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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Thrash muss kein Müll sein
Dass sich die wirklich spannenden Geschichten mittlerweile im tv abspielen ist kein geheimnis. 24, dexter, sons of anarchy oder das sagenhafte breaking bad sind nur einige beispiele wie neue spannende geschichten auf mutige art und weise erzählt werden können und durch ihre ausdehnung in episodenform zu suchtgefühlen führen können. Wenn man sich...
Veröffentlicht am 26. September 2012 von KriegdieKrise

versus
138 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen wer schützt den Verbraucher...
...vor dem "Verbraucherschutz" des Gutmenschentums?
Da möchte man für einen Haufen Kröten einen gigantisches Filmwerk erwerben.
Dazu noch in einem schönen Steelbook.
Und muss dann feststellen, dass da mal wieder die Zensur-Schere dran war! Frechheit.
"Zensur" heißt es natürlich bei uns nicht - in der Praxis ist es aber...
Vor 23 Monaten von Die Ruebe veröffentlicht


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138 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen wer schützt den Verbraucher..., 26. Dezember 2012
...vor dem "Verbraucherschutz" des Gutmenschentums?
Da möchte man für einen Haufen Kröten einen gigantisches Filmwerk erwerben.
Dazu noch in einem schönen Steelbook.
Und muss dann feststellen, dass da mal wieder die Zensur-Schere dran war! Frechheit.
"Zensur" heißt es natürlich bei uns nicht - in der Praxis ist es aber letztendlich nichts anderes.
Da kriegt inzwischen der "Verbraucher" vor lauter Verbraucherschutz schon fast keine Luft mehr - Filme müssen verschnippelt werden damit wir sogar gegen unseren Willen "geschützt" werden können...
...aber warum eigentlich nicht eine Hinweis-Pflicht auf gekürzte Fassungen? DAS wäre Verbraucherschutz.
Wenn dann die Laufzeit auf der Box ganz unverbindlich mit "über 11 Stunden" angegeben wird, dann sieht das schon wirklich fast nach der Hoffnung aus, dass es dann die Doofis, die das kaufen, hoffentlich gar nicht merken werden, dass da geschnippelt wurde.
Denn wer so eine Box kauft, der möchte wohl ganz bewußt keine friedliche "Dokumentation über ungarische Lochgarnstickerei im 18ten Jahrundert" sondern etwas in jeder Hinsicht "Handfestes".
Nun werde ich dieses Teil schnellstens wieder versuchen, loszuwerden und die österreischische oder italienische Fassung besorgen. Es ist eine unsägliche Frechheit, was hier abläuft. Schade um den Film, ich hatte mich echt über die Box gefreut.
Es ist mir auch relativ egal, wie viel hier tatsächlich der Schere zum Opfer fiel und ob das für den Film maßgeblich ist. Da geht es ums Prinzip; und ich bin jetzt wirklich lange genug "volljährig" um selber entscheiden zu können, was ich mir zumuten kann und was nicht. Ohne deswegen dan Österreich rennen zu müssen.
Das Ärgerlichste daran finde ich, dass man inzwischen in diesem Genre wirklich vor jedem Filmkauf in Deutschland ausgiebig recherchieren muß, ob es da nicht vielleicht auch schon wieder zig Fassungen gibt, an denen in unterschiedlicher Intensität mehr oder weniger rumgepfuscht wurde. Da wäre doch jetzt mal ein Pflicht-Hinweis auf allen gekürzten Fassungen hilfreich. So in Stufen wie die FSK-Flatschen mit "Uncut" (rot) über "gekürzt"(blau) zu "verstümmelt" (grün oder gelb) ;-)
Naja, dank der Rezensionen hier auf Amazon kriegt man ja in der Regel wirklich rechtzeitig "Warnungen" in solchen Fällen. Ich schließe mich mit meiner Verärgerung einigen meinen Vorrednern an. Deshalb nur einen Stern. Eher gedacht als "Warnhinweis". Vielleicht mag es dazu beitragen, den einen oder anderen vor einem Reinfall zu bewahren, wie ich ihn nun errlebt habe.
Ergänzung: Eigentlich bezieht sich meine Rezension auf die BluRay, nicht auf die DVD. Ist aber in der Sache eigentlich egal. Deshalb diese kleine Ergänzung: Technisch ist die BluRay wirklich prima. Aber cut ist eben cut.
Inzwischen habe ich übrigens die österreichische Fassung (gibt es leider nicht auf Amazon). Sogar günstiger als die verschnippelte Fassung, die es hier zu kaufen gibt ;-)
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206 von 222 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gekürzte Fassung - da hilft auch kein Steelbook..., 16. Mai 2012
Schon komisch, was die FSK hierzulande so reitet. Nachdem die 4. Folge der ersten Staffel bereits ungekürzt im FreeTV und auf Myvideo.de gelaufen ist, wird ihr eine Jugendgefährdung attestiert, so dass sie nicht mal der Freigabe "ab 18" würdig ist.

Als Alternative gibt es:
- Den Italien-Import (komplett mit deutscher Tonspur und ungekürzt, auch auf Amazon.de: [...]
- Das Österreich-Steelbook (ohne FSK-Logo, mit einer Banderole und Schriftzug "Uncut").
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81 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Warnung - Cut!, 10. Juli 2012
Von 
Guido Meier (Großherzogtum Baden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Eigentlich eine Frechheit sowas als "Die komplette Season 1" zu bezeichnen wenn doch eine Folge geschnitten ist. Wer die ungeschnittene Staffel haben will muss sich die Leih-Blu-ray oder eine der zahlreichen ausländischen Fassungen kaufen. Unter anderemgibt es auch in Österreich die ungekürzte BD. Wäre nett wenn Amazon diese auch ins Programm nehmen würde.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Thrash muss kein Müll sein, 26. September 2012
Dass sich die wirklich spannenden Geschichten mittlerweile im tv abspielen ist kein geheimnis. 24, dexter, sons of anarchy oder das sagenhafte breaking bad sind nur einige beispiele wie neue spannende geschichten auf mutige art und weise erzählt werden können und durch ihre ausdehnung in episodenform zu suchtgefühlen führen können. Wenn man sich aber an diesen serien orientiert und sich dann spartacus widmet, kann man eine böse überraschung erfahren. Charaktertiefe? Trickreiche story? Talentierte Schauspieler? - weitesgehend fehlanzeige. Stattdessen gibt es mit stilmitteln, wie völlig übertriebener gewalt, softpornoszenen und obszönitäten am laufenden band und einer dermass cgi- generierten computerumgebung voll auf die zwölf für unsere bisherigen sehgewohnheiten. Willkommen bei spartacus! Eine altbekannte geschichte wird erzählt mit mitteln der ständigen beleidigung des guten geschmacks. Aber jetzt kommts: es funktioniert! Und ich leg noch einen drauf: das ist Kunst....irgendwie. Denn spartacus ist mutiges tv, dass sich traut, in anbetracht der abgegriffenheit seiner story, mit einem wilden mix aus unterschiedlichsten stilmitteln des thrash- kinos zu punkten. Der reiz von spartacus liegt nicht, wie bei o.g. Serien, in der innovativen wendung und ambivalenten charakteren, nein, spartacus spricht den voyeur in uns an und legt dabei ein rasendes tempo vor. Somit ist spartacus nicht der x-te versuch ein besserer thriller oder drama zu sein, sondern der erste versuch thrash im tv salonfähig zu machen, in dem es stilmittel von billigen horror, sex- und gladiatorenschinken kreuzt und das ganze mkt einer prise intrigen soap abrundet. Und genau das haben die macher sehr gut hinbekommen. Ich für meinen teil, fühlte mich auf geschmacklose art und weise bestens unterhalten. Und wer sich ein fabile für filme wie 'machete' bewahrt hat, der ja ebenfalls nichts anderes will wie billig durch völlige übertreibung zu unterhalten, der sollte mal einen versuch mit spartacus wagen
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40 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Spartacus - Blood and Sand", 18. April 2012
"Spartacus" ist eine wirklich gelungene und unterhaltsame Serie. Der Stil-Mix aus "Gladiator" und "300" weiß zu überzeugen und dank einer gefälligen Metzel- und Erotikstimmung sowie einer flotten Erzählweise bereitet das Ganze viel Spaß. Man lässt sich hineinziehen in fesselnde Intrigen und Verrat, genießt die reichlich beeindruckenden Bilder und schaut einfach immer weiter. An die Optik hat man sich recht schnell gewöhnt und trotz qualitativ schwankenden Effekten ist das Ganze visuell sehr ansprechend. Ansprechend sind auch die zahlreichen Frauen, welche eine Menge nackter Haut zeigen und für eine erotische Stimmung sorgen. Natürlich sind auch die Gladiatoren recht freizügig unterwegs und durchaus zeigefreudig. Der Sex-Anteil ist hier nicht zu verachten, wobei dieser, gerade im Vergleich zum Anfang, im Verlauf der Serie etwas nachlässt. Dagegen bleibt der Splatter- und Goregehalt durchgehend hoch, man geht hier äußerst brutal vor, es wird gemetzelt was das Zeug hält und der rote Saft spritzt hier unaufhörlich. Schauspielerisch gibt es nichts auszusetzen, Hauptdarsteller Andy Whitfield, welcher leider an Krebs verstorben ist, macht seine Sache sehr gut und auch die anderen Darsteller wissen durchaus zu überzeugen.

"Spartacus" präsentiert in tollen Bildern eine Menge an blutiger Gewalt und Sex kombiniert mit vulgärer Sprache und einer spannenden Story. Für eine Serie ist das Gezeigte verdammt gut und kann bestens unterhalten.

Es handelt sich hierbei um die italienische Blu-Ray mit der ersten Staffel (13. Folgen), welche komplett ungeschnitten ist und eine deutsche Tonspur besitzt.

9 von 10
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148 von 174 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Serie Top - Cut Version und Preis Flop, 2. Mai 2012
Über diese Serie wurde schon viel geschrieben, in der Uncut Version einfach Klasse. Diese deutsche Version soll wohl gekürzt sein, ob das Label seine Veröffentlichung in der Form aufrecht erhält, muss abgewartet werden. Aber da der Preis auch noch höher liegt als bei anderen Versionen der Serie lohnt ein Blick ins Ausland allemal, über amazon.it ;-).

Interessierte Käufer ordern hier:

[...]
Spartacus - Stagione 01 (4 Blu-Ray), Laufzeit ca. 685 Minuten ohne Bonusmaterial
Extendet Fassung (wie die amerikanische)
uncut 13 Folgen
deutscher Ton 5.1
deutsche Menüs
Cover italienisch
Pappschuber
4 Blu Ray`s
Preis liegt zwischen 21,50 und ca. 25 Euro
Versand kostet 7 Euro
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen meine rezession, 9. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich finde die Serie echt super und sie ist meine Lieblingsserie, was mich jedoch stark stört, ist das viele Szenen raus genommen wurden, und dies ist eine Frechheit, denn wenn ich um 0 uhr auf pro 7 teilweise uncut sehen kann, dann fordere ich dies auch auf der DVD, vor allem weil ich dafür Geld zahle, anstatt es irgendwo im Internet zu sehen.

Blut und Gewaltszenen gehören nun mal zu dieser Serie dazu, und ich finde es eine Frechheit das diese raus genommen wurden, schließlich kaufe ich auch keinen Schrank ohne Schrauben oder einen Tisch ohne Beine. Ich sehe dieses Produkt als Fehlerhaft an und bin wirklich enttäuscht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine trashige Orgie aus Sex und Gewalt – und trotzdem gut!, 25. Juni 2014
Diese Rezension bezieht sich auf die Uncut-Edition, die hier zum Glück mittlerweile erhältlich ist und die ich jedem empfehlen würde. Spartacus in der deutschen FSK-18 Version zu schauen wäre vergleichbar mit einem Besuch in einem zünftigen Brauhaus, bei dem man sich ein alkoholfreies Flaschenbier bestellt.

Außerdem: Wer die wichtigsten historisch überlieferten Fakten zur Person des Spartacus nicht kennt, könnte durch die Rezension gespoilert werden.

Der berühmteste Sklavenaufstand der Antike wurde schon in zahllosen Filmen, Dokumentationen und Büchern thematisiert. Auch wenn die Quellenlage dünn ist und die vorhandenen Quellen teilweise ungenau oder nicht zuverlässig sind (z.B. weil antike Geschichtsschreiber konsequent zu zahlenmäßigen Übertreibungen neigen), ist unbestreitbar, dass dieser Sklavenaufstand eine historische Sensation und militärische Meisterleistung war, die das römische Reich kalt erwischte und in Angst und Schrecken versetzte. Auch heute ist es noch schwer vorstellbar, wie ein einzelner versklavter Gladiator es schaffen konnte, eine für damalige Verhältnisse gigantische Armee aufzustellen und damit beachtliche militärische Erfolge gegen teilweise angesehene Feldherren und Strategen des römischen Reiches zu erzielen. Dementsprechend ist das Thema an sich extrem interessant und erzählenswert.

Im Vergleich zu den bisherigen Fernsehproduktionen wie z.B. dem alten Monumentalfilm mit Kirk Douglas liefert die neuseeländische Fernsehserie „Spartacus“ den vielleicht unkonventionellsten Beitrag zu diesem Thema. Die Handlung orientiert sich an den bekannten und historisch überlieferten Eckdaten des Sklavenaufstandes, d.h. dem Ausbruch des zuvor versklavten Gladiators Spartacus aus der Gladiatorenschule des Gnaeus Cornelius Lentulus Batiatius in Capua, dem darauf folgenden Aufbau einer Sklavenarmee unter Einbezug der Heerführer Crixus und Gannicus, sowie des anschließenden Sklavenkrieges. Künstlerische Freiheiten und Spekulationen bei der Deutung und Wiedergabe des Stoffes werden dabei sehr großzügig in Anspruch genommen, und Authentizität wird konsequent Bildgewalt untergeordnet. Einerseits wirkt Spartacus dabei durch gnadenloses Overacting, billige CGI-Effekte und eine vollkommen übertriebene Darstellung von Sexualität und Gewalt in fast jeder Hinsicht trashig und bisweilen vulgär. Damit unterscheidet sich Spartacus deutlich vom Film „300“, der eine sehr atmosphärische Ästhetisierung von Gewalt angestrebt hat. Andererseits schafft es Spartacus, durch den Einsatz dieser flächendeckenden Übertreibungen als Stilmittel eine gewisse Atmosphäre aufzubauen, an die man sich mit der Zeit gewöhnt und die irgendwann extrem ansprechend ist. Man muss sich allerdings darauf einlassen und der Serie etwas Zeit dafür geben.

Spartacus ist definitiv nichts für Personen, die sich an expliziter und z.T. vulgärer Sexualität und Gewalt auf dem Bildschirm stören. Weiterhin werden Menschen, die ausschließlich anspruchsvolle und tiefgründige Fernsehproduktionen bevorzugen, sicherlich nicht glücklich mit dieser Serie. Allen, die sich für den Sklavenaufstand des Spartacus und für die Antike interessieren und dabei auch mal etwas derber unterhalten werden wollen, wird hier aber ein erfrischendes und irgendwann süchtig machendes Spektakel geboten.
Wenn man den vielleicht etwas komischen Vergleich zwischen Serien und Getränken ziehen möchte, ist Spartacus sicherlich kein erlesener Wein oder zwölf Jahre im Sherryfass gereifter Whisky, sondern einfach nur ein kräftiger Humpen Starkbier. Mag der ein oder andere ja auch mal trinken.
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57 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blut, Schweiss und Tränen im alten Rom, 29. August 2011
Spartacus: Blood and Sand ist eine US-amerikanische Fernsehserie des Kabelsenders Starz und ist - nicht nur für amerikanische Verhältnisse - starker Tobak. Die dreizehnteilige erste Staffel dieser Serie lehnt sich ziemlich frei an das Schicksal des Gladiators Spartacus an, dessen legendärer Sklavenaufstand historisch gut belegt ist und bereits prominent verfilmt wurde. Der hier gezeigte Spartacus hat allerdings wenig mit der von Kirk Douglas gespielten Figur zu tun, in dem 1960 gedrehten Monumentalschinken ging es doch eher moralinsauer zu.

In dieser rüden und brutalen Serie sind die Menschen des ersten vorchristlichen Jahrhunderts hingegen ganz Fleisch, von Leidenschaften und Begierden getriebene Kreaturen, die hemmungslos rauben, töten und kopulieren. Die eigentlichen Barbaren dieses Serie sind nicht die versklavten Gladiatoren, sondern die sklavenhaltenden Römer, durchweg skrupellose Intriganten, denen jedes Mittel recht ist, persönlichen Gewinn zu erzielen.

Der thrakische Krieger Spartacus, eigentlich ein Verbündeter Roms im Kampf gegen dakische Invasoren, wird nach einer Intrige des schmierigen Tribuns Claudius Claber versklavt, seine Frau verschleppt und er nach Italien verschifft, um in der Arena Capuas zu sterben. Durch einen verwegenen Kampf entgeht er der Hinrichtung und landet in der Gladiatorenschule des Lentulus Batiatus, wo er Freunde und Feinde findet, bis er seiner historischen Bestimmung entgegentritt.

Dieses wechselvolle Schicksal wird unwahrscheinlich blutrünstig und für amerikanische TV-Standards sexuell recht deftig geschildert, die Kampfszenen sind wie MTV-Videos inszeniert, Korpersäfte spritzen, Körperteile fliegen, gerne in Zeitlupe und im Detail. Die häufigen Erotikszenen sind ungewohnt freizügig, ohnehin ist der nackte Körper omnipräsent, in den um historische Authentizität bemühten Folgen werden die Protagonisten ständig unbekleidet gezeigt, wahrscheinlich wurden noch nie so viele männliche Geschlechtsteile im amerikanischen Fernsehen präsentiert wie in dieser Serie. Der menschliche Körper ist hier das zentrale Darstellungsmittel, und in den 13 Folgen wird mit diesen - meist nackten und schönen - Körpern so ziemlich alles angestellt, was man sich vorstellen kann, von der völligen Zerstörung bis zur Liebkosung. Auch die Sprache folgt der gleichen Interpretation, das F***-Wort wurde wohl zuletzt in der Westernserie Deadwood so häufig verwendet, hier in der Originalfassung kann man auch bewundernd lernen, welch vielfältige Vulgärbegriffe die amerikanische Sprache für den männlichen Penis hat.
Dementsprechend werden die Figuren als hauptsächlich triebgesteuerte, erotisierte und brutalisierte Wesen gezeigt, der Verstand wird nur eingeschaltet, um Gegner zu beseitigen. Die Römer und die römische Kultur werden so negativ dargestellt, dass man sich beim Betrachten dieser Folgen fragen muss, wie es Rom überhaupt zur Weltmacht schaffen konnte. Die Ausstattung und die Kulissen wirken recht authentisch, viele liebevolle Details lassen Zeitkolorit aufkommen, wie z.B. der Besuch einer öffentlichen Toilette in der ersten Folge, eine durchaus humoristische Szene. Die historische Genauigkeit ist, wie in nahezu allen Sandalenfilme, einer spektakulären und zugkräftigen Effekthascherei untergeordnet, dennoch wirkt der Zeitbezug in den einzelnen Folgen selten unglaubwürdig, die Gassen Capuas werden als düsteres, heruntergekommenes Labyrinth gekonnt inszeniert, die Gladiatorenschule ist ein in Erdtönen gehaltener Glutofen und Folterkeller. Die Plots der einzelnen Folgen sind zwar nicht immer logisch und gelegentlich auch ausgesprochen flach, aber die temperamentvolle , schnelle Inszenierung kaschiert diese inhaltlichen Schwachstellen und die mitunter simplen Dialoge erstaunlich gut.

Trotz aller fragwürdigen Brutalo-Ästhetik und teilweise oberflächlichen Dramaturgie weiß die Serie dennoch gut zu unterhalten, Langeweile kommt kaum auf. Und wenn auch die meisten Charaktere eindimensional und stereotyp erscheinen, kann man doch in einigen Rollen hervorragende Schauspielleistungen bewundern, als Beispiele seien John Hannah als cholerischer Lentulus Batiatus, Lucy Lawless als seine hinterlistige Frau Lucretia, der neuseeländische Schauspieler Manu Bennett als gallischer Kämpfer Crixus und - besonders gut - Nick Tarabay als physisch und psychisch verkrüppelter Ex-Gladiator Ashur genannt. Der Titelheld bleibt allerdings eher blass, das Charisma der historischen Figur wird dadurch nicht erklärt.

Bis auf die offensive Darstellung des nackten menschlichen Körpers ist diese Serie sicherlich kein Meilenstein der Fernsehgeschichte, aber ein unterhaltsamer - und äußerst fiktiver - Einblick in die römische Welt. Ein sechsteiliges Prequel wurde bereits ausgestrahlt, die zweite Staffel ist für 2012 angekündigt. Für Fans blutiger Historiengemälde ist diese Serie ein Muss, wer 300 gut fand, wird hier auf seine Kosten kommen. Freunde feingeistiger Charakterzeichnungen werden gequält abwinken - zu Recht!
Die Originalfassung ist sprachlich die interessantere Variante,die deutsche Synchronisation ist wesentlich glatter und weniger vulgär, ich würde jedem, dessen Englisch ausreichend ist, zum Originalton raten.
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66 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Man beachte................, 18. Mai 2012
Hier wurden wieder mal mehrfach Schnittauflagen der FSK beanstandet. Das ist aber falsch! Die FSK kann keine Schnittauflagen erteilen. Man sollte man klarstellen wie so was abläuft. Wer einen Film bei der FSK einreicht muss einen Prüfantrag ausfüllen die gewünschte Freigabe eintragen. Ich geh mal davon aus, dass man bei Spartacus 18 eingetragen hat. Nun sichtet die FSK und erteilt die Freigabe oder verweigert sie! Keinesfalls wird eine Freigabe mit Schnittauflagen erteilt. Perfiderweise wird dies damit begründet, dass dies ja Zensur wäre, welche angeblich in Deutschland verboten ist. Warum einem Film ab 18 die Freigabe aus Jugendschutzgründen verweigert wird, hab ich bis heute nicht verstanden. Wird wohl ein Geheimnis der Zensurfetischisten bleiben. Dieser Logik folgend, könnte man auch Alkohol verbieten (Prohibition), weil der auch Kindern getrunken werden könnte.
Wird eine Freigabe verweigert, hat der Antragsteller wenig Möglichkeiten. Natürlich kann er den Film auch ungeprüft veröffentlichen, hat dann aber kaum Absatzmöglichkeiten. Ungeprüfte Filme sind leider nur in Kleinstmengen z. B. bei speziellen Mailordern oder auf Filmbörsen absetzbar - also ein wirtschaftlicher Supergau. In der Praxis wird der Anbieter i. d. R. dann den Film schneiden und neu einreichen. Er kann auch bei der FSK fragen, was er denn schneiden müsste, um die Freigabe zu erhalten. M. W. gibt die FSK dazu sehr bereitwillig Auskunft.
Dazu kommt, dass bei ungeprüften Filmen sehr schnell "aufrechte Bürger" den Jugendämtern die Türen einrennen und nach Indizierung, bzw. Verbot (Beschlagnahmung nach §131) brüllen.
Welche Filme derzeit darunter fallen, kann man bei Schnittberichte.com nachlesen. Groteskerweise wurde diese Seite in Deutschland verboten - der Staat mag es scheinbar nicht, wenn über seine Zensurgewohnheiten zu intensiv berichtet wird. Ist bei Wikipedia nachzulesen. Nun sind die in Österreich, wo der Deutsche Einfluss zum Glück endet.
Wer sich über die Deutschen "Praktiken" auf dem Laufenden halten möchte, dem sei Schnittberichte.com empfohlen.
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