007 als DVD in Deutschland mit neuen und erweiterten Szenen, neuer Musik, verbesserten Spezialeffekten sowie einem verbesserten Ton (5.1). Dies war die einzige Version, über welche Ridley Scott die vollständige künstlerische Kontrolle besaß. Der Film wurde in DVD, HD und Blu-ray auf den Markt gebracht, insgesamt sind mindestens 7 Versionen auf dem Markt.

Besonderes Aufsehen erregten die "Five-Disc Ultimate Collector's Editions", die in den USA auch in einer Blu-ray Version zu haben sind und alle bisheringen Versionen sowie umfangreiche Extras in einer Disc-Sammlung präsentieren.

FINAL CUT

Die Warner Home Video Edition "Blade Runner - Final Cut" vom Dezember 2007 in der neuen Zusammenstellung von 2010 enthält den Film in ungekürzter US R-Rated Fassung mit ca. 118 Minuten Spieldauer auf einer 50 GB Disk. Kodiert wurde 1920 x 1080 p im Format 2,40:1 mit VC-1.

SPRACHEN

Deutsch DD 5.1, Englisch TrueHD 5.1, Englisch DD 5.1, Französisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1

UNTERTITEL

Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Italienisch, Dänisch, Finnisch, Schwedisch, Norwegisch, Portugiesisch; Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch für Hörgeschädigte

FEATURES

Drei Audiokommentare sind wählbar:

- Ridley Scott
- Hampton Fancher (Executive Producer), David Peoples, Michael Deeley und Katherine Haber
- Syd Mead, Lawrence G. Paull, David L. Snyder, Douglas Trumbull, Richard Yuricich und David Dryer

Zudem wird eine kurze Video-Einleitung von Ridley Scott angeboten. Für all diese englischsprachigen Kommentare gibt es keine Untertitel.

QUALITÄT

Von nichts kommt nichts. Nur wenige Filme sind auf 65 mm - Negativfilm produziert worden, das absolute Gros übrigens in Russland - aber natürlich ist das Format letztlich die Basis für eine auch auf Blu-ray überlegene Bildqualität. Bei Blade Runner sind die Special Effects in dieser damals bestmöglichen Technik aufgenommen worden. Durch die Erstellung eines 4K-Masters hat man auch heute die best verfügbare Technik eingesetzt. Das Ergebnis gehört zu den besten auf Blu-ray verfügbaren Filmen überhaupt.

977 Dosen an Original-Film-Negativen wurden mit 4K Auflösung gescannt, einige besonders sensible Motive sogar in 8K, und einer umfangreichen Restauration unterzogen, bei welcher insbesondere Staub, Kratzer oder andere altersbedingten Fehler beseitigt wurden - aber auch damals unvermeidliche Fehler wie Hilfsdrähte oder Synchronfehler wurden entfernt. Scott persönlich definierte die Farb-Spezifikationen. Auch der Sound wurde in Hinblick auf die aktuelle Surround-Technologie überarbeitet.

SZENEN-AUSWAHL

Ridley Scott ergänzte und kürzte. Beispielsweise wurde die Einhorn-Szene geringfügig verlängert. Einige Original-Aufnahmen von Straßenszenen wurden in den Film eingesetzt. Neu sind auch atmosphärische Szenen wie die Hockey-maskierten Geisha-Tänzerinnen. Gewaltszenen wurden intensiviert. Einige Szenen wurden auch neu arrangiert, kleine Fehler digital ausgemerzt. Eine größere Korrektur setzte Cassidy wieder beim Durchschlagen der Fensterscheibe (digital) ein, wo man vorher eine Stunt-Frau hatte erkennen können.

DANGEROUS DAYS

Die Premium Collection Blu-ray enthält zusätzlich das 214-minütige und informative englischsprachige "Making of Blade Runner" mit dem Titel "Dangerous Days" sowie ein Booklet mit Produktionsnotizen und Filmbildern.

Kapitel:

- Incept Date - 1980: Screenwriting and Dealmaking
- Blush Response: Assembling the Cast
- A Goot Start: Designing the Future
- Eye of the Storm: Porduction Begins
- Living in Fear: Tension on the Set
- Beyond the Window: Visual Effects
- In Need of Magic: Post-Production Problems
- To Hades and Back: Release and Resurrection

"Dangerous Days" wird mit Untertiteln in folgenden Sprachen angeboten: English, Francais, Deutsch, Italienisch, Castellano, Nederlands, Dansk, Ellenika, Norsk, Polski, Portugues und Svenska.

"Dangerous Days" ist eines der besten "making of", das man überhaupt finden kann. Jeder, der tieferes Verständnis für den Film und die Intensionen der Macher erwerben möchte, wird hier fündig.

WÜRDIGUNG

"Blade Runner" ist ohne Zweifel ein Phänomen, das durch seine vielschichtige Durchdringung der Thematik, durch packende Action, aber auch durch ergreifende Momente, die legendär geworden sind, quer durch die Publikums-Strukturen die verschiedensten Gruppen anspricht und begeistert - aber auch immer wieder vereinzelt auf erbitterte Ablehnung trifft. Selten werden Filme über die Jahrzehnte so weiterentwickelt, wie es Regisseur Ridley Scott mit Blade Runner geleistet hat. Und noch nie hat man bessere Technik gesehen.

Man mag zu "Blade Runner" stehen, wie man will - aber für die große Mehrheit der Filmfreunde zählt er zu den absolut wichtigsten und größten Kunstwerken aller Zeiten. "Blade Runner" berührt und bewegt die Menschen, haftet in der Erinnerung und weitet den Horizont.

film-jury 5* A0460 5.10.2011eg ABR 5.318

Sir Ridley Scott (30. November 1937 in South Shields, England)
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1979 5* A0811 Alien Anthology [Blu-ray]
....... R: Ridley Scott (AA) D: Sigourney Weaver
1982 5* A0090 Blade Runner - Final Cut [Blu-ray]
....... R: Ridley Scott B: Philip K. Dick D: Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young
1989 5* A0000 Black Rain (limited Steelbook Edition) [Blu-ray]
....... R: Ridley Scott D: Michael Douglas, Andy Garcia, Ken Takakura
1991 5* A0000 Thelma & Louise [Blu-ray] B: Callie Khouri (AA)
....... R: Ridley Scott D: Susan Sarandon, Geena Davis, Harvey Keitel, Michael Madsen, Brad Pitt
2000 5* A0000 Gladiator [Blu-ray] (AA)(GG)
....... R: Ridley Scott D: Russell Crowe (AA), Joaquin Phoenix, Connie Nielsen, Oliver Reed
2006 5* A0696 Ein gutes Jahr
....... R: Ridley Scott D: Russell Crowe, Albert Finney, Marion Cotillard, Isabelle Candelier

[1] amazon.de/review/R15JWU1VQ0I565
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620 von 723 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielleicht ein Taubenfilm - ganz sicher nichts für Blinde, 14. April 2010
Von 
jury - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Man verlässt sich ja immer darauf, dass der Inhalt eines derart berühmten Films nicht mehr besprochen werden muss - aber wenn man die ein- oder andere Kritik so liest, fragt man sich, ob die Leute heute noch hinschauen und hinhören, wenn sie im Kino sitzen. Für die, die an den entsprechenden Stellen lieber im Popcorn oder an sonst was ersticken, ein paar Hinweise aus gutem Grund (siehe manche Kunden-"Rezensionen").

1. Richtig: Blade Runner spielt meist im Dunkeln, und regnen tut es auch ständig.
Tipp: Ski-Filme (hell!) oder Wüstenfilme (hell und trocken!).
Wer dennoch darauf besteht, sich das anzuschauen: Es muss ABSOLUT dunkel im Raum sein - genau genommen noch viel dunkler als dunkel, sonst erkennt man weder den Regen noch die Dunkelheit. Open Air ist völlig ungeeignet, ebenso Kinos mit "blendender" Sicherheitsbeleuchtung.

2. Richtig: Der Schreiner spielt einen abgehalfterten Bullen, der für den Narben-Latino aus Miami Vice einige ausgeflippte Roboter eliminieren soll - dafür benötigt er etwa eine halbe Stunde pro Roboter. Das ist ganz schön lange.
Tipp: Videospiele - da hängt die Leichenquote fast nur noch vom Spieler ab. Oder, für "tell me like it is" - Fans eben Miami Vice.
Vorsicht: Es gibt Filme, in denen stirbt überhaupt keiner - die sollte man verbieten oder zumindest eine Warn-Banderole anbringen.

3. Richtig: Der blonde Roboter zieht Han Solo aufs Dach und Ihr wisst nicht, warum. Ich will jetzt nicht blöd kommen und behaupten: "Weil er's kann...".
Erklärung: Wenn er ihn nicht hochzieht, stürzt er ab, der Film ist zu Ende und wir erfahren nie etwas darüber, was er schon alles gesehen hat. Und die Taube bekäme keine Gage.

4. Richtig: Indiana Jones und die verschlafene Schwarzhaarige, die nicht für Einhörner bremst, dürfen nicht im Cabrio in die untergehende Sonne surfen.
Erklärung: Da hat Scott übertrieben: Er dachte, die Sache mit dem "nicht leben"-Satz - dem letzten Satz des Films - wäre ausreichend. Schon gar mit dem netten Origami-Silbertierchen als Abschiedsgruß vor der Wohnung, das ja an den eingeprägten Traum erinnern soll.

Aber, wie man sieht: Das reicht nicht. Viele wollen einen Traumschiff-Schluss.

Tipp: Klebt Euch eine Lumix auf Mamis Kofferraumdeckel, fahrt an den Baggersee und hängt Euch das Happy-End selbst dran, am besten mit einem Kuss am Schluss - Ihr habt genauso das Recht, das zu tun, wie alle anderen, die dies schon getan haben. Schon mit einem einfachen Schnittprogramm kann man übrigens noch ein "The End" einblenden.

Letztlich kann man aber auch vieles nachlesen, wenn man lesen kann - beispielsweise in der Wikipedia. Dort werden auch viele Bezüge des Films erläutert, Hintergrundgedanken, Philosophie. Über die Technik und die Produktion erfährt man einiges auf der zweiten CD (noch nicht entdeckt?) - sehr interessant. Und man muss nicht lesen können.

Hier nur so viel - weil ich gerade darüber verblüffend wenig gelesen habe:

Wir leben zwar in einer Phase, in der ein durchschnittliches Handy schon erkennbar intelligenter ist als mancher Eigentümer. Aber wir sind noch ein geraumes Stück davon entfernt, dass jeder Eigentümer blöder ist als jedes Handy. Was leider ganz sicher nicht bedeutet, dass viele von uns diese Marke nicht noch zu Lebzeiten erfahren könnten.

Daher diskutieren einige derjenigen, bei denen es noch ein Hirn zu amputieren gäbe, schon gelegentlich Fragen, die mit der wachsenden Komplexität des Geistes zusammenhängen. Nur zum Beispiel: Was ist Persönlichkeit, Liebe, Antipathie? Wann entfaltet eine Intelligenz ein Ich-Bewusstsein? Kann man eine technische Intelligenz von einer biologischen Intelligenz noch abgrenzen, wenn diese Grenzen überschritten worden sind? Wie verhält sich eine weiter als wir entwickelte Intelligenz gegenüber ihren torfköpfigen Schöpfern? Den letzten Gedanken können sich natürlich alle diejenigen sparen, die ganz sicher wissen, dass niemals irgendwer oder irgendwas intelligenter sein wird als Sharon Stone.

Mit solchen Fragen hat sich Ridley Scott, der das offensichtlich differenzierter sieht, im Zusammenhang mit den Replikanten erkennbar sehr intensiv beschäftigt: Wieso sollte kein Mensch sein, was man von einem Menschen nicht unterscheiden kann? Wieso sollte man eine Frau nicht lieben, die künstlich erschaffen wurde? Wieso sollte eine Frau, die künstlich erschaffen wurde, nicht lieben? Wieso sollte den blonden Roboter mit seinem Häscher-Schreiner nicht mehr verbinden als mit irgendwelchen Menschen, mit denen er nicht verschwägert ist? Wieso sollte der gute alte Ödipus ausgerechnet vor einem Roboter-Designer halt machen?

Also, jetzt haben es hoffentlich auch die Letzten gemerkt, oder? Das hier ist kein Baller-Film. Kein Ballermann-Film. Kein Kettensägen-Film. Kein Tatort. Kein Action-Thriller. Kein Verfolgungsrennen-Film. Kein Schießfilm. Kein Harry Potter. Kein James Bond. Kein Popolski-Show.

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Keine gewöhnliche Science-Fiction.

film-jury 5* A0088 2.3.2011eg Genre: Drama | Sci-Fi | Thriller
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135 von 157 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubende HD-Umsetzung und mehr..., 19. Dezember 2007
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Die Bildqualität ist einfach atemberaubend. Das ganze Material wirkt wie neu gedreht.
Keine Spuren, dass dieser Film schon Jahrzehnte existiert.
Dazu wurde der Sound neu gemischt und heraus kam eine vorbildliche 5.1 Umsetzung.
Es wird eine unbeschreiblich filigrane Klangkulisse aufgebaut.
Man ist Mitten im Geschehen. Schon beim Anfang trudelte mir die Kinnlade runter.
Bombastische Bassschläge beim Intro und der Anflug auf die Tyrell Corporation schafft ein
Lichtermeer, was eine Sci-Fi Fan einfach nur begeistert.
Die räumliche Ortung, die Durchflugeffekte, es stimmt einfach alles.
Jede Gesichtskontur, Narben, Altersflecken, faltige Hau, Tränen... noch nie habe ich in dem
Filme so viele Details gesehen.
Die Kulisse in LA mit dem ständigen Nebel und Regen, einfach fantastisch.
Der Besuch im Nachklub von Taffy Lewis bekommt endlich Tiefe. Es ist nicht nur einfach
dunstig und versinkt in Geräuschen. Man sieht jeden Dunstschleier, hört die soundgewaltige Musik
und vernimmt glasklar die Geräusche. Jede Szene erlebt man neu.

Die deutsche Übersetzung ist komplett neu.
Keine 08/15 Übersetzer, sondern z.B. die angestammte Stimme von Harrison Ford.
Rudger Hauer hat seine angestammte Stimme, die auch Arnold Schwarzenegger dient.
Dr Tyrell wird von der Synchronisationsstimme von Michael Caine gestellt. J.F. Sebastion von der Stimme
von Pippin, dem Hobbit aus Herr der Ringe.
Man hat sich viel Mühe gegeben, allerdings sind die Stimmen im Vergleich zum Original und der damit
verbundenen Tonalität sehr kräftig, klar und vordringlich. Ein Amerikaner könnte mit den deutschen Stimmen
und englischen Untertiteln einen sauberen Sprachkurs machen.
Der Synchronsprecher von Dr. Tyrell kommt meiner Ansicht am authentischsten rüber.
Doch insgesamt ist die Übersetzung sehr gut gelungen. Merkwürde Übersetzungen aus dem ursprünglichen
Film wurde korrigiert. Manche winzig kleinen Holprigkeiten sind immer noch drin. Doch das trübt den Genuss nicht.

Ist nun im "Final Cut" mehr zu sehen?
Die Reihenfolge der Szenen bleibt erhalten wie im Directors Cut.
Einige Szenen sind leicht länger. Bei Deckers Weg zur Bar von Taffy sieht man auf der Straße eine
kleine zusätzliche Szene mit 2 Tänzerinnen.
Als Decker die Replikantin aus Taffys Bar auf der Straße verfolgt, so
dauert es einige Sekunden länger im Straßengewühl, bis er sie entdeckt.
Sein kleiner Tagtraum mit dem Einhorn ist um wenige Sekunden länger.
Man sieht plastisch, wie Roy seinem Schöpfer Tyrell die Augen eindrückt.
Danach verfolgt er noch kurz JF Sebastian.
Im Abschlußkampf mit Decker sieht man etwas plastischer, wie er sich den Nagel in seine Hand drückt.

Fazit: Würden alle legendären älteren Streifen so sorgfältig restauriert, würde man ohne Zögern alle kaufen.
Das rechtfertigt auch den Preis, denn hier wurde eine Filmlegende sehr sorgfältig und mit
viel Liebe zum Detail restauriert. Das Resultat ist einfach umwerfend! Selbst wenn man die normalen DVD's
schon hat, lohnt sich dieser Kauf zu 100%.
Nach kleinsten Unsauberkeiten in der HD-Umsetzung (winzige Szene im Straßengewühl, die mir auffiel), muss
man schon mit der Lupe suchen.
Als ob das noch nicht reichen würde, gibt es noch eine Zusatz DVD mit guten Hintergrundinfos.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DIE Referenz DVD-Box des Jahres zum zeitlosen und verkanntesten SF-Meisterwerk der 80er - klarer Kauftipp, 12. Dezember 2007
Von 
J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Jeder sich halbwegs als Science Fiction Fan bezeichnende Filmnarr hat der Veröffentlichung des letzten und fraglos eines der größten Highlights des DVD-Jahres 2007 entgegengefiebert. Über Story und Qualität des Streifens ist bereits alles gesagt und geschrieben worden. Doch selten zuvor - im direkten Vergleich allenfalls im Rahmen der DER HERR DER RINGE Editionen - bekam man in 3 œ Stunden derart detaillierten Einblick in die Produktion des SF Meilensteins. Disc 2 enthält in einzelnen Segmenten anwählbar von der Drehbuchentwicklung über Casting bis zu den Testvorführungen fantastisches Material, das wirklich keine Frage unbeantwortet lassen sollte. Vorbildlich sind die eigens für diese ultimative Edition geführten Interviews mit nahezu allen Hauptdarstellern (abgesehen vom zu früh verstorbenen Brion James) und die offenen und teils kritischen Meinungsäußerungen zum damaligen, oft chaotischen Dreh. Dass Harrison Ford mit der Arbeitsweise Ridley Scotts nicht sehr zurechtkam, wurde seinerzeit bereits als einer der Gründe für Fords Distanzierung von der Endfassung des Films fehlinterpretiert. Eher dürfte die von Studioverantwortlichen und Testpublikum vernommene Überforderung angesichts des neue Maßstäbe setzenden Geschehens und infolgedessen die erheblichen Änderungen insbesondere der Schlussszene und die Aufnahme des Voice Over-Kommentars der Wahrheit nahe kommen.

Glücklicherweise haben jetzt alle die Möglichkeit, ihre bevorzugte Filmversion zu wählen. Disc 1 enthält den von Ridley Scott als seine Wunschfassung deklarierten Final Cut in atemberaubender HD-Bildqualität. Plastischer und brillanter hat man BLADE RUNNER wohl nicht mal im Kino zu Gesicht bekommen. Die Tonabmischung entspricht höchsten heutigen Standards, der deutsche Ton entspricht dem 1992 neu synchronisierten Director's Cut. Die erste Kinofassung, d.h. mit dem Detektivfilm-Atmosphäre erzeugenden Off-Kommentar Harrison Fords und somit auch der bekannten Originalsynchronisation, befindet sich in zwei Schnittfassungen (mal mit Sekunden mehr oder weniger Gewalt - Stichwort: Augen ausquetschen) nebst Director's Cut auf Disc 3. Neben nicht verwendeten Szenen bildet für ganz Wissbegierige die Arbeitsfassung auf Disc 5 den krönenden Abschluss (Original mit Untertiteln) des Sets.
Persönlich ziehe ich zum ersten Ansehen die Urfassung mit Kommentar vor, den ich trotz der von Ford misslaunig durchgeführten Nacharbeit - in der deutschen Synchro durch Stammsprecher Wolfgang Pampel beachtlich aufgewertet - für passend halte. Im zweiten Durchlauf kann man umso mehr dann Scotts elegische und vom bequemen Happy End befreite Variante genießen und die auch heute noch beeindruckende Bilderflut wirken lassen.

Fazit: Egal, welche Version man persönlich präferiert - mit dieser aufwändig gestalteten Metallbox, die außerdem ein Hologrammbild, diverse Skizzen und ein Booklet enthält, wird jeder Geschmack zufriedengestellt und eine große Lücke in der langen Most Wanted DVD Liste geschlossen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bladerunner DC verbesserungsfähig, 12. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Blade Runner [Director's Cut] (DVD)
Um es vorwegzunehmen: Wer Bladerunner kennt und mag, muss diese DVD in seine Sammlung aufnehmen - ist und bleibt halt ein Kultfilm. Der Directors Cut verzichtet auf die im Hintergrund gesprochenen Kommentare (wie man sie aus Detektivfilmen kennt), was allerdings besser zur Atmosphere passt(letztendlich ist das wohl Geschmackssache - zum Verständnis sind sie nicht notwendig).
Über das Ende des Director Cuts muss man wohl nicht streiten, war die Kinofassung in dieser Hinsicht ja schon fast ein Stilbruch (so viel grün???).
Bleibt also die Kritik an der DVD selbst:
Sie enthält den Film und halt den Film aber nix sonst als den Film. Es wurde zwar noch ein Kapitelmenü mit draufgepackt, aber das war es dann auch. Sogar nach einem Kinotrailer sucht man vergebens. Fazit: Ausstattung gleich null!
Gerade hier wäre es sinnvoll die Möglichkeiten der DVD auszunutzen (siehe Abyss oder Independece Day).
Abschliessend kann man sagen, das die DVD leider recht lieblos produziert wurde,da es sich jedoch wirklich um einen guten Film handelt, sollte man über die qualitativen Mängel hinwegsehen.Für Fans halt ein Pflichttitel. Bleibt zu hoffen das vielleicht mal eine bessere Version herauskommt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 20. März 2013
Von 
Real-Akira (Hilchenbach, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blade Runner (Final Cut) [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film ist einfach Spitzenklasse.
Jeden der Harrison Ford mag aber den Film nicht kennt kann ich nur ans Herz legen ihn sich an zu schauen.
Noch dazu ist der Film ein Klassiker ;-)

Sehr zu Empfehlen!!!
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133 von 162 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Fast) Perfekt!, 25. Dezember 2007
Wirklich ein fast perfektes Rundumpacket für Blade Runner Fans und die die es werden wollen. Es sind wirklich alle Filmfassungen enthalten:
- Arbeitsfassung: Englisch mit Untertiteln, geschnittene Szenen
- Internationale Kinoversion 1982: Originalsynchronisation, Deckards voice over Kommentare, Happy End, keine Einhorn Szene
- US Kinoversion 1982(gekürzte Gewaltszenen, sonst Internationale Version)
- Directors Cut 1990: neue(schlechtere) Synchronisation, Einhorn Szene, keine voice over Kommentare, kein Happy End
- Final Cut 2007: helleres besseres Bild, Musik remastered, leider die (schlechtere)Directors Cut Synchronisation(mit kleinen Ausbesserungen: z.B. 2 statt 1 Replikant am Anfang umgekommen, usw.), Einhorn Szene, keine voice over Kommentare, kein Happy End

Ich finde den Final Cut wirklich gelungen, Bild und Ton wurden verbessert, und wer möchte kann trotzdem oder zum Vergleich die alten Versionen anschauen. Aber: alle Versionen haben den Einleitenden Text nicht ins deutsche übersetzt, bei Star Wars gings doch auch, warum hier nicht? Außerdem hätte ich die Original Synchonisation nicht die des Directors Cut für den Final Cut gewählt (die Verbesserungen hätte man ja einbauen, die Verschlimmbesserungen ausbauen können), außerdem hätte ich mir die voice over Kommentare als zuschaltbare Option für den Final Cut gewünscht, denn anders als die Englischen voice over, die Ridley Scott so gar nicht mag, sind die deutschen richtig gut(man hätte ja für die englische die Monologe neu aufnehmen können), denn sie erklären einiges, und geben dem Film erst so richtiges Film-Noir Flair. Zusammenfassend kann man also sagen:

+ alle Filmversionen, je mit Original Synchronisation
+ mehrere Audiokommentare/Einleitungen zu den verschiedenen Versionen
+ tolles Making of
+ verschiedene umfangreiche Dokus über die Dreharbeiten, verschiedene Fassungen, vergleich Buch und Film, usw.
+ geschnittene Szenen, seltene Arbeitsfassung
+ coole Verpackung(Metalbox, Schuber), Extras (Hologramm, Artworks, Brief von Ridley Scott)

- Final Cut mit der schlechteren zweiten Synchronisation des Directors Cut
- keine (nicht mal als zuschalbares Extra) voice over im Final Cut
- Intro Text nicht ins deutsche Übersetzt

Mein Fazit also: ein absolutes Muss für Fans, aber eben ganz, ganz knapp an der Perfektion vorbei geschrammt(was aber wahrscheinlich nur Fans wie mich stört, aber andererseits, die die den film nicht kennen werden sowieso nur den Final Cut kaufen und sehen)
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43 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Zukunft wird düster, 3. April 2003
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Wir schreiben das Jahr 2019. Die Menschheit siedelt längst nicht mehr nur auf der Erde; wer es sich leisten kann, tritt die Passage zu den 'Outer (Space) Colonies' an. Die locken mit dem Versprechen auf ein neues Leben jenseits des einstmals blauen Planeten, in dem die Verrichtung unangenehmer oder gar gefährlicher Tätigkeiten den so genannten 'Replikanten' obliegt: äußerlich nicht von Menschen zu unterscheiden, werden die künstlichen Intelligenzen speziell für den außerirdischen Einsatz gefertigt. Los Angeles, der Ort der Handlung, ist dagegen ein zur Megalopolis gewucherter städtischer, tags wie nachts in Zwielicht liegender Albtraum, in dessen Stadtschluchten ohne Unterlass der Regen fällt.

Die Szenerie von Ridley Scotts SF-Film 'Blade Runner' transportiert die des klassischen 'film noir' in eine nicht allzu ferne Zukunft - und folgerichtig begegnet uns in der Figur des Rick Deckard auch der Prototyp des abgeklärten, chronisch unter Geldmangel leidenden Privatdetektivs, der in den Filmen von Hollywoods 'Schwarzer Serie' meist von Darstellern wie Humphrey Bogart und Robert Mitchum verkörpert wurde. Als vier Replikanten unter Einsatz von Gewalt die Flucht zur Erde gelingt, erhält Androidenjäger Rick Deckard (Harrison Ford) den Auftrag, die Arbeitssklaven unschädlich zu machen. Deckard hat den ersten der Arbeitssklaven bereits exekutiert, da erfährt die Handlung eine ungeahnte Wende: Deckard verliebt sich in Rachel (Sean Young), die Eldon Tyrell (Joseph Turkel), Chef der Roboterschmiede Tyrell Corporation, ihm als seine Nichte vorstellt. Als offenkundig wird, dass auch Rachel in Wahrheit eine Replikantin ist, ist Deckard gezwungen, sich mit seiner Rolle als 'Problembeseitiger' eingehender auseinanderzusetzen - und am Ende des Films stellt sich gar die Frage: Ist nicht vielleicht auch Deckard in mehr als nur einer Hinsicht ein 'Prototyp' ... ?

Mit 'Blade Runner', der im Deutschen ursprünglich einmal die Unterzeile 'Aufstand der Anti-Menschen' tragen sollte, gelang Regisseur Ridley Scott ('Alien', 'Gladiator') eine filmische negative Utopie, die in rund 20 Jahren, die seit der Entstehung des Filmes ins Land gegangen sind, nichts von ihrer visuellen und erzählerischen Kraft eingebüßt hat. 'Blade Runner' ist ein moderner Klassiker, der nicht nur dem Science Fiction-Film der 80er und 90er Jahre neue Impulse verlieh, sondern die gesamte Pop-Kultur nachhaltig beeinflusste.

Wurde 'Blade Runner' von Publikum und Kritik zwar wohlwollend, aber mit gehöriger Skepsis begrüßt, waren es in erster Linie Designer, die 'Blade Runner' mit offenen Armen empfingen: Vom Werbespot für Wodka ('Smirnoff'), der Anleihen bei der in Blade Runner präsentierten Informationstechnologie machte ('Zoom in - track out'), bis hin zur britischen Heavy Metal-Legende 'Iron Maiden', die LP-Cover und Bühnenbild ('Somewehre in Time') in deutlich erkennbarer Anlehnung an Scotts Film gestalteten - sie alle bedienten sich der Ästhetik von Scotts düsterer Zukunftsvision.

Zum Publikumsliebling entwickelte sich 'Blade Runner' erst, nachdem der Film längst wieder von der Leinwand verschwunden war. Erst in der Zweitverwertung, als so genannter 'sleeper; gelang 'Blade Runner' der Aufstieg in die erste Riege des SF-Films - an den Kinokassen war 'Blade Runner' zwar ein Achtungserfolg gewesen, hatte aber den Kampf um ein großes Publikum verloren. Gegen Produktionen von George Lucas und Steven Spielberg, die dem Zeitgeschmack mit großkalibriger Space Opera und leichter Fantasykost wie 'Das Imperium schlägt zurück', 'E.T.' und 'Jäger des verlorenen Schatzes' Rechnung trugen, war ein verstörender 'Blade Runner', der eher in der Tradition von Fritz Langs 'Metropolis' und Charlie Chaplins 'Moderne Zeiten' stand, chancenlos geblieben. In Insiderkreisen freilich wurde 'Blade Runner' schon bald als Geheimtipp gehandelt, und so ist es wohl nicht zuletzt einem treuen Fanpublikum zu danken, dass 'Blade Runner' gut zehn Jahre nach seiner Premiere erneut auf großer Leinwand zu bewundern war - und das in einer Fassung, die auch den Vorstellungen des Regisseurs noch etwas mehr entgegenkam als die ursprünglich im Kino gezeigte Fassung, die vom Filmstudio Warner Bros. mit einem versöhnlicheren Ende versehen worden war (das übrigens nicht verwendetes Bildmaterial aus Stanley Kubricks 'The Shining' nutzte) als der nun vorliegende Director's Cut, in dem sich 'Blade Runner' womöglich noch etwas bedrückender präsentiert.

Fazit: 'Blade Runner' ist ein Meilenstein des SF-Kinos - und das Thema, mit dem der Film sich befasst, heute so zeitgemäß wie eh und je, ja vielleicht mehr denn je. Tipp: Produktionen aus jüngerer Zeit, die sich einen Vergleich mit 'Blade Runner' gefallen lassen müssen, sind z.B. Chris Columbus' 'Der 200 Jahre Mann' (1999) und Spielbergs 'A.I.' (2001) - ob sie den Vergleich aushalten, ist eine Frage, auf die Filmfans ihre eigene Antwort finden müssen.

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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lässt weder Fragen noch Wünsche offen, 2. Januar 2011
Von 
Sub_Rosa - Alle meine Rezensionen ansehen
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Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Sich über den Inhalt von Blade Runner gut 30 Jahre nach Entstehen noch auszulassen, wäre schiere Zeitverschwendung. Der Film ist einfach eines jener Movies, auf welches das arg strapazierte Wort Kult noch wirklich zutrifft. Man kennt ihn in- und auswendig, ist damit aufgewachsen, weiß ohne Nachdenken fast alle Szenen nachzuerzählen und kann ein Dutzend Gründe anführen, warum der Film einem gefällt oder nicht gefällt. Und doch ist es angebracht, Blade Runner auch nach drei Dekaden aufs Neue zu beachten - und in diesem Falle mit fünf neuen Sternen zu ehren. Denn die vorliegende Edition im Mediabook ist einfach ein Nonplusultra für alle, die sich für diesen Film interessieren. Das fängt schon damit an, dass das Bild der BluRay geradezu atemberaubend gut ist. Unschöne Bildverzerrungen früherer Editionen fehlen völlig, Farben sind kraftvoll, Schwarztöne keine Grautöne und feine Details schälen sich fantastisch heraus. Dem passt sich der sehr gute Audioton an, bei dem die 5.1 Abmischung eine wirkliche Räumlichkeit schafft und vor allem der einzigartige Soundtrack von Vangelis fantastisch klingt. Wer Blade Runner kennt, der weiß vermutlich auch um den Umstand, dass der Film in mehreren Schnittversionen veröffentlicht wurde, die sich in wichtigen Punkten wie Filmaussage oder Filmende unterscheiden. So war die frühe erste Fassung noch mit der Voice-over-Stimme von Blade Runner Harrison Ford unterlegt. Diese sollte wohl einige Zusammenhänge der Story verdeutlichen helfen, die man als zu komplex fand, um sie dem Zuschauer unkommentiert vorzusetzen. Zudem fand die Geschichte ein etwas unpassendes Happy End im Grünen, das so gar nicht zu der schmutzigen urbanen Welt passen wollte, in der sich der Film Noir hauptsächlich bewegt. Also hat man in späteren Fassungen die Voice-over-Stimme ebenso eliminiert, wie das Happy End. Dafür wurde eine wichtige Traumsequenz eingefügt, die am Ende gar die Interpretation zulässt, dass der Blade Runner selbst ein Replikant sein könnte. Bei der vorliegenden Edition handelt es sich um den zeitlich jüngsten "Final Cut" und damit um die deutlich düsterere Version mit spekulativem, aber nicht unbedingt glücklichem Ende.

Ideal wäre es nun gewesen, würde das Mediabook neben der "Final Cut" Variante auch die erste, ursprüngliche Fassung mit Voice-over beinhalten. Aber dieses Fehlen wird aufgewogen durch eine zweite beiliegende Disc. Diese wartet mit einem brillanten 3,5 stündigen (!) Making Of auf, nach dessen Anschauen keine Frage zum Film mehr offen bleibt und man auch die diversen Fassungen einzuordnen und zu unterscheiden weiß. Gleich ob es um die Special Effects geht, um das für und wider des Voice-over, um Besetzungsfragen, die visuelle Gestaltung der Zukunft, die Herstellung der Sets oder anderes: Ein Making Of, das tiefer und aussagekräftiger auf einen Film eingeht, habe ich bis heute nicht gesehen. Allein diese zweite Disc rechtfertigt den Kauf des Mediabooks in jeder Weise! Zudem ist das sehr wertig erscheinende Büchlein (die in ihm stehenden Infos werden auch durch die besprochene Extra-Disc abgedeckt) eine standesgemäße Hülle für einen außergewöhnlichen 5-Sterne-Film in einer exzellenten 5-Sterne-Edition. Und auch wenn man mit Superlativen vorsichtig umgehen sollte, würde ich diese Blade-Runner-Edition als absolutes "must have" einstufen und als nicht besser zu machendes Beispiel dafür, wie man einen echten Filmklassiker in eine neue Zeit holt, ihn taufrisch wirken lässt und seine Ausnahmestellung durch eine superbe Dokumentation und Präsentation unterstreicht.
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68 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Entgegen aller Erwartungen doch digital remastert, 19. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Blade Runner (Director's Cut) (DVD)
Zum 1992 erschienenen Director's Cut von Blade Runner, der seit ca. 2000 trotz billigem Papp-DVD-Cover hoffnungslos vergriffen ist muss man nicht viel erzählen. - Die einen lieben diese Version, die anderen bevorzugen den Original-Cut mit Voice-Over, den es bisher aber nur auf VHS und Import-Laserdisc gab. Wer sich für SciFi-Filme interessiert sollte beide jedenfalls gesehen haben.

Bei der hier nun veröffentlichten Director's Cut-Normalbox-Version handelt es sich glücklicherweise wie auch bei der Steelbox entgegen aller Berfürchtungen nun tatsächlich um die digital remasterte Version. So steht es auf der Rückseite der Box und es fällt einem auch sofort die bessere Bildqualität im Vergleich zur seit 2000 vergriffen Version auf. Nun ist die gesamte Filmbreite zu sehen und man kann wirklich alle Details im dunklen Szenario erkennen. Ob sich beim Ton etwas verändert hat, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, da mir der direkte Vergleich fehlt. Aber bei der sonstigen Ausstattung hat sich zur vergriffenen Version nichts geändert. - Man sucht weiterhin vergebens Bonusmaterial

Obwohl diese überarbeitete Veröffentlichung erfreulich ist, da die bereits seit 2000 vergriffene DVD-Version zu sehr hohen Preisen gehandelt wurde, muss der Kauf von jedem persönlich abgewägt werden.

In diesem Zusammenhang ist nähmlich zu bemerken, daß "Ridley Scott's Final Cut", der 2007 zumindest in den Staaten in die Kinos kommen wird und kurz danach auch als DVD erscheinen soll. Hiernach soll laut Scott und der Blade-Runner-Fondation eine Box mit Original-Cut, dem hier vorliegenden Directors-Cut und dem Final-Cut plus Bonusmaterialien erscheinen. Allerdings ist damit frühestend Ende 2007 zu rechnen.

Unabhängig von der Frage ob man sich nun diese Version, die Steelbox kaufen soll, oder das Erscheinen einer ultimativen Version mit allen Filmversionen abwartet soll, muss man diese Veröffentlichung als positiv bewerten, denn eine Rerelease in überarbeiteter Qualität war mehr als längst überfällig.
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