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am 3. April 2011
Außergewöhnlich in seiner Art, aber mit bezaubernd schönen und inspirierenden Bildern ist der Animationsfilm The Illusionist des Franzosen Sylvain Chomet, eine LowBudget-Produktion, die 2011 für den Oscar nominiert war jedoch dem Hollywood-Streifen Toy Story 3 den Vortritt lassen musste. Der Film basiert auf einem Drehbuch von Jacques Tati und erzählt in anrühriger Weise vom Niedergang der Kleinkunst und des Varietés zum Ende der 50er Jahre des 20.Jahrhunderts. Der gezeichnete französische Protagonist ähnelt denn auch in verblüffender Weise in der Gestalt und im Benehmen dem Tati-Charakter M.Hulot bzw. dem skurrilen Franzosen selbst.
Er reist, immer wieder aufs Neue von modernen Entwicklungen verdrängt, von den Bühnen in Paris zunächst nach London, um nach einem Abstecher auf die schottischen Inseln Mull und Iona - hier wird gerade die Ankunft der Elektrizität auf der Insel gefeiert und nach dem Auftritt des Zauberers flugs eine Music-Box installiert - schließlich in Edinburgh in Little Joes Hotel, einer etwas zwielichtigen Künstlerabsteige, zu landen. Die schottische Hauptstadt ist dabei in akribischer Genauigkeit nach zeitgenössischen Fotografien aus den 50er Jahren sehr authentisch illustriert und dargestellt. Auch das so zuverlässig wie beständig wechselnde Licht und das schottische Wetter entging nicht der Aufmerksamkeit der Produzenten und Zeichner.
Neben dem Zauberer und seinem weißen, sehr eigenwilligen Kaninchen gehört ein junges Mädchen, Alice, von der Insel Iona zu den gezeichneten Hauptdarstellern. Sie glaubt, dass der große, ältere Herr im Anzug tatsächlich des Zauberns mächtig ist, folgt ihm und begleitet ihn schließlich nach Edinburgh. Ihre jugendlichen und geldintensiven Wünsche, ihre Hoffnung auf ein weniger ärmliches Leben treiben den Zauberer in immer neue Schwierigkeiten, denn er sieht sich außer Stande sie mit der Wahrheit zu konfrontieren. Es wird kaum gesprochen in diesem Film, was sich nur zum Teil auf der natürlichen Sprachbarriere zwischen Frankreich und Großbritannien begründet, Alices wenige Worte sind zudem auf Gälisch. Kommuniziert wird in erster Linie über Blicke, Gestik und Handlungen der Akteure.
Das knapp 80 Minuten lange Werk hinterlässt einen sehr tiefen Eindruck und wirkt lange nach. Man identifiziert sich mit den dargestellten Personen, freut sich und leidet mit ihnen an der alltäglichen Tristesse, wartet womöglich auf das Happy End. Der Film The Illusionist, der nur sporadisch auf 3-D-Effekte setzt, wirkt mit seinen fantastischen Zeichnungen und zauberhaften Illustrationen vor allem im Kino auf einer großen Leinwand, verliert daher leider ein wenig im heimischen Pantoffelkino, deshalb nur vier Sterne. Als Bonus findet sich u.a. ein sehr interessantes, längeres Gespräch mit Sylvain Chomet.
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TOP 500 REZENSENTam 3. Februar 2014
… aber nur für den, dem der Sinn nach zarter und distanzierter Bilder-Poesie steht. Es sind die schön und akribisch gezeichneten Landschaften und pittoresken Stadtbilder, Häuser und Interieurs, die den Film dominieren. Menschen gibt es nur in der Totale, aber nie in der Nahaufnahme. Der Film - nach einem Drehbuch von Jacques Tati - interessiert sich nicht für ihre Gesichter, erst recht nicht für ihre Mimik und auch nicht für ihre Gespräche. Daß er nur als OmU erhältlich ist, ist vollkommen in Ordnung, denn tatsächlich wird so wenig gesprochen, daß eine Synchronisation witzlos wäre.

Wen mitten im Film die Frage beschleicht, ob die sanft melancholische Handlung vielleicht nur dem Zusammenhang der Bilder dient anstatt die Bilder dem Handlungszusammenhang, kann guten Gewissens dem Drang abzuschalten nachgeben. Die anderen, die dem ruhigen, nostalgischen Bilderfluß etwas abgewinnen können, sollten weiterschauen. Ich habe den Film zu Ende geschaut, weil ich mich vor allem von den guten Kritiken, seiner Oscar-Nominierung 2011 und dem europäischen Filmpreis, den er bekam, leiten ließ. Manchen Zuschauer wird die Sprachlosigkeit des Films irritieren und man kann sich fragen, ob sie ein Teil der Botschaft ist. Die Menschen, die sich begegnen, gehen nur einen Teil ihres Weges gemeinsam. Liegt das vor allem daran, daß ihre Worte füreinander belanglos sind?
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am 31. Januar 2015
Für jeden Freund der Ligne claire genauso sehenswert. Eine Menge Comic Bezüge. Die Fahrt zur "schwarzen" schottischen Insel mit dem Boot. Dreimal darf man raten, wer da Pate stand ;-) Der kleine Junge mit dem Eis vor der Glasscheibe hinter der Tati zaubert: Deutlich der Spanier Torres, der Chevrolet Bel Ami wie aus einem Ray Banana von Ted Benoit. Die drei Akrobaten die sich mit lauten "Hopps" anfeuern und überall herumspringen wie die zwei Kellerasseln aus "Das große Krabbeln" und und und...

Nur eins fehlt: Eine Dramaturgie, die das ganze mit ein bisschen Spannung versorgt, wo doch die Gagdichte ein bisschen spärlich ist. Ausserdem sind viel Gags und Nebencharaktere aus anderen Tatifilmen bekannt, so dass ich annehme, dass tatsächlich kein Drehbuch für diesen Film in ausgefertiger Form vorlag, sondern eher was wie eine Synopsis, die Sylvain Chomet für einen abendfüllenden Film "bearbeitete". Leider nach meinem Geschmack auch eher etwas "schwer melancholisch" (ein Selbstmord gefährdeter Clown, ein alkoholkranker Bauchredner, ein Dackel mit Rädern an den Hinterläufen, u.ä.) und daher für mich eher zuviel Chomet als Taticheff.
Ein Einschlag in Richtung "Broadway Danny Rose" hätte mehr Nähe zum Vaudeville Künstler Tati ergeben, der 1958 (da entstand das Drehbuch) sicher schon das Verschwinden dieser Kunstform bedauerte, aber doch nicht mit einem so des-"illusionierenden" Trauerflor umgeben hätte.

Trotzdem sehenswert! (Sehr z.B. hübsch die Idee des Auftritts des "echten" Film Tati im Kino "Cameo":-) & Etwas besonderes und daher vier Sterne!

PS.
Wem Tati, das alte Vaudeville und frz. Komik auf höchstem Niveau etwas bedeutet, sollte sich Yoyo (1964) von Pierre Etaix (der bei Mon Oncle für Tati Gags entwickelt hat) nicht entgehen lassen!!
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am 21. Februar 2013
Wunderbarer, leicht melancholischer Trickfilm, voll im Geiste von Jaques Tati gedreht. Bild ist sehr gut, man merkt auch, dass es kein seelenloser computererstellter Trickfilm, sondern noch gute Handarbeit ist. Eigentlich wollte Jaques Tati den Film selber drehen, starb aber leider zuvor.
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am 30. Oktober 2012
Nanu?! Was hat denn bloß der skurrile Monsieur Hulot in einem Zeichentrickfilm zu suchen? Für diejenigen Zuschauer, die Monsieur Hulot nicht kennen, sei kurz angemerkt, dass sich hinter diesem Namen ein schüchterner, aber äußerst charmanter älterer Herr im Regenmantel versteckt, der pedantisch darauf bedacht ist, sich niemanden aus seiner näheren Umgebung unnötig aufzudrängen und es dabei sogar noch schafft, stets die Etikette eines Gentlemans zu wahren. Der französische Regisseur Jacques Tati hat nur fünf Filme gedreht, die allerdings reichten, um mit eben dieser Kunstfigur zur Legende zu werden. Jetzt erlebt Monsieur Hulot in Sylvain Chomets "The Illusionist" eine späte Wiederauferstehung, was nicht von ungefähr kommt, denn dieser wunderschön bebilderte Streifzug durch das Europa der 50er Jahre basiert auf einem Drehbuch, das Tati seinerzeit leider nicht mehr auf die Leinwand bringen konnte. Die Geschichte ist schnell erzählt: Der Magier Tatischeff hat ein gewaltiges Problem. Das Publikum mag seine antiquierten Zaubertricks einfach nicht mehr sehen. So verlässt er das romantische Paris und versucht sein Glück mit kleineren Engagements in den schottischen Highlands, wo er sich mit dem introvertierten Zimmermädchen Alice anfreundet, die an ihm Gefallen findet und dem Künstler in der Hoffnung auf ein besseres Leben bis nach Edinburgh folgt. Dort müssen sich die beiden jedoch erst einmal im Dschungel einer fremden Großstadt zurechtfinden.

Chomet erweist sich mit seiner verträumten Ästhetik wieder einmal als radikaler Vertreter eines anachronistischen Modernismus: Seine Figuren wollen partout nicht springen, hüpfen, rennen, jaulen, schreien oder schnattern, wie es vielleicht in einer teuren Hollywood-Produktion von Pixar der Fall wäre. Stattdessen bewegen sie sich bedächtig und betont unaufgeregt über die Leinwand, so als würden die physikalischen Gesetze der Schwerkraft für sie in besonderem Maße gelten. Es gibt keine geschliffenen Dialoge, dafür aber eine virtuos komponierte Kammersinfonie aus prägnanten Geräuschen (wie dem Stöhnen eines defekten Wasserhahns), denen sich selbst die wenigen gesprochenen Sätze und schlichten Laute in aller Demut unterordnen. Da die verbale Kommunikation somit zu einem kompletten Totalausfall degeneriert, wird das Geschehen über das Mienenspiel und veritable Gesten vorangetrieben, die wiederum so unmissverständlich sind, dass das Verlieren vieler Worte eigentlich auch vollkommen obsolet ist. Der Handlungsfaden ist zwar ziemlich dünn gesponnen, erlaubt aber zumindest ein flanierendes Wandern auf Tatischeffs Reiseroute und einen pittoresken Spaziergang durch das impressionistische Abbild von Edinburgh. Der Plot setzt sich dabei aus einem Geflecht von originellen Miniaturgeschichten zusammen, die Alice und Tatischeff in der Stadt erleben. Ebenso wie Tati ist Chomet allerdings weniger an einem durchdachten Sujet interessiert als an einer eindrucksvollen Demonstration gegensätzlicher Zustände, was sich beispielsweise darin manifestiert, dass sich der erfolglose Tatischeff plötzlich gezwungen sieht, seine Tricks als Werbeikone im Schaufenster eines Damenunterwäschegeschäfts zu präsentieren. Für einen unabhängigen Künstler seines Formats ist diese besonders groteske Form eines kommerziellen Ladenhüters natürlich die reinste Schmach. Ständig ist der Film damit beschäftigt, das Spannungsfeld zwischen einer heimelig anmutenden, scheinbar sehr vertrauten Vormoderne auf der einen Seite, und einer kalten, durchtechnisierten Welt auf der anderen Seite auszuloten. So schlägt sich der etwas altmodische Tatischeff in einer Werkstatt mit den Tücken eines Schlagschraubers herum, während sich seine Begleiterin im Stile einer Alice im Wunderland in einem urbanen Dickicht aus Shoppingmeilen und Leuchtreklamen verirrt, deren Lichterglanz zum Spiegelbild des gesellschaftlichen Wertewandels wird. Mit weit aufgerissenen Augen mustert Alice die Schaufenster, um neugierig zu studieren, mit welchen affektierten Posen von dekadenter Tollheit die starren Puppenmodelle die neuesten Modetrends anpreisen. Ein subtiler Humor, der für Chomet sehr typisch ist, weil er alles daran setzt, virtuelle Kraftmeierei ebenso zu vermeiden wie das Herumbolzen in Slapstickmanier. Er offenbart vielmehr den Blick eines scharfen Beobachters, der sich mit spöttischer Lust über so manche Fehlentwicklungen des modernen Lebens hermacht.

Als Alice endlich ihr Glück findet und die Metamorphose von einer biederen Landpomeranze in ein schickes City Girl vollzogen hat, flüchtet Tatischeff vor ihr in ein nahe gelegenes Kino. Hier beschert Chomet dem Zuschauer einen letzten magischen Moment, denn auf der Leinwand ist in realen Bildern eine Sequenz mit dem echten Monsieur Hulot aus Tatis "Mein Onkel" zu sehen, sodass das Original für einen kurzen Augenblick mit seinem pastellfarbenen Ebenbild verschmilzt. Mit dieser Szene biegt der Film auf die nostalgische Zielgerade ein, die voller sentimentaler Wehmut ist: In all den Vergnügungstempeln, wo Tatischeff verzweifelt nach einer Anstellung suchte, in den Clubs, Cabarets und Tanztheatern, gehen ganz allmählich die Lichter aus. Die Magie hat ihren Zauber verloren. Die Zeit der großen Illusionisten ist für immer vorbei.
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am 1. März 2013
Ein köstlicher Zeichentrickfilm. Tati wird so herrlich dargestellt. Ich habe mich köstlich amüsiert. Der Film ist ein Muß und eine wunderbare Ergänzung in meiner Jacques Tati-DVD-Sammlung.
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am 20. Januar 2013
Keine Frage: wer Tati und seinen Monsieur Hulot mag, dem der Film gewidmet ist, wird große Freude empfinden und große Augen machen. Es ist gelungen, ganz in das "Look and Feel" des großen Meisters eintauchen zu lassen, wenn auch womöglich ein wenig zu langatmig... Manche Einstellungen sind einfach grafisch überwältigend und die schleppende Hektik Hulots ist formidabel farbwuchtig ins Bild gesetzt.
Ein Stern weniger als alle Fünfe NUR wegen Chomets bislang sensationellstem Meisterwerk "Belleville", dem der "Illusionist" längst nicht das Wasser reichen kann. "Belleville" hat einen solch surrealen Reiz, dass er in meinen Regalen neben "Naked Lunch" zu Hause ist. Surreal. Aber schön. [Miss Roberts in Notting Hill.]
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am 14. Januar 2015
Ich kann den Film sehr schwer beschreiben. Ich finde ihn auf jeden Fall sehr schön. Manchmal traurig, manchmal witzig, manchmal überraschend...es gibt einen ähnlichen Film "Les triplettes de belville". Der ist ähnlich...wer auf guten Zeichentrick für "Erwachsene" steht, wird ihn mögen. Alle Animationsfilmliebhaber und IceAge Gucker....lieber die Finger weg davon....
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am 18. Februar 2013
Ein liebenswerter Film, den man zunächst aufgrund seiner altmodisch erscheinenden Herstellungsart mit Vorbehalten beginnt, ihn sich anzuschauen......aber im Laufe der Filmes wird man von der liebevollen Art und Weise, wie der Film seine Botschaft transportiert, eingenommen. Ein wunderbares Stück Film zum Nachdenken.
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am 28. Januar 2013
Entstand nach dem letzten Drehbuch von Jaques Tati. Ein charmant-melancholisches Abenteuer, das zeigt, das eine europäische Produktion auch mithalten kann mit asiatischen und amerikanischen Produktionen. Für Erwachsene, die kein Problem damit haben, einen "Trickfilm" zu schauen.
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