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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen46
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am 12. Januar 2013
Alles in Ordnung, würde wieder dort bestellen. Was mich ärgert und nicht korrekt finde, ist, wenn ich zwei oder mehrere Bücher bei ein und demselben Anbieter bestelle, dass ich dann diese in einem Paket bekomme aber zweimal Porto bezahlen muss.

Gruß Klaus Steinberg
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am 3. August 2014
Nach den überschwänglicher Rezensionen zu dieser Krimireihe habe ich auch aus Interesse des angedeuteten Hintergrundes der aktuellen griechischen Wirtschaftssituation diesen Autor zum ersten Mal gelesen. Die Hinweise zur Finanzsituation von Griechenland mit diffuser Schuldzuweisung an die Banken innerhalb einer durchschnittlichen, sehr konstruiert wirkenden Krimigeschichte, sind eher populistischer Motivation geschuldet und ohne jeden Informationsgehalt. Nervig sind die langatmigen Aufzählungen vieler Straßennamen von Athen bei den Fahrtbeschreibungen (liest sich wie eine Schulungsunterlage für die Taxiprüfung) des Kommissars zu und von den Tatorten, ins Büro oder irgendein Amt; sieht stark danach aus, dass das Buch wohl sonst zu dünn geraten wäre. Die Themen Finanzkrise, Familienbeziehungen, Griechenland, Doping und Migration hat der Autor oberflächlich zusammengequirlt und dann noch den unvermeidlichen Kompetenzkampf mit ignoranten Kollegen und sensationsgierigen Journalisten eingebaut.
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am 11. Juni 2013
Dieser Roman lohnt wirklich die Lektüre, wenngleich es nicht der Kriminalfall ist, der ihn lesenswert macht, sondern eher das Drumherum: Markaris' Beschreibungen des griechischen Alltagslebens in den Zeiten der Finanzkrise, die pointierte Brisanz, die Aktualität und die Verständlichkeit eines eigentlich komplexen Themenbereichs, auch für einen Laien der Finanzwelt zu erschließen, machen den Krimi spannend und aufschlussreich. Nicht zuletzt trägt der Schreibstil des Autors zum Lesevergnügen bei; Insbesondere das Kapitel zum Fußballendspiel lädt zum Schmunzeln ein. Fazit: Durchaus ein Must-Read, nicht unbedingt für den Krimifan, der auf der Suche nach einem fesselnden Thriller ist, aber allemal für den engagierten Schmökerer, der sich ein paar Stunden gut unterhalten lassen will.
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am 22. August 2012
Ich stimme der "Top 10 Rezension" vollkommen zu: der Autor hat es geschafft, einen interessanten Krimi zu schreiben und einen einfühlsamen Einblick in die Situation Griechenlands im Jahr 2010 zu geben. Bin gespannt, mit welchen Einschnitten sein Kommissar in den Folgejahren noch konfrontiert wird.
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am 26. Mai 2013
Ich persönlich fand das Buch weder als Krimi spannend, noch als "Gesellschaftsstudie" wirklich erhellend.
Alles irgendwie hausbacken, auch humorige Stellen lediglich familiär nett, aber nicht wirklich lustig.
Hab' das Buch auch, ohne es vorher selbst gelesen zu haben, verschenkt, und die Reaktionen waren ähnlich achselzuckend wie bei meiner eigenen nachträglichen Lektüre.
Normales und unspektakuläres Familienleben, soweit das im krisengeplagten Griechenland möglich ist, eher krassen Mordfällen gegenüberzustellen, mag ja ein Ansatz sein, aber deutlich rätselhafter, auch mal erheiternd oder soziologisch scharfblickend sollte es dann bitte schon sein.
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am 1. Januar 2012
In Athen herrscht der Ausnahmezustand: Eine Demonstation jagd die nächste, täglich erfährt Kostas Charitos, Mordermittler der Athener Polizei, von neuen Einsparprogrammen der griechischen Regierung, die auch vor seinem Weihnachtsgeld und seinen Rentenansprüchen nicht halt machen. Als zwei Bänker von einem unbekannten Täter enthauptet werden und wenig später in Athen zahlreiche Aufrufe zum Banken-Boykott auftauchen, scheint die Bankenkrise auch Charitos Berufsalltag erreicht zu haben. Charitos glaubt nicht an eine neue Terrorgruppe, doch Vorgesetzte und Politiker fordern schnelle und sichtbare Erfolge. Charitos vermutet den Täter in einer anderen Richtung und schon bald geben ihm die Entwicklungen recht.

Vieles erinnert mich in "Faule Kredite", dem ersten (und letzten) Kostas Charitos Krimi, den ich gelesen habe, an Donna Leons Commissario Brunetti: Das Wechselspiel zwischen Charitos und seinem Vorgesetzten, dessen attraktive und kluge Vorzimmerdame, die detaillierten Beschreibungen, wenn sich Charitos durch seine Heimatstadt Athen bewegt, und die eingestreuten Details zu Charitos Familienleben in ständiger Sorge um die Zukunft der eigenen Tochter. Der augenscheinlichste Unterschied zu den Donna Leon Krimis ist die Erzählperspektive. Bei Markaris erzählt Charitos selber, in der Ich-Perspektive, kein allwissender Erzähler hält die Fäden in der Hand.

Leider funktioniert "Faule Kredite" nach einer der simpelsten Maximen der Krimiliteratur: Diejenige Figur, die von Beginn der Erzählung an immer wieder in kleinen Auftritten erscheint und auf den ersten Blick so gar nichts mit dem Geschehen zu tun zu haben scheint, ist am Ende der Täter. So werden erfahrene Krimileser lange vor Charitos die Mordserie aufgeklärt haben, während Charitos noch durch den alltäglichen Athener Stau von einem Verdächtigen zum nächsten fährt. Zur Auflösung bedarf es dann einiger mit sehr grobem Werkzeug gezimmerter Zusammenhänge, denn Tat und Motif passen nicht wirklich zusammen.

Im Klappentext heißt es zum politischen Umfeld dieser Kriminalerzählung: "Petros Markaris beschreibt die harte Realität, mit der die Griechen heute konfrontiert sind, ganz ohne Larmoyanz ...". Dieses Statement geht an der Realität von "Faule Kredite" leider völlig vorbei. Ganz im Gegenteil läßt Markaris seine Romanfiguren permanent über die griechischen Sparmaßnahmen klagen. Als deutschem Steuerzahler fällt es mir dabei sehr schwer, die Tragik darin zu erkennen, wenn griechische Polizisten zukünftig nicht mehr mit 55 (!), sondern mit 60 Jahren in Rente gehen werden. Für Charitos Kollegen ist diese Maßnahme aber der Abgesang auf das christliche Abendland.

Zugleich gibt sich Charitos (bzw. Markaris) mit einer äußerst oberflächlichen Beschreibung finanzwirtschaftlicher Zusammenhänge zufrieden, die zwar ausreichen um den Mord an einem Hedgefond-Manager in Szene zu setzen, aber schon beim Versuch, eine Verbindung zwischen zahlungsunfähigen griechischen Geschäftsleuten und der Arbeit internationaler Rating-Agenturen zu ziehen, verharrt Markaris/Charitos in populistisch-gefärbten Phrasen.

Geradezu dümmlich wird "Faule Kredite" dann, wenn Markaris das schwierige griechisch-europäische Verhältnis in der aktuellen Krise thematisiert: "Das Gute an den Europäern ist, dass sie mit den Entschuldigungen immer schnell bei der Hand sind, ob es sich nun um Beleidigung oder um Völkermord handelt." (S. 368) Dieser Satz ist politisch und historisch dermaßen dämlich, dass es schon erstaunlich ist, dass er es unbeschadet über den Schreibtisch eines Lektors geschafft hat.

Ein Kleinigkeit ist mir noch im Umschlagtext ins Auge gestochen. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass die deutsche Ausgabe in Zusammenarbeit mit dem Autor erneut durchgesehen wurde. Was hat das zu bedeuten? Auffällig ist, dass zwar kräftig auf die Europäer geschimpft wird, die deutschen aber als explizite Adressaten nirgendwo erwähnt werden. Wer die tatsächliche Situation in Athen verfolgt hat, weiß, dass gerade die Deutschen (und ihre Kanzlerin) als Inbegriff der EU von den Demonstranten attakiert worden sind. Wurde "Faule Kredite" etwa für den deutschen Markt verkaufsfördernd entschärft? Ist im Original tatsächlich ein holländischer Diplomat der Inbegriff zentraleuropäischer Arroganz oder wurde für die deutsche Version der deutsche Amtsträger flugs durch seinen Nachbarn ersetzt? Vielleicht hat jemand das griechische Original von "Faule Kredite" gelesen und könnte einen entsprechenden Kommentar hinterlassen.

Insgesamt ist "Faule Kredite" in meinen Augen bestenfalls ein durchschnittlicher Krimi, der zwar vielversprechend beginnt, dann aber vom Autor überkonstruiert zur Auflösung geführt wird. Insgesamt wenig originell, politisch auf Boulevardniveau, daher nur zwei Sterne.
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am 1. April 2015
Man kann das Buch als Krimi lesen, muß aber nicht. Für Diagonal-Leser und zum Auffrischen der Kenntnisse über die griechische Wirtschaftsmisere (wer weiß das immer noch nicht?) vielleicht geeignet, aber von Markaris bin ich Besseres gewöhnt. Detailverliebtheit gehört zwar zu dem Autor, sorgfältige Recherche auch aber hier ist von einem zuviel, vom anderen zu wenig.
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am 4. März 2014
Na ja, das Buch ist eher was für Griechenlandkenner. Am Anfang spannend, ist das Ende doch eher flau, man kann sich nicht entscheiden, ist es Krimi oder ein Buch über die Wirtschaftskrise. Und die vielen Strassennamen aus Athen, sind doch eher ermüdend. Aber immer ein Buch für Strand und Urlaub, da es sehr einfach geschrieben ist.
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am 6. November 2013
Ein interessanter Autor, der die griechische gegenwart gut beschreibt... Allerdings sind fast auf jeder 2. Seite alle möglichen Verkehrswege in Athen genau beschrieben. Das ist manchmal ein wenig "too much"... Ansonsten: ein eher klassischer Plot, aber gut eben die lokale Atmosphäre Athens...
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am 20. April 2012
Das Buch schildert die wirtschaftlichen und sozialen Zustände Griechenlands und wie es dazu kommen konnte.
Eine "Betriebsanleitung" für eine Besserung der Verhältnisse kann der Autor aber auch nicht geben. Trotzdem
oder gerade deshalb ist das Buch allen politisch Interessierten sehr zu empfehlen.
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