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Kundenrezensionen

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am 12. Juli 2004
Ich stolperte mehr durch Zufall über dieses - wie auch andere - Buch von Fry und allein beim Lesen des Klappentextes wurde mir bewusst, dass das ein Buch war, nachdem ich ewig gesucht hatte. Und ich wurde ganz und gar nicht enttäuscht. Als ein notorischer Nicht-Krimi-Leser bin ich kein Fan von Aufklärungen auf den letzten Seiten, aber in diesem Fall war diese Art des Schreibens ein absolutes Muss, die Spannung war unerträglich, endlich die Wahrheit herauszufinden.
Außerdem ist Fry ein außerordentlicher Sprachkünstler, was in der Übersetzung leider nicht ganz so zu spüren ist. Seine Art mit Wörtern und Sätzen zu jonglieren ist einmalig!
Wem dieses Buch nicht gefällt, der sollte nie ach England kommen und hat - so Leid es mir tut - keinen Sinn für, oft schwarzen, britischen Humor.
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. August 2008
Also ich muss gestehen, ich habe die Geschichte noch immer nicht so richtig verstanden... Mittlerweile habe ich sie mir dreimal angehört, aber den Schluss kapier ich irgendwie nicht.. Ich weiß auch nicht so recht, woran das jetzt liegt, ob die Erzählweise so verworren ist, oder der Sprecher so wenig dynamisch mitschwingt... Wie auch immer, die Schlusspointe hab ich jedenfalls verpasst ;-)

Wie auch immer, das Hörbuch hat mich trotzdem gut unterhalten. Die Geschichte ist jetzt nicht besonders spannend oder aufregend, die meisten Situationen sind aber derart skurril und schräg, dass man einfach immer wieder schmunzeln muss. Sicherlich ist der Protagonist wenig sympathisch, auch wird seine Figur vom Autor nicht wirklich fein ausgeführt, seine Handlungen wirken oftmals wenig glaubhaft, sondern eher gestelzt und konstruiert. Aber irgendwie passt das wunderbar ins Gesamtbild... Die ganze Erzählung hat so etwas Unwirkliches an sich, da erscheinen so manche Ungereimtheiten dann doch irgendwie wieder ganz schlüssig.

Sehr schön dazu passt der Sprecher, Daniel Brühl. Sicherlich ist er ein Top-Hörbuch-Leser, im Grunde liefert er auch hier eine eher durchschnittliche Leistung ab. Sein etwas monotoner, wenig dynamischer Erzählstil fügt sich aber wunderbar zwanglos in diese oben beschriebene skurril-unwirkliche Welt ein, dass es schon wieder gut ist. Es gelingt ihm tatsächlich, der Story trotz eintöniger Vortragsweise etwas Leben einzuhauchen und die 4 CDs tatsächlich unterhaltsam zu gestalten.

FAZIT:
Sicherlich keine Meisterleistung, sowohl schriftstellerisch (Autor) als auch leserisch (Sprecher), aber doch eine recht kurzweilige und angenehme Unterhaltung. Der Schluss ist wie gesagt ein wenig verworren, die Pointe nicht wirklich verständlich, aber dennoch ein nettes Hörbuch zum Autofahrt-Nebenbei-Hören.
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am 15. Januar 2006
"Der Lügner" ist ein ziemlich umfangreiches Buch über die Entwicklung eines englischen Internatsschülers, der sich durch Intellekt, Erotik und Liebe gepeitscht, aufmüpfig und eigenwillig sowohl durch Internatszeit und College kämpft, Adrian Healey. Als kluger und überheblicher, aber notorischer Lügner gerät er in abenteuerliche Situationen, in denen er sogar auf Mordopfer stösst und selbst in die Schusslinie stolpert.
Anfangs wirkt die Handlung etwas verwirrend, da Rückblenden, Lügengeschichten, Reisen und der Schul- wie auch Collegealltag nicht in chronologischer Reihenfolge auf den Leser einprallen. Das legt sich aber schnell, da dieses Buch eine solche Zugkraft entwickelt, der man kaum entkommen kann. Die Geschichte arbeitet sich bis zum Ende vor, und man staunt ob der Ereignisse und vor allem der hinreissenden Sprache.
Ich habe das Buch mit grossem Genuss gelesen. Es gehört sich zu jenen, die man öfter aus dem Regal holt und ein weiteres Mal ohne Abstriche geniessen kann.
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am 15. April 2007
Adrian Healey ist so ziemlich der exzentrische britische junge Mann, der mir literarisch je untergekommen ist. Er fliegt von der Public School in den Siebzigern und auch in Cambridge mogelt er sich höchst intelligent durch. Sein gelangweilter kriminell-egoistischer Geist wird gepaart mit Sexbessenheit, einen Faibel für Lügen und einer höchst skurrilen Agentengeschichte, in der Professor Donald Trefusis (wohl bekannt als Frys Radiofigur des BBC) die treibende Kraft ist.

Dieser Roman hat 394 Seiten und ich habe auf mindestens 360 von ihnen laut lachen müssen. Stephen Fry sprüht vor Wort- und Situationswitz! Mal lässt er geschwollen reden, nur, um das Hochtrabende dann mit Fäkalsprache zu brechen. Und trotz einiger Gassenhauer wird er niemals vulgär. Und eines sickert aus jeder geschriebenen Zeile: absolute Intelligenz! Wenn der eigene Geist gefordert wird, macht Humor erst richtig Spaß. Das weiß auch Stephen Fry. Deshalb ist seine Handlung nicht stringent, sondern springt unangekündigt zwischen Agententhriller, Public School und College hin und her. Und ganz nebenbei lernt man noch höchst wichtige unnütze Details. Zum Beispiel, dass Mnemosyne die Mutter der Musen war. Wirklich, ein genial komisches Buch, was ich nur absolut empfehlen kann!
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am 4. August 1999
Mit "Geschichte machen" wurde ich vom Stephen Fry-Virus angesteckt und auch "Der Lügner" hat mich nicht enttäuscht. Auch wenn das Cover nicht besonders toll ist, der Inhalt ist dafür um so besser. Adrian Healey ist ein Lügner. Dies macht uns Stephen Fry schon gleich am Anfang klar. Deshalb weiss man auch nie so recht, was jetzt Sache ist. Wie auch in anderen Frys, ich lese gerade "Das Nilpferd", so dauert es seine Zeit, bis man im Buch drin ist. Deshalb die Warnung, nicht sofort weglegen, wenn einem das ganze ziemlich verwirrend vorkommt, man wird dafür entschädigt, wenn man das Buch zu Ende liest. Zur Verwirrung trägt natürlich Stephen Fry selbst bei, der irgendwelche Geschichten von Hosen, Jacken und Hemden einflechtet, die der Leser einfach nicht verstehen kann. Wie auch in den anderen Frys geht es mal wieder ziemlich homoerotitisch zu. Allerdings so richtig zur Sache geht es wieder nicht. Selbst der ehrwürdige Professor Trefusis wird verhaftet, weil die Polizei glaubt, er hätte in einer Herrentoilette einen One-Night-Stand gehabt.
Stephen Fry ist das Kunststück gelungen, einen Campus-Roman zu schreiben, mit aller Kritik am britischen Uni-System und dem Thatcherismus, der mit einem Agentenroman kombiniert ist. Dazu kommt noch ein großer Schuss Sexualität.
Ich kann allen nur wünschen, den Showdown am Ende zu lesen, der ist besser, als alles was wir von Agatha Christie kennengelernt haben.
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am 19. November 1999
Stephen Fry, bekannt als Schauspieler in Ronan Atkinsons "Black Adder", präsentiert dem Leser mit "Der Lügner" einen beachtlichen Debütroman. Der Brite erzählt von dem 15jährigem Adrian Healey, der zwei Vorlieben hat: Sexuelle Abenteuer und geistreiche Lügen. Beides wird dem Jungen zum Verhängnis, so daß er in ein Mordaffäre hineingezogen wird, in dem u.a. ein internationaler Spionagering, ein pornographischer Roman von Charles Dickens und nicht zuletzt das britischste aller Spiele, nämlich Kricket eine Rolle spielen. Stephen Frys Roman besticht durch einen intelektuellen Witz, mit dem er schon seit längerer Zeit die Leser seiner Kolumnen unterhält, so daß es ein absoluter Hochgenuß ist, diesen Roman zu lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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TOP 500 REZENSENTam 12. April 2013
Stephen Fry, Regisseur, Darsteller (unter anderem mit Hugh Laurie und Rowan Atkinson in Blackadder und als famoser Oscar Wilde im gleichnamigen Film), Komiker und Autor, ist eines der großen Multitalente, die England in der zweiten Hälfte des vergangen Jahrtausends hervorgebracht hat. In seinem Roman "Der Lügner" verknüpft er einige autobiographische Ansätze seiner eigenen Jugend mit einer fiktiven Geschichte, die sich um das Zentralmotiv der Lüge und des Lügners spinnt; das Buch ist alles in allem eine sehr unhomogene, aber nichtsdestotrotz das Genre des Romans vollends ausfüllende Kuriosität, vom Großen und Ganzen bis ins Kleinste schwankend zwischen Humoreske und dem klassischen brit. Roman. Man könnte sich natürlich fragen: Was ist dieser Roman eigentlich? Aber dabei entginge einem dann schon die nächste Wendung.

Verworren haben einige hier den Plot genannt, auch die Neigung zur sexuellen Unverblümtheit, oder zumindest die mangelnde Zurückhaltung auf diesem Gebiet, wurden hier angesprochen. Beides kann man und soll nicht weggeredet werden, aber man muss es im richtigen Kontext sehen. Die Verworrenheit und Irritation, sofern sie sich beim Leser einstellt, hat ihre Gründe nicht unbedingt in der Auffassungsgabe des Lesers (der das dem Autor sehr übelnehmen würde!), sondern manchmal auch, weil ein Puzzleteil noch nachgereicht wird oder die Irritation einen mit dem Protagonisten auf eine Stufe stellen soll (was man vor Augen behalten sollte); sicherlich kann man auch eine Lüge oder Doppelbödigkeit, die das ganze wieder in den Rahmen rücken würde, übersehen haben, aber bei allem Hin und Her ist der Roman doch auf gewisse Weise streng linear - man erfährt alles zur rechten Zeit.

Die sexuellen Freizügigkeiten wiederum sind ganz klar ein Merkmal dieses Romans, was in ihm von vorneherein verankert ist und einem roten Faden gleich (ich meine nicht etwa einen provokativen oder der bloßen Unterhaltung dienenden roten Faden, sondern einen thematischen) das Buch begleitet. Diese (gar nicht mal so exzentrischen oder schlimmen, sondern vielmehr unangenehm wahrscheinlichen "Exzesse") tragen zweierlei wichtiges zu dem Buch bei: Dimension und Spiel. Letzteres wird man vielleicht nachvollziehen können, wenn man das Buch gelesen hat und alles Aspekte kennt, die mit Lügen und Phantasie zu tun haben; ersteres ist eine Tatsache. Sex verleiht einem Roman eine zusätzliche Dimension (genau wie Liebe oder ein anderes, weniger universelles Motiv) und Fry legte seinen Roman, ob nun bewusst oder unbewusst, in sehr vielen Dimensionen an.

Diese "Dimensionalität" macht den Roman manchmal schwierig, an einigen Stellen fast schon Absurd, an manchen aber auch sehr authentisch. Bei solch einer Diskrepanz sollte man nicht von einem Meisterwerk sprechen, aber es ist schwer, das nicht zu tun, was einmal an der Einzigartigkeit der Entwicklung des Romans liegt, als auch an der einfachen Tatsache, das Fry sehr gut schreiben kann (diese Tatsache hat es offensichtlich unbeschadet durch die Übersetzung geschafft). Er weiß ganz genau wann er wie schreiben muss und welche Atmosphären Worte erzeugen - für einen Roman immer ein Pluspunkt, der ihn fast immer zu einem lesenswerten Buch macht.

Ganz zum Schluss: Auch ich war zugegeben am Schluss etwas überfordert, habe vielleicht auch nicht alles verstanden. Aber was hilft’s - ich habe das Buch mit einem Lächeln und einer guten Portion an Faszination in meiner Erinnerung und meinem Gedächtnis weggelegt. Wenn nichts anderes greift, so soll das für "Der Lügner" sprechen!
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am 1. Juli 2009
"Der Lügner" war das erste Buch von Stephen Fry, das ich gelesen habe, und seitdem bin ich ein eingefleischter Fan von ihm -
ich finde, es gibt nicht viele Bücher, die so geistreich und witzig geschrieben sind, und fast jeder Satz von Stephen Fry macht einfach Spaß.
Er bringt einem dadurch seine Figuren (hier vor allem den Protagonisten Adrian) so herrlich nah, dass man das Buch nicht mehr weg legen möchte.
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am 4. September 2000
Einen besonderen Spaß bietet "der Lügner" demjenigen, der mit "Columbus war ein Engländer", Stephen Frys Biographie, vertraut ist. Es ist wunderbar zu lesen, wie der Autor seine eigenen Erinnerungen und alten Probleme in den "Lügner" eingeflochten und leicht moduliert hat. Daher empfehle ich beide Bücher zu lesen, in welcher Reihenfolge auch immer. Ich habe inzwischen alle Bücher von Mr.Fry gelesen und habe ihn zu meinem unumstrittenen Lieblingsautor erkoren.
Wer ihn als Schauspieler erleben will, dem empfehle ich die Serie "Black Adder" und den Film "Oscar Wilde", für den Stephen Fry eine Golden Globe Nominierung bekommen hat.
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am 24. Januar 2009
Ich habe "Der Lügner" als Geschenk erhalten, ohne zuvor mit dem Namen Stephen Fry etwas anfangen zu können. So hab ich mich einfach mal ins Lesevergnügen gestürzt um anfangs erstaunt festzustellen, dass es gar nicht so ein Vergnügen ist, dieses Buch zu lesen. Mag sein, dass es daran lag, dass ich das Buch in der deutschen Übersetzung gelesen habe, mag sein, dass es im englischen Original noch verwirrlicher gewesen wäre, aber zu Beginn war ich wirklich sehr verwirrt über die Geschichte und den Stil in "Der Lügner". Die Geschichte plätschert am Anfang irgendwie zäh dahin und es kommt nicht wirklich Spannung auf. Dazwischen immer wieder Handlungssprünge, die weder für sich, noch zusammengesetzt wirklich Sinn ergeben. Doch mit Fortdauer des Buches wird man Schritt für Schritt weiter über die verworrene Geschichte aufgeklärt und es eröffnen sich nach und nach immer neue Erkenntnisse. Während anfangs also oft Langeweile dabei war, konnte ich das Buch am Ende fast nicht mehr aus der Hand legen und ich brannte regelrecht darauf, zu erfahren, wie es weitergeht. Das Ende birgt dann auch noch ein gewisses Aha-Moment und klärt nochmal viele zuvor gelesen Passagen auf.

Fazit: 4 Sterne für ein Buch, dem es an klugen Ideen keinesfalls mangelt und das auch durch einen eigenwilligen, aber durchaus gefälligen Stil zu überzeugen weiß. Einen Stern ziehe ich ab, weil Stephen Fry den Leser lange hinhält, bis wirklich Schwung in die Sache kommt und so zwischendurch schon Durchhaltevermögen gefragt ist. Es lohnt sich aber durchzuhalten, denn gegen Ende des Buches, wird die Sache wirklich rund!
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