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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein toller Einblick in das Leben der 20er Jahre in New York
Es ist die Zeit der Prohibition, die Zeit der Frauenrechtlerinnen und die Zeit des Stummfilms zu der Cora Carlisle in Kansas Wichita lebt. Sie ist verheiratet mit dem geachteten Anwalt Alan Carlisle und hat 2 Söhne, Zwillinge, die aufs College gehen werde und somit aus dem Haus sind. Ihr Leben erscheint ihr ein wenig leer als sie erfährt, dass ihre...
Vor 19 Monaten von Beate Senft veröffentlicht

versus
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Cora und Louise
Die 20er Jahre spielen den Hintergrund für diese Geschichte. Angelehnt ist sie an das Leben des Stummfilmstars Louise Brooks.

Cora lebt in Wichita, einer kleinen Stadt, in der noch „Recht und Ordnung“ herrschen. Doch als sie hört, dass für die verzogene Louise eine Aufpasserin gesucht wird um nach New York City zu reisen, meldet sie...
Vor 21 Monaten von Inge K. veröffentlicht


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein toller Einblick in das Leben der 20er Jahre in New York, 9. April 2013
Von 
Beate Senft (Ludwigshafen am Rhein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Es ist die Zeit der Prohibition, die Zeit der Frauenrechtlerinnen und die Zeit des Stummfilms zu der Cora Carlisle in Kansas Wichita lebt. Sie ist verheiratet mit dem geachteten Anwalt Alan Carlisle und hat 2 Söhne, Zwillinge, die aufs College gehen werde und somit aus dem Haus sind. Ihr Leben erscheint ihr ein wenig leer als sie erfährt, dass ihre flüchtige Bekannte Myra eine Anstandsdame für ihre Tochter Louise sucht, die sie nach New York begleiten soll. Louise wurde an einer berühmten Tanzschule angenommen und Myra wittert eine Chance ihre Tochter groß rauszubringen. Aber auch Louise hat den Mief der Kleinstadt und das Getratsche satt und möchte in der pulsierende Metropole mit ihren Theatern und dem prallen Leben einfach sie selbst sein können. Doch Cora, die 20 Jahre älter ist als Louise, ist das komplette Gegenteil von ihr und so macht sich Louise oft über die verklemmte Art von Cora lustig und die Ältere ist oft geschockt vom Benehmen der Jüngeren. Das beginnt schon auf der Bahnfahrt. Aber nicht nur Louise hat eine Aufgabe in der großen Stadt, denn Cora möchte mehr über ihre Vergangenheit erfahren. Und so treffen beide Frauen auf eine ganz andere Lebensweise und beginnen beide sich langsam zu verändern.

"Das Schmetterlingsmädchen" ist ein ganz wundervolles Buch über 2 Frauen. Die Eine gefangen in den Konventionen der Zeit, die Andere möchte daraus ausbrechen, sich nichts vorschreiben lassen und einfach das Leben genießen. Geschrieben ist das Buch in einer sehr schönen Sprache, die mich oft träumen lies. Aber ich schüttelte auch oft den Kopf über Coras Ansichten.

"Cora hatte sich gefreut als die Rocksäume bis zu 20 Zentimeter nach oben wanderten. Zugegeben, ein bisschen Bein war zu sehen, aber die Veränderung schien vernünftig.Die Röcke schleiften nicht mehr durch den Dreck und schleppten Typhus oder Gott weiß was ins Haus. Aber jetzt trugen die Mädchen Röcke, die so kurz waren, dass man bei jedem Windstoß ihre Knie sehen konnte und dafür gab es keinen logischen Grund. Ein Mädchen das so einen kurzen Rock trug, wollte angestarrt werden und zwar auf eine ganz bestimmte Weise". (Seite 14)

Auf dem Cover sieht man ein Originalfoto von Louise. Mir war Louise Brooks, genannt Lulu, kein Begriff, aber sie war die Stummfilmikone schlechthin und die Frau, die den Bob als Kurzhaarfrisur für Frauen einführte. In dem Buch erfährt man wie aus Louise aus Wichita, die den Männern den Kopf verdrehte, die berühmte Stummfilmschönheit wurde, der die Männer zu Füßen lagen. Auch wenn Louise leider nur die 2. Rolle in der Geschichte spielt fand ich es sehr interessant. Die Hauptfigur ist eindeutig Cora, die in New York versucht ihre Wurzeln zu finden. Sie wuchs in einem Waisenhaus auf und wurde an eine Familie vermittelt, die sie groß zog. Aber nicht nur über Cora erfahren wir einige Geheimnisse sondern auch Louise erzählt uns Details aus ihrer Kindheit.

"Erst vor wenigen Monaten war Margaret Sanger verhaftet worden, weil sie in aller Öffentlichkeit die Frage gestellt hatte, ob Geburtenkontrolle moralisch war. Man bezeichnete sie als obszön" (Seite 53)

Manche Meinungen Coras haben mir glatt die Sprache verschlagen und mich immer wieder wieder den Kopf schütteln lassen. Für sie war z.B. jede Frau eine Prostituierte, die etwas Rouge auflegte oder Lippenstift trug.

"Er kam immer erst zu ihr wenn es dunkel war und brachte nie eine Lampe mit. Dafür war sie dankbar. Bei Licht hätte sie sich Gedanken gemacht, wie ihr Gesichtsausdruck sein sollte. Duldsam? Entschlossen? Sie wusste es nicht. Sie hatte auf der Farm Tiere bei der Paarung gesehen, deshalb war ihr der mechanische Ablauf von Sex klar, aber sie wusste nichts darüber wie sie sich als Mensch, als Frau verhalten sollte. Auch im Dunkeln wusste sie nicht, ob sie einfach still liegen sollte oder ob es in Ordnung wäre ihre Arme und Beine um ihn zu schlingen, wie sie es sich insgeheim wünschte. Sie wollte nicht sexsüchtig erscheinen". (Seite 203)

"Das Schmetterlingsmädchen" ist ein tolles Stück Geschichte aus einer Zeit des Umbruchs, die mich sehr gut unterhalten hat. Ich vergebe für das toll geschriebene Buch 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine Leseempfehlung an alle, die sich gerne verzaubern und in eine andere Zeit entführen lassen.

© Beate Senft
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Cora und Louise, 28. Februar 2013
Die 20er Jahre spielen den Hintergrund für diese Geschichte. Angelehnt ist sie an das Leben des Stummfilmstars Louise Brooks.

Cora lebt in Wichita, einer kleinen Stadt, in der noch „Recht und Ordnung“ herrschen. Doch als sie hört, dass für die verzogene Louise eine Aufpasserin gesucht wird um nach New York City zu reisen, meldet sie sich freiwillig. Nur noch ihr Mann Alan weiß, dass sie in New York ihre Familie suchen möchte. Da sie als Waisenkind dort gelebt hat, hofft sie eine Spur zu finden. Louise macht ihr das Leben nicht leicht. Immer mit einer leichten Herablassung begegnen sich beide und es prallen Welten von verschiedenen Ansichten aufeinander. Doch Louise ist trotzdem zielstrebig auf ihrem Weg die beste Tänzerin zu werden.
Cora stellt bald interessante Nachforschungen zu ihrer Familie an. Und dann hat jede der beiden Frauen ein „dunkles“ Geheimnis, dass offenbart werden muss. So ist das Fazit des Buches wohl, dass jeder Schein trügt und man kaum einen Menschen richtig kennt.

Insgesamt war das Buch gut recherchiert. Louises Leben war mir vorher nicht bekannt und auch das Leben in den 20er Jahren wird interessant dargestellt, ob es jetzt der Klan, die Rassentrennung oder ähnliches ist. Ich finde aber, dass die Beziehung der beiden mehr hergegeben hätte und ich mir eine stärkere Annäherung gewünscht hätte. Ab der Hälfte des Buches geht es eigentlich nur noch um Cora und ich muss ganz ehrlich sagen, so wirklich interessant fand ich den Charakter nicht. Ich habe nicht wirklich mitgefühlt bei ihr, weil ich Louise einfach interessanter gefunden habe. Und nach drei Vierteln des Buches fand ich es nur noch langweilig. Besonders das Ende hat mich enttäuscht, weil man das Gefühl hatte, es wurde in die Länge gezogen. Das Buch geht bis an das Lebensende von Cora und so fühlt es sich leider auch an. Irgendwo in dem Buch ist plötzlich die Spannung weg, nachdem die Geheimnisse bekannt werden.

Das Cover ist wundervoll!

Ich würde drei Sterne vergeben, weil der Hintergrund der 20er Jahre toll und interessant ist. Und dass es an eine echte Biographie angelehnt ist, finde ich auch klasse. Leider hat mich die Hauptfigur nicht überzeugt und ich habe schon deutlich fesselndere Bücher gelesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erbauliche Urlaubslektüre mit kleinen Längen, 30. Juni 2013
Von 
Mata Hari (am schönsten Ort Deutschlands) - Alle meine Rezensionen ansehen
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die fünfzehn Jahre alte Louise entflieht aus dem konventionellen, langweiligen Kansas nach New York, um Tänzerin zu werden. Dass die konservative, fast spießig anmutende Anstandsdame Cora, die sie begleitet, dort eigentlich ihre Vergangenheit sucht, hätte sie nicht gedacht...

Das Schmetterlingsmädchen bietet viel Romanstoff unter einem Dach: das schillerne Leben im New York der Zwanziger Jahre, Stummfilm, Aufgang und Niedergang der schillernden Stars, die beginnende Emazipationsbewegung, Provokation der Massen, das Adoptionssystem der USA in den frühen Zwanzigern, der Umgang einer Kultur mit Waisenkindern, Kinderarbeit und billige Arbeitskraftbeschaffung... Diese Themen werden dargestellt innerhalb der vielschichtigen und interessanten Beziehung der beiden Frauen untereinander, miteinander und manchmal auch aneinander aufreibend...

Wer jetzt Angst hat, diese ganzen Themen gingen in einem furiosen Durcheinander miteinander kreuz, wer jetzt auf Verwirrung wartet oder Angst davor hat, dass dem Guten zuviel getan wurde: nein, im Gegenteil. Das "Schmetterlingsmädchen" wird dem Anspruch aller Themen voll gerecht, es ist trotzdem ein ruhiges, besinnlich vor sich hin erzählendes Buch, dass sich eher als Strandlektüre in der Sonne eignet als als Pageturner. Manchmal finden sich sogar leichte Längen, die mich haben einen Stern abziehen lassen, die aber bei der Fülle der interessanten Themen nicht allzusehr ins Gewicht fallen.

Etwas unschlüssig bin ich ehrlich gesagt mit der Frage, warum die Autorin unbedingt die historische Louise Brooks für ihren Roman "verwursten" musste. Ehrlich gesagt hätte jede erdachte Person diese Rolle in dem Buch genauso und besser erfüllt, zumal man immer wieder auf kleinere Recherchelücken stösst. Schade, so bleibt ein Gefühl, dass die Autorin Frau Brooks nicht gerecht wird - dann lieber ein erdachtes Lieschen Müller als eine halbe Brooks.

Trotzdem von mir eine Leseempfehlung für einige gut unterhaltene Stunden.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein ruhiges, besinnliches Buch, 14. April 2013
Von 
E. Wizemann "evaw." - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Es wird die Beziehung zweier ungewöhnlicher Frauen beschrieben, die für Ihre Zeit unkonventionell sind. Die junge Louise geht mit ihrer "Anstandsdame" Cora nach New York an eine Tanzschule um aus der Provinz ihrem lieblosen Elternhaus zu entfliehen.
Im Laufe der Geschichte wird Coras Motivation, Louise zu begleiten aufgedeckt. Sie forscht in New York nach den Spuren ihrer leiblichen Eltern, denn sie wuchs in einem New Yorker Waisenhaus auf. Louise macht Karriere und Cora spürt ihren Wurzeln nach. Die Beziehung der Frauen ist ambivalent, aber Berührungen sind möglich und es entsteht eine Verbundenheit. Wo die Reise hingeht, will ich nicht verraten.
Der Schreibstil ist teilweise etwas ausschweifend und zu detailliert in Beschreibungen von Orten, Räumen etc.
Das Erleben der Protagonistinnen kommt daneben etwas zu kurz. Oft werden Gefühle oder Situationen zu sachlich beschrieben, oder das Thema wird gewechselt, wenn es gerade interessant wird und man jetzt mehr erfahren möchte.
Man kann sich jedoch gut in die damalige Zeit hineinversetzen und erfährt auch historische Hintergründe. Das New York der 20ger wird lebendig.
Das Frauenbild der 20ger Jahre wird gut beleuchtet und hinterfragt durch die Handlungen der Protagonistinnen.
Die Geschichte hat jedoch Längen. Bis Seite 150 finde ich den Verlauf der Geschichte etwas zäh. Es will sich kein richtiger Spannungsaufbau ergeben. Danach wird es lebendiger, aber es ist eher ein ruhiges, besinnliches Buch, welches man mit Pausen zur Entspannung lesen kann.
Es ist kein aufregender Pageturner, den man nicht aus der Hand legen mag. Eine schöne Urlaubslektüre vielleicht...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Laura Moriarty- Das Schmetterlingsmädchen, 8. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Schmetterlingsmädchen: Roman (Kindle Edition)
Inhalt:
Wir befinden uns in den 20er Jahren, einer Zeit, in der Frauen noch konkreten Regeln und Konventionen unterlegen waren und diese ja nicht zu brechen hatten. Cora begleitet die rebellische, wilde Louise nach New York- ein Ort, dem Cora verbunden ist. Während ihr Schützling fleißig für die dort renommierte Tanzschule trainiert, macht Cora sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit.

Meine Meinung:
Es war mein erster Roman, der von den 20er Jahre handelte und mir zeigte, wie interessant die damalige Zeit war. Wir befanden uns nach dem ersten Weltkrieg, dafür aber vor dem zweiten. Die Frauen begannen, sich unkonventioneller zu verhalten und zu kleiden. Der Roman selber legt das Augenmerk wirklich auf die Frauen und wie sie damals behandelt wurden. Die Geschichte wird aus der Sicht der Anstandsdame Cora erzählt und legt dem Leser nahe, was damals für Regeln galten. Es hat mich sehr interessiert, mehr über die soziale Stellung der Frauen zu erfahren. Hierfür war der Roman wirklich sehr gut geeignet, denn er ging im Detail auf die Modetrends, die Thematik der Wahlberechtigung und vieles mehr ein. Die Vielfalt der behandelten Themen in diesem Roman hat mir ebenfalls sehr gut gefallen- es geht um viel mehr, als man anfangs eigentlich denkt.
Gleichzeitig war ich ein wenig enttäuscht, da es mir nicht gelungen ist, mir ein Bild von New York zu machen, wie es damals war. Die Beschreibungen blieben ziemlich vage, es unterschied sich eigentlich in fast nichts zu dem heutigen New York, was mir ein wenig gefehlt hat. Von der Thematik her ist man sofort in das zwanzigste Jahrhundert zurückkatapultiert worden, während die Beschreibungen über New York eher kurz und knapp ausfielen und keine Einzigartigen aufwiesen. Das fand ich sehr schade, da die Autorin sich doch sichtlich Mühe gegeben hat, das Ganze authentisch und realistisch rüberzubringen.
Wo wir bereits beim nächsten Punkt sind: Die einzelnen Charaktere, die hier auftreten, sind wirklich sehr anschaulich und wirklichkeitsgetreu dargestellt- so, als könnten sie genau in dieser Form gelebt haben. Mir hat das sehr gut gefallen, dass die Autorin sich Zeit für die einzelnen Protagonisten genommen hat und dem Leser so ein sehr realistisches Bild verschafft. Sie alle haben ihre Makel und ihre Vorzüge, die einen liebt man, über die anderen kann man nur den Kopf schütteln. Mir hat diese detaillierte und sorgfältige Darstellung der Charaktere sehr gut gefallen. Besonders Louise, die ihren eigenen Kopf hat und noch viele unbedachte Konsequenzen hinnehmen muss, hat mir gut gefallen.
Hervorzuheben ist auch noch der Schreibstil der Autorin. Das ganze Buch war sehr flüssig zu lesen, der Schriftstellerin ist es gelungen, mir die einzelnen Geschichten und Schicksale der Charaktere nahe zu legen und mir ein Bild der damaligen Zeit zu präsentieren. Ich werde mir auf jeden Fall noch andere Bücher von ihr holen!
Der einzige Minuspunkt (wenn es denn einer ist) ist der Titel. Er ist- meines Erachtens nach- bezugslos und bleibt somit unklar. Mir erscheint es fast wie ein kitschiges Klischée, dieses "Schmetterlingsmädchen", und der Titel wirkt fast wie der eines schnulzigen Liebesromans. Doch dafür kann die Schriftstellerin nichts, hier hat die Übersetzung ihre Finger im Spiel...

Fazit:
Der Roman ist eine Mischung aus Drama, Liebe und vor allem eins: Familiengeschichte. Mir hat das sehr gut gefallen, denn der Autorin ist dieser Mix sehr gut gelungen, ohne kitschig rüberzukommen.
Auch die Vielfalt an Themen, die gut herausgearbeitet sind, sowie die realistisch dargestellten Charaktere haben mir sehr gut gefallen und müssen hervorgehoben werden.
Ich vergebe 5* für diesen Roman, der das Augenmerk auf die soziale Stellung der Frauen und die Entwicklung der einzelnen Charaktere legt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Schmetterlingsmädchen, 28. Mai 2013
Von 
A. Kiwitz (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Cora Carlisle lebt mit ihrem Mann in Kansas. Für alle hält sie den Schein aufrecht alles sei bestens und sie würde sich in ihrer Ehe Wohlfühlen.
Dann erfährt Cora das die Eltern von Louise Brooks eine Anstandsdame für ihre Tochter suchen, das diese den Sommer über eine Tanzschule in New York besuchen soll.
Cora braucht nicht lange um sich zu Entscheiden und erklärt sich bereit Louise zu begleiten.
Die zwei Frauen könnten Unterschiedlicher nicht sein und so kommt es schon auf der langen Reise nach New York zu Reibereien und auch in New York wird es nicht besser.
Louise ist für ihr Alter schon sehr aufmüpfig und Cora hat große Mühe sie im Zaum zu halten.
Allerdings ist auch bei Cora nicht alles wie es scheint, denn sie begibt sich in New York auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und ihrer Herkunft. Sie muss erkennen, das es nicht einfach ist überhaupt an Informationen zu kommen.

Das Buch nimmt einen mit in die 20er Jahre von Amerika, man lernt die Prohibition kennen und auch wie die Wertevorstellungen damals waren.
Cora begleitet man in diesem Buch sogar Weit in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts, jedenfalls schätze ich das so ca.
Louise hat eigentlich nur eine Nebenrollen, aber auch von ihr erfährt man sehr viel auch wie sie so wurde wie sie eben war. Sie ist auch eine reale Person die einmal eine Stummfilm-Ikone war und deren Leben vielleicht auch genauso stattgefunden hat. Vielleicht hat auch ihre Mutter genau diese Fehler gemacht, vielleicht auch nicht es wird wohl nie genau Nachweisbar sein. Denn auch die Biografie von Louise Brooks lässt ja nur einen Blich aus ihrer Sicht auf die Geschehnisse zu.
Die Geschichte jedenfalls war sehr anschaulich geschrieben und so habe ich mit Cora mit gelitten und gehofft das für sie wirklich alles gut wird.
Aber auch wie New York oder auch Wichida beschrieben wurden war sehr gut und man konnte sich in das Amerika der 20er Jahre gut einfinden.
Ebenso waren auch die anderen Personen so dargestellt das man sich diese sehr gut Vorstellen konnte.
An manchen Stellen hatte ich zwar Probleme wie sich Cora oder auch Louise entschieden hat, aber da es einfach eine andere Zeit war habe ich dies so akzeptiert.
Alles in allem habe ich das Buch wirklich sehr gerne gelesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von Unzucht und schönen Fassaden, 17. April 2013
Von 
Misato "Misato" (Regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
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DAS SCHMETTERLINGSMÄDCHEN erzählt die Lebensgeschichte von Cora, Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in Amerika. Zu Beginn des Buches erscheint einem Cora Carlisle als die typische Pie-backende Haus/Ehefrau und Mutter volljähriger Zwillinge, die auf Charityveranstaltungen Geld für 1.000 verschiedene Zwecke sammelt und eine Farbige als Hausangestellt hat. Als Cora erfährt, dass eine bekannte Familie eine Anstandsdame für die NewYork Reise ihrer Tochter sucht, will sie diesen Job übernehmen. An dieser Stelle versteht man noch nicht warum sie das will und tut, aber als die Reise beginnt gibt auch die Story Schicht um Schicht frei und Coras schöne Fassaden brechen nach einander ein. Man begleitet sie (auch in Rückblenden) ihr ganzes Leben lang von Cora X zu Cora Kaufmann über Cora Carlisle hin zu Cora... . Denn Cora wurde als achtjähriges Waisenkind in NewYork in einen Zug gesetzt und nach Witchita gekarrt, in der Hoffnung, dass sie dort eine Familie aufnehmen würde.

Ich schreibe diese Rezension ganz vorsichtig, weil es wirklich enorm schade wäre zuviel von DAS SCHMETTERLINGSMÄDCHEN zu verraten. Das Lesen hat viel Spass gemacht, das Buch ist sehr detailverliebt und im Stil des letzten Jahrhunderts geschrieben. Es ist nicht aus Coras Sicht geschrieben, sondern aus beobachtender, was der Emotionalisierung mit Cora allerdings keinen Abbruch tut. Skandal folgt Unglück folgt Ungerechtigkeit und Täuschung, alles schön ordentlich hinter Spitzenvorhängen versteckt - das macht es sehr spannend und man ist als Leser durchaus überrascht über die Ereignisse und den Storyfortgang. Der Charakter Cora hat eine sehr lebensbejaende und enorm positive Lebenseinstellung und so werden auch die weniger leichten Themen dem Leser nicht zu schwer.

Definitiv ein lesenswertes Buch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen New York, New York, 26. März 2013
Von 
Monika Schulte ""Lesezeit"" (Hagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
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New York, New York

Die Zwanziger Jahre. Die Autorin entführt den Leser zunächst in ein verschlafenes Nest in Kansas. Alle Dinge gehen ihren Gang. Keine grösseren Ereignisse geschehen. Und doch gibt es in Wichita zwei schillernde Persönlichkeiten. Louise Brooks und ihre Mutter Myra. Louise, gerade mal 15 Jahre alt mit grossen Ambitionen, einmal eine berühmte Tänzerin zu werden. Während die meisten Frauen und Mädchen in Wichita noch an langen zugeschnürten Kleidern mit Korsett festhalten, zeigen sich Louise und ihre Mutter schon längst in kurzen Röcken. Louise trägt ihre Haare zudem zu einem kurzen Bubikopf - ein Skandal. Louises Eltern unterstützen die Tanzkarriere ihrer Tochter. Sie soll für eine Weile nach New York gehen, um dort zu lernen. Gesucht wird eine Anstandsddame, die auf das junge Mädchen aufpassen soll. Cora, Mutter von Zwillingssöhnen, die inzwischen erwachsen sind, nimmt die Herausforderung an.
Die beiden Frauen stürzen sich in eine völlig andere Welt. New York bebt vor Musik, Tanz, Theater und Film. Das Leben ist auf einmal ein grosses Abenteuer. Die zurückhaltende Cora hat alle Hände voll zu tun, auf ihren Schützing aufzupassen. Nicht immer gelingt ihr dies.

Während Louise beim Unterricht ist, geht Cora auf die Suche nach ihren familiären Wurzeln. Sie ist in einem Kinderheim gross geworden, das von Nonnen lieblos geführt wurde. Eines Tages wurde sie mit vielen anderen Kindern in einen Zug gesetzt, der nach Mittelwesten fuhr. Die Heimkinder wurden wie Vieh an den einzelnen Stationen angeboten, betrachtet und von potentiellen Eltern mitgenommen. Manche Kinder hatten Glück mit ihren neuen Eltern, manche Pech. Viele der Kinder wurden wie Sklaven gehalten und wurden lediglich als billige Arbeitskräfte angesehen. Cora hatte Glück. Sie konnte behütet bei den Kaufmanns aufwachsen. Doch jetzt zurück in New York möchte sie endlich wissen, wer ihre leiblichen Eltern waren. Bei den Nonnen stösst sie auf Granit. Durch eine List gelingt es Cora, doch noch an Infomationen zu gelangeen und lernt fast nebenbei noch die Liebe ihres Lebens kennen.

Ein wunderbarer Roman um zwei völlig verschiedene Frauen, zwei völlig verschiedene Schicksale und völlig verschiedene Wertvorstellungen. Das pulsierende New York, das verschlafene Wichita. Die Autorin versteht es, die Stimmungen, das Leben bildhaft darzustellen. Louise Brooks hat tatsächlich gelebt. Louise Brooks, die Tänzerin und Schauspielerin, flatterhaft wie ein Schmetterlling. Sie war eine Zeit lang ein gefeierter Leinwandstar. Ihr Foto ziert das Cover dieses herausragenden Romans. Ein Roman, der mich von der ersten Seite an begeistert hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen lesenswerter Roman, in dem Louise Brooks entgegen der Aufmachung allerdings nur die zweite Rolle spielt, 23. März 2013
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Stummfilmikone Louise Brooks, von ihren Fans gerne als größer als Marlene Dietrich und Greta Garbo bezeichnet, ist noch mehr als 70 Jahre nach Beendigung ihrer Filmkarriere unvergessen und beeinflusst und inspiriert nach wie vor diverse andere Künstler.
Spätestens mit dem Erfolgshit "Pandoras Box" der britischen Band OMD, der den Titel eines der berühmtesten Brooks-Filme übernahm und dessen Text und dazugehöriges Musik-Video eine einzige Hommage an die Frau, die den Bubikopf "erfand", war, dürfte Louise Brooks auch Nicht-Filmfans ein Begriff geworden sein.
Nun hat die mir zuvor nicht bekannte Autorin Laura Moriarty einen Roman geschrieben, der auf dem Leben von Louise Brooks basieren soll und dessen Cover mit einem wunderschönen Foto der 1985 verstorbenen Schauspielerin und späteren Autorin auch entsprechende Erwartungen weckt.

Das amerikanische Original erschien unter dem Titel "The Chaperone" ("Die Anstandsdame") und tatsächlich geht es nicht nur um Louise Brooks, sondern um ihre Beziehung zu einer Dame, die die erst 15-jährige Louise in den 20er Jahren als Anstandsdame für einen Monat nach New York begleitet.
Leider enthält der Roman keinerlei Vor- oder Nachwort, in dem die Autorin ausführt, inwiefern ihr Roman auf Tatsachen beruht und was davon erfunden ist.
Lediglich eine Liste von Literatur über Louise Brooks, die sie beim Schreiben des Romanes gelesen haben will, ist am Ende aufgeführt -
das empfinde ich als eindeutig zu mager für einen Roman, der angeblich auf dem Leben einer realen Person beruht.
Stöbert man ein wenig intensiver im Internet, so findet man die quellenlose Angabe der Autorin, daß es tatsächlich irgendeine Dame gegeben haben soll, die Louise Brooks irgendwann auf irgendeine Reise begleitet haben soll -
auf der Basis dieser Fußnote scheint der Roman also mehr oder weniger frei erfunden zu sein.
Dies ist natürlich nicht "schlimm", aber wenn man schon mit einem berühmten Namen für sein Buch wirbt, sollten die Quellenangaben da doch etwas genauer sein;
zumindest ist es nicht sonderlich geschickt, mit einem berühmten Namen für sein Buch zu werben und der so angelockten Klientel dann ein Buch zu präsentieren, welches offenbar nur sehr marginal mit der Biografie der entsprechenden Persönlichkeit zu tun hat.
Wer also tatsächlich einen Roman über Louise Brooks erwartet, sei dahingehend vorgewarnt, daß ihr Name hier im Grunde nur exemplarisch für eine aufstrebende junge Schauspielerin in den 20er Jahren steht, die allerdings offenbar mit diversen Wesenszügen ihrer berühmten Vorlage ausgestattet wurde.
Am besten sollte man "Das Schmetterlingsmädchen" daher losgelöst von dem vordergründigen Bezug auf Louise Brooks als fiktiven Roman lesen.

Schön gelungen sind die Schilderungen der bewegten 20er Jahre sowohl in den ländlichen Regionen der USA, wo die Geschichte beginnt, als auch in der schillernden Metropole New York, wo die kesse Louise sich anschickt, eine bekannte Tänzerin zu werden.
Leider jedoch gelingt es der Autorin nicht, die Geschichten der 15-jährigen Louise und ihrer "Anstandsdame" Cora besonders geschickt zu verknüpfen.
Zwar ist der Generationenkonflikt zwischen dem quirligen Teenager und der konservativen Cora sehr treffend und teilweise auch durchaus berührend dargestellt und es haben auch beide Geschichten, sowohl die des aufstrebenden Jungstars als auch die von Cora, die sich in New York auf die Suche nach ihren Wurzeln und einem Familiengeheimnis begibt, viel Potential, aber leider laufen sie über weite Strecken völlig zusammenhanglos nebeneinander her.
In der zweiten Hälfte des Romanes kommt dann noch dazu, daß die weitaus interessantere Figur der Louise weitgehend aus dem Buch "herausgeschrieben" wird und es fast nur noch um die von vornherein etwas blassere und recht konturlos bleibende Cora geht.
Mir fehlte da eindeutig ein durchgehender roter Faden in der Geschichte, von einem "Spannungsbogen" ganz zu schweigen.
Das ist schade, denn die Autorin kann durchaus schreiben und hier wäre mit Sicherheit noch mehr Potential nach oben drin gewesen.

Knappe vier Sternchen gibt es aber dennoch, nicht nur wegen des interessanten Ansatzes und des sehr flüssig und angenehm zu lesenden Stiles, sondern auch und vor allem für die sehr schön und stimmig gelungenen Schilderungen einer Zeit im Umbruch, die neben der schillernden Welt des Showbusiness auch vor Themen wie Rassentrennung und Ku-Klux-Klan nicht halt machen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Entführung ins Jahr 1920, 7. März 2013
Ich kann's echt nur jedem empfehlen, der Lust hat eine Geschichte über zwei völlig unterschiedliche Frauen zu lesen, der ihr Leben sich unterschiedlich entwickelt aber beide voneinander lernen und so mit ihrem jeweiligen Schicksal sehr gut umgehen.
Wir haben im Laufe der Leserunde herausgefunden, dass Louise keine fiktive Person ist und das macht es mir noch spannender.

In dem Buch geht es um zwei Frauen, die 36jährige Cora und die 14jährige Louise. Ihre Geschichte hängen soweit zusammen, dass Cora als Anstandsdame mit Louise nach New York fährt. Louise hat einen großen Traum, nämlich eine bekannte Tänzerin zu werden und hat die Möglichkeit in NY vorzutanzen. Louises Eltern unterstützen sie in ihrem Traum, auch wenn die Ansichten ihrer Mutter zeitweise etwas komisch sind, und so wird sie mit Cora nach NY gehen. Über die hübsche und aufreizende Louise erfährt man zwar einiges aber irgendwie entwickelt es sich als Nebenschauplatz. Sie flirtet gerne, hat wesentlichere modernere Ansichten als Cora in Bezug auf dem Umgang mit Männern, sich kleiden und schminken. So dass die beiden einige Konflikte ausstehen müssen. Aber auch dank Louises Verhalten, eröffnet sich für Cora eine ganz neue Welt mit anderen Sichtweisen.
Louise erreicht ihre Ziele aber auch hier mit Höhen und Tiefen die im Buch gut geschildert werden.

Über Cora gibt es einiges mehr zu berichten. Die verheiratet Frau mit dem super Mann, hat schwere Schicksalsschläge ertragen müssen. Es ist für sie die große Möglichkeit mit Louise nach New York zu gehen und endlich ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Sie möchte wissen von wem sie Abstammt und mehr über sich und ihre Familie erfahren. Dabei findet sie nicht nur einiges über sich raus sondern man erfährt sehr viel über ihre Schicksalhafte Kindheit die einem schon sehr mitreist.
Leider entwickelt sich die Geschichte in NY nicht so wie sie es sich gewünscht hat , trotzdem soll NY ihr ganzes Leben verändern. Durch den Umgang mit Louise bekommt sie eine neue Sichtweise und auf den Spuren ihrer Geheimnisses lernt sie die wahre Liebe kennen.
Diese nimmt sie mit nach Wichita und endlich haben die schrecklichen Erlebnisse für Cora ein Ende. Vieles was unvorstellbar war für sie, wird nun einfacher oder auch doch komplizierter. Sie lernt mit dem umzugehen und so erfahren wir das sie bis zum Schluss für alles kämpft was ihr lieb und teuer geworden ist, ob es um die damaligen Probleme in der USA geht oder ihre eigenen.

Die Zeit in der Cora und Louise leben werden sehr anschaulich beschrieben mit allen Problemen in Bezug auf Wirtschaftskrise, schwarz und weiß, Verhütungsmittel und Stellungen in der Gesellschaft.
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Das Schmetterlingsmädchen: Roman
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