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am 14. Oktober 2012
Ronnie James Dio ist immer noch einer der bedeutendsten Sänger des Heavy Metal. Der 2010 im Alter von 67 Jahren an Krebs verstorbene US-Amerikaner schreibt mit Bands wie Rainbow, Black Sabbath und seiner Solo-Formation DIO Rockgeschichte und gilt auch zwei Jahre nach seinem Tod als das gesangliche Maß aller Dinge. Kein anderer beherrschte den dramatischen, wuchtigen Wehgesang besser als er. Seit seinem Ableben verwaltet Witwe Wendy Dio das musikalische Erbe über die gemeinsam gegründete Plattenfirma Niji Records. Bisher sind eine Live Doppel-CD namens "Live at Donington" und eine Zusammenstellung bisher unveröffentlichter früher Tracks seiner ersten Rockband Elf mit dem Titel "And before Elf there were Elves" erschienen. Sicherlich lagert in einigen Archiven noch mehr Material, das in den nächsten Jahren das Licht der Welt erblicken wird - schließlich stehen noch einige Geburts- und Todestage an. Einstweilen gibt es den zweiten Teil des "Very Beast of Dio"-Albums, ein Best of, das sich mit der Phase von 1996-2010 beschäftigt.

In diesen Jahren durchlebt Dio eine schwere Zeit. 1992 steigt er zum zweiten Mal bei Black Sabbath aus und muss, wie viele andere klassische Metalbands Mitte des Jahrzehnts die ernüchternde Erfahrung machen, dass ihre Musikrichtung völlig out ist. So geht das sehr sperrige 96er Album "Angry Machines" dementsprechend unter. Erst 2000 mit seinem "Magica"-Konzeptalbum und den nachfolgenden LPs "Killing the Dragon" (2002) und "Master of the Moon" (2004) findet Dio wieder einigermaßen in die Erfolgsspur. Der lange Weg aus der Krise mündet 2006 in eine erneute Zusammenarbeit mit seinen alten Black Sabbath-Kollegen, diesmal unter dem Bandnamen "Heaven & Hell". Sie bringen 2009 das vielbeachtete und sehr erfolgreiche Album "The Devil you know" auf den Markt. Späte Ehren für einen ehemaligen Weltstar, der ein gutes Jahr später stirbt.

Die hier vorliegende Compilation beschäftigt sich allerdings ausschließlich mit Dio's Solo Aktivitäten. Es gibt Highlights wie das zackige "One more for the road", die düsteren Stampfer "The eyes" und "Lord of the last day", das kommerzielle "Push", oder den heftigen Kopfnicker "Hunter of the heart" in einer Liveversion zu hören. Höhepunkt ist aber die wunderbar gefühlvolle Ballade "As long as it's not about love" aus dem "Magica"-Album, die zweifellos zu den größten Gesangsleistungen einer langen Karriere zu zählen ist.

Das wirklich Interessante an "The Very Beast of Dio Vol. 2" aber sind die drei Bonustracks, weil es sich dabei gefühlt um "neues" Material handelt. "Prisoner of Paradise" ist der nur in Japan veröffentlichte Zusatzsong aus "Master of the Moon". Ein ganz gutes Rockstück mit nettem Riff, insgesamt aber nichts besonderes.

Anders "Metal will never die". Dabei handelt es sich um den letzten Song, den Dio vor seinem Tod eingesungen hat. Fans werden ihn bereits vom Album "Bitten by the beast" (2010) des alten "The Rods"-Gitarristen und Dio-Cousin David Feinstein kennen. Ronnie liefert trotz deutlich gebrochener und etwas heiser klingender Stimme, sowie mangelhaftem Soundmix ein letztes Mal einen Beweis für seine Power. Es ist beeindruckend, dass Dio in seiner gesamten Karriere nie einen stimmtechnischen Einbruch erlebt und bis zu seinem Tod konstant starke Leistungen abgeliefert hat.

Nachzuhören auch und besonders im Song "Electra". Er wurde mit drei anderen, bisher nicht erschienen Nummern für das "Magica II + III" Projekt aufgenommen, welches Ende 2009 aufgrund der immer schlimmer werdenden Schmerzen des Sängers abgebrochen werden muss. Dieses Doppelalbum war Dio's letzter Herzenswunsch. Leider schafft er es nicht mehr, die Fertigstellung zu realisieren. So erscheint "Electra" wenige Wochen vor seinem Tod als streng limitierte Sammlersingle. Nun ist der Titel erstmals auf einer offiziellen Platte zu hören. Zwar treten hier und da (wohl einem Gebiss geschuldete) zischende S-Laute zu Tage, alles in allem ist die Nummer aber richtig stark. Wuchtiges Midtempo, ein dramatischer Stimmvortrag und der düstere Text verdeutlichen ein letztes Mal die Genialität eines Ausnahmekünstlers. Hoffentlich wird Wendy Dio auch die übrigen Songs aus dieser Session bald veröffentlichen.

"The Very Beast of Dio Vol. 2" ist jedoch nicht nur wegen der Bonustracks eine lohenswerte Anschaffung. Es zeigt den Ausnahmesänger in seiner musikalisch nicht unbedingt anspruchsvollsten, aber experimentellsten Phase, die einige lohnenswerte Kompositionen hervorgebracht hat. Vor allem aber ist es das letzte Lebenszeichen einer Legende. Ruhe in Frieden, Ronnie James Dio. Metal will never die!
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am 6. Oktober 2012
Diese Zusammenstellung beweist einmal mehr, welch großartiger Sänger uns verlassen hat. Ich werde jetzt nicht auf die Songs eingehen, die bereits jeder kennt. Auch ließe sich trefflich streiten, ob man gute Songs vergessen hat oder andere nicht hätte auf die Compilation packen sollen. Irgendein Favorit fehlt immer. Aus dem Vorwort in dem Booklet erfährt man, dass Magica auf 3 Alben konzipiert war. Ich zähle mich zu denen, die Magica sehr mögen. In diesem Zusammenhang wusste ich von einem Interview mit Wendy Dio, dass 5 Songs für Magica II bereits aufgenommen waren. Hier präsentiert man uns Electra. Es ist einfach traumhaft, ich weiß nicht recht, wie ich sonst diese guten 6 Minuten beschreiben soll. Dio at his best ...

Aus dem Booklet ergibt sich, dass der Bonustrack Prisoners of Paradise von Master of the Moon stammt. Jedoch war er auf der europäischen Fassung nicht enthalten, sondern lediglich in Japan. Von den drei mir unbekannten Stücken ist er der Schwächste, wenn auch trotzdem ein guter Song ...

Das eigentliche Vermächtnis ist aber Metal will never die. Ein ausgesprochen hartes, sehr getragenes Stück, welches auf sehr klare Weise deutlich macht, Helden sterben, aber der Metal nie.

R.i.P.
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