Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor indie-bücher Cloud Drive Photos Learn More MEX Shower Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen38
4,7 von 5 Sternen
5 Sterne
32
4 Sterne
4
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
2
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Feinde und Freunde hat sich der Schweizer im Laufe seiner Lebensjahrzehnte überall gemacht. Ein Freund glasklarer Worte ist er. Wenn er meint, wir wären am Hungertod von jährlich mehreren Millionen Menschen Schuld, dann sagt er dies auch ohne wenn und aber.

Mit Hilfe von Statistiken, vielen weiteren Zahlen und mir bislang unbekannten Hintergrundinformationen kann er dies beweisen. Der einstige UNO-Diplomat sagt heute in seinem Buch: "Der jährliche Hungertod von mehreren zehn Millionen Männern, Frauen und Kindern ist der Skandal unseres Jahrhunderts." Ohne Zweifel ist dies ein Skandal. Ein weiterer ist allerdings auch, dass das Wissen um diese Tatsache gar nicht so neu ist, aber wir in den reichen Ländern noch immer nicht den Aufstand der Anständigen organisieren, um diesen Skandal des Jahrhunderts zu beseitigen. Wer überlegt sich schon die Dimension von zehn Millionen? In seinem Buch schildert der Autor den Tod von Kindern anhand von Zahlen, aber auch mit ergreifenden Worten, mit denen er seine Beobachtungen in einer afrikanischen Krankenstation beschreibt. Eine Krankenschwester wählt unter den vor den Toren der Einrichtung stehenden Müttern mit ihren halbverhungerten Kindern, diejenigen zur Behandlung aus, bei denen eine Behandlung noch Sinn macht. Die anderen bleiben sich selbst überlassen und bleiben chancenlos zurück.

Sehr genau geht Jean Ziegler darauf ein, dass unser Problem nicht die schnell wachsende Weltbevölkerung ist: "In ihrem augenblicklichen Zustand könnte die Weltlandwirtschaft problemlos zwölf Milliarden Menschen ernähren, was gegenwärtig fast der doppelten Weltbevölkerung entspräche." Harsche Kritik übt der Autor an der Politik der Weltbank. Er überführt mächtige Investoren unmenschlichen Handelns. Er geht auf die Politik einzelner Staaten ein und er appelliert dringend an das Verantwortungsbewusstsein von uns Einwohnern der reichen Länder.

Dabei ist sein Fokus nicht nur auf Afrika gerichtet: "Heute ist die Hälfte der Kinder, die in Indien geboren werden, schwerst oder permanent unterernährt." schreibt Jean Ziegler. Und dabei ist Indien schon lange kein Entwicklungsland mehr. Aus Indien kommen bestens ausgebildete Computerspezialisten und das Land hat sich einen Namen in der Raumfahrt gemacht. Immer mehr verlagert sich der Kampf um das tägliche Brot vom nicht Vorhandensein der Grundnahrungsmittel zum globalen Kampf reich gegen arm. Auch hier nimmt Jean Ziegler kein Blatt vor den Mund, nennt Ross und Reiter.

Letztlich habe ich das Buch durchgelesen und sitze nun ratlos da. Was fange ich nun mit diesem Wissen an? Ziegler schreibt zum Schluss: die Weltgemeinschaft müsste 15 Jahre lang jährlich 80 Milliarden Dollar investieren und Themen wie Hunger und Wasserverschmutzung wären verschwunden. Mein schlechtes Gewissen ist perfekt.

Dieses Buch ist ein notwendiger Aufschrei, an einen Aufstand der Anständigen glaube ich allerdings nicht!

Sehr zu empfehlen!
55 Kommentare|83 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 9. Oktober 2013
Ziegler hat ja bereits eine Reihe provozierender Titel verfasst, über die Weltbanken, über die wahren Herrscher dieser Welt und nun über den Hunger in der Welt.
In seiner Analyse wirft er auch die Frage nach den Ursachen auf, die ich an einem einzigen Beispiel aus dem Buch verdeutlichen möchte. Im Sahel erntet ein Bauer unter günstigsten Bedingungen 600-700kg/ha Bohnen. In den westlichen landwirtschaftlichen Industrien, die mit Dünger, Bewässerung und Maschinen arbeiten, schnellt der Ertrag auf 10.000 kg. Nun müsste man rein betriebswirtschaftlich, vielleicht den Mensch-, Energie und Maschineneinsatz gegenrechnen, dann hätte man aber immer noch ein Mehrfaches der Ernte in einem Industrieland.
Wir produzieren von manchen Produkten, z.B. Milch und Mais, manchmal so viel, dass Überschüsse vernichtet werden und in anderen Teilen der Welt, wo der Boden immer noch mit einer kleinen Hacke aufgelockert wird, die es bereits vor 30.000 Jahren gab, kann der Bauer zwar den ganzen Tag schuften und tut das auch, aber ob er seine zahlreiche Familie mit seiner Hände Ertrag ernähren kann, das steht in den Sternen.
Schöne Sonntagsreden und ein bisschen Sammeln für „Brot für die Welt“ reichen nicht aus um das Problem des Hungers zu lösen. Auch Konferenzen von Geberländern hat es genug in Genf, in New York, Paris und in Rom gegeben. Es wurden Beschlüsse gefasst 50 Milliarden und dann später, 20 Milliarden für die hungernden Länder zu geben. Am Schluss waren es dann etwa 10 % der versprochenen Summe, die gegeben wurde. Zur Rettung der Banken, die die Krise der Banken durch Fehlspekulationen verursacht haben, da haben die EU Länder dann 900 Milliarden, für die Rettung aufgebracht. Das hört sich nach einer schönen Heuchelei an.
Es sind jetzt vor Lampedusa wieder einmal 100 Flüchtlinge ertrunken und unsere Politiker zieren sich, und diskutieren darüber ob 10 Länder jeweils 500 Flüchtlinge aufnehmen können.
Beim Blick in den Spiegel müsste jedem, der sich an dieser Diskussion beteiligt, die Schamröte ins Gesicht steigen.
Ich wünsche dem ehemaligen Flüchtlingskommissar Jean Ziegler, ein langes Leben, damit er noch viele solcher aufrüttelnden Bücher schreiben kann.
0Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Juni 2015
Ein Buch, das eine Fülle von Informationen bietet, die mich sehr nachdenklich und auch oft ratlos und zutiefst erschüttert zurückgelassen haben. Man sollte das Buch den Mächtigen unserer Welt als Pflichtlektüre mitgeben.

Es ist auf jeden Fall ein Buch, das man immer wieder mal weglegen muss um es verarbeiten zu können.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Februar 2015
und ist fundiert. Für alle, die auch ein Herz für die Armen in der Welt haben! Allerdings sollte man auch gute Nerven haben beim Lesen, das Buch rüttelt auf.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. April 2015
Eine extreme Sicht der Dinge, klar und deutlich. Die Aussagen beschäftigen mich und machen Nachdenklich. Ist wirklich keine leichte Lektüre.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. September 2015
Wer, wenn nicht Jean Ziegler - 8 Jahre UNO-Sonderbeauftragter für das Recht auf Nahrung - könnte glaubhafter berichten, wer die wirklich Schuldigen an Unter- und Mangelernährung sind? Unsere machtbesessenen Politiker sicher nicht!
Jeder sollte diese Zusammenhänge wissen, die Herr Ziegler über Unter- und Mangelernährung, Landraub und Großkonzerne, und vor allem die Rolle der Weltbank und des IWF schreibt. Diese Tatsachen sind auch für die "Flüchtlingswelle" mitverantwortlich.
ÄUßERST LESENSWERT - einfach ein MUSS!!!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. September 2012
Hervorragend, zornig, rebellisch wie alle Bücher von Ziegler. Hunger wird von Menschen gemacht, also können auch Menschen ihn bekämpfen. Leider sind wir ja alle viel zu satt. Oder mit dem berühmten Zitat von Gandhi: "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse aber nicht für jedermanns Gier."
Hunger hat viele Ursachen. Was wir neben Spenden wohl tun können wäre, den Spielern in den Glastürmen kein Spielgeld mehr zur Verfügung zu stellen. Raus aus Sparbüchern und Lebensversicherungen.
Und nicht wegschauen.
0Kommentar|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juni 2013
In diesem Buch wird sehr gut beschrieben, wie wir alle willentlich und unwillentlich am Elend des größten Teils der Erdbevölkerung beteiligt sind.

Es ist ein Paradoxon, dass wir unsere Agrarprodukte mit Steuergeldern subventionieren, um sie in ärmeren Regionen der Welt zu verkaufen zu können. Durch unsere subventionierte Billigprodukte zerstören wir die dortigen Märkte, weil die Bauern mit ihren Produkten preislich nicht mithalten können, und sich die Landwirtschaft deshalb für sie nicht mehr lohnt. Wir rauben diesen Menschen die Lebensgrundlage und machen sie zu Bettlern. Und wenn wir sie dann steuerfinanziert in den Hunger getrieben haben, unterstützen wir sie großzügig mit Entwicklungshilfe und fühlen uns edel dafür.

Wir Steuerbürger bezahlen also einmal um Hunger zu erzeugen, dann nocheinmal, um ihn wieder zu stillen. Macht das Sinn?
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. März 2013
Jean Ziegler der nimmermüde Kämpfer gegen den Hunger empört sich einmal mehr über die Ungerechtigkeit - und das völlig zu Recht.

Das Buch ist sehr lesenswert - und soll die Menschen aufwecken. Ziegler beschreibt das Elend der sog. dritten Welt und räumt mit einigen Vorurteilen auf. Gerade Sachen wie "die Welt kann die Anzahl der Menschen nicht mehr ernähren" und solche Dinge, werden eindrucksvoll widerlegt.

Zu den Kritikern von Jean Ziegler:
Es ist mir unverständlich, wie Leute bei den offensichtlichen Missständen die in dieser Welt herrschen, nichts besseres zu tun haben - als Jean Ziegler wegen irgendwelchen Zahlen oder Zusammenhängen zu kritisieren.
Anstatt sich selbst für etwas einzusetzen, wird er lieber als Kommunist oder Spinner diffamiert. Jeder halbwegs normale Mensch, der nicht nur klatschen und singen in der Schule hatte, müsste doch langsam mal kapieren, dass weder der Kommunismus noch dieser Kapitalismus (in dem Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden) der richtige Weg für den Fortschritt unseres Daseins ist. Der blinde glaube an "die Märkte" und "Deregulierung" ist ein völliger Irrglaube - sagt auch Joseph Stiglitz (und der ist sicherlich kein Kommunist)

Es ist leicht, andere zu kritisieren - jedoch wenn man nicht selbst diese Erfahrungen gemacht hat, die Ziegler machte - sollte man entweder die Luft anhalten oder versuchen diese Erfahrungen selbst zu machen (die Länder bereisen, mit den Menschen sprechen etc.) um dann weiter zu reden.

Das Buch ist absolut empfehlenswert und bewirkt im Sinne von Stéphane Hessel, dass man sich empört - damit ist schon viel gewonnen.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Dezember 2012
Jean Zieglers letztes Buch "Der Hass auf den Westen" fand ich nicht besonders gut, weil sich dort Ziegler zu zu vielen Themen äusserte und es an einem roten Faden mangelte. Das ist nun mit seinem neuen Buch "Wir lassen sie verhungern" ganz anders, da Ziegler sich auf das Thema „Hunger“ fokussiert und so die Ungerechtigkeiten in der Welt aufzeigt. Jean Ziegler war UNO-Beauftragter für das Recht auf Nahrung und kann somit einiges aus eigener Anschauung berichten. Infolge seines universitären und politischen Hintergrundes ist er auch in der Lage, die Probleme zu analysieren und verständlich darzustellen. Vielleicht fehlt etwas die Schärfe und dogmatische Strenge von früheren Büchern, aber das schadet dem Buch nicht. Beim Thema "Hunger" denke ich vor allem an abgemagerte Kinder in der Dritten Welt. Ziegler zeigt aber auf, dass das Thema sehr viel vielschichtiger ist: Multinationale Nahrungsmittelkonzerne, Spekulation mit Lebensmitteln, Biosprit, Auswirkungen von IWF-Sparprogrammen. Das ist wirklich spannend zu lesen und schafft bei den Lesern erst das Bewusstsein, wo es überhaupt Probleme gibt. Auch wenn ich die Probleme nun erkenne, bin ich pessimistisch, dass sich etwas ändern wird. Jean Zieglers alte sozialistische Vision hat sich überlebt.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Gesponserte Links

  (Was ist das?)