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am 15. September 2012
Mit der Neuveröffentlichung dieses Albums nach einer gefühlten Ewigkeit dürfte so manchem Kenner das Herz aufgehen, denn diese Aufnahmen aus den frühen 70er-Jahren gehören zum Besten, das Claudio Abbado jemals für die Deutsche Grammophon aufgenommen hat. Von den Images und von Ravels Suite Nr. 2 aus Daphnis und Chloe sowie der Pavane liegen inzwischen jüngere Neueinspielungen vor, die mit noch besserem Klang, aber nicht unbedingt mit gelungeren, sondern eher anders gearteten Interpretationen aufwarten.
Zu jener Zeit gab man eben einem üppingen Klang, der meist mit breitem Strich und kräftiger Bogenführung der Streichinstrumente gestaltet wurde, den Vorzug. Selbst wenn aus heutiger Sicht der interpretatorische Ansatz Abbados nicht unbedingt mehr als am Puls der Zeit empfunden wird, so macht der laszive Charakter, den Abbado dieser Musik verleiht, dennoch gehörigen Eindruck. Die Spielfreude des Orchesters ist ungebrochen, und allein der verführerische Einsatz des Frauenchors in "Sirènes" ist schon eine Erwähnung wert. Der opulente Klang durchdringt auch die Daphnis-Suite, die von dem forschen Duktus im Finale gekrönt wird. Auf dem Gebiet der impressionistischen Orchesterliteratur war Abbado eigentlich stets eine gute Wahl, selbst wenn ein Vergleich mit seinen neueren Interpretationen lohnt und durchaus überraschende Einsichten liefert.
Auf Debussy und Ravel sei hier indes nur kurz eingegangen, weil das echte Juwel dieser Aufnahme fraglos Scriabins "Poème de l'extase" ist und Abbado es kein zweites Mal eingespielt hat - es scheint fast so, als wüßte er inzwischen selbst, welch außergewöhnlicher Wurf ihm hier geglückt ist. Es gibt von diesem Werk ohnehin nur eine Handvoll wirklich überzeugender Aufnahmen (Sinopoli - DGG, Stokowski - Everest, Svetlanov - BBC Legends und Muti - Brilliant Classics wären meine alternativen Empfehlungen), und unter ihnen allen ist diese mit Abstand die präziseste und am schlüssigsten geratene in puncto formaler Konzeption. So erliegt der Italiener beispielsweise nicht der häufig anzutreffenden Versuchung, allzu früh das gesamte Pulver zu verschießen und den finalen Höhepunkt damit jeglicher Chance auf freie Entfaltung zu berauben. Die vorzügliche Balance zwischen den Holzbläsern gleich zu Beginn läßt keinen Zweifel am Ausnahmerang dieser Darbietung aufkommen. Abbado hält sein Orchester bei den zügigen Tempi akkurat zusammen, während er in ruhigeren Passagen stets fließende Tempi wählt und den Instrumentalsolisten trotzdem alle nur denkbaren interpretatorischen Freiheiten läßt. Besonderes Lob verdient sich hierbei der Trompeter, der sich angemessen eingliedert und sich nicht über das Orchester in purer Selbstherrlichkeit hinwegsetzt. Man beachte auch, wie homogen gerade in den tiefen Registern die raschen dynamischen Schwankungen, die für dieses Stück so unentbehrlich sind und es in permanentem Fluß halten, gemeistert werden. Man gewinnt fast den Eindruck, daß Abbado selbst in Extase gerät und sich regelrecht vom Orchester tragen läßt wo immer dies nur möglich scheint. Die Gesamtkonzeption, die der Dirigent seiner Interpretation zugrunde legt, ist allerdings der Schlüssel zum Erfolg: der ununterbrochene Fluß, in dem sich dieses Stück befindet, wird nirgendwo gebremst. Die zahlreichen Soli geraten nie zum Selbstzweck, sondern leuchten vielmehr die komplizierte motivische Arbeit Scriabins auf vorzügliche Weise aus. Die ganz großen Extreme scheut Abbado zwar (man höre nur die endlos lange Pause Svetlanovs kurz vor dem Ende!), aber das letzte fehlende Fünkchen an Extase wird durch die traumwandlerisch sichere Gestaltung der Partitur allemal aufgewogen.
Da die Klangqualität praktisch ebenfalls keine Wünsche offen läßt, sollte es insbesondere Scriabin-Anhänger nicht schwer fallen, hier zuzugreifen und ihre Sammlung um eine echte Kostbarkeit zu bereichern - allein das "Poème de l'extase" würde schon den Kauf rechtfertigen. Der beigefügte Katalog ist übrigens eine willkommene Ergänzung für all diejenigen, die nach früheren Veröffentlichungen in dieser Serie stöbern wollen. Daß diese Aufnahme ein würdiger Vertreter der "The Originals"-Serie ist, dürften nur die wenigsten bezweifeln.
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am 3. Dezember 2012
kaum zu glauben, dass diese famosen aufnahmen der boston-phil unter claudio abbado
bereits über 40-!-jahre alt sind, so highfidel-audiophon-frisch wie sie heute noch klingen in
dggs-bit-processing wiederauflage.
zumal in der engagierten interpretation abbados, der sich damals, anfang der 70er jahre,
kurzfristig für die dt.grammophon in boston als debutant mit grossem erfolg, jedoch dauer-
haft in mailand(scala), wien, london und berlin engagierte.
man spürt sogleich die besondere affinität aller beteiligten zu den debussy-ravelschen klang-
welten: abbado seit frühen jugendjahren nocturne-fasziniert, die bostoner musiker geprägt vom
klangsinn solcher musiker-grössen wie pierre monteux und charles munch,
allemal exzellente debussy wie ravel interpreten.
solchermassen erklingt auch das exaltiertere scriabin-poème gleichermassen differenziert und
subtil ausgehört wie klanggestisch expressiv ausgespielt.
mit den chor-symphonischen >nocturnes< debussys als highlight und ravels >daphnis<-frag-
menten (auch mit chor!) hält diese >originals< wiederveröffentlichung jeden vergleich mit
neueren versionen - ein unbedingtes must have.
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