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am 11. Dezember 2012
Na, endlich mal eine Aufnahme von „Giulio Cesare“! - nein, trotz der beiden überragenden Sängerinnen in den Hauptrollen, Karina Gauvin und Marie-Nicole Lemieux, wäre diese gefühlt 250te Einspielung der Oper nicht nötig gewesen.
Der unglaublich schöne Stimmklang von Karina Gauvin und ihr souveräne Musikalität erheben sich herrlich über die Beeinträchtigung einer temperamentlosen Interpretation durch das Orchester. Es ist höchst erfreulich, dass diese große Barocksopranistin endlich diese Rolle einspielt, in der sie mit dem Glanz ihrer Stimme und ihrem dramatischen Ausdrucksvermögen beeindrucken kann.
Marie-Nicole Lemieux in ihrer Männerrolle überzeugt mit fester, kraftvoller und strahlender Stimme und intensiver Interpretation, wird jedoch ebenso wie Gauvin durch das schläfrige Dirigat Curtis' und die extremen langsamen Tempi in ihrer Arbeit erkennbar behindert. Bedauerlich scheint diesem Rezensenten insbesondere, dass Curtis anscheinend nach längst überholter Gutsherrenart nicht den Sängerinnen, die ein besseres Urteilsvermögen haben könnten als er, die Wahl der Tempi überlässt, sondern diese eigenmächtig bestimmt.
Romina Basso überzeugt in ihrer Rolle der trauernden Witwe trotz ihrer Jugend mit vollem und schwerem Stimmklang und intensivem Ausdruck.
In der Rolle des Sesto bietet Emöke Barath einen schönen, durchaus knabenhaften Stimmklang, aber singt ihre Abfolge von eigentlich verzweifelten und intensiven Arien allzu brav und stellenweise mit viel vibrato ab - leider kein Vergleich mit Ph. Jaroussky, der in einer anderen Einspielung in dieser Rolle glänzt.
Regelrecht ärgerlich ist, dass der Countertenor, der den Tolomeo singt, schlicht höchst mittelmäßig ist und vielleicht wie eine indignierte alte Frau klingt, aber nicht wie ein wilder junger König.
Kein Wunder allerdings auch bei dem Dirigat von Curtis, an dem sich wohl nie etwas ändern wird - entschuldigung, aber Curtis versteht es einfach nicht, die Musik zum Leben zu erwecken, Spannung oder überhaupt Emotionen zu erzeugen. Und dies ist bei dem vorliegenden hochdramatischen und musikalisch überragenden Meisterwerk schon ein Kunststück. Die stellenweise eingeworfenen härteren Klänge wirken unmotiviert und verbessern die Interpretation nicht - schade, da das Orchester eigentlich gut ist.
Wirklich schade.
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am 9. Dezember 2012
Altmeister Alan Curtis hat die Freunde barocker Opern seit vielen Jahren mit einer Reihe von weitgehend unbekannten Opern erfreut (freilich gerade auch bie Amazon immer wieder Kritiker gefunden, nicht immer zurecht wie ich meine). Nun ist er zum wohl bekanntesten Werk der barocken Opernliteratur, Händels "Giulio Cesare" in Egitto vorgestossen. Das lange Warten hat sich gelohnt. Curtis legt eine exzellente Aufnahme vor, in denen die Streicher und Bläser seines Orchesters "Il Complesso Barocco" glänzen können. Interessant der Vergleich etwa zur Aufnahme von Rene Jacobs aus den frühen neunziger Jahren. Die Neuaufnahme unter Curtis deutlich härter und vibrierender, manchmal auch weniger geschmeidig, aber ich habe das nicht als ein Manko empfunden, sondenr im Gegenteil als spannend.

Von den Sängerinnen und Sängern kann man gleichfalls fast nur Gutes sagen. Marie-Nicole Lemieux macht miteinem sehr lebhaften Porträt der Titelrolle einmal mehr deutlich, dass auch Frauen in der Kastratenrolle des Giulio Cesare glänzen können. Karina Gauvin als Clepopatra ist eine reine Freude. Gleiches gilt für Romina Basso als Cornelia.

Wie so oft nutzt Curtis eine CD-Aufnahme aber auch, um neue Sänger vorzustellen. Johannes Weisser stellt einen stimmlich glanzvollen Achilla vor, Filippo Mineccia als Tolomeo kann die Boshaftigkeit des Teenagers auf dem Thron bestens darstellen. Wenn überhaupt in der Aufnahme ein kleine Wehmutstropfen zu finden ist, dann ist es Emöke Baráth, die als Sesto mit der b wohl besten Darstellerin der Rolle, der verstorbenen Lorraine Hunt nicht mithalten kann.

Gleichwohl alles in allem eine schöne Krönung (oder besser noch Fortsetzung) von Curtis' Opernaufnahmen. Highly recommended.
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