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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen65
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Erster Eindruck: Sechsunddreißig Fragezeichen

Die drei ??? werden zu einem Filmset gerufen, bei dem ein abergläubischer Schauspieler über den Verlust seiner Wunderlampe klagt. Darin soll tatsächlich ein Dschinn stecken, der ihm bereits zwei Wünsche erfüllt hat… (Und die Geisterlampe)
Die alte Klavierlehrerein von Peter ist verstorben und hat deren Tochter nur eine Tonbandkassette mit einem selbst erdachten Lehrstück vermacht. Doch irgendwo muss noch ein beträchtliches Vermögen versteckt sein… (Das Lehrstück)
Tante Mathilda ist empört, dass Papagei Blacky plötzlich ganz neue Wörter vor sich hin krächzt. Justus, Peter und Bob sind vorerst ratlos, doch schnell stellt sich heraus, dass der seltene Vogel ausgetauscht wurde. Wollte ihnen jemand einen Hinweis auf ein Verbrechen geben? (Der verschwundene Superstar)

Wer sich schon immer gefragt hat, was die drei ??? in der Zeit machen, wenn sie nicht gerade die großen, komplizierten Fälle lösen, dem wird nun geholfen. Zwölf Kurzgeschichten wurden nun in der Sonderedition „Die drei ??? und die Geisterlampe“ veröffentlicht, die die kleinen Fälle des Detektivtrios erzählen. Dabei haben sich die Autoren mal so richtig austoben können und haben auch ungewöhnliche Ideen umgesetzt. Entstanden ist eine sehr bunte Mischung, an die man natürlich nicht die Maßstäbe einer gewöhnlichen Folge anlegen sollte – denn dann wird man mit jeder Menge Spaß belohnt. Es gibt einige eher „konventionelle“ Fälle wie die Titelgebende Geisterlampe, die aber in angenehmer Kürze und entsprechender Schnelligkeit erzählt werden können – perfekt für zwischendurch. Doch auch hierbei gibt es einige Überraschungen, man merkt, dass sich die Autoren hier weiter von eingetretenen Pfaden fortbewegen. So endet „Die Entführung“ mal ganz anders als gewohnt. Und dann gibt es einige schräge Ideen, die man so definitiv nicht erwartet hätte – „Dunkle Vergangenheit“ gehört dazu und ist auch kein Fall im eigentlichen Sinne, sondern baut völlig auf dem interessanten Einfall auf. Zudem bekommt jeder der drei noch eine Solo-Geschichte, die er allein vorträgt und die mehr Hörbuch denn Hörspiel sind. Diese sind aufgrund des Mediums nicht ganz so dynamisch geraten, haben aber interessante Grundgedanken. Und wenn Bob in einem Bericht an Reynolds immer wieder von Papagei Blackie unterbrochen wird, hat das eine ganz besondere Komik. Es ist die Mischung, die diese Sonderfolge so interessant, so spannend macht. Wenn man sich auf die sehr bunte Mischung einlassen kann, wird man sehr belohnt und erfährt die Serie von einer ganz eigenen Seite.

Hier stehen die drei Hauptsprecher noch mehr im Mittelpunkt, da während der kurzen Geschichten natürlich nicht viel Zeit ist, Nebenrollen aufzubauen. Justus Jonas wird von dem grandiosen Oliver Rohrbeck gesprochen, der mit seiner einprägsamen Stimme den Charakter prägt, besonders den besserwisserischen Einschlag bringt er wie immer gekonnt herüber. Jens Wawrczeck mit seiner immer etwas wackeligen Stimme ist stets präsent, wirkt sehr spontan und kann sowohl im Vordergrund agieren als auch zurückstehen. Andreas Fröhlich spricht ebenfalls von Anfang an als Bob Andrews mit dabei und kann insbesondere den trockenen Humor seiner Rolle herüber, seine Sologeschichte ist mit seiner lockeren Art sehr gelungen. Lutz Herkenrath, Rhea Harder und Anne Moll sind in Nebenrollen zu hören.

Wer sich an dem Titelsong der Serie nicht satt hören kann, kommt hier voll auf seine Kosten – er ist vor jeder Geschichte zu hören und auch im Abspann. Ansonsten ist hier eher wenig Musik eingebunden, es sind wieder eher die Geräusche, die für die atmosphärische Gestaltung zuständig sind. Auch hier sind sie treffend eingebaut und vielfältig.

Im typischen Stil der Serie ist das Titelbild gehalten, zu sehen ist eine typische Wunderlampe, im Hintergrund das geheimnisvolle Gesicht des Dschinn, das den Hörer unheilvoll anschaut. Auch die einzelnen CDs haben dieses Cover, im Inneren ist aber zu jeder Folge eine kleine Variation zu sehen: Die Wunderlampe bleibt, im Hintergrund ist ein jeweiliges Motiv aus der Geschichte zu sehen. Natürlich sind alle wichtigen Angaben zu sehen.

Fazit: Zwölf ganz unterschiedliche Geschichten um Justus, Peter und Bob – mal skurril, mal überraschend, mal konventionell. Eine sehr gelungene Sonderfolge und ein echtes Bonbon für Fans.
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am 23. Februar 2013
Ein Dutzend Geschichten mit jeweils nicht mehr als 20 Minuten Länge, das ist konzeptionell definitiv eine neue Idee der drei Fragezeichen. Das heißt vor allem Konzentration auf das Wesentliche und Vielfalt der Themen. So ist das Trio Infernale dabei gefordert...

Nr. 1) ...einem Fan des Morgenlandes und Sammler alles Orientalischen dabei zu helfen, seinen Dschinn wiederzufinden ("Die Geisterlampe" - eher mittelmäßige Story, zu klassisch-einfach),

Nr. 2) ...einen Bankräuber durch Raum und Zeit zu verfolgen ("Dunkle Vergangenheit" - toller Quickie, spannend umgesetzt),

Nr. 3) ...ihre gesamte humanistische Bildung bei der Beendigung einer Entführung aufzubieten ("Entführt" - eine Folge wie aus der guten alten Zeit mit einer unvergleichlichen Schlusspointe),

Nr. 4) ...einer spanischen Einwandererfamilie beizustehen ("Eagle Ranch" - selbstironisch von Bob erzählt, wenngleich auf Dauer etwas langatmig),

Nr. 5) ...der Ursache eines geheimnisvollen Hilferufes auf den Grund zu gehen ("SOS"- ein Stück gänzlich ohne Besonderheiten),

Nr. 6) ...einem grauen Ungeheuer zu entkommen ("Der graue Dämon" - mehr Vorfall als Fall, handelt es sich hier um einen Alleingang von Peter, der auch selbst erzählt: intensiv, aber nur mäßig originell),

Nr. 7) ...das Erbe einer Klavierlehrerin ausfindig zu machen ("Das Lehrstück" - eine gute Idee führt hier zum Ziel, schön erdacht),

Nr. 8) ...einer Erpressung auf die Spur zu kommen ("Das Rätsel der schwarzen Nadel" - spannend),

Nr. 9) ...das merkwürdige Verhalten ihres Super-Papageis Blacky zu entschlüsseln, bekanntlich ja eine Starenart namens Beo, engl. Mynah ("Der verschwundene Superstar" - großartiges Stück, in dem Blacky mal wieder eine Hauptrolle spielt inklusive einer erhebenden Reminiszenz an die legendäre Folge Nummer Eins),

Nr. 10) ...in der fernen Zukunft den Lohn ihrer langjährigen Detektivleistungen entgegenzunehmen ("Manches verlernt man nie" - erzählt von Justus in einer herrlich selbstironischen Inszenierung, die vielleicht auch die Frage beantwortet, wie lange die Drei uns noch erhalten bleiben werden...),

Nr. 11) ...in Gates` Motel einzuchecken ("Psychomoon" - Namensähnlichkeiten zu Klassikern der Filmgeschichte sind durchaus beabsichtigt) und last but not least

Nr. 12) ...den kriminellen Zombie-Bruder von Santa Claus und seine Gang zu verfolgen ("Jagd auf den Weihnachtsmann" - nette, unaufregende Winterfolge mit unvermeidlichem Schlusslacher und sogar mit Weihnachtsbotschaft).

In diesen 12 Kurzgeschichten nehmen sich die Drei-Fragezeichen-Macher ganz neue Freiheiten und schöpfen ihr kreatives Potenzial voll aus, mit anderen Worten, sie "spinnen nach Herzenslust ab". Das gelingt ihnen oft genug einmalig witzig, ideenreich und mit einem überzeugenden Gesamtergebnis. Das soll noch einer sagen, sie hätten es nicht mehr drauf.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Oktober 2012
Was ursprünglich lediglich als Vorweihnachtsgeschenk im Jahr 2011 für die Fans der drei Detektive seitens des Europa Labels gedacht gewesen ist, erschien nun aufgrund vermehrter Nachfrage aus Fankreisen doch noch offiziell. Als Boxset mit drei CDs in einer schönen Papphülle gibt es zwölf Kurzgeschichten rund um Justus, Peter und Bob auf die Ohren. Neun davon in in gewohnter Hörspielmanier umgesetzt worden. Die letzten drei sind dann in gelesener Hörbuchform umgesetzt. Auf jeder CD befindet sich eine Hörbuch-Geschichte, die jeweils von einem unterschiedlichen Sprecher vorgetragen wird. Eine nette Idee und guter Umsetzung.
Die Kurzgeschichten sind zwischen knapp zehn und gut 20 Minuten lang und stehen inhaltlich für Licht und Schatten. Manchmal kommt man schnell auf den Punkt und der Funke springt sofort auf den Hörer über, ein anderes mal fragt man sich nach Sinn und Zweck der Aufnahme. Aber für alle, die die Hörspiele der der Detektive aus Rocky Beach immer zum Einschlafen hören, gibt es durch die Länge einen besonderen Bonus. Denn so kann man auch mal eine Folge der Serie vor dem Einschlafen bis zum Ende durchhören.
Als Fan-Zugabe ist die Box "Die drei ??? und die Geisterlampe" gut geeignet. Und nur so darf man die Box auch betrachten, denn mit den richtigen Fällen haben diese Kurzfälle bis auf ihre Titel nicht wirklich viel gemein.
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Dieser Schuber enthält drei CD's, die alle den Titel "Die drei ??? und die Geisterlampe" tragen und mit dem selben Coverbild versehen sind. Um sie vonaneinander unterscheiden zu können, hat man sie mittels der Buchstaben A, B und C "durchbuchstabiert". Jede der CD`s beinhaltet drei ???-Kurzgeschichten, die zwischen 9 Minuten und 23 Minuten lang sind.
Einige der Shortstorys sind wirklich schwach und mit einem übermäßig schlechtem bzw. banalem Schlußplot ausgestattet ("Entführt", "Psychomoon") oder sie sind ganz einfach geschichtlich absolut schwachsinnig entwickelt worden ("Dunkle Vergangenheit"). Teilweise hat man sich vielleicht mit dem Hörer sogar einen Joke erlaubt, anders ist die von Peter alleine vorgetragene Geschichte "Der graue Dämon" wohl nicht zu erklären.
Aber die meisten der Story sind doch recht brauchbar und haben zumindest in Ansätzen gute Grundideen vorzuweisen, auch wenn am Ende als Quintessenz nicht der wirklich große Wurf herauskommt ("Verschwörung auf der Eagle Ranch", "SOS", "Das Lehrstück", "Der verschwundene Superstar").
Mit "Die drei ??? und die Geisterlampe" sowie "Das Rätsel der schwarzen Nadel" hat man Handlungsstoff, der in Grundzügen sogar für eine normale ???-Geschichte geeignet wäre, und hier in Kurzgeschichtsform fast schon verschenkt zu sein scheint. Die von Justus allein vorgetragene Story "Manches verlernt man nicht" glänzt von Kreativität, sowohl was die Geschichte aber auch die gesamten Geschichtsumstände betrifft. Doch die aller beste Kurzgeschichte ist "Die Jagd auf den Weihnachtsmann", denn diese Story hat wirklich alles zu bieten, was eine Kurzgeschichte ausmacht. Spannung, Überraschung und eine ungeahnte (aber sinnvolle) Auflösung sind gewiß.
Fazit: In ihrer Gesamtheit ist die Box durchaus hörenswert, wenn auch nicht der ganz große Kanller, dafür sind dann doch zu viele schwache Storys dabei. So liegt man mit einer guten 3-Sternebewertung genau richtig.
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am 29. April 2012
Diese "Kurz-Geschichten" erinnern an die "guten Alten" Geschichten der Drei ???.

Warum?

Weil man in höchstens 15 Minuten einfach auf den Punkt kommen muss, und sich nicht in unnötigen Gesprächen und Belanglosigkeiten verlieren kann ;o)

Ein klarer roter Faden durchzieht die Geschichten.

Und sehr schön auch, dass jeder der Drei eine "eigene" kleine Geschichte hat,
in der er die Hauptrolle hat.

Zum Schmunzeln schön, wie Bob einen Fallabschluss aufzeichnet,
spannend, wie Peter (s)eine Verfolgung beschreibt,
und interessant, was Justus widerfährt...

Wirklich sehr abwechslungsreich und unterhaltsam für zwischendurch.

Viel Hör-Spaß damit!
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am 11. Dezember 2014
Inhalt:
Das gab es noch nie: 12 Mini-Fälle der drei ???. Die drei Autoren Kari Erlhoff, Hendrik Buchna und Marco Sonnleitner erzählen 12 kurze Geschichten, die die drei jungen Detektive aus Rocky Beach teilweise auch mal von ein paar ganz anderen Seiten zeigen. Mit den Geschichten "... und die Geisterlampe", "Dunkle Vergangenheit", "Entführt", "Verschwörung auf der Eagle Ranch", "SOS", "Der graue Dämon", "Das Lehrstück", "Das Rätsel der schwarzen Nadel", "Der verschwundene Superstar", "Manches verlernt man nie", "Psychomoon" und "Jagd auf den Weihnachtsmann".

Handlung:
Eine Reihe von Specials umgarnt anfangs der 2010er Jahre die Hörerschaft der zweifellos populärsten deutschen Hörspielserie "Die drei ???". Nachdem der "DreiTag" einen großen Erfolg für das Label EUROPA dargestellt hat, wird nun eine weitere drei CDs umfassende Produktion den sehnsüchtig wartenden Fans vorgelegt. "Die drei ??? und die Geisterlampe" ist eine Sammlung von zwölf Kurzfällen rund um die drei Detektive aus Rocky Beach, die unterschiedlicher wohl nicht sein könnten. Mal halten Justus, Peter und Bob einen Monolog und schildern dabei in der Nachbetrachtung einen der circa 15 bis 20 Minuten langen Fälle, mal ermitteln sie in der Gegenwart gemeinsam und häufig treten hierbei erst zum Schluss weitere Nebencharaktere auf. Der Fokus ist also eindeutig auf die Charakteristika der drei Detektive gelegt. Ohnehin ist die Dichte an weiteren teilnehmenden Sprechern verhältnismäßig gering, die Fälle und Rätsel stehen folglich im Vordergrund. Zwölf Geschichten aus den Federn drei unterschiedlicher Autoren sorgen für jede Menge Abwechslungsreichtum. Rätseltexte fordern die drei Satzzeichen ebenso wie zufällige Kriminalakte im Rahmen von feierlichen Festakten, bei denen sie Ehrenplaketten für ihre Verdienste um die Stadt Rocky Beach erhalten. Dementsprechend wird auch ein Blick in die Zukunft gewagt, allerlei experimentiert, doch nie die Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt. Viele interessante Erzählperspektiven und Szenenwechsel machen dieses Special äußerst schmackhaft. Von der Handlungsseite her gesehen gelingt das Special, ein angenehmes Maß an Kreativität und Kurzweiligkeit zeichnet "Die drei ??? und die Geisterlampe" aus.

Sprecher:
Die Spannweite bei den Sprechern reicht von blutjung bis uralt. Letzteres wird zumindest von Oliver Rohrbeck gefordert, der in der von ihm erzählten Folge "Manches verlernt man nie" die Figur des Justus Jonas als Greis einspricht und hierbei einen ehrbaren, sesshaften Senior darstellt. Philipp Draeger ist seit langem der erste junge Sprecher in der Serie. Er kann in der Rolle eines kleinen und verschüchterten Jungen überzeugen. Seine Darbietung ist es, die am ehesten an die Anfangstage der seit über 30 Jahren erfolgreichen "Die drei ???"-Serie erinnert, in der zuhauf junge Sprecher mitgewirkt haben und die nachhaltigste Phase der kommerziellen Hörspielgeschichte einleiteten. Ansonsten vernimmt man als Zuhörer logischerweise regelmäßig die Stimmen von Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich, auch Thomas Fritsch leitet hier und da Szenen ein. Ansonsten werden die Sprecherriegen überwiegend von bekannten Sprechergrößen gefüllt. So sind Anne Moll, Martin Sichel, Patrick Bach, Eckart Dux, Anja Topf, Gabriele Libbach, Kerstin Draeger, Rasmus Borowski, Achim Schülke, Leonhard Mahlich und Rhea Harder sind nur einige von ihnen, was bereits auf die große Qualität im Bereich der Sprecher hindeutet. Das Zusammenspiel glückt, dies war für Regisseurin Heikedine Körting wohl alles andere als einfach, weswegen auch ihr ein außerordentliches Lob für die geleisteten Darbietungen gilt.

Musik und Effekte:
Die Musiken und Effekte gelingen astrein. Eine Variation der seit Folge 125 eingesetzten neuen Titelmelodie dient als Zwischenspiel für die einzelnen Geschichten, innerhalb der Fälle wechselt die Untermalung dann. Bei den in Monologform vorgetragenen Geschichten findet keine musikalische Untermalung statt, hingegen werden die weiteren Fälle in gewohnt dynamischer Manier untermalt. Audiotechnisch schleichen sich keinerlei Fehler ein, was in der langen Historie der Serie nicht immer der Fall gewesen ist. Bei der "Jagd auf den Weihnachtsmann", die die zwölf Fälle beschließt, taucht am Ende sogar Weihnachtsmusik auf. Angesichts der vorliegenden Handlung geht das in Ordnung, insgesamt glückt die Stückauswahl gut. Die von André Minninger eingesetzten Effekte erfüllen alle Erwartungen, stets werden die Handlungskulissen glaubwürdig und realitätsnah dargestellt.

Fazit:
Es ist ein Wagnis für Heikedine Körting als Produzentin, ein neuerliches Special rund um "Die drei ???" zu veröffentlichen, steht doch gerade die ältere Zuhörerschaft Veränderungen kritisch gegenüber. Verwunderlich ist das aus Produzentensicht jedoch nur wenig, da die Specials bislang immer wahre Verkaufsschlager gewesen sind. Hörer der allerersten Stunde werden trotz aller Besorgnis ob der Qualität alles andere als enttäuscht sein, denn die Geschichten von Kari Erlhoff, Marco Sonnleitner und dem neuerdings als Autor eingesetzten Hendrik Buchna zeigen auf, woran es der Hauptserie derzeit mangelt: kurze, präzise, mit vielen Handlungselementen gespickte Geschichten, die in sich rund und verständlich sowie vor allem nachvollziehbar und abwechslungsreich sind. Sicherlich genügen 20 Minuten Spielzeit nicht, um einen Fall allererster Güte zu konstruieren, doch "Die drei ??? und die Geisterlampe" präsentiert sich kurzweilig und zeigt viele Facetten der drei Detektive auf.
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am 27. Januar 2013
Ursprünglich als Download-Kurzgeschichten für den 2011er Drei-???-Online-Adventskalender konzipiert und alle 2 Tage veröffentlicht, schaffte es auch diese 12-teilige Anthologie nun als gesammelte Ladung gepresst auf 3 CDs aus den Pforten EUROPAs. Erstaunlicherweise nachdem die Buchfassung längst die Händlerregale bevölkerte - obwohl die Audiofassung ja bereits vorher fertiggestellt war.

_Kurzkritik CD A_

Während die namensgebende Titelgeschichte von Kari Erlhoff sicherlich mit etwas Ausschmückung sogar auch das Zeug zum Full-Size-Fall haben würde, ist schon die zweite Geschichte mit Kellys Entführung schon eher eine wirkliche Kurzgeschichte, wie sie in der Serie sicherlich vielleicht maximal in einer Nebenhandlung auftauchen würde. Und wenn dann bestimmt auch nicht mit diesem überraschenden Ende. Was es so überhaupt nicht geben kann, ist die Story Nummer drei, wo Marty McFly schön grüßen lässt. Zeitreise a lá "Back to the Future" bei den drei ??? ist eindeutig eine sehr experimentelle Sache, die man im regulären Tagesgeschäft der Detektei nie finden würde. Die Vierte im Bunde ist dagegen schon wieder Normalkost, nur dass die Geschichte als besonderer Gag als Bericht von Bob an Inspektor Cotta aufgezogen ist - Andreas Fröhlich alias Bob diktiert auf "Kassette" und wird dabei ständig von irgendetwas unterbrochen oder verspricht sich. Witzig.

_Kurzkritik CD: B_

Während die beiden anderen CDs auch recht experimentelle und auch höchst ungewöhnliche Fälle beinhalten, ist die mittlere CD B eher auf Standard-Krimi-Kost aus der drei Fragezeichen-Welt gepolt. Daher sind die Geschichten vom Setup her auch ziemlich vorhersehbar und überraschungsfrei ausgelegt. Mit Ausnahme vielleicht von Hendrik Buchnas "schwarzen Nadel", wo der Aha-Effekt am Ende doch etwas deutlicher ausfällt. Das eigentliche "Special" ist sicherlich der Fall des grauen Dämons, den Jens Wawrczeck alias Peter vorträgt, wie es die Kollegen Rohrbeck und Fröhlich auch auf den beiden anderen CDs tun. Leider ist auch dessen Ausgang für gestählte Fans der Serie ohne Frage vollkommen vorhersehbar. Dennoch sind die vier Storys keine Durchhänger, sondern durchaus solide Kost und somit nette, leicht verdauliche Appetithappen auf dem Weg zum finalen Schlag auf CD C.

_Kurzkritik CD C_

Den Auftakt zur dritten CD macht ein - eher mehr denn weniger - heimlicher Superstar im wahrsten wie doppelt- und dreifachem Wortsinne: "Blackbeard", oder eben kurz "Blacky". Das Verschwinden ihres Maskottchens ist natürlich ein schwerer Schlag für die Jungs und die folgende Entführungsgeschichte nett von Kari Erlhoff zusammengestrickt. Alles nicht so schlimm, soviel darf verraten werden - dem Vogel wurde keine Feder gekrümmt. Im zweiten Fall auf dem Silberling gibt sich Oliver Rohrbeck, wie seine Mitstreiter auf den CDs vor ihm, die abschließende Ehre eine Story aus Justus' Sicht vorzutragen und dabei alle vorkommenden Figuren auch stimmlich zu verkörpern. Die drei Fragezeichen als Detektiv-Greise? Das hat schon was. Witzig werden hierbei gleich eine ganze Reihe von lieb gewonnenen Serienklischees von Marco Sonnleitner aufs Korn genommen.

In der vorletzten Episode verneigt sich Kari Erlhoff noch einmal vor dem Altmeister Alfred Hitchcock und präsentiert eine Hommage an dessen Klassiker "Psycho" (inklusive der soundmäßig passend untermalten, legendären Dusch-Szene). Allerdings wird niemand von Motel-Besitzer Norman Gates (man beachte hier den schön doppeldeutigen Namen) gemeuchelt, Blut fließt aber dennoch und am Ende ist der Schlusslacher sogar auf der Seite der Zuhörer. Das Finale bestreitet eine durchaus auch sozialkritisch gefärbte Geschichte von Hendrik Buchna, in welcher sich eine Gruppe aus maskierten Zombie-Santa-Clauses herumtreibt und keine Geschenke verteilt, sondern sich offensichtlich lieber bei den Leuten bereichert. Oder ist vielleicht doch alles ganz anders? Der Finaltwist der knackigen Story ist jedenfalls gelungen und stimmt letztlich versöhnlich - ein gelungener und würdiger Abschluss des CD-Drillings.

_Gesamteindruck_

Schön, dass sich EUROPA entschlossen hat es nicht bei der anfänglich vertretenen "Online Only" Doktrin zu belassen und die 12 erzählenswerten Kurzgeschichten dann doch als CD-Trilogie zur veröffentlichen. Als Buchfassung hatte ja unlängst Franckh-Kosmos schon den Geist aus der Pulle entlassen, sodass es nur noch eine Frage der Zeit erschien, wann die - immerhin schon zuerst vorhandenen Audio-Daten - es ins Presswerk schaffen. So erreicht die breite Masse der Hörspielfans - und solche die es vielleicht auch werden wollen - die eine oder andere Geschichte, die im Drei-???-Universum unter normalen Voraussetzungen bestimmt nicht stattgefunden bzw. veröffentlicht hätte werden können. Sitzfleisch brauchts da allerdings erfreulicherweise nicht, da man sich diese Trilogie - quasi naturgegeben - auch in kleinen Dosen verabreichen kann. Die 1001 Daumen des Rezensenten zeigen stabil in Richtung der orientalischen Sonne.

Jürgen Pern - buchwurm.info Redaktion
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am 11. Februar 2015
Gute Geschichten und schlechtere. Es ist wieder gemischt aber die nicht so packenden überwiegen. Zwei weniger und dafür ein bisschen mehr Zeit für ein pssr andere Geschichten wäre nicht schlecht gewesen.
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am 5. Januar 2014
Diese Kurzgeschichten sind zum Teil mühsam, sehr gewollt und insgesamt nur etwas " für den Hohlen Zahn" . Ein echter Fan möchte auch diese Box in seiner Sammlung wissen ( und das ist dem Produzenten sicher auch klar) der weniger geneigte kann sich diese Anschaffung bedenkenlos sparen. Ich höre die drei ??? begeistert seit 35 Jahren, mittlerweile mit meinen Kindern zusammen und lege, nach so einer laschen Angelegenheit, gerne mal eine der ersten Folgen ein...
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am 19. November 2012
Dieses mal haben die drei Fragezeichen viel zu erzählen. In den 12 Kurzgeschichten ist alles dabei. Wilde Action und Spannung. Auch erfährt man einiges über die drei Detektive.

Einfach anhören und die Welt um einen herum abschalten und genießen.
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