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am 25. September 2013
David Brin präsentiert hier einen Roman der aus vielen Handlungssträngen und Fragmenten besteht, was es zeitweise sehr schwierig macht der "Story" zu folgen. Insgesamt handelt es sich auch eher um eine philosophische Betrachtung darüber, was Existenz, Zivilisation und Überleben bedeuten und wie die Menschheit mit einer unausweichlich düsteren Zukunft umgehen will/soll. David Brin bietet hier eine intelligente und logische Ausweichmöglichkeit vor dem ansonsten unvermeidbaren Ende jeder Zivilisation. Er schildert in seiner Geschichte langsam (manchmal sehr langsam) die Gründe und Argumente, die klar machen, dass die Menschheit, so wie jede andere Zivilisation, nicht ewig bestehen kann. Seine Ideen sind dabei klar und einleuchtend, der Roman insgesamt präsentiert aber auch keine Dinge, die man nicht schonmal irgendwo anders gelesen oder gesehen hätte. Das ist aber auch nicht das Ziel des Autors, der statt eines dicken Romans vielleicht auch einfach eine deutlich kompaktere wissenschaftliche Abhandlung hätte schreiben können, die ebenso interessant zu lesen gewesen wäre, nur eben kein großes Publikum erreichen würde.

Insgesamt ein erfrischend wissenschaftlicher, rationaler Roman, etwas was man in der heutigen Science Fiction ja nicht mehr oft antrifft, wo Action, Coolness und Blasterfeuer einfach wichtiger zu sein scheinen. Statt banaler Projektion heutiger Geschichten in eine (Fantasy)Zukunft setzt Brin in einer nahen realistischen Zukunftsversion an, in die als veränderndes Moment die außerirdischen Botensteine fallen und die Menschheit zur entscheidenden Frage über sich selbst zwingen.

Kein Unterhaltungsroman und keine Story mit großen Raumschiffen, Helden oder Weltraumhamstern....ich habe mich zeitweise schwer getan weiterzulesen, weil die Form sehr umständlich und zerfasert wirkt. Aber ein einzelner Protagonist und ein Handlungsstrang wären die noch schlechtere Alternative gewesen.
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am 7. Januar 2013
Im Jahr 1961 legte der US-Physiker Frank Drake eine Gleichung vor, die seitdem seinen Namen trägt, und nach der man berechnen könnte, wie wahrscheinlich intelligentes Leben auf anderen Planeten im Universum ist. Leider sind viele Variablen in dieser Gleichung unbekannt, so dass sie bislang kein Ergebnis kennt. Der amerikanische SF-Autor und Doktor der Astrophysik David Brin hat übrigens später an neuen Fassungen dieser Gleichung, die auch "SETI-Formel" genannt wird, mitgearbeitet.

Und genau darum geht es in "Existenz" auch, diesem über 900 Seiten schweren Ziegel, der, um es möglichst früh zu sagen, ganz exzellent von Andreas Brandhorst übersetzt wurde. Brandhorst zeigt immer wieder, wie wichtig engagierte Übersetzer sind - die deutschen Übertragungen neuer Pratchett-Romane ("Scheibenwelt") hängen nach seinem Weggang schwer in den Seilen.

Kern der Handlung bildet also die Frage, ob es da draußen intelligentes Leben gibt - und warum wir, wenn das der Fall ist, noch nie von Außerirdischen gehört haben. "Existenz" spielt in der nicht sehr weit entfernten Zukunft; aus dem Internet ist das "Weltnetz" geworden, das dazu in der Lage ist, die Realität mit zig "Layern" zu überlagern, wozu meist "Tru vu"-Brillen, Implantate, subvokale Befehle und immer intelligenter werdende KIs benutzt werden. Irgendwann gab es einen "Furchtbartag", der die Welt an den Rand des Abgrunds führte, aber Brin erklärt nicht, welche Katastrophe Auslöser war. Auf der Erde leben 10 Milliarden Menschen. Der Wasserspiegel ist dramatisch gestiegen, weshalb etwa an der gesamten Küstenlinie von China eine gewaltige Mauer errichtet wurde. Eine weltweite Vereinbarung namens "Big Deal" hat dazu geführt, dass es Heimlichtuerei der Mächtigen nicht mehr gibt. Ersatzweise ist ein neues Kastenwesen entstanden, dessen Protagonisten - in der Hauptsache Superreiche - Verschwörungen planen. Eine andere Gruppe namens "Abkehrbewegung" forciert den grundsätzlichen Ausstieg aus dem technologischen Fortschritt. Verschwörungen und durch sog. "Smartmobs" untersuchte Zeichen für solche bilden einen nicht unwesentlichen Seitenaspekt der Handlung.

Und dann findet ein Astronaut, der im Orbit mit Aufräumarbeiten beschäftigt ist, ein Artefakt - einen seltsamen kristallinen Brocken. Bei näherer Untersuchung stellt sich heraus, dass es sich um eine Art Raumschiff handelt, in dessen Innerem simulierte Lebewesen, die von diversen Welten stammen, seit Millionen von Jahren ein originelles Dasein fristen. Jetzt, im Moment des Kontakts, vermitteln sie ihre dringliche Botschaft: Alle Zivilisationen sind zum Untergang verdammt. Irgendwann wird unumgänglich der Zeitpunkt kommen, an dem sie sich selbst vernichten - immer und ausnahmslos. Genau deshalb gibt es keine Nachrichten von noch existierenden fremden Zivilisationen. Sie sind allesamt zum Scheitern verdammt. Denn die Fallstricke sind zahlreich und so gut wie unvermeidbar, innere wie äußere. Existenz ist ein Minenfeld.

Wer ein Epos mit ballernden Raumschiffen oder eine Cyberpunksaga erwartet, wird von "Existenz" enttäuscht werden - dieser mächtige, packende und hochintelligente Roman widmet sich seinen Figuren äußerst intensiv und kehrt immer wieder zur Kernfrage zurück, die er aus verschiedenen Perspektiven gewissenhaft und wissensreich beleuchtet. Als sich herausstellt, dass das Kristallobjekt letztlich eine Art Virus ist (und zwar einer von Billionen), der die Menschheit dazu bringen soll, selbst solche Kristallviren herzustellen und sich aufzugeben, weil es ohnehin keine Perspektive gibt, gerät die Menschheit in eine schwere Sinnkrise. Brins Personal versucht, Wege aus dieser Krise zu finden - jeder auf seine Weise.

"Existenz" liest sich wahrlich nicht leicht, aber die Lektüre ist dennoch ein großes Vergnügen - allerdings eines mit einem merkwürdigen Beigeschmack, denn die immer wieder eingeflochtenen Gedanken zur Grundfrage - Werden wir überleben? - sind durchaus geeignet, Fatalismus aufkommen zulassen. Allerdings geht es um Menschen, und Menschen zeichnen sich vor allem dadurch aus, in Krisensituationen originelle Antworten zu finden - und sich immer wieder selbst zu überraschen.

David Brin markiert - neben Iain Banks, Vernor Vigne und einigen wenigen anderen - eine Klasse von SF-Autoren, denen es nicht genügt, Zukunftsszenarien zu entwerfen, um darin adaptierte Jetztzeithandlungen zu schildern. Es geht ihm/ihnen um mehr, nämlich um die Zukunft selbst: unsere Zukunft. Die Literatur, so unterhaltsam sie auch ist, wird hier zum Transportmittel für eindringlich vorgetragene Botschaften.

Sehr dringende Leseempfehlung.
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am 9. Juli 2013
Tja, wo fängt man an...

Okay, zunächst einmal: ES GIBT VIELE LEUTE, DIE DIESES BUCH NICHT MÖGEN WERDEN!

Warum? Und warum trotzdem 5 Sterne? Das hat mehrere Gründe. Diese jetzt einmal in einer einfachen Form festhalten, die dem Buch so irgendwie gar nicht gerecht wird:

NEGATIV:
- Es gibt in der Tat Handlungsstränge, die nicht ganz bis zum Ende ausgeführt werden. Aber es wird nichts Wichtiges vergessen: Es ist mehr wie ein "Open End" für manche Nebencharactere, was aber sicherlich manchen stören wird.
- Das Buch ist recht komplex. Da es einige Zeitsprünge (aber ausnnahmslos in die Zukunft) und ziemlich viele Wendungen hat, wird der Gedankengang wohl den ein oder anderen abhängen oder irritieren.
- Es gibt verhältnismäßig wenig Action - dafür aber genügend Spannung! Was für ein Buch aber auch keine Schande ist.

POSITIV:
- Die Idee ist neu. Wirklich neu. Ich habe nie zuvor etwas derartiges gelesen. Warum ist da noch keiner drauf gekommen??
- Die Story verletzt im Prinzip keine physikalischen Gesetze. Wirklich nicht! Ich war doch ziemlich baff, dass so etwas überhaupt möglich ist. Hier gibt es keine Macht, keinen Warp-Antrieb und keine Wurmlöcher - aber Aliens!
- Das Buch hat keine Logik-Lücken. Selten war ein Buch derart durchdacht; es hat alle (meine) Fragen à la "Aber was ist mit...?" und "Müsste der nicht gerade...?" beantwortet. Entweder David Brin hat sich selbst übertroffen, oder seine Testleser und Lektoren waren sehr aufmerksam... Hut ab!
- Die "Science" ist hier so plausibel wie lange nicht mehr. Ich maße mir hier einfach mal den Vergleich mit Jules Vernes an: So wie jener Visionen von U-Booten hatte, so gebe ich David Brin eine 80% Chance, dass seine Welt Wirklichkeit wird. Der Beweis: Google Glass.

FAZIT: Jeder, der Science-Fiction mag, sollte zuschlagen.
Jeder. Wem die Handlung zu kompliziert erscheint oder wer das Buch langweilig findet, verpasst eine einmalige Chance. Die Chance auf ein nachdenkliches und erfrischendes Buch - besser als jedes bisherige von David Brin. Die Chance, einen Blick auf die Welt von morgen zu erhaschen. Und die Chance auf eine neue, wirklich ganz neue Art von Science Fitcion.

Schließen möchte ich mit den (kryptischen) Worten: Dieses Buch könnte bald typisch sein!
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am 13. Oktober 2013
Brin hat durchaus einige gute und neue Ideen, der Plot ist grundsätzlich interessant. Leider macht er viel zu wenig daraus.
Statt in den zahlreichen Handlungsebenen mal bei den Dingen zu bleiben, die den Leser wirklich interessieren, ergeht er sich in eher langweiligen Nebenschauplätzen. Action-Sequenzen wechseln mit ewig langen Schilderungen über Technologie der nahen Zukunft. Leider ist der Autor hier eher wenig innovativ, die Möglichkeiten des sich weiter entwickelnden Internets oder ähnliches sind von anderen schon besser beschrieben worden. Die wirklich interessanten Punkte seiner Erzählung tut er dann recht kurz ab oder erwähnt sie nur noch im Rückblick. So läuft die Erzählung recht lange auf ein Aufeinandertreffen zweier ausserirdischer Artefakte hinaus, es wäre auch spannend gewesen diese Konfrontation direkt zu verfolgen. Leider räumt der Autor aber lieber der Schilderung einer Verfolgungsjagd auf ein von einem Fischer gefundenes Artefakt gefühlt unendlich viel Platz ein und geht nur noch kurz im Nachhinein auf den Dialog zwischen den Artefakten ein.
Auch werden zahlreiche (durchaus auch interessante) Nebenstränge aufgebaut, wie zum Beispiel eine Interaktion mit intelligenten Delfinen. Diese werden aber ohne erfindlichen Grund nicht zu Ende verfolgt und irgendwann einfach fallen gelassen.
Ein weiterer störender Punkt ist die mangelnde Charakterisierung seiner Protagonisten. Alle sind stereotyp, haben wenig Tiefgang und bilden keine Identifikationsfiguren. Das ist unter Umständen auch ok bei einer ansonsten interessanten Story, aber bei fast 900 Seiten doch ein bisschen wenig.
Unterm Strich viele neue interessante Ansätze und Ideen, leider fast alle in Nebensächlichkeiten versickert.
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am 14. Mai 2016
Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, aber nach 600 Seiten dann doch das Handtuch geworfen, weil ich zur Überzeugung gekommen bin, dass schlicht nichts mehr zu erwarten gewesen wäre, das den inzwischen über (zu) viele Stunden mit dem Buch gewonnenen Eindruck noch hätte zum Guten wenden können...

Dieser Eindruck ist: David Brin hat sich hier eindeutig verhoben. Es gelingt ihm einfach nicht, seine teils nicht unbedingt uninteressanten Spekulationen und seinen Fundus an naturwissenschaftkichem Wissen vor dem Hintergrund seiner Kenntnis der SF-Historie auf den literarischen Punkt zu bringen. "Existenz" ist leider mehr langatmiges Breittreten einiger Ideen in zu einem gewissen Teil geradezu trivial-"pulpiger" Stilistik als irgend etwas, das ernsthaften literarischen Ansprüchen genügt. Schablonenhafte Figuren werden durch fragwürdige Parallelplots getrieben, deren Notwendigkeit im Rahmen des Ganzen nicht ersichtlich ist, in denen sie keinerlei glaubwürdige Entwicklung erfahren und last but not least den Leser nie wirklich als Persönlichkeit berühren. Ein bisschen so, als würde man von uninspirierten Puppenspielern geführten Marionetten zuzusehen. Für meine Begriffe ist dies einfach ein schlecht geschriebenes Buch, das die durchaus ja auch Bereich der SF gegebenen Möglichkeiten und Maßstäbe von Literatur nicht ereicht.

Wenn man weiß, wie meisterhaft etwa seinerzeit John Brunner mit fast schon kaleidoskopartigen erzählerischen Parallelstrukturen zu arbeiten wusste ("Stand on Zanzibar", "Der Schockwellenreiter" u.a.), wie fesselnd "harte", naturwissenschaftlich orientierte SF, etwa wie die von Hal Clement sein kann und wie emotional berührend vom Autor wirklich "zum Leben erweckte" Charaktere, ob nun menschlich oder "außerirdisch", sein können (etwa bei Iain M. Banks, Ursula K. LeGuin oder aktuell bei Ann Leckie), ist diese Buch eine herbe Enttäuschung.

Leider habe ich beim Lesen zu sehr darauf gehofft, dass sich vielleicht doch noch etwas tun würde, was meiner kontinuierlich wachsenden Unzufriedenheit mit " Existenz" etwas entgegen setzen würde. Irgend ein genialer erzählerischer Kniff, der das Vorangegangene und immer mehr Überwindung (zum Weiterlesen) Kostende in einem neuen, lohnenden Licht erscheinen lassen könnte... Nur passiert dies eben nicht und so muss ich mir nun nach etwa zwei Dritteln bis drei Vierteln des Buches eingestehen, dass ich die Zeit lieber hätte anders nutzen sollen... Schade!
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am 19. Dezember 2013
Hat sich das nächtelange Durchbeißen durch diesen SF-Ziegel gelohnt? Meiner Meinung nach nicht! Ich möchte diese Rezension nicht zu lange machen, daher kurzgesagt:
Es waren für mich einfach zu viele Zutaten.
Das Amalgam von Philosophie, Technik, Gesellschafts- ja was eigentlich - Kritik?, hakeligen und unfertigen Handlungssträngen, Science Fiction, etc. etc. scheint etwas überbemüht, als ob der Autor alle Themen die er in den letzten Jahren zusammengetragen hat und für erzählenswert hält in einem Stück abhandeln wollte.
Das erklärt auch die Dicke des Buchs:
Dieses muss noch dahin, jenes noch dorthin, hier lassen wir mal schnell 50 Jahre aus, da betrachten wir etwas aus einem völlig anderem Winkel, dann ein Haken in die virtuelle Realität – am Ende ist man dann dennoch in einem Band gefangen welches zwar alles enthält aber doch zu schmal für den Gesamtkontext ausfällt! Ich kann mir gut vorstellen, dass diese, dem Autor sicher wichtigen Themen in mehreren Bänden besser aufgehoben wären, die Handlungsstränge ruhiger erzählt werden können, der Kontext besser aufgearbeitet und der Lesefluss deutlich gehoben werden kann.
Im Unterschied zu einigen Rezensionen fand ich auch wenig bis nichts Neues in diesem Buch.
Daher zwei Sterne für die Bemühtheit – sämtliche Themen habe ich schon in anderen Büchern besser, fließender und spannender abgehandelt gefunden.
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am 12. November 2012
Ich war so gespannt auf die Geschichte, auf die Gedankengänge und Antworten des Autors zum Existenziellen... Doch nach etwas mehr als 100 Seiten habe ich aufgegeben. Ich konnte nicht mehr. Die parallelen Handlungsstränge in einer extrapolierten Zukunft, die zwischengeschnittenen "Abhandlungen" zu zukünftiger Geschichte und Philosophischem... Nein, das war mir zuviel gewolltes Gelichter um zentrale Fragen herum.

Hübsche technische Spielereien stehen uns ins Haus, gegen die Google Glasses nur ein müder Faustkeil ist, Doch wenn der Technik- und Kultur-Jargon wichtiger als der Vortrieb einer Geschichte ist, dann ist das nichts für mich. Vielleicht bin ich da einfach zu old school?

3 Sterne gibt es aber für die Mühe der Erfindung einer so detailliert extrapolierten Zukunftswelt. Wer sich davon in Spekulationen entführen lassen will, kann hier Lesevergnügen finden.
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am 1. Juli 2015
Existenz ist ein Sci-Fi Roman, der sich äußerlich mit der Frage nach extraterrestrischem Leben und der Evolution des Kontaktieren planetenfremder Spezies beschäftigt. Eigentlich beleuchtet er aber eher die Frage nach der menschlichen Existenz und wohin wir uns hinentwickeln werden bzw könnten.
Dieser doppelte Inhalt macht es manchem Leser sicherlich schwer, der sich nur für eines dieser Dinge interessiert, weil beides intensiv durch eine Vielzahl von Figuren und deren oft sehr unterschiedlichen Ansichtsweisen untersucht wird.
Das Buch bleibt von Anfang bis Ende spannend, und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Sehr frei von moralorientierten Vorurteilen wird das Menschsein diskutiert, das Menschsein von in den Computer hochgeladenen Persönlichkeiten, von genmanipulierten Menschen und Tieren, von einer Gruppe Menschen, die sich selbst als evolutionären Sprung nach vorne versteht, von den anderen aber als krank verstanden wird und von den althergebrachten Menschen wie uns. Es geht um die Frage 'Konkurenz, Co-existenz oder Teamwork?', die durch den plötzlichen Kontakt mit mehreren dutzend außerirdischer Spezies und der Warnung vor der Selbstauslöschung, die diese Aliens mitbringen, ganz akut wird.
Wunderbar ist, daß sich das Setting dabei völlig natürlich und möglich anfühlt. Anders als in vielen Sci-Fi Romanen, in denen die politische Lage eindeutig und stabil ist, finden sich hier unterschiedliche Fraktionen, die um die Macht kämpfen, ein System, welches erst wenige Jahrzehnte existiert und nun bereits wieder zu bröckeln beginnt, soziale, wirtschaftliche und ökologische Probleme und insgesamt eine komplette und gut durchdachte Welt.

Ich empfehle das Buch für Leser, die endlich mal wieder etwas schwerere aber dennoch unterhaltsame Kost möchten und etwas Zeit in ein gutes Buch investieren möchten. Durch die Vielzahl an Handlungssträngen und Personen sollte man das Buch schon zügig lesen, sonst vergißt man allzu leicht den ein oder anderen Nebenhandlungsstrang. Das wäre Schade, da sie sich alle zum Ende hin wieder zusammenfügen.
(Einige Leser sehen das anders, aber nicht jeder Handlungsstrang hat tatsächlich diejenige Person als Hauptfigur aus deren Sicht/Schulterblick erzählt wird.)

Insgesamt: 5 von 5 Sternen von mir.
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am 14. November 2014
Der Roman heißt vermutlich Existenz, weil man an die Existenz von gesundem Menschenverstand zweifeln kann.

Erzählt wird die Geschichte um ein extra terrestrisches Artefakt mit mindestens fünf Handlungssträngen, die sich teilweise aufteilen und auch ins Leere laufen. Sie werden nicht weitererzählt. Unterbrochen wird das ganze von vier weiteren "Erzählsträngen". Einer Podiumsdiskussion, Meldungen einer durchgeknallten Journalistin, irgendwelchen Weisheiten und Seitenweisen unlesbarer Hieroglyphen.
Diese vier Strängen vermiesen einem die gute Grundstory völlig. Jedesmal wenn etwas Spannung aufgebaut wird, gibt es einen dieser durchgeknallten "Zwischenrufe".
Das Buch finde ich unlesbar. Zwei Sterne wegen der guten Grundstory.
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am 16. März 2016
David Brin entführt uns in die nahe Zukunft. Wie er eine Virtual Reality und Augmented Reality Welt beschreibt erscheint mir sehr realistisch angesichts des gerade laufenden VR Hypes. Inhaltlich stellt er die wichtigen und richtigen Fragen für uns Menschen. Egal, ob die These der Außerirdischen stimmt oder nicht, werden wir uns früher oder später mit dem Thema künstliche Intelligenz und künstliche Persönlichkeiten auseinandersetzen müssen. Existenz ist ein wichtiges und packendes Werk mit viel Action für Science Fiction Fans und alle, die an unserer Zukunft interessiert sind.
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