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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspruchsvolles Konzeptalbum für den Kopfhörer
Ein Album über die Kiefer? Ein Konzeptalbum ohne große Chartambitionen? Ja, das liefert A fine frenzy mit "Pines" hier ab. Besonders und anspruchsvoll und nichts zum Nebenbeihören, sondern für ein konzentriertes Hören gedacht.

A fine frenzy alias Alison Sudol bringt nach einem großartigen Balladenalbum mit großen Highlights...
Vor 18 Monaten von ANDY567 veröffentlicht

versus
20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Symbolträchtiges Konzeptalbum, atmosphärisch und zäh
Bevor man sich dieses Album anhört, muss man wissen, dass es sich hierbei um ein Konzeptalbum handelt - Sängerin Alison Sudol wollte ursprünglich ein Wiegenlied schreiben und konnte dann gar nicht aufhören, bis sie ihr eigenes kleines musikalisches Märchen über die Lebensgeschichte eines Pinienbaumes geschrieben hat: "the unheard-of chance...
Vor 18 Monaten von Kai Olaf veröffentlicht


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspruchsvolles Konzeptalbum für den Kopfhörer, 15. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Pines (Audio CD)
Ein Album über die Kiefer? Ein Konzeptalbum ohne große Chartambitionen? Ja, das liefert A fine frenzy mit "Pines" hier ab. Besonders und anspruchsvoll und nichts zum Nebenbeihören, sondern für ein konzentriertes Hören gedacht.

A fine frenzy alias Alison Sudol bringt nach einem großartigen Balladenalbum mit großen Highlights und einem mehr Uptempo ausgefallendem Album ein besonderes Konzeptalbum über einen Baum, bzw. bringt dies natürlich alles auf der metaphorsichen Ebene, das eigene Leben steht für diesen Baum.
Zum ersten Mal gibt es im Booklet alle Texte und hier merkt man schon, dass das Hauptaugenmerk auf den sehr poetischen Texten liegt, die Melodien treten dieses Mal in den Hintergrund und es gibt nur wenig zum Mitsingen oder gar Grooven. Atmosphäre und Stimmungen dominieren die Songs und Melodien gehen etwas in den Hintergrund.

Das Album beginnt gleich mit einem für mich großen Highlight "Pinesong", der sich sachte steigert und trotz der Länge von 7 Minuten für mich nicht langweilig wird und alle Facetten des Albums widerspiegelt. Chinesische Elemente entdecke ich in dem Song genauso wie wunderschöne "melodienhafte" Bögen wie bei "One cell in the sea"
Der Walzer bei "Winds of wander" wirkt dann schon sperriger, erst nach mehrmaligem Hören erschließt sich der Song für mich.
"Avalanches" lässt am ehesten an die Balladen des ersten Albums erinnern und spannt den Bogen hin zu drei eher sehr zurückhaltenden Songs, die nur wenig für einen ungeübten "Konzepthörer" bringen, zu spärlich, zu wenig Melodie, zu wenig Schwung kommt bei diesen Songs auf, vor allem "Dream in the dark" kommt vielleicht nur mit Kopfhörern zur Wirkung, ansonsten würde man ihn als Skipsong bezeichnen.
Die Instrumentierungen sind dagegen wirklich besonders und die Stimmung immer eine besondere.
Mit "Sailsong" kommt nun zum ersten Mal bei Titel 7 Schwung in den "Wald" und man wacht endlich so richtig auf, bevor man mit dem "Sadseasong" wieder zum Schwelgen kommt, vor allem das Klavier hat es mir in dem Song besonders angetan.
So richtig eingeheizt wird einem dann gegen Ende des Albums "It's alive" und vor allem "Now is the start" sind richtige Popsongs, gelungen und uplifting. Da springt man auch mal wieder wild in der Gegend rum.
"Untitled (grasses grow)" sehe ich eher als ruhiges Outro.

Dieses Album wird sicherlich kein Chartburner und (leider) in den Regalen kleben bleiben, zu sperrig, zu anspruchsvoll und zu wenig besonders wird dies dem allgemeinen Hörer erscheinen. Die Klasse von "One cell in the sea" hat es nicht, aber als Gesamtwerk finde ich dieses Album besonders genug, um es noch mit fünf Sternen zu bewerten, Mut hat sie ja, die Fine Frenzy, das sollte wenigstens von manchen gewürdigt werden, die auch mal zu Kopfhörern greifen und atmosphärische Klänge und ein Konzeptalbum würdigen können. Steigert sich von Hören zu Hören...! Einfach mal drauf einlassen!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Sehnsucht einer Kiefer, 27. Oktober 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pines (Audio CD)
"Pine" hat nach meinen Recherchen mehrere Bedeutungen: (1) pine = Kiefer (2) to pine = sich verzehren, pining = Sehnsucht.
Alison Sudol spricht in ihrer Geschichte von Trauer, Einsamkeit und von Sehnsucht, von einem neuen Anfang. Nicht für die Kiefer :-(, ein neuer Anfang für das, was aus ihren Zapfen entstehen kann. Eine neue Generation.

Es gibt ein Internet-Video, das die Geschichte von Pine erzählt. Hierauf beziehe ich meine Interpretation.

Die Geschichte, so weit ich sie verstanden habe:

Einst gab es einen großen Wald. Nun ist sie ganz alleine. Sie steht auf einem Felsvorsprung, hoch über den abgeholzten Bäumen. Baustümpfe, so weit das Auge reicht. Sie hält ihre Zapfen zurück. Ein Vogel spricht mit ihr. In der Geschichte wird die Kiefer von Vögeln an Seilen davongetragen, zu einem anderen Ort.

Aber eine einzige Kiefer kann keinen Wald ersetzen.
...

Sie treibt im Fluss, verliert alle ihre Nadeln, dann einen Teil der Äste. Der leere Stamm wird an ein Ufer gespült, vermodert dort. Ein Vogel entführt einen Zapfen aus dem hohlen toten Stamm.

Die Vögel tragen ihre Zapfen mit sich fort. Es ist nicht das Ende, es ist der Beginn eines neuen Lebens ("Now is the start").

Die Geschichte ist nicht fröhlich, vielleicht ist die Musik daher in vielen Teilen auch so zurückhaltend. Die Fröhlichkeit gibt es erst wieder, als das neue Leben beginnt ("Now is the start").

<< Now is the start >> Es ist ein PoP Song, so wie sie mir gefällt und so wie ich sie auch kenne.

<<Untitled (Grasses Grow)>>
Das Lied beginnt mit einfacher Klavierbegleitung und Gesang und bleibt auch dabei. Einige Textteile, die ich verstanden zu haben glaube. << Manchmal musst du um alles kämpfen, was dir wertvoll ist >> <<Die Dinge wachsen in Richtung des Lichtes, sie schauen ob sie finden können, wonach sie suchen >> (frei übersetzt). "Looking for something more", <<Wo du stehst ist der Platz, wo du hingehörst >>.

Für Bäume gibt es eine Besonderheit, sie sind dort zu Hause, wo sie gerade stehen.

<< Pine song >>
Musikalisch finde ich das Lied sehr schön, die Musik, ihre Stimme. Eine sanfte Melodie, zum Teil nur mit Gitarrenbegleitung.

Die CD kann ein wenig gewöhnungsbedürftig sein, wenn man die Erwartungshaltung hat, die dritte CD möge doch eine Fortsetzung der ersten beiden sein. Sie beinhaltet Musik, die manchmal sehr leise ist. Daneben gibt es auch einige pompöse Abschnitte. Ich denke aber, sie hat ihren eigenen künsterischen Ausdruck gesucht und gefunden.

Nachdem ich mich auf die Geschichte eingelassen habe, finde ich alles sehr schön. Sie ist sehr traurig, aber von einer Traurigkeit, die nicht verletzt.

Die Qualität der CD war nicht so gut, einige Songs konnte ich gar nicht oder nur mit Störgeräuschen abspielen. Das gilt sowohl für den Radio CD Player als auch für den Computer. Aber nun habe ich alle zusammen und die Punkte gelten für das Werk der Künstlerin :-). Gut finde ich, dass die Texte mitgeliefert wurden. Diesen Aspekt betone ich deswegen besonders, weil das nicht immer der Fall ist.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Symbolträchtiges Konzeptalbum, atmosphärisch und zäh, 14. Oktober 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pines (Audio CD)
Bevor man sich dieses Album anhört, muss man wissen, dass es sich hierbei um ein Konzeptalbum handelt - Sängerin Alison Sudol wollte ursprünglich ein Wiegenlied schreiben und konnte dann gar nicht aufhören, bis sie ihr eigenes kleines musikalisches Märchen über die Lebensgeschichte eines Pinienbaumes geschrieben hat: "the unheard-of chance (for a conifer) to make a life of her own choosing".
Und natürlich steht der Nadelbaum hier nicht umsonst in Klammern, denn vieles, was hier geschildert wird, kann man auch auf sein eigenes Leben, seine eigenen Sehnsüchte ummünzen.
So weit klingt das alles schon einmal sehr interessant. Nur muss so eine Aufgabe erst einmal musikalisch bewältigt werden. Dementsprechend klingt "Pines" auch wie eine Wanderung durch unberührte Natur, rau und wunderschön zugleich, wie sie es auch im Video der Single "Avalanches" zeigt. Was allerdings in diesem Lied in notwendiger Single-Kürze und bewährtem Arrangement noch hervorragend funktioniert, scheitert in so manch anderen Liedern an übertriebener Ausdauer. Die markante, fragile Stimme Alisons verschwindet mit ihren oft unscheinbaren Melodien in einer Wildnis aus atmosphärischen Sounds, die sich oft weit über sieben Minuten hinziehen und in denen nur relativ wenig gesungen wird. Auch dies könnte durchaus spannend sein, wenn man sich in diesem Fall nicht irgendwann wünschen würde, dass mal irgendwas passiert. So reichen die drei etwas poppigeren Songs "Sailing Song", "Now is the Time" und das grandiose "They Can't If You Don't Let Them" nicht, um den Gesamteindruck eines vor sich hin wabernden Albums loszuwerden. Zugegeben, "One Cell in the Sea" bestand sogar NUR aus Balladen, funktionierte aber in diesen auf den Punkt gebrachten, wundervollen Pop-Perlen ebenso gut wie der fröhlichere Gegenpart in Form ihres zweiten Albums "Bomb in a Birdcage". Rein musikalisch weiß "Pines" also zunächst einmal nicht in dieser Form zu zünden - zumindest nicht, bis man sich mit den Texten etwas tiefer auseinandersetzt.

Lyrisch steht nämlich auch dieses Album völlig außer Diskussion, im Gegenteil. In "Pines" erreichen viele Texte eine so poetische Tiefe, wie man sie selbst von Alison Sudol bisher nur selten gehört hat. Immer mit der Symbolik ihrer Geschichte vor Augen findet sie intensive, bildgewaltige Worte und Weisheiten über das Leben, Liebe, Sehnsucht und Selbstfindung. Unter diesen lyrischen Aspekten lassen sich somit auch viele musikalische Wege dieses Albums ganz anders verstehen.

Man kann dieses Album also nicht "konsumieren". Wahrscheinlich kann man es sich als Gesamtwerk - vor allem mit den wunderschönen Texten vor Augen - im Laufe einiger Zeit wirklich schön hören, wenn man denn dazu bereit ist.
Neugierig auf viele weitere Alben macht "Pines" aber allemal, denn bisher wusste A Fine Frenzy noch jedes Mal neu zu überraschen.
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4.0 von 5 Sternen Kein Vergleich., 16. Oktober 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pines (Audio CD)
Nachdem ich das Album ein fünftes Mal gehört hatte, konnte ich es mir ein sechstes Mal anhören, ohne zu weinen. Ich kenne Sudols Biografie nicht, aber der Großteil des Albums klingt, als wäre sie irgendwann zerbrochen. Es ist, als begleitete man sie Song für Song dabei, wie sie wieder aufsteht.

Von ihrem früheren Stil ist wenig übrig geblieben, das Album wächst einem aber dennoch schnell ans Herz.
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5.0 von 5 Sternen Weltalte Weisen, 8. Oktober 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pines (Audio CD)
Seit Jahren versuche ich meine Mutter, die einen sehr guten, klassischen Musikgeschmack hat, für moderne Musik zu begeistern. Immer wieder habe ich geliebte Platten aufgelegt, aber die Reaktion war meist, hm, gemischt. Als ich kürzlich das Album "Pines" von A Fine Frenzy in den CD Spieler legte passierte etwas sehr seltenes. Meine Mutter merkte auf, hörte zu und meinte schon nach dem ersten Lied, dem "Pinesong": "Das ist ja bemerkenswert, das klingt wie weltalte Weisen, das könnte ich jeden Tag hören." Wow. Geschafft.
Mit "One cell in the sea" hatte Alison Sudol alias A Fine Frenzy ihren Durchbruch, ein Album voller schöner, kräftiger und lyrischer Balladen. Und mit "Almost Lover" einen respektablen Hit. Der Nachfolger, "Bomb in a Birdcage", hat mir nicht gefallen, beinahe hätte ich sie wieder aus den Augen verloren. Dann wurde ich auf "Pines" aufmerksam. Ein sehr spezielles Album, ein Konzeptalbum, in dem es um die Geschichte einer Kiefer (pine) geht, deren Schicksal in den Liedern erzählt wird.
Es ist ein leises Album, sparsam instrumentiert. Alison setzt ihre Stimme meist sehr zurückhaltend ein. Die Songs sind dabei sehr speziell, sie kommen einem fast organisch gewachsen vor. Wie wenn sie auf eine Wiese gesäht worden wären, und der Wind würde über sie streichen und zum Klingen bringen. Dabei sind die Lieder sperrig und entfalten ihre Magie erst nach wiederholtem Hören.
A Fine Frenzy gelingt auf "Pines" einige Gänsehautmomente zu erzeugen. Wenn bei "Winds of Wander" die ersten Klänge gesungen sind und die Melodie sich mit den Streichern himmelwärts dreht und Alison Sudol tief aus ihrem Bauch singt: "The heart beats slow" überfällt meinen Körper ein wohliger Schauer. Und der "River Song" erzeugt eine fast heilige Stimmung. In der Mitte hat das Album ein paar Längen und klene Durchhänger, aber spätestens mit "They Can't if you Don't Let Them" fließt die Energie wieder. Was für ein kraftvolles Lied, welch ein Auftakt wenn Alison singt: "If it is true, if you have come to the rescue / Why do the bells sound of danger".
Trotz kleiner Schwächen und obwohl das Album gen Ende hin eine merwürdige technische Wendung nimmt, ist "Pines" so besonders, so speziell, so außergewöhnlich dass es fünf Sterne verdient.
Mein Tipp: Unbedingt Zeit nehmen, die Texte lesen, sich in die Geschichte hineinvertiefen.
Dann wird es zu einem besonderen Erlebnis.
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5.0 von 5 Sternen Eine magische Reise, 22. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Pines (Audio CD)
"Pines" hat die Friendzies von Alison Sudol polarisiert, keine Frage. Ich habe selbst beide "Pole" erlebt, war anfangs skeptisch bis unterwältigt, habe meine Haltung inzwischen aber fast komplett revidiert.
"Pines" ist als Konzeptalbum angetreten, im Paket mit e-Book und Trickfilmchen. Beim ersten Hören hatte ich den Eindruck, dass vor lauter Konzepterei nicht genug Raum übrig geblieben war für ein stringentes musikalisches Konzept. Das Album lebt musikalisch vor allem von den Stimmungen, von der Atmosphäre, die Sudol mit weitgehend akustischen Arrangements, minimalistischer Instrumentierung, Klanglandschaften aus der Natur und seeehr gedehnten, teils fast einschläfernden Tempi schafft. Da wirken die paar schnelleren Titel, wie der muntere, leider überproduzierte "Blow Away"-Nachfolger "Now is the Start" irgendwie fehl am Platz. Wenn Sudol dann auch noch mit einem Stück im Stil von Joanna Newsom ("Dream in the Dark") ihre grundsätzlich zu begrüßende Experimentierfreude auf die Spitze treibt, bleibt unter dem Strich ein gewisser Mangel an musikalischer Kohärenz.
Was also soll der geneigte, nach dem ersten Durchgang leicht ratlose Hörer mit diesem nach OCITS und BIAB unerwartet sperrigen, spröden Stück Musik anfangen?
Die Antwort: Hören. Mehrmals. Immer wieder. Aber bitte nicht nebenbei, sondern intensiv, Kopfhörer auf, Augen zu. Und sich das Album über die Geschichte, die Songtexte erschließen, eventuell mit Hilfe des Films und des e-Books. Denn nach OCITS, das eigentlich auch schon ein verkappter Roman in Musik war, erweist sich Sudol einmal mehr als großartige Geschichtenerzählerin mit reicher Phantasie, kraftvoller Sprache und einem gewissen Hang zum Tiefgang - gerade so viel, wie auf eine einstündige CD passt.
Natürlich ist die Geschichte der Reise einer Kiefer eine Fabel, eine Metapher auf das Leben als Reise zu sich selbst, als Selbstfindungstrip. Da gibt es so viel zu er-leben unterwegs, von Sudol wunderbar, teilweise grandios in Musik gefasst. Von der Sehnsucht und den Träumen wie in "Pinesong"; vom Loslassen und Aufbrechen in "Winds of Wander", das mit einer ziellos dahinplätschernden Melodie beginnt und in einen himmelstürmenden Walzer mündet (und nebenbei für meinen Geschmack neben "Almost Lover" und "Redribbon Foxes" das Beste ist, was sie je geschrieben hat); oder dass es für einen Neubeginn manchmal notwendig sein kann, innerlich ein Stück zu sterben ("Riversong", "Sadseasong"). Oder vom Überwinden von Widerständen und vom Kämpfen ("They Can't..."), um sich schließlich mit Optimismus und Energie ins Leben zu stürzen ("It's Alive", "Now is the Start"). Ganz am Ende steht mit "Untitled/Grasses Grow" wieder ein persönliches Fazit, ganz ähnlich wie "Borrowed Time" auf OCITS. Und so, wie es im Leben ein Auf und Ab gibt, sich Phasen relativer Ruhe mit solchen von Unrast, Hektik oder sogar Chaos unangekündigt abwechseln, hat Sudol sich vielleicht doch etwas dabei gedacht, die schnellen Stücke relativ schroff zwischen die ruhigen zu setzen.
Was ich bisher noch in keiner Rezension gelesen habe, ist, dass sich dieses Album mit seiner Geschichte nicht zuletzt an junge Hörer/innen wendet, an sensible, nachdenkliche Naturen so ab 13, 14 Jahren. Ähnlich wie "Minnow" auf OCITS praktisch ein komplettes Kinderbuch in einem Vierminutensong war.
Insgesamt vergebe ich 4,5 Sterne, aus denen in der Rundung dann 5 werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse, 12. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pines (Audio CD)
Zuerst möchte ich Alison Sudol loben, dass sie den Mut hatte, so ein Album auf die Beine gestellt hat, denn es ist keine leichte Kost. Man muss sich beim Zuhören wirklich konzentrieren um den Text voll umfänglich zu erfassen. Man muss wirklich zuhören, sich zeitnehmen und das ganze auf sich wirken lassen.

Musikalisch ist es das ruhigste Album von A fine Frenzy in der noch jungen Karriere. Nach dem Knallerdebüt "One Cell in the Sea" folgte das sehr Elektropop-lastige und mainstreamige "Bomb in a Birdcage". "A Pines" ist nun der dritte Streich und, wenn man die beiden Vorgänger gekannt hat, eine faustdicke Überraschung in musikalischer Hinsicht.
Zwar war das Debütalbum auch schon eher ruhig, aber immer noch mit Alternativ-Elementen versehen. Das fällt bei "A Pines" fast vollständig weg.

Ich gebe wohlwollende fünf Sterne, einfach weil ich den Mut der Sängerin belohnen möchte. Wirklich angemessen wären wohl eher vier, weil die Musik eben manchmal schon sehr sperrig und langatmig ist. Es lohnt sich aber in jedem Fall reinzuhören.
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4.0 von 5 Sternen tolles Konzeptalbum in Pappschachtel und seltsamen Ausklang, 16. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pines (Audio CD)
Ich will mich kurz halten:

Das Album ist weit vom Mainstream entfernt und schließt nicht nahtlos an die ersten beiden Alben an. Es hat in mir Gefühle an "weit draußen in der Natur" geweckt, eine weite Steppe oder Tundra, in der eine einzelne Hütte steht. Die Stücke gehen gut ineinander über, so als würde ich mich in dieser Landschaft zu dem Hügel hier oder dem See dort bewegen oder als würde ich stehen bleiben und den Wind auf meinem Gesicht spüren.
Nur die letzten Stücke, in denen plötzlich starker Synthie-Sound auftaucht, haben mich da ziemlich irritiert und wieder "hierher" geholt. Wirklich geärgert habe ich mich darüber, dass die CD in billiger Pappe geliefert wird, aus der man sie zerren und in die die man sie dann wieder stopfen muss. Möglicherweise ist diese Pappe einem noblen Umweltgedanken geschuldet, doch wenn ich mir einen physischen Tonträger bestelle, dann will ich natürlich eine stabile und haltbare, bzw. zur Not auswechselbare (Schutz-)Hülle haben und keine billige Pappe, die zu nah am kalten Fenster abgestellt schon Feuchtigkeit zieht. Wenn ich darauf verzichten will, dann greif ich doch wohl gleich zum Download?
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5.0 von 5 Sternen Lichtenberger Günther, 3. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Pines (Audio CD)
Diese Liebeserklärung an Pienen ist ergreifend, betörend, mutig, leidenschaftlich. Diese Platte wärmt das Herz. Die Stimme betört die Seele, die Lieder machen nachdenklich und am Ende sehr glücklich. Ein wirklich bezaubendes Konzeptalbum abseits des Mainstreams. Hört man diese zarten Balladen, fragt man sich, in welcher Welt wir eigentlich leben.
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3.0 von 5 Sternen Weit abseits ausgetretener Pfade, 13. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pines (Audio CD)
Mit "A Cell in the Sea" legte A Fine Frenzy" eine absolute Meisterleistung vor, die man gar nicht hoch genug einschätzen kann. Das darauffolgende "A Bomb in the Birdcage" war ein gutes Album, aber doch ein Schritt zurück auf Normalniveau. Ihr drittes Album nun ist eines sicherlich nicht: normal.
A Fine Frenzy bewegt sich hier weit abseits ausgetretener Pop Pfaden. Der erste Song, der Pine-Song sorgt für Gänsehaut und man glaubt schon, dass diese CD wie schon "A Cell in the Sea" ein Jahrhundertwerk werden würde. Ab dem 2. Song aber haucht sie die Songs mehr als sie singt. Das erzeugt anfangs eine gewisse Spannung, da man bei jeden Song glaubt, der nächste wird die Wende zurück zu einer normalen Interpretation bringen. Irgenwann wird es aber ein bisschen langweilig, denn die Erlösung kommt leider nie. Was bleibt ist ein aussergewönliches (ruhiges) Album, das bewusst gehört schon seinen Reiz hat, aus dem man aber sicher noch viel mehr hätte herausholen können.
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Pines
Pines von A Fine Frenzy (Audio CD - 2012)
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