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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geglückte Fortsetzung eines erfolgreichen Konzeptes
Sehr merkwürdige Klänge kommen einem die ersten 18 Sekunden nach Einlegen der CD zu Ohren: Erst ein Schalplattenrauschen und dann ein dumpf-näselnder blecherner Klang, der sich plötzlich zum prächtigen Digitalsound wandelt. Ich dachte zuerst an einen Pressfehler oder Defekt meines Players. Betrachtet man dann die CD, fällt einem der nach...
Veröffentlicht am 21. August 2012 von Ein kritisches Ohr

versus
24 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Merkwürdig ungleichmäßig
präsentiert sich die Gesangsleistung von Simone Kermes in der vorliegenden Einspielung mit teils bekannten, teils unbekannten Arien von Porpora, Pergolesi, Händel und Hasse. Während die meisten Töne in der höheren Lage wunderbar klar und schön erklingen, mischen sich in anderen Arien unschön schrille, nicht gänzlich beherrschte...
Veröffentlicht am 29. August 2012 von Lilienthal


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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geglückte Fortsetzung eines erfolgreichen Konzeptes, 21. August 2012
Von 
Ein kritisches Ohr "Jommelli" (Bavaria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dramma (Audio CD)
Sehr merkwürdige Klänge kommen einem die ersten 18 Sekunden nach Einlegen der CD zu Ohren: Erst ein Schalplattenrauschen und dann ein dumpf-näselnder blecherner Klang, der sich plötzlich zum prächtigen Digitalsound wandelt. Ich dachte zuerst an einen Pressfehler oder Defekt meines Players. Betrachtet man dann die CD, fällt einem der nach Vinylvorbild gestaltete Aufdruck auf. Soll dieser unnötige Gag den Hörer akustisch in die fernen Zeiten des Barock entführen? Wenn ja, ist das gehörig schiefgegangen, denn die Sache klingt eher nach Dreissigerjahren und verpatzt den Hörgenuss des ersten prächtigen Orchestervorspiels gründlich.
Unabhängig hiervon und den merkwürdig sterilen und stylish-gekünstelten Fotos bietet die CD viel Erfreuliches. Nach "Lava" und "Colori d`amore" legt die Kermes nun schon die dritte Produktion mit größtenteils zum ersten Mal eingespielten Arien der von der neapolitanischen Schule geprägten Opera-seria-Tradition vor. Mit 6 von 12 fast alle für Kastraten geschriebenen Arien ist Nicola Porpora der hier am stärksten vertretene Komponist. Stilistisch wie ein Fremdkörper wirkt in diesem Zusammenhang Händels zu oft strapaziertes Lascia ch`ìo pianga. Ansonsten präsentieren die Primadonna und das bestens disponierte Barockorchester (besonders die Leistungen der beiden Blechbläsersolisten verdienen höchste Anerkennung) einen repräsentativen Querschnitt der Gattung "Dramma per musica" um 1730. Mir persönlich hat die Arienauswahl der letzten CD "Colori d`amore" besser gefallen, da sie durch Miteinbeziehung älterer Werke stilistisch breitgefächerter war. Hört man sich die neue Scheibe im Ganzen an, wirken die oft sehr ähnlichen Manieren und vordergründig dekorativen Affekte der zumeist extrem virtuosen, aber harmonisch und satztechnisch oft reichlich schlichten Arien leicht ermüdend.
La Kermes singt makellos, vielleicht eine Spur zu sehr. Ihre Stimme wirkt auf Dauer etwas kühl und glatt, das oft extrem leise gehauchte Pianissimo ziemlich gekünstelt. Man höre sich diesbezüglich einmal den fast zur Unkenntlichkeit verlangsamten Mittelteil der großen für Caffarelli geschriebenen Pergolesi-Arie an. Solche Kritik ist natürlich geschmäcklerisch - kaum eine andere Sängerin kommt ihr derzeit in technischer Hinsicht gleich- aber nach der rundherum perfekten "Colori"-Cd, wirkt die neue Einspielung bei aller hohen Qualität insgesamt doch etwas weniger inspiriert.
Sehr erfreulich ist das schön gestaltete und informative Beiheft, das alle Texte auch in deutscher Übersetzung enthält.
Nun wünschen wir uns von Simone Kermes, nachdem sie zur Genüge bewiesen hat, dass sie barocke Kastraten-Gesangskunst perfekt kann, einmal etwas ganz anderes.
Insgesamt aber sehr empfehlenswert, klare Kaufempfehlung!
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24 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Merkwürdig ungleichmäßig, 29. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Dramma (Audio CD)
präsentiert sich die Gesangsleistung von Simone Kermes in der vorliegenden Einspielung mit teils bekannten, teils unbekannten Arien von Porpora, Pergolesi, Händel und Hasse. Während die meisten Töne in der höheren Lage wunderbar klar und schön erklingen, mischen sich in anderen Arien unschön schrille, nicht gänzlich beherrschte Töne in die Koloraturen. Außerdem wagt sich die Sopranistin ins Altregister hinab - diese Töne kommen extrem schwach daher, und die tiefsten werden so mühselig und rauh herausgepresst, dass man sich fragt, warum sich die Sängerin so unglücklich einem Vergleich mit den exzellenten Koloraturmezzosopranistinnen unserer Zeit aussetzt, deren Stimmen im Brustregister ein kräftiges, klangvolles Fundament besitzen.
Gleichmäßig ist in dieser Einspielung hingegen die fehlende Aufmerksamkeit auf ein präzises Legato oder eine makellose Aussprache des Italienischen. Sich längere Koloraturen mit „a-ha-ha-ha-ha“ anzuhören ist beschwerlich und sollte dem Hörer bei einer CD, die sich mit anderen höchst optimistisch vergleicht, eigentlich nicht zugemutet werden. Das gleiche gilt für die Aussprache des Italienischen, die einen, wenn aus dem Sovrano ein „soff-rano“, dem vedro ein „vitro“ wird, immer wieder zumindest überrascht die Stirn runzeln lässt.

In den viel besprochenen und natürlich entscheidenden virtuosen Gesangskünsten enttäuscht die Sängerin an entscheidenden Stellen. Voller Vorfreude blickt man dem „messa di voce“, dem ausgedehnten Anschwellen und Abschwellen eines gesungenen Tons, entgegen, wird aber mit einer mit starkem Vibrato versehenen Kurzversion mit kürzest möglichem Decrescendo abgespeist. Einen Ton wie die Kermes anschwellen zu lassen, vermag jedes Kind; die hohe Kunst läge darin, den Ton sehr langsam wieder abschwellen zu lassen, und zwar, ohne dass dabei ein unkontrolliertes Vibrato entsteht. In Perfektion ist diese hohe Kunst z.B. bei Cecilia Bartoli zu hören. Frau Kermes entzieht sich diesem Anspruch zweifach, indem ihr Decrescendo so kurz ist, dass man eigentlich gar nicht mehr von einem „messa di voce“ sprechen kann, und das ganze Gebilde gleich und unhistorisch mit Vibrato gesungen wird. „Advantage: Bartoli“, möchte man da sagen.
In den so wichtig genommenen Koloraturen der schnellen Arien finden sich bei Frau Kermes diverse Schwächen in allzu großer Häufung. Immer wieder sind Töne besonders in schnellen Passagen höchst ungenau intoniert - meint man, bei der Geschwindigkeit werde der Hörer das nicht bemerken? - Man sollte den Hörer und sein Urteilsvermögen nie unterschätzen.

Außerdem irritiert Frau Kermes mit ihrer seltsamen Manier, einzelne Töne mit einem die Intonation verzerrenden Ansatz zu singen, die wohl besonders ausdrucksvoll wirken soll, tatsächlich aber schlicht nicht zum Stil barocker Gesangstechnik passt. Auch Kermes' Verwendung von rubato ist sehr eigenartig: Töne werden nicht mit einem erkennbaren Grund oder musikalischen Zusammenhang, sondern offenbar beliebig zu früh oder zu spät angesetzt; die improvisierende musikalische Ausgestaltung im Barock präsentierte sich sicherlich anders, überlegter und ernsthafter.
Ähnlich wirkt die Manier des insgesamt sehr auf die Sängerin ausgerichteten Orchesters, in einigen Passagen plötzlich grundlos extrem zu verlangsamen, was die Musik aber leider nicht ausdrucksvoller, sondern nur sehr langsam und langatmig werden lässt. Die Verzierungen der Dacapo-Teile der Arien schließlich, in denen ein Sänger des Barock seine Kunst ganz entfalten konnte und einige SängerInnen unserer Zeit durch reiche Kreativität und so waghalsige wie hochmusikalische Varianten glänzen, enttäuschen gänzlich: In einigen Arien (z.B. dem beliebten „Lascia ch'o pianga“) gibt es beinahe gar keine Veränderungen; dort, wo verändert wurde, geschah dies äußerst zaghaft und einfallslos.

Insgesamt eine sehr enttäuschende Einspielung. Vielleicht wäre man besser damit beraten, weniger CDs mit Frau Kermes herauszugeben, die hier von Sony doch einigermaßen "verheizt" wird und dafür die Musik mit mehr Engagement und Sorgfalt zu behandeln.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einen Tropfen Wasser in den Wein, 19. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Dramma (MP3-Download)
"Elf virtuose Arien der italienischen Opera seria hat Simone Kermes für ihre neue CD mit dem Titel "Dramma" zusammengestellt: Werke von Leonardo Leo, Johann Adolf Hasse, Nicola Porpora und Giovanni Battista Pergolesi. Alles vergessene Stücke, gesichtet in Originalhandschriften. Die wollen nicht einfach nur gesungen, sondern nach allen Regeln der damaligen Kunst sinnlich verziert und dramatisch ausgeschmückt werden. Dafür braucht es zum einen das historische Wissen um Sinn und Zweck von Koloratur, die als Ausdrucksmittel immer schon mehr war als die bloße Zurschaustellung von Bravour. Und es braucht eine Gesangstechnik, die die musikalischen Ideen so auf dem tönenden Luftstrom platziert, dass dem Publikum Sehen und Hören vergeht vor Entzücken. Simone Kermes glänzt mit beidem, und vertraut darüber hinaus ihrem Herz, als großem Meister für "schönsten Ausdruck, feinsten Geschmack und sinnreichste Kunst". jubelt Frau Täuschel beim BR.

Ein Kermes-Fan,ich bin einer, sollte also jubeln?

Es regt sich ein kleiner Widerstand.In der Video-Botschaft räumt die Sängerin ein, nochmals in dieses Genre eingetaucht zu sein und meint, ohne diese Musik sei sie "arm". Angesichts des künstlerischen Potential der Kermes überrascht eine solche Aussage. Im Gegenteil meine ich als Fan, sie hat sich genügend in diesem Genre getummelt,ich würde gerne noch andere Seiten dieser Künstlerin kennenlernen.

Natürlich kann ich, als Fan, die Wiedergabe dieser Musik nicht anders als großartig empfinden,wünschte mir dennoch, mehr andere Aspekte zu hören, Mozart,Strauss,Moderne?

Frau Kermes will mit ihrer Musik Menschen erreichen.

Das gelingt ihr-wieder-vorzüglich!
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5.0 von 5 Sternen Einfach klasse die Klassik, 10. Juli 2014
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Rezension bezieht sich auf: Dramma (Audio CD)
Wunderbare Auswahl von Arien die durchweg - für meinen Geschmack - herrlich vorgetragen werden.
Für mich ist es spürbar, dass grosse Sorgfalt in der Erarbeitung der Umsetzung vorausgeht.
Sehr zu empfehlen!
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5.0 von 5 Sternen Drammatisch gut!, 4. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dramma (Audio CD)
Die Stimme von Simone Kermes ist Balsam für meine Seele. Ich kenne ihre CDs nahezu auswendig, habe mir für unterwegs einen MP3player geladen. Ich liebe Barockmusik, aber Barockmusik plus Simone Kermes ist für mich nicht mehr zu überbieten. Ich habe sie schon oft live erlebt, nicht nur singt sie wunderbar, sie strahlt zudem Natürlichkeit und Freundlichkeit aus, wenn sie spricht. Von ihren Fotos und CD-Covers her könnte man divahaftes Verhalten erwarten - nix da, diese Frau trägt zwar Diva-Outfits erster Güte, aber darin steckt ein Mensch, den man gern zur Freundin hätte.
Nun habe ich noch die Griselda (Vivaldi) CD entdeckt und erstanden. Ein Fest!
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5.0 von 5 Sternen Simone Kermes, 14. Februar 2013
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Rezension bezieht sich auf: Dramma (Audio CD)
Simone Kermes haben wir in Klassik-Radio und live (Berlin, Konzerthaus) schon sehr oft gehört. Sie gefällt uns immer wieder durch ihre ganz besondere Art der Darbietung. Ihr gelingt es, auf leise und weniger Leise Art, uns eine Musik nahe zu bringen, die sonst wenig gehört wird. GK
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5.0 von 5 Sternen Effektvolle Sopranistin, 20. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dramma (Audio CD)
Simone Kermes ist nun einmal mein Schwarm. Sie singt technisch perfekt und stilsicher. Die Stimme ist in allen Lagen schön ohne Brüche.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dramma ist der "Hamma!", 1. Dezember 2012
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Dramma (Audio CD)
Das ist der Rock'n Roll der Klassik.
Ich habe "Die Kermes" bereits 2mal live erlebt - diese Frau rockt die Bühne!
Ihre Art der Interpretation spricht hoffentlich auch mal Jüngere an.
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5.0 von 5 Sternen sehr schönes Album, 12. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dramma (Audio CD)
Die Auswahl der Stücke ist sehr gelungen, die Interpretation und Stimme von SImone Kermes einfach phantastisch. Gefällt mir persönich besser als die "Rival Queens".
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sich freuen und genießen, 18. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dramma (Audio CD)
Wie heisst es so schön in Wagners "Meistersingern": "Der Merker werde so bestellt, dass weder Hass noch Lieben das Urteil trübe, das er fällt". Selbstredend, dass jeder professionelle Kritiker sich diesen Leitsatz auf die Fahne schreiben sollte. Aber es sollte selbstverständlich sein, dass diese Maxime auch von "Laienkritikern" berücksichtigt wird. Es ist sehr schade, dass die Möglichkeit von Kundenrezensionen auf amazon.de offensichtlich von einigen Sänger-Fans benutzt wird, um die Leistungen von anderen Künstlern (unverdientermaßen) schlecht zu machen. Sieht man sich etwa die Rezensionen des Herrn mit dem floralen Namen weiter unten (oder weiter oben) genauer an, so wird man feststellen, dass mehr als die Hälfte seiner insgesamt etwa 25 Besprechungen geradezu hymnische Elogen auf die CDs des Countertenors Philippe Jaroussky sind. Und so wird man den Verdacht nicht los, dass die sich fachmännisch gebenden Attacken auf Simone Kermes im Grunde genommen nur verfasst wurden, um eine unliebsame Konkurrentin von Herrn Jaroussky zu diffamieren. Man fragt sich nur: Hat Philippe Jaroussky, ein wunderbarer und sehr sympathischer Sänger, eine solche "Unterstützung" denn wirklich nötig? Ganz sicherlich nicht... Nun zu den in der genannten Rezension vorgebrachten Kritikpunkten: Mangelhaftes "Messa di voce"? Ich nehme an, gemeint ist der Beginn der Singstimme in Track 2 ("Alto Giove" - das hat nämlich Philippe Jaroussky auch gesungen...). Ich kann nur jedem empfehlen, sich die über fast zehn Sekunden (!) ausgeführte "Messa di voce" bei Simone Kermes ab 0:45 selber anzuhören und sich ein eigenes Urteil zu bilden. Dann erübrigt sich nämlich ein weiteres Eingehen auf diese Missbilligung. War die Stelle, auf die sich wohl dieser gesangstechnische Einwand bezog, noch vergleichsweise einfach zu eruieren, sind bei den anderen Bemängelungen Repliken leider sehr schwierig, da die Kritik perfiderweise ohne genaue Angaben der kritisierten Passage, also mehr oder weniger ins "Blaue" hinein formuliert wurde. Unterschreiben kann ich die Aussage, dass die tiefen Register bei Simone Kermes nicht sehr ausgeprägt sind und einigermaßen schwach daher kommen. Sicher, Mezzosoprane sind hier im Vorteil und auch eine Julia Lezhneva lässt - obwohl Sopran - in dieser Lage aufhorchen. Aber: so what? Die perfekte Stimme, die/den perfekten Sänger/in gibt es leider nicht. Und Simone Kermes macht ihre vermeintliche Lagen-Schwäche durch etliche andere Punkte mehr als wett: Durch ihre mitreißenden und von spürbar innerem Feuer getragenen Interpretationen. Durch eine großartige Musikalität und vor allem durch eine sagenhafte Virtuosität. Wo in den rasend schnell ausgeführten Koloraturen Unregelmäßigkeiten und Intonationstrübungen (!) feststellbar sein sollen, da muss man mir erst einmal Ross und Reiter nennen - respektive eine genaue Track- und Zeitangabe machen. Und immer wieder aufs Neue frappierend ist die stupende Höhe der Sängerin: wer ob des interpolierten dreigestrichenen Cs (!) in "Empi, se mai disciolgo" (Track 5) nicht einen innerlichen Freudenjauchzer verspürt, an dem würde wahrscheinlich auch das Saitenspiel eines Orpheus wirkungslos abprallen. Also, geneigte Musikfreunde. Lassen Sie sich diese wunderbare CD nicht vermiesen. Ich kann nur raten: Selber anhören, sich freuen und genießen.
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Dramma
Dramma von Simone Kermes (Audio CD - 2012)
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