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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Senstationelles Gipfeltreffen der Countertenor-Elite!
Die Ersteinspielung von L. Vincis Artaserse, seinem Schwanengesang von 1730, ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: Zum einen ist es die erste Studioeinspielung einer Seria des Komponisten, zum anderen wurde hier der singuläre Versuch gewagt, auch die Frauenrollen von Countertenören singen zu lassen, so dass sich die in der Cd-Geschichte wohl einmalige...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2012 von Ein kritisches Ohr

versus
9 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Begegung der mittelmäßigen Art
Ich möchte keinen Essig in den "stylishen" Wein gießen, aber mit Vinci oder der "Zeitenwende" von 1730 hat dieser trendige it-Gipfel gar nix gemein!
a) mp3-Akustik bei virgin ? - aber ja, im Radio tönte es haargenau so drahtkommodig", b) in der Tat, derart unidiomatisch gebellte Rezitative hat man lang nicht mehr erdulden müssen. Dummerweise...
Vor 21 Monaten von Gian veröffentlicht


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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Senstationelles Gipfeltreffen der Countertenor-Elite!, 12. Oktober 2012
Von 
Ein kritisches Ohr "Jommelli" (Bavaria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Vinci: Artaserse (Audio CD)
Die Ersteinspielung von L. Vincis Artaserse, seinem Schwanengesang von 1730, ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: Zum einen ist es die erste Studioeinspielung einer Seria des Komponisten, zum anderen wurde hier der singuläre Versuch gewagt, auch die Frauenrollen von Countertenören singen zu lassen, so dass sich die in der Cd-Geschichte wohl einmalige Besetzung von fünf Vertretern dieses Stimmfachs gegenüber einem Tenor ergibt. (Nur auf DVD hat B. Lazar mit Landis St. Alessio -übrigens auch mit Cencic und Jaroussky-ein ähnliches Experiment gewagt) Hintergrund ist das päpstliche Auftrittsverbot für Frauen an allen Theatern des Kirchenstaats. Schenkt man zeitgenössischen Berichten Glauben, müssen die in Frauenrollen eingesetzten Kastraten damals stimmlich und visuell so täuschend weiblich und verführerisch gewirkt haben, dass sämtlichen Theaterbesuchern, egal ob hetero- oder homosexuell veranlagt, die Sicherungen durchgebrannt sind. Natürlich lässt sich das Timbre eines heutigen Countertenors nicht mit einer Kastratenstimme, von der wir nur die um 1900 entstandenen nicht wirklich repräsentativen Aufnahmen Alessandro Moreschis besitzen, vergleichen. Es fällt also schwer, die Rollen der Mandane und Semira (technisch hervorragend gesungen von M.E.Cencic und V.Barna-Sabadus) beim reinen Hören als spezifisch weiblich wahrzunehmen. Am ehesten etwas androgyn wirkt die jugendlich-knabenhafte Stimme Jarousskys, der aber die männliche Titelrolle verkörpert. Ob die Travestie auf der Bühne überzeugend wirken würde, mag auch bezweifelt werden, denn wenn man sich die Fotos der Herren ansieht, ist schwerlich zu glauben, dass ein Maskenbildner eine Verwandlung in verführerische Damen bewerkstelligen könnte, ohne in Drag-queen-Untiefen zu geraten.
Bei aller stupenden Qualität der hier versammelten Countertenor-Elite, stellt sich in dem trotz hoher Stimmlagen durchweg recht männlichen klingenden Ensemble doch nach gewisser Zeit die Sehnsucht nach einem "echten" Sopran ein, der ein abwechslungsreicheres vokales Timbre in den auf Dauer recht ermüdenden Ablauf von teils sehr langatmigen Secco-Recitativen (die man ohne schlechtes Gewissen überspringen kann) und Dacapo-Arien bringen könnte.
Doch eben diese hohe Qualität macht die Aufnahme so einzigartig, denn neben dem gut disponierten Tenor singen alle Counters auf höchstem Niveau und es ist reine Geschmackssache, wem man den Vorzug gibt. Hier meine beiden persönlichen Favoriten: Die musikalisch reichste und aufwendigste Partie des Arbace (1730 von Carestini gesungen) verkörpert F. Fagioli als primus inter pares mit stupender stimmlicher (Umfang fast zweieinhalb Oktaven) und musikalischer Souveränität , gefolgt von V.Barna-Sabadus in der Rolle der Semira, der als einziger in dem Quintett über eine genuin hohe Sopranlage verfügt und besonders durch Zartheit und Grazie berührt. Alle anderen Leistungen befinden sich aber gleichfalls auf höchsten internationalen Standard und stellen eindrucksvoll unter Beweis, wie hoch sich der Countertenorgesang in den letzten 10-15 Jahren entwickelt hat. Bestnoten auch für den gleichermaßen temperamentvollen wie sensiblen Dirigenten D.Fasolis und das ausgezeichnete, in leuchtenden Farben spielende Concerto Köln, das sich endlich wieder auf geglückter Entdeckungsreise jenseits von Multikulti- Crossover und allzu Populären befindet.
Zuletzt noch ein Wort zur Musik Vincis: Bei allem Erfindungsreichtum, galanten Schwung und vokalem Glanz bleibt die Oper musikalisch doch deutlich hinter Händel, A. Scarlatti oder Hasse zurück. Schwer zu sagen, wie sich der Komponist entwickelt hätte, wenn ihm ein längeres Leben vergönnt gewesen wäre.
Insgesamt eine grandiose Produktion, die trotz einiger Fragezeichen in die CD-Geschichte eingehen wird. Uneingeschränkte Kaufempfehlung!
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alle Farben der Countertenorstimmen, 13. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Vinci: Artaserse (Audio CD)
Undenkbar war es in Rom, der katholischsten aller Städte, im Jahr 1730, dass eine Frau auf der Bühne in einer Oper gesungen hätte, und so war die Premierenbesetzung von Leonardo Vincis „Artaserse“ in diesem Jahr rein männlich, besetzt also mit Kastraten, mit dem großartigen Carestini in der Rolle des Arbace. Mittlerweile stehen uns viele hervorragende Countertenöre zur Verfügung, die den schwierigen Partien in Barockopern gewachsen sind, und so ist es nur konsequent, einmal eine Oper nur mit Countertenören zu besetzen (wie ja auch schon von W. Christie erfolgreich umgesetzt). So haben wir also das Glück, in diesem „Artaserse“ (übrigens der Erstvertonung dieses berühmten Librettos von Metastasio - Hasse kam erst nach Vinci - und einer Ersteinspielung) fünf der besten Countertenöre unserer Zeit zu hören, deren Stimmen zudem so verschieden sind, dass keinerlei Eintönigkeit aufkommen wird.
Hervorzuheben ist bei dieser Einspielung zuerst das stringente und rhythmusstarke Dirigat des großartigen Diego Fasolis, unter dessen souveräner Leitung jedes Ensemble präzise spielt und jede Arie, jedes Rezitativ seinen eigenen, interessanten Charakter erhält. Solche technische Perfektion und solchen musikalischen Schwung würde man sich von jedem Dirigenten wünschen. „Concerto Köln“ spielen die abwechslungsreiche und klug gestaltete neapolitanische Komposition Vincis lebhaft und schwungvoll.
Philippe Jaroussky in der Titelrolle des Prinzen Artaserse überzeugt stimmlich mit seinem glanzvollen, über die gesamte Tessitura hinweg makellosen Stimmton sowie mit perfekter Technik. Zudem berührt Jaroussky mit seiner vollkommenen Beherrschung von Timbre und Ausdruck sowie mit lyrischem Ton und herausragender Musikalität den Hörer von der ersten Note an. Dieser herausragende Sänger verfügt deutlich mehr als seine Countertenor-Kollegen über die Kunst, den Zuhörer nicht nur zu beeindrucken, sondern ihn mit seinem Gesang emotional zu berühren und zu bewegen. Der vorliegende „Artaserse“ verdankt somit Philippe Jaroussky einen großen Teil seiner Wirkung.
Der bislang noch recht unbekannte Franco Fagioli zeigt in der schweren Rolle des Arbace einen eindrucksvoll großen Stimmumfang mit klarer, perfekt gestützter Höhe, einem weichen, oft erstaunlich vollen tiefen Register sowie hervorragende Technik auch in den schwierigsten Koloraturarien. Für mich klingt sein Ton im tieferen Bereich manchmal etwas beengt und sein Gesang vielleicht etwas übermäßig kontrolliert, nicht vollkommen frei, aber dies ist bereits Geschmackssache.
Der junge Valer Barna-Sadabus verfügt über eine im Bereich des Sopran gelagerte, klangschöne und leichte, gut gestützte Stimme sowie offenkundig über eine hervorragende Ausbildung. Es ist sehr zu hoffen, dass dieser begabte und gutaussehende junge Sänger seine Karriere klug angehen, weiterhin intensiv an seiner Technik und Intonation (die selten ganz wenig „verrutscht“) arbeiten, und nicht kurzfristig von profitbegierigen Plattenfirmen „verheizt“ werden wird.
Die Rolle der Mandane wird von Max Cencic wie immer mit einem reichen „mezzosopranigen“ Timbre, doch leider stellenweise auch einer gewissen schneidenden Härte in der höheren Lage gesungen. Hier wäre, zudem in einer Frauenrolle, wieder einmal etwas weniger besser gewesen.
Klangschön präsentieren sich auch die Stimmen von Minenko, der sehr ähnlich wie Cencic klingt, und Daniel Behle, dem einzigen Tenor in dieser Oper, der eigentlich für einen Bösewicht geradezu zu angenehm klingt.

Die Technik der Einspielung, das Booklet und dessen visuelle Gestaltung überzeugen ebenfalls - jeder Freund von Barockopern wird hier gerne zugreifen und mit Sicherheit langanhaltende Freude an dieser Einspielung haben.
Die Oper wird übrigens in wenigen Wochen (Herbst 2012) in Nancy inszeniert mit quasi der Besetzung dieser CD, und anschließend in anderen Städten, unter anderem Köln, in konzertanter Version zu genießen sein. (Ob man einige der Männer dann lieber "in Röcken" oder ohne erleben möchte, kann man sich somit aussuchen...)
Uneingeschränkte Empfehlung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Veni, vidi, Vinci, 16. Februar 2013
Von 
Claus Fischer "clausfischer" (Lampertheim, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vinci: Artaserse (Audio CD)
Schon bei der Ankündigung dieser Aufnahme hatte ich fünf Sterne in der Tasche, voller Vorfreude, endlich diese von der Musikwissenschaft längst als einer der Meilensteine der spätbarocken Opera seria anerkannte Oper hören zu können (statt nur die Nase in vergilbte Manuskripte zu stecken, die sich inzwischen jeder Hobbyforscher aus dem Netz fischen kann, was natürlich auch großes Vergnügen macht). Leonardo Vinci und seinem Librettisten Pietro Metastasio ist mit dem 1730 in Rom uraufgeführten "Artaserse" ein Werk gelungen, in welchem alle dramaturgischen und musikalischen Merkmale dieses Genres in paradigmatischer Form auskristallisiert erscheinen - mit sämtlichen Vorzügen und Schwächen. Was man auch gegen Metastasios Schachbrett-Dramaturgie einwenden mag, seine raffiniert ausgetüftelte Handlung steckt voll spannender, wenn auch nicht immer glaubwürdiger Situationen - die Glaubwürdigkeit leidet bei ihm häufig gerade unter den Gesetzen einer mit zu strenger Logik gehandhabten dramatischen Algebra. Seine Verse jedoch sind in ihrer Sanglichkeit bereits die unmittelbare Vorstufe zur Musik, die ein talentierter Komponist mit entsprechendem Sensorium nur noch darüberschreiben musste. Dementsprechend verlässt Vinci sich in der musikalischen Dramaturgie seiner Partitur ganz auf die Wirkung prägnanter Melodien in bewusst unkontrapunktischem, aber effektvoll instrumentiertem Orchestersatz. Das funktioniert prächtig, solange ihm genügend einfällt, kann aber auch streckenweise zu bloß routiniertem Leerlauf führen. Faszinierend genug, dass sich einige von ihm gebrauchte Melodiewendungen über Pergolesi, Hasse und J. C. Bach bis hin zu Mozart fortgepflanzt haben.

Da seinerzeit auf den Bühnen des Kirchenstaates ein päpstliches Auftrittsverbot für Frauen herrschte, mussten nicht nur die ohnehin als Kastratenrollen konzipierten männlichen Rollen, sondern auch die weiblichen von Kastraten übernommen werden. Somit war Vincis "Artaserse" bei seiner römischen Uraufführung eine reine Männersache. Dem originalen Klangbild versucht die vorliegende Aufnahme möglichst nahe zu kommen, indem außer der im Tenorschlüssel notierten Rolle des Artabano sämtliche Partien beiderlei Geschlechts mit Countertenören besetzt sind. Das bietet zugleich die Gelegenheit, fünf handverlesene Vertreter dieses Faches, sowohl in Alt- wie in Sopranlage, zu präsentieren. Das hier versammelte Stimmenquintett demonstriert in der Tat eindrucksvoll, welches Niveau der Countergesang heute erreicht hat.

Es wäre zu vermuten gewesen, dass Philippe Jaroussky die Starrolle des Arbace übernehmen würde, maßgeschneidert für Giovanni Carestini, dem Jaroussky bereits ein Arien-Recital gewidmet hat (auf dem seltsamerweise nichts von Vinci enthalten ist). Statt dessen begnügt er sich mit der Rolle des Artaserse, der zwar als Titelheld ebenfalls mit fünf Arien bedacht ist, die aber im Vergleich zu denen Arbaces kürzer und weniger effektreich ausgefallen sind - was jedoch nicht ins Gewicht fällt, da Jarousskys makelloser, nobler Gesang sie zu Hauptnummern aufwertet. - Die Carestini-Partie wird von Franco Fagioli gestaltet, der damit in die Spitzengruppe des Countergesanges vorstößt. Von einigen seltsamen Verfärbungen in der tiefen Lage abgesehen, überzeugt er mit in jedem Tempo mühelos strömendem, souverän alle virtuosen Klippen der Musik überflutendem Gesang, etwa in dem mit breitem Pinsel ausgemalten Seesturmgemälde "Vo solcando un mar crudele". - Max Emanuel Cencic in der Primadonnenrolle der Mandane führt unter seinen Fachkollegen die am männlichsten klingende Stimme ins Feld und prunkt mit metallischem Glanz, leistet sich aber auch einige Eitelkeiten auf Kosten der Musik - seinem Duettpartner Fagioli ist er in "Tu vuoi ch'io viva, o cara" kein wirklicher Partner, worunter gerade dieses kostbare Stück mit der wohl "mozartischsten" Melodie des Werkes empfindlich leidet. - Valer Barna-Sabadus als Semira verführt mit einem sehr feminin wirkenden Timbre und flüssiger, zart-üppiger Tongebung, besonders schön in "Torna innocente", einer der Arien dieser Oper mit gesteigertem Hitpotenzial. - Nicht ganz glücklich werde ich mit Yuri Mynenko als Megabise, der seine drei kurzen, aber keineswegs unbedeutenden Arien mit solchem Überdruck schmettert, dass man die Qualität seiner Stimme kaum beurteilen kann und um deren Lebensdauer fürchten muss. - Last but not least verleiht Daniel Behle als einziger in "natürlicher" Stimmlage Singender unter den Herren dem "villain" Artabano einen unangestrengte Autorität ausstrahlenden Tenor, dem man gerne häufiger begegnen möchte.

Alles in Allem also ein Fest schöner Stimmen mit einigen wenigen Abstrichen. Ein weiterer kleiner Wermutstropfen: Dirigent Diego Fasolis leitet hier nicht sein eigenes Orchester "I Barocchisti", sondern das Concerto Köln, und man merkt trotz seiner versierten Leitung, dass dieser Klangkörper die Zügel eines Dirigenten nicht gewohnt ist. Die Musiker beherrschen ihre Instrumente großartig, aber sie nutzen jede Gelegenheit, um durchzugehen und fröhliche orchestrale Tischfeuerwerke abzubrennen, ohne sich auf ein wirkliches Geben und Nehmen zwischen Orchester und Sängern einzulassen. Für den Basso Continuo wird zudem eine ganze Menagerie an Instrumenten aufgeboten, die in dieser Buntheit eher zu einer Oper von Monteverdi oder Cavalli passen würde, hier jedoch mit viel hübschem, aber überflüssigem Klingklang verschleiert, dass Vincis Musik sich eigentlich gerade vom Generalbasszeitalter zu verabschieden beginnt.

Einen der zur Verfügung stehenden fünf Sterne muss ich wegen genannter Einschränkungen leider in der Tasche lassen - aber die übrigen vier gebe ich dieser Aufnahme mit dem größten Vergnügen!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Fest!, 13. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Vinci: Artaserse (Audio CD)
Die Bedenken, die der erste Rezensent dieser CD geäußert hat ("Ob die Travestie auf der Bühne überzeugend wirken würde, mag auch bezweifelt werden, denn wenn man sich die Fotos der Herren ansieht, ist schwerlich zu glauben, dass ein Maskenbildner eine Verwandlung in verführerische Damen bewerkstelligen könnte, ohne in Drag-queen-Untiefen zu geraten.") kann ich voll und ganz ausräumen. Die Übertragung der Aufführung aus dem Theater in Nancy hat gezeigt, dass die "Travestie" auf der Bühne ganz hervorragend funktionierte. Der Gedanke an "Dragon Queens" kam bei den weiblichen Rollen nie auf. Besonders das innige Spiel von Max Emanuel Cencic war überzeugend und herrlich anzuschauen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzenproduktion und Spitzenwerk!, 18. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vinci: Artaserse (Audio CD)
Nach der gestrigen konzertanten Aufführung des Werkes in Köln mit tobendem und jubelndem Publikum, der nach jeder Arie stärker wurde, muss ich nur noch sagen: Die vorigen Rezensionen treffen die Qualität der CD! DIe Livekonzerte sind noch einen Deut besser, da vor allem Fagioli stilsicher ausziert.
Nur in einem Punkt muss ich der ersten Rezension deutlich widersprechen: je öfter ich das Werk höre, und das war sicher schon an die Zehnmal, um so mehr empfinde ich seine hohe Qualität, die keinen Vergleich mit Händel, Vivaldi oder Hasse scheuen muss sondern von einem ganz großen Komponisten des 18. Jahhunderts stammt, der mit Ende 20 schon ein Genie war!
Händel selbst orientierte sich an Vincis sensationellen Erfolgen (die er auf seiner Italienreise 1729 vor Ort erlebt hatte) und suchte nach 1729 melodiöser zu schreiben im Vinci-Stil, hatte damit aber kaum mehr Erfolg in London, da ihm auch die Spitzenkastraten fehlten, die er noch Anfang der 1720iger Jahre hatte.
Hoffen wir auf eine Vinci-Renaissance dieses im ganzen 18. Jahrundert hoch geschätzen Opernkomponisten! Was mag da noch in den Archiven schlummern?
PS. Die gesamte Aufnahme der Opernproduktion aus Nancy gibt es bei Youtube anzuschauen genau wie einzelne Arien.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine hervorragende Aufnahme, 20. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vinci: Artaserse (Audio CD)
Die Aufnahme gibt das Konzert wieder, das ich konzertant in Köln gehört habe und das wirklich ausgezeichnet war. Die Aufnahme in (fast) gleicher Besetzung ist hinsichtlich aller Solisten einfach phänomenal! Die Barockmusik wird auch beim Hören zuhause nie langweilig oder eintönig. Eine bessere Bewertung ist meines Erachtens nicht möglich.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Treffen der Countertenor-Giganten, 3. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vinci: Artaserse (Audio CD)
Als maßstäblich dürfte diese Aufnahme gelten, weil sie erstmals und kompetent Aufschluss über einen eigentlich höchstens namentlich bekannten Opernkomponisten gibt, der die neo-neapolitanische Opera seria nach den Maßgaben Metastasios vertritt. Zudem bietet die leidenschaftliche Interpretation von Concerto Köln unter Leitung des hitzigen Diego Fasolis ein abwechslungsreiches Erlebnis. Dass es mittlerweile auch männlichen Sopranisten unter den sogenannten Counter-Tenören gelingt, die virtuose Kunst des Kastratengesangs auferstehen zu lassen, hat mittlerweile Philippe Jaroussky zu einem Superstar werden lassen. Er tritt hier in der Titel-Rolle als Prim'Uomo in nahezu sportiven Wettstreit mit den Counter-Newcomern Max Emanuel Cencic als seine Schwester (!) Mandane, Franco Fagioli und Yuriy Mynenko und Valer Barna-Sabadus in der Frauenrolle der Semira. Dass die Barock-Oper auch von solchen Absurditäten lebt, beweist diese Neuaufnahme eindrucksvoll.
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5.0 von 5 Sternen Ein Verzauberter, 2. Mai 2014
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Rezension bezieht sich auf: Vinci: Artaserse (Audio CD)
Philippe Jaroussky bedarf keiner Empfehlung - er ist einfach der beste Sopran in Mannsgestalt, den wir zu unseren Lebzeiten hören können. Seine genaue Intonation, seine Modulierungen, der überirdische Schmelz seiner Stimme und nicht zuletzt seine musikalische Intelligenz können nur den völlig Gefühllosen unberührt lassen.
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5.0 von 5 Sternen wunderbar - eine offenbarung, 12. Oktober 2013
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Vinci: Artaserse (Audio CD)
wunderbare sänger, herrlich aufspielende orchester und chor. und eine bezaubernde oper. als nicht profi (i.v. zu weiteren besprechungen, insbesondere mit 1 stern) kriegt man ein gefühl dafür, warum haendel ein par jahre nach italien ging. kein muss - aber ein geschenk - für menschen, die musik lieben.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genial Must have for Baroque Lover, 22. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Vinci: Artaserse (Audio CD)
I did not knew Vinci before. Franco Fagioli had great performace.Waiting to have the DVD.. Must have for the Baroque Opera lovers.
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Vinci: Artaserse
Vinci: Artaserse von Philippe Jaroussky (Audio CD - 2012)
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