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221 von 287 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Göttern und Menschen - und einem ALIEN-Prequel, das keines sein darf...
>>> ZUM FILM <<<
ALIEN-Fans in aller Welt horchten auf, als Ridley Scott vor einigen Jahren ankündigte, ein Prequel zu seinem eigenen SciFi-Meilenstein aus dem Jahre 1979 drehen zu wollen. Als dann im Laufe der PROMETHEUS-Vorproduktionsphase bekannt wurde, dass er doch kein ALIEN-Prequel, sondern stattdessen - vereinfacht gesagt - einen...
Vor 23 Monaten von H. W. veröffentlicht

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwelgende Bilder, aber Alien-Sequel?
Einzelheiten zum Medienträger folgen nach Erscheinung.

Auf der Erde findet das Pärchen Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) in Schottland in einer Höhle ein uraltes Piktogramm, das ein fremdes Wesen darstellt, das auf eine Sternenkonstellation zeigt, dass es wirklich gibt. Unabhängig haben diverse...
Veröffentlicht am 10. August 2012 von Hemeraner


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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Alien? Nein danke, 3. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Prometheus - Dunkle Zeichen [Blu-ray] (Blu-ray)
zugegeben, ich hatte mich im Voraus nicht wirklich informiert und war etwas überrascht, wie eklig es manchmal in dem Film zu ging...aber es war mir irgendwie klar (ohne Vorwissen), dass es was mit Alien zu tun hatte. Hielt dies allerdings irgendwie eher für Zufall.

Wie in vielen Rezensionen (die ich leider erst jetzt gelesen habe) schon beschrieben sind da so unglaublich viele Logikfehler drin, dass es echt schon weh tut.
Abgesehen davon, was will mir dieser Film sagen?
Interessante Fragen aufgeworfen? JA!
irgendetwas beantwortet? NEIN!
Warum handelt David so wie ers tut? Warum rennen die Frauen (und auch Männer) in Filmen immer in die Richtung, in die es unmöglich ist zu entkommen?
Und vor allem: Aus welchem Material (billigspoiler) bitte ist der Felsbrocken, der dem Gewicht des tonnenschweren Raumschiffs standhält und das komplette Moment des Raumschiffs aufhält, obwohl er nur ca. 40cm hoch ist ?!?!?!?
War auch etwas verwirrt von dem Tintenfisch, den sie im Bauch hatte und dem Billigteil von Medipod, das nur "männliche" Operationen möglich sind? Da würd ich beim Hersteller aber sofort reklamieren! Und die Methode die Wunde per Tacker zu klammern...naja, vielleicht irgendwie realistisch, aber in 80 Jahren? Ein super-hochmodernes Teil?!? Naja von mir aus.
Warum ist der Ingenieur so angepisst? Hat der einfach nur schlecht geträumt? Oder hat der David ihn beleidigt? Und warum nochmal wollten die komische Tintenfisch-Aliens zur Erde schicken?
Warum geht ein hochbezahlter Biologe zu einer, einer Kobra seeeehr ähnlich sehenden Schlange, die eindeutig Drohgebärden macht, hin und will sie streicheln, nachdem er vorher vor einem toten Alien abgehauen ist? Warum kann ein Geologe, der die coolen Kartographiesonden mitgebracht hat, keine Karte lesen und verirrt sich? Warum gehen sie in genau den Raum, der ausschlaggebend war für ihre Panik?!?

Ich wollte doch aufhören...naja, kurzum, die Effekte und Bilder waren gut, die Story schlichtweg nicht vorhanden, Logiklöcher so groß, dass ganze Sonnensysteme durchpassen, Schauspieler teilweise gut, konnten den Fil aber deswegen nicht retten.

Fazit: Wenn man nur tolle Effekte sehen will: Kann man anschauen. Wer sich irgendwie erhofft, dass es ein interessanter Film sein könnte: Finger weg!
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67 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Demontage einer Filmlegende, 16. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Prometheus - Dunkle Zeichen (DVD)
Liebe Amazon-Nutzer und -besteller!

Es war einmal ein (zumindest in den Anfangstagen seiner Karriere!) genialer Filmemacher, der sich eines Tages entschloß, einen Meilenstein nicht nur im Sci-Fi-Genre, sondern in der gesamten Filmgeschichte zu erschaffen: Und so setzte er sich mit einem Kumpel und Sci-Fi-Profi, nennen wir ihn mal Dan O'Bannon, zusammen und erfand den Alien! Nein Nein Nein....nicht "irgend einen" Alien....DEN (!!!) Alien! Das säureblutende Vieh in Schwarz mit langem Schwanz und geschmeidigen Doppelkiefern! Ich rede nicht von Will Smith in M.I.B.,sondern von Ellen (Manns-und Flintenweib)Ripleys liebstem Spielkameraden!

Jahrzehnte und drei geniale direkte Sequels (sowie zwei weit weniger geniale Cross-Over-Murkse mit Arnold "Governator" Schwarzeneggers liebstem Spielkameraden) später zwang entweder akuter Geldmangel, oder der Wunsch, mal "irgend etwas" mit dem Klassiker, oder weiß-die-Alien-Queen-was-auch-immer den Schöpfer des Aliens dazu, doch mal ein Prequel zu machen!

Gesagt, getan....oder viel mehr: gedacht und verbrochen! Publikumsmagneten mussten her, also mal kurz Lisbeth Salander enteist und in den Weltraum geschossen, Michael Fassbender kurzerhand vom Super-Magneten zum Roboter umfunktioniert (sehr passend bei dem Metall-Fetischismus, HaHaHa!!) und Charlize Theron stand auch zufällig so in Hollywood rum! Eyecandy kann's eh nie genug geben, egal, wie unsympathisch und/oder kotzbrockig ihre Rolle auch ausfallen mag! Die restliche Schauspieler-Riege mit Knallchargen aufgefüllt, die in bester Captain-Kirk-Außenteam-Manier genau richtig zum wegmetzeln ist! Das ganze dann noch trendy und stylisch in 3D gegossen und schon kann der Kino-Boom losgehen....oder aber auch nicht!!!

Denn was bei diesem Machwerk rausgekommen ist, das hat:
a) Logiklöcher, die so groß sind, dass die "Prometheus", "Nostromo", "Sulaco" und "Auriga" nebeneinander durchfliegen könnten
b) verworrene Handlungsstränge, die so unzusammenhängend und absolut unnachvollziehbar sind, dass man vermuten könnte,die Aliens hätten sich nicht in der Brust, sondern im Kopf des Drehbuchautors eingenistet
c) so eine flache Spannungskurve wie das EKG eines Wirts nach einer Alien-Zwillings-Geburt

**************Spoiler********************

Es wäre müßig, alle idiotischen Handlungsfehler oder auch nur simple Skript/Continuity-Schnitzer aufzuzählen - sei es das "professionelle" Verhalten der Forscher (Unbekannte Atmosphäre? Erst mal Helm runter und laut rumjubeln!), das "logische" Verhalten der Schöpfer (Mühsam eine neue Spezies erschaffen, und dann direkt mal mit Tentakel-Monstern wieder platt machen!), die "Reaktion" der Haupt-Lisbeth (Mein Alien-Ur-Opa, von dem ich meine DNA zu Weihnachten geschenkt gekriegt hab, will mich umnieten? Klar, ich flüchte nicht zur Erde oder warne meinen Planeten, sondern düse zu ihrer Heimatwelt und versuche mit denen zu reden! Ich kann zwar die Sprache nicht und reden wollten die auch nicht so richtig mit mir, sondern mir eigentlich eher den Kopp abreißen, aber das klingt doch trotzdem nach nem guten Plan...äh...nicht wahr?!) die Motivation von Robo-Fassbender (Ich verseuche den Lebensgefährten der Haupt-Tussi aus welchem Grund auch immer mit nem Alien-Parasiten, finds cool, dass ein Baby-Alien sie von Innen her auffrisst und dann helfe ich ihr anschließend ohne Widerworte bei ihren Plänen!)

Und die Liste solcher High-Lights zieht sich vom Vorspann bis zu den End-Credits - es ist absolut erstaunlich, was sich Scott dabei ganz ehrlich nur gedacht haben mag!

Fazit: Das kommt dabei heraus, wenn man (aus Langeweile?) anfängt, an einem perfekten Werk herumzupfuschen! Verschlimmbesserung in außerirdischem Maßstab - Schande über dich, Ridley! Zur Strafe musst du dich jetzt in einen "Black Hawk" Hubschrauber setzen und dann von "Robin Hood" abschießen lassen!!! Hoffen wir mal, dass 2013 mit deinen Filmen "ein gutes Jahr" wird, denn sonst wird dich auch der "Gladiator" nicht mehr retten können!
Klappe zu - Alien tot!
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51 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Außen hui, innen pfui, 19. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Prometheus - Dunkle Zeichen (DVD)
Vorneweg sollte ich wohl erwähnen, dass ich kein totaler Alien-Fan oder -Experte bin. Ich hab die Filme als Teenie gesehen und war von der düsteren und bedrohlichen Atmosphäre fasziniert...ja ja, okay, ich hab mir fast in die Hose gemacht vor Angst! Seid ihr nun zufrieden?? ;)

Da die Kritiker voll des Lobes für den Film waren und die ersten Bilder in den diversen Filmmagazinen einfach nur beeindruckend aussahen, hab ich mir den Film über Sky angeschaut. Zum Glück, muss ich sagen. Bei der Vorstellung, den DVD-Preis dafür gezahlt zu haben, dreht sich mir der Magen um! Aber bevor ich jetzt losschimpfe, erst das positive (man muss ja diplomatisch sein, gelle?):

Die Special-Effects, die Bildqualität, die Kulissen und Kostüme kann man nur hervorragend nennen. Mit viel Liebe zum Detail wurden Schiff und die Höhle ausgestattet bzw. kreiert. Man sieht, dass in die Effekte eine Menge Geld gepumpt und viel Wert darauf gelegt wurde, der Geschichte einen glaubhaften Rahmen zu verleihen.

Der Michel (Michael Fassbender) spielt den Androiden David ausgezeichnet, die leicht steife Körperhaltung und Bewegung und der Gesichtsausdruck lassen einen an die künstliche Erschaffung dieses Charakters glauben.

Noomi Rapace (Dr. Shaw) hat mir auch sehr gut gefallen. Kannte sie bisher nur aus "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten". DFand sie da schon gut, obwohl sie eine kleinere Rolle hatte. Vielleicht lehne ich mich jetzt weit aus dem Fenster, aber für mich wäre sie eine würdige Nachfolgerin für Sigourney Weaver (Ripley). Eine gute Schauspielerin!

Charlize Theron hat mich damals in "Monster" begeistert, aber seitdem weiß ich nicht, was an der Frau so toll sein soll. Sie hat bei Weitem keine Glanzleistung abgeliefert, wie ich finde. Zu Gute halten muss ich ihr allerdings, dass der Charakter auch nicht wirklich viel hergegeben hat.

So, jetzt zum Negativen *kichernd die Hände reib*:

Die Story! Heilige Tütensuppe, wer hat sich diesen aufgewärmten Quatsch nur ausgedacht?! Ich saß wirklich auf der Couch und dachte: "Das kann's doch jetzt nicht sein, oder? Da muss doch noch was kommen! Die wollen mir das doch nicht so verkaufen, oder??"
- Leider war es so.

Ich werde jetzt SPOILERN, also seid gewarnt:

Die Grundidee ist so genial! Die Möglichkeit, dem eigenen Schöpfer tatsächlich zu begegnen und ihn persönlich zu fragen: "Warum hast du mich erschaffen? Wozu bin ich da?" fasziniert mich unheimlich. Eine Kernfrage der Menschheit.
Man hätte so viel daraus machen können! Und dann kommt da so ein Scheiß bei raus! (Entschuldigung)
Die Charaktere waren alle durch die Bank so ausgesprochen dämlich, dass man sich nur an den Kopf fassen konnte. Einer meiner Vorredner ist da auf herrliche Weise schon drauf eingegangen, also fass ich nur die größten Aufreger zusammen:

1. Warum packen die da alles an???
David macht da auf eigene Faust einfach mal alle Türen auf und der Rest der WISSENSCHAFTLER tatscht ständig die unbekannte, schwarze Materie an! Wie bescheuert kann man eigentlich sein?
Super fand ich auch die Szene mit dem kleinen Alien-Vieh und den beiden oberschlauen Experten. Da zeigt das Vieh schon klare Anzeichen von Aggression und man sieht schön die vielen spitzen Zähnchen und da geht der Blödmann trotzdem immer näher ran! Schwupps, die ersten Beiden weg. Besser verdient haben sie's nicht. *kopfschüttel*

2. Was sollte das mit den Sonden?
Da haben die schon so tolle Kartographie-Möglichkeiten und nutzen die nicht??? Wieso? WIESO?? Argh!

3. Captain, mein Captain!
Es war nur eine kleine, vollkommen sinnlose Szene, aufgeregt hat sie mich trotzdem. Warum muss sich eine Frau in Machtposition (na gut, auf sie gehört hat ja eh keiner) eigentlich immer flachlegen lass, am besten noch von einem abgehalfterten Piloten? Was soll sowas aussagen? Eine Frau kann nicht professionell sein? Kann ihre Triebe nicht im Zaum halten? Sorry, aber ich finde das sexistisch!

4. Oh, da sieht jemand krank aus. Gehen wir mal hin!
Da sind schon die ersten gestorben (okay, der Flammenwerfer war doch ein wenig übertrieben) und trotzdem müssen irgendwelche Statisten die Leichen inspizieren. Es ist doch ganz einfach: Wenn ich auf nem Alienplaneten bin und meine Kameraden durch irgendwas Außerirdisches sterben UND er die Füße plötzlich neben dem Kopf stehen hat - Rein ins Schiff, Luke zu. NICHT hingehen und nachgucken, ob man ihm vielleicht noch helfen kann (hallo?). So überlebt man.

5. "Was ist es, Doktor? Junge oder Mädchen?" - "Ein Alien." - "O.o"
Der Teil vom Plot war einfach nur billig. Aufgewärmter Mist. Das hatten wir schon. Neue Ideen, Leute!
...Obwohl ich die Szene mit dieser Operationskammer schon lustig fand: "Ich brauch nen Kaiserschnitt" - "Diese Einheit ist nur für männliche Passagiere ausgelegt." Klarer Fall von Pech gehabt. (Mir fällt gerade ein, dass das auch keinen Sinn macht. Stand das Ding nicht in der Kajüte des WEIBLICHEN Captains? Und warum kann so ein kostspieliges Gerät nicht Männlein und Weiblein operieren? Rausgeschmissenes Geld, würd ich sagen...)

6. David
Den Charakter hab ich nicht verstanden. Warum Holloway infizieren? Einfach mal so, um zu sehen was passiert? Hat er von "Papi" diese Aufgabe bekommen? Der wollte doch nur ewig leben. Zu dem Zeitpunkt war doch schon klar, dass das Zeug lebensgefährlich und nicht -verlängernd ist, oder habe ich das falsch in Erinnerung??

7. Baum fällt!
Das hat mich in "Avatar" schon so aufgeregt. Wenn ein langes Objekt (in diesem Fall das Schiff) auf dich zu fallen droht, dann rennst du nicht der Länge nach weg, sondern seitlich!! Der Schiffsarm war doch viel länger als er breit war. Das ist doch einfach nur dämlich, sowas...

Ach, ich könnte ewig so weiter machen. Es hat einfach vorne und hinten nicht gestimmt, war unlogisch und dumm. Vor allem dumm. Die Charaktere waren leere Hüllen und sympathisch fand ich da auch keinen. Am schlimmsten finde ich noch, dass man am Ende genau so schlau ist wie am Anfang. Warum haben sie uns denn nun erschaffen? Was war der Grund??
"David, hör auf die Besatzung zu dezimieren und lies die Inschriften, verdorri! Ich brauch Antworten!"

FAZIT:
An Prometheus kann man sehr gut erkennen, was Hollywoods derzeitiges Problem ist: Es legt zu viel Wert auf die Effekte, den Rahmen, und vernachlässigt dabei die Geschichte. Auch wenn es hübsch aussieht, einem halbwegs intelligenten Zuschauer fallen die Unstimmigkeiten in der Geschichte trotzdem auf!
Es wird nur noch aufgewärmt, Innovationen und neue Ideen sind anscheinend nicht gewollt. Traurig!
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109 von 152 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prometheus - eine Deutung, 14. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Prometheus - Dunkle Zeichen [Blu-ray] (Blu-ray)
Ein phantastischer Film! Man muß aber die Alienbrille abnehmen. Hier eine Deutung.

Die sogenannten Konstrukteure sind nicht die Schöpfer/Götter. Es gibt im Film diverse Hinweise für diese These.

1. Filmtitel: Der Film heißt nicht Alien 0.1 oder Die Konstrukteure, sondern: Prometheus. Er ist ein Halbgott. Prometheus hatte noch Götter über sich.
2. Eingangsszene: Das Raumschiff ist nicht hufeisenförmig. Der gezeigte Konstrukteur ist Prometheus. Er stahl den Göttern das Feuer (Biotechnologie=Feuer des Lebens), wird mit dem Tod bestraft, metaphorisch für ewig an einen Felsen (Planeten) gekettet.
3. Felsmalerei: Die älteste der entdeckten Sternenkarten zeigt einen äußerst filigranen Gott, der keinerlei Ähnlichkeit mit den Konstrukteuren hat. Dr. Shaws Deutung als Einladung ist falsch, es ist eine Warnung: Auch wenn ihr könnt, fliegt niemals dorthin.
4. Vor wem oder was rennen die die Konstrukteure im Höhlenlabyrinth weg?
5. Wer schuf die Konstrukteure? Diese Frage wird im Film in den Raum gestellt.
6. Gengleichheit: Menschen und Konstrukteure sind verwandt, die letzteren sind zwar älter, das heißt aber nicht zwingend, daß sie die Schöpfer sind. Es kann auch heißen, Menschen und Konstrukteure haben einen gemeinsamen "Vater".
7.Die Menschen sollten schon vor ca. 2000 Jahren vernichtet werden. Aber um das Jahr Null herum stellten die Menschen keinerlei technologische Gefahr dar. Warum also die Eile? Es gab einen anderen Grund. Quasi im gesamten Film wird auf Weihnachten verwiesen.
8. Im Gespräch zwischen Shaw und Janek über das Verhindern um jeden Preis wird permanent eine Maske an der Wand gezeigt, die stilistisch zur Figur der Höhlenmalerei passt.
9. Vielleicht gibt es noch mehr Hinweise, die mir aber entgangen sind.

Kurz und knapp zum merkwürdigen Verhalten der Crew:

Genaugenommen braucht das Raumschiff keine Crew. David könnte es allein bedienen. Wieso wurden so viel mitgenommen? Sie sind als Versuchskaninchen an Bord. Wer lässt sich für viel Geld für eine Reise mit unbekannter Agenda kaufen? Bestimmt nicht die hellsten Köpfe. Der Biologe ist ein auf Erstkontakt programmierter Androide, seine Leiche macht keine Metamorphose durch, die "Kobra" verlässt den Körper wieder. Auch Vickers ist wie der Biologe ein Androide, beide wissen davon aber nichts. Nur David weiß um seine Existenz, das macht ihn umso menschlicher. Janek fragt Vickers nach Sex und ob sie ein Roboter sei. Die Antworten sind rein rational und völlig emotionslos. Der Dialog Janek/Vickers ist ein Turing-Test (großes Thema in Blade Runner). Und, und, und ….

Weitere Erklärungen, wie die Geschichte weitergeht und was das alles zu bedeuten hat, verrate ich nur Fox oder Ridley Scott.
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4.0 von 5 Sternen Mit Schwächen ein spannender Film, 17. September 2014
Von 
Nannunanna "qwert" (Esslingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Prometheus - Dunkle Zeichen [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film besitzt definitiv viele Schwächen, die hier bereits zur Genüge diskutiert worden sind. Doch auch die Alien-Reihe bot labile Crew-Mitglieder (Teil 1 und 2) und gewisse Logik-Löcher auf, doch gleicht das unbestreitbare Spannungsmoment diese Mankos auf. Ich vermute, die Kritiker besaßen einen überhöhten Anspruch und erwarteten die Auflösung der aus Alien resultierende diverser offenen Fragen und waren ob der Mehrdeutigkeit von Prometheus schlicht enttäuscht.
Oder der Trailer und die Vorab-Infos erweckten den Eindruck der Erklärung des Urspungs der Menschheit.

Nur gehören offene Enden und die nicht bis ins letzte Detail erklärte Momente zur Alien-Reihe wie das Alien höchstselbst.

Auch dort hinterfragte bislang niemand, wie die Alien-Wesen nach dem "Schlüpfen", ohne Nahrungs- oder Energiezufuhr, den gezeigten Masse-Zuwachs und Wuchs erfahren können.

Von all den vorgebrachten Kritikpunkten stört mich eigentlich nur ein Detail tatsächlich, und zwar die peinliche, auf alt machende, Maskerade des Konzernchefs.
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191 von 270 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Logikfehler?, 22. August 2012
So ich möchte hier keinen langen Roman schreiben.Und jeder sollte seine eigene Meinung haben.
Aber bitte...haben die Leute schon einmal daran gedacht bevor sie einen Film der mit so viel Liebe gemacht ist das es einen 2 und gar 3 Teil geben könnte bevor sie
diesen in den Dreck ziehen?
Antwort : Warscheinlich nicht.

ACHTUNG SPOILER!!!

Warum der Space Jockey nicht seinem Schiff sitzt während das Alien rauskommt...ganz klar weil er es nicht ist hergott.
Dieser Film spielt auf einem anderen Planeten und nicht LV-426!!!

Warum sonst fliegen David und Shaw zum Schluss weg zusammen auf der Suche nach dem Planeten.

Warum weiss David von den restlichen Schiffen...na ganz einfach weil er das gesamte Logbuch vom Schiff in aller ruhe studiert.

Warum ist dies LV 236 und nicht LV 426 na weils auf dem Scanner steht...und und und.

Könnte ewig weiter reden...es wird alles geklärt...man muss nur auf Details achten und nicht darauf wann denn der nächste Kopf fliegt oder wer stirbt.

Manche schreiben rezensionen von wegen langweilig...Ach und was war mit Alien 1... der war genauso getrickt...einsamer Planet...eine Crew...ein Alien...erzählen von Story jemand stirbt
und Ende.

Naja man kanns heute niemanden mehr recht machen...aber wiegesagt Prometheus 2 kommt und ich bin mir sicher das dieser oder gar Teil 3 genau die Antwort auf Alien 1 sein wird.

Bis dahin für alle die Ihn noch nicht geschaut haben gebt dem Film ne Chance er ist echt düster und spannend gemacht.

MFG
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5.0 von 5 Sternen Anfang neu, 19. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Prometheus - Dunkle Zeichen (DVD)
Dieser sehr sehenswerte Film erklärt manches, was im ersten "Alien"-Film an Bauten optisch beeindruckte und viele Bilder / Einstellungen finden sich genauso wieder, was den Zusammenhang schafft und jetzt auch erklärt wird.
Natürlich nicht alles und das muss man nicht als cliffhanger verdammen - der Zuschauer findet selbst Antworten oder rätselt eben weiter, d.h. die Geschichte bleibt im Kopf und kreist dort weiter... bleibt also präsent und wenn es eine Fortsetzung gibt, wird man sich freuen und die eigenen weitergeführten Gedankengänge dann mit denen der Autoren vergleichen.
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17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nur eine Bewertung für diese Bookletausgabe, 6. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
ich betone nochmals ausdrücklich, dass hier nicht der Film, sondern nur die Ausgabe mit dem Booklet bewertet wird.
Dieses Art Booklet ist äußerst dürftig ausgefallen - es ist eher ein dünnes Begleitheftchen in der Blue Ray Hülle und rechtfertigt - meines Erachtens -den höheren Preis nicht.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts Halbes und nichts Ganzes. Gedanken über "Prometheus", 24. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Prometheus - Dunkle Zeichen (DVD)
Ich habe mir den Film inzwischen viele Male auf DVD angesehen und kann nicht behaupten, dass er mir jetzt besser gefällt als seinerzeit im Kino. Die zu Recht gelobten optischen Schauwerte können einfach nicht über die eklatanten Mängel des Drehbuches hinwegtäuschen. Bei einem Projekt dieser Größenordnung und einem Regisseur dieses Kalibers sollten solche Mängel eigentlich nicht auftreten! Bedenkt man, wieviele Millionen in den Film investiert wurden, dann ist es besonders ärgerlich, dass das Drehbuch so viele Mängel aufweist. Meiner Meinung nach rühren die Schwächen des Drehbuchs daher, dass die beiden Fassungen - die erste von Jon Spaihts und die zweite von Damon Lindelof - auf schlampige und nachlässige Weise miteinander kombiniert wurden (das Drehbuch von Spaihts ist im Internet verfügbar und kann mit dem Film verglichen werden). Aus der Kombination ist ein eigenartiger Zwitter entstanden. Der ganzen Geschichte von "Prometheus" haftet etwas Unausgereiftes und Halbfertiges an. Man gewinnt den Eindruck, dass viele Dinge nicht zu Ende gedacht wurden. Um wieviel besser wäre der Film, wenn am Drehbuch mit der gleichen Sorgfalt und Hingabe gearbeitet worden wäre wie an der opulenten Ausstattung! Es folgen einige Kritikpunkte (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Ich werde nicht auf Punkte eingehen, die schon oft genug kritisiert wurden (z.B. das dilettantische, unprofessionelle und fahrlässige Verhalten der Wissenschaftler nach der Landung; Shaws erstaunliche körperliche Einsatzfähigkeit nach der Operation).

1. Zu wenig Hintergrundinformationen über wichtige Figuren und ihre Motive

Das Spannungsverhältnis zwischen Shaws Glauben einerseits und ihrer Geistes- und Arbeitseinstellung als Wissenschaftlerin andererseits wird nicht problematisiert. Lassen sich Glauben und Wissenschaft so leicht in Einklang bringen, wie es hier geschieht? Es ist nicht erkennbar, wie gläubig Shaw eigentlich ist, wie tief ihr Glaube ist. Die Glaubensproblematik wird zu keinem Zeitpunkt ernst genommen und vertieft; sie wird stattdessen vollkommen oberflächlich behandelt. Als Archäologin müßte Shaw doch eine gesunde Skepsis gegenüber der Auffassung besitzen, das Leben auf der Erde im Allgemeinen und der Mensch im Besonderen seien aus dem Schöpfungsakt einer über- bzw. außerirdischen Macht hervorgegangen. Eine Archäologin, die kreationistischen Ideen anhängt, ist für mich ein Widerspruch in sich. Was ist eigentlich Holloways Motivation? Er sucht ebenfalls nach den vermeintlichen Schöpfern der Menschheit, gibt sich aber an keiner Stelle als religiös bzw. gläubig zu erkennen. Er gleicht eher einem abenteuerlustigen Jungen als einem Wissenschaftler. Glaubt er an die Erschaffung der Menschen durch Außerirdische, ohne religiös zu sein?

2. Das rätselhafte und widersprüchliche Verhalten des Androiden David

Auch hier fehlen Informationen zum Background der Figur. Wie "alt" ist David eigentlich? Ist er relativ "neu" bzw. "jung", oder steht er schon viele Jahre in Weylands Diensten? Davids Alter ist nicht unerheblich in Hinblick auf die Frage, ob der Androide irgendwann begonnen hat, ein eigenes Bewußtsein zu entwickeln und eigene Pläne zu verfolgen (entgegen den Intentionen seiner Schöpfer, die diese Verselbständigung sicher nicht gewollt haben). Wie ist Davids widersprüchliches Verhalten zu erklären? Erst rettet er Shaw, als sie in den Sturm gerät, aber schon wenig später versetzt er Holloways Champagner mit der schwarzen Flüssigkeit, ohne zu wissen, was das eigentlich ist und welche Konsequenzen sein Handeln haben könnte. Er nimmt damit eine potentielle Gefährdung der ganzen Crew in Kauf! Handelt er dabei aus eigenem Antrieb oder auf Geheiß Weylands? Sollte ersteres der Fall sein, dann stellt sich die Frage, wie David unabhängig von seiner "Programmierung", nämlich den Menschen zu Diensten zu sein, eigene Ziele verfolgen kann, die zudem potentiell schädlich für seine Umgebung sind. Was hätte er als Androide überhaupt von seinem eigenmächtigen Handeln/Experimentieren, abgesehen von der Akkumulation von noch mehr Wissen? Fühlt sich David von Holloways Bemerkungen, er sei kein richtiger Mensch, gekränkt? Wenn ja, wie kann sich ein Androide, der doch keine menschlichen Emotionen hat, gekränkt fühlen? David weiß, dass er ein Androide ist; daher kann es doch keine Kränkung sein, wenn Holloway ihn auf diese unstrittige Tatsache anspricht.

3. Überflüssige Figuren

Auf den Geologen Fifield und den Biologen Milburn hätte man getrost verzichten können. Den Zuschauern wären dadurch einige sehr alberne Szenen erspart geblieben. Die Figur Holloway hätte vollkommen ausgereicht, um die mutierende Wirkung der schwarzen Flüssigkeit zu demonstrieren. Die Mutation Fifields fügt der Handlung nichts Wesentliches hinzu. Der Grund für Fifields Rückkehr ist denkbar banal - da der Film seinem Ende zustrebt, müssen rasch die bedeutungslosen Nebenfiguren "entsorgt", d.h. getötet werden. Fifield erledigt das sehr "effizient". Nach getaner Arbeit wird er selbst entsorgt. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. Im Übrigen bleibt unklar, warum die schwarze Flüssigkeit Fifield in ein aggressives Monster verwandelt, Holloway jedoch nicht (eine Frage der Dosis?).

Auch Vickers halte ich für verzichtbar. Es ist nicht nachvollziehbar, warum sie an einer Expedition teilnimmt, an deren Sinn sie offensichtlich zweifelt. Genauso gut hätte sie ihren Vater allein ins All fliegen lassen, auf seinen Tod spekulieren und sich die Kontrolle über das Unternehmen sichern können. In der Langfassung des letzten Gesprächs zwischen Vater und Tochter wird ja deutlich, dass Vickers den Tod des Vaters geradezu herbeisehnt ("Ich bin es leid, auf den letzten Atemzug aus deinem Mund zu warten"). Vickers ist letztlich nur deshalb an Bord, weil irgendjemand die Mission leiten muß, bevor Weyland geweckt wird, nicht aber, weil sie selbst ein Interesse an der Mission hat. In Spaihts' Drehbuchfassung ist Vickers nicht Weylands Tochter, sondern lediglich seine "rechte Hand". Sie wird von ihrem Chef mehr oder weniger zwangsverpflichtet, an der Mission teilzunehmen. Es war unnötig, aus Vickers Weylands Tochter zu machen, zumal im Film nicht klar wird, woher eigentlich die Spannungen zwischen Vater und Tochter rühren (soll etwa die Langlebigkeit des Vaters der Grund dafür sein?) und warum Weyland David seiner leiblichen Tochter vorzieht. Der Verzicht darauf, eine Erklärung für die angespannte Dreiecksbeziehung zwischen Weyland, Vickers und David zu geben, steht stellvertretend für so viele Elemente der Story, die nur oberflächlich und halbherzig abgehandelt werden.

4. Überflüssige Handlungselemente

Das Techtelmechtel zwischen Vickers und Janek ist einfach nur albern. Gab es keine bessere Lösung, Janek von der Brücke verschwinden zu lassen, so dass niemand bemerkte, was im Laufe der Nacht mit Fifield und Milburn passierte?

5. Offenkundige Handlungslücken; Handlungen, die ohne Konsequenzen bleiben

Nach Holloways Tod gibt David Shaw ein Beruhigungsmittel, sie schläft ein. Später erscheinen zwei Crew-Mitglieder, um sie in einen Antikontaminationsanzug zu stecken und aufs Cryo-Deck zu bringen. Shaw überwältigt beide und flieht. Niemand stellt ihr nach, niemand sucht sie, obgleich der Verdacht besteht, dass sie ähnlich wie Holloway infiziert sein könnte. Ohne von irgendjemandem gestört zu werden, unterzieht sich Shaw in Vickers' Quartier einer Operation. Wo ist Vickers zu diesem Zeitpunkt? Blutverschmiert taucht Shaw nach dem Eingriff in Weylands Kabine auf. Niemanden interessiert es, was mit ihr geschehen ist, selbst David nicht, der als einziger weiß, warum Shaw die Operation durchgeführt hat. Ford, die von Shaw brutal niedergeschlagen wurde, hilft wenig später Weyland, als dieser sich für die Fahrt in die Pyramide vorbereitet - als wäre zuvor nichts Dramatisches passiert. Shaws Attacke ist längst vergessen (und verziehen?).

6. Unlogisches; Unverständliches; Unglaubwürdiges

Warum handelt es sich bei der Sternenkonstellation, die Shaw und Holloway bei ihren Forschungen entdecken, nicht um das System, in dem sich der Heimatplanet der Konstrukteure befindet? Warum haben die Konstrukteure den Menschen Hinweise auf ein Sternensystem gegeben, das nur eine Art Militärbasis beherbergt, wo Massenvernichtungswaffen hergestellt bzw. aufbewahrt werden? Was könnten sie mit diesem Hinweis bezweckt haben? Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Im Film gibt es kein Indiz, dass der Mond LV 223 in der Vergangenheit jemals etwas anderes war als eine Art Militärbasis. Warum glaubt Shaw, der Hinweis auf die Sternenkonstellation sei eine "Einladung"? Damit unterstellt sie ja, dass die Konstrukteure glaubten/hofften/vorhersahen, die Menschheit würde eines Tages technisch so weit fortgeschritten sein, dass sie ins Weltall vorstoßen und der "Einladung" folgen würde. Abgesehen von Shaws irriger Vermutung gibt es im Film jedoch keine schlüssige Erklärung für den Hinweis der Konstrukteure auf diese spezielle Sternenkonstellation. Und der Hinweis kann ja nur von den Konstrukteuren stammen. Von allein - und unabhängig voneinander - wären die alten Kulturen (Sumerer, Maya usw.) nicht auf dieselbe Konstellation gekommen. Für mich ist dieser Punkt das anschaulichste Beispiel dafür, wie bestimmte Elemente der Geschichte einfach nicht gründlich durchdacht wurden.

Ein weiteres Beispiel: Als David nach Holloways Tod Shaw untersucht, nimmt er ihre Kette mit dem Kreuz an sich. Später stellt sich heraus, dass er das Kreuz in seinen Werkzeuggürtel gesteckt und mitgenommen hat, als er mit Weyland in die Pyramide ging. Doch warum und wozu nimmt David das Kreuz mit? Warum fragt Shaw am Ende des Filmes David, wo ihr Kreuz ist? Naheliegend wäre es doch zu vermuten, dass David das Kreuz an Bord der "Prometheus" gelassen hat, es also verlorengegangen ist. Wie kommt Shaw darauf, David könnte das Kreuz bei sich haben? Auch dafür gibt es keine plausible Erklärung. Die Szene soll offensichtlich noch einmal Shaws Religiosität illustrieren (oder einfach ihre Anhänglichkeit an des Kreuz ihres Vaters), aber logisch ist sie nicht.

Noch ein Beispiel: Die Katastrophe in der Militärbasis der Konstrukteure liegt ungefähr 2.000 Jahre zurück. Doch als David den noch lebenden Konstrukteur weckt, erhebt sich dieser, als hätte er nur ein kurzes Nickerchen gemacht. Er ist sofort voll "einsatzfähig". Das Gleiche gilt auch für sein Raumschiff. Das ist ja tolle Technik, die nach zweitausendjähriger Ruhephase wie am Schnürchen funktioniert!

Ein letztes Beispiel: Als sich Shaw in Vickers' Modul gerettet hat, wird sie von David gewarnt, der Konstrukteur sei hinter ihr her. Aber woher weiß David, was der Konstrukteur tut, nachdem der sein abgestürztes Raumschiff verlassen hat? David kann doch gar nicht wissen, was sich außerhalb des Schiffes abspielt und wohin sich der Konstrukteur begibt.

7. Kleinere handwerkliche Schnitzer, z.B. unklarer Verbleib einiger Crew-Mitglieder

Laut Abspann gehören zur Crew vier Mechaniker und vier "Söldner". Als Shaw nach der Operation auf Weyland stößt, sind neben David drei Söldner im Raum (einer betätigt sich dabei als eine Art Krankenpfleger). Fifield tötet im Hangar mehrere Männer, ohne dass klar wird, wieviele Tote es insgesamt gibt. Fifield wird von einem Truck überrollt. Es ist klar erkennbar (an den Gesichtern), dass es einige der Söldner sind, die auf Fifield schießen, ehe er überrollt wird. Drei Söldner halten Wache, als Vickers ihren Vater aufsucht (zwei an der Tür, einer im Raum). Nur einer der Söldner begleitet Weyland in die Pyramide. Wo sind die beiden anderen, die zuvor in Weylands Quartier Wache standen? Was wird aus ihnen? Sind sie noch an Bord der "Prometheus", als Janek das Schiff des Konstrukteurs rammt? Sie können nicht Fifields Attacke zum Opfer gefallen sein, da Fifield getötet wird, bevor Vickers zu ihrem Vater geht, der noch immer mindestens drei der vier Söldner zu seiner Verfügung hat.

Wie man an diesen Beispielen sieht, wurde bei der Erstellung der letztendlich verwendeten Drehbuchfassung vieles nicht konsequent zu Ende gedacht sowie auf innere Kohärenz und Logik hin abgeklopft (Motive und Handlungen einzelner Figuren; verschiedene Elemente des Plots usw.). Der Mangel an Sorgfalt und Umsicht ist überall zu spüren. Unter einem "wasserdichten" Drehbuch stelle ich mir etwas anderes vor. Ein Roman-Manuskript mit ähnlichen Mängeln würde von jedem Verlag entweder abgelehnt oder zu einer gründlichen Überarbeitung zurückgegeben.

Bleibt zuletzt die Frage, ob man sich wünschen soll, dass "Prometheus" fortgesetzt wird. Es ist zweifelhaft, ob Hollywood genug Kreativität aufbieten kann, um eine Geschichte zu entwickeln, die "Prometheus" sinnvoll fortführt, offene Fragen beantwortet und zu guter letzt einen Bogen zur "Alien"-Saga schlägt. Diese Aufgabe ist kaum zu stemmen. Für eine Fortsetzung kommt eigentlich nur Shaws Reise zur Heimatwelt der Konstrukteure in Frage. Zumindest müßte diese Geschichte im Mittelpunkt des Films stehen. Alle anderen Story-Elemente (etwa Forschungen nach dem Verbleib der "Prometheus") müßten demgegenüber eine untergeordnete Rolle spielen. Verzichtet man darauf, Shaws weiteres Schicksal zu erzählen, würde das wie feiges Zurückweichen vor einer immens schwierigen Aufgabe wirken. Ich möchte nicht in der Haut des Autors stecken, der das Drehbuch für die Fortsetzung schreibt. Mit dem Ende von "Prometheus" (Shaws Aufbruch zur Heimatwelt der Konstrukteure) wurde eine hohe Hürde errichtet, die erfolgreich zu überspringen ein ungewöhnliches Maß an Kreativität erfordert.

Davon abgesehen müßte eine Fortsetzung - egal ob in einem Teil oder mehreren Teilen - folgende konkrete Fragen beantworten:

1. Was genau hat es mit der schwarzen Flüssigkeit auf sich? Woher stammt diese Substanz, ist sie natürlichen Ursprungs? Folgt man "Prometheus", dann hat sie mindestens zwei Wirkungen - zum einen Auflösung eines Organismus bis auf die zelluläre Ebene mit nachfolgender Neukombination der DNA (der sich opfernde Konstrukteur am Anfang des Films), zum anderen Auslösung von Mutationen, die nicht zum Zerfall des Organismus führen (Holloway, Fifield).

2. Haben die Konstrukteure alles Leben auf der Erde erschaffen oder nur die Menschen? Trifft ersteres zu, so stellt sich die Frage, wie dieser Schöpfungsakt mit der uns bekannten Erdgeschichte und der Geschichte des Lebens auf der Erde in Einklang zu bringen ist. Die Konstrukteure müßten dann eine Spezies sein, die selbst Milliarden Jahre alt ist. Um ehrlich zu sein: Am meisten hat mich an "Prometheus" diese Anlehnung an pseudowissenschaftliche Theorien von der Schöpfung des Lebens/des Menschen durch Außerirdische gestört. Das ist doch alles hanebüchen! Da für "Prometheus" aber nun mal dieser Ausgangspunkt gewählt wurde (aus meiner Sicht eine gravierende Fehlentscheidung), muß der Faden in der Fortsetzung aufgenommen und fortgesponnen werden.

3. Warum wollten die Konstrukteure die Menschheit vernichten?

4. Ist das Xenomorph eine natürlich vorkommende Spezies (also nach menschlichem Verständnis ein Tier) oder eine von den Konstrukteuren geschaffene Biowaffe? Darüber wird ja seit langem diskutiert (ich neige der ersten Variante zu, denn als Biowaffe finde ich das Xenomorph unnötig kompliziert). Beide Varianten bieten faszinierende Möglichkeiten für weitere Geschichten und Filme. Im ersten Fall könnte man versuchen, das Geheimnis der Heimatwelt des Xenomorphs zu lüften (Sigourney Weaver hat das mehrfach als Grundidee für einen potentiellen Film "Alien 5" vorgeschlagen). Ist das Xenomorph hingegen eine Biowaffe, dann stellt sich die Frage, gegen welche Feinde die Konstrukteure eine so furchtbare Waffe eingesetzt haben - sicher nicht gegen irgendwelche primitiven Einzeller. Gibt es im Universum also noch andere intelligente Spezies, und gerieten diese in Konflikt mit den Konstrukteuren?

5. Wie erfuhr Weyland Yutani von der Existenz des außerirdischen Raumschiffs auf LV 426 und seiner Fracht? Das Unternehmen scheint ja eine ungefähre Vorstellung von der Natur der Fracht zu haben, wie der Geheimauftrag an den Androiden Ash impliziert. Ich habe mich immer gefragt, warum die "Nostromo" das erste Schiff war, das das Signal von LV 426 empfangen hat. Das ist doch recht merkwürdig. Wenn man annimmt, dass die "Nostromo" und andere Schiffe auf bestimmten Standardrouten fliegen, dann hätte das Signal von LV 426 schon früher von einem anderen Schiff empfangen werden können.

So, damit soll's genug sein.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Im All lauern nicht bloß Schwarze Löcher, sondern auch gewaltige Logik-Löcher, 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Prometheus - Dunkle Zeichen [Blu-ray] (Blu-ray)
"Was bisher geschah":
Vor etlichen Millionen Jahren besuchen blauhäutige Demiurgen ("Engineers") in ihrem UFO die Erde und weitere geeignete Planeten. In einem Ritual der Selbstaufopferung verteilt einer von ihnen, nennen wir ihn spaßeshalber "Osiris", sein genetisches Material in die Bäche und Flüsse, damit dort komplexere Lebensformen entstehen können. Ein ganzer Planet als Petrischale! Das geschieht nicht aus reiner Selbstlosigkeit, sondern ist vor allem der Langeweile geschuldet. Die Konstrukteure möchten nicht länger allein im All sein.
Und die Besucher kehren zurück! Gleich mehrmals. Von den frühen Menschen werden sie als riesenhafte Götter verehrt. Dafür bringen sie aber auch die Entwicklung der Menschheit in Schwung, lehren Malerei, Musik, Sprache, Kosmologie. Erich von Däniken - wir ahnten es - hat also recht! Der erste nachweisbare Kontakt datiert auf das Jahr 35020 vor der Zeitrechnung. Es ist das Aurignacien. Schottland, Irland, Nordeuropa liegen unter dicken Gletschern, doch die Isle of Skye scheint seltsamer Weise davon nicht betroffen. Hier gibt es nicht nur Höhlenbewohner, sie bekommen sogar Besuch aus dem All. Auch nach dem Jungpaläolithikum schauen die Extraterrestrier öfters mal rein, so 3590 v. Chr. bei den Sumerern. Im Jahre 2470 v. Chr. sind sie bei den Ägyptern, denen sie gewiss kurz zuvor beim Pyramidenbau behilflich gewesen waren. 1760 v. Chr. gucken sie nach den frühen Hethitern und 1540 v. Chr. nach den Kassiten in Babylonien. Außerdem legen sie die Grundlagen der indogermanischen Sprachen und der Keilschrift.
Für das Jahr 93 n. Chr. ist wieder ein Besuch geplant, denn auf LV-223 wird ein Raumschiff der Konstrukteure mit dem Angriffsziel Erde programmiert. Doch irgend etwas geht auf der Mondbasis schief: Die gelagerten Biowaffen infizieren die Konstrukteure. Es kommt zu einem Massenausbruch einer mit "Ebola" vergleichbaren Seuche, die nur ein einziger Konstrukteur in seiner Kryo-Kammer überlebt.
Aber was ist das? Irgendwie und irgendwo haben ein paar Prä-Astronauten überlebt. Jedenfalls besuchen sie 620 n. Chr. das Reich das Maya und 680 n. Chr. auch noch die Insel Hawaii. Diesmal haben sie offenbar nicht vor, die Menschheit zu vernichten, sondern setzen ihre kulturstiftende Entwicklungshilfe fort. (Logischerweise kann es sich daher nur um einen anderen und weiterhin philantropen Clan von Konstrukteuren handeln.)
2023 n. Chr. greift der 1990 geborene Industrie-Tykoon Peter Weyland in einer programmatischen Rede auf den "Prometheus"-Mythus zurück. Prometheus habe den Göttern das Feuer geraubt. Damit sei aber nur ein erster Anfang gemacht gewesen. Jetzt gehe es um die Erschließung des Weltalls und die Erschaffung künstlicher Intelligenz. Tatsächlich produziert Weyland bald darauf den Androiden "David", der ihm zum Sohnesersatz wird, aber perfekter als jeder Mensch ist, weil er keinen Schmerz empfinden kann und nicht altert. Ein rechter "Gottessohn" also. Während Weyland sich seinem 100. Lebensjahr nähert, weiß er indes, dass ihm zu seinem Gott-Sein doch noch eine Kleinigkeit fehlt: ewiges Leben. Als die archäologischen Forschungen von Dr. Elizabeth Shaw and Dr. Charlie Holloway 2089 einen Hinweis auf das System "Zeta2 Reticuli" im Sternbild "Reticulum" enthüllen, baut er die "Prometheus", um diesen letzten prometheischen Akt zu vollenden: die "Götter" zu besuchen und ihnen das Geheimnis des Jungbrunnens zu entlocken.
Dummerweise findet die Besatzung der "Prometheus", die für die Entfernung von 12,1 Parsec (ca. 39,5 Lichtjahre) mit ihrem Ionenantrieb (einer der sogar in der Atmosphäre funktioniert!) lediglich zwei Jahre braucht, auf LV-223 nicht das Leben, sondern den Tod. Ein schönes Weihnachtsgeschenk! Der von den Konstrukteuren zurück gelassene protobiotische Schleim ist noch höchst virulent und wirkt sich mutationsfördernd auf den Metabolismus jener aus, die mit ihm absichtlich oder unabsichtlich in Kontakt kommen; und auch der aus dem Kälteschlaf wieder erweckte Humanoide hat nicht eben edle Absichten. Warum die Konstrukteure der Menschheit wieder überdrüssig geworden sind, bleibt am Ende eine Frage, die im leeren Raum steht. Eine Hypothese sei erlaubt: Die Antwort ist auf dem Mond LV-426 "Acheron" verborgen. Hier stießen die Konstrukteure 10 Millionen Jahre zuvor auf das parasitäre "Alien" und damit völlig unerwartet auf eine nicht von ihnen erschaffene und möglicherweise überlegene Lebensform. Einige der Demiurgen brachten dem Biest eine quasi religiöse Verehrung dar, andere aber - perfide Wissenschaftler und Militärs - kamen auf die Idee, nicht bloß gehortete Xenomorphen-Gelege als Bomben auf feindliche Planeten abzuwerfen, sondern auf der geheimen Militärbasis LV-223 mit dem genetischen Material des Aliens selbst zu arbeiten und es mit dem eigenen Genpool zu kombinieren. Diese Super-DNS sollte dann auf der Erde - als ihrem Experimentierfeld - freigesetzt werden, um dort einen gewaltigen Evolutionsschub, eine Höherzüchtung des Lebens, auszulösen. Freilich waren nicht alle Konstrukteure mit diesem Vorgehen einverstanden, das ja als Kollateralschaden den völligen Untergang der bis dahin so weit hochgepäppelten menschlichen Rasse bedeutet hätte. Ein furchtbarer Bürgerkrieg brach aus. Aber das ist eine andere Geschichte ...
to be continued.
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