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5.0 von 5 Sternen Neal Morse & Co. rocken wieder!!!
Also es stand für mich ganz klar fest, dass ich den neuen Output von Neal Morse wieder blind (vor)bestellen werde.
Obwohl ich früher eher weniger mit Progrock anfangen konnte und mehr dem Progmetal (Dream Theater, Symphony X, Pain of Salvation...) zugetan war, muss ich sagen,
dass ich gerade die Sachen von und mit Neal Morse die letzten Jahre sehr...
Veröffentlicht am 13. September 2012 von Christian

versus
6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Morse bleibt ein Morse bleibt ein Morse
... dass der gute Neal sich für den Großteil seiner Solo-Karriere kreativ im Kreis gedreht hat, ist ja bekannt. Man dankt dem Herrn mittlerweile auf Knien für Alben wie die "Songs from the highway", die mal einen Morse abseits seiner tausendfach gehörten Arpeggio-Frickeleien und immer gleichen Homestudio-Produktionen zeigen. Was passiert, wenn zur...
Veröffentlicht am 15. September 2012 von Klaus Lottner


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neal Morse & Co. rocken wieder!!!, 13. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Momentum (Audio CD)
Also es stand für mich ganz klar fest, dass ich den neuen Output von Neal Morse wieder blind (vor)bestellen werde.
Obwohl ich früher eher weniger mit Progrock anfangen konnte und mehr dem Progmetal (Dream Theater, Symphony X, Pain of Salvation...) zugetan war, muss ich sagen,
dass ich gerade die Sachen von und mit Neal Morse die letzten Jahre sehr gerne höre.
Es ist fast unglaublich was die Herren Morse und Portnoy so alles raushauen und sich dabei zwar nicht komplett neu erfinden, aber sich immer wieder neu (gegenseitig) inspirieren lassen. Neben der gemeinsamen neuen Band "Flying Colors" (so hoffe ich doch), rockt MP mit "Adrenaline Mob" was das Zeig hält und Neal hatte ja schon (wie auf der DVD zu hören und im Booklet zu lesen ist) ein neues Transatlantic-Werk ins Auge gefasst. Der Terminplan der Vier hat dies wohl in 2012 nicht zugelassen...aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. So sehr der Schmerz der Trennung von Mike und Dream Theater auch nachhallen mag, so mehr muss man aber auch sagen, dass der neue Freiraum ihm und seinen Fans ganz gut tut :)

Nun zum neuen Werk "Momentum": Neals neues Album ist auf der einen Seite natürlich NM wie er nun mal und zum Glück ist, zum anderen gibt es eine Menge neuer Facetten. Gesanglich wagt er sich über die gut 60 Minuten ab und an erfrischend in neue Gefilde, Mike spielt ausgelassen Dinge, die ich so von ihm nicht kannte (und wie er selber meint, war er auch von sich überrascht) und Randy legt ein routiniertes Bassfundament mit schönen solistischen Einlagen. Es gefällt mir bei Morse auch immer wieder wie selbstverständlich er jungen Talenten (u.a. Mitglieder seiner neuen Liveband) und Gastmusikern Raum gibt um seinem eigenen Spiel inspirierende Zutaten zu verpassen.
Der Mix und das Mastering passen ebenfalls. Selbst wenn Neal bei diesen Solowerken oder auch bei Transatlantic sehr viel Material, sprich Spuren liefert, klingen seine Alben für mich immer organisch, der Gesamtsound ist schön kraftig aber bleibt natürlich und wirkt nicht "überproduziert".
Gut tut dem ganzen auch die Experimentierfreude dieser Herren (MP nutzt ein zweites Drumset für die Aufnahmen, Randy experimnetiert dezent mit Effekten...). Und dabei darf man nicht vergessen, dass Neal Morse & Co. so ein Werk in unter einer Woche! einspielen. Natürlich hat Neal schon Ideen und einige Demos am Start und an seine Mitstreiter geschickt, aber vieles entwickeln und verfeinern sie noch innerhalb von 5 Tagen. Hut ab! Alleine für diese Liestung hätten sie einen Grammy oder zumindest hohe Albenverkäufe verdient ;-) Leider wird diese Musikkunst aber eher Nischenmusik bleiben.
Insgesamt kann ich bestätigen, dass Neal erfreulicherweise dieses mal in seinen Texten nicht übertrieben die Gotteskeule schwingt. Das Album wirkt auf jeden Fall über weite Teile rockiger bzw. gitarrenlastiger als die direkten Vorgänger.

Kurz noch zur DVD: Das Making of ist für jeden Fan, der vielleicht wie ich selber Musiker ist, ein Genuss. Zwar hat man Neals Studio und die Herren schon öfter sehen
können, aber diese Spielfreude und private Einblicke bringen einem diese Musiker noch näher.
Die Videos hätte ich jetzt nicht gebraucht, zumal sie auch etwas amateurhaft daherkommen. Aber diesbezüglich nimmt sich NM auch nicht so ernst und ist zu Späßen aufgelegt. Man bekommt wieder einmal über das Label InsideOut sehr viel (Musik) fürs Geld.
Unbedingte Kaufempfehlung!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Schnellschuss nach bewährter Formel, 11. September 2012
Von 
Alexander Gärtner (www.freak-alex-band.com) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Momentum (Audio CD)
Da sitzt ein Neal Morse etwas unentschlossen und unausgelastet vor dem christlichen Fernsehprogramm, nachdem eine Transatlantic- Recordingsession abgesagt wurde... und es ist, als ob Gott ihm durch den Fernsehprediger persönlich mitteilt, er solle die überschüssige Energie und den momentanen Schwung in eine neue Solo- CD stecken. Also wird im Schnellverfahren der erste Song geschrieben, die Band (Mike Portnoy, Randy George, Paul Gilbert, Rick Altizer, etc.) eingeladen und das Studio gebucht. Der ganze Rest entsteht dann urplötzlich und wundersam quasi aus dem Nichts. So beschreibt Morse es selbst in den Liner Notes von "Momentum", man mag davon halten, was man will. Vielleicht nur dass Morse eine Songwritingformel hat, die er wie jeder gute Handwerker nach Belieben auspacken, anwenden und leicht variieren kann.

Nun, von Bruce Springsteen, AC/DC oder Motorhead erwartet auch keiner einen Stilwechsel, die sitzen auf ebensolchen Song- und Soundformeln... bloß bezeichnet sich von denen auch keiner als "progressiv". Aber dieses Wort hat den ursprünglichen Sinn ohnenhin weitestgehend verloren, und Progressivrock ist heute mehr eine Stilbezeichnung als eine Beschreibung wirklich fortschrittlicher Musik. Und unter diesem Gesichtspunkt betrachtet... das Album zündet. Melodische und proggig- wirre Passagen gehen ineinander über oder wechseln sich abrupt ab, Gitarren und Keyboards umfließen Morses typische Harmonien, Portnoy trommelt gewohnt souverän, gelegentlich wird mehrstimmig gesungen, vor geschmackvollem Pathos und Bombast wird nicht zurückgeschreckt, der Sound ist gewohnt super. Die Morsesche Formel funktioniert wieder mal. Die Fans werden es lieben, die langjährigen Kritiker wieder verreißen, viele werden sich wieder kopfschüttelnd von den betont christlichen Texten abgeschreckt fühlen, alle anderen wird es kalt lassen.

Mich spricht das Album an. Vielleicht hat die Spontanität für etwas mehr Lockerheit gesorgt, das Album wirkt als Ganzes frischer, unbeschwerter, weniger überfrachtet und überambitioniert als einige von Morses letzten Werken. "Momentum" ist ein flockiger Opener, "Thoughts 5" ein gelungenes Stück Frickelrock mit leichter Überlänge, "Smoke & Mirrors" ist hochprofessionell durcharrangiert, "Weathering Sky" rockt schönklingend ab, "Freak" enthält als einzige Ballade einige hübsche Bombastelemente, bevor mit "World without End" der obligatorische Longtrack folgt, mit dem die Fans solcher Mammutstücke angesprochen werden sollen - und auch das gelingt wieder recht gut. Im Gegensatz zum aus vier Balladen und etwas verbindendem Gefrickel zusammengepuzzelten "So many Roads" vom Vorvorgängeralbum "Lifeline"; damit bin ich nie richtig warm geworden.

Also was solls? "Sola Scriptura" war heavy, aber streckenweise uninspiriert, "Lifeline" zu balladesk und zerwürfelt, "Testimony 2" weitgehend gelungen, aber eben doch nur die Fortsetzung eines älteren Erfolgsalbums... "Momentum" ist im Vergleich zu den Genannten ein frisches, rundes, stimmiges Werk. Also gibts hier fünf Punkte von einem Fan. Solides Handwerk oder hohe Kunst - ich möchte das nicht entscheiden müssen. Zumindest aber auf allerhöchstem musikalisch- technischem Niveau.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, Herr Morse ;), 21. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Momentum (Audio CD)
Eines Abends saß Neal Morse bei sich zu Hause vor dem Fernseher. Es lief eine Sendung, deren Inhalt und Bedeutung völlig egal ist. Was nicht egal ist, in dieser Sendung war von irgendeinem „Momentum“ die Rede und von „you better keep on going“. Das war die Geburtststunde des neuen Neal Morse Albums, denn natürlich sah Neal in dieser Aussage eine Nachricht Gottes. Man darf davon halten was man will. Er hat einfach ferngesehen und hat sich von irgendeiner Sendung zu einem neuen Album inspirieren lassen. Wo findet man das schon, außer bei Neal Morse? Nun, wie schön, dass diese Sendung gerade lief, denn die neue Morse ist stellenweise durchaus hörenswert. Er hatte gerade drei Wochen Luft und rief schnell Mike und Randy und ein paar Kumpels aus der Nachbarschaft an, um das neue Album aufzunehmen. Doch halt- er hatte ja noch gar kein Album geschrieben! Aber siehe da, einen Monat später hatte er eins. Neal Morse ist schon ein Freak. Er singt es selbst auf diesem Album.

Es wurde bereits im Voraus ein unsägliches, unfreiwillig komisches Musikvideo zu einer Single Edit des Titeltracks veröffentlicht. Ich weiß nicht ob dieses ernst gemeint war, aber lustig war es durchaus. Sollte man einfach nicht so ernst nehmen. Ein Song in Richtung Absolute Beginner, ein absolut unspektakulärer Rocker. Nur so viel: Vergesst diese Single Edit, sie verkörpert den Charakter des Albums genau so wenig wie den des eigentlichen Liedes selbst. Die originale Version beinhaltet viel mehr; Morse hat für die Edit im Prinzip alles Interessante an dem Song geschnitten. So geht er meiner Ansicht nach mehr in Richtung Day For Night, also immer noch ein Rocker, allerdings mit interessanten Wechseln, einfach cool gemacht. Ein Übersong ist er immer noch nicht, aber er fetzt.
Ganz anders dagegen Thoughts Pt. 5. Dieser Song hält was sein verspricht. Wer die ersten beiden Teile kennt, weiß was das bedeutet. (Morse übrigens hat den eigentlichen Part 3 einfach Part 5 genannt, „just to be weird“.) Progressive Rock im „uneigentlichen Wortsinne“: Taktwechsel, ultracooles Riffing, Satzgesang wie bei den sanften Riesen in den 70ern, Humor und am Ende einen ziemlich coolen Soloteil. Einer von Morses besten einzelnen Songs unter 10 Minuten der letzten Jahre. Sehr cool.
Neal scheint in letzter Zeit mal wieder viel 70er Jahre Mucke gehört zu haben. Denn nach der Gentle Giant Anlehnung kommt jetzt eine Kansas Ballade. Smoke & Mirrors (ob der Name Zufall ist oder ob er den von Symphony X geliehen hat?) ist traurig, langsam, mit Konzertgitarre und eigentlich so gar nicht wie die letzten Morse Schmalzballaden. Aber am Ende ist es auch egal, dann klaut er eben dieses mal nicht bei sich selbst sondern bei Kerry Livgren.
Weathering Sky erinnert mich dann schon wieder extrem an Morse, und zwar speziell an Mystery Train, nur eben ohne die Beatles Einflüsse. Straight, rockig, okay, nicht mehr.
Freak daraufhin ist der Tiefpunkt. Ich weiß nicht was sich Morse dabei gedacht hat, das geht echt gar nicht. „I might be Jesus“, alles klar ;) Lass uns mit so was in Ruhe Neal, das kannst du auf deinen Worship Alben machen.
Egal, was an diesem Album wirklich essentiell ist, ist neben Thoughts der Longtrack, der wirklich alle Morse-Stärken in geballter Form beinhaltet. Es geht los mit dem Grundthema, und man weiß schon was einen erwartet: Erstens, dass dieses Thema am Ende zum großen Finale höchstwarscheinlich durch alle Tonarten und Modulationen gehetzt wird, und zweitens, eine wahnsinns Overtüre, und diese ist ihm wirklich gelungen. Das ganze klingt sehr transatlantisch, nicht zuletzt wegen Mike Portnoys grandiosem Schlagzeugspiel und der stärkeren Besinnung auf rockigere Elemente und Grooves als beispielsweise bei So Many Roads. Nach der 6 (!) Minuten Overtüre folgt mit Never Pass Away eine Art weiteres Leitthema, das am Ende noch einmal auftaucht, allerdings stark abgewandelt. Dieses erinnert etwas an Duel With The Devil, mich zumindest. Bemerkenswert bei diesem Longtrack ist, dass er keinen allzu zusammengestückelten Charakter hat wie manch anderer Neal Morse Longtrack. Um den roten Faden fortzuführen, setzt Morse nach Never Pass Away noch einmal das Grundthema dran, bevor es in einen weiteren Zeppelin-artigen Teil geht, an Lay Down Your Life erinnernd. Portnoy gibt auch hier teilweise wieder einen astreinen Bonham. Nach einem Part, der abermals an Duel With The Devil erinnert (Transatlantic ist hier wirklich nicht weit) geht es dann in einen abgefahrenen Soloteil. Im folgenden Verlauf finden sich neben einer schönen eingeschobenen Ballade noch weitere Instrumentalachterbahnfahrten und der so ziemlich bombastischste Moment in Morses bisheriger Geschichte; und das will was heißen. Orchester und episches Portnoy Schlagzeug, einfach nur geil. Schön am Ende ist auch, dass das am Anfang vorgestellte Grundthema nicht bis zum Erbrechen totgewalzt wird, sondern auf ein paar Modulationen und Tonartwechsel beschränkt wird. Wenn jemand Morses Musik kennenlernen will, muss er diesen Song hören. Grandios.

Insgesamt haben wir (natürlich) einen klassischen Morse vor uns, nicht der beste, aber auch nicht der schlechteste. Dem Longtrack und Thoughts würde ich um die 13 Punkte geben, der Rest fällt drunter. Ich sehe Momentum als typisches 10 Punkte Album, nicht überragend, aber durchaus gut. Man denkt zwar beim Hören immer mal wieder an ein paar andere Songs aus Neals Feder, aber das sollte jeder Morse-Fan mittlerweile begriffen und akzeptiert haben. Mit Flying Colors kam ja letztes Jahr immerhin schon etwas anderes.

Natürlich kann man sich auf Morse mittlerweile blind verlassen, denn seine Alben werden qualitativ immer gut sein, wenn auch immer gleich. Ich finde das gut, da ich von Morses Musik einfach nicht genug kriegen kann. Abswechlung finde ich bei Beardfish oder Pain Of Salvation. Und von einem, der sich von einer Fernsehserie zu einem neuen Album inspirieren lässt und es ein paar Monate danach gleich veröffentlicht, kann man wohl noch einige Alben erwarten. Wer das nicht mag, kann es lassen, denn auf Neal Morses Soloalben wird nie andere Musik sein.
Neal Morse ist schon ein Freak...
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Morse bleibt ein Morse bleibt ein Morse, 15. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Momentum (Audio CD)
... dass der gute Neal sich für den Großteil seiner Solo-Karriere kreativ im Kreis gedreht hat, ist ja bekannt. Man dankt dem Herrn mittlerweile auf Knien für Alben wie die "Songs from the highway", die mal einen Morse abseits seiner tausendfach gehörten Arpeggio-Frickeleien und immer gleichen Homestudio-Produktionen zeigen. Was passiert, wenn zur kreativen Armut auch noch Zeitmangel kommt, zeigt die "Momentum". Hier wurden nicht die Musiker (as usual: George/Portnoy) bestellt, um vorhandene Musik aufzunehmen - sondern per Schnellschuss die Musik zu den bereits bestellten Musikern (hatten grad mal Zeit) geschrieben. Was Morse bisher rausgerettet hat, waren meist seine nach wie vor großartigen Melodien - die fehlen hier leider zum Großteil. Selbst das mit Spannung erwartete "Thoughts Part 5" (Sequel zu den beiden starken Spock's Beard-Songs) ist relativ mau und leidet zudem an einem nicht wirklich überzeugenden Vocal-Satz (liegt wohl auch an den unfreiwillig komisch wirkenden Falsetto-Vocals seines neuen Bandmembers Eric Gilette).

Natürlich ist das handwerklich erste Sahne, natürlich ist es nicht "schlecht" - aber bei einem Morse legt man halt die Messlatte immer recht hoch. Und mit diesem Album wird er IMHO eher Fans verlieren als zu gewinnen ... Vorschlag wie bei einem meiner Vorredner: Mal 2-3 Jahre Zeit nehmen und dann wieder einen richtigen Meilenstein (V, Snow, SMPTe etc.) raushauen.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Packt mich nicht, 14. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Momentum (Audio CD)
Ich finde Neal Morse an sich total fantastisch, war letztes Jahr auf seinem Konzert zu "Testimony 2". Habe mich zwar einerseits recht auf "Momentum" gefreut, war aber andererseits auch nicht total "gehypet". Nach Testimony 2 und (dem für mich schwachen) Flying Colours so schnell ein neues Album raus zu hauen - wie viel kreatives, tolles Material konnte dabei herauskommen?

Nicht viel, zumindest nicht nach meinem Geschmack. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen: Bei Progrock und -metal braucht es ja oft seine Zeit, bis man so richtig "drin" ist, aber oft lohnt sich das Durchhalten - es gibt Alben, bei denen gehe ich innerlich total ab, sei es wegen fantastischer Melodien, tollem Zusammenspiel der Instrumente oder mitreißendem Bombast, kurz: einfach super Stücken. Vieles, wenn nicht sogar alles davon bieten für mich z.B. "The Whirlwind", "Snow", die "Testimonys" oder "Lifeline", aber "Momentum" hat davon nicht viel; nette Songs, mehr nicht.

Ich hoffe, Neal macht mal ein bißchen länger Pause, um dann vielleicht in zwei, drei Jahren, sei es solo oder mit Transatlantic, wieder richtig geiles Zeug rauszuhauen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ganz simpel!, 11. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Momentum (Audio CD)
Die musikalischen Konzepte, Neal Morses' Schemata sind gut bekannt. Manche Sachen kommen aus einem inspirierten Rutsch, andere nicht so, werden aber meistens liebevoll ausgearbeitet. Es ist eine Angelegenheit der persönlichen Verfassung, ebenso wie beim Hörer.

Testimony 2 fand' ich nicht so cool. Zwar ein paar brillante Momente aber der Sound war so roh und nach einer halben Stunde fing es an mich zu langweilen und zu nerven, diese kurzen Nummern, die da abgespult wurden, zündeten bei mir nicht. Ich hatte das Gefühl, NM schafft es nicht mit den Songs neben dem inhaltlichen auch einen musikalischen Zusammenhang zu schaffen. Lediglich der Longtrack auf CD 2 kann mich ein bischen mitnehmen.

Mit Momentum ist das anders, der Albumsound ist wieder angenehmer und eigentlich finde ich jedes Stück gelungen. Die Reihenfolge, der Ablauf stimmt, die Songs ergänzen sich gut und kommen mit dem Longtrack zu einem schönen Höhepunkt, ergeben ein harmonisches Ganzes. Ein spannendes, gutes Neal Morse Album.

Ehrlich und ungeschönt: Es gibt Zeiten da fühle und liebe ich seinen Style; habe ich mir ehrlich erhört, den Zugang zu seiner Musik. Es gibt ebenso Zeiten da könnte man mich jagen mit dem Zeug, zu vorhersehbar, zu heavy, zu kitschig, zu wenig abgefahren, zu dies-zu das...

In der Tat hilft der Begriff 'Progressive' hier bei Neal Morse bei der stilistischen Einordnung, steht der Begriff doch für die Tradition experimenteller zeitgenössischer Musik wie sie Yes, Gentle Giant, King Crimson und andere vor über 40 Jahren kultiviert haben. Dieser Begriff 'Progressive' ist in gewisser Weise ein musikalisches Qualitätsmerkmal, die Kompositionen sind technisch anspruchsvoller als aus der gewöhnlichen Rock, Pop, Hip Hop, Country, Techno, Schlager, etc. bekannt, sie sind experimentierfreudiger und haben auch inhaltlich größere Freiheiten als in der gewöhnlichen Musik üblich. Es geht weniger darum körperlich zu animieren, zum Tanzen anzuregen als vielmehr zum Zuhören zu bewegen und sich auf musikalische Reisen einzulassen. Der Begriff 'Kopfkino' wird in diesem Zusammenhang gern gebraucht.

Diese Musik befriedigt nicht die Bedürfnisse von 'Herz & Alltagsschmerz', sie stellt nicht den Hörer selbst, seine sekundären Bedürfnisse in den Mittelpunkt (Untermalung für Liebesgefühle, Sex, Anmache, Hausarbeit, Abreagieren von Frust, ergänzende Stimulation zum Alkohol und Drogengebrauch, Untermalung für gemeinsame Besäufnisse, etc.). 'Progressive' versucht stattdessen den Fokus des Bewußtseins auf Angelegenheiten außerhalb der unmittelbaren Bedürfnisse des Hörers zu lenken, versucht ihn zu Anteilnahme zu bewegen! Sie versucht gern verschiedene Zusammenhänge zu vermitteln, gern größere Zusammenhänge in Gesellschaft, Wissenschaft, Philosophie, Spiritualität, Humanismus, Ökologie etc. und wenn schon Drogen, dann gerne musikalische Abenteuer; abgefahrene, anspruchsvolle musikalische Erlebnisreisen. 'Progressive' erzählt auch sehr gern Geschichten, manchmal sehr persönliches, manchmal historisches, manchmal fiktives, manchmal in Form von Fabeln die ja auch immer einen soziologischen Hintergrund haben.

Durchgehört wird deutlich daß 'Momentum' genau dies darstellt. Es nimmt den Hörer mit auf eine musikalische und poetische Reise; das ist das Gefühl das aufkommt nachdem der letzte Ton verklungen ist; ich habe das Gefühl eines multimedialen Erlebnis'.

Mein Tipp: Kaufen und immer dann hören wenn Du Bock 'drauf hast. Ist doch das normalste überhaupt: Du schaust in Deine Albumsammlung, überlegst worauf Du jetzt Bock hast und worauf gerade überhaupt nicht, schnappst Dir das Album deiner Wahl und legst es auf. Ganz simpel!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wo zaubert der Kerl diese Melodien her?, 15. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Momentum (Audio CD)
Wieder mal ein Klasse-Album, das stark an Transatlantic oder seine Geniestreiche mit den Beards erinnert. Der Mann hat einfach Spaß an der Musik, und was die Songideen betrifft, kann ihm im Prog-Bereich wohl keiner das Wasser reichen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überrascht immer wieder aufs neue, 17. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Momentum (Audio CD)
Neal Morse ist ein echter Künstler mit scheinbar unendlichen Ideen. Hier auf Momentum zaubert er wieder Werke auf den Silberling das man gar nicht glauben kann was man(n) da hört. Typischer Morse Sound in Perfektion mit absoluter Spielfreude und abwechslungsreicher Tonfrequenz. Momentum ist ein absoluter Ohrwurm der, wenn einmal gehört, im Schädel hängen bleibt und immer wieder angespielt werden MUSS. Auch die anderen Stücke überzeugen und zeigen das die Jungs nichts verlernt, nein eher sich weiter entwickelt haben.
:
Fazit
Ein Muss diese CD
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frisch, knackig, schön, 21. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Momentum (Audio CD)
Schon wieder ein Album von Neal Morse....habe noch kaum das hervorragende Testimony 2 verarbeitet.
Aber gekauft wird es natürlich, das ist klar.
Nach mehrmaligem Anhören sage ich zu Momentum:
Es klingt frisch, dynamisch und munter. Die Spiel- und sicher auch die Komponierfreude hört man einfach.
Was mir diesmal besonders gefällt: sehr schöne Melodien, abwechslungsreiche Arrangements, alles insgesamt
ein klein wenig weniger komplex-ausgetüftelt und das gefällt mir ausgesprochen gut, klingt alles ein wenig
direkter. Auch der verstärkte Einsatz von Lead-Synthies statt E-Gitarre gefällt mir.
Vielleicht sind das ja nur subjektive Wahrnehmungen, wer weiss...
Was mich aber auch ein klein wenig stört ist, die direkten Zitate bei Sola Scriptura und anderen, die stellenweise
schon sehr direkt sind. Aber nach ein paar Mal hören fällt dies kaum mehr ins Gewicht.
Neal hat sein Momentum bestens genutzt und wieder einmal ein super Album aufgenommen. Gratuliere,
klare Kaufempfehlung. Fünf Punkte sind Minimum!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Meisterwerk, aber immerhin sehr solide, 12. September 2012
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Rezension bezieht sich auf: Momentum (Audio CD)
Nachdem ich Neal Morse letztes Opus Testimony 2 (klare 5 Sterne) ausgezeichnet fand waren meine Erwartungen an Momentum hoch. Diese wurden nicht ganz erfüllt. Der letzte Track World Without End ist mit seinen 33 Minuten das herausragende Stück mit eingängigen Melodien, viel Bombast, tollen Soli und supertrockenen Bassfiguren (ähnlich Whirlwind von Transatlantic). Der Opener Momentum ist auch ganz ok, dann folgt das mehrstimmig gesungene Thougts part 5 (so wie auf vielen Morse-Alben...), dann eine Ballade, eine Rocker und noch Freak. Insgesamt mit Ausnahme des Schluss-Tracks viel Pop-Rock und wenig Prog.
Ich habe viel Respekt vor dem Handwerk von Neal Morse und dem Können seiner Mitmusiker. Das meiste auf dem Album ist aber irgendwo in früheren Jahren schon mal besser da gewesen. Neu ist eigentlich nichts. Das Album könnte eben so gut eine nachträgliche Veröffentlichung von Stücken der letzten 10 Jahre sein (ist es natürlich nicht!). Wer noch mehr braucht, wird also bestens bedient. Einsteigern empfehle ich doch eher die Testimony-Werke.
Fazit: Solide, aber kein Meisterwerk.
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Momentum
Momentum von Neal Morse (Audio CD - 2012)
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