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1.188 von 1.322 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir schauen nur, aber sehen nicht!
Wow, soviele unterschiedliche Kritiken über diesen Film und irgendwie gehen die Meinungen weit auseinander. Ist der Film nun ein Meisterwerk oder keines? Die jetzt erwartete Antwort folgt weiter unten, da ich hierfür etwas ausholen muss. Dieser Film ist der beste Beweis unserer Zeit, dass sich viele Menschen vor den Bildschirm setzen, das Hirn abschalten und...
Veröffentlicht am 24. September 2012 von cyan100

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Klassisch verrissenes Trilogie-Finale
Meiner Erwartungshaltung ist der Streifen auch nach dem zweiten Mal ansehen leider nicht gerecht geworden.

Am schlimmsten sind die unglaublich großen und zahlreichen Logiklöcher. Die Darsteller, die Teil 1 und 2 mitgetragen haben (Michael Caine & Gary Oldman) kommen kaum zur Geltung, werden dafür aber durch eine mittelprächtige Catwoman und...
Vor 4 Tagen von Bernie 23 veröffentlicht


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1.188 von 1.322 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir schauen nur, aber sehen nicht!, 24. September 2012
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises [Blu-ray] (Blu-ray)
Wow, soviele unterschiedliche Kritiken über diesen Film und irgendwie gehen die Meinungen weit auseinander. Ist der Film nun ein Meisterwerk oder keines? Die jetzt erwartete Antwort folgt weiter unten, da ich hierfür etwas ausholen muss. Dieser Film ist der beste Beweis unserer Zeit, dass sich viele Menschen vor den Bildschirm setzen, das Hirn abschalten und sich berieseln lassen - besonders natürlich wenn es um etwas triviales wie einen Batmanstreifen geht. Mitdenken steht hier auf einem anderen Blatt und das ist wirklich schade. Es gibt einen schönen Spruch von Andrej Tarkowskij: "Wir schauen nur, aber wir sehen nicht!" TDKR verlangt jedoch genau das: Mitdenken! Warum? Ganz einfach: Weil Batman kein trivialer Superheld ala Avengers oder Superman ist. Batman ist komplex!

Batman ist anscheinend so komplex, dass alle bisherigen Regisseure, seine psychische Analyse nicht ganz unfreiwillig umgangen haben. Mit Nolan hat sich das geändert. Batman Begins beschäftigt sich mit Bruce Wayne, der versucht sein Trauma mithilfe einer Maske zu bekämpfen. Bruce ordnet seinem Ziel, der Bekämpfung von Ungerechtigkeit, alles unter – auch seine Mitmenschen und sein eigenes Leben. TDK zeigt, was er damit erreicht hat. Nolan wirft ihn an den Abgrund zwischen Rache und Gerechtigkeit. Batmans Taten verschwimmen, in dem er zu drastischeren Methoden greift (zB. Überwachung) um seine sadistischen und menschenverachtenden Feinde aufzuhalten. Nolan lässt hier sogar die Frage offen, ob letztendlich Bruces Ausbruch in Gestalt von Batman der Auslöser für die Existenz von Menschen wie dem Joker ist, der den Terror geradezu personifiziert.

(SPOILER ANFANG)
Diesen Terror spinnt Nolan nun gekonnt weiter. Anstatt zu wiederholen, was der Joker schon zu genüge gezeigt hat, setzt er eine Figur ins Spiel, die ähnlich wie der Joker, den Terror personifiziert, jedoch auf eine ganz andere Art. Was Bane denkt, zeigt sich gleich zu Beginn des Filmes: Einer der Gefolgsleute von Bane versucht das abstürzende Flugzeug zu verlassen. Bane fordert ihn jedoch auf, sitzen zu bleiben und sich zu opfern um (mit dem Blut des Professoren) den Flugzeugabsturz glaubwürdig zu machen. Der Mann will nur noch wissen ob die Operation erfolgreich war und ergibt sich wiederstandslos seinem Schicksal. Hier blitzt sie auf - die Definition des Terrorismus: Ein Mensch der all sein Handeln und Denken nur einem Ziel verschreibt: Der Zerstörung - und wenn es das eigene Leben kostet. Bane ist so ein Mensch.

Seine Motivation zur Revolution ist ganz eindeutig der Kaptialismus, den er als korrupt und verachtenswert hält. Selina sagt es schon ganz am Anfang im Film zu Bruce „Ihr werdet euch fragen, wie ihr so maßlos leben konntet und dem Rest so wenig (zu leben) gelassen habt.“ Bane schlägt in der Börse los und erschüttert die Elite von Gotham. Ein Firmenchef beschimpft Bane, dass er ihm so viel Geld geliehen hätte, was offenbar nutzlos für ihn selbst war. Bane sagt dazu nur: „Und das gibt dir Macht über mich?" - dann bricht er ihm das Genick. Nolans Botschaft ist klar - oder nicht? Er sympathisiert mit Occupy, doch er ist der Meinung dass diese Welt nicht besser werden kann. Wohl eher schlechter. Denn um das bestehende System von Arm und Reich aufzuspalten um einer Gerechtigkeit entgegen zu kommen, müssten die Aktivisten es machen wie Bane und zur Gewalt greifen. Doch das würde sie auf eine noch viel tiefere Stufe stellen.

An einer anderen Stelle sagt Bane: „ Wir sind nicht gekommen um zu erobern, sondern um zu befreien“ Ein Zitat eines amerikanischen Generals vor dem Einmarsch in den Irak" Nicht einmal versierte Filmkritiker haben es erkannt. Zitat: "Wir schauen nur, aber wir sehen nicht". Vom terroristischen Revolutionär entpuppt sich Bane später zum Stalinisten, der seine Gegner skrupellos beseitigt, indem er sie tötet oder in das Exil verbannt – Tot durch den Gang über ein Eisfeld, stellvertretend für den eisigen sibirischen Norden. Nolan drückt ihm sogar einen Zünder in die Hand zum sprengen der sog. „zivilisierten Welt“ wie Bane sie nennt. Er schürt die Angst vor dem Nuklearschlag, die wir gerade hier in Deutschland durch den Kalten Krieg kennen gelernt haben. Wahre Verzweiflung entsteht eben nur, wenn man einen restlichen Funken Hoffnung hegt, wie Bane sagt. An seinem ironischem Unterton den er an speziellen Stellen einsetzt und der vielen missfällt, kann man durchaus seine Niedertracht gegenüber den Menschen wahrnehmen und hin und wieder Wahrheit und Lüge ablesen.

Auf der anderen Seite steht Batman, der jedoch genauso ZWANGHAFT ist wie Bane. Batman hat den Zwang zu verhindern, dass den Menschen das Trauma wiederfährt, welches ihm selbst passiert ist. Die Maske die er erschaffen hat, im Glauben damit sein Trauma zu überwinden, hat ihm alles genommen. Seine Liebe und Hoffnung. Bruce ist am Anfang des Films dorthin zurückgekehrt, wo er nach dem Tod seiner Eltern schon einmal war. Dieser Zustand gipfelt dann im Aufeinandertreffen mit Bane. Einem Menschen, der ähnlich wie Bruce eben auch all sein Handeln und Denken einem Ziel unterwirft. So gesehen ist Batman ein Spiegelbild für die „zivilisierte Welt“, für das momentane auch konservative Amerika, das in sich zerrissen ist und mit fragwürdigen und nahezu wirkungslosen Methoden verzweifelt gegen den Terror aufzubegehren versucht. Batmans Sieg über Bane kann als politisch äußerst rechtes Statement interpretiert werden, da er eben auf der Seite der Reichen und Bevorzugten steht und das momentane ungerechte System unbedingt aufrecht erhalten will. Doch dieser Vergleich hinkt, da Bane letztendlich ein Terrorist bleibt, der mit einer tickenden Bombe alles und auch sich selbst in den Abgrund reißen will - nur eben mit einem Funken Hoffnung.

Aber das eigentlich besondere am Film ist die Reise von Bruce Wayne. Damit er Bane schlagen kann, muss Bruce über sich hinaus wachsen. Den Schlüssel dazu findet er in ganz menschlichen Dingen, wie zu lernen, den Tod wieder zu fürchten und das Leben zu schätzen. Er muss lernen, dass seine Zwänge ihn eben nicht kontrollieren. Seine Vergangenheit hat ihm eindeutig gezeigt, dass Gewalt nur zu Gegengewalt führt. Für Bruce geht es genau darum: um seine Reise zurück zur Menschlichkeit, seinem Durchbruch aus dem Teufelskreis der Gewalt und raus aus seinem Gummianzug in dem er immer steckt. Alfred sagt es zu Beginn: „ ... but some men rise from the darkness“ Nolan lässt (wenn auch nicht eindeutig) die Interpretation zu, dass die letzte Szene im Café nicht unbedingt real sein muss. War sie doch genauso geschnitten wie die zu Beginn des Filmes. Sie zeigt nicht, dass Bruce noch unbedingt lebt. Das was man sieht, kann auch der Vorstellung von Alfred entsprungen sein – seine Gewissheit dass sein Sohn (was Bruce ja eigentlich für ihn ist) endlich den Frieden gefunden hat, den er sich immer für ihn erhofft hatte. Denn ob er noch lebt oder nicht ist gar nicht so wichtig – Bruce hat den Durchbruch geschafft und dadurch ein unangreifbares Symbol für die Menschen erschaffen und dadurch hat er seinen Frieden gefunden.
(SPOILER: ENDE)

Ich muss sagen dass TDK nicht im Ansatz an die politische Brisanz von Rises heranreicht. Nolan verstrickt seine Figuren so sehr mit unseren aktuellen politischen Anschauungen und Geschehnissen, dass es nur so brodelt. Keiner hat so etwas in dieser Art vorher mit einem Thema gemacht, das eigentlich der Fantasie entspringt. All die Dinge die Nolan zeigt, kommen uns bekannt vor. Aber nicht aus Filmen, sondern aus den Nachrichten. Mit der Tatsache, dass er auch einen Bogen zurück zu Begins zieht, (was nie geplant war, als Nolan Begins machte), dass er sogar Charles Dickens Werk "A Tale of two Cities" einbezieht, zeigt, dass er ein absolut brilliantes Storygeflecht konstruiert hat, bei dem es bei all den Verweisen schwierig ist, wirklich alle Details zu erkennen und durchzudenken. Oder aber man sagt, Nolan hat es so sehr übertrieben, dass er durch das Ganze sein eigenes Werk erstickt. Damit aber macht man es sich zu einfach, weil man dadurch das alles als belanglos abtun würde.

JA, Nolan verlangt viel von seinem Publikum. Er sieht seine Zuschauer als ebenbürtig an. Und genau davor knicken viele Zuschauer ein. Hier wieder: "Wir schauen nur, aber wir sehen nicht". Dieser Film ist so tief, dass er trotz seines großen Erfolges sich schon wieder heraus bewegt, aus den klassischen Strukturen des Mainstream-Kinos. Mit dieser Vielschichtigkeit, den vielen Verweisen und Botschaften und einer brachialen Filmästhetik - bei der man schon glaubte sie sei ausgestorben, erhebt sich dieser Streifen weit über das hinaus, was alle bisherigen Genreverfilmungen zu bieten hatten. Ja, dieser Film ist ein Meisterwerk - wenn man den Deckel anhebt und interessiert den Inhalt betrachtet!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trotz kleiner Makel ein gelungener Abschluss der Trilogie, 30. April 2013
Von 
S. Simon "WhiteNightFalcon" (Kastell) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises (DVD)
Auch wenn der Film über 2,5 Stunden lang ist, lässt sich die Handlung des Trilogie-Abschlusses eigentlich flott zusammenfassen. 8 Jahre sind vergangen, seit Batman Harvey Dents Tod auf sich genommen hat und in der Versenkung verschwunden ist. 8 Jahre, in denen er nicht wirklich benötigt wurde, doch als nun der Terrorist Bane in Gotham auftaucht, ist es an Wayne, wieder zu Batman zu werden....
Das Positive ist, dass Nolan auch bei seinem letzten Batman dem realistischen Anstrich treu bleibt, indem z.b. Wayne ganz Mensch bleibt und z.b. böse Nachrichten in Punkto Gesundheit bekommt, was ihn einmal mehr nicht zum Überhelden werden lässt.
Auch werden gelungene Themen wie Occupy Wallstreet, Zockereien mit Termingeschäften, real genutzt, um die Story um Bruce Wayne zuende zu bringen.
Die Actionszenen sind erste Sahne, dynamisch, flott, Hans Zimmers Score passt. Zudem werden diverse Szenen für Verknüpfungen genutzt. Sei das ein Auftritt von Ras al Gul oder das Polizist John Blake jener Junge ist, dem Batman in Teil 1 an einem Haus hängend einen seiner Ausrüstungsgegenstände zuwarf.
Auch die Darsteller sind top gewählt und diverse Figuren halten Überraschungen parat.
Doch die deutsche Synchro von Bane ist eine Enttäuschung. Lässt sie ihn doch mehr wie einen Irren wirken, denn einen überlegten Bösewicht, der einen perfiden Plan verfolgt. Mehr hat der Sprecher aber offenbar auch nicht drauf. Wer mal den Film Highlander-The Source" gesehen hat und die Synchro des dortigen Bösewichts The Guardian kennt, dürfte sofort wissen, was ich meine.
Doch auch die Handlung an sich hat den einen oder anderen bösen Schnitzer. Bane als Warlord kann das gesamte Finanzzentrum Gothams 3 Monate abriegeln und keiner tut - trotz Bombe - auch nur ansatzweise was dagegen??
Die gesamte Polizei sitzt 3 Monate in U-Bahntunneln etc fest und keiner findet einen Weg, sie früher zu befreien? Oder wenn sie denn befreit werden, kommen da keine bärtigen verwahrlosten Gestalten zum Vorschein??
Auch als Bane Batman bricht, ist es recht unlogisch, dass er ihn selbst in den Höhlenknast bringt, statt das einen seiner Leute machen zu lassen und sich stattdessen um seinen Plan zu kümmern, wenn er schon freie Hand in Gotham hat.
Bedenkt man, wie verschachtelt die Plots von Nolans The dark knight oder auch Inception waren, ist das schon erstaunlich, was sich hier an vermeidbaren Fehlern eingeschlichen hat.
Unterm Strich wäre das aber motzen auf hohem Niveau, denn alles in allem ist The dark knight rises" ein gelungener, wenn eben nicht perfekter Abschluss einer der besten Filmtrilogien, die es gibt.
Die Bild- und Tonqualität jedenfalls lässt sich keineswegs beanstanden hier wurde - wie einem aktuellen Blockbuster nicht anders zu erwarten - alles perfekt gemacht.
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671 von 794 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kritik auf hohem Niveau, 2. August 2012
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises [Blu-ray] (Blu-ray)
Jetzt schreibe ich mir mal den Frust von der Seele.

Was ist bloß los mit all den Menschen da draußen, die das Internet als Sprachroh nutzen wollen?
Wenn man sich hier einige negative Rezensionen durchliest, dann kann einem Angst und Bange werden.

"Der Film ist viel zu lang und langweilig" - zu keinem Zeitpunkt hat ich bei den knapp drei Std. Laufzeit so etwas wie Langeweile, weil die Inszenierung durchgehend gelungen ist. Komplexe und dennoch meist logische Handlung, interessante Charaktere etc.

"Im Film wird viel zu viel geredet und die Action ist öde" - Ja, genau. Heutzutage muss für einige scheinbar alle 3 Minuten irgendetwas irgendwie explodieren damit es ein guter Film ist. Dies hier ist ein klasse Actionfilm im aller besten altmodischen Sinne. Wie schon in den Vorgängern ist hier das meiste noch handgemacht und kommt ohne überladene CGI-Effekte aus, wodurch das Ganze wesentlich realistischer wirkt. Für Menschen denen das im Jahr 2012 zu öde geworden ist - schaut Transformers - da muss man den Dialogen nicht folgen und es explodiert immer i-was.

"Bane hat die Stimme von Mickey Maus" - Richtig ist, dass die Stimme im Original deutlich cooler weil noch böser ist, aber der Film bleibt auch mit einer nicht optimalen deutschen Synchro sehr gut und rechtfertigt keine deutliche Herabstufung.

"Gotham sieht aus wie New York" - Stimmt, denn es ist ja auch NY. Aber mich stört das ehrlich gesagt überhaupt nicht, weil es im 2. Teil auch schon so war, dass Gotham sehr an eine reale Stadt erinnerte (damals soweit ich weiß Chicago). Das gibt dem Ganzen wie ich finde einen ernsthafteren Anstrich. Wer sich das Gotham aus den Comics zurück wünscht, schaut sich halt die alten Filme an.

"Der Dritte ist der schlechteste Teil" - was ist das hier - ein Preiswettbewerb. Alle drei sind sehr gut. Soll doch jeder entscheiden welcher ihm am besten gefällt. Aber dieses kritisieren, weil ihn Andere gut finden und er zu sehr gehypt ist? Für den Hype sind wir doch selbst verantwortlich und das klingt für mich zu sehr nach "ich bin dagegen, weil ihr dafüt seit!"

Also man kann den Film finden wie man möchte. Aber wer hier weniger als 3 Sterne gibt, der sollte sich immer vor Augen halten, was sonst so über die Kinoleinwände flimmert. The Dark Knight Rises ist einer der besten Filme dieses nicht mehr so jungen Jahres und dennoch ist er nicht ganz perfekt. Aber das ändert nichts am positiven Gesamteindruck.

Grüße
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bester Film der Trilogie, 14. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises [Blu-ray] (Blu-ray)
Eins vorweg: Ich bin kein Comicfan oder Batmankenner, ich habe, bis ich mir die Trilogie um "The Dark Knight" angesehen hab, noch nie was von Batman gesehen oder gelesen.
Daher bewerte ich sozusagen den Film als solches und nicht, wie er mit dem originalen Batman übereinstimmt...

Also im Vergleich zu "The Dark Knight" und "The Dark Knight Rises" fand ich "Batman Begins" mit großem Abstand am schwächsten. Bleibt nur die Frage, welche der beiden Fortsetzungen die Bessere ist. "The Dark Knight" ist natürlich mit dem Joker schon der Hammer, die ganze Story passt einfach. Aber für mich ist der dritte und leider letzte Teil "The Dark Knight Rises" einfach der Beste.

Warum?

Es stimmt einfach alles, die Eröffnungsszene, der Fortgang der Geschichte, und natürlich das Finale mit dem großartigen Ende.
Der Film hat zwar ne megalange Spielzeit, in der es nicht jede Minute kracht, aber das finde ich ganz gut so, die Grundspannung bleibt immer erhalten, natürlich mit Höhen und Tiefen.
Der Soundtrack ist einfach der Hammer, von der ersten bis zur letzten Sekunde. Bild und Ton der Bluray sind großartig. Ich finde es super, dass der Film insgesamt deutlich mehr IMAX-Szenen beinhaltet als Teil 2.

Also: Wer einfach nur ein filmisches Meisterwerk sehen will, das mit intelligenter Story, Spannung und Action und nicht zuletzt mit genialer Kameraführung und Musik überzeugen kann, ist hier definitiv richtig. Es schadet nicht, vorher Teil 1 und 2 gesehen zu haben, mann muss es aber nicht.

Klare 5 von 5 Sternen.

P.S. Je größer der Bildschirm / die Leinwand, desto besser. Und eine ordentliche Soundanlage ist absolutes MUSS bei dem Film!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "There's a storm coming Mr Wayne" (Catwoman), 22. Juli 2012
Von 
OldboY - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises (DVD)
Christopher Nolan wollte bei "Batman - The Dark Knight Rises" eigentlich gar nicht mehr Regie führen. Wie die Sunday Times vor einigen Wochen enthüllte, gelang es dem Produktionsstudio letztlich nur durch die Zusage, Nolan's grandiosen Timeshift-Thriller "Inception" zu finanzieren, den Regisseur von "Batman Begins" und "Batman - The Dark Knight" umzustimmen. Nolan's Idee war es, wie bei der für 2013 angekündigten neuen Superman - Franchise, nur noch als ausführender Produzent in Erscheinung zu treten. Die Gründe hierfür sind einfach nachzuvollziehen, war doch "Batman - The Dark Knight" ein Meilenstein, dessen kommerzieller Erfolg beim Publikum und (was selten einmal zusammentrifft) auch bei den Kritikern es Nolan unglaublich schwer machte, mit einem neuen Batman noch einmal in diese Höhen aufzusteigen.

Ganz gelungen ist ihm das bei "Batman - The Dark Knight Rises" dann auch tatsächlich nicht. Die grandiose schauspielerische Leistung eines Heath Ledger (Joker) sowie das an lebendiger Dramaturgie nicht zu überbietende Drehbuch des zweiten Nolan-Batmans waren für den Abschluss der jetzt vorliegendenden Trilogie einfach uneinholbar. Die Schauspieler sind zwar auch dieses Mal Spitzenklasse, allen voran Tom Hardy als "Bane", dessen Darstellung an die grandiose schauspielerische Leistung in "Bronson" (ähnlicher Charakter) erinnert. Die Interpretation der "Catwoman" als semirevolutionäre und bohemieneske "Robin-Hoodesse" durch Anne Hathaway ist ebenfalls außerordentlich gut gelungen. Gary Oldman brilliert einmal mehr als "Commissioner Gordon" und die Wiedereinführung eines "Robin" in das Franchise kompensiert den Wegfall verschiedner "guter" Charaktere in "Batman - The Dark Knight" (Harvey Dent, Rachel Dawes). Es gibt auch ein Wiedersehen mit den alten Wiedersachen Raz al Ghul (in Rückblende) und Jonathan Cane/Scarecrow, letzterer in einer geadezu grandiosen Rolle als unerbittlicher Revolutionsrichter.

Thematisch setzt dieser Batman ebenfalls neue Akzente. Zwar geht es vordergründig (nicht gerade sehr einfallsreich) um die ultimative Bedrohung von Gotham durch eine nukleare Bombe. Wirklich interessant ist jedoch die Einbettung in das zugrundeliegende Verbrechenskonzept. Ging es dem Joker im letzten Teil in erster Linie um die Etablierung einer (Zyniker mögen sagen: anarchokapitalistischen) Herrschaft des Chaos, so ist Banes Mission hier letztlich die Fortsetzung dessen, was sein Spiritus Rektor Raz al Ghul bereits in Batman Begins versucht hatte. Die Etablierung einer moralisch reinen Gesellschaft durch Ausmerzung von allem was korrupt ist. Banes Mittel hierzu ist die Anzettelung einer Revolution sowie die Etablierung einer Herrschaft des Schreckens und der Tugend a la Robbespierre. Ideen der Französischen Revolution brechen an verschiedenen Stellen des Drehburch unmittelbar durch, etwa die Installierung von Tugendgerichten, bei denen es weder eine Form der Verteidigung noch ein Strafmaß außerhalb von Verbannung oder Tod gibt. Der Pöbel regiert in dieser von Bane geschaffenen Welt. An mancher Stelle ist man geneigt eine Parallele zu "Occupy Wall Street" und der soziokulturellen Philosophie der "99%" zu erkennen (eines der ersten Ziele Banes ist der Handelsraum der Wall Street) und so liest sich der neue Batman in Teilen als sozioökonomische Kritik am Kasino-Kapitalismus, dessen Keimzelle in New York liegt und für den sich so mancher Semi-Revoluzzer und Gelegenheits-Camper einen heraufziehenden Sturm nur so wünschen mag (Catwoman: "... a storm is coming"). Bane als Symbolfigur einer revolutionären Zeitenwende? Die Bereinigung und Verbesserung der Menschheit durch Abschaffung des Kapitalismus (mit samt seinen Symbolträgern: Polizei, Wall Street, Reiche ...) und Einführung einer Art Polizeigewalt des Pöbels? Oder liegt alles doch anders herum? Ist der neue Batman vielleicht ein reaktonäres Werk, da am Ende die alte Herrschaftsordnung triumphiert (wie es eine Kritikerin des linksliberalen Guardian scheinbar analytisch korrekt herausgefunden zu haben glaubt)? Das sind höchst spannende und interessante Überlegungen, deren Einbettung in das ansonsten eher actionlastige Drehbuch aus meiner Sicht höchsten Respekt verdient.

Mit "Batman- The Dark Knight Rises" hat Christopher Nolan zwar nicht den besten Film in seiner Trilogie geschaffen (das ist für mich nach wie vor Teil 2), jedoch liest sich der Film in weiten Teilen als Allegorie auf die zerstörerischen Kräfte der Französischen Revolution, eingebettet in den aktuellen Kontext der herrschenden Kapitalismuskritik. Was hier jetzt gut und was böse ist, bleibt dabei der Interpretation des Zuschauers überlassen. Das ist wirklich intelligentes Kino und verdient daher die volle Punktzahl.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Klassisch verrissenes Trilogie-Finale, 21. November 2014
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises [Blu-ray] (Blu-ray)
Meiner Erwartungshaltung ist der Streifen auch nach dem zweiten Mal ansehen leider nicht gerecht geworden.

Am schlimmsten sind die unglaublich großen und zahlreichen Logiklöcher. Die Darsteller, die Teil 1 und 2 mitgetragen haben (Michael Caine & Gary Oldman) kommen kaum zur Geltung, werden dafür aber durch eine mittelprächtige Catwoman und einen austauschbaren Bane ersetzt. Dafür, dass man Bane sehr viel Screentime gegeben hat, ist Batman leider so gut wie gar nicht zu sehen.

Endlose "Hollywood-Dialoge" dehnen den Film auf langatmige 2,5 Stunden und auf “Teufel komm raus“ wird ein Bezug zum ersten Teil geschaffen. Dieses geschieht leider so penetrant, dass man denken könnte, den zweiten Teil hat es nie gegeben.

Zwar gibt es den einen oder anderen Moment, der gelungen auf mich wirkt, aber im Gegensatz zu BB & TDK konnte mich der Film nicht fesseln. Ca. eine Stunde vor dem Ende habe ich bereits auf dieses gehofft. Leider überzeugte es genauso wenig wie die gesamte Spielzeit zuvor.

Ach ja, die deutsche Tonspur ist übrigens (wie hier schon oft bemängelt) tatsächlich noch schäbiger als im zweiten Teil.

Am Ende bleibt ein klassisch verrissenes Trilogie-Finale, das verkrampft und willkürlich daher kommt. Zwei Teile hätten wie so oft auch hier vollkommen genügt. Schade drum!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die schönste Ergänzung zur Warner Premium Collection, 21. Juli 2014
Von 
Dr. Hartmut Spiesecke "hartmutspiesecke" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über den Film ist schon alles gesagt. Mir gefällt der hintergründige, Schwächen zeigende, sich überwinden müssende Batman hervooragend, und die Charaktere sind (im Unterschied zu den oberflächlicheren Avengers) deutlicher gezeichnet.
Sowohl Bild- als auch Tonqualität haben Referenzniveau und sind nach der Filmrezension auch bestens dazu geeignet, die Leistungsfähigkeit von Fernseher und Soundanlage zu demonstzrieren.
Während die beiden ersten Dark Knight-Teile in der schönen Premium Collection von Warner vorliegen, ist der dritte Teil dort nicht erschienen.Ob Warner die Reihe in Deutschland überhaupt fortsetzt, ist unbekannt - Im Ausland gibt es seit Jahren weitere Filme in dieser Ausstattung.
Für mich war deswegen die der Premium Collection weitgehend angehäherte Mediabook Edition erste Wahl, die Müller exklusiv vertrieb und die inzwischen auch schon seit längerem ausverkauft ist. Der Titel (mit Prägung ) ist hochwertig, Schutzhülle (mit FSK-Logo nur dort), ausführlichem Fototeil und zwei Disks, eine mit Film, die andere mit Extras sind eine richtig gute Ausstattung zum damals fairen Preis von 22 Euro.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ist der richtige geniale "Abgang" von Batman !!!, 29. Juni 2014
Von 
Kirsten Eichler (Germany.Schwäbisch-Gmünd) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises (Amazon Instant Video)
Dieser Film ist ultra-genial. Er beinhaltet alles,wofür Batman je gestanden hat . Die Geburt seiner weiteren Kollegen ,wie Catwoman,Robin .. eben diejenige die noch weiter mit ihm ,Seite an Seite kämpfen werden & für Gotham City das Symbol der Freiheit,der Zusammen sind wir stark Fraktion ,wieder Auferleben lassen.. Dieser Film zeigt alles an Antworten auf die vorherigen Fragen . Es ist ein richtiger "Abgang" von Batman & die "Geburt" einer neuen Ära !!!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mann mit Kostümfaible gesucht, 17. November 2014
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises (DVD)
Weinerlicher Typ wird von wandeldem Staubsauger verprügelt und entdeckt nach chiropraktischer Behandlung der rustikalen Art das er die gleichen akrobatischen Fähigkeiten wie ein kleines Mädchen entwickeln kann.
Beamt ? sich anschließend zurück um sich von katzenhafter Dame welche mehr Eier als unsere Plastikfledermaus hat retten zu lassen. Im Hintergrund Gruppenkeilerei von Statisten welche eine Feuerwaffe wohl eher als Nussknacker ansehen oder zumindest angesichts der Trefferquote die Munition vergessen haben XD
Im Free-TV gesehen und ja selbst die vergeudete Zeit war ein zu hoher Preis. Wobei im Nachhinein eine gewissen Heiterkeit über die allgemeine Akzeptanz solche Machwerke kann ja auch befriedigen.

So und nun darf sich die Fanboybrigarde in Stellung bringen. Werde mich köstlich über jeglichen Rechtfertigungsversuch amüsieren :D
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228 von 285 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Trilogie, ein Meisterwerk, 10. August 2012
Rezension bezieht sich auf: The Dark Knight Rises [Blu-ray] (Blu-ray)
Es bietet sich nun bei Batman die Gelegenheit, auf die Trilogie einzugehen. Diese Möglichkeit möchte ich nutzen. Daher wird diese Rezension ein wenig anders sein als die Anderen. Ich verzichte überwiegend auf die Wiedergabe des Inhalts, vielmehr gehe ich auf die Bewertung und auf die Blu-Ray ein.

Ich habe damals, im Jahre 2005 den ersten Teil, 'Batman Begins', mit großer Freude erwartet, weil ich eben ein großer Fan von Batman bin. Seit der Kindheit. Für den Einen oder Anderen schien es damals ein zunächst gewöhnlicher Film zu sein. Ein Film, für den man keine besonderen Erwartungen gesetzt hatte, auch ich nicht. Gerade weil es vielleicht nur eine Comicverfilmung war. Doch in einer Hinsicht war Ich mir absolut sicher: Allein die Besetzung spricht für sich: Christian Bale, Morgan Freeman und Liam Neeson unter anderem. Zugegeben: Regisseur Chris Nolan war mir zu dem Zeitpunkt unbekannt.
Als ich dann den Film endlich gesehen hatte, war ich einfach sprachlos. Es gab und gibt keinen besseren Batman. Christian Bale hat die Rolle des dunklen Ritters exzellent verkörpert. In Kombination mit der ersten epischen Geschichte und den anderen Schauspielern, ist für mich Batman Begins der erste Teil vom Meisterwerk. Besonders erwähnenswert sind die Dialoge zwischen Bale und Neeson, die so qualitativ sind, dass man verblüfft ist, es handele sich hier "nur" um eine Comicverfilmung. Doch für mich ist es vielmehr als das! Eine durchaus realistische Geschichte gepaart mit viel Action und Dramatik. Die Entstehungsgeschichte wurde sehr düster, aber dennoch nachvollziehbar erzählt. Batman möchte seine Angst mit Anderen teilen und somit das Böse bekämpfen. Das Ende gibt dem Zuschauer die Andeutung auf eine spannende Fortsetzung. Zurecht!

Drei Jahre später dann der zweite Teil - 'The Dark Knight'. Batman wird zum ersten mal ein Ultimatum gestellt. Egal wie er sich entscheidet, die Ausgangslage bleibt negativ: Soll er seine Freundin, Rachel retten, oder Gothams '"weißen Ritter"', den Staatsanwalt Harvey Dent? Letzteres geschieht, wenn auch nicht vom Schicksal geleitet. Chris Nolan hat den Film vom Scheintod des Commissioners Gordon bis hin zu diesem Ultimatum, so packend erzählt, dass dem Zuschauer nichts anderes bleibt, als sich in dem Film zu verlieben. Mir jedenfalls erging es so. Ob Fan oder nicht. Die Dramatik bekommt der Zuschauer hart zu spüren. Besonders gegen Ende. Dies ist auch der Filmmusik von Hans Zimmer zu verdanken, der eine grandiose Komposition abliefert, die genau eines bezwecken soll: Die düstere Atmosphäre am lebendigen Leib zu erfahren. Das Ende könnte tragischer und fesselnder nicht sein. Die Hoffnung Gothams auf eine friedliche Zukunft stirbt mit Harvey Dent, die Wahrheit wird vertuscht und Batman wird zum Sündenbock.

Hollywood vergibt zwei Oscars. Einer geht an Heath Ledger. Verdient? Absolut! Der Joker ist doch der eigentliche "Held" dieses Teils. Es muss nicht immer Batman sein, wobei auch hier Bale eine konstante Leistung abliefert. Der Joker hebt sich jedoch in diesem Teil von allen anderen hervor. Ein verrückter, aber dennoch genialer Clown, mit dem nicht zu spaßen ist. Heath Ledger hat seine Rolle des Jokers nicht nur gespielt, er hat sie gelebt! Das meinte Chris Nolan in einem Interview. Die Art und Weise, wie er Joker präsentiert, ist einzigartig. Nolan war von Ledgers unbeabsichtigten Mimiken (das mit dem Mund und der Zunge) so angeekelt, aber trotzdem begeistert, dass er dies gleich in die Endfassung aufnahm. Ursprünglich tat Ledger dies nur, weil ihn die Schminke störte. Für mich steht eines fest: Ich wage zu bezweifeln, dass es jemals einem anderen Schauspieler gelingen würde, Ledgers Leistung als Joker zu übertrumpfen - im wahrsten Sinne des Wortes.

'The Dark Knight' ist eine Fortsetzung, die an Dramatik zugenommen hat. 2/3 des Weges bis zum Meisterwerk sind geschafft. Nicht mehr, nicht weniger. Allen voran ist es Heath Ledger zu verdanken. Wie keinem anderen Bösewicht zuvor oder danach, gelang es Joker Batman seelisch zu verletzen, als er eben eine wichtige Person seines Umfeldes, das Leben genommen hat, der Bruce Wayne Nahe stand. Der Joker ist Batman als Gegenspieler ebenbürtig. Seitdem hat er sich in die Herzen der Zuschauer und Fans geschlossen. Umso trauriger, dass er im Finale nicht mehr auftreten kann, obwohl es so vorgesehen war.

Nun also, 'The Dark Knight Rises'. Direkt als Erstes ist zu sagen: Der krönende Abschluss der Trilogie. Der neue Gegner heißt Bane. Ein muskulöser, aber dennoch schlauer Bösewicht, der sogar Batmans Identität entlarvt hat und ihm das Rückgrat zunächst verletzt. Nolan hat mit Absicht einen Gegner gewählt, der sich von seinen Vorgängern unterscheidet. Das war eine richtige Entscheidung. Das verleiht der ganzen Trilogie mehr Abwechslung und stellt damit auch Batman vor vielen Hindernissen, die er zu bewältigen hat. Erneut wird die Geschichte authentisch erzählt. Über die schauspielerischen Leistungen aller ist kein Wort mehr zu verlieren. Nichts anderes als eine Weltklasse Leistung, wobei Michael Caine als Butler Alfred besonders gelobt werden muss. Erwähnenswerter ist die wunderbare Kulisse und die Special Effects. Hierbei dient New York als Vorlage und wird zum fiktiven Gotham. Ich sage nur: Fliegende Gullideckel, gesprengte Brücken, oder der Endkampf zwischen der Polizei und den Anhängern Banes. Die Batman-Reihe hat sein Ende gefunden und ist mit 'The Dark Knight Rises' ein mehr als gelungener Abschluss dieser Trilogie. Chris Nolan sei Dank, dass der Film nicht in 3D erschienen ist und er sich für IMAX entschieden hat. Erfreulich, dass es noch Leute gibt, die nicht immer mit dem Strom, sondern dagegen schwimmen und, die nicht immer nur ans Geld denken!

Batman/Bruce Wayne wird insbesondere im letzten Teil dieser Trilogie zur tragischen Figur. The Dark Knight Rises ist in jeder Hinsicht kein gewöhnlicher Film. Eine Comicverfilmung verbunden mit der Thematik des Terrorismus und auch der Wirtschaftskrise (welches ein Spiegelbild unserer heutigen Welt ist), die zudem eine Verknüpfung mit einer tragischen Geschichte erhält. Es sind sicherlich mehrere Faktoren die dazu beitragen, weshalb die erste Hälfte des Films vielen nicht "passt". Der Film baut jedoch seine Handlung bis zu einem gewissen Punkt auf, um die Rückkehr Batmans rechtzufertigen. Die Dialoge setzen geradezu neue Maßstäbe, siehe Bale = Caine. Bei ihnen kommt der Aspekt der Tragik zum Vorschein. Nicht zuletzt deswegen, weil die Liebe Waynes (Rachel) einem Verrückten zum Opfer fiel. Batman sieht sich in der Verantwortung, Gotham als Beschützer zur Seite zu stehen. Sein Fall und seine spätere Auferstehung ("Rise" ist der bessere Ausdruck) ist zwar vielleicht keine Besonderheit, die schwer vorauszusehen wäre, allerdings erfreut sich der Zuschauer darüber, dass das Gute über das Böse gesiegt hat. Und vor allem, dass Batman von Gotham als Retter erkannt und gewürdigt wird, als Held und nicht als Antiheld.

Klarstellung: Viele sind der Meinung, dass Bane dem Joker nicht das Wasser reichen könne. Dieser Vergleich ist insofern falsch, da zwei absolut verschiedene Typen in zwei verschiedenen Filmen zum Vorschein kommen, die in einem Kontrast zueinander stehen. Während Joker ein wahnsinniger Genie ist, terrorisiert Bane Gotham. Tom Hardy ist natürlich durch diese erschreckende Maske eingeschränkt. Doch es ist eben seine Figur und sein Aussehen, was Angst vermitteln soll. Da bedarf es keiner Mimik. Bei Joker ist es eher das Unberechenbare, was ihn gefährlich macht. Jedoch empfiehlt es sich die englische, originale Film-Fassung anzuschauen. Banes Synchronisation ist da gelungener.

*Nachtrag zur Blu-Ray*

Da die "negativen" Punkte eher nüchtern ausfallen (eigentlich nicht der Rede wert, aber aufgrund der nicht vorhandenen Aspekte, die zu bemängeln wären) und den Gesamteindruck der Blu-Ray in keinster Weise trüben, gleich mal vorweg: Der deutsche Ton hat "lediglich" DD 5.1 zu bieten, während die englische Tonspur in DTS-HD Master Audio 5.1 ist. Das ist leider etwas schade, aber für jene, die den Film in vollem Unfang genießen wollen, nehmen eh den englischen original Ton in Anspruch. Zumal Bane, wie bereits erwähnt, dort einen besseren Eindruck hinterlässt in Bezug auf seine Sprache und Stimme. Der Film wird in 1080p wiedergegeben und ist je nach Szene entweder in variabler 16:9 2.40:1 Qualität oder in 1.78:1 IMAX-Sequenz. Problematisch wird es etwas, wenn das Bild oft zwischen 2.40:1 und 1.78:1, also IMAX, hin und her wechselt. Da gibt es schon Unterschiede. Ein Wendecover gibt es leider nicht, was bei dem groß aufgebrachten USK Logo mehr als wünschenswert gewesen wäre. Sei es drum.

Das IMAX Verfahren ist wirklich das Maß aller Dinge in Sachen Film-Dreh. Diese Sequenzen verleihen dem Film eine noch authentischere Atmosphäre, sodass man das Gefühl hat, Teil des Films zu sein. Hier wieder Lob an Chris Nolan, der dieses Verfahren für das Finale fortgesetzt hat. Zur Freude der Fans und Zuschauer beinhaltet die Blu-Ray zwei Discs. Die Eine ist natürlich der Film, und die Andere widmet sich dem Bonus-Material, die mit drei Stunden Spielzeit wirklich nicht zu kurz kommt. Darin gezeigt werden unter anderem: ein Blick hinter den Kulissen, alle Batmobile, Interviews mit den Schauspielern usw.

Fazit:

Die Batman Trilogie von Schöpfer Chris Nolan gehört zu eines der Besten überhaupt! Jeder Teil ist sehenswert und vermittelt eine nie dagewesene realistische und zugleich düstere Stimmung. Zumindest im Vergleich zu anderen Comicverfilmungen. Während 'Batman Begins' den Einstieg der Trilogie bildet, zeichnet sich 'The Dark Knight' durch schauspielerische Kunst (Heath Ledger/Joker) aus. 'The Dark Knight Rises' hingegen bietet die epischste Geschichte von allen, die einige Wendungen verspricht und zum Finale wird, dessen Ende den Zuschauern offen lässt, wie es mit Batman weitergehen könnte. Der Kontrast, der einem deutlich werden müsste, dass das Thema des ersten Teils laut Nolan "Furcht" war, bei TDK "Chaos" und TDKR "Schmerz", finde ich sehr interessant und abwechslungsreich! Dafür standen jeweils die Bösewichte:
Ra's al Ghul, der Joker und schließlich Bane. Letztlich traurig ist man aber auch gleichzeitig, dass Schluss ist mit der Trilogie. Ende mit Christian Bale.
Die Dark Knight Teile verknüpfen einander. Sie sind und bleiben ein Meilenstein in der Geschichte des Films und bilden daher ein Gesamtwerk. Ein Meisterwerk.
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The Dark Knight Rises [Blu-ray]
The Dark Knight Rises [Blu-ray] von Christopher Nolan (Blu-ray - 2012)
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