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Kundenrezensionen

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am 17. August 2012
Passend zur Seerosenblüte in der Stuttgarter Wilhelma liegt nun das Live-Album "Projekt Seerosenteich" von Philipp Poisel vor. Gefüllt mit über 120 Minuten Musik, aufgezeichnet an verschiedenen Orten während der gleichnamigen Tour 2012.

Laut ist es nicht geworden, massenkompatibel schon gar nicht. Der Widerspruch zu effektheischenden Pop-Granaten hätte nicht größer ausfallen können. Wer die Bereitschaft mitbringt, genau hinzuhören, sich vom Zauber der intimen Musik einfangen zu lassen, für den ist es zweifelsfrei ein unvergesslicher, hochmusikalischer Genuss. Parallelen zu konventionellen Konzerten muss man mit der Lupe suchen. Das Album ist authentisch, voller akribisch ausgefeilter Arrangements, konzentriert und leidenschaftlich - ein echter Poisel eben!

Bei der Auswahl seiner Mitstreiter hat er ein goldenes Händchen bewiesen. Das Streichquartett spielt gefühlvoll und rhythmisch auf den Punkt. Alin Coen ergänzt seinen Gesang mit ihrer unverwechselbaren Stimme. Die Gebrüder Dave und Andie Mette, Fabian Wendt und Florian Ostertag schaffen einen faszinierenden musikalischen Rahmen.

Zwei Stücke sind es, die ich besonders herausstellen möchte. Zum ersten "Markt und Fluss" - nie als Single veröffentlicht, absolut nicht Hitparaden und Radio tauglich. Für mich ist das Stück nicht eben nur ein Lied, sondern eine perfekt komprimierte Symphonie! Manch ein Komponist der Romantik hätte aus diesem Stoff ein ausgewachsenes Werk geformt, mit allen üblichen Themen und Motiven. Sie merken es: mein persönliches Lieblingslied von Philipp Poisel.

Zum zweiten "Wie soll ein Mensch das ertragen" - Ein tiefsinniger Text, hochemotional, eingebettet in ein Arrangement das mich sprachlos zurücklässt. Das Intro, klar und bedrohlich zugleich. Ein instrumentaler Rahmen, der die Stimme Philipps mit strahlenden Farbtupfern ergänzt. Die Streicher verleihen dem Werk einen schimmernden, seidig-warmen Glanz, kontrapunktiert von der kühl erklingenden Stimme Alin Coens, gekonnte Tonmalerei eben. Das mit der kompletten Formation gespielte Finale lebt von der packenden Rhythmik. Dies alles führt dazu, dass die Musik, auch ohne das Bühnenbild des Live-Konzerts, ihre volle Wirkung entfaltet.

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Klangqualität. Ein "leises" Konzert abzumischen ist keine leichte Aufgabe. Dennoch wurde ein beachtlicher Dynamikumfang realisiert (heute leider unüblich). Philipp Poisels Stimme trägt und ist sehr gut verständlich. Um es kurz zu machen, er singt einfach deutlicher als früher! Instrumente und Stimmen haben deutliche Konturen, wirken farbstark und sind in ihrer räumlichen Positionierung gut erkennbar. Die Spannungsbögen des Live Konzerts werden auch Zuhause vor einer ordentlichen Anlage nachvollziehbar. Dickes Kompliment an die Tonmeister Frank Pilsl (auch Produzent) und Udo Rinklin. Die vorzüglichen Mitschnitte lieferte Sebastian Kalmbach.

Fazit: ein klasse Album, nicht nur für Poisel Fans. Wer bereit ist zuzuhören, wird mit einer musikalischen Sternstunde belohnt.
55 Kommentare98 von 107 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Klaus Hoffmann, Liedermacher, Chansonier, Singer-Songwriter (ach, nennt es doch wie ihr wollt) Jahrgang 1951, veröffentlichte in den Siebzieger Jahren, nach seinen ersten beiden viel beachteten Studio-LPs mit "Ich will Gesang, will Spiel und Tanz" als drittes bereits ein opulentes Doppel-Live-Album. Das Album wurde legendär und zählt für viele zu den wichtigsten Alben seiner Karriere. Hoffmann ist bis heute nicht nur relevant, er ist konstant abseits des Mainstream erfolgreich, er liefert kontinuierlich Songs mit emotionaler Substanz, geht auf ausgedehnte Tourneen und veröffentlicht im Oktober mit "Berliner Sonntag" sein 39. (!) Album.
Und mit Blick über den Tellerrand bis in die USA, kann man hier auch keinen geringeren als Tom Waits, Jahrgang 1949, bemühen. Ganz ähnlicher Ablauf. Nach dem ewig schönen "Closing time" und dem nicht minder genialen "The heart of Saturday night" folgte als drittes Album mit "Nighthawks at the diner" ein bis heute sehr besonderes Live-Album, ebenfalls als Doppel-LP. Auch Waits ist auf seine wundervoll, sonderbare Weise immer noch da, erfolgreich, speziell und brachte im letzten Herbst mit "Bad as me" immerhin auch schon sein Album Nummer 22.

Was hat das nun alles und was haben Hoffmann und Waits mit Phillip Poisel zu tun?
Rational betrachtet erst einmal nichts oder zumindest nicht viel. Dass alle drei meinen Plattenschrank bevölkern ist vermutlich auch kein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Dennoch gibt es Parallelen, die die Hoffnung beflügeln, dass auch heute noch junge Musiker losziehen, die auch in Jahrzehnten noch was zu sagen haben, dass die großen beständigen Künstlerpersönlichkeiten kein Relikt der Vergangenheit sind. So gönn ich mir einfach den Spaß und werte "Projekt Seerosenteich" als ein gutes Omen. Sie dürfen es wahlweise ebenso sehen oder sich die Augenbrauen hochziehend mit dem Zeigefinger an die Stirn tippen.
Fakt ist, "Projekt Seerosenteich" ist nach zwei wirklich eindrucksvollen Studio-Alben von Philipp Poisel nun seine dritte Album-Veröffentlichung, es ist eine ambitionierte Live-Produktion und auch ein Doppel-Album ist es ebenfalls (ignorieren wir in diesem Punkt mal die Tatsache, dass es alternativ auch als von 120 auf 75 Minuten gestutzte, um 5 Titel amputierte Einzel-CD erhältlich ist - für wen?), es hat alle Chancen auch in Jahren noch als eines der ganz wichtigen Alben in Poisels Diskographie zu gelten.
Und wie auch Waits und Hoffmann - bei aller massiven Unterschiedlichkeit schon zwischen den beiden reiferen Herren und dann wiederum zu Poisel - hat Philipp Poisel, Jahrgang 1983, alles was es braucht, um zu bleiben. Kein Trend spülte ihn hoch, kein Radiosender dudelt ihn in der Heavy-Rotation, er ist eigen und macht seine Lieder so, wie er sie für richtig hält und darum sind sie auch richtig - richtig für ihn, richtig für ein paar hunderttausend andere. Und er drillt sie nicht nach einem Zeitgeistmuster, um kurzfristig bei Millionen zu landen und dann mit der nächsten Zeitgeistwelle hinfort gespült zu werden. So wie Hoffmann trotzig sehnsuchtsvoll und emotional Weichheit zulässt, weil er eben so ist, und so wie Waits schrullig, schräg Emotionen die vom Leben zerschunden wurden und Melancholie mit kackfrechem Schabernack vermischt, weil er nur so authentisch sein kann, so klingt Poisel eben wie Poisel. >Liedermacher< ist im Grunde ja kein Genre wie >Rock< oder >Jazz<, ein Liedermacher schreibt was sich in ihm regt und es ist herzlich egal, welches Genre er dabei streift. Ein guter Liedermacher, Songwriter, Chansonier definiert seine eigene Musikrichtung. Und so hat Philipp Poisel sehr viel gemein mit den anderen beiden: Er ist ein Liedermacher im allerbesten Wortsinn und hat seinen ganzen eigenen Stil.

Auf dem Album "Projekt Seerosenteich" wurde die Flüchtigkeit von Konzerten großartig eingefangen - klanglich und wichtiger noch, atmosphärisch! Jeder, der ein Konzert der Tour besucht hat, wird sich zurückversetzt fühlen, wer nicht dabei war, kommt mit dem Album sehr nah ran, an die besondere, gedankenvolle und gefühlvolle Stimmung der Konzerte. Mehr kann ein Live-Album nicht leisten.
Besonders wird das Album, weil die Songs von "Wo fängt der Himmel an" und "Bis nach Toulouse" nicht einfach nur runtergespielt werden und hier nun lediglich mit Publikumsgeräuschen angereichert zu hören sind, sondern weil nahezu alle Lieder musikalisch ganz anders eingekleidet wurden als in der bekannten Studioversion. Nicht völlig umgekrempelt oder neu erfunden und schon gar nicht besser oder schlechter. Nein, sie rücken klanglich irgendwie zusammen, wie für ein Gruppenfoto mit dem Titel >Was bisher geschah<. Und auf diesem Gruppenfoto sind halt alle älter geworden, haben neues erlebt, haben sich mehr oder weniger verändert, als man sie damals einzeln kennen lernte. Aber ausnahmslos alle auf diesem Gruppenfoto sind es wert sie zu kennen und ihre Veränderungen zu registrieren.

Tolle Platte, toller Musiker!

Für jeden, der Musik auch anfassen will, für den Gestaltung, Booklet, Cover ein wesentlicher Bestandteil des Kunstwerks >Album< sind, ist die edle Ausgabe im großformatigen Hardcover-Buch natürlich die Krönung und den Mehrpreis absolut wert. Wie das gesamte Projekt bis hin zur Bühnengestaltung, ist auch diese Ausgabe unaufdringlich wertvoll.
Die Doppel-CD (oder auch 3fach LP) sollte es aber in jedem Fall sein, um das vollständige Konzert zu bekommen. Was der Unfug mit der Einzel-CD soll, erschließt sich mir nicht. Wer verzichtet denn um zwei-drei Euro zu sparen auf ein gutes Drittel (75 statt 120 Minuten!) des Konzertes?
66 Kommentare45 von 52 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. August 2012
Projekt Seerosenteich ist ein musikalisches Glanzstück, das einen vom ersten Moment an abholt und über die ganze Dauer nicht einen einzigen Moment loslässt - ganz egal, ob live oder auf der CD. Ich habe keine Sekunde daran gezweifelt, dass man auch auf der CD die Stimmung, welche man an jedem einzelnen Konzertabend erlebt, zu spüren bekommt. Es ist Philipp absolut gelungen, die Stimmung auch auf der CD zu behalten, sie rüberzubringen.
Man muss einfach die Augen schließen und schon ist man wieder mittendrin im Projekt und erlebt 100% Philipp Poisel. Absolut authentisch und unbeschreiblich gefühlvoll. Begleitet wird Philipp von wunderbaren Musikern/Streichern und der Stimme Alin Coens, welche sich toll mit Philipp's Stimme ergänzt.
Das Projekt Seerosenteich ist mehr als nur eine Konzertreihe - es ist eine Reise, die einem das Gefühl gibt in einer anderen Welt zu sein. Es ist Magie in jedem einzelnen Moment. Philipp hat eine Symphonie für alle Sinne und das Herz geschaffen - ein Ausnahmekünstler der seinesgleichen sucht.
Keineswegs ist Philipp Poisel massenkompatibel, was ich als sehr positiv hervorheben möchte. Philipp Poisel in einem kleinen, fast schon intimen Rahmen zu erleben, ist großartig und lässt einen einfach froh sein dabei zu sein. Und das werde ich ganz sicher immer wieder. Philipp lässt einen keine Sekunde los, man fühlt jedes Lied mit und lässt sich ein auf den Zauber. Projekt Seerosenteich ist ein absolutes Meisterwerk von einem Künstler, dem man jedes Wort, das er sagt und singt, glaubt.
Schon jetzt freue ich mich auf die Live-DVD um das wunderbar inszenierte Bühnenbild mit selbstgebauter Kulisse auch zu genießen und das Gesamtkunstwerk immer wieder zu bestaunen!!!
Als Fan kennt man zwar alle Lieder, welche innerhalb des Projekt Seerosenteich gesungen werden - jedoch erscheinen alle in einem neuen Zauber. Jedes hat seinen ganz eigenen Glanz bekommen. Absolut toll hervorgehoben durch die Streicher, Phiipp's wundervolle Stimme und natürlich seiner Band.
Ich kann nur immer wieder betonen, wie wunderbar dieses Projekt ist. Es verursacht Gänsehaut und lässt einen nicht mehr los!!!
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am 13. September 2012
Da ich gerne Live-Alben höre und Philipp Poisel gerne mag, war ich schon im Voraus sehr gespannt auf das Live-Album. Anfangs war ich dann aber etwas skeptisch, als ich gesehen habe, dass die Lieder quasi alle über 5 Minuten und teils sogar ca. 8 Minuten lang sind, weil ich befürchtet habe, dass sich dadurch vieles unnötig in die Länge zieht oder der Sänger zu viel redet. Beide Befürchtungen wurden zum Glück NICHT erfüllt. Im Gegenteil: durch die Länge gewinnen manche Lieder (Wie z.B. "Hab keine Angst", bei dem auch eine weibliche Stimme begleitet) noch zusätzlich an Gefühl, weil man richtig in ihnen schwelgen kann und nicht schnell der Text "runtergerattert" wird. Außerdem wurde scheinbar ein recht großes Sammelsorium an Instrumenten genutzt, wodurch die Lieder oft noch eine besondere Note bekommen.
Für mich sehr wichtig war allerdings, dass der Sänger nicht zu viel redet. Klar, es gibt immer eine obligatorische Bandvorstellung (hier bei "Bis nach Toulouse") o.ä., die auch hier nicht fehlt. Genauso ist es auch richtig, dass er vor "Eiserner Steg" ankündigt, dass dieses Mal die Klavierversion gespielt wird (DANKE!^^) und Matthias Schweighöfer mit von der Partie ist, aber es gibt einfach Sänger, die reden und reden und reden und damit alles kaputt machen. Hier ist das - zum Glück! - nicht so. Bei einem meiner Lieblingssongs vom Album ("Durch die Nacht") spricht er z.B. anfangs davon, wie er zu dem Lied kam. Leider ist seine Stimme dabei im Vergleich zum Gesang recht laut, was - für mich persönlich - nicht zum Song passt, aber ja normal ist, wenn ein Sänger beim Sprechen nicht weiter vom Mikro entfernt ist als beim Singen. Ich spule jetzt einfach die erste Minute vor und alles ist gut! ;)

Im Großen und Ganzen ist "Projekt Seerosenteich" ein echt super schönes Album geworden, das man sehr gut durch laufen lassen, dabei entspannen und einfach der Musik und den tollen Texten lauschen kann. Dass der Sänger dabei etwas nuschelig singt, finde ich gerade authentisch, weil es seine Musik irgendwie besonders macht und außerdem: Wer genuschelte Gesänge nicht mag, sollte auch von Studioalben von Philipp Poisel Abstand nehmen. Schließlich ist das schon so eine Art "Markenzeichen" von ihm, wie ich finde.

Also: "In den Einkaufswagen" - "Zur Kasse gehen" - "Jetzt kaufen" - Fertig! :)
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am 6. September 2012
Zu allererst: Seine Stimme ist natürlich streitbar und polarisierend - die einen finden sie toll, die anderen können überhaupt nicht verstehen, wie so jemand überhaupt auch nur einen Sympathisanten finden kann. Schade, dass insbesondere die Gegenfraktion hier so überheblich auftritt und meint, dass alle Leute, die Poisel gut finden, keine Ahnung von Musik haben.

Die Aufmachung ist insgesamt sehr gelungen, liebevolle Gestaltung, schönes Digipak und vernünftiges, umfangreiches Booklet.

Die Tonqualität und die Abmischung sind meines Erachtens herausragend. Unglaublich klar und viel besser als das, was man von einer durchschnittlichen Liveplatte gewohnt ist.

Die neuen Arrangements sind fast durchweg sehr gelungen. Hier sind Versionen entstanden, die das Original oftmals toppen (Halt mich, Wie soll ein Mensch, Durch die Nacht,...), mindestens aber gleichwertig sind. Allein Im Garten von Gettis und Ich will nur ziehen gegenüber den Originalen den Kürzeren. Achja, die Klavierversion von Eiserner Steg kann mich auch nicht so sehr begeistern, aber bei diesem Song fand ich schon die Bandversion nicht wirklich umwerfend.
Ein Highlight sind die langsamen Duette mit Alin Coen - ihre Stimme harmoniert perfekt mit der gesamten Produktion.

Eine Frage bleibt allerdings offen: Wer zum Teufel kam auf die Idee, die Brüllansage des schon live eher unsympathischen Managers ganz vorne auf die CD zu packen, um die schöne ruhige Stimmung des Openers "Schweigen ist silber" schon vor Beginn zu zerstören?

Eigentlich ist die Sache ganz einfach: Wer schon die beiden Studioalben gemocht hat, wird hier nicht enttäuscht werden. Andererseits wird niemand hierdurch plötzlich zum Poisel-Fan.
Wer knapp bei Kasse ist, dem empfehle ich trotzdem, das Geld in ein Ticket für die kommende Tour zu stecken. Live ist gerade das hier so viel mehr als die Konserve...
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am 23. August 2012
Also eigentlich stehe ich ja mehr auf andere Sachen wie U2, Cure und härtere Sachen wie rage against the machine u.s.w.. Aber als ich durch Zufall auf das video ( eisener Steg ) vom Schweighöfers Film What a Man gestossen bin, wurde ich schon neugierig. Wer ist denn dieser Poisel ? Nie gehen oder gehört. Na der sieht ja schon ein wenig komisch aus. Und der redet ja auch ein wenig seltsam. Aber der Typ hat mich mit seiner Art, mit seiner Musik und seinen Texten einfach gefangen.

Sowohl die Studio Alben, als auch dieses Werk sind einfach sensationell. Gänsehaut pur. Tolle Melodien, tiefgründige Texte. Phillip Poisel machst sich wirklich Gedanken und bringt das rüber. Keine 08/15 Mainstream Geldmach Songs.

Ich habe mir alle Alben gekauft ( ja das soll es auch noch geben ) So ein Künstler ( im wahrsten Sinne des Wortes ) muss man einfach unterstützen. Jetzt noch aufs Konzert. Gibt ja zum Glück wieder neue Termine.

Also weiterso Herr Poisel
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. August 2012
Es hat weder schriller Outfits, noch lauten Klängen bedurft, um Philipp Poisel zum Popstar wider Willen aufsteigen zu lassen. Mit leisen, unaufgeregten Klängen und um Intimität bemüht, hat sich die Zahl seiner Zuhörer ebenso schnell wie einfach vervielfacht. Alle wollen dem scheinbar letzten Barden und Romantiker lauschen. Seinen Geschichten über die Liebe, das Leben - das Loslassen. Songs voll Tiefe und Seele, denen man die Spuren der Vergangenheit deutlich anmerkt und an denen man (An-)teilnimmt. Und scheinbar ohne es gewollt zu haben, füllt der deutsche Singer/Singwriter immer größere Hallen. Seine beiden Alben "Wo fängt der Himmel an?" (2008) und "Bis nach Toulouse" (2010) werden zu Dauergästen in den Albumcharts. Beide mit Gold geadelt.

Philipp Poisel sucht jedoch die Nähe zu seinem Publikum und so geht er mit "Projekt Seerosenteich" auf Clubshowreise. Kleinere Bühnen, ein eigener Kosmos mit liebevoll aufbereiteten Songs im Gepäck. Seine Stimme und warmen Melodien transportieren ein ganzes Gefühlsspektrum - verursachen Schmerz, Sehnsucht und aufkeimende Hoffnung. Ein Mann im Zentrum eines emotionalen Sturms. Arrangements voll funkelnder Details. Beginnend mit dem reduziert gehaltenen "Schweigen ist Silber", bei dem Akustikgitarre und Streicher das leise Fundament für den sanften Gesang Poisels bilden, bis zum Piano bestimmten "Ich will nur", das sich über den Verlauf emotional und instrumental steigert und zum Ende, Gänsehaut erzeugend, das Publikum zum Miteinstimmen einlädt. Laut wird es nur selten. So erhebt der Protagonist mal beim 8-minütigen "Zünde aller Feuer" die Stimme. Der Song (inkl. E-Gitarren und Schlagzeugeinsatz) ohnehin etwas aufbrausender in seiner Gangart. "Als gäb's kein Morgen mehr" die gute Gelegenheit seine Beine zu bewegen. Das Live Album "Projekt Seerosenteich" (zur ausverkauften Tournee) gleicht in seiner Summe aber mehr einer Symphonie. Bricht immer wieder aus, um die Aufmerksamkeit neu einzufangen, wird aber in erster Linie vom warmen, nuscheligen Gesang des Initiators geprägt. Schöne Geschichte.

Anspieltipps: "Eiserner Steg", "Wie soll ein Mensch das ertragen" und "Ich will nur"
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am 28. August 2012
Ich war mit meiner liebsten auf eines der 3 Konzerte im Kölner E Werk. Sobald ich die Nadel auf die Platte lege, erinnere ich mich sofort an dieses fantastische Konzert zurück. Philipp ist so ein Positiver Künstler, der es immer wieder schafft mich mit zu reißen. Ich kann die Scheibe echt wärmstens empfehlen.
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Zugegeben, er ging an mir vorbei. Deutsche Musik ist nicht unbedingt mein Ding. Der Zufall wollte es, daß ich ihn auf ZDF Neo sah. Unplugged. Das hat mich beeindruckt. Wirklich beeindruckt. Die Atmosphäre des Konzerts war auch noch durch das rückwärtig beleuchtete TV Panel spürbar. Die fassbare Lust am Spielen, tolle Instrumente mit ihren Musikern, aberwitzig feine Arrangements und fast schon kitschig viel Gefühl in den Songs. Einfaches Handwerk mit schöne Riffs und wandelnde Melodien, ellenlange wabernde Songgebilde die den Zuhörer umgarnen. Traumhaft unkonventionell und gefühlt improvisiert, geschmeichelt und genuschelt. Einstudiertes Unterhaltungsprogramm braucht kein Mensch.
Ich habe schon viel gesehen und gehört. Aber Poisel macht Musik anders einfach schön. Dazu ein bisschen Zeit, einen Liegestuhl und ein Glas Rotwein.
Aber wie soll man das nur ertragen?
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am 23. August 2012
Zuersteinmal wurde ich über das youtube video zu eiserner steg (Klavierversion) auf philipp poisel aufmerksam.
Also kaufte ich mir das Album und ich finde es klasse. Er schafft es den Zuhörer tief zu berühren und braucht dafür nicht viel mehr als seine Stimme. Was man außer seiner Stimme auf dem Album hört (Instrumentales) fügt sich perfekt in die Atmosphäre ein.
Also mein Fazit: Ein top Album mit ganz viel Gefühl
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