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876
3,7 von 5 Sternen
Prometheus - Dunkle Zeichen [Blu-ray]
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1.286 von 1.577 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Dezember 2012
The Prometheus Scientist's Survival Pop Quiz 2.0
------------------------------------------------
by Arthur J Bullock Jr - Übersetzung von Techflaws

Sind deine Überlebensinstikte so geschärft wie die der Wissen-
schaftler an Bord der Prometheus? Lass es uns herausfinden.

Du, ein Wissenschaftler, bist mit einem Team Kollegen auf einem
fremden Planeten auf der Suche nach außerirdischem Leben gelandet.
Was würdest du in folgenden Situationen tun?

1. Bei Ankunft und dem ersten Betreten von etwas, das wie eine
erbaute Höhle aussieht, setzt du High-Tech-Scanner- und
-Kartographie-Sonden aus. Wirst du:

A) Auch den Androiden deiner Crew losschicken um nach möglichen
Gefahren zu suchen und warten, bis die Sonden fertig mit dem
Scannen und Kartographieren sind, bevor du mit dem Erforschen
beginnst?
B) Dich frech ins Unbekannte stürzen und die Entdeckungen deiner
Ausrüstung später konsultieren, wobei du jegliche Echosignale
außerirdischen Lebens als Fehlfunktion abtust?

2. Während du dich durch die Höhlenstruktur dieses Planeten bewegst,
entdeckst du das Vorhandensein von Sauerstoff in der Luft.
Wirst du:

A) Deinen Helm fest geschlossen lassen, weil sich allerlei unbekannte
Elememente, Bakterien, Pathogene, Überträger und andere schädliche
Substanzen, die von deiner Ausrüstung nicht zu erkennen sind, in
der Atmosphäre befinden könnten?
B) Schnell deinen Helm abziehen, NACHDEM du gesagt hast, was für eine
idiotische Idee das sei, weil der Teenager-Wissenschaftler, der
die Luft ausreichend durch ein paar kurze Atemzüge getestet hat,
Gruppenzwang auf dich ausübt?

3. Der Androide deiner Crew scheint schnell die Sprache der
Inschriften in der Höhle erlernt zu haben. Wirst du:

A) Ihn bitten, alles zu übersetzen und diesen Wissensschatz ab sofort
mit allen zu teilen?
B) Ihn wie ein rothaariges Stiefkind behandeln und ihn für den Rest
der Mission ignorieren?

4. Als Wissenschaftler auf der Suche nach außerirdischem Leben stößt
du in der Höhlenstruktur zufällig auf eine verstorbene außer-
irdische Lebensform. Wirst du:

A) Die Begeisterung über deine Entdeckung zügeln und dich auf
Untersuchung, Probenentnahme und weitere Tests vorbereiten?
B) Dir vor Angst in die Hose machen und beim Versuch zum Schiff
zurückzukehren wild drauflos rennen, bis du dich völlig in der
Höhle verlaufen hast, und dich weigern, die Kartographierwerkzeuge
zu nutzen, obwohl du zufällig DER Experte für deren Nutzung bist?

5. Nachdem du dich in der Höhle verlaufen hast, erfährst du, dass
dich ein Sturm draußen daran hindern wird, vor dem nächsten Morgen
zum Schiff zurückzukehren. Wirst du:

A) Deine Kartographierwerkzeuge rausholen um deine Position und
Ausstiegsstrategie zu bestimmen? Oder, wenn du dieser Logik schon
nicht folgst, wenigstens die Crew des Schiffs bitten, dich mit
ihrer 3D-Karte, die deine Position anzeigt, durch die Höhle zu
führen?
B) Entscheiden, dass eine Erforschung der Tiefen der Höhle, um dich
durch die Entdeckung weiterer verstorbener Außerirdischer noch mehr
zu ängstigen, der logischte Zeitvertreib ist?

6. Nachdem dem du durch die komplette spukhausähnliche Höhlenstruktur
gewandert bist, entscheidest du dich, den Eingangsraum aufzusuchen,
der dich überhaupt erst in Angst versetzt hat. Unglücklicherweise
triffst du dort auf ein lebendiges Alien, das an eine große
Schlange erinnert, die anfängt, wie eine Königskobra zu drohen und
zu zischen. Wirst du:

A) Ihr ins Gesicht schießen und um dein erbärmliches Leben rennen?
B) Entscheiden, dass du nur vor toten Aliens Angst hast statt vor
lebendigen und dann versuchen, das aggressive Schlangen-Alien
mit deiner Hand zu streicheln?

7. Nach der Entdeckung eines auf wundersame Weise konservierten 2000
Jahre alten, abgetrennten Alien-Kopfes, tütest du ihn in deinen
zuverlässigen Schnellverschlussbeutel ein und kehrst mit der
Trophäe zum Testen aufs Schiff zurück. Wirst du:

A) Eine Probe nehmen und dir zuerst die DNS ansehen?
B) Deiner wohligen Erinnerungen an Frankenstein gedenken, Stammzellen
zur Reanimation in den locus coeruleus injizieren und die Ampere
so weit aufdrehen, dass der Alien-Kopf explodiert und dann deine
Tests machen?

8. In der Höhle gelingt dir die Entnahme einer geringen Menge
schwarzen Klebezeugs, das lebendig zu sein scheint. Wirst du:

A) Einen Tropfen auf einen Objektträger geben und ihn unter dem
Mikroskop betrachten?
B) Entscheiden, dass die wissenschaftliche Methode von Kleinkindern
am erfolgversprechendsten und schnellsten ist und daher heimlich
einen Tropfen in einen Drink geben, den du dann einem Wissen-
schaftler anbietest, um zu sehen was passiert?

9. Von einer unbekannten Krankheit wird dir unheimlich schlecht und
du siehst eine wurmartige Alien-Larve aus deinem Auge krabbeln.
Wirst du:

A) Dich selbst unter Quarantäne stellen und die anderen Crew-
Mitglieder bitten, dich zu behandeln?
B) So tun, als sei nichts gewesen und als ginge es dir gut und wie
gewöhnlich mit dem Rest der Crew losziehen bis du halbtot
zusammenbrichst?

10. Nach dem Ausbruch einer Infektion und dem Tod-durch-Schlange eines
anderen Wissenschaftlers kehrt der in der Höhle dem Tod über-
lassene vermisste Wissenschaftler als Zombie-Klammeraffe zum
Schiff zurück. Wirst du:

A) Die Tür fest verschlossen lassen, bis du den Zustand des nicht
reagierenden Crewmitglieds durch die überall am Schiff ange-
brachten Kameras feststellen kannst?
B) Die Tür öffnen und allein rausgehen um nachzusehen, dann die
Kreatur treten und ihr dabei den Rücken zukehren, bis sie dir
mit Hilfe ihrer Zombiekräfte das Gesicht zertrümmert?

11. Du stehst, nachdem du ihn aus dem Hyperschlaf geweckt hast, einem
Konstrukteur gegenüber. Wirst du:

A) Versuchen, seine Sprache zu sprechen und dich, deine Crew und
deine Mission vorzustellen?
B) Ihn mit "Deine Mudda ist so fett"-Jokes bombardieren, bis er zum
wütenden Neandertaler wird und dir mit bloßen Händen den Kopf
abreißt?

12. Ein scheibenförmiges Raumschiff rollt ihm letzten Moment seines
Absturzes auf dich zu. Wirst du:

A) Rechtwinklig zum Pfad des Schiffs 10 Meter nach links oder rechts
laufen und es vorbeirollen lassen?
B) In der Hitze des Gefechts die Dampfwalzenszene aus Austin Powers
vergessen und daher eine ganze Minute lang versuchen, dem herab-
stürzenden, kleinstadtgroßen Raumschiff auf seiner Bahn davonzu-
laufen, während es langsam auf dich zurollt?

Wie hast du abgeschnitten? Addiere deine Punktzahl.
Alle As = 1 Punkt.
Alle Bs = 0 Punkte.

Hoffentlich hast du besser als die 0 Punkte der Schauspieler
abgeschnitten, die man direkt aus einem Teenie-Slasher-Film weg
engagiert hat, um sich im Film Prometheus als Wissenschaftler
auszugeben!

"Im Namen aller Wissenschaftler schäme ich mich, Sie zu uns
zählen zu müssen." -Milburn
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237 von 306 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
>>> ZUM FILM <<<
ALIEN-Fans in aller Welt horchten auf, als Ridley Scott vor einigen Jahren ankündigte, ein Prequel zu seinem eigenen SciFi-Meilenstein aus dem Jahre 1979 drehen zu wollen. Als dann im Laufe der PROMETHEUS-Vorproduktionsphase bekannt wurde, dass er doch kein ALIEN-Prequel, sondern stattdessen - vereinfacht gesagt - einen eigenständigen Film "mit ein wenig Alien-DNA" (Zitat Ridley Scott) drehen wollte, war die Fangemeinde gespalten. Alien ja oder nein? Viel oder wenig Alien? Oder etwas ganz anderes? Ich persönlich vergewisserte mich im Kino vom Ergebnis und verließ die Vorstellung seinerzeit mit gemischten Gefühlen. Nun habe ich dem Film auf Blu-Ray eine zweite Chance gegeben.

PROMETHEUS punktet in erster Linie mit einer sehr dichten und faszinierenden SciFi-Atmosphäre, die von atemberaubenden Bildern getragen wird. Der Zuschauer ist beinahe geneigt, sich in dieser umwerfenden Optik zu verlieren. Außerdem fällt positiv auf, dass sich Ridley Scott bemüht, tatsächlich eine Geschichte zu erzählen, die - was gut ist - nur langsam Fahrt aufnimmt: Die Figuren werden eingeführt und im ersten Akt wird die Rahmenhandlung präsentiert. Erst dann nehmen die Geschehnisse ihren Lauf: Die Spannungssschraube wird angezogen, das Team dezimiert und zahlreiche interessante Fragen werden in den Raum gestellt. Bis dahin ist PROMETHEUS ein Film, der rundherum begeistert.

Allerdings macht das Drehbuch aus der Feder von Damon Lindelof der Qualität des restlichen Films einen großen Strich durch die Rechnung. Zur Erinnerung: Damon Lindelof bewies schon mit LOST, dass er in erster Linie gut darin ist, Fragen aufzuwerfen, statt sie zu beantworten. Mit den letzten Staffeln ist es ihm dann leider "geglückt", die einstmals faszinierende Serie inhaltlich gegen die Wand zu fahren. Fragen über Fragen, die allesamt nur unbefriedigend oder gar nicht beantwortet wurden. Und was macht der Gute mit dem PROMETHEUS-Drehbuch? Siehe LOST... ;-)
Soll heißen: Über zwei Drittel der Spieldauer funktioniert PROMETHEUS hervorragend. Im letzten Drittel enttäuscht er jedoch weitgehend - als eigenständiger SciFi-Film wie auch als einer, der deutliche Bezüge zur ALIEN-Reihe herstellt. Viele Fragen werden aufgeworfen, nur wenige werden beantwortet. Wäre der Film gefloppt, hätte ich nicht die enttäuschten Gesichter derer sehen wollen, die nun damit argumentieren, dass die Fragen sicher alle in der Fortsetzung beantwortet werden. Diese Fortsetzung wurde erst in Auftrag gegeben, als PROMETHEUS zu einem Kassenerfolg wurde...

Auch interessant sind die Stimmen jener, die behaupten, PROMETHEUS sei kein ALIEN-Prequel. Was soll er - der zeitlich vor den ALIEN-Filmen angesiedelt ist - mit seinen zahlreichen Bezügen zu den ALIEN-Filmen, denn sonst sein? Vorspann, Musik aus ALIEN 1, Weyland, LV-223 (statt -426) inkl. dem außerirdischen Raumschifftyp, den wir alle aus ALIEN & ALIENS kennen, Space Jockeys,... bis hin zum Ende des Films!
Da PROMETHEUS kein ALIEN-Prequel sein darf und trotzdem viele unübersehbare Bezugspunkte bietet, wirkt er für mich im Ergebnis sehr unentschlossen und unfertig - weder Fisch noch Fleisch. Und dass Ridley Scott beinahe gebetsmühlenartig wiederholt hat, dass PROMETHEUS kein ALIEN-Prequel sei, so ist dies für mich darauf zurückzuführen, dass er die "Fisch und Fleisch"-Problematik selbst sehr früh erkannt hat...

Aber wie auch immer: PROMETHEUS ist ein Film, den ich trotz aller Schwächen empfehlen kann. Die erhoffte Granate ist er allerdings nicht. Ich muss jedoch sagen, dass er mir nun, da ich ihn ein zweites Mal auf Blu-Ray sehen konnte, besser gefiel als seinerzeit im Kino.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD (gesehen auf 50 Zoll-Display)
WOW! Das 2D-Bild begeistert auf ganzer Länge. Knackscharf und ohne erkennbare Artefakte / ohne erkennbares Rauschen wird ein glasklares Bild geboten, das ich in der Form bei bisher nur wenigen Blu-Ray-Transfers gesehen habe. Außerdem stimmen die wichtigen Werte wie Kontrast und Schwarzwert, so dass auch die 2D-Fassung schon beinahe plastisch wirkt. Insgesamt ein Referenzbild, das viel Freude bereitet.

TON (gehört mit 7.1-Set)
Der Ton wird nur in der englischen Sprachfassung im hochauflösenden 7.1 DTS HD MA-Format dargeboten. FDie deutsche Sprachfassung liegt hingegen nur im herkömmlichen DTS 5.1-Format vor. Aber auch, wenn deutliche Unterschiede zu hören sind - entsprechendes Equipment vorausgesetzt - so dürfte die überwiegende Mehrheit der Zuschauer mit der deutschen Tonspur mehr als zufrieden sein: Bassgewaltig, dynamisch und mit permanenten Surroundeffekten präsentiert sich der deutsche Ton. So macht Surround-Sound großen Spaß!

EXTRAS
- Audiokommentar von Ridley Scott: Wie immer sehr interessant, wenn der Meister selbst plaudert!
- Audiokommentar der Drehbuchautoren
- Entfallene und alternative Szenen: Sie sind interessant und zeigen in Summe, wie der Film vermutlich ausgesehen hätte, wenn die einstmals angekündigte verlängerte Fassung auf Blu-Ray erschienen wäre.
- die Peter Weyland-Akten
- BD-Live-Zugang
- Wendecover

>>> FAZIT <<<
PROMETHEUS ist ein Film, bei dem sich ein mehrmaliges Anschauen zweifelsfrei lohnt. Ich persönlich sehe ihn heute in einem positiveren Licht als nach meinem Kinobesuch. Er ist mehr als nur ein durchschnittlicher Film, wenn auch inhaltliche Schwächen verhindern, dass er von mir die uneingeschränkte Zustimmung erhält. Ich freue mich trotzdem auf die Fortsetzung, bei der, wie ich am 23.12.12 gelesen habe, tasächlich nicht mehr Damon Lindelof als Drehbuchautor engagiert werden soll. Grund ist scheinbar u.a. auch die massive Kritik am PROMETHEUS-Skript. Für Teil 2 gibt es also Grund zur Hoffnung... ;-)
Die Blu-Ray selbst begeistert sowohl beim Bild als auch beim Ton -> Film: knappe 4 Sterne / Technik: dicke 5 Sterne
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356 von 470 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. August 2012
Leider sind in den letzten Jahren (bzw. Jahrzehnten) SciFi-Filme aus irgendeinem Grund aus der Mode gekommen. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, gab es für den Genre-Fan auch nur sehr wenige wirklich nennenswerte Titel (wie z.B. Sunshine). Derart ausgehungert stand für mich eigentlich schon vor dem Start von Prometheus fest, dass ich mir diesen Film 2mal im Kino anschauen werde (das mache ich sonst nicht). ;)

Hier wurde bereits viel über Begeisterung und Enttäuschung geschrieben und gerade beim lesen der negativen Rezensionen fällt immer wieder auf, dass diese aufgrund zu hoher Erwartungshaltungen (frei nach dem Motto: Scott+Alien=Monumentalwerk) und/oder Logikfehler, die oft eigentlich gar keine sind, entstanden sind.

Übersteigerte Erwartungshaltungen kann man bei diesem Film wohl niemandem übel nehmen. Die Namen sprechen schon eine deutliche Sprache und da lässt es nicht vermeiden, dass der ein oder andere enttäuscht ist weil er z.B. keinen beklemmenden SciFi wie z.B. Alien 1 zu sehen bekommt. Denn Prometheus ist vieles, aber auf keinen Fall beklemmend und somit recht weit weg von Alien 1.

Auch sind die hier in manchen Rezensionen aufgeführten (vermeintlichen!) Logikfehler zum Teil so haarsträubende Beispiele, dass man dem Verfasser schlichtweg Unaufmerksamkeit unterstellen muss. Ein "Klassiker" ist da z.B. der nur für Männer kalibrierte Operationstisch. ACHTUNG SPOILER: Wenn man dem Film etwas konzentrierter anschaut, dann weiß man, dass sich dieser Tisch im abgeschotteten Privatteil des Raumschiffes befindet (was zeitgleich auch der erste Hinweis darauf ist, dass Meredith Vickers Weylands Tochter ist bzw. in einem sehr engen Verhältnis zu ihm steht) und davon nur 13 Stück auf der ganzen Erde existieren. Ergo passt dies vorzüglich in das Charakterbild des Weyland dieses seltene Stück Wunderwerk der Technik nur für sich zu beanspruchen. Kurzum...der Tisch gehört Weyland selbst und daher ist dieser nur für Männer kalibriert. Ist das denn so schwer zu erkennen?? SPOILER ENDE

Nichtsdestotrotz hat dieser Film auch seine Logikfehler, aber dennoch halten die sich meiner Meinung nach absolut in Grenzen. Da wird einem aus Hollywood normalerweise WESENTLICH mehr Nonsens aufgetischt. Sieht man dies im Verhältnis kommt der Film meiner Meinung nach eigentlich recht gut weg. Auch will ich es Scott zu Gute halten, dass sich eine frisch operierte Frau am laufenden Band mit Spritzen und Tabletten vollpumpt, um (mit dauerndem Geächze und Gejammer) weiter am bunten Alien-Treiben mitzumischen. Logisch...ein frisch operierter Mensch ist erstmal eine Zeit lang außer Betrieb. Dennoch schickt Scott sie nicht (wie in den meisten anderen Filmen) einfach so wieder auf die Zuschauer los. Immerhin sehe ich hier eine Besserung zum üblichen Hollywood-Brei. Von daher Daumen hoch.

Lange Rede, kurzer Sinn. Jeder Alien Film war anders und für sich betrachtet ein toller Streifen (Ok, Alien Ressurrection fällt schon extrem ab). Daher ordnet sich Prometheus meiner Meinung nach hervorragend in diese Reihe ein. Der Film hat keine Längen, die Logikfehler halten sich in Grenzen, die Charaktere finde ich bis auf Weyland selbst durchweg gut gewählt (im Falle von Fassbender, Theron und vielleicht Rapace sogar hervorragend) und auch der Spannungsbogen passt gut.

Als absolutes Highlight empfinde ich ja die Eröffnungszene, welche die Darwinsche Evolutionstheorie auf den Kopf stellt. Die Szene ist nicht nur sehr gut umgesetzt, sondern auch gleichzeitig der Kern des Films auf welchem viele weitere Entscheidungen und Handlungen aufbauen.

Ich habe mich im Kino als SciFi-Fan 2mal prächtig unterhalten gefühlt und ich freue mich jetzt schon auf den 20 Minuten längeren Director's Cut. Beim 2ten mal anschauen fallen übrigens Kleinigkeiten auf, die man beim ersten Mal übersehen hat...so werden z.B. auch nachträglich Verständnisprobleme oder vermeintliche Logiklücken geschlossen. Dies ist aber wohl ehr ein Problem der dann doch etwas komprimiert wirkenden Story....ich persönlich hätte daher nichts dagegen, wenn der Film 2,5 oder 3 Stunden gegangen wäre, nur damit in der ein oder anderen Szene etwas mehr ausgeholt werden kann. Ich glaube das hätte dem Gesamtwerk sehr gut getan. Allerdings lockt ein so langer Film wohl auch weniger Zuschauer in's Kino. Aber ok, wie schon gesagt...der Directors Cut wird kommen.

Kurzum...Prometheus ist ein hervorragender Genrevertreter und zweifelsohne der beste SciFi der letzten Jahre. Und wenn der Director's Cut dann noch die etwas komprimiert wirkende Story entzerrt, dann könnte es wirklich eine kleine Perle werden.
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Als auf der Erde im späten 21. Jahrhundert in verschiedenen Regionen jahrtausendalte Höhlenmalereien und andere Artefakte gefunden werden, die allesamt gemeinsam eine bestimmte Sternenkonstellation beinhalten, wird eine Expedition auf die Beine gestellt, die exakt jenen fernen Punkt des Universums zu erforschen. An Bord des Raumschiffes "Prometheus" befindet sich eine illustre Schar verschiedener Experten, die am Zielpunkt, einem Mond im Orbit eines gigantischen Ringplaneten, einen seltsamen und weitläufigen höhlenartigen Gebäudekomplex entdeckt, der mehr als eine Überraschung für die Crew bereit hält.

Ridley Scotts letzter großer Ausflug in das SciFi-Genre sorgte bei mir zu Beginn für wenig Begeisterung. Insbesondere die erste Stunde ist stellenweise so langatmig geraten, dass sogar irgendein x-beliebiger Goethe-Band (um den Kreis zur Überschrift zu schließen...) im Gegenzug richtig spannend wirkt. Die zweite Hälfte entschädigt aber mit zahlreichen Aufdeckungen rund um das mysteriöse Vorhaben der außerirdischen Kreaturen und einem folgenschweren biologischen Experiment. Trotzdem wirft der Film mehr Fragen als Antworten auf und wirkt daher in der vorliegenden Fassung durchaus etwas lückenhaft. Wie man Scott allerdings kennt, wartet sicher irgendwo ein Directors Cut oder ähnliches in einer Schublade, der exakt da ansetzen und viele der Kritikpunkte ausräumen könnte. Dennoch halte ich "Prometheus", nachdem ich ihn nun das zweite Mal gesehen habe (1x im Kino und jüngst auf der vorliegenden Scheibe), für einen visuell extrem gelungenen und auch inhaltlich zumindest passablen Science-Fiction-Streifen. Das liegt zum einen ganz klar an der, mehr oder weniger beabsichtigten, Parallele zu den legendären "Alien"-Filmen, aber auch an der durchaus entwicklungsfähigen Geschichte, die mit dem leichten Cliffhanger durchaus zu einer ordentlichen Reihe ausbaufähig zu sein scheint. Auch schauspielerisch finde ich nicht wirklich viel zu meckern, auch wenn der ganzen Story ein richtiger Identifikationscharakter fehlt. Aber das war z.B. Ellen Ripley, wenn ich den "Alien"-Vergleich dann doch einmal bringen darf, auch nicht wirklich der Fall, wenngleich dort natürlich das Alien selbst der eigentliche Star war.

Die technische Qualität der Scheibe ist insgesamt dem Medium angemessen (Details spare ich mir, da wurde hier in knapp 900 Rezensionen schon genug zu gesagt ;) ), allerdings gab es mehrmals ein Problem beim Einlesen der Disc, das nicht auf die Aktualität der Firmware oder einen offensichtlichen mechanischen Defekt des Players zurück zu führen war. Nach wiederholtem Einlegen gab sich das Problem aber von selbst. Die Extras gehen ebenfalls in Ordnung, insbesondere die erweiterten oder entfernten Szenen zeigen, welches weitere Potential noch in Scotts Weltraumoper steckt. Summa summarum schwanke ich zwar insgesamt zwischen drei und vier Sternen, vergebe aber die bessere Wertung, da "Prometheus" durchaus seine Stärken hat.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. Januar 2013
Groß war meine Vorfreude auf Prometheus, nicht zuletzt wegen dem Hype der um
das "Meisterwerk" im Vorfeld gemacht wurde. Ich bewerte hier die 3D-Version des Films,
weil das auch das kaufausschlaggebende Argument für mich war.

MEINE MEINUNG ZUM FILM (OHNE SPOILER)
Lauflänge ca. 214 Min.

Der Trailer war schon ein schöner Appetizer und die ersten Minuten vielversprechend,
aber am Ende des Films war ich dann doch etwas enttäuscht. Die eine oder andere Aufnahme
waren schon ziemlich bombastisch, aber ich hatte mir mehr solche versprochen nach dem Trailer.
Zwischendurch hängt die Spannung etwas durch, der Showdown war ganz gut.
Die CGI-Effekte sind makellos, nur in zwei Szenen war ich etwas enttäuscht, wo man deutlich
erkennen konnte, daß ein mechanisch bewegtes Modell verwendet wird, das ist auf E.T. Niveau.
Letztendlich kann der Film die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Ich sehe nicht das "Meisterwerk",
um das im Vorfeld so ein Hype gemacht wurde - Vielleicht habe ich aber auch nicht genau genug
hingesehen! ;-)
Der Film bekommt von mir nur mittelmäßige 3 von 5 Sternen.

BILDQUALITÄT

An der Bildqualität gibt es nicht zu meckern. Knackige Schärfe, viele Details, keine Schwächen.
Der 3D-Effekt ist toll gelungen. Während des ganzen Films eine schöne Tiefe mit teilweise
sehr weit abgesetzten Ebenen, das bekommt man leider viel zu selten zu sehen.
Prometheus bringt in der 3D-Version einen deutlichen Mehrwert und zählt zu den gelungeneren
Filmen meiner bescheidenen 3D-Sammlung.
Für die technische Ausführung gibt es von mir volle 5 von 5 Sternen.

EXTRAS:

Auf der Disc mit dem Hauptfilm enthalten sind folgende Extras:
* Entfallene und alternative Szenen (36:51 Min.)
* Die Peter-Weyland-Akten
* Kommentar von Ridley Scott
* Kommentar von Autor Jon Spaiths und Produzent Damon Lindelof
* "Prometheus" APP
* BD-Live

Auf der separaten Bonus-Disc sind jede Menge Extras enthalten, ich habe nicht alles
angesehen, aber laut Beschreibung auf der Rückseite sollen es über 7 Stunden Zusatzmaterial sein.

DIE ENTSTEHUNG VON "PROMETHEUS" - DUNKLE ZEICHEN (03:40:56)
* Hintergründe zur Geschichte
* Schauplatz LV-223
* Die USCSS Prometheus
* Besetzung und Kostümdesign
* Dreh in den Pinewood Studios
* Design der Kreaturen
* Stunts und Action
* Visuelle Effekte
* Postproduktion des Films
* Making-Of-Clips

PRODUKTIONSARCHIV
* Vorproduktion
* Produktion
* Vermarktung und Kinostart
* "Prometheus" APP

Für die Zusatzausstattung verdient Prometheus uneingeschränkte 5 von 5 Sternen

FAZIT

Prometheus ist kein schlechter Film, aber ich habe wohl zu viel erwartet.
Die gute optische Qualität und der ausgezeichnet umgesetzte 3D-Effekt bringen noch einen
Bonusstern und so bewerte ich Prometheus mit 4 von 5 Sternen.
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39 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Einzelheiten zum Medienträger folgen nach Erscheinung.

Auf der Erde findet das Pärchen Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) in Schottland in einer Höhle ein uraltes Piktogramm, das ein fremdes Wesen darstellt, das auf eine Sternenkonstellation zeigt, dass es wirklich gibt. Unabhängig haben diverse Zivilisationen in der Frühzeit diese Piktogramme erstellt. Jetzt ist die Möglichkeit, dass die Menschheit ihre Schöpfer, genannt Konstrukteure, findet. Der Firmengründer Sir Peter Weyland (Guy Pearce) bezahlt eine teure Mission und schickt die Prometheus mit der jungen attraktiven, aber eiskalten Meredith Vickers (Charlize Theron) und dem Androiden David (Michael Fassbender) sowie einigen anderen zum Ursprungsort. Nach einer langjährigen Reise erreicht man den Planetoiden LV-223. Dort findet man tatsächlich Spuren einer hochentwickelten Zivilisation. Allerdings sind die dortigen Konstrukteure alle tot. Etwas hat jedoch überlebt...

Ich möchte mit der Geschichte nicht spoilern, das erledigt gleich in einigen Teilen die Kritik, aber es sollen genügend Überraschungen für den Film bleiben. Ich rege mich gleich nur etwas über - marginale - Details auf.
Prometheus einzuschätzen ist nicht so ganz einfach. Gegen Ende des Films hat sogar eine Gruppe Zuschauer applaudiert. Diesen Applaus konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Zugegebenermaßen schwelgt der Film in außergewöhnlichen (Panorama-)Aufnahmen sowohl auf Himmelskörpern als auch im All. Hinterher verliert er sich aber in einer sich überstürzenden und vorschnellen Handlung.
Nach dem Anschauen des Films kam mir zunächst der Gedanke, dass dies der Alien-Planetoid aus dem ersten Teil von 1979 ist. Es wäre einfach ein zu großer Zufall gewesen, dass das abgestürzte Schiff der Konstrukteure ähnlich abgestürzt war wie das Wrack aus dem ersten Teil. Allerdings hat Scott mitgeteilt, dass das Schiff aus dem ersten regulären Teil einfach nur geparkt war. So wie das aussah, war es aber nicht geparkt. Im Übrigen hätte dann auch dieses Schiff etwas aufrecht stehen müssen und nicht wie ein Höhlensystem liegen dürfen. Nachdem der Film jedoch verarbeitet und eine Nacht drüber geschlafen ist und nachdem ich gesehen habe, wer an dem Film mitgearbeitet hatte, verärgert es mich doch etwas: Damon Lindelof. Für die einen ist dieser Mann u. a. mit seinen Kollegen die Rettung von Star Trek im Jahre 2009 gewesen. Für die anderen hat er und seine Kollegen mit ihrer Interpretation auf das Franchise - sorry, aber das ist meine Ansicht - gekotzt. Offensichtlich ist er ein Mann der Extreme. Denn während meine erste Ansicht des Films - teilweise - schlüssig war, nämlich dass es sich tatsächlich um denselben Planetoiden handeln würde, schlägt die konkrete Aussage, dass dem nicht so ist, wieder alles über dem Haufen. Mich hatten die Widersprüche im Film im Gegensatz zu Alien eh gewundert: aggressive Zombies und schwarze auflösende Haut statt Xenomorphe? Tintenfischähnliche Wesen und Würmer statt der uns bekannten Zweibeiner mit langem Schwanz und Kopf? Selbst das Wesen gegen Ende des Films sah anders aus als die bekannten Wesen. Trümmer und Fahrzeuge, ja Leichen wurden von der Nostromo-Crew auch nicht gefunden. Aufzeichnungen über die Prometheus wurden auch nicht weitergegeben. Das System und die planetearen Gegebenheiten waren etwas anders. Das Wesen im Stuhl fehlte, die Nostromo-Besatzung hat selbst gesagt, dass es mit dem Stuhl festgewachsen zu sein schien, also dort schon länger saß. Weyland, der hier auftauchte, hatte man sich auch anders vorgestellt - es ist selbst 2012 nicht möglich, Menschen realitätsnah alt aussehen zu lassen. Guy Pearce war unter einer schlechten Maske versteckt. Aufgrund all dieser Detaildiskrepanzen wunderte ich mich, dass hier so schlampig gearbeitet wurde, aber gleichzeitig viel Mühe darauf verwendet wurde, ein stimmiges Alien-Prequel zu schaffen, auch wenn Scott den Begriff Prequel für Prometheus nicht hören möchte.
Aufgrund der Schiffslage der Konstrukteure war ich definitiv vom selben Planetoiden ausgegangen. Ich bin aber - noch nicht ganz, aber gleich werde ich dazu - der Vollnerd, sodass ich zugegebenermaßen die Bezeichnung des Planetoiden aus Alien vergessen hatte und nur noch die ungefähre Lage des Schiffes im Kopf hatte. Ich wusste nur, dass es eine Bezeichnung mit LV- war und dass es ausgesprochen dämlich wäre, wenn es zwei verschiedene Planetoiden gäbe. ABER: Wir sprechen ja von Damon Lindelof (Man merkt, ich bin kein Freund von ihm seit dem neuen Star Trek" Film - die Gänsefüßchen sind durchaus beabsichtigt). Da ist es ja auch möglich, dass sich Delta Vega nah Vulkan befindet. So, jetzt wird es richtig nerdig: Der Planetoid zu dem die Prometheus fliegt ist LV-223. Der Planetoid, auf dem die Nostromo Crew in Alien gelandet ist (und der später durch die Weyland-Yutani Corporation vor Aliens kolonisiert wurde) ist LV-426, auch als Acheron bekannt. Es handelt sich also definitive um zwei verschiedene Planetoiden. Es kommt aber noch schlimmer und konfuser:

Sehen wir uns mal die Systeme im Einzelnen an. Im Film waren beide Planetoiden dergestalt dargestellt, dass sie als Monde größere Gasgiganten umkreisen. LV-426 ist einer von mindestens vier Himmelskörpern, die einen riesigen rötlichen Gasgiganten umkreisen während LV-223 einer von zwei Monden ist, der einen blaufarbenen Gasgiganten umkreist! Somit handelt es sich nicht nur um verschiedene Planetoiden sondern auch um unterschiedliche Sternensysteme. Das System Zeta Reticuli aus Alien gibt es wirklich. Es ist ein knapp 39 Lichtjahre von der Erde entferntes binäres Sternensystem. Beide Sterne sind jedoch so weit voneinander entfernt, dass sie ihr eigenes System tragen könnten.
Prometheus spielt laut Filmeinblendung jedoch 327.000.000.000.000 km von der Erde entfernt, also etwas über 34 Lichtjahre. Einige Fans glaubten, dass LV-422 bei Gliese 86 liegt. Dieser hat ebenfalls einen Gasgiganten. Das würde fast passen. Beide Systeme sind knapp 10 Lichtjahre voneinander entfernt. Es würde die lächerlich kurze astronomische Distanz von 5 Lichtjahren Unterschied bestehen...
Doch jetzt kommen Ridley Scott und Konsorten. Es wird definitiv klargestellt, dass auch Prometheus bei Zeta Reticuli spielt und somit ist das Ganze hinfällig. Entweder ändert sich das Erscheinungsbild der Gasgiganten ziemlich schnell im 21. Jahrhundert bis zum 22. Jahrhundert oder jeder der Planetoiden umkreist einen anderen Stern im selben System, was aber die Entfernungen unplausibel macht. Das heißt, einerseits hat sich das System innerhalb von 28 Jahren enorm verändert und andererseits fliegt die Prometheus eine 5 Lichtjahre kürzere Strecke als die Nostromo zum selben System. Honk.
An sich war Prometheus nicht übel. Aber als Prequel zu Alien waren viel zu viele Widersprüche in dem Film vorhanden. Zeitlich gesehen spielt der Film 28 Jahre vor Alien. Von daher sind Technik und Raumschiffe so getrimmt, dass es sich durchaus um Vorgängertechnik von Alien handeln kann, wenn auch Schnickschnack dabei ist, das - wie bei den meisten Prequels - die Technik des Vorgängerfilms altertümlicher erscheinen lässt obwohl der Film danach spielt.
Entfernen wir uns mal von dem Nerdigen und kommen zu was Lustigem. Die Erforschung des Weltalls. Heute ist es nahezu unmöglich, das Weltall zu erforschen. Die Entfernungen machen es einem nicht einfach und man muss in ausgesprochen guter körperlicher und geistiger Verfassung sein. Wir können uns also auf die Erforschung des Alls in knapp 80 Jahren freuen. Jeder Trottel kann ins All fliegen. Hierzu benötigt man nur ein gut ausgerüstetes Raumschiff mit allem technischen Geschnörkel und eine total hirnrissige Besatzung, füge etwas Seven for Sex-Ästhetik hinzu und fertig ist die Laube. Man kann auf unbekannten Planeten landen, nimmt dumm wie Brot seinen Helm ab ohne zu wissen, was so in der Luft rumschwirrt und eine Luftschleuse zu öffnen ohne zu ahnen, ob es dahinter ebenso atembare Luft gibt, ist ja auch egal. Wir laufen auch bei Stürmen raus, die einem die Anzüge wegfetzen könnten, nur weil ein Kopf da draußen rumliegt, den man später auch noch aufpicken könnte. Wir packen alles an, nehmen alles mit und sichern überhaupt nichts. Und kranke Crewmitglieder wollen wir ohne Quarantäne an Bord bringen oder machen aus ihnen die lebende Fackel. Taucht irgendwo ein Viech aus dem Wasser auf, wollen wir es streicheln, auch wenns einem den Arm wegreißt. Wer so eine bescheuerte Truppe ins All lässt, ist entweder vollkommen behämmert oder hat so viel Kohle, dass er Dutzende von Missionen mit Schwachköpfen auf die Außerirdischen loslassen kann. Aber wenigstens die Frauen müssen in guter körperlicher Verfassung sein. So ein Kaiserschnitt bei vollem Bewusstsein mit etwas Schmerzmittel und zugetackerte Bauchdecke ist ja kein Problem um einen auf Rambolina zu machen... Die Charaktere sind größtenteils nicht ausgearbeitet, agieren eindimensional und/oder komplett schwachsinnig.

Was absolut nervig ist, ist der im Film gezeigte Kreationismus. Die Wissenschaftlerin läuft ständig mit ihrem Kreuz herum und man ist auf der Suche nach "dem Schöpfer" der Menschheit. Interessant wird es, wenn während der Lagebesprechung mitgeteilt wird, dass man 300 Jahre Darwinismus über den Haufen wirft.

Jeder, der es nervig findet, dass viele in Prometheus ein Alien-Prequel sehen, sollte sich überlegen, dass Scott selbst nicht weiß, was er will. So KANN in Prometheus ein eigenständiger Film gesehen werden und tatsächlich spricht das Ende für weitere Filme im Prometheus-Universum unabhängig vom Alien-Universum, andererseits verliert er sich gerade in Prequel-Eigenschaften.

Ich glaube, was mich am meisten gestört hat, war die Entmystifizierung eines Mythos. Es war in Alien alles unbekannt und unerforscht. Man wusste nicht, woher die Wesen kamen und wieso, sah diese gewaltige Kreatur im Stuhl sitzen. Die Frage ist also, warum ist es Usus dem Zuschauer alles vorzukauen und in einer Prequel-Reihe, die von mir aus auch eigenständig ist, Antworten auf alle Fragen zu geben und ggfs. neue aufzuwerfen. Musste geklärt werden, wie die nunmehr als Konstrukteure bezeichneten Wesen aussahen? Musste geklärt werden, was ihre Motive sind? Es ist leider mittlerweile zur Gewohnheit geworden, alles bis zum letzten auszureizen um einen Aha-Effekt zu gewähren, den dieser Film jedoch nicht bietet. Den einzigen Aha-Effekt, den ich hatte, hatte Scott mit seinen unterschiedlichen LV-Mist bombardiert. Was mich weiter an dem Film störte war die klischeebesetzte Crew, die so dämlich war, wie man es aus 08/15-Filmen kannte. Da bin ich aber von Ridley Scott besseres gewohnt gewesen.

Prometheus beweist, dass es auf der Erde kein intelligentes Leben geben kann. Aber der Unterhaltungswert ist groß genug um ins Kino zu gehen. Es beweist aber auch, dass jeder, der Kritik an Blockbustern übt und dem Film eine schlechtere Bewertung als 10 Sterne gibt von dessen Fans abgestraft wird.
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26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Bild: hervorragend.
Ton: hervorragend.
Extras: Vorhanden, aber nichts Weltbewegendes.
Zum Inhalt:
Es ist ein sehr ästhetischer Film mit einigen fast episch zu nennenden Szenen (zu nennen sei u.a. der Kaiserschnitt-Roboter; dagegen kann die klassische Chestbreaker-Szene aus Alien schon fast einpacken).
Ein Forschungsteam landet auf einem Planeten, wo der Ursprung der Menschheit vermutet wird. Oder doch zumindest ein Hinweis darauf, denn auf der Erde haben Urzeit-Höhlenmalereien auf allen Erdteilen den Standort dieses Planeten codiert.
Die Wissenschaftler finden eine Reihe gruseliger Objekte und Lebensformen, u.a. "Übermenschen", die Konstrukteure, welche genau die Rasse mit den hufeisenförmigen Raumschiffen sind, die wir in Alien 1 schon mal gesehen haben.
Bedauerlicherweise verhalten sich die Hauptdarsteller wie Teenager aus einem Billig-Horrorfilm und tun das genaue Gegenteil von dem, was jeder normale Mensch tun würde, mit den aus Horrorfilmen bekannten tödlichen Konsequenzen.
Nur zwei Beispiele, die meine Stirn Bekanntschaft mit der Tischplatte machen ließen:
- Man findet eine Art "Alien-Kobra", die recht bedrohlich aussieht. Anstatt so viele Meter wie möglich zwischen sich und das Vieh zu bringen, versucht einer der Wissenschaftler es mit bloßer Hand anzufassen. Was dann passiert, muss ich nicht verraten, es ist irgendwie extrem vorhersehbar.
- Ein Crewmitglied fühlt sich krank und sieht im Spiegel, wie ein Wurm in seinem Auge rumkriecht. Er tut, was jeder anständige Arbeitnehmer tut: Er geht zur Tagesordnung über.
Nun ja, es wurde an vielen Stellen geschrieben, dass man von Filmen keine Logik verlangen dürfe - von Scifi und Horror schon gar nicht. Da wären dann übernatürliche Erscheinungen und die sich daraus ergebende Dramaturgie gar nicht mehr möglich. Dieser Ansicht erteile ich eine harsche Absage. Eine Geschichte funktioniert erst dann wirklich, wenn er die handelnden Personen glaubhaft darstellt und den Zuschauer kurz vergessen lässt, dass es eine Geschichte ist! Und das kriegen auch Scifi und Horrorfilme hin. In den letzten Jahren habe ich allerdings das Gefühl, es wird immer weniger wichtig für die Produzenten. Alle Energie wird in Special Effects gelegt. Gut, Special Effects sind ja auch was Feines, und seit Krieg der Sterne (1979) wissen wir auch, dass sie mehr als die halbe Miete ausmachen können.
Ich trage diesem Umstand Rechnung, dass ich für den Gesamteindruck 3 Sterne vergebe - der Durchschnitt von den 5 für die Optik und der 1 fürs Drehbuch.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Januar 2015
Die Erwartungen an ein Prequel, bzw. an einen Neuanfang der Alien-Reihe sind natürlich von vornerein hoch gesteckt. Insbesondere, wenn niemand geringeres als Ridley Scott wieder höchstpersönlich auf dem Regiestuhl sitzt. Nur leider ist das ziemlich egal, wenn das Resultat so lasch ausfällt wie in diesem Fall. Auch ohne Mr. Scott und der einstig großen Alien-Reihe (und somit folglich auch ohne eine besondere Erwartungshaltung) hätte das an der Wahrnehmung dieses Streifens nix geändert. Aber der Reihe nach…

Die Story ist in weiten Teilen brüchig und vollgestopft mit kleinen sowie leider auch gravierend großen Logiklöchern. Die Charaktere handeln oftmals nur schwer nachvollziehbar, stellenweise sogar nahezu dumm. Permanent wird das Gefühl vermittelt, dass gleich etwas Bombastisches passiert – tut es nur leider nicht. Jeder halbwegs passable Spannungsbogen endet im Nichts, in einer unlogischen Reaktion oder Wendung oder ist frühzeitig vorhersehbar. Die Handvoll interessante Fragen, die der Film hier und da aufwirft, bleiben dabei aber erstaunlicherweise unbeantwortet. Die Brücke zu der Alien-Reihe wird lediglich sporadisch geschlagen und wirkt fast schon herbeigezaubert. Mit ein paar Änderungen im Drehbuch hätte der Film auch als Vorgeschichte für irgendeinen anderen x-beliebigen Sci-Fi-Streifen dienen können.

Was natürlich wieder herausragend funktioniert hat, ist die visuelle Umsetzung. Die Effekte sind durch die Bank weg erstklassig und dafür (und nur dafür) verdient der Film einen zweiten Stern. Denn im Kern ist “Prometheus - Dunkle Zeichen“ nichts weiter als ein undurchdachter Aufguss, der nichts anderes als seine Optik zu bieten hat und der mit dem Namen eines großen Klassikers beworben wird, dem er selbst aber zu keiner Zeit gerecht werden kann.
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78 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Dezember 2012
Liebe Amazon-Nutzer und -besteller!

Es war einmal ein (zumindest in den Anfangstagen seiner Karriere!) genialer Filmemacher, der sich eines Tages entschloß, einen Meilenstein nicht nur im Sci-Fi-Genre, sondern in der gesamten Filmgeschichte zu erschaffen: Und so setzte er sich mit einem Kumpel und Sci-Fi-Profi, nennen wir ihn mal Dan O'Bannon, zusammen und erfand den Alien! Nein Nein Nein....nicht "irgend einen" Alien....DEN (!!!) Alien! Das säureblutende Vieh in Schwarz mit langem Schwanz und geschmeidigen Doppelkiefern! Ich rede nicht von Will Smith in M.I.B.,sondern von Ellen (Manns-und Flintenweib)Ripleys liebstem Spielkameraden!

Jahrzehnte und drei geniale direkte Sequels (sowie zwei weit weniger geniale Cross-Over-Murkse mit Arnold "Governator" Schwarzeneggers liebstem Spielkameraden) später zwang entweder akuter Geldmangel, oder der Wunsch, mal "irgend etwas" mit dem Klassiker, oder weiß-die-Alien-Queen-was-auch-immer den Schöpfer des Aliens dazu, doch mal ein Prequel zu machen!

Gesagt, getan....oder viel mehr: gedacht und verbrochen! Publikumsmagneten mussten her, also mal kurz Lisbeth Salander enteist und in den Weltraum geschossen, Michael Fassbender kurzerhand vom Super-Magneten zum Roboter umfunktioniert (sehr passend bei dem Metall-Fetischismus, HaHaHa!!) und Charlize Theron stand auch zufällig so in Hollywood rum! Eyecandy kann's eh nie genug geben, egal, wie unsympathisch und/oder kotzbrockig ihre Rolle auch ausfallen mag! Die restliche Schauspieler-Riege mit Knallchargen aufgefüllt, die in bester Captain-Kirk-Außenteam-Manier genau richtig zum wegmetzeln ist! Das ganze dann noch trendy und stylisch in 3D gegossen und schon kann der Kino-Boom losgehen....oder aber auch nicht!!!

Denn was bei diesem Machwerk rausgekommen ist, das hat:
a) Logiklöcher, die so groß sind, dass die "Prometheus", "Nostromo", "Sulaco" und "Auriga" nebeneinander durchfliegen könnten
b) verworrene Handlungsstränge, die so unzusammenhängend und absolut unnachvollziehbar sind, dass man vermuten könnte,die Aliens hätten sich nicht in der Brust, sondern im Kopf des Drehbuchautors eingenistet
c) so eine flache Spannungskurve wie das EKG eines Wirts nach einer Alien-Zwillings-Geburt

**************Spoiler********************

Es wäre müßig, alle idiotischen Handlungsfehler oder auch nur simple Skript/Continuity-Schnitzer aufzuzählen - sei es das "professionelle" Verhalten der Forscher (Unbekannte Atmosphäre? Erst mal Helm runter und laut rumjubeln!), das "logische" Verhalten der Schöpfer (Mühsam eine neue Spezies erschaffen, und dann direkt mal mit Tentakel-Monstern wieder platt machen!), die "Reaktion" der Haupt-Lisbeth (Mein Alien-Ur-Opa, von dem ich meine DNA zu Weihnachten geschenkt gekriegt hab, will mich umnieten? Klar, ich flüchte nicht zur Erde oder warne meinen Planeten, sondern düse zu ihrer Heimatwelt und versuche mit denen zu reden! Ich kann zwar die Sprache nicht und reden wollten die auch nicht so richtig mit mir, sondern mir eigentlich eher den Kopp abreißen, aber das klingt doch trotzdem nach nem guten Plan...äh...nicht wahr?!) die Motivation von Robo-Fassbender (Ich verseuche den Lebensgefährten der Haupt-Tussi aus welchem Grund auch immer mit nem Alien-Parasiten, finds cool, dass ein Baby-Alien sie von Innen her auffrisst und dann helfe ich ihr anschließend ohne Widerworte bei ihren Plänen!)

Und die Liste solcher High-Lights zieht sich vom Vorspann bis zu den End-Credits - es ist absolut erstaunlich, was sich Scott dabei ganz ehrlich nur gedacht haben mag!

Fazit: Das kommt dabei heraus, wenn man (aus Langeweile?) anfängt, an einem perfekten Werk herumzupfuschen! Verschlimmbesserung in außerirdischem Maßstab - Schande über dich, Ridley! Zur Strafe musst du dich jetzt in einen "Black Hawk" Hubschrauber setzen und dann von "Robin Hood" abschießen lassen!!! Hoffen wir mal, dass 2013 mit deinen Filmen "ein gutes Jahr" wird, denn sonst wird dich auch der "Gladiator" nicht mehr retten können!
Klappe zu - Alien tot!
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18 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Januar 2013
Zuerst einmal ist man als großer Alien-Fan ja sehr verwöhnt, der Name Ridley Scott hebt die Erwartungshaltung dann noch weiter an.
Visuell kann ich dem Film keine Vorwürfe machen, Scott baut eine beeindruckende visuelle Stimmung auf.
Spoiler:
Inhaltlich bietet der Stoff (Woher kommen wir? Die Architekten..usw) großes Spannungspotential.
Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass sich Scott und seine Drehbuchautoren etwas mehr Zeit gelassen hätten.
Da landet man auf dem Ziel-Planeten fast zufällig neben dem weit-und breit einzigen Artefakt. Die besten Wissenschaftler der Menschheit werfen sich sofort ihre Raumanzüge über, rennen zum Artefakt rüber, merken, dass dort wohl atembare Luft ist und entledigen sich umgehend ihrer Helme.
(Hätte man die nicht auf dem Kopf behalten können, im Schiff die Atmosphäre auf Keime usw. prüfen können, um dann später ohne Maske weiter zu forschen? Das wäre wissenschaftliches Vorgehen gewesen.)
Dann operiert sich die Haupdarstellerin ihr "Embryo" in der hochmodernen Selbstoperationsröhre heraus, die etwa 30 cm breite Bauchwunde wird zugetackert und schwups gehts kämpfend weiter? (Hätte man sie nicht eine Weile ohnmächtig dort liegen, sich langsam glaubhaft erholen lassen?)
Das "Alien" legt ein "Embryo" in einen Architekten ab und kurze Zeit später ist dieser praktisch ausgewachsen und füllt seinen Wirt nahezu komplett aus.(Das Wachstum ging mir viel zu schnell!)

Das sind ein paar Dinge, die mir die Freude auf diesen lange von mir erwarteten Film getrübt haben.
Viel. kann eine Langversion das noch beheben...
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