Kundenrezensionen


1.104 Rezensionen
5 Sterne:
 (897)
4 Sterne:
 (110)
3 Sterne:
 (37)
2 Sterne:
 (26)
1 Sterne:
 (34)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


590 von 638 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisches Kino im Serienformat
Es war eine mutige Entscheidung von dem US-Cable-Sender HBO, die Fantasy-Reihe "Ein Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin auf die Fernsehbildschirme zu bringen. Das hat mehrere Gründe: der Sender hatte bis dato eher wenige Fantasyserien im Programm, die Buchreihe war zu diesem Zeitpunkt (und ist es noch immer lange nicht) nicht beendet, das Figurenarsenal...
Veröffentlicht am 18. November 2011 von AsterLundgren

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Qualität, miserable Bedienbarkeit
Es wurde alles dazu gesagt, dass die Serie toll ist. Jedoch gibt es ein dickes Problem:

Bei Blu-rays muss die Funktion zum Wiederaufsetzen am vorherigen Punkt vom Hersteller eingefüht werden. Es ist keine im Abspielgerät programmierte Funktion. Diese fehlt hier. Das bedeutet, dass bei jeder Unterbrechung die gesamte Blu-ray von vorne abspielt. Mit dem...
Vor 2 Monaten von echnaton veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2111 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

590 von 638 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisches Kino im Serienformat, 18. November 2011
Es war eine mutige Entscheidung von dem US-Cable-Sender HBO, die Fantasy-Reihe "Ein Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin auf die Fernsehbildschirme zu bringen. Das hat mehrere Gründe: der Sender hatte bis dato eher wenige Fantasyserien im Programm, die Buchreihe war zu diesem Zeitpunkt (und ist es noch immer lange nicht) nicht beendet, das Figurenarsenal ist geradezu episch breit - und die Umsetzung unter anderem deswegen als nicht gerade preiswert einzustufen. Dennoch wagte sich der Sender an den Stoff - und landete damit nicht nur einen moderaten Hit, sondern legte damit eine wirklich fabelhafte Serie hin.

Handlungsort ist der Kontinent Westeros, der durchzogen ist von feindlichen Adelshäusern und einem ständigen Kampf um den Thron. Eine ganze Reihe an Figuren wird begleitet; Eddard "Ned" Stark (gespielt von Sean Bean), der vom König (Mark Addy) gebeten wird, seine rechte Hand zu werden, woraufhin Ned zustimmt. Nicht nur Neds Familie; unter anderem die rebellische und wenig damenhafte Arya (fantastisch verkörpert von dem Nachwuchstalent Maisie Williams) oder der Bastardsohn Jon Snow (in der deutschen Fassung "Jon Schnee"), stehen im Mittelpunkt, sondern auch der familiäre Anhang rund um den König; seine machthungrige Frau Cersei und deren Brüder Jaime und Tyrion, der Königssohn Joffrey und schließlich ein paar undurchsichtige Berater.
Während in Westeros eifrig um den Thron gestritten und intrigiert wird, während niemandes Leben sicher ist, plant Daenerys Targeryen, deren Familie vor einiger Zeit vom Thron gestürzt und vertrieben wurde, ihre Rückkehr in die Heimat. Und auf den Thron.

Schon in der Pilotfolge deutet sich dem Zuschauer an, was ihn erwartet; monumentale Bilder, die man sonst nur aus dem Kino gewohnt ist, viele Handlungsstränge und noch mehr Figuren und einen Epos, der in seiner Breite selbst "Der Herr der Ringe" übertrifft. Das führt stellenweise auch dazu, dass Nichtbuchkenner besonders in den ersten Episoden überfordert sein dürften; zu viele Gesichter, zu viele Namen und angedeutete Vorgeschichten werden ins Spiel gebracht, um nur bald wieder zu verschwinden und erst einige Folgen später wieder aufzutauchen. Wenn der Zuschauer jedoch aufmerksam bei der Sache ist, dürfte dies kein allzu großes Problem sein.
Wenn man sich auf die Serie einlässt, wird man reich belohnt - mit interessanten Figuren, eindrucksvollen Landschaften und Effekten (die meistens gar nicht als solche erkennbar sind, eben weil sie so perfekt sind), erstklassigen Darstellern - hierbei sei vor allem Peter Dinklage als kleinwüchsiger Tyrion Lannister erwähnt, der für sein Schauspiel einen Emmy gewann-, einem eindrucksvollen Score, einem ebenso bewundernswerten Intro, und einigen unerwarteten Wendungen im Handlungsverlauf - und niemals bewegt man sich auch nur ansatzweise von der Buchvorlage weg. Besonders erfreulich ist dabei, dass HBO die Senderheimat der Serie ist; schließlich darf hemmungslos geblutet, geflucht und geliebt werden. Bei einer Serie, die in einer fiktiven Mittelalterwelt spielt, kann dies nur von Vorteil sein.
Bei all den Stärken ist beinahe darüber hinwegzusehen, dass die Aufteilung in Gut und Böse mitunter doch noch etwas zu deutlich ist und besonders in der ersten Hälfte die eine oder andere Länge nicht zu leugnen ist. Der größte Wermutstropfen ist jedoch zweifellos, das der Zuschauer nur 10 Folgen des Meisterstücks genießen kann.

Noch eine Sache zur Synchronisierung: natürlich ist es für Fans ungewöhnlich, Eindeutschungen wie "Königsmund" für "King's Landing" und "Jon Schnee" für Jon Snow zu hören, auch ist sicherlich die Sinnhaftigkeit der ein oder anderen Übersetzung anzuzweifeln, aber nichtdestotrotz: der positive Eindruck sollte dadurch nicht geschmälert werden. Und die Punktewertung erst recht nicht - wen's stört, kann sich ja einfach die Originalfassung anschauen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


269 von 295 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Buchverfilmung!!, 23. Februar 2012
Von 
Stefan Servos "Cirdan" (Stadt Blankenberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit GAME OF THRONES wird das Fantasy-Genre erwachsen. George R. R. Martins Romanzyklus reduziert die fantastischen Elemente wie Magie oder Monster auf ein Minimum und konzentriert sich auf die Charaktere und deren politisches Ränkespiel. Damit erzeugt der Autor einen unglaublichen Realismus, wie es ihn in Fantasy-Geschichten bisher selten gegeben hat. Meine Erwartungen an die TV-Verfilmung waren entsprechend hoch. Aber den Filmemachern ist es tatsächlich gelungen, diese Eigenschaft für die Fernsehserie zu adaptieren. Nicht zu Unrecht bezeichnete Produzent und Autor David Benioff die Serie in einem Interview einmal als eine Art "Sopranos in Mittelerde". Anstelle von bunten Spezialeffekten und einer rührseligen Story, bietet GAME OF THRONES düstere Charaktere und tiefgehende Dialoge. Da können sich Fantasy-Gurken wie "Merlin - Die neuen Abenteuer" oder "Legend of the Seeker - Das Schwert der Wahrheit" nicht nur eine Scheibe von abschneiden, sondern sich lieber gleich zum Schämen in die Ecke verziehen!
Dabei orientiert sich die gesamte Handlung der Fernsehserie unglaublich nah an der Romanreihe. Bei einigen Szenen kann man sogar die entsprechenden Dialoge aus dem Buch Wort für Wort mitlesen. Diese sklavische Vorlagentreue ist vielleicht das einzige Manko, das man den Drehbuchautoren ankreiden könnte, denn wer die Romane kennt, weiß immer genau, was in der nächsten Szene passiert. Einige überraschende Moment wären der Spannung sicherlich nicht abträglich gewesen und es hätte auch der Dynamik nicht geschadet, wenn sich die Drehbuchautoren getraut hätten, sich etwas weiter von der Buchvorlage zu entfernen.
Aber das ist Jammern auf höchstem Niveau. So oder so verlangt GAME OF THRONES dem Zuschauer einiges ab. Diese Serie kann man nicht man mal so nebenbei beim Kaffeetrinken schauen, denn sonst verliert man bald den Überblick über Handlung und Personen. Man muss sich auf die Serie einlassen, denn erst dann wird man auch hineingezogen, in eine dramatische Geschichte wie sie packender kaum sein könnte. Vorbei sind die Zeiten von Einhörnern, zauberhaften Elfen, lustigen Gnomen und anderen Dungeon-&-Dragon-Klischees. In Westeros geht's hart zur Sache ... und da steht die Fernsehserie der Buchreihe in nichts nach. Das gilt übrigens auch für die Darstellung von Nacktheit und Gewalt. Die Fernsehmacher waren nicht zimperlich: Da werden munter Körperteile abgehackt, drauf los gemordet und vergewaltigt; jeder bekommt in Westeros irgendwann sein Fett weg, kein Charakter ist sicher.
Neben der außergewöhnlichen Erzählkunst und dem starken Drehbuch profitiert GAME OF THRONES aber vor allem von den durchgehend herausragenden Schauspielern. Und das ist beachtlich, weil ein großer Teil der Darsteller-Riege nicht einmal volljährig ist, so wie beispielsweise die während der Dreharbeiten erst 13-jährige Maisie Williams als Wildfang Arya. Die Riege der Erwachsenen ist zum Teil mit Newcomern, zum Teil aber auch mit hochkarätig britischen Schauspielern besetzt, allen voran Herr-der-Ringe-Darsteller Sean Bean als Eddard Stark. In der Rolle der intriganten Königin Cersei glänzt Lena Headey (Sarah Conner aus "Terminator: The Sarah Connor Chronicles"), und der kleinwüchsige Schauspieler Peter Dinklage kann als Publikumsliebling Tyrion Lennister endlich seine Talente als Charakterdarsteller unter Beweis stellen. Aber auch den anderen Schauspielern macht es sichtlich Spaß, den komplex angelegten Figuren Leben einzuhauchen. Die Menschen in GAME OF THRONES sind keine TV-Soap-Schönlinge, sondern lebendige Charaktere, die in dieser Welt atmen und leben. Das ist Ensemble-Kino im Fernsehformat.
Nie zuvor wurde Fantasy so ernst genommen und so richtet sich GAME OF THRONES bewusst auch an ein Publikum, das sich bisher noch gar nicht mit diesem Genre beschäftigt hat. GAME OF THRONES ist düster, bedrohlich und faszinierend; sicherlich keine leichte Kost, aber eine Delikatesse, wie man sie im Fernsehen nur selten serviert bekommt. Ohne Zweifel kann diese Serie als ein Meilenstein des Fernsehens betrachtet werden, deren ganze Wucht sich natürlich erst ohne Werbepausen und ungeschnitten auf Blu-Ray entfaltet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


181 von 213 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starke Romanumsetzung mit viel Liebe zum Detail, 12. Januar 2012
Von 
Stefan T. (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Die US-Serie "Game of Thrones" behandelt den ersten Band von George R.R. Martins großer Saga "A Song of Ice and Fire" (deutsche Version: "Das Lied von Eis und Feuer", die erste Staffel der TV-Serie bezieht sich auf "Die Herren von Winterfell" und "Das Erbe von Winterfell", die im englischen Original zusammen das erste Buch ergeben). Dabei werden in zehn Folgen die Geschehnisse der Buchvorlage ziemlich exakt wiedergegeben.

Umsetzungen von großen literarischen Vorbildern sind ja oft eine zwiespältige Sache. Um den Anforderungen des visuellen Mediums gerecht zu werden, muss die Handlung häufig gestreckt oder gerafft werden, hinzu kommt, dass Figuren oft nicht so aussehen und sich nicht so verhalten wie in der Vorlage und das es generell sehr schwierig ist, eine bestimmte Atmosphäre einzufangen. Vieles davon hat allerdings mit der individuellen Vorstellung der Leser bzw. Seher zu tun - und allen kann man es naturgemäß nie recht machen.

Bei "Game of Thrones" wurde im Prinzip alles richtig gemacht. Das beginnt bereits mit der Auswahl der Schauspieler: Einziges, einer breiteren Masse bekanntes Gesicht dürfte Sean Bean (u. a. "Boromir" in "Der Herr der Ringe") als "Lord Eddard Stark" sein. Bean wird von einer mir weitgehend unbekannten, aber dennoch sehr guten Riege an Darstellern unterstützt. Besonders hervorzuheben sind dabei Peter Dinklage ("Tyrion Lannister"), Iain Glen ("Ser Jorah Mormont"), Nikolaj Coster-Waldau ("Ser Jaime Lannister") und Kit Harrington ("Jon Snow"), die ihre Rollen tatsächlich so gut spielen, dass man sich direkt in das Buch versetzt fühlt, auch wenn die Optik oft nicht so ganz stimmt. Aber auch alle anderen Figuren wurden sehr gut besetzt, lediglich Jack Gleeson ("Joffrey Baratheon") wirkt ein wenig farblos und überfordert.

Das Drehbuch ist sehr gut gelungen und schafft es ausgezeichnet, Stimmung und Atmosphäre der Saga einzufangen. Alle wichtigen Ereignisse aus dem literarischen Vorbild kommen vor oder werden erwähnt - man hat als Kenner des Buches eigentlich nie das Gefühl, dass etwas Wichtiges weggelassen wurde. Hier zeigt sich auch die Stärke einer mehrteiligen Serie gegenüber einem Kinofilm: Es bleibt genug Zeit, die Charaktere zu entwickeln und die Geschichte ausführlich zu erzählen.

Ebenfalls perfekt umgesetzt wurde die Optik. Es ist eigentlich unglaublich, mit welcher Liebe zum Detail hier für eine Fernsehproduktion gearbeitet wurde. Ein ausreichendes Budget hat es wohl möglich gemacht... Das beginnt bereits beim aufwändigen und epischen Intro und setzt sich über für Serienverhältnisse überdurchschnittlich gute Effekte und Choreografien fort. Auch Landschaft, Bauten, Waffen und Wetter wirken wie aus einem Guss - hier gibt es beim besten Willen nichts auszusetzen. Überraschend war der für eine US-Serie erstaunlich hohe Anteil an Blut und Nacktszenen. Für Enthauptungen, Schwertkämpfe und Turniere wurden soviel Kunstblut und -eingeweide verwendet, wie schon lange in keiner Serie mehr. Auch vor nackten Körpern in eindeutigen Stellungen schreckten die Verantwortlichen nicht zurück - im prüden Amerika sicher ein Schock. Die Serie richtet sich jedenfalls eindeutig an Erwachsene, was aber nicht nur daran, sondern auch an der generellen Komplexität und vielen "politischen" Szenen liegt.

Größter, oft einziger Kritikpunkt der Rezensenten ist die deutsche Synchronisation. Tatsächlich ist es so, dass man sich das Ganze nach Möglichkeit im englischen Original ansehen sollte; gleiches gilt ja auch für die Buchvorlage. Sollten die dafür notwendigen Kenntnisse fehlen und man sich nicht mit Untertiteln herumschlagen wollen, ist die deutsche Tonspur natürlich die einzige Möglichkeit. Hier ist es so, dass sich die Verantwortlichen an die derzeit aktuelle Übersetzung des Buches gehalten haben. Es wurden also praktisch alle Eigennamen eingedeutscht, ähnlich wie man das aus "Herr der Ringe" kennt. Auch wenn diese Meinung viele nicht teilen werden: ich empfinde das als die bessere Variante gegenüber dem Beibehalten der englischen Namen. Allerdings wäre ein wenig mehr Augenmaß notwendig gewesen, ob man beispielsweise "Casterly Rock" wirklich mit "Casterly Stein" übersetzen muss, sei dahingestellt. Dass man "Königsweg" anstelle von "Kingsroad" sagt ist für mich hingegen eine akzeptable Lösung. Ich denke generell, dass man sich relativ schnell daran gewöhnt und das kein Grund für eine Abwertung sein muss. Die Synchronsprecher wurden übrigens gut und passend ausgewählt, hätten aber etwas emotionaler agieren können.

Die einzige Problematik, die ich sehe, liegt in der Komplexität der Vorlage. Bereits im Buch werden Ereignisse und Intrigen nur nach und nach enthüllt, alles ist zu Beginn relativ schwer zu verstehen und mysteriös. Das ist auch bei der TV-Serie so, darum werden sich Zuschauer, die die Vorlage nicht kennen, eventuell schwer tun, mitzukommen - gerade bei der ersten Staffel. Auch die Fülle der vorgestellten Charaktere macht die Sache nicht unbedingt einfacher. Aber das ist - wie gesagt - auch beim Buch so und wurde sehr authentisch übernommen.

Fazit: Mit "Game of Thrones" ist den Produzenten David Benioff und D. B. Weiss tatsächlich ein Geniestreich gelungen. Es gibt wohl nur eine handvoll Filme und noch weniger Serien, die es so gut geschafft haben, ein komplexes literarisches Vorbild auf ein visuelles Medium zu übertragen. Von der Ausstattung über die Schauspieler bis hin zur Dramaturgie passt einfach alles. Kenner der Bücher werden sich über die liebevolle Umsetzung freuen und wer mit der TV-Serie in George R. R. Martins Universum einsteigt, bekommt wohl richtig Lust, die Bücher zu lesen und noch tiefer einzutauchen. Gut gemacht, viel besser geht es eigentlich nicht!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


76 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellente Buchverfilmung!, 26. Oktober 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Game of Thrones - Die komplette erste Staffel [5 DVDs] (DVD)
"Game of Thrones" ist die Verfilmung der Romanserie "Das Lied von Eis und Feuer " von George R. R. Martin durch den US-Kabelsender HBO. Bis dato (2012) sind 10 Bücher erschienen. Die Staffel 1 von "Game of Thrones" entspricht den deutschen Taschenbuch-Bänden 1 und 2. Die Serie spielt in einer dem Mittelalter nachempfundenen Fantasy-Welt, wobei Fantasyelemente allerdings eine eher untergeordnete Rolle spielen. Insofern kann ich die oft bemühten Vergleiche mit "Herr der Ringe" nur bedingt nachvollziehen, Fantasy- und Magie-Fans kommen hier auch nicht wirklich auf ihre Kosten. Wer sich aber an präzise gezeichneten Charakteren, deren Zusammenspiel, Plänen und Intrigen erfreuen kann, ist beim Spiel um Macht, Einfluss und Herrschaft der verschiedenen Geschlechter und Familien genau richtig.

Werktreue

Das Bemühen um eine werkgetreue Verfilmung verdient wirklich Anerkennung. Den Versuch, die rund 1100 Seiten starke Handlung der Teile 1 und 2 in 9 Stunden Film zu pressen, kann man getrost als gelungen bezeichnen. Alle wesentlichen Handlungsstränge werden umfassend dargestellt. Nur selten gibt es Abweichungen zu den Büchern und meist sind es nur unwesentliche Kleinigkeiten. Notgedrungen fehlen dem Zuschauer zwischendurch natürlich immer wieder Hintergrundinformationen aus den Büchern, was es manchmal nicht einfach macht, der Handlung und den Zusammenhängen bis ins letzte Detail zu folgen. Wer sich demnach nur auf die DVDs beschränkt, dem sollte klar sein, dass ihm dabei leider vieles, vor allem zur Geschichte der Königreiche und den Beziehungen der einzelnen Akteure untereinander, entgeht. Ich kann daher nur ausdrücklich empfehlen, sich auch nachträglich noch die Bücher zuzulegen, wenn man die Ränkespiele und Intrigen um die Macht in seiner ganzen Vielfalt genießen möchte.

Sex und Gewalt

Die Verfilmung ist nicht ohne Grund FSK 16. Es vergeht keine Folge ohne Nackt- und nach meinem Geschmack teils wirklich grenzwertigen Gewaltszenen. Ich kann daher nachvollziehen, dass dies für manche ein K.O.-Kriterium darstellt, was wiederum schade ist, weil Gewalt und Sex in den Büchern zwar auch vorkommen, aber bei weitem nicht so vorherrschend sind wie in der Serie. Manche Szenen kommen wenn ich mich recht erinnere in den Büchern überhaupt nicht vor, sind also ein offensichtliches Zugeständnis an die Quote.

Schauspieler

Die Bewertung der schauspielerischen Leistung ist sicherlich eine subjektive Angelegenheit. Die Auswahl der Schauspieler ist hier meines Erachtens jedoch perfekt gelungen - und das bis in die kleinsten Nebenrollen. Die Figuren aus den Büchern werden wirklich von allen Akteuren nahezu 1:1 verinnerlicht und zum Leben erweckt, so dass es schwerfällt, über den überaus positiven Gesamteindruck hinaus hier jemanden hervorzuheben - man müsste gleichzeitig eine Handvoll weiterer Namen nennen.

Unterhaltungswert

Man merkt den Schauspielern die Spielfreude deutlich an. Und es fällt dem Zuschauer schwer, sich dem Bann der Handlung zu entziehen und nicht für die eine oder andere Figur besondere Sympathien zu entwickeln. Selten hat mich eine Serie so begeistert wie diese!

Fazit: absolute Kaufempfehlung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unschlagbar, die beste Serie die es gibt!, 20. Juli 2013
Game of Thrones ist das ultimative Meisterwerk! Und das nicht nur, weil das Budget
für die Serie hoch angesetzt ist.

Für mich hat George R. R. Martin die realistischsten Charakte geschaffen, die es jemals
in einer fiktiven Geschichte gegeben hat.

Der Grund: zum einen gibt es hier endlich mal keine schwarz/weiß Malerei, wie in 99,99% der
anderen Geschichten. Wie in der Realität, gibt es hier so gut wie keine absolut guten wie auch
absolut bösen Charaktere.

Beispielsweise ist jemand, der heute jemanden ermorden will vielleicht morgen jemand, der in
einer anderen Situation eine andere Person rettet. Umgekehrt ist jemand, der heute ein Kind rettet vielleicht morgen
jemand, der zwei Kinder umbringt... Hierbei muss man beachten, dass es eine mittelalterliche Umgebung ist, in der
es so etwas wie Menschenrechte noch nicht gibt.

Der Autor orientiert sich in Bezug auf seine Charaktere und deren Überlebenschancen eher an der Realität, als an Heldenmärchen.

Sprich, wenn einer der Helden von 20 Gegnern umzingelt wird, ist er bei Game of Thrones mit hoher Wahrscheinlichkeit tod!

So ist es kein Wunder, dass man oft diejenigen sterben sieht, die man für die Helden schlecht hin gehalten hat.

Nach dem Motto "Undank ist der Welten Lohn", bekommen diejenigen, die zu gutmütig und gutgläubig durch die Welt gehen gerne mal einen Dolch
ins Kreuz gerammt. Charaktere, die dagegen härter durchgreifen und auch schonmal fragwürdige Entscheidungen treffen, wie zum Beispiel Gegner
lebendig zu verbrennen, haben hier definitiv die besseren Überlebenschancen.

Interessant ist auch die komplexität der Charaktere, die sich wie gesagt in ihrer Gesinnung ändern können. Ein Mörder zeigt plötzlich
Reue und will ein besserer Mensch werden. Ein vorbildlicher Mensch sieht wie seine Familie ermordet wird und wird aus Rachsucht
zum Schlächter.

Man weiß auch niemals, ob die jeweilige Person in der nächsten Episode noch am leben ist...

Im schlimmsten Fall wird der jeweilige Charakter zu tode gequält. Auch in der Hinsicht ist George R. R. Martin ziemlich realitätsgeträu.
Eine der abstraktesten Foltermethoden die gezeigt werden (die mit der Ratte - wer die Folge gesehen hat, weiß was ich meine),
hat es im Mittelalter tatsächlich gegeben, wie ich gelesen habe.

Es ist aber nicht nur die Leistung des Autors hervorzuheben. Die Schauspieler, die für die Serie engagiert wurden, spielen ihre Rollen
nahezu perfekt. Das wird vor allem deutlich, wenn man die Folgen in englischer Sprachausgabe genießt.

Die Musik ist ebenfalls mehr als gelungen. "Rains of Castamere" - das Lied der Lannisters ist dabei besonders hervorzuheben. Alleine
die Tatsache, dass es zu dem Lied eine eigene Geschichte gibt, die in einer Folge am Rande erzählt wird zeigt, wieviel Liebe zum Detail es
hier gibt.

Die Hintergrundgeschichte zu der Serie, bzw. zu dein einzelnen Familien, ist sehr umfangreich. Fast so, als wäre es eine wahre
Geschichte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Epic in Serienform!, 29. Januar 2014
Von 
Century - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Große Worte kann man sich bei dieser Fülle an Rezensionen mittlerweile wohl sparen. Ich möchte deshalb nur kurz zusammen fassen, weshalb diese Serie in meinen Augen so überragend gut ist. "Game of Thrones" ist für meinen Geschmack – als jemand der recht viele Serien verfolgt – die mit Abstand hochwertigste Produktion in Serienform, die ich persönlich jemals zu sehen bekam. Der Cast zum Beispiel (ist wohl mit das beste Beispiel), ist ein Paradebeispiel dafür, das die Qualität im Bereich der Darsteller einer TV-Produktion der eines Hollywood-Films mittlerweile in nichts mehr nachsteht, ganz im Gegenteil. Denn die Besetzung von "Game of Thrones" ist von der Pieke auf durch die Bank weg perfekt besetzt. Es gibt hier keinen Darsteller, wirklich keinen, der auch nur ansatzweise zweitklassig spielt oder gar austauschbar wäre. Und das ist einfach nur brillant!

Doch nicht nur Schauspieltechnisch, nein auch im Bereich der Kulissen-und Detailvielfalt/verliebtheit stellt "Game of Thrones" ganz klar die Refferenz im Serienformat dar, konnten mich zuletzt lediglich epische Hollywood-Reihen wie "Herr der Ringe" oder "Harry Potter" mit solch authentischen und hochwertig designten Kulissen begeistern. Das gleiche gilt natürlich auch für die Kostümabteilung, welche aus alle dem ein Gesamtbild zum staunen machen. Wie gesagt, lässt man bei all diesen Eindrücken immer wieder den Serien-Faktor mit einfließen, ist das Gebotene schlicht überwältigend!

Und auch der Spannungs- bzw. Story-Faktor begeistert von der ersten bis zur letzten Folge. Denn den Machern ist hier ein Kunstwerk gelungen, was nur wenigen Serien gelang. Sie schaffen es mit einem simplen Gespräch, dermaßen viel Spannung aufzubauen, dafür bräuchten andere Formate eine halbe Staffel und endlose Highlights. Die Spannungskurve als solche ist ebenfalls toll gelungen, zieht diese bis zum Ende hin nonstop an und ist immer wieder mit starken Momenten gesegnet.

Selbst das Titelthema ist einfach nur EPISCH! Spulte ich bei anderen Serien immer vor bis zum Episodenstart, so drehe ich mein Surroundsystem beim Start einer jeden GoT-Folge immer wieder mit Freuden auf, denn der Score ist einfach nur eine Wucht, was im übrigen für sämtliche musikalischen Klänge dieser Serie gilt!

Die Blu-ray schlägt dabei die gleiche Kerbe ein wie die Serie selbst, zählt sie im Bereich der Bild- und Tonqualität ganz klar zu den Referenzscheiben.

Was bleibt also noch zu sagen? Ich wollte es nicht glauben. Dieser Hype, diese Lobeshymnen, dieser Trubel um die Serie "Game of Thrones". Ich wollte es nicht glauben, bis ich die ersten Episoden mit Spannung verfolgte und die 10 Folgen der ersten Staffel binnen 2 Tagen durch hatte. Diese Serie wird ihrem Hype absolut gerecht, ohne wenn und aber. Und sie ist wahrlich eins: EPISCH!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die bisher beste TV-Serienumsetzung auf Blu-ray: Überwältigend!, 6. Januar 2014
Von 
D. Model "ILuvNY05" (Berlin, Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
--- Inhalt & Kritik ---

Den Inhalt der ersten zehn Folgen von GAME OF THRONES wiederzugeben ist in etwa so wie die Nennung aller Primzahlen. Es ist schier unmöglich, die Handlung dieser aufwändig produzierten TV-Serie darzulegen, weil sie überaus komplex ist. Nur so viel: Die Sendung basiert auf die bislang zehnteilige Bücherreihe DAS LIED VON FEUER UND EIS (nebenbei bemerkt: im Englischen wird die Geschichte in nur fünf Bänden verlegt). Der Autor George R.R. Martin ist nicht nur für die geschriebenen Worte verantwortlich, sondern mischt auch kräftig bei der Adaption fürs TV mit.
Es geht darin um ein endloses Spiel um Macht in einer Phantasiewelt, die aus den Kontinenten Westeros und Essos besteht. Die Welt scheint dem europäischen Mittelalter angelehnt zu sein. In ihr herrschen ganz eigene Gesetze der Natur. Zum Beispiel können Winter mehrere Jahrzehnte andauern oder Drachen auf der Bildfläche erscheinen. Dadurch erhält GAME OF THRONES ihren mystischen Touch.
Der Kontinent Westeros besteht wiederum aus sieben Königreichen, in denen die einflussreichsten Familien in blutigen Gefechten um ihre Vormachtstellung kämpfen, die die 16er-Freigabe auf dem Cover mehr als rechtfertigen, und ihre Macht demonstrieren.
Es rollen nicht nur (Pferde-)Köpfe. Die Geschichte ist mit reichlich Sex gewürzt, aber auch mit bedingungsloser Liebe und Hingabe. Dabei werden viele Tabus gebrochen. In dieser Hinsicht scheint mit Sicherheit eine inzestuöse Beziehung als besonders nennenswert, aber ich will an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Man bekommt dadurch jedoch in etwa eine Vorstellung davon, welch harter Tobak GAME OF THRONES eigentlich ist.

Oft wird die Serie nämlich mit HERR DER RINGE verglichen. Aufmachungs- sowie kostentechnisch und insbesondere schauspielerisch (Sean Bean zum Zweiten) können durchaus Parallelen zu dem Fantasyepos von Tolkien gezogen werden - aber da hört der Vergleich eigentlich schon auf. Die Charaktere von GAME OF THRONES sind viel dunkler und verdorbener angelegt als man es in Mittelerde gewohnt ist.
Bei der Fülle an ständig auftretenden Figuren kann man schon einmal schnell den Überblick verlieren. Wie gut, dass auf der Blu-ray, allerdings nicht auf der DVD-Fassung, ein interaktiver Episodenführer zu Rate steht, der die Charaktere während der Episoden vorstellt und auf dessen Datenbank man stets Zugriff hat...

--- Die Blu-ray ---

Und auch in anderen Punkten ist es besser, die Blu-ray-Box zu besitzen, auch wenn sie von der Verpackung her früher wesentlich schöner war. Die Erstauflagen der GAME OF THRONES-Staffeln werden nämlich mit einem schön verzierten Pappschuber, der viele Ornamente besitzt, ausgeliefert. Alle späteren Pressungen gibt es nur in einer einfachen blauen Hülle. Das FSK-Siegel ist hierauf fest, ganz im Gegensatz zum Aufkleber auf dem nun vermissten Schuber.
Aber egal in welcher Auflage: Der Inhalt bleibt gleich. Er bildet Referenzmaterial für alle TV-Serienverwirklichungen in High Definition. Die Bildqualität ist überwältigend! So gut sieht eigentlich nur noch AVATAR aus. Prächtige Schwarzwerte machen sich neben einer atemberaubenden Detailschärfe und einem Plastizitätspegel breit, der die Zuschauer fast schon zum Hereingreifen in den Fernseher animiert. Jedes kleine Haar ist erkennbar, die bildgewaltigen Landschaften kommen dadurch exzellent zur Geltung. Dennoch finde ich die Close-Up-Aufnahmen der Darsteller noch um einiges spektakulärer, weil die Gesichtszüge so krass echt wirken und die glasigen Augen der Realität richtig nahe kommen.
Das tonale Niveau passt sich der Ausnahmebildqualität an. Englisch und Deutsch (!) sind in dynamikreichem DTS-HD Master 5.1 abgemischt worden. Der eindrucksvolle Score und die Soundeffekten werden andauernd spielend auf allen Lautsprechern wiedergegeben, sodass sich hier ebenfalls wahres HD-Feeling einstellt.
Dass solch eine Präsentation mit zahlreichen Boni abgerundet werden muss, erscheint nur legitim. Über dreieinhalb Stunden kommt man in den Genuss von Bonusmaterialien in strahlendem HD. Bis auf den bereits erwähnten Episodenführer mit etlichen Zusatzclips um die Hintergrundgeschichte einzelner Sachverhalte in der Serie kann man sich durch 15 Charakterprofile klicken oder der einstündigen Anatomie von Episode Sechs, die einem interaktiven Audiokommentar gleichkommt, beiwohnen. Das war noch längst nicht alles: Vier Featurettes und ein Making-Of wurden ebenfalls auf die insgesamt fünf Blu-ray Discs gepresst.

--- Fazit ---

TV-Unterhaltung auf ihrem Höhepunkt: GAME OF THRONES ist sicherlich das fleischgewordene Alleinstellungsmerkmal unter den derzeitigen Fernsehserien. Neben THE WALKING DEAD und AMERICAN HORROR STORY schaue ich dies am liebsten. Dieses Epos hält Sex, Intrigen, Blut und Tabubrüche am laufenden Band parat, wenn man diesem denn folgen kann. Denn das Handlungsgerüst umfasst so viele Charaktere und Ortschaften, dass einem beinahe schwindelig wird.
Die außerordentliche Präsentation auf Blu-ray, die sich durch schlichtweg PERFEKTE Bild- und Tonqualität und Tonnen an informativen Extras widerspiegelt, veranlassen mich dazu, GAME OF THRONES zur bisher besten TV-Serie auf dem HD-Medium zu ernennen - fünf Sterne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochkarätige Fantasyverfilmung mit Bezügen zum europäischen Mittelalter, 9. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dass das filmwissenschaftliche Institut der Freien Universität Berlin mittlerweile komplette Seminare zu „Game of Thrones“ anbietet, spricht für sich. Exzellente Serien wie diese sind nicht nur zu einem massiv vermarkteten Massenphänomen geworden, sondern verkörpern zunehmend die größten kulturellen Errungenschaften unserer Zeit. Nach der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert, der Erfindung der wohltemperierten Stimmung im 17. Jahrhundert und der dadurch immer komplexer werdenden Musik, nach dem Aufkommen der Photographie im 19. Jahrhundert und des Films im 20. Jahrhundert scheint es fast, als ob die Menschheit jetzt erst das Medium der Serie mit all seinen Möglichkeiten für sich entdeckt hätte. Selten kann man sich die Bandbreite der Möglichkeiten dieses Mediums so gut vor Augen führen lassen wie am Beispiel „Game of Thrones“.

„Game of Thrones“ ist eine kongeniale Adaptation des mittlerweile berühmten Fantasyzyklus „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R.R. Martin. Martin galt lange als Geheimtipp für fortgeschrittene Literaturgourmets, da er viele Konventionen von bisherigen Fantasyromanen ohne Rücksicht auf Verluste, zugunsten einer unvergleichlichen Authentizität missachtet hat. Erstens, ließ er sich inhaltlich stark durch das europäische Mittelalter inspirieren, und legte seinen Fokus stets auf komplexe zwischenmenschliche Interaktionen und gesellschaftliche Entwicklungen, wobei klassische Fantasyelemente, Action und größere Schlachten eher in den Hintergrund rückten. Das Hauptmotiv seiner Buchreihe waren vorwiegend Machtkämpfe von rivalisierenden Königshäusern, wie es sie in der europäischen Geschichte fast durchgehend gegeben hat. Zweitens, es gab in seinen Romanen keine plakative Unterteilung in böse Orks und gute Hobbits, sondern jede Figur war differenziert und vielschichtig, und konnte sich über die Zeit z.T. grundlegend verändern. Es wurde dem Leser oft nicht leicht gemacht, sich ein eindeutiges Urteil über die Figuren zu bilden, denn es gab keine Helden, jede Person war menschlich und verhielt sich manchmal moralisch fragwürdig – wie wir alle. Drittens hatte Martin keine Hemmungen, auch Hauptcharaktere in seinen Romanen sterben zu lassen, ohne dass dieser Tod zwangsläufig eine genugtuende Rekompensation durch Rache, o.ä. zur Folge hatte. Die Folge all dieser Elemente war ein schonungsloser, brutaler Realismus, der für die meisten Leser zumindest sehr gewöhnungsbedürftig war, aber andererseits ein unfassbar authentisches Bild vergangener Epochen vermitteln konnte. Dabei arbeitete Martin mit höchstmöglicher Liebe zum Detail, nicht umsonst gibt es mittlerweile sogar Kochbücher mit mittelalterlichen Rezepten, die er in seinen Büchern ausführlich beschrieben und z.T. erfunden hat. Diese unvergleichliche Authentizität findet man auch in der Serie „Game of Thrones“ wieder.

Um die vergangenen Epochen noch greifbarer zu machen, hat man für „Game of Thrones“ ein ganzes Heer von herausragenden Kunsthistorikern, Rüstungs- und Waffenschmieden, Kalligrafen und sonstigen Experten engagiert, welche die großartigste und historisch authentischste Ausstattung einer Fernsehproduktion hervorgebracht haben, die man je auf einem Bildschirm gesehen hat. Von der Einrichtung eines gesamten Thronsaals über komplette Burganlagen, handgeschmiedete Rüstungen und Schwerter, bis hin zu in mittelalterlicher Feinschrift geschriebenen, hundertseitigen Büchern – so etwas hat die Welt noch nicht gesehen. Die Wirklichkeitsnähe wird durch eine absolut herausragende Schauspielerriege, sowie den äußerst sparsamen Einsatz von CGI-Effekten weiter gesteigert – letztere sind allerdings auf dem höchsten Stand der Technik, wenn sie denn mal eingesetzt werden müssen (z.B. bei den selten auftretenden Fabelwesen oder größeren Schlachtszenen). Ausgeschmückt wird dieses mittelalterliche Fantasyepos durch spektakuläre Landschaftsaufnahmen, Drehorte waren u.a. Nordirland, Island, Marokko, Kroatien und Malta.

Bemerkenswert ist, dass sich „Game of Thrones“ im Gegensatz zu den meisten anderen Serien von Staffel zu Staffel in fast jeder Hinsicht steigert. Die Leistungen der Schauspieler werden noch besser, die Kulissen noch grandioser, die Ausstattung noch liebevoller, die Dialoge noch geschliffener, die zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Verwicklungen noch interessanter und vielschichtiger. Die hohen Erwartungen an die Fortsetzung wurden bis jetzt immer übertroffen.

Diese Ausnahmeserie eignet sich nicht zum Abschalten, und wer hier Action, klassische Fantasy und opulente Massenschlachten wie in „Herr der Ringe“ erwartet, wird enttäuscht sein. „Game of Thrones“ bietet allerdings Seriengenuss auf allerhöchsten Niveau, und wer diesen Meilenstein der Filmgeschichte noch nicht kennt, hat wirklich etwas Besonderes verpasst.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gut gemachte Serie!, 11. Mai 2014
Über die Qualität der Serie muss man nichts mehr sagen. In HD-Qualität geschaut pustet es einen optisch oft aus den Schuhen. Die Liebe zum Detail ist ganz erstaunlich und trägt dazu bei, die Atmosphäre dicht und intensiv zu machen.

Ich ziehe einen Stern ab, weil die Geschichte sehr viele Anlehnungen an andere Phantasy-Epen hat. Das ist aber eher eine Kritik am Author der Bücher, nicht an den Machern der Serie. Zum anderen stimme ich deutlichst einem anderen Rezensenten zu, der schrieb, dass die Serie an vielen Stellen unglaublich brutal ist und das eben sehr oft unnötig, um die Atmosphäre spannend und intensiv zu halten. Ich hätte mir oft mehr weggeschwenkte Kameras gewünscht. Eine rausgerissene Kehle reicht mir auch angedeutet, da muss - zumindest im Phantasy-Genre - nicht jede Sekunde spritzenden Blutes ausgeleuchtet werden um die Message zu transportieren. Ich bin (man merkt es) eindeutig kein Horror- und Splatter-Fan und musste einige Male doch heftig schlucken um mein Essen bei mir zu behalten. Ich muss dazu sagen dass ich die Bücher noch nicht gelesen habe, also nicht sagen kann ob die detailierte Beschreibung von rausgerissenen Kehlen, Zungen und Gedärmen in den Texten es nötig macht, dies auch zu visualisieren um den Geist der Geschichte widerzuspiegeln.

Alles in allem ist die Serie jedoch hervorragend und ich werde trotz Splattermomenten tapfer weiterschauen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Qualität, miserable Bedienbarkeit, 26. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es wurde alles dazu gesagt, dass die Serie toll ist. Jedoch gibt es ein dickes Problem:

Bei Blu-rays muss die Funktion zum Wiederaufsetzen am vorherigen Punkt vom Hersteller eingefüht werden. Es ist keine im Abspielgerät programmierte Funktion. Diese fehlt hier. Das bedeutet, dass bei jeder Unterbrechung die gesamte Blu-ray von vorne abspielt. Mit dem ganzen bescheuerten Legslkram und den Kopierwarnungen und so weiter. Jedes verdammte mal! Falsche Taste gedrückt? Alles noch mal von vorn. Player zu lange auf Pause, sondass er sich auf standby stellt. Alles noch mal von vorn. Das nervt über die Maßen.

Dieser Hinweis sollte einen nicht vom Kauf abhalten, wenn man auf die bessere Qualität Wert legt. Aber wenn man überlegt, ob man die Blu-ray oder die DVD erwirbt, kann dieser Hinweis wichtig sein. Man erkauft sich die bessere Qualität mit einer unerträglich unpraktischen Bedienung. Ich würde für meinen relativ großen Fernseher wieder die Blu-ray nehmen. Aber das Problem nervt sehr.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2111 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Game of Thrones - Die komplette erste Staffel [5 DVDs]
EUR 34,88
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen