Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More sommer2016 fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen9
4,3 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:5,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 19. November 2012
John Cale bewundere ich schon seit langem. Zum einen für seine unverwechselbare Stimme, zum anderen für sein musikalisches Können und seine enorme Wandlungsfähigkeit. Schon seit den 1970ern, zu Zeiten seiner Alben "Helen Of Troy" und "Slow Dazzle" (beide 1975) war ich fasziniert von der bedrohlichen, bisweilen unangenehmen und schmerzlichen Art von Melancholie, die er in seinem Werk immer wieder einfliessen lässt. Er hat es schon immer grossartig verstanden, Stilrichtungen für sich zu vereinnahmen. Sei es mit verträumten Balladen wie auf den Alben "Vintage Violence" (1970) und "Paris 1919" (1973), mit beinhartem, zornigem Rock wie auf den Alben "Sabotage" (1979) und "Honi Soit" (1981) oder mit unterkühlter, fast minimalistischer New Wave wie auf den Alben "Music For A New Society" (1982), "Caribbean Sunset" (1983) und "Artificial Intelligence" (1985).

Jahrzehnte später, anno 2012, macht da sein vor Kurzem erschienenes Album "Shifty Adventures In Nookie Wood" keine Ausnahme. Von den Texten her dominiert nach wie vor Persönliches, Zwischenmenschliches und Düsteres. Auch wenn man sich von einer feinen Schokolade-Glasur manchmal wie verzaubert fühlt, die bitteren Kerne im Inneren von John Cales Song-Bonbons sind todsicher enthalten. Freilich in der musikalischen Umsetzung hat sich einiges verändert.
Sieben Jahre sind vergangen seit dem genialen, stilistisch vielfältigen Album "Black Acetate" (2005), das trotz all seinen Sound-Raffinessen mit einer gewissen Erdigkeit zu überzeugen wusste. Bei "Nookie Wood" dominieren eindeutig die Electronic Sounds, Loops und Drum Patterns. John Cale hat hier ein neues Terrain für sich entdeckt, macht es sich und seiner Musik zu eigen und präsentiert diesen Stil in einer Intensität und mit einer Überzeugungskraft, dass man glauben möchte, er hätte nie was anderes gemacht. Trotzdem wirkt nichts überladen oder überstrapaziert.

Es beginnt ja ganz harmlos. "I Wanna Talk 2 U", so der Titel des ersten Songs, den Cale gemeinsam mit Danger Mouse (Brian Burton) produziert hat, wird eingeleitet von bloss einer akustischen Gitarre. Eine funkige Gitarre gesellt sich dazu und liefert gemeinsam mit weiteren Instrumenten den Aufbau zu einem wunderbaren, sehr eingängigen und fast Charts-tauglichen ('tschuldigung!) Midtempo-Song. Noch scheint die Sonne. Doch Vorsicht ist geboten! Die Schönwetter-Phase hält nicht lange an. Und da ist es wieder, das Donnern und das Grollen. Ein Unwetter zieht auf beim Song "Scotland Yard". Diese Wetterlage bleibt bis auf weiteres unverändert. Musikalisch folgt Highlight auf Highlight: Der hypnotisch-stampfende Titel-Song "Nookie Wood", das House-lastige, in Auto-Tuning gesungene "December Rains", oder die Titel "Midnight Feast" und "Living With You" - Balladen im besten Cale'schen Sinn, aber eben etwas anders arrangiert. Am besten selber hören, entdecken, geniessen...

"Wow, was passiert da gerade?", denkt man sich da als verwunderter Zuhörer. Man sitzt da mit offenem Mund und ist total erstaunt, mit welcher Wucht an Modernität und wieviel zeitgemässem Esprit sich dieses Album einem offenbart. Und das von einem Mann, der seine 70 Lenze bereits überschritten hat - ein Zeichen dafür, dass es für gute Musik kein Ablaufdatum gibt - und für grossartige Künstler und Musiker keine Altersgrenze. Und John Cale war immer schon für so manche Überaschung gut. Da muss man auf alles gefasst sein.

Die CD-Verpackung ist ein optisch ansprechendes und hochwertiges Gatefold-Cover. Dazu gibts ein ausführliches Booklet mit allen Texten und Fotos vom Meister himself.
Die Vinyl-Edition besteht aus zwei 180g heavyweight LPs, ebenfalls verpackt als Gatefold, mit Texten und Download Code. Wer das Vinyl direkt bei Domino bestellt, kommt in den Genuss einer Bonus-7" Single, einseitig bespielt mit dem unveröffentlichten Titel "Hatred".

"Shifty Adventures In Nookie Wood" ist trotz seines eher elektronisch-orientierten Sounds ein typisches John Cale-Album und gehört für mich zu den besten Platten von 2012. Fünf Sterne!
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Der Designer "Rob Carmichael" hat das Cover für "Shifty Adventures In Nookie Wood" entworfen, eine Mischung aus Märchenwald und Familienalbum. Ich wollte durch den dunkeln Humor und die alptraumhafte Athmosphäre der Songs einfangen" schreibt Carmichael. Cale habe ihm zwei Bilder gegeben, um ihn für die Stimmung und die Themen des Albums zu sensiblisieren : die Zeichnung eines kleinen Monsters aus einem Kinderbuch und ein Foto von sich aus Jugendzeiten. Das Album präsentiert nichts Verblüffendes von "John Cale". Das PR Info drücke es natürlich etwas lyrischer aus : Eine Platte/CD von brillianter Modernität, in der sich die Großtaten der Vergangenheit widerhallen. Na, zumindest keine der irrlichternden Platten, wie sie der frühere Beserker und jetzige Fitness-Fanatiker abgeliefert hat. Modern heißt hier allerdings, die Moderene der 80ziger Jahre. Aktuellere Dancefloor Trends werden bestenfalls durch die eigenwillige Perspektive eines inzwischen über
70zig-jährigen Technik-Nerd gefiltert, der sich an der "Unbeholfenheit des Neuen" erfreut. Zur Auffrischung hat er sich den Klangbastler
"Danger Mouse" dazugeholt, um dann doch für den Art-Disco-Stampfer " I Wanna Talk 2U" einen "Old School-Detroit-Vibe" zu rekonstruieren. Auch dem "Dr.John" der "Gris-Gris"-Phase wollte Cale mit "tiefergelegtem Funk" und "lässigen schlingernden Grooves" nacheifern. Mehr "up to date" als das "Daft Punk"ige "December Rain" mit flirrenden Vintage-Moroder-Feeling. "Vampire Cafe" mit "Grace-Jones-Groove"("Slave to the rhythm") oder etwas Auto-Tune und "Prince"-Beasts wird`s dann eigentlich auch nicht. Zum Glück den keiner will von "Urgestein" Cale jetzt tapsige Versuche in Dubstep hören, sondern wieder das patentierte Düstergebolder im "New Wave Geist" die schamos eingängigen Refrains und die melancholisch verhangenen Schmachter, das alles immerhin im fetten Kopfhörer-Sound produziert. "Scotland Yard" gefällt mir persönlich mit am besten. "Mothra" nach der überdimensinalen Motte aus den "Godzilla" Movies benannt, bringt viele (Traum) Elemente zusammen. Textlich führt Cale uns in seine Vergangenheit, auf die walischen Hügel und die Wälder, an seine Ursprungsort Garnant. Das Titelstück "Nookie Wood" klingt tatsächlich eher wie eine räumliche Anordnung von Sounds als wie ein Song. Avantgardistischer Ansatz oder doch nur eine "Hip Hop" Variante ?
"An dieser Stelle habe ich einen Bahnsteigansage eines vietnamesischen Mädchens eingebaut". Dies Idee enstammte wohl seinem Studium des tollen Ridley Scott Films "Blade Runner", auch wieder eine Hommage an die 80ziger Jahre.
Nicht sein bestes Album, aber dennoch hörenswert und ein "Schritt in die Zukunft" für den "Alt-Avangardisten", der schon immer sein Publikum spaltete in der Meinung über sein jeweils neustes Werk.
(Q: "Rolling Stone" Oktober 2012 Maik Brüggemeyer und Andreas Banski)
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juni 2016
John Cale macht ja sehr unterschiedliche Sachen. Diese CD empfinde ich als melodiös, ein bisschen melancholisch (was ich gern mag), aber auch in sich sehr stimmig. Kann man prima durchhören. Ist nicht sperrig.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
John Cale ist mittlerweile 70 geworden und doch kein bißchen müde. Was hat der Mann schon alles hinter sich seit er mit Velvet Underground Musikgeschichte schrieb. Nicht nur seine Solowerke sondern auch seine Produktionen unter anderem für Nick Drake, Patti Smith, Brian Eno usw. usw. In den letzten Jahren hat er immer wieder für Überraschungen ( nicht nur positive )gesorgt, denn seine musikalischen Werke waren doch recht extrem in ihrere Unterschiedlichkeit.
Doch diesmal hat er wieder ein Album herausgebracht, voller Musik wie sie wohl die meisten von ihm erwarten. Vielleicht aber nicht in diesem Soundgewand, denn das ist durch die Hinzunahme von Produzent Danger Mouse in sehr moderner Form dargeboten, was mir persönlich sehr gut gefällt. wir hatten ähnliches ja erst vor kurzem bei Bobby Womack miterleben dürfen. Ein Art Frischzellenkur der Caleschen Musik. Sein Gesang ist nach wie vor hypnotisierend, egal ob mit Autotune verfremdet oder natürlich, John Cale bleibt ein Avardgardist der hohen Schule.
Schon das erste Stück "I Wanna Talk To You" ist ein Burner, der sogar für die Clubs dieser welt taugt. Ähnliches gilt auch für "December Rains", ein wunderschöner Ohrwurm im Stil von Daft Punk! Auf Songs wie "Mary" und "Midnight Feast" überzeugt er mit seiner eindringlichen Stimme, um in "Vampire Cafe" an den Sound von Lana Del Rey zu erinnern.
Überragend ist für mich die Produktion, genau hinhören, es gibt viel zu entdecken auf diesem neuen Album von John Cale, lasst euch überraschen.
0Kommentar|8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Urbanes Niemandsland, irgendwo am Stadtrand (dort, wo John Cale normalerweise auftritt, kleine Clubs, Teatros etc....), am Ende der Nacht - danach klingt SHIFTY ADVENTURES IN THE NOOKIE WOOD. Das ganze Album ein einziger Song, dazwischen ein Sample-Massaker. Für dieses Album muss man bereit sein.

Hypnotisch - der titelgebende Song NOOKIE WOOD. Vom akustischen Anfang der CD, des ersten Songs, I WANNA TALK 2 U, darf man sich nicht täuschen lassen (was danach kommt).

( J. Fromholzer )
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Dezember 2012
Wer von John Cale ein Dutzend exzellenter Alben aus den 70er und 80er Jahren im Regal hat, ist einerseits offen für mehr und offen für Neues, andererseits gewillt, im Zweifelsfall die Kirche im Dorf zu lassen. So geht es zumindest mir und die aktuelle CD/2LP von John Cale, die nach einer siebenjährigen Pause im Studio Erwartungen wachsen ließ, ist kein Grund zum Jubeln. Um es kurz zu fassen: Reihenweise Selbstzitate im zeitgeisttypischen Soundgewand, - Trendsetter Danger Mouse an den Reglern soll offenbar die Verkäuflichkeit steigern! - das konträr zu John Cales Historie als Innovator der Popmusik vor Anpassung und Peinlichkeiten nicht zurückschreckt.

Nach der enorm blassen EP “Extra Playful“ (2011) ist man von John Cale, der seit 1982 – “Music For A New Society“ – kein Meisterstück mehr hinbekam, so manche Ernüchterung gewohnt. Was war dieser Mann doch einst für ein Songschreiber: “Hedda Gabler”, “Dead Or Alive”, “Fear Is A Man’s Best Friend”, “Hanky Panky Nohow”, “Buffalo Ballet”, “Taking It All Away”, “Chinese Envoy”… Die Reihe ließe sich fortsetzen und jeder einzelne Titel füllt sich beim Niederschreiben mit Melodie und mit Eigenleben. Wo ist das nur hingekommen? Jene Pop-Bausteine, die in “Shifty Adventures in Nookie Wood“ ohne Wiederkennungswert im radiotauglichen Gewand aneinander gereiht sind, bestechen einzig durch John Cales stets ausdrucksstarke Stimme. Die ist, wie man sie seit den Siebzigern kennt. Das Songwriting und die Produktion und leider auch die Texte sind nur mehr eine Blaupause einstiger Größe, ein Hauch von Erinnerung, der substanzlos verfliegt, sobald der Tonabnehmer in der Endrille hängt. Man weiß heute, das diese Platte schon morgen bloß nach Gestern klingen wird und sonst nach gar nichts.

Dennoch sollte man nicht vergessen: Dieser Mann war zu seiner Zeit einer der ganz Großen der Rockmusik. Von seiner heutigen, peinlichen Selbstpräsentation, die leider seit 20 Jahren nicht stilsicher ist, und vom entsetzlichen Video zur Single “Face To The Sky“ will ich gar nicht reden. Allein das Album “Shifty Adventures in Nookie Wood“ bringt von der einstigen Überlegenheit und Reife rein gar nichts mehr rüber. Wer die wahrlich großartigen Songs John Cales genießen oder gar erst kennen lernen möchte, sollte auf die Studioalben bis ins Jahr 1984, also bis “Carribean Sunset“ zugreifen und danach bei den oft noch hervorragenden Live-Aufnahmen reinhören bzw. sich in Verzicht üben. Ich persönlich bedaure es, aber das Kapitel John Cale ist für mich mit diesem Album endgültig durch.
55 Kommentare|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. April 2013
Eine wunderbare neue (2012) CD von John Cale. Alter schützt vor Qualität nicht :-) nur life ist noch besser, aber das kann man ja nicht jeden Tag haben.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Februar 2013
Der Service ist für mich mit der Vergabe der 5 Sterne ausreichend dokumentiert - besser geht es nun mal nicht.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Dezember 2012
... wie oft, aber leider kein Meisterwerk. Hätte mir ein anderes Alterswerk (das ist es doch?) gewünscht. Muss man nicht unbedingt besitzen.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

7,49 €