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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Witzig, offen, nachdenklich...
Lange haben wir Neil-Young-Fans auf dieses Buch gewartet.
Ich bin nicht enttäuscht worden. Es liest sich hervorragend - von einigen holprigen Übersetzungen abgesehen, die auch andere Rezensenten schon moniert hatten. Besonders beeindruckt hat mich die Offenheit, mit der dieser herausragende Künstler über sein Leben, seine Fehler, Familie und...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2012 von Leserleser

versus
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Buch für die "von Neil Young Getöteten"
Neil Young's ersten Versuch, sich literarisch mit seinem Leben auseinander zu setzen, muss man nicht gelesen haben. Wer sich für die Lebensgeschichte und die Musik dieses herausragenden Musikers oberflächlich interessiert, sollte besser zu einer der vielen Biographien greifen, die bereits über Neil Young erschienen sind.
In einfacher Sprache schildert...
Vor 24 Monaten von Helmut Blomenkemper veröffentlicht


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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Witzig, offen, nachdenklich..., 12. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lange haben wir Neil-Young-Fans auf dieses Buch gewartet.
Ich bin nicht enttäuscht worden. Es liest sich hervorragend - von einigen holprigen Übersetzungen abgesehen, die auch andere Rezensenten schon moniert hatten. Besonders beeindruckt hat mich die Offenheit, mit der dieser herausragende Künstler über sein Leben, seine Fehler, Familie und Freunde spricht. Da will einer in seinem Leben aufräumen, ohne auf Rachefeldzug zu gehen. Die sonst üblichen Attitüden andere Autobiografien: Eitelkeit und der Wunsch, anderen Menschen noch eins auszuwischen, fehlt hier zur Gänze. Statt dessen erfährt man viel über Modelleisenbahnen, alte Autos, seine Projekte "LincVolt" und "PureTone", die fragile Gesundheit seiner Frau, seiner Kinder und von ihm selbst. Viel erzählt er über seine Wegbegleiter; Menschen, die ihm zur Seite standen, die ihn beeinflußt haben, die er bewundert hat. Viele davon sind in den letzten Jahren gestorben; dies unterstreicht die Idee, aufzuräumen mit dem Leben, bevor es zu spät ist.
Aber über allem steht, natürlich, die Musik. Und wer die Musik Neil Youngs mag, schätzt und liebt, und zwar mehr als "Harvest" und "After the Gold Rush", sollte dieses Buch unbedingt lesen!
Ich werde mir es aber auf jeden Fall noch im Original besorgen und lesen...
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Buch für die "von Neil Young Getöteten", 2. November 2012
Neil Young's ersten Versuch, sich literarisch mit seinem Leben auseinander zu setzen, muss man nicht gelesen haben. Wer sich für die Lebensgeschichte und die Musik dieses herausragenden Musikers oberflächlich interessiert, sollte besser zu einer der vielen Biographien greifen, die bereits über Neil Young erschienen sind.
In einfacher Sprache schildert Neil Young in seinem Buch Episoden aus seinem Leben, Nebensächlichkeiten und Belanglosigkeiten ebenso wie wichtige und interessante Details seiner inzwischen 66-jährigen Lebensgeschichte. Dabei springt er sowohl im Zeitverlauf als auch hinsichtlich der Inhalte ständig hin und her und versäumt es dabei nicht, immer wieder Dank an die Musiker und Weggefährten zu verteilen, die ihn in seinem Leben begleitet haben.
Und dennoch, ich habe es nicht bereut, mich durch die fast 500 Seiten zu arbeiten. Finden sich doch immer wieder Hinweise und Episoden, die das künstlerische Werk dieses Ausnahmemusikers verständlicher machen. Es ist ein Buch für all jene, die möglichst Alles lesen wollen, was von und über Neil Young geschrieben wurde. Ist es doch bei Neil Young nicht anders als bei jedem großen Musiker. Die vielen kleinen und großen Auf und Abs des Lebens - die ganz persönliche Lebensgeschichte - bilden den Hintergrund und den Nährboden des künstlerischen Schaffens. Ich habe 1969 die erste Platte von Neil Young gehört und seitdem erfreue ich mich an seiner Musik. Nahezu alle von ihm veröffentlichte Musik findet sich als LP oder CD in meinem Musikregal. Sollte Neil Young morgen ein neues Werk auf den Musikmarkt bringen – ich würde es erwerben. Er gehört zu den Gitarristen und Song Writern, die mich faszinieren. Immer tiefer bin ich mit den Jahren in seine Musik eingedrungen. Das Buch hat mir geholfen, zu einigen seiner Platten und Kompositionen einen besseren Zugang zu finden.
So kann ich denn das Buch all jenen ans Herz legen, die eine ähnlich intensive Auseinandersetzung mit seiner Musik pflegen. Es ist ein weiteres Buch für die von Neil Young getöteten (in Anlehnung an das Buch von Navid Kermani). Ebenso würde ich jenen von einer Lektüre des Buches abraten, die nicht unbedingt von seiner Musik nur begeistert sind und sich lediglich einen Eindruck über seine Lebensgeschichte verschaffen wollen. Ich sagte es bereits – da gibt es Besseres auf dem Markt.
Eigentlich kann man diese zweischneidige abschießende Bewertung nicht in einer Note zusammenfassen – als Kompromiss möchte ich dennoch drei Sterne vergeben.
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I feel like goin' back, 28. September 2012
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Im zweiten Anlauf hat es doch noch geklappt und Neil Percival Young hat seine Autobiographie geschrieben, womit er in die Fußstapfen seines Vaters gestiegen ist, des Schriftstellers Scott Young. Den ersten Biographie-Anlauf Shakey: Neil Young's Biography und vor allem "Sixty to zero" von Johnny Rogan Neil Young: Zero to Sixty wird dieses Buch nicht ersetzen, beide Titel sind unbedingt empfehlenswert!

In "Ein Hippie-Traum" kommt erstmal der Unternehmer Neil Young zu Wort, wirbt mal wieder für Verbesserungen an den Tonträgern, für sauberere Autos und spricht über den Niedergang von Lionel, die inzwischen ihre Modelleisenbahnen nicht mehr in den USA, sondern in China produzieren. Mit seiner Begeisterung für Lionel hatte es Neil ja sogar zu einem Zitat in der TV-Serie The Sopranos gebracht.

Bald kommt das neue Album von Neil Young & Crazy Horse Psychedelic Pill. Getourt wird vorerst in Nordamerika. Ein super Weihnachtsgeschenk wäre Teil 2 der Archives, aber bislang ist nichts in Sicht. Dafür kündigt Young "Homegrown" sowie weitere Projekte, wie etwa einen Roman an und ein Buch namens "Cars & Dogs". Letzteres ist vielleicht eher als Scherz gemeint.

Warum es in diesem Buch immer wieder schwarze Seiten gibt, habe ich nicht verstanden. Schön wäre ein Lesebändchen gewesen! Ich habe sie nicht gezählt, aber bei dem geschätzten zwei Dutzend Fotos sind echte Schätze dabei! Sehr willkommen wären ein Inhaltsverzeichnis und ein Register, da Young recht sprunghaft erzählt, wird es schwer gezielt etwas nachzuschlagen! Bei den Fotos fehlt leider die Klageschrift von Geffen für den Vorwurf "nicht Neil-Young-typische Musik aufzunehmen" - das würde ich mir so gerne rahmen!

Die Mutter, die seine Musik so sehr förderte wird ebenso gelobt wie der Vater.
Zum Sterben sei er noch nicht bereit, schreibt Young. Die Demenz seines Vaters und erste Anzeichen von Veränderungen in seinem Gehirn trieben den Kanadier offenbar dazu nun endlich seine Autobiographie zu veröffentlichen. Ohne Alkohol und Gras könne er sich nun auch viel besser konzentrieren, verrät er. Geschrieben ist das Buch dennoch eher wie seine Songs: Raus damit! Nicht ewig feilen, sondern den Moment einfangen! Es gibt lobende Wort für Stephen Stills, den er als seinen Bruder bezeichnet, manchmal wird es technisch und Young schwärmt von den Freuden etwas zu erschaffen. Viele Weggefährten sind bereits verstorben, das macht ihn nachdenklich. Überraschend offen wird über den Konsum von harten Drogen gesprochen. Immer und immer wieder wird der Verlust von Briggs bedauert, ein wesentlicher Mann im Schaffen Youngs.

Die Kapitel in diesem Buch sind kurz gehalten, manche tragen eine Überschrift: Etwa Ronald Reagan oder Religion.

In ihrem Buch hatte Astrid Young geschrieben, dass der Unterschied zwischen ihr und ihrem Bruder der wäre, dass sie in der realen Welt lebe. Neil bekennt in "Waging Heavy Peace", dass er sich schon mal als Auserwählten betrachtete, der die Welt mit seinen Schöpfungen beglücken sollte. Ironie nicht erkennbar und damit auch ein guter Hinweis darauf, wie sehr einen Ruhm, Erfolg und Aufmerksamkeit dazu bringen können in eine Scheinwelt zu entgleiten.

Der Kenner findet sich in diesem Buch in den verschiedensten Songs von Neil Young wieder, wenn es um Mort geht, hört man fast schon "Long may you run" im Ohr, "Harvest" erscheint nach dieser Lektüre ebenso wie "Tonight's the night" nicht unbedingt in neuem Licht, aber die Bindung wird durch Youngs Worte noch enger.

Drei Übersetzer waren offenbar notwendig, weil das Buch nahezu zeitgleich auf Englisch und Deutsch erschienen ist. Die englische Fassung werde ich noch lesen, an der Übersetzung irritiert bislang nur der deutsche Titel. Hippie-Dream war ja bislang nur ein bissiger Song über David Crosby. In Kapitel 32, in dem zum ersten Mal Nirvana erwähnt werden, hat sich mit "Autografenjäger" eine Übersetzung eingeschlichen, die besser Autogrammjäger lauten sollte, aber wirklich schlimm ist das nicht.

Die Sprunghaftigkeit, die Neil in diesem Buch an den Tag legt, mag nicht jedem zusagen. Sicherlich ist es nicht weltbewegend zu erfahren, dass er von seiner elektrischen Zahnbürste fasziniert ist. Profanes reiht sich hier an wichtige Details aus seinem Leben. Er selbst kommentiert das durchaus selbstironisch. Ein Neil Young verweigert sich eben nicht nur bei der kommerziellen Rockmusik, sondern auch beim Bücherschreiben!

Zweifellos die Sensation für Neil Young Fans: Der Meister spricht zu uns! Unbedingt lesen!

Weitere Bücher zum Thema: die Biographie von Scott Young Neil and Me und Schwester Astrid Young Being Young.

478 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Übersetzung: Stefanie Jacobs, Michael Kellner & Hans-Ulrich Möhring, s/w-Fotos, KiWi 2012
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur passagenweise unterhaltsam, 21. Januar 2013
Von 
Doktor von Pain "Doktor der Zombiologie" (Sassenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Neil Young hatte ganz offenbar Spaß beim Schreiben dieses Buches, das merkt man beim Lesen sofort. Aber hat der Leser dadurch auch Spaß? Nicht unbedingt, wie ich finde. Doch langsam, eines nach dem anderen. Young hat in seinem Buch eher kapitelweise Anekdoten geschrieben, statt eine klassische Autobiographie zu verfassen. Das ist ja an sich nicht schlimm, wären diese Anekdoten auch durchgehend interessant. Aber mal ehrlich, es gibt kaum etwas, das mich weniger interessiert als Modelleisenbahnen; Young hingegen geht in diesem Thema offenbar völlig auf und kann seitenweise darüber schreiben. Das ist nur ein Beispiel, es gibt auch weitere Bereiche, die zur Sprache kommen und für mich ziemlich belanglos sind. In der Zeit wird dabei munter hin- und hergesprungen. Da geht es mal 20 Jahre zurück, dann 30 Jahre vor, dann wieder 10 zurück und immer so weiter. Neil Young hat jeweils das niedergeschrieben, was ihm gerade eingefallen ist, chronlologisch geordnet hat er es nicht. Auch das ist nicht weiter wild, aber irgendwie habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass der große Knaller kommt. Der bleib jedoch aus, die meisten Kapitel sind ziemlich langweilig. Nur manchmal liefern die Rückblicke das, was ich mir erhofft hatte, nämlich einen interessanten Einblick in die Welt des Rock 'n' Roll. Hätte man das Buch auf diese Kapitel gekürzt (gut, dann hätte es nur um die 100 Seiten gehabt), wäre das für mich völlig ausreichend gewesen. So quält man sich oftmals durch Belanglosigkeiten und hofft, endlich wieder zu einer spannenden Stelle zu kommen. Am Ende bleiben drei Fragen offen: Wenn Neil Young tatsächlich mit dem Kiffen aufgehört hat, darf er sich dann wirklich noch einen Hippie nennen? Wäre dieses Buch interessanter geworden, wenn er noch Marihuana und Alkohol konsumiert hätte? Und sollten Hippies überhaupt Bücher schreiben dürfen? Wir werden es wohl nie erfahren.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Radio der von Neil Young Getoeteten meint: Endlich!, 26. September 2012
Von 
J. Mueller "Lautsprecher" (Potsdam, Osten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Darauf haben wir gewartet. Endlich liegt „Waging Heavy Peace“ auf Deutsch vor. Heißt aber nur „Ein Hippie Traum“. War wohl zu schwierig zu übersetzen.

Neil Youngs Autobiographie ist eher so eine Art lockeres Tagebuch. Ganz easy und gut zu lesen. Manche Kapitel starten mit „Jetzt muss ich Euch erzählen, was gestern bei dem Treffen im Feelgoods passiert ist“. Neil Young schreibt auf, was ihm im Kopf rumgeht und was er so macht. Man erfährt viel. Wo er schreibt und wann, über was und warum. Wie es auf seiner Ranch zugeht. Wen er trifft und woran er gerade arbeitet. Und er benutzt das für Rückblenden. So erfahren wir genauso alles über seine LincVolt Mission als auch über seine Kinderlähmung als Fünfjähriger.

Dazwischen Selbstreflektionen, über den Grund Musik zu machen, über seine Besessenheit, Autos und Eisenbahnmodelle zu sammeln usw.. Er analysiert sich selbst, ist sein eigener Beobachter und Kritiker. Und das Buch macht Spaß, nicht nur für Neil Young Verehrer. Dass es sich ein-, zweimal wie ein Fanal, wie eine Flugblatt liest macht seine Ideen (und das Buch) eher noch kurzweiliger. Neil Young war und ist ein Weltverbesserer.

Waging Heavy Peace ist ehrlich und nicht geschönt. Wer Neil Youngs geradlinige Art Musik zu machen liebt, der wird von diesem ebenso geradlinigen Buch begeistert sein.

Das „Radio der von Neil Young Getoeteten“ [...] verlost 3 Exemplare des Buches. Muss man aber unsere Rezension hören.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da bleibe ich lieber bei Neils Musik..., 28. Januar 2013
Schade. Statt Musik-Geschichte(n) ein wirres Sammelsurium von Gedanken über Gott und die Welt. Aber wenn ich Lebenshilfe brauche, lese ich den Dalai Lama. Dass Neil Young auch mal schräg sein kann, weiß man als Young- und Crazy Horse-Kenner. Aber bei seinem Buch fühle ich mich einfach nur "Helpless".
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nur für Hardcore Fans geeignet!, 5. Februar 2013
Für Neil Young Hardcore Fans empfehlenswert! Gemäß dem Recording-Motto von Neil Young: alle Spuren pur und ohne Mischpult direkt in die Bandmaschine! Leider ist genau dies das Problem des Buches!
Mit hoher Erwartung liest man die ersten 100 Seiten und ein Gefühl von Insiderwissen und Intimität macht sich breit. Schließlich „kennt“ ja der Leser als eingefleischter CSN&Y Fan die kalifornischen Rock`n Roll und Hippie Community seit 40 Jahren!
Das Buch hat offenbar der Meister allein geschrieben. Und man spürt das. Erfrischende Ehrlichkeit und Spontanität wechseln sich ab. Vor nichts wird halt gemacht: Probleme, Ängste, Ehen, seine behinderten Kinder, die verstorbenen Freunde und langjährigen Wegbegleiter (die dem Fan natürlich alle namentlich von den Platten-Covern bekannt sind), seine Sammlerleidenschaft, sein PureTone Projekt, seine Autos, sein Gras rauchen etc.. Positiv, dass er alles in kurze Kapitel eingeteilt hat.
Und genau diese Spontanität ist das Problem des Buches!
Denn bereits nach 3 Kapiteln scheint er zu vergessen, was er in den vergangenen geschrieben hat. Alles wiederholt sich! Mit einer Regelmäßigkeit ist er in den 70-igern, dann geht`s zurück in die 60-iger und dann wieder in die 80-iger. Man erfährt Erlebtes mit der ersten, zweiten, dritten Lebensgefährtin, dann geht`s wieder zurück zur ersten usw.. Ab Mitte des Buches hat man die Hoffnung dass mal was Neues kommt, aber man beginnt immer mehr Zeilen zu überfliegen. Die Wiederholungen wollen einfach nicht aufhören. Selbst für den verständnisvollsten Fan stellt sich mühseliges Lesen ein.
Hinzu kommt, dass das Buch ausschliesslich die anfänglichen Jahre von Buffallo Springfield an bis in die 70-iger, teilweise 80-iger behandelt. Wichtige Jahre und Ereignisse mit z.B. CSN fehlen vollständig.
Die Überarbeitung durch einen Ghostwriter hätte dem Werk zu mehr Professionalität, Tiefe und Glaubwürdigkeit verholfen. Vielleicht hätte ja Neil auch sein Manuskript vorab mal einem Kollegen zum Lesen geben sollen! Vielleicht ist aber auch der hier beschriebene Eindruck auch nur der eines verklärten Fans.
Lassen wir es dahingestellt, ob die direkte Abnahme vom Verstärker die beste Lösung ist. Sein musikalisches Lebenswerk bleibt einmalig.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich!, 18. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich! Sein Leben, sein Schaffen, seine Familie, seine Freunde, seine Bands. Seine Autos, Gitarren und seine Amps. Wie seine Songs entstanden sind und wo er sie aufgenommen hat. Sein Engagement für behinderte Kinder und den Frieden. Und, man staune, seine Modelleisenbahnsammlung. Alles liebevoll, leicht chaotisch und mit viel Humor erzählt vom Meister persönlich. Das ist das Buch, auf das ich als langjähriger Neil Young Fan gewartet habe. Keine große Literatur, einfach nur cool! Danke Mister Young! Rock'n Roll can never die.....
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön, davon gehört zu haben,..., 30. Oktober 2012
...vor allem, wenn einen dieser gute Mann schon ca. 40 Jahre ohrenmäßig begleitet. Viele kleine Anekdoten, seine Familie, seine Freunde, seine Hobbies, seine Macken! Alles in kleinen Häppchen ohne roten Faden. Das stört nicht weiter, erleichtert sogar das Lesen während kurzer Bahn- oder Busetappen.

Ich hab' mir das Original gekauft und es nicht bereut. Das Englisch ist leicht verständlich, auch für Leute mit nicht ganz so sattelfestem Englisch. Und außerdem hatte ich beim Lesen der Sätze den Eindruck, Neils Stimme und Phrasierung zu hören. Das hat noch mal 'ne Schippe draufgelegt.

Wieviele Sterne? 5 fänd' ich ein klein wenig zuviel, dafür kratzt so manche Geschichte zu doll an der Oberfläche, aber 4 dürfen es sein, denn Spaß hat's gemacht.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Autobiographie? Poesiealbum? Werkstattbericht?, 21. Januar 2013
Neil Young mag Gitarren - was man sich hatte denken können und viele auch interessieren dürfte. Neil Young mag Autos - was man wusste und viele seiner Fans teilen. Neil Young mag Modelleisenbahnen, ein Hobby, das er mit Horst Seehofer teilt, ansonsten eher nur mit echten Afficionados. Neil Young hat eine Menge Freunde, die mit ihm Musik machen - was uns alle freut, weil wir die Ergebnisse dessen hören dürfen, was sie gemeinsam erarbeiten. Neil Young hat jede Menge Projekte am laufen, immer und für alle Zeiten und einige schließt er erst nach Jahrzehnten ab. Das freut den Leser, denn man weiß, der Mann hat zu tun. Neil Young ist sehr an der Verbesserung digitaler Wiedergabemedien (MP3 et al) interessiert, weil wir Heutigen Musik nicht mal mehr ansatzweise so hören können, wie sie gedacht und auch mal gemacht war - was leider stimmt und deshalb ist es gut, wenn die Musiker/Künstler langsam selber anfangen, sich um die Qualität auch am anderen Ende der Produktionen zu bemühen. Neil Young hat eine Menge Erinnerungen an sein Leben, findet aber, man solle nicht zu sehr zurückschauen, denn es bleibt noch so viel zu tun. Wie wahr, wie wahr...

Neil Young hat ein Buch geschrieben, das seine Autobiographie darstellen soll und zu Deutsch "Ein Hippie-Traum" heißt, was schön ist, weil es Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wach hält. Neil Young war, ist und wird immer ein Hippie bleiben, obwohl er vor ca. 2 Jahren sämtliche Drogen aufgegeben hat. Neil Young ist eher nicht an Kommerz interessiert, was ihn von den meisten seiner Musikerkollegen unterscheidet, was man ihm aber sogar abnimmt. Neil Young arbeitet mit wichtigen und interessanten Leuten zusammen, mit denen er aus großen umweltschädlichen Autos große umweltfreundliche Autos bastelt. Neil Young erzählt das alles. So wie es ihm gerade in den Sinn kommt, durcheinander, mäandernd, unzusammenhängend und assoziativ.

Das ist alles wunderbar, wenn man an jedem Gedankengang interessiert ist, den ein Idol im Laufe des Tages so produziert. Wenn nicht, sollte man die Finger von diesem Buch lassen. Es ist weder sonderlich informativ hinsichtlich dessen, was den Fan der Musik eines Neil Young interessieren könnte, noch berichtet es sonderlich aufregende Geschichten (die es in seinem Leebn vielleicht einfach nicht gegeben hat, was man sich wiederum nicht so recht vorstellen mag) und erst recht berichtet er das alles nicht sonderlich aufregend. Weder mit sonderlich viel Witz noch mit sonderlich viel Inspiration.

Vor einigen Jahren erschien die Autobiographie von Keith Richards. Der lieferte zynisch alles, was man vermeintlich so lesen will, wenn man Autobiographien eines Superstars liest - Indiskretionen, Gossip, üble Nachrede. Das alles lieferte er chronologisch und kohärent. Einfach zu lesen und so angeordnet, daß man sich in diesem Buch keinesfalls verlieren konnte. Ein berechnetes Stück zynischer Literatur, für einen Markt geschrieben, der unersättlich ist. Sehr geschäftstüchtig, sehr Rolling Stones. Neil Young macht den Eindruck, daß es ihm vollkommen egal ist, wer sein Werk liest und vor allem, WIE man sein Werk liest. Das kann man nämlich im Prinzip nach eigenem Gutdünken von vorn nach hinten, von hinten nach vorn oder von oben nach unten lesen, derart frei zusammengestellt wirken diese Seiten. Wo der Engländer Richards sich vor allem unter all dem Kajalstift und den lustigen Voodoogehängen als stinknormaler aber geschäftstüchtiger alternder Mann mit manchmal feuchten Träumen entpuppte, merkt man Young an, daß seine Auskunft stimmt: Er ist ein Hippie. Unorganisiert, chaotisch, selbstbezogen und sprunghaft (nach all dem Gras, das er mal rauchte und jetzt ja nicht mehr raucht und dessen Nichtrauchen vielleicht dazu führt, daß er keine guten Songs mehr schreibt und wer weiß, vielleicht stimmt das aber...SCHLUSS!). Wie das leider unter vielen Hippies so ist...

Der Rezensent hatte sich auf dieses Buch sehr gefreut, da er Neil Young immer bewundert hat, ohne ihm als Fan zu nahe zu kommen. Die letzte Erscheinung, das Crazy-Horse-Album "Psychedelic Pill" war ein großartiges Alterswerk, das noch einmal ausstellen konnte, was die unbändige Kraft und Energie dieser Band ausmacht, wenn sie richtig rocken und es krachen lassen. Umso größer die Freude, das Buch in den Händen zu halten. Doch die Lektüre zieht sich und wird leider spätestens nach 250 Seiten auch öde, da die Dinge sich zu wiederholen beginnen. Young schreibt sympathisch über eien Menge Wegbegleiter, über die Frauen und vor allem Freunde in seinem Leben und voller Wärme und Liebe über seine Familie. Das ist auch alles wunderbar und man freut sich wirklich für den Kerl, daß es ihm im Großen und Ganzen so gut geht. Aber leider erfüllt sich auch eine alte Weisheit zur Literatur: Wenn nichts passiert, keine Handlung und keine Dramatik vorkommen, wird ein Text irgendwann langweilig. Fast meint man an irgendeinem Punkt, etwas Verbotenes zu tun, weil man dies liest. Könnte es sein, daß das alles gar nicht für die Augen der Öffentlichkeit gedacht ist...? Ein Tagebuch? Ein Poesiealbum? Ein Skizzenheft?

Was bleibt ist ein leidlich interessantes, irgendwie autobiographisches Werk, das zugleich eine Art Werkstattbericht zu mindestens acht verschiedenen Projekten darstellt. Es wird einige geben, die das interessiert, viele, die so tun werden, als würde das interessieren und die Mehrheit, und die interessiert das alles höchstens marginal.

Gute drei Sterne, mehr nicht.
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Ein Hippie-Traum: Die Autobiographie
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