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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein hervorragender Roman
Meine Meinung:

Charlotte Lyne hat es wieder einmal geschafft mich zu begeistern. Zwar brauchte der Roman einige Seiten um mich zu überzeugen, doch das ist ihm, ab ungefähr dem 2. Teil, durchaus gelungen.

Ich durfte einige Zeit in einer längst vergangenen Welt wandeln, gespickt mit einigen historischen Begebenheiten, durch die man dann...
Vor 2 Monaten von Kleine_Buecherinsel veröffentlicht

versus
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr gut, aber mit Störfaktoren
Ich werde jetzt nicht wiederholen, was in dem Buch passiert, in welcher Zeit die Geschichte spielt usw, denn die Leser sollen sich unbedingt selbst ein Bild dieses Romans machen.

Zu allererst möchte ich die Störfaktoren anmerken:

Der Prolog war durchaus fesselnd - und wie es sich gehört - mit kleinen Lücken versehen, damit der...
Vor 11 Monaten von Claudia Kalina-Wunsch veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein hervorragender Roman, 1. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Kains Erben: Historischer Roman (Taschenbuch)
Meine Meinung:

Charlotte Lyne hat es wieder einmal geschafft mich zu begeistern. Zwar brauchte der Roman einige Seiten um mich zu überzeugen, doch das ist ihm, ab ungefähr dem 2. Teil, durchaus gelungen.

Ich durfte einige Zeit in einer längst vergangenen Welt wandeln, gespickt mit einigen historischen Begebenheiten, durch die man dann noch einen kleinen Einblick in die Geschichte Englands und der Ilse of Wight bekommt. Dabei muss ich auch das umfangreiche Glossar erwähnen und auch die letzten Worte der Autorin zum Buch. Gerade bei solch komplexen historischen Romanen für mich einerseits eine Bereicherung, auf der anderen Seite aber auch eine Erleichterung. Denn vieles hat man dann doch nicht auf dem Schirm.

Die Geschichte fängt mit einem brutalen und feigen Überfall auf die spielenden Kinder an. Über die Motive wird noch kein Wort verloren und der Leser tappt im Dunkeln. So nach und nach kommt man dem Geheimnis auf die Spur und wird mit wichtigen Informationen "gefüttert".
Die verschiedenen Erzählstränge geben dabei einen rund um Blick, doch es war nicht so, als hätte ich mich dann als Leser überfordert gefühlt.

Wieder absolut herausragend sind die Protagonisten die Charlotte Lyne geschaffen hat. Ich verliebe mich jedes Mal auf's Neue in meine liebsten Protagonisten und zetere jedes Mal, über die, die ich nicht so mag. Sie sind klar gezeichnet und jeder für sich ist Einzigartig. Sie machen das Buch lebendig. Die Beschreibungen der Handlungsorte runden das Bild dann komplett ab.

Der Schreibstil ist ebenso zum verlieben. Zwar plätscherte das Buch am Anfang ein wenig, doch es kommt der Punkt, so nach 100/150 Seiten, da kann man es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Je weiter man in die Geschichte eindringt, je mehr man erfährt, um so mehr nimmt sie einen auch gefangen.

Fazit:

Ein hervorragender historischer Roman über England im 13. Jahrhundert und die Geschichter der Ilse of Wight. Charlotte Lyne hat diese Welt wieder lebendig gemacht.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Amseln, Schafen und Eisbären, 7. Dezember 2012
Die britischen Inseln am Ende des 13. Jahrhunderts: Ganz England hört auf das Kommando von König Edward. Ganz England? Nein, im äußersten Süden, auf der Isle of Wight, herrscht die Gräfin Isabel de Fortibus auf ihrer mächtigen Burg Carisbrooke wie eine kleine Königin.
Zu ihren Untertanen gehört auch das Findelkind Amicia, ein Mädchen, das es eigentlich gar nicht gibt - zum einen, weil sie unter Mönchen aufwächst, zum anderen, weil sie ihr Gedächtnis verloren hat. Bis der König der streitbaren Gräfin seinen unsympathischen Steuereintreiber auf den Hals jagt und Amicia langsam herausfindet, dass sie doch eine Vergangenheit hat.

"Kains Erben" erzählt viele Geschichten: Erstens natürlich eine - sehr schöne - Liebesgeschichte, zweitens eine - wirklich schreckliche - Familiengeschichte, drittens die - wohl fast wahre - Geschichte einer unabhängigen Frau zu Zeiten, in denen Frauen selten unabhängig sein durften, viertens die - fast vergessene - Geschichte der Judenvertreibung aus England und fünftens die zahlreichen Geschichten größerer und kleinerer Nebenfiguren. Dementsprechend gibt es auch unterschiedliche Erzählperspektiven, die an jedem Kapitelanfang mit einer liebevollen Illustration eingeleitet werden. So steht die Silhouette einer Burg für Isabel, eine Amsel für Amicia und ein kleines Schäfchen für das etwas größere Schaf Magdalene, eine äußerst liebenswerte Nebendarstellerin.

Der Roman wirkt ein wenig milder als die Vorgänger Das Haus Gottes oder Glencoe: Historischer Roman: Die Ausdrucksweise ist seltener derb, die Figuren scheinen nicht ganz so wild entschlossen, unglücklich zu sein, die Liebesgeschichte nimmt einen sehr großen Raum ein - nur das Wetter und die Grundstimmung sind unverändert düster. Macht aber nichts, denn "Kains Erben" ist wie alle Romane von Charlotte Lyne in einer wunderschönen Sprache voller Bilder und Emotionen geschrieben, die eine ferne Zeit heraufbeschwört und alle Beteiligten in glaubwürdige Persönlichkeiten mit Tiefe und Charakter verwandelt. Selbst die Tatsache, dass Amsel Amicia mal wieder zum heilkundigen weiblichen historischen Romanpersonal gehört, nimmt man ohne Augenverdrehen zur Kenntnis - so gut ist das Buch geschrieben. Gegen Ende zieht es sich ein bisschen, Dramatik und Theatralik nehmen ein wenig überhand, aber das ist nicht wirklich störend.

Mein Fazit: Ein ungewöhnlicher, emotionaler und lesenswerter Schmöker. Die schöne Hardcover-Ausstattung mit Karten auf den Vorsatzblättern und den schon erwähnten Illustrationen vergrößert das Lesevergnügen. Ein Extra-Sternchen hat Charlotte Lyne übrigens verdient, weil sie ein Herz für Eisbären hat sowie äußerst vernünftige Ansichten darüber, was Tiere in Danksagungen zu suchen haben.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Historischer Roman der Spitzenklasse!, 27. November 2012
7…8…9…10
Der Tag an dem die kleine Amica ihre Erinnerung verlor war eigentlich ein schöner Tag – Bis zu dem Moment des grausamen Überfalls als ihr Bruder Abel fiel.

Jahre nach dem schrecklichen Überfall lebt Amica in einer klösterlichen Gemeinschaft in Quarr Abbey – Immer noch ohne fast jede Erinnerung an was damals geschehen ist.
Ihr ruhiges Leben verändert sich als der Ritter Matthew und seine treuen Gefährten auftauchen. Gemeinsam mit den neuen Freunden begibt sich Amica auf eine abenteurliche und gefährliche Reise. Während immer neue Erinnerungsfetzen aus der Vergangeheit auftauchen entfacht eine Liebe die einiges überstehen muss. Die junge Amica muss lernen was Vertrauen und verzeihen heißt und als sich die letzten Erinnerungsstücke aus der Vergangeheit zusammenfügen, weiß Amica was richtig für sie ist.

Charlotte Lyne schrieb mit ihrem historischen Roman „Kains Erben“ meiner Meinung nach ein absolutes Spitzenbuch. Hinreißend erzählt mit viel Liebe zum Detail und vielen wundervollen Protagonisten nimmt die Autorin den Leser mit in das Jahr 1182 nach England auf ein Abendteuer das man nicht mehr vergisst. „Kains Erben“ war mein erster Roman von Charlotte Lyne - Wird aber definitv nicht mein letzes Buch von ihr bleiben.
Das zweite Buch dass mich dieses Jahr absolut von den Socken reißt und sich daher einen wohlverdienten Platz auf meiner Lieblingsbücherlsite sichert.
Vielen Dank auch nochmal an „Charlie“ die unsere Leserunde mit viel Angagement begleitet hat!
Auf jedenfall empfehlenswert! Daumen hoch und 5 leuchtende Sterne von mir!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindringlich, gefühlvoll und wortgewaltig, 21. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Kains Erben: Historischer Roman (Kindle Edition)
1280, unter Herrschaft Edwards I, war das Leben in England hart. Krieg an mehreren Fronten und ein geplanter Kreuzzug verschlangen Unmengen an Geld. Das Volk musste dafür bluten. Juden wurden verfolgt und unterdrückt, um an ihre Finanzen zu kommen. Auch die wohlhabende Isle of White weckte Begehrlichkeiten, unabhängig und nur von einer Frau regiert.
Amicia, genannt die Amsel, ist ein Mädchen, das es nicht geben durfte.
Ein Findelkind, aufgewachsen an einem Fürstenhof, obwohl niemand weiß woher sie kommt. Nach einem Überfall hat sie ihr Gedächtnis verloren und lebt in einer Gemeinschaft von Zisterziensern, obwohl Frauen dort nicht geduldet werden. Auch das durfte es nicht geben.
Ungewollt gerät sie zwischen die Fronten unterschiedlicher Interessen und wird zum Spielball. Kommt aber auch dem Rätsel ihrer Herkunft auf die Spur und findet die Liebe, eine alte und eine neue...

In unglaublicher Sprache, wunderschön und sehr gefühlvoll, gespickt mit einer Fülle historischer Details, erzählt Charlotte Lyne Amicias Geschichte. Man lernt alle Seiten kennen: das einfache Volk, Juden, Kirche, Fürsten, Ritter und auch Schurken. Anfangs muss man schon ein wenig durchhalten, bis man die Zusammenhänge erkennt. Aber selbst, wenn man zunächst den roten Faden sucht, macht es einfach Spaß, dieses Buch zu lesen. Hier werden Gefühle jeder Art so geschildert, dass sie direkt unter die Haut gehen.

Ein paar Ungereimtheiten gibt es schon gelegentlich. Dafür würde ich bei jedem anderen Buch einen Stern abziehen. Hier nicht. Es war einfach zu schön!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 4 1/2 * Das Geheimnis der Amsel!, 17. November 2012
„Von deinen Lippen, meine Braut, träufelt Honigseim. Honig und Milch sind unter deiner Zunge.“
S.62

Das COVER gefällt mir gut. Ein mystisches Amulett mit, einen in Gold eingefassten Bernstein (welcher auch in der Geschichte vorkommt) auf dunkelgrünen Hintergrund. Die Schrift ist gut gewählt und die Ecken des Buches sind schön mit Herbstblättern verziert. Passend für einen historischen Roman. Im inneren des Buches ist eine farbige Landkarte vorhanden.

INAHLT: England, Ende des 13. Jahrhunderts. Ein entsetzliches Erlebnis raubt der kleinen Amicia die Heimat, die Burg Carisbrooke auf der Isle of Wight. Einsam, verfolgt von Schreckensbildern und ohne Wissen um ihre Herkunft wächst sie unter der Obhut der Mönche von Quarr Abbey auf. Als die Mönche Amicia mit der Pflege eines verletzten Ritters betrauen, schleichen sich neue Bilder in ihre Träume: zwei eiskalte Augen, Szenen eines Massakers, ein nicht enden wollender Schrei. Ohne dass Amicia weiß, warum, ist ihr der Fremde unheimlich. Sie versteht nicht, warum der Abt sie mit ihm wegschickt, nachdem er genesen ist. Eine gefährliche Reise beginnt ...

Die junge Hure Magdalene schließt sich Herrn Matthew de Camoys, einem Steuereintreiber, an. Sie liebt ihn, aber er lässt sich nicht auf eine Beziehung ein, nimmt sie aber mit und erspart ihr so ein weiteres Leben als Hure. Sie gelangen nach Quarr Abbey, wo Matthew von einem Fremden schwer verwundet wird.
Amicia lebt seit einem schrecklichen Ereignis in ihrer Kindheit bei den Mönchen. Sie erinnert sich nicht mehr daran, was damals geschehen ist und will es auch nicht, aber immer wieder suchen sie Visionen heim. Als Matthew in Quarr Abbey auftaucht ist er ihr auf Anhieb unsympathisch. Aber ausgerechnet sie bekommt den Auftrag ihn gesund zu pflegen und alsbald mit ihm die Mönche zu verlassen um nach Yorkshire zu reisen, wo sie sicherer ist. Doch wovor sie flüchten muss, verrät ihr der Abt nicht.
Magdalene trifft auf Timothy und beginnt eine Affäre mit ihm. Er verliebt sich in sie, auch wenn ihre Liebe immer noch Herrn Matthew gilt und ist bereit sein Gelöbnis für sie zu brechen und sie zu ehelichen. Auch Amicia und Matthew kommen sich immer näher und ihre Gefühle füreinander erstarken.

Weitere Hauptcharaktere finden sich unter anderen in Vyves, einem Juden, der aus seiner Heimat vertrieben wird. Er möchte heiraten, glaubt aber nicht wohlhabend genug zu sein. Und eigentlich ist er an jemand anderen gebunden.
Isabel Redvers ist die Herrin von Isle of Wight, doch der König will ihr die Insel streitig machen. Adam de Stratton ist ihr Geliebter und ein Kleriker von teuflischer Schönheit, dem nachgesagt wird, diese durch ketzerische Lehren zu erhalten. Auch er hat seine Geheimnisse und möchte de Camoys tot sehen.
Cyprian ist ein skrupelloser Mann, der bereit ist über Leichen zu gehen um die Ehre seiner Familie wieder herzustellen. Er hat den Auftrag Amicia zu finden. Und er hasst niemanden mehr als Adam de Stratton.
Auch die Nebencharaktere wie Prior Francis und Abt Randulph tauchen immer wieder in der Geschichte auf und tragen zum Verlauf der Handlung bei.

Beim Prolog fällt der Einstieg noch etwas schwer, aber dann kommt man schnell in die Story rein. Der Schreibstil liest sich flüssig und die Beschreibungen sind sehr schön, wie: (...), und immer wieder schüttete die Sonne ihr Gold zwischen die Zweige, dass es schwer wie Honig daran heruntertropfte. S.28
Das Buch ist in fünf Teile untergliedert, bei jedem Abschnitt steht eine Benedikts Regel und an jedem Kapitelanfang befindet sich eine kleine Abbildung (passend zu den Charakteren in den Kapiteln).
Die Geschichte baut sich langsam auf, ist aber spannend. Die Charaktere sind authentisch und interessant. Typisch für historische Romane ziehen sich auch hier mehrere Handlungsfäden hindurch und führen am Ende zusammen zu einer gelungenen Auflösung. Die Verstrickungen sind fesselnd und das Buch hat auch einige unerwartete Wendungen. Alles in allem ein lesenswerter Roman!

FAZIT: Ein gut durchstrukturierter historischer Roman mit interessanten Charakteren und flüssigem Schreibstil. Man merkt, dass die Autorin recherchiert hat. Sogar vor Ort auf Schloss Carisbrooke, sowie in den Abteien Quarr Abbey und Fountains.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Süffig und wortgewaltig, 13. November 2012
Früher hätte man so einen Roman wie Kains Erben vielleicht süffig genannt. Weil er alles enthält, was man für ein spannendes Buch braucht. Liebe und Leid, Hass und Neid, einige Helden und Heldinnen, mindestens einen großen dunklen Bösewicht und eine fein gestrickte Geschichte, voller Geheimnisse und Rätsel. Eingebettet ist dies alles in eine Art Road-Movie in der eine Gruppe Menschen nicht nur von A nach B kommen und dabei überleben muss sondern in der sie auch durch alle Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens gehen müssen.
Hervorzuheben sind dabei die Wortgewalt der Autorin, ihr Gespür für Nuancen und sprachliche Feinheiten, dazu eine große Prise gute Recherche und das gute Händchen, dass am Ende alle Fäden schlüssig und straff zusammenführen und der Leser danach das Buch zufrieden zuklappt und überlegt, wem er es als erstes empfehlen und ans Herz legen wird.
Mir hat Kains Erben ein paar sehr schöne Lesestunden beschert und ich kann es uneingeschränkt zum Genuss empfehlen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose historische Unterhaltung, 11. November 2012
Das Torhaus von England, die Isle of Wight im 13. Jahrhundert: Amicia, Amsel genannt, wächst unter Laienbrüdern im Zisterzienserkloster auf. Ein Mädchen unter Mönchen - sehr ungewöhnlich ist das. Sehr ungewöhnlich ist Amicias ganzes Leben, ihre Vergangenheit, von der sie kaum noch etwas weiß, wie auch ihre Gegenwart.
Im Alter von acht Jahren bricht ihre bis dahin so glückliche und behütete Welt zusammen, ihr Bruder wird ermordet, sie selbst aus einem schicksalträchtigen Spiel, der Hochzeit mit ihrem jüdischen Freund Vyves, gerissen und in einem Sack ins Kloster geschleppt.
Davon weiß sie nichts mehr, nur manchmal erwacht Amicia schweißgebadet und mit klopfendem Herzen aus dunklen Träumen. Unterschwellig begleitet sie immer die Angst und ein tiefes Misstrauen durch ihr ruhiges Leben im Schutz der Klostermauern - eine Ruhe, die gestört wird, als ein reisender Ritter, der mit seiner Begleitung Obdach im Kloster gesucht hat, schwerst verletzt wird und monatelang von Amicia gesund gepflegt werden muss. Widerstrebend verrichtet sie diese Arbeit und Pflege am unnahbaren und ruppigen Ritter, doch allmählich entsteht zwischen den beiden eine Verbindung.
Als der Ritter wieder genesen ist, schickt der Abt des Zisterzienserklosters Amicia mit ihm auf die Reise nach Yorkshire, um sie dort in einem neugegründeten Nonnenkloster unterzubringen, wo sie sicher ist. Denn Amicia schwebt in tödlicher Gefahr.... Die lange Reise bringt nach und nach die Ereignisse der Vergangenheit zutage - und tiefe Gefühle.

Charlotte Lyne erzählt in "Kains Erben" eine kunstvoll konstruierte Geschichte, in der die Vergangenheit eng mit der Gegenwart verwoben Schuld mit Treue, Liebe mit Hass. Spannend ist das Buch von den ersten Seiten an bis zum allerletzten Kapitel, gut erzählt und wunderbar verwickelt. In jedem der Kapitel wird aus der Sicht einer anderen Figur berichtet, was sich die Geschichte und die Zusammenhänge nur langsam entfalten lässt und auf den Leser eine wirklich starke Sogwirkung ausübt - das Phänomen "nur noch schnell das eine Kapitel..." lässt grüßen.
Charlotte Lynes Figuren sind, und das betrifft sowohl die Protagonisten wie auch die Nebenfiguren, liebevoll und authentisch gezeichnet, immer ein wenig gebrochen und dadurch umso interessanter. Einige von ihnen habe ich im Laufe der Geschichte richtig ins Herz geschlossen.
Was mir besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass in "Kains Erben" so viele mittelalterliche Lebenswirklichkeiten versammelt sind und gleichberechtigt ihre Rolle spielen - die Sphäre des Adels, die Lebenswelt der Juden, das Klosterleben. Es treten Ritter und Herrscher ebenso auf wie Diener, Huren, Mönche, Nonnen und Schankwirte - und das nicht in strenger, vielleicht gar wertender Hierarchie, sondern gleichberechtigt als Menschen.

Neben einer wirklich guten Geschichte, der faszinierenden Welt des englischen Mittelalters und gut recherchierter historischen Fakten, neben starken und plastischen Figuren und einer fesselnden Erzählweise bietet der Roman dem Leser auch auf der rein "technischen" Seite viele Vorzüge: eine komfortable Ausstattung, sehr wertig gestaltet mit einem goldenen Einband und einem wirklich gelungenen Umschlag, ein Lesebändchen, das ich bei dicken Büchern immer sehr schätze, bietet "Kains Erben" ein Glossar, ein Nachwort der Autorin und historische Karten.
Das gefällt mir. Sehr gut sogar.

Für diesen historischen Roman vergebe ich die vollen fünf Sterne und ich freue mich auf weitere Bücher von Charlotte Lyne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anspruchsvolle Zeitreise mit einer Liebesgeschichte, die mich an Romeo und Julia denken lässt, 17. Januar 2014
Der Titel "Kains Erben" lässt es vermuten, dass es bei der Geschichte um Mord in der Familie geht, vielleicht sogar Brudermord und so bin ich ganz ohne Erwartungen in Lynes Welt eingetreten, denn ich lese nur selten über Morde und noch seltener historische Romane. Die Kombination der beiden erschien mir jedoch reizvoll, vor allem, weil ich das, was ich bisher von Charlotte Lyne gelesen habe, sehr mag.

Die historische Ausgestaltung der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Charlotte Lyne schafft es, dass der Leser im Mittelalter "ist" und nicht das Gefühl hat, eine Abenteuerstory zu lesen, die man ambientehalber einige hundert Jahre vordatiert hat. Dazu gehört, dass die Personen zeitgemäß handeln und denken, so weit ich das beurteilen kann, auch wenn man sich als moderner Mensch deswegen manchmal an die Stirn fassen muss, vor Unverständnis der Gepflogenheiten und Ansichten.

Obwohl mir die Geschichte wirklich sehr gut gefallen hat, habe ich einen winzigen Kritikpunkt. Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrem Personenkarussel und Intrigenspiel so zu verwirren, dass ich am Ende, endlich bei der lang ersehnten Aufklärung angekommen, immer noch das Gefühl hatte, nicht vollständig verstanden zu haben, was wer aus welchen Grund getan hat... Das waren für mein armes Hirn einfach zu viele Geheimnisse, Verschleierungen, Selbstbetrug und unerklärliche Schuldgefühle hier und dort und das noch über zwei Generationen hinweg. Und wer ist schuld an dem ganzen Schlamassel? Eine außergewöhnliche Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand genommen hat! Oder zwei Männer, die in ihrem Kampf um diese Frau und ihr Erbe, nicht davor zurückschreckten, unschuldige Kinder zu opfern!

Auf der anderen Seite hat mich diese Geheimniskrämerei allerdings regelrecht durch die Geschichte gesogen, weil ich unbedingt Aufklärung wollte. Ungewöhnlich war die lange Ungewissheit, ob sich die beiden Liebenden jetzt "bekommen" oder nicht. Für mich war bis in die letzten Seiten offen, für wen und ob sich Amicia für einen ihrer beiden Freunde entscheidet und das fand ich sehr gut und sich wohltuend abhebend von vielen Geschichten, die ich schon gelesen habe, wo das von Anfang an klar und nur eine Frage der Zeit ist. Im Nachwort verliert die Autorin noch einige sehr interessante Worte zur ihren historischen Figuren Isabel de Fortibus und Adam de Stratton. Ich muss sagen, dass es für mich mit ein großer Reiz dieses Buches ist, dass es die Protagonisten wirklich gegeben hat und dass sie Lyne für uns so dreidimensional wieder zum Leben erweckt hat.

Ich muss, nein ich möchte also eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen, aber mit einem kleinen Warnhinweis. Wie bei allen Lyne-Büchern, die ich bisher gelesen habe, kann man "Kains Erben" nicht gut nebenbei über einen längeren Zeitraum lesen, sondern sollte es aufmerksam und zusammenhängend geniesen, weil man sonst Gefahr läuft, den Faden zu verlieren.
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5.0 von 5 Sternen Schöner Schmöker, 3. August 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kains Erben: Historischer Roman (Kindle Edition)
Ein Buch, das ich sehr mochte. Die Figuren wuchsen mir ans Herz, vor allem das Geplänkel des Heldenpaares ist ganz reizend und sorgt dafür, dass man den beiden nur das Beste wünscht. Dass das in einem solchen Roman nicht funktioniert, ist klar. Kaum wähnt man sich in Sicherheit, genießt den Frieden und die Liebe und denkt sich wie die Reisegfährten: Hach, ich könnte ewig so durch die Gegend ziehen!, schon wird einem das Drama um die Ohren gehauen, dass es nur so scheppert. Das Bangen und Zittern kommt also nicht zu kurz, wird des Öfteren im Kopf mit einem "Oh Gott" oder "Auweia" oder "das kann sie doch nicht tun" kommentiert, ehe die Wogen sich wieder glätten und einen sanft dahintreiben lassen, direkt in den nächsten Sturm hinein. Der Held ist ein echter "Tortured Hero" und darf im Überfluss tun, was Tortured Heros eben so machen: Leiden und gut dabei aussehen. Die Heldin ist sympathisch, die Nebenfiguren (vor allem die Reisegefährten) sind ganz wunderbar gelungen. Timothys Tatzelwurm hat sich vermutlich bis in alle Ewigkeit in mein Gehirn eingebrannt *hust* Nur im letzten Drittel passierte es, dass ich die eine oder andere Seite überblätterte, um in der Handlung voranzukommen. Das Schicksal der Helden wog dann doch schwerer als die Demonstration zweifellos perfekter Recherche. Trotzdem sind diese klitzekleinen Längen, die vielleicht auch nur in meinem persönlichen Empfinden existieren, kein Grund für einen Sternabzug.

Danke für diese spannende Reise!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Must Have unter den historischen Romanen, 5. Dezember 2012
Kains Erben entführt den Leser auf die englische Isle of Wight, die gerade um ihre Unabhängigkeit kämpft. Man wird direkt ins Geschehen geworfen und steckt schon mitten in der Geschichte, bevor man den Prolog überhaupt beendet hat. Charlotte Lyne schreibt anschaulich, aber nicht ausschweifend, was mir sehr gut gefallt. Der Stil ist angenehm und flüssig, so dass man sich wunderbar von der Handlung fesseln lassen kann. Ich konnte mich kaum losreißen, nachdem ich das Buch begonnen hatte.

Die Charaktere in Kains Erben sind durchweg komplex gestaltet und sehr authentisch. Jeder Charakter ist unverwechselbar und man kann alle Beweggründe der Personen völlig nachvollziehen. So ist auch niemand wirklich böse oder nur gut, was insgesamt für viel Abwechslung sorgt. Die Dialoge zwischen den Figuren sind ebenso unterschiedlich und total liebevoll herausgearbeitet. Man merkt beispielsweise immer, wenn sich zwei Figuren unterschwellig nicht mögen. Eine Liebesgeschichte fügt sich ebenfalls perfekt in die Geschichte ein und erhöht nur die Spannung. Aufgelöst wird die Handlung erst ganz am Schluss, dafür aber auch umfassend. Ich konnte nicht vorhersehen, was im Endeffekt hinter Allem steckt und war mehrfach überrascht. Ab und an kann man auch eine Träne vergießen.

Gekonnt schreibt die Autorin auch über die damaligen Verhältnisse. Es wird nichts beschönt, sondern so dargestellt wie es damals tatsächlich wahr. Ein Beispiel, das mich persönlich sehr berührt hat, war die Geschichte von Vyves. Vyves und seine Familie sind Juden und dem englischen Gesetz völlig ausgeliefert Sie werden aus ihrem haus vertrieben, müssen mit vielen Einschränkungen leben und werden sofort für Verbrechen verantwortlich gemacht. Ich habe nicht damit gerechnet, dass Kains Erben so realistisch ist. Charlotte Lyne hat scheinbar ein Händchen für die Mischung von Fiktion und historischen Fakten, denn neben der Darstellung der Situation der Juden wurden historisch belegte Persönlichkeiten in die Handlung eingebunden, wodurch das komplette Buch noch einmal realer wirkt.

Besonders gelungen finde ich die hübsche Illustration des Buches. Zu Beginn eines Kapitels werden jeweils kleine Bilder zu der jeweiligen Perspektive dargestellt. Jedesmal wenn beispielsweise Amicia erzählt, ziert die Zeichnung einer Amsel den Kapitelbeginn. Außerdem finden sich vorne und hinten im Buch Karten, auf denen man die Handlungsorte besser nachvollziehen kann. Auch ein Glossar fehlt nicht, auch wenn ich das nicht einmal nutzen musste, um der Handlung zu folgen. Zuletzt möchte ich das Cover noch erwähnen, das sehr klug gewählt wurde. Der Anhänger hat einen Bezug zur Geschichte und ist bei realer Betrachtung noch viel schöner, als auf dem Bild.

Bewertung
Charlotte Lyne habe ich vor Kains Erben noch nicht gekannt. Jetzt bleibt sie mir auf jeden Fall im Gedächtnis. Mir gefiel nicht nur der sehr harmonische, lebendige Stil, sondern vor allem auch das Setting des Buches. Es gibt immer wieder spannende Wendungen und dazu einen intensiv recherchierten Einblick in das historische England. Die Gestaltung des Buches wirkt sehr liebevoll und detailreich, wodurch das Buch einen hochwertigen Eindruck macht. Für alle Liebhaber von historischen Romanen meiner Meinung nach ein MUST HAVE.
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Kains Erben: Historischer Roman
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