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Kundenrezensionen

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am 13. August 2015
A C H T U N G !!!! Der letzte Absatz enthält SPOILER!

Die Covergestaltung der BluRay ist, wie leider nicht selten, eine Unverschämtheit, sie suggeriert Nacktheit und Handlung, die so nicht vorkommt:
Der Film beginnt mit einem (prä)pubertären Teenie-Mädchen und einem etwas jüngeren Kameraden, die durch das Dunkle einer verfallenden alten Klinik mit Wasserlachen auf dem Boden streifen und schließlich in eine Leichenhalle gehen. Sie verspricht, er dürfe sie küssen und auch "woanders anfassen", wenn er sich kurz in ein Kühlfach (aktuell nicht kühlend) lege. Nach 10 Sekunden würde sie wieder öffnen,daraus wird aber eine viel längere Zeitspanne.

20 Jahre später gibt Eva das Studium der Veterinärmedizin auf, weil sie nicht in der Lage ist, eine gelähmte Laborratte aufzuschlitzen und bewirbt sich für eine Schauspielschule.
Sie findet eine tolle große Wohnung, zwei merkwürdige Nachbarn bzw. Bewohner im Haus gegenüber, der oft herüberstarrt, schrecken sie nicht.
Dann wacht sie in einem finsteren Keller auf, eine Hand in einer stabilen Handschelle, die mit einem Stahldraht an einem Ring im Boden verankert ist und ihr einen Raum zur Bewegung von nur wenigen Metern läßt.
Sie ist in die Hände eines Psychopathen geraten, der in Schwarz gehüllt und mit Helm und Gasmaske mehrfach sie besucht, um Nahrungsmittel zu bringen, sie auf das WC gehen zu lassen. In der Decke eine Kamera, in einer Ecke ein Lautsprecher, der sie zum Teil mit lauter Musik volldröhnt. Bald weiß sie wer es ist, als sie ihm die Maske vom Gesicht reißt. Es ist keiner von denen, auf die der Film nicht ungeschickt zu Anfang als möglicher Täter hingewiesen hat.
Der Psychopath braucht sie dann für unvorstellbare medizinische Maßnahmen, in die nicht sie allein involviert ist: Mehrere Fluchtversuche scheitern knapp, auch Hilfe von außen ist im Anmarsch, diese ereilt jedoch ein grausames Schicksal.
Erst gegen Ende gelingt es der Frau, die weiß, das sie um ihr nacktes Überleben kämpfen muß (nackt wie auf der Bluray suggeriert sehen wir sie nicht!), in einer Verzweiflungstat und einem dramatischen Zweikampf den Psychopathen auszuschalten und den Kerker und die High-Tech-gesicherte Wohnung zu verlassen.

Es fließt Blut in diesem Film, und einige Szenen sind wirklich geeignet, "zimperlichen" Menschen Schauer über den Rücken zu jagen, aber solche Szenen sind nicht Selbstzweck und den Film dominierend, die Handlung ist spannend, dramatisch, die beiden Hauptdarsteller, die gefangene junge Eva und der Psychopath agieren sehr überzeugend. Und auch die Idee des Motives des Bösen und die Art seiner pervers-grausamen Rachegelüste ist originell und erzeugt Spannung, sodaß der Film durchaus genossen werden kann , wenn man bereit ist, einige kleine Unplausibilitäten und mehrere sehr große medizinisch-sachliche Fehler zu akzeptieren, die nicht nur mir als "Doc" auffallen und dann letztendlich nur zu dem Urteil "nicht schlecht" gefühhrt haben. Mir fielen sie sofort auf, was aber an meiner Ausbildung liegt.

Da dies unweigerlich Spoiler enthält, erläutere ich sie in einem Nachsatz.

Doc Halliday

NACHSATZ MIT SPOILERN !! NACHSATZ MIT SPOILERN !! " MEDIZINISCHE (-ZYNISCHE) FEHLER"!!

Völliger Unsinn ist eine Nierentransplantation ohne Gewebetypisierung, weil sie zu einer Organabstoßung führen wird, die der Täter ja nicht will.
Völliger Unsinn ist, daß der Täter Chirurg und Anästhesist gleichzeitig spielt, und undenkbar ist auch, daß ein Chirurg (und sei er noch so gut und geübt) die OPs alleine durchführt, ohne mindestens 1 Assistenz, die Haken hält, die Klemme, mit der der Nierenstiel abgeklemmt wird, damit die Gefäße mit einer Ligatur versehenwerden können. Und noch "unmöglicher" als die Explantation ist die Implantation in den Empfänger als Ein-Mann-Eingriff.
Zukunftsmusik ist auch ein Muskelrelaxans ( die Muskulatur lähmendes Medikament), welches die Atemmuskulatur verschont, wie bei dem Opfer, welches die Niere erhält: Für solch Mittel würde ein Nobelpreis verliehen werden.
Unwahrscheinlich ist, daß Eva mit frischer Wunde, bei der ja alle 3 Schichten der Bauchmuskulatur durchtrennt sind, so fit herumflitzt und kämpft, Schmerz lass nach, die Wunde würde aufreißen.
Und beim nichtmedizinischen Teil: mit Panik und Stress mag man ja manches erklären: als die Frau dem Täter erstmals vorübergehend aus dem Keller entwischt und ihn erfolglos einsperrt, hat sie aus ihrem Wissen heraus nichts falsch gemacht. Aber als sie ihn beim nächsten Mal mit dem Elektroschocker außer Gefecht gesetzt hat, hätte sie genug Zeit gehabt, ihn endgültig zu paralysieren. Sie hätte ihn nicht töten müssen, aber sie hätte ihm die Handschelle verpassen oder ihn sonst fesseln können. Ein paar weitere Schocks (Genitalien; Kopf-Hals-Region) hätten auch ausgereicht. Das mag kleinlich sein, aber ich war mir sicher, daß sie nach dem einen Schock nicht entkommen würde.
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am 31. Oktober 2012
"Claustrofobia" ist ein interessanter und ordentlicher Horror-Thriller. Der Einstieg passt und der Vorspann schafft es schon ein unangenehmes Gefühl zu erzeugen. Im weiteren Verlauf bleibt die Atmosphäre recht dicht und es wird auch richtig spannend. Leider hat der Streifen dann zwischendurch kleinere Hänger zu denen sich im späteren Verlauf ein paar Logikschwächen gesellen. Trotz weiterhin eingebauter Höhepunkte ist das recht ärgerlich, da diese durchaus vermeidbar gewesen wären, interessant bleibt das Ganze aber dennoch. Gewaltszenen sind durchaus vorhanden, welche aber zu keiner Zeit ausufern und deshalb eine FSK16-Freigabe durchaus drin gewesen wäre. Von den Darstellern ist eindeutig Carolien Spoor hervorzuheben, welche eine sehr anständige Performance abliefert.

"Claustrofobia" ist ein phasenweise fesselnder und spannender Horror-Thriller, welcher aber leider auch recht ärgerliche Logikschwächen aufweist.

6,5 von 10
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am 6. Dezember 2012
Der Name Klaustrophobie leitet sich vom lateinischen Begriff claustrum (= Verschluss, Käfig) und dem griechischen phobos (= Furcht, Angst) ab und ist eine Angsterkrankung, die bei geschlossenen oder engen Räumen entstehen kann. Aber bevor ich noch mehr klugscheiße und mich schlauer hinstelle, als ich bin, widme ich mich diesem Film namens "Claustrofobia", der natürlich auch mit dieser Krankheit zu tun hat. Zugegeben leider weniger, wie ich erhofft habe.

Denn diese Platzangst wird lediglich in einem schaurig schönen Intro gezeigt, wie fies doch kleiner Kinder sein können und später nocheinmal im Endspurt für das Motiv des Täters aufgegriffen.
Ansonsten lernen wir erstmal Eva (Carolien Spoor) kennen, die bei ihrer Wohnungssuche fündig geworden ist. Als sie dort einzieht, scheint alles perfekt zu sein - doch nach einer durchzechten Nacht verliert sie das Bewusstsein und kommt erst wieder angekettet in einem Kellerverlies zu sich. Bevor ihr bewusst wird, dass sie betäubt worden ist, steht schon ihr Entführer mit einer Atemmaske vor ihr, zapft ihr ein paar Ampullen Blut ab, versetzt sie periodisch in weitere Betäubungen, und geht wieder aus dem kameraüberwachten Kellerraum heraus. Es bleibt die Frage nach dem Warum offen...

Ich bin es nicht gerade gewohnt, Horror aus den Niederlanden zu Gesicht zu bekommen. Umso erstaunlicher ist, dass Regisseur Bobby Boermans' Spielfilmdebütfilm nicht ein weiterer dahingerotzter Hostel-Klon ist, auch wenn es zu Beginn den Anschein hat.
Wie eben erwähnt, läuft mir schon beim Intro ein kalter Schauer über den Rücken und auch in der Folgezeit, setzt Boermans gekonnt auf einfache, aber effektive Mittel (ich will an dieser Stelle nichts spoilern), die in jedem von uns Emotionen wie Angst, Ekel oder auch Rührseligkeit hervorrufen werden.
Hinzu kommen interessante Figuren wie der seltsame Vermieter Jaap Smit (Rogier Philipoom) und der attraktive Nachbar Alex (Dragan Bakema). Etwas passiv spielt der Nachbar gegenüberliegend mit (der Darstellername ist mir unbekannt), der auf den ersten Blick auch nicht ganz koscher wirkt. Doch gerade diese kleine Nebenrolle hat es derb in sich, wenn sie auch nichts mit dem eigentlichen Handlungsverlauf zu tun hat. Auf jeden Fall ist der Nachbar von Gegenüber ein gelungener "Twist" geworden.
Später gesellt sich noch Detektiv Danny (Thijs Römer) zum Cast hinzu, bei dem ich zuerst dachte, dass diese Rolle von Nikolaj Coster-Waldau (Der Killer aus dem norwegischen Kracher "Headhunters") verkörpert wird. Die beiden sehen sich verdammt änhlich. Lediglich Eva's beste und allzeit dauerfeuchte Freundin Cynthia (Juliette van Ardenne) nervt und ich bin dem Regisseur dankbar, dass diese Figur nach kurzer Spielzeit aus dem Script verschwindet.

Kurz zusammengefasst: Boermans macht alles richtig, bis Eva angekettet im Keller landet. Da hat es in meiner Birne diesen beschissenen Moment gegeben, bei dem ich dachte, dass der sehr gute Anfang von sechzig folgenden Minuten mit Folterwerkzeugen zu Nichte gemacht wird. Dem ist aber nicht so. Boermans verfolgt ein anderes Ziel, bietet ein anderes Programm, was man im Endeffekt unter Psycho-Thriller verbuchen könnte.
Das Setting ist düster gehalten, die Spannung permanent hoch. Getrübt wird der Filmspaß lediglich dadurch, dass typische Balla-Balla-Elemente (kein Handynetz etc.) verwendet werden, das Motiv des Täters etwas weit hergeholt wird und, aber das zählt nur für alte Hasen und Genre-Veteranen, die Storytwists nicht so überraschend kommen.

"Claustrofobia" hat mich positiv überrascht. Ich habe nicht sonderlich viel erwartet und bin mit einem soliden Psycho-Thriller belohnt worden, der gutes Tempo und Timing vorzuweisen hat und lediglich durch einige kleine Logiklöcher getrübt wird. Für einen guten Filmabend durchaus zu gebrauchen.
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am 21. Juli 2015
Der niederländische Regisseur Bobby Boermans ist dem ein oder anderen vielleicht ein Begriff, da er 2013 den Film "App" inszeniert hat. Sein Film "Claustrofobia" entstand 2011 und ist eine angenehme europäische Thriller-Abwechslung zu ähnlich gelagerter amerikanischer Dutzendware. Der Film ist zwar bei Weitem nicht so wendungs- und überraschungsreich, wie Boermans sich das vielleicht gedacht hat, verfügt aber, im Vergleich zu amerikanischen Billigproduktionen, wenigstens über souveräne Darsteller, eine ordentliche Ausstattung und - natürlich - über einen recht angenehmen europäischen Blickwinkel.

Ausstattung der DVD: Ton in deutsch und niederländisch in DD 5.1, Untertitel in deutsch. Extras: lediglich der Trailer des Films und eine Bildergalerie. Die Bildqualität geht in Ordnung, ist aber nicht überragend. Gegen den Ton ist nix einzuwenden, er ist klar, rauschfrei und so abgemischt, dass man den Lautstärkeregler nicht über Gebühr strapazieren muss.

Eva (Carolien Spoor, "Blood Brothers") studiert Tiermedizin, möchte aber eigentlich viel lieber Schauspielerin werden. Zudem sucht sie eine neue Wohnung. Doch bevor sie ihr just bezogenes neues Domizil richtig genießen kann, findet sie sich angekettet in einem dunklen Keller wieder. Ihr Peiniger (Dragan Bakema, "Brownian Movement") taucht ab und an auf, bringt ihr Essen und nimmt ihr Blut ab. Eva hat keine Ahnung, was der Maskierte von ihr will, doch obwohl er zunächst keine Bedrohung für Leib und Leben für Eva darstellt, versucht diese natürlich, aus ihrem Gefängnis zu fliehen. Parallel dazu muss ihr Entführer aufpassen, dass er und sein dunkles Kellergeheimnis nicht auffliegen, was gar nicht so einfach ist, als ihm erst ein misstrauischer Nachbar und dann ein Polizist auf die Pelle rücken. Doch der Mann hat nicht nur in seinem Keller ein Geheimnis zu wahren…und genau dafür braucht er Evas Blut bzw. das, was sich aus dessen Untersuchung daraus machen lässt…

"Claustrofobia" erzählt seine Geschichte in 94 Minuten, die größtenteils spannend und kurzweilig vergehen. Zwar kommt der Film um einige kleine Längen und Überflüssigkeiten nicht umhin, dennoch gelingt es Regisseur Boermans, seinen ersten Langfilm ohne größere inszenatorische Patzer in Szene zu setzen. Allerdings ist dem Zuschauer schon nach dem kurzen Intro eigentlich klar, wer sich hinter der Maske des unbekannten Entführers verbirgt. Anfangs denkt man noch kurz, dass man auch weiß, wer Eva ist, dies allerdings wäre dann doch zu offensichtlich und erweist sich auch schon nach kurzer Spieldauer als falsch. Ein wenig zu eifrig und klischeehaft versucht Boermans auch, den Zuschauer bezüglich des Entführers auf eine falsche Fährte zu locken, dies allerdings so plump, dass einem eigentlich sofort klar ist, dass derjenige es nicht sein kann. Aber wenigstens einen Trumpf behält Boermans vorerst im Ärmel, so dass einem das Ausmaß des Wahnsinns des Entführers wirklich erst am Filmende klar wird, was definitiv ein Pluspunkt des Films ist.

Ansonsten ist es einfach mal angenehm, einen europäischen Thriller zu gucken, da dieser sich eben doch im Detail von amerikanischer Dutzend- und Billigware unterscheidet. Allein die Settings, hier das hübsche Amsterdam, sind eine angenehme optische Abwechslung, auch wenn die Handlung zu zwei Dritteln inhäusig spielt. Die Dialoge, die Erzählstruktur, die Regie…all dies ist einerseits aus ähnlich gelagerten Filmen bekannt, andererseits aber doch bestechend durch seinen ganz eigenen, kleinen Touch, durch den sich "Claustrofobia" eben von amerikanischen Filmen unterscheidet, ohne dabei schlechter abzuschneiden, im Gegenteil.

Boermans versucht ein paarmal zu oft, hier vermeintlich überraschende Wendungen zu präsentieren, da diese genau dies eben nicht sind: überraschend. Die Handlung ist letztendlich größtenteils recht vorhersehbar, sowohl, was den Storyverlauf als auch die Reaktionen der Protagonisten angeht. Dennoch fällt dies nicht allzu schwer ins Gewicht, weil "Claustrofobia" dennoch gut erzählt wird und eine gewisse Grundspannung beibehalten kann.

Da sich die Handlung fast ausschließlich in einem Wohnblock abspielt, ist Boermans auf authentische Settings und versierte Darsteller angewiesen, die die eventuelle Location-Monotonie aufbrechen und den Film spannend bleiben lassen. Der niederländische Cast vollbringt hier zwar keine schauspielerischen Meisterleistungen, liefert aber, trotz einiger drehbuchbedingter Ungereimtheiten und Oberflächlichkeiten in der Charakterzeichnung, gut ab. Ich habe den Film im niederländischen Original mit Untertiteln gesehen, um den europäischen Touch noch ein wenig zu unterstützen, an der deutschen Synchro ist aber nichts auszusetzen.

Viel mehr gibt es zu "Claustrofobia" denn auch nicht zu sagen. Wie gesagt, das Intro halte ich für keine gute Idee, da man so, sobald die Handlung in die Gegenwart springt, eigentlich sofort weiß, wer hier was warum macht. Gut, ein wenig behält Boermans noch für sich, dennoch nimmt er seinem Film so Einiges der "Whodunnit"-Spannung. Lediglich die finale Auflösung hält noch eine kleine Überraschung parat, dennoch kann man sich bei "Claustrofobia" das Meiste schnell selbst zusammenreimen. Dass der Film trotzdem recht spannend bleibt und es mit den Unglaubwürdigkeiten auch nicht übertreibt, muss man Boermans anrechnen. Jedenfalls ist "Claustrofobia" ein gelungener europäischer Genrebeitrag, der die an amerikanische Billigware gewöhnten Augen des geneigten Zuschauers angenehm überrascht. Kein Meisterwerk, keine permanente Hochspannung, aber ein souverän inszenierter und gespielter niederländischer Thriller, der einem den Blick in ein paar menschliche Abgründe gewährt. Insofern gerne durchschnittliche drei von fünf Kellergewölben, die ein Entkommen (fast) unmöglich machen.
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am 27. August 2014
Warum ?
Ganz einfach. Mit dem niederländischen Regietalent Bobby Boermans gibt ein so dermaßen talentierter Filmemacher im Kino der Angst seinen Einstand, daß Sie, lieber Interessent hier in unbarmherzig raffinierter Weise 95 Minuten lang jede Nervenzelle einzeln pulverisiert bekommen. Welch ein Debutfilm !
Was kann man da noch Haarsträubendes zukünftig erwarten.
Wie schwer ist es ein abgeklärtes Publikum heute noch zu überraschen, so kraftvoll vor den Bildschirm zu bannen, daß der Blick nicht vom Geschehen abgewendet werden kann ?
"Claustrofobia" ist Spanungskino zum Hände vor die Augen halten, zum erschreckten Aufschreien, zum angsterstarrt in Ungewissheit im Sessel versinken und.. .zum begeistert Beifall klatschen vor Bewunderung, denn so eine intelligent durchdachte Terror- Höllenfahrt hat man lange nicht mehr erlebt.
Kopfschütteln ist angesagt, betrachtet man jedoch das effekthascherisch billig anmutende DVD- Cover.
Es ist die Frage welche Zielgruppe hier das Label ansprechen will.
Die Folter- und Blutspritzfraktion dürfte enttäuscht sein.
Weder ist ,wie das Cover vermuten lässt, eine angekettete nackte (!) Frau zu bestaunen, noch läßt sich der Streifen in irgendeiner Weise mit herkömmlichen Folterfilmen Marke "Saw" oder "Hostel" vergleichen.
"Claustrofobia" ist schockierende eiskalte Markenqualität aus dem kühlen Norden, konsequent düster und humorlos und hat mit dem mainstreamigen Amikonservenhorror so wenig gemeinsam wie Kurt Wallander mit der "Navy CIS"
Schon die ersten Minuten lassen den Zuschauer schier das Atmen vergessen, lassen ihn in beklemmend authentischer Weise am klaustrophobischen Horror des hilflos in der Dunkelheit Eingeschlossen seins teilhaben.
Mit einer Mutprobe beginnt der Film: Zu mitternächtlicher Stunde sehen wir ein kleines Mädchen und einen kleinen Jungen , die sich in ein Leichenschauhaus geschlichen haben.
"Du darfst mich küssen, wenn du dich traust, dich drei Minuten in ein Leichenfach zu legen".
Der kleine Junge kriecht in die schmale enge Röhre, und das Mädchen schlägt die Eisentür zu.
Unerträgliche Minuten in der absoluten Finsternis, eingeschlossen in dem metallenen Gefängnis.
Das Mädchen , das dem kleinen Verehrer diesen verheerenden Streich spielte, hat schon längst den schauerlichen Ort verlassen.
Zurück bleibt ein kleiner Junge -lebend begraben, dem qualvollen Ersticken preisgegeben.
Wir hören das entsetzte Atmen in tiefer erdrückender Totenstille.
Wie lange kann der Junge im Inneren des Leichenfachs wohl überleben ? Stunden, Tage ?
Markanter Bildschnitt:
Heller Sonnenschein, buntes Treíben auf den Straßen .
Eva ,eine junge hoffnungsvolle Nachwuchsschauspielerin ist auf der Suche nach einem Appartement.
Wir begleiten sie zu einer Wohnungsinspektion. Das ersehnte Objekt entspricht ihren Vorstellungen. Allerdings scheinen einige Nachbarn auf der gegenüberliegenden Häuserseite etwas seltsam zu sein.
Ein Mann beispielsweise, der sie ständig durch das Fenster anstarrt ohne je den Blick abzuwenden.
Aber sie lernt auch den freundlichen zuvorkommenden Alex kennen.
Eine durchzechte Nacht voller Alkohol und Flirtavancen,- doch beim Erwachen findet sich Eva plötzlich in einem finsteren Kellergewölbe wieder, angekettet und hilflos einem unbekannten Peiniger ausgeliefert.
Was Bobby Boermans aus dieser entsetzlichen Alptraumszenerie nun an herausragender Spannung, intensiver Dramatik und schweißtreibenden Storyentwicklungen herausholt ist beindruckend.
Fast kaum ein Tropfen Blut, fast keine Brutalität benötigt er für sein infernalisches Terrorgebräu.
Die unterbewusste Psyche ist es, die in genialer Form unaufhaltsam einem Belastungstest unterzogen wird.
"Claustrofobia" ist so geschickt konstruiert, holt das Maximum an Schock aus einer ungewöhnlich innovativen Grundidee, daß man dem Regisseur eine grosse Zukunft voraussagen kann.
Mehr darf und sollte man keinesfalls zum Inhalt verraten.
Nur soviel: Nach vielen unerwarteten Wendungen und grandiosen Einfällen wartet der Film mit einer tiefgründigen zutiefst verstörenden Lösung auf, die so unglaublich es klingt, nicht weit hergeholt ist, aber maßlos überrascht.
Die menschliche Psyche- immer noch der Ort der monströsesten Dämonen.
"Claustrophobia" benötigt keine übernatürlichen Elemente oder Splattereffekte.
Die zugrundeliegende Hintergrund-Story ist so einfach, bewegend wie gleichzeitig unglaublich pervers krankhaft.
Der wahre Horror ist nicht das Kellergewölbe, der Schock der Erkenntnis befindet sich in einem ganz anderen Raum.
Abgrundtief böse, tragisch und angsteinflößend.
Hervorragend die Kameraführung, der Einsatz leise ahnungsvoll bedrohlicher, dann wieder aufpeitschender Musik, dazu gute Schauspielleistungen und ein vertracktes Drehbuch , das pointierter nicht sein könnte.
"Claustrofobia" sollte sich kein Freund des intelligenten, überraschenden Psycho Horrors, auch kein Freund des erbarmungslos elegischen skandinavischen Kinos entgehen lassen.
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TOP 500 REZENSENTam 5. Dezember 2012
Hier hat man mal wieder ein schönes Cover produziert, welches den Film reißerisch vermarkten soll.
Wer aber einen trashigen Billighorror mit nackten Tatsachen erwartet, der wird zwangsläufig enttäuscht werden.
Die textillose Szene auf dem Cover taucht meiner Erinnerung nach im Film nirgends auf, ganz im Gegenteil ist die Inszenierung in dieser Hinsicht eher sehr prüde geraten.

Aber fangen wir vorne an:
Der holländische Horrorfilm hat seine besten Zeiten lange hinter sich, hier lieferte im Wesentlichen Dick Maas 1983 mit "Fahrstuhl des Grauens" und 1988 mit "Verfluchtes Amsterdam" zwei sehr ordentliche Genrebeiträge ab, danach kam meiner Erinnerung nach nicht mehr viel aus Holland außer Käse...

Insofern ist es schön, dass unsere Nachbarn mal wieder etwas zum Horrorthema abliefern.

"Claustrofobia" ist ein recht konventionell inszenierter Film, der auch mit einigen Billigbeiträgen zum Genre nicht vergleichbar ist, dafür ist er zu gut gemacht.

Zur Story:
Die junge Schauspielerin Eva hat eine neue Wohnung, in deren Umfeld einige merkwürdige Nachbarn leben.

Nach einer Feier mit einem Bekannten und ihrer Freundin erwacht sie in einem düsteren Keller...

Regisseur Bobby Boermans hat hier seinen ersten Spielfilm abgeliefert, dafür ist das Ganze recht ordentlich geraten, jedoch fehlte mir persönlich eine gesunde Portion Härte, ein paar Twists, ein paar Schockmomente und vor allem die Spannung.
Auch blieb mir der Peiniger zu harmlos, das Ganze wirkte - auch im wahrsten Sinne des Wortes - zu blutleer.

Wer nicht zu viel erwartet, kann sich diesen Film einmal ausleihen, der käufliche Erwerb ist jedoch unnötig.
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TOP 500 REZENSENTam 16. Oktober 2015
Also erstmal: um Klaustrophobie geht es in diesem Film nicht wirklich. Diese Angststörung in beengten Situationen und geschlossenen Räumen ist nicht Thema, sondern allenfalls ein lose mit der Resthandlung verbundener Aufhänger. Eher schon haben wir es hier mit einem recht klassischen Rachethriller rund um eine Kidnapping-Situation zu tun, die - ehrlich gesagt - weder sonderlich spannend noch besonders beängstigend oder atmosphärisch ist. Und das Ganze geht auch weit weniger blutig und brutal ab, als das DVD-Cover vermuten lässt.

Nur enttäuschte Erwartungen also? Nun ja, wenn man mit reißerischem Titel und Coverbild ans Werk geht und dann eher Hausmannskost liefert, ist eine gewisse Ernüchterung nicht zu vermeiden. Das heißt nun nicht, dass „Claustrophobia“ ein schlechter Streifen wäre: die üblichen Thrillermuster der falschen Fährten und grundlos Verdächtigen arbeitet er fleißig ab, er vermeidet unnötige Längen und ist im Rahmen der überschaubaren Handlung auch recht gut inszeniert.

Unterm Strich: ein Thriller aus dem breiten Mittelfeld des Genres, der keinen bleibenden Nachhall hinterlässt
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am 11. Oktober 2015
Weiß der Geier, warum der Film ab 18 freigegeben wurde. Habe schon Nachmittags-Filme gesehen, die schockierender und brutaler waren... Ist echt eine Schande, wie man teilweise verar... wird. Habe teilweise während des Films gemeint, ich müsste dem armen Ding helfen. Gut, man weiß nie, wie man selber in der Situation reagieren würde, da möchte ich nichts ausschließen, aber manchmal tut es als Zuschauer echt weh. Zumal sich dann noch der Privatdetektiv dumm anstellt...

Sorry, ich kann den Film überhaupt nicht weiter empfehlen. Habe mich über das ausgegebene Geld echt geärgert.
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am 30. Juni 2013
Mal ein etwas anderer Film! Bei der Story wird zu Beginn des Filmes relativ schnell alles geklärt, das hilft sich mehr auf die einzelnen Charaktere einzulassen und die Handlung anders als ueblich zu erleben. So kommt eine völlig ungewohnte, aber dennoch sehr reizvolle Stimmung auf, die meiner Meinung nach hilft den Film intensiver zu erleben. Voraussetzung hierfür sind natürlich gute Darsteller und davon gab es zum Glueck reichlich!
Ich kann den Film allen, die mal etwa neues erleben wollen nur empfehlen! Für Hardcore-Horror-Junkies wahrscheinlich nicht geeignet.
Uebrigens ist die Qualität der Blu-ray recht gut, Schwaechen zeigt das Bild nur in dunklen Szenen (Filmkorn). Der Ton ist gut allerdings nicht spektakulär.
Viel Spass beim Anschauen!
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am 6. September 2014
... und zwar überraschend gut - und immer wieder überraschend wendungsreich.
Man denkt die ganze Zeit, man weiß, was da abgeht, aber dann ist es doch anders bzw. noch viel schlimmer.
Mal kein 0-8-15-Thriller, wie man sie sonst so kennt.
Zum Inhalt wurde ja schon in den anderen Bewertungen genug gesagt: Eine junge Frau wird in einem Keller gefangengehalten.
Wieso, weshalb, warum? Man ahnt es, und liegt damit doch nicht ganz richtig.
Die Schauspieler sind überzeugend, die Story spannend und längst nicht so vorhersehbar, wie man am Anfang glaubt. Auch wenn sich der "Bösewicht" recht schnell zu erkennen gibt, tut das der Spannung keinen Abbruch.
Ach ja: DAS COVER - ist absolut irreführend! Die Frau ist da nicht die ganze Zeit nackt angekettet und wird auch nicht in unbekleidetem Zustand dauernd gefoltert.
Bitte vor dem Kauf die Rezensionen lesen und sich nicht allein von dem Bild da vorne drauf verleiten lassen (um hinterher zu meckern, dass der Film überhaupt nicht dazu passt).
Ich habe genau das getan (vorher die Rezis gelesen), wobei ich mich besonders bei dem Rezensenten mit seiner ziemlich langen, ausführlichen Aussage bedanken möchte, und wurde auch nicht enttäuscht, im Gegenteil.
Der Film ist einfach super und ich vergebe locker 5 Sterne!
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