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Kundenrezensionen

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80
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am 30. September 2006
Die zahlreichen Bondfans, welche die Filme der frühen 80er kritisieren, verweisen dabei fast ausschließlich auf Roger Moores allmählich faltiger werdendes Äußeres, wobei ihnen ein Agententhriller der alten Schule, fast im Stile von "Liebesgrüße aus Moskau", entgeht. Demzufolge ist kaum ein Bond-Film so 'ernsthaft' geraten wie dieser: Britisches Flair (z.B. bei der Auktionsszene) wird vermischt mit der Exotik Indiens (nicht ohne dabei auf den erschreckenden Reich-Arm-Kontrast in diesem Lande aufmerksam zu machen). Die deutsch-deutsche Teilung wird ebenfalls thematisiert, ebenso die grausige Gefahr, daß sich BRD und DDR im Zuge des noch nicht beendeten "Kalten Krieges" gegenseitig hätten zerreiben können.

Die Action-Sequenzen in der zweiten Filmhälfte sind geradezu einzigartig und wirken wie eine einzige komplexe Fortbewegung, in deren Verlauf Bond ständig seine Kostüme (und damit auch seine Identitäten) wechseln muß. Am Ende ist er der Clown (mit traurigem Gesicht), der jedoch trotzdem die Welt rettet - eine Selbstironie, die bei Connery und Dalton niemals möglich gewesen wäre, bei Roger Moore aber konsequent ist.

Fazit: Ein großer, zudem historisch interessanter Bond-Film.
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am 3. April 2016
"Wissen Sie was das ist?" - "Sieht wie ein Fabergé-Ei aus, eins der wertvollen Eier von Carl Fabergé. Ein Ostergeschenk für die russische Zarenfamilie. Sie sind sehr selten und unbezahlbar. Das hier enthält ein Modell der Kaiserlichen Staatskutsche." - "Kompliment, 007." - "Danke, Sir." - "Es ist aber eine Fälschung. Das da ist das echte. Es wird heute Nachmittag bei Sotheby's versteigert. Das ist das vierte Ei, das in diesem Jahr versteigert wird. Der Besitzer ist uns nicht bekannt. Ein anonymer Verkäufer mit einem Nummernkonto in der Schweiz. Ich schätze, dass der Verkäufer ein Russe ist. Und jetzt ist das hier aufgetaucht. Eine nahezu perfekte Fälschung. [...] Wenn es aus Russland ist, wäre es möglich, dass sie auf diese Weise versuchen, Devisen für irgendwelche Geheimunternehmen im Ausland aufzutreiben. Auf jeden Fall müssen wir herausbekommen, was sie vorhaben."

Um die wahren Hintergründe einer gigantischen Juwelenschieberei aufzuspüren, reist Geheimagent 007 nach INDIEN, wo er auf die geheimnisvolle Octopussy trifft, deren ZIRKUS ein russischer General benutzt, um den geraubten Kreml-Schatz durch Europa zu schmuggeln. In Wirklichkeit dient er ihm aber nur als trojanisches Pferd für eine Atombombe, die - als Unfall getarnt - in Deutschland explodieren und so zu einer einseitigen Abrüstung führen soll, damit Russland anschließend den Westen überrennen kann...
Kann Bond die bevorstehende Katastrophe verhindern? Uhr und Bombe ticken. Manege frei...

Octopussy (so auch der Originaltitel) ist der DREIZEHNTE Film der James-Bond-Reihe, die auf der Grundlage von Ian Flemings Romanen entstand (in der Cross Cult-Reihe ist es der 14. Teil, ist aber hier nur eine von vier KURZGESCHICHTEN, außerdem noch in der Ausgabe: Der Besitz einer Dame, Der Hauch des Todes, 007 in New York). Fleming (1908-1964) war im 2. Weltkrieg beim Marine-Nachrichtendienst und Verbindungsoffizier zum US-Marinegeheimdienst.

Bond: "Genus Hapalochlaena [Blauringkrake]. Produziert ein Gift, das innerhalb von Sekunden wirkt. Das Boot auf dem See hatte dieses Zeichen." - "Das Boot gehört einer unwahrscheinlich reichen Frau. Sie wohnt in dem 'Schwimmenden Palast'." - "Wie heißt sie?" - "Kein Mensch kennt ihren richtigen Namen. Man nennt sie überall Octopussy. [...] Es soll auf der Insel viele hübsche Frauen geben. Männer haben keinen Zutritt!" - "Ach was. Das ist sexuelle Diskriminierung. Das muss ich unbedingt mal näher betrachten..."

Mit Roger Moore (Simon Templar, Die Zwei) als 007 ("Sind Sie auch Tourist?" - "Nein, ich bin zum Vergnügen hier, Madam."),
der Schwedin Maud Adams (Rollerball 1975, Der Mann mit dem goldenen Colt 1974 und damit die einzige, die jemals ZWEI Bond-Girls spielen durfte) als Octopussy (achten Sie mal auf ihr krakenförmiges Bett, nett),
dem Franzosen Louis Jordan (Gigi 1958, Der Graf von Monte Christo 1975, Das Ding aus dem Sumpf 1982) als Kamal Khan ("Mr. Bond ist in der Tat ein überaus zäher Vogel. Man muss ihn erlegen - und ausstopfen."),
dem Inder Kabir Bedi (Sandokan 1976, Der Zauberbogen 1981) als Gobinda,
Steven Berkoff (Beverly Hills Cop 1984, Rambo II 1985, Fair Game 1995, The Tourist 2010) als leicht größenwahnsinniger General Orlov (würde gerne Westeuropa überrennen),
Kristina Wayborn (Miss Schweden 1970) als Magda,
dem Inder Vijay Amritraj (eigentlich Tennisspieler, spielte 17 Jahre hintereinander in Wimbledon, war 14 Jahre lang der beste Spieler Asiens) als Vijay,
Geoffrey Keen (zum vierten Mal) als Verteidigungsminister Sir Frederick Gray
und Robert Brown (noch Admiral Hargreaves in Der Spion, der mich liebte) als neuer M.
Und wie "immer" Lois Maxwell (spielte in vierzehn Bond-Filmen mit) als Miss Moneypenny und Desmond Llewelyn (siebzehn Auftritte) als Q ("Das ist wirklich ein Witz. 007 auf einer Insel, die bloß von hübschen Mädchen bewohnt wird.").
Regie führte im Jahr 1983 (mit einem Budget von 35 Mio. $) wieder John Glen (DER Bond-Regisseur der 80er Jahre: drehte noch In tödlicher Mission 1981, Im Angesicht des Todes 1985, Der Hauch des Todes 1987 und Lizenz zum Töten 1989).

131 Minuten eindrucksvolle Schauplätze Indiens, mit einem Schlangenbeschwörer, einer Kobra und einem gefüllten Schafskopf, einer Großwildjagd mit Elefanten, Tiger und Krokodil, einem Heißluftballon, Messerwerfern und Bond als Clown. Bunt. Unterhaltsam und für mich Note 2

Der Titelsong "All Time High" wird von der US-Amerikanerin Rita Coolidge gesungen (von 1973 bis 1980 mit Kris Kristofferson verheiratet, gewannen zwei Grammys als bestes Country-Duo).

Ein Teil der Handlung spielt im geteilten Berlin (also vor dem Mauerfall, absolut sehenswert hier "Auf der Suche nach Drehorten mit Peter Lamont" in den Extras) und in Karl-Marx-Stadt (dem heutigen Chemnitz - hier wurde aber nur der Name benutzt, das Drehteam war nicht wirklich dort). Auf dem Weg zum Checkpoint Charlie wird Bond über den Kudamm gefahren, im Hintergrund die Gedächtniskirche. Allerdings in die falsche Richtung. "Sie müssen DA lang", möchte man ihm zurufen. Aber ich denke mal, so sah die Kirche einfach besser aus ;-)

Inhaltlich hat der Film wenig bis gar nichts mit Flemings Kurzgeschichte zu tun (handelt vielmehr von ihrem "Vater", im Film in einem Nebensatz erwähnt, die Vorgeschichte sozusagen - wer sie liest wird sich aber vielleicht über Parallelen zu Spectre 2015 freuen). Ideen für das Drehbuch lieferten außerdem seine Kurzgeschichte "Der Besitz einer Dame" (Auktion bei Sotheby's, die Versteigerung des Fabergé-Eis) - und womöglich (oder vor allem) der NATO-Doppelbeschluss vom 12.12.1979.

Q: "Ein ganz normaler Füllfederhalter. Man dreht hier oben und schon hat man eine exquisite Mischung aus Nitrit und Salzsäure. Die zerfrisst alle Metalle." - "Damit kann man die giftigsten Briefe schreiben." - "Passen Sie auf, 007. Wenn Sie die Kappe abnehmen, können Sie mit diesem hochempfindlichen Empfänger sogar eine Wanze abhören. Das Gerät ist außerdem auf die Wellenlänge des Miniaturpeilers in Ihrer Armbanduhr abgestimmt - falls Sie die nicht auch verlegt haben."

EXTRAS:
Audiokommentar von Regisseur John Glen,
Aus dem Geheimarchiv des MI6 (Stuntaufnahmen Teil 1: Auf der Straße 3:46, Teil 2: In der Luft 3:26, Ken Burns Amateurfilm vom Filmset 6:40, Auf der Suche nach Drehorten mit Peter Lamont 4:43 [nur über Berlin!], Tollkühne Männer auf einer fliegenden Kiste 4:31, Drei Probeaufnahmen mit James Brolin [als Bond] 6:20, Brolin über Bond 4:26, James Bond in Indien: Original-Featurette 29:26),
Missions-Dossier (Die Entstehung von Octopussy 33:06, Peter Lamont: Der Bond-Designer 20:57, Musikvideo: All Time High von Rita Coolidge 3:03, Zwei Storyboard-Sequenzen 6:54, Exotische Drehorte 4:37),
Propagandaministerium (Kinoarchiv 8:09),
Bilder-Datenbank (verführerische Fotogalerie)

"Entschuldige meine Neugierde, aber was ist das?" - "Das ist mein kleiner Octopussy."

James Bond will return in Im Angesicht des Todes.

[Anmerkung: Auf den Bildern unten sehen Sie die Blu-ray, die Dvd und die Ausgabe mit den vier Kurzgeschichten.]
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. Januar 2011
© Tonio, filmkritik99.jimdo.com

Nein, richtig schlecht ist fast kein Bond, auch dieser nicht. Leider jedoch ist er mindestens teilweise eine Resteverwertung mit Hang zu selbst für Bond zu verkasperter Exotik. Bereits in einem älteren Bond war einmal erwogen worden, eine Großwildjagd auf Bond zu veranstalten; dies hatte man aber als zu Tarzan-artig und nicht zu Bond passend verworfen. Nun, in "Octopussy", gibt es diese Skrupel nicht mehr, und man zauberte die Szene wieder aus der Mottenkiste. Zudem gibt es indische Reißbrett-Exotik per Verfolgungsjagd auf kleinen motorisierten Rikschas und Klopperei auf dem Marktplatz mit allen Klischees, die man dort zu finden glaubt. Was für ein Unterschied zum Vorgänger-Bond "In tödlicher Mission", der durch halsbrecherische Action wie einer Skier-Verfolgungsjagd auf einer Bobbahn glänzte! Zudem sind die Zitate aus früheren Bonds so massiv, dass es nicht mehr wir kurze Hommagen wirkt - diesmal vor allem "Goldfinger" betreffend: Das falsche Krokodil, unter dem sich Bond befindet, erinnert an eine falsche Ente in "Goldfinger", das Würfel-Duell an das Karten-Duell des älteren Filmes, einschließlich der Machtdemonstration, nachdem Bond seinen Gegner überlistet hat: Goldfingers Mann fürs Grobe zerquetschte Golfbälle, derjenige vom "Octopussy"-Bösewicht (Louis Jourdan als Prinz Kamal Khan) zerquetscht die Spielwürfel zu Staub. Bei einer (hier: nur angedeuteten) Folterszene sehen wir indes, wie spielerisch Bond mittlerweile geworden ist: Während Goldfinger Bond mit einem Laser zu kastrieren drohte, quatschen Bond und Khan nur sehr blasiert über Foltermethoden, die demnächst angewendet würden, wozu Khan genüßlich ekelhaftes Essen - gefüllten Schafskopf - serviert und süffisant vor Bonds Augen ein Auge des Schafskopfes verspeist. Trotz des üblich hohen Body Count kommt es in "Octopussy" nie zu Gewalt, deren Schmerz spürbar ist.

Dennoch hat "Octopussy" seinen Charme und kann Roger Moore trotz teilweise arg aufgesetzten Grinsens in ein paar Szenen auch durch Ernsthaftigkeit überzeugen, etwa wenn ihm der fiese Plan offenbart wird, wenn ihm keiner seine Warnung vor einer Atombombe glaubt oder wenn sich zeigt, dass er und die Frau namens "Octopussy" ähnlich kompromisslos sind. Außerdem kommt es nach dem Indien-Segment auch wieder zu spektakulären Stunts, diesmal in Deutschland. Natürlich ist Moore gedoubelt und sehen wir bei den Inserts die Rückprojektionen, aber irgendjemand hat das Halsbrecherische (z.B. auf, neben und unter einem fahrenden Zug) ja tatsächlich vollführt - das ist Kult genug! Außerdem übt sich "Octopussy" in der guten alten Tugend, ein aktuelles Ereignis aufzugreifen, damit dann aber zu machen, was er will. Diesmal schreiben wir erkennbar das Jahr 1983, Nato-Doppelbeschluss, Friedensbewegung, Forderungen nach einseitiger Abrüstung in der westlichen europäischen Welt (vor allen in Deutschland, in dem der Film passenderweise in der zweiten Hälfte spielt - vergessen wir nicht, dass es dort war, wo die Linie zwischen den Blöcken verlief!). Dies alles will sich General Orlov zunutze machen und mit einem geklauten Zarenschatz von Khan eine Atombombe kaufen (lange Zeit ein etwas diffuser Zusammenhang), deren Explosion als Versehen der Amerikaner erscheinen soll, damit die westliche Abrüstung erzwungen werde und die Sowjetunion (oder Orlov privat, man weiß nicht so genau...) die Weltherrschaft übernehmen könnte. Eine irgendwie bestechende Idee, um die Mélange des Verspielten mit dem ernsten Hintergrund zu illustrieren, ist, Teile der Handlung in einem Zirkus spielen zu lassen. Bond, das ist doch alles nur Show, die Action ist Akrobatik - und die Show- und ernste Ebene vermischen sich an mehreren Stellen: Zwei Zirkus-Messerwerfer arbeiten zugleich als Killer (was dem Film die Gelegenheit gibt, bei ihnen teils auf Doubles zu verzichten, da es sich um echte Künstler ihres Faches handelt). Eine Artistin legt Bond durch ein artistisches Kunststück herein, indem sie ihm einen Teil des Zarenschatzes geklaut hat und hiernach scheinbar hilflos einen Balkon herunterfliegt, aber mit einem Trick wohlbehalten landen und fliehen kann. Schließlich muss sich Bond gar als Clown verkleiden, was einerseits zu skurrilen Späßen führt, aber auch den Thrill auf die Spitze treibt: Dass ein Clown davor warnt, dass in 90 Sekunden eine Atombombe mitten in einer Zirkusveranstaltung explodiere, glaubt natürlich kein Mensch - es schließt sich der vielleicht knappste und schweißtreibendste Wettlauf gegen die Zeit an, der je in einem Bond zu sehen war.

Daneben werden der Kult-Erwartungen durch moderate erotische Witzchen erfüllt, etwa wenn die Kamera die Szenerie lauter Bikinischönheiten in einer Hotelanlage mit einem Close-up auf einen der Popos einleitet. Oder wenn eine Frauenkloppertruppe nicht nur die Kerle vermöbelt, sondern eine der Damen einen Mann auch noch durch einen Sprung mit gespreizten Beinen auf sein Gesicht überwältigt, sodass er vielleicht sogar glücklich ausgeknockt wurde. Und dann mal wieder diese Namen...: "Mein Vater war Fachmann auf dem Gebiet der Octopus-Forschung, daher nannte er mich auch Octopussy" - hahaha... Ein Schelm, wer Arges dabei denkt, zumal Bond-Girls schon "Honey Rider", "Pussy Galore" oder "Kissy Suzuky" hießen. Man muss das nicht lieben, und wer Bond nicht mag, dürfte auch "Octopussy" nicht mögen. Doch der Film ist ein nicht spitzenmäßiger, aber insgesamt gelungener Beitrag zur Serie, in der Art, in der mir dies lieber ist als die jüngeren Tendenzen, sich dem jungen Publikum durch Bourne-artige Härte und Schnittgeschwindigkeit anzubiedern. Dafür vier Sterne.
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Die "Licence to Kíll" führt James Bond (Roger Moore) in diesem 1983 von John Glen und Arthur Wooster (nicht identisch mit dem US-Astronauten) etwas flott gedrehten "OO7" auf der Jagd nach dem Fabergé-Ei nach Indien und später nach Karl-Marx-Stadt in der schönen DDR. Von dort soll ein 100-Kilotonnen-Mini-Nuke-Ei nach Westdeutschland geschmuggelt werden und dort versehentlich" explodieren.

Die Eile beim Dreh kam durch ein Wettrennen mit dem gleichzeitig produzierten "Never Say Never" ("Sag niemals nie") mit Sean Connery auf. Trotz der etwas dünnen Geschichte, den angestrengten Gags und dem etwas übergewichtigen, 56-jährigen Helden wurde Octopussy [1] der erfolgreichere Film und spielte seine Produktionskosten von 27,5 Millionen Dollar rund 15-mal(!!!) ein.

Der dreizehnte Bond überhaupt war der sechste Bond mit Roger Moore.

Gedreht hatte man wie üblich in 35 mm anamorph. Das Format des 131 Minuten laufenden Films lag - je nach Film-Material - bei 2,20:1 (70 mm) oder 2,35:1 (35 mm).

Wer den Film auf Blu-ray sehen möchte, muss die Sammlung James Bond Jubiläums Collection [Blu-ray] erwerben, die 22 Filme in einer Box vereint - davon 9 das erste Mal auf Blu-ray, unter welchen sich auch "Octopussy" befindet.

Oder man schaut zur rechten Zeit ins ARD-Programm...

Aus qualitativer Sicht lohnt sich die Blu-ray - zumindest bei Octopussy. Filme dieser Zeit kann man wohl kaum besser sehen - lediglich Roger Moore sieht etwas alt aus, aber das lag nicht an der Technik. Dennoch drehte man mit ihm zwei Jahre darauf noch "A View to Kill" ("Im Angesicht des Todes").

Die mit Abstand spannendsten Szenen könnten dann wohl nicht nur auf Blu-ray auch die schärfsten sein: nämlich dann, wenn Miss Schweden 1970 - Kristina Wayborn - als "Magda" ihre aufregenden Garderoben vorführt. Nach einer Liebesnacht mit 007 kann man einen der schönsten jugendfreien Abgänge der Filmgeschichte bewundern - die grazile Schwedin schält sich in unvergleichlicher Eleganz von einem Balkon herunter.

film-jury 3* A0910 © 4.3.2012eg

[1] Die im Film erwähnten blaugeringelten Kraken verfügen tatsächlich über das extrem starke Nervengift Tetrodotoxin, das ohne Beatmung beim Menschen zum Tode führt. Allerdings erreicht selbst der "Große Blaugringelte Krake" (Hapalochlaena lunulata) nur eine Körperlänge von 55 mm (ohne Arme). Das war im Film wohl nicht spektakulär genug.
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Wer meine Rezensionen kennt, weiß, dass ich eher auf die technische Umsetzung eingehe als auf den Film selber. Die Filminhalte der meisten Titel dürften bekannt sein und bei den Rezensionen sind die Beschreibungen der technischen Inhalte wichtiger.

Bildbewertung:

Man kann es nicht glauben mit welcher hervorragender Bildqualität dieser Film rüber kommt!!! Insider wissen, das die Firma Lowry Digital das Master in 4K Auflösung restauriert und dann die Daten auf Bluray "heruntergerechnet" hat. Das Ergebnis ist derart hochwertig, das man fast annehmen könnte, der Film sei gestern erst gedreht worden.

Die Schärfe ist auf sehr gutem HD-Niveau, genauso was die Detailschärfe betrifft.
Da hat Lowry Digital ganze Arbeit geleistet! Kompliment!

Die Farbwiedergabe ist frisch, natürlich und kräftig, ohne all zu sehr übertrieben zu wirken. Der Kontrast wurde leicht angehoben, aber dadurch bekommt der Film einen knackigen und teilweise auch plastischen Look.
Es ist sogar gelungen ein rauschfreies, filmkornfreies Bild zu generieren, ohne
die Detailstruktur zu zerstören. Defekte und Kratzer wurden fein säuberlich entfernt. Dank der hohen Datenrate arbeitet die Kompression einwandfrei.

Tonbewertung Deutsch DTS 5.1

Wie inzwischen bekannt ist, wurde der Ton der alten Bond Filme ebenfalls aufwendig auf 5.1. remastered, nicht nur für die englische, sondern auch für die anderen Tonspuren.
Als Codec wird generell DTS verwendet, was sehr löblich ist!

Surround war zur damaligen Zeit noch kein Thema und daher verblüfft es wie herrlich breit die Frontkulisse bei Musik abgemischt wurde. Die Surrounds werden wunderbar natürlich ins Geschehen eingebunden. Die Effekte wirken tonal nicht unnnatürlich oder übertrieben. Den Dialogen hört man die alte Herkunft an. Diese klingen natürlich
nicht so präsent und frisch wie bei heutigen Produktionen. Dennoch: Alles
ingesamt klingt stimmig und harmonisch und man kann beruhigt sein, das wirklich
alles aus der Vorlage herausgeholt wurde.

Die ganze Mühe des Masterings hat sich gelohnt, denn nun macht es einfach nur noch Spass den Film so in HD und restauriertem DTS Ton zu erleben!!!

Wer was für nostalgische Bond Filme übrig hat, kann hier gerne zugreifen!
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am 27. März 2010
Nachdem man zuvor drei bombenmäßige Bondfilme abgedreht hatte, in denen 007 zwischenzeitlich selbst schon das Weltall besucht hatte, stieg nun der Druck, wie man alles noch bombastischer inszenieren könnte, besonders, weil Sean Connery ja zeitgleich einen James Bond-Film für die Konkurrenz drehte.

Herausgekommen ist dann also "Octopussy". Regisseur John Glen griff erneut auf die wichtigsten Zutaten für einen guten Bondfilm zurück, und das im Überfluss:
Exotische Drehorte, waghalsige Stunts, hunderte hübscher Frauen, wilde Tiere, richtig fiese Bösewichte (klasse: Kabir Bedi als würfelzerquetschender Turban-Hüne) und natürlich John Barry, der erneut einen großartigen Soundtrack lieferte.

Die Handlung erweist sich diesmal als überaus komplex. Zunächst geht es um ein kostbares Faberge-Ei und einen ermordeten Kollegen von Bond, dann reiht sich Juwelenschmuggel dazu, und schließlich gipfelt das Ganze in einer geplanten Katastrophe mit fatalen Auswirkungen, nämlich der Zündung einer Atombombe in Deutschland.
Das alle Handlungsstränge tatsächlich miteinander zusammenhängen, wurde laut Kritikern etwas lückenhaft inszeniert und ist auch meiner Meinung nach nicht ganz einfach nachzuvollziehen.

Richtig fabelhaft ist hier Roger Moore, der sich für nichts zu Schade ist und sich am Ende auch noch mit deutschen Polizisten eine wilde Verfolgungsjagd liefert, nachdem ihm bei einer Mitfahrt eines deutschen Ehepaares zuvor schon Wurst und Bier angeboten wurde. :-)
007 wirkt hier überaus menschlich, und das steht ihm gut.

Hervorzuheben sind auch die traumhaften Aufnahmen der indischen Paläste sowie das Stadtleben auf dortigen Straßen, auf denen es mit pfeilschnellen Dreirad-Taxis auch wieder zu urkomischen Szenen kommt, wo am Ende auch noch Fakir und andere kulturelle Exoten zum Einsatz kommen.

Insgesamt also klingt nun alles nach einem fantastischen Bondfilm, wenn da nur der Schluss nicht wäre.
In den letzten 20 Minuten wollte man offenbar alles zuvor aufgefahrene nochmals toppen - da wäre weniger mehr gewesen. Die Szene, in der Octopussy's Mädchen den Palast der Bösewichte stürmen wirkt einfach zu kitschig und die Kämpfe sind zu unrealistisch, weil es für sie einfach zu leicht wird, die Männer zu erledigen. Und als Bond dann auch noch mit einem Riesen-Luftballon mit britischer Flagge ankommt... wirkt mir das ganze Spektakel dann doch zu märchenhaft.

Der Endkampf in und auf dem Flugzeug zieht dann leider die grandiosen ersten 100 Minuten noch etwas weiter nach unten, es ist einfach schwachsinnig, wie die Herren sich da teilweise einhändig am Flugzeug festhalten, um mit der anderen zuzuschlagen.

Etwas ärgerlich fand ich dann noch diesen Filmfehler, als Octopussy außer Gefecht gesetzt wird, um sie zum Flugzeug zu bringen - Wenn Maud Adams schon die Ehre gebührt, zum zweiten Mal ein Bondgirl zu spielen, hätte sie diese einfache Szene dochwohl auch selbst spielen können. Stattdessen nahm man ein unpassendes Double mit dunkler Haut und schwarzem Haar, du meine Güte...

Insgesamt gebe ich für Moore's vorletzten Einsatz 4 Sterne, den fünften muss ich aufgrund des unglaubwürdigen Endes abziehen.

Zu Bild, Ton und Extras der beiden DVD's gibt es nur ein Wort zu sagen: fabelhaft!

Fazit: Kaufempfehlung.
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am 8. Juli 2003
"Octopussy" mag nicht der beste aller Bond-Filme sein, aber spannend unr originell ist er allemal. Gewohnt ironisch sucht Roger Moore -- der beste der Bond-Darsteller -- den indischen Subkontinent heim. Gekonnt kämpft er sich anschließend über das DDR-Schienennetz bis in den Westen vor, wo eine Atombombe zu entschärfen ist. Das Übliche, das Übliche...aber genau das möchte man doch sehen, wenn man sich einen 007-Streifen anschaut! Spektakuläre Stunts, Bond-Girls, und ein größenwahnsinniger Russe sind obligatorisch.
Die technisch hervorragend umgesetzte DVD bietet stundenlanges Vergnügen...auch nach dem Ende des Abspanns: Die enthaltenen Dokumentationen und Interviews liefern viele interessante Details über den Film. Es macht Spaß, den Beteiligten vor und hinter der Kamera zuzuhören. Die Geschichten, von denen man dabei erfährt, sind spannender als jeder James-Bond-Film!
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TOP 500 REZENSENTam 25. September 2015
Um die wahren Hintergründe einer gigantischen Juwelenschieberei aufzuspüren, ist James Bond der geheimnisvollen Octopussy auf den Fersen. Sie ahnt nicht, dass sie von einem Wahnsinnigen hinters Licht geführt wird. Der russische General Orlov benutzt ihren Zirkus vorgeblich, mit ihm den geraubten Kreml-Schatz durch Europa zu schmuggeln. Tatsächlich dient er ihm nur als trojanisches Pferd für einen atomaren Sprengkörper, der auf dem Gelände der US-Airforce in Feldberg detonieren soll.

Während Sean Connery bereits für ein konkurrierendes Bond-Projekt unterschrieben hatte, pokerte Roger Moore so geschickt um seine Gage, dass sogar schon Probeaufnahmen mit Josh Brolin als neuer 007 gedreht wurden. (Bei diesem stand ihm Maud Adams zur Seite und einige Ausschnitte von den Probeaufnahmen sind übrigens auf dieser DVD enthalten.) Letztendlich war es wohl das locker auf einer Kurzgeschichte von Ian Fleming basierende recht märchenhafte und verspielte Drehbuch, das Roger Moore schließlich zur Serie zurückkehren ließ.
Die größere Aufmerksamkeit in Presseberichten erhielt seinerzeit zweifelsohne Sean Connerys gelungenes und sehr selbstironisches Bond-Comeback "Sag niemals nie", das sich dann jedoch nur als eine Neuverfilmung von "Feuerball" entpuppte. In den Kinos hingegen wollten deutlich mehr Zuschauer den "offiziellen" Bondfilm sehen und daher war Roger Moore noch ein weiteres Mal in bereit "Im Angesicht des Todes" als 007 zu agieren.

Ein farbenprächtiger Schauplatz wie Indien, eine Hauptdarstellerin wie Maud Adams, mit der sich Moore schon bei "Der Mann mit dem goldenen Colt" bestens verstand, und ein Finale, bei dem Moore unter einer Clownsmaske sogar ungewohnt emotional agieren musste, machten "Octopussy" zu einem meist etwas verkannten Highlight innerhalb der Serie. Der Film wäre ein wirklich gelungener James-Bond-Abschied für Roger Moore gewesen.

Extras der DVD-Edition: Audio-Kommentar von John Glen, Darstellern (Roger Moore ist nicht dabei) und sonstigen Beteiligten, wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Audiokommentar von Roger Moore; "Inside Octopussy", ein umfassender 33-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes. Bemerkenswerterweise wird in diesem Bericht konkret auf den Konkurrenzbond "Sag niemals nie" eingegangen und sogar ein kurzer Ausschnitt gezeigt; Ein 21-minütiges Portrait des Bond-Designers Peter Lamont; Bericht "James Bond in Indien" (28:14 min); Diverse Screentests von James Brolin, teilweise von ihm selbst anmoderiert (4:15 min + 1:40 min + 1:33 min); Amateuraufnahmen vom Dreh von Statist Ken Burns (6:40 min); Peter Lamont auf Motivsuche in Berlin (4:32 min); Berichte über die Stunts: Jeep-Crash (3:47 min), Flugzeug-Absturz (3:24 min) und Luftkampf (4:31 min); Animierte Storyboard-Szenen ("Taxi-Verfolgung" 3:33 min und "Bond rettet Octopussy" 3:21 min); Musikvideo "All Time High" von Rita Coolidge (2:38 min, 2,35 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0); "Missionskontrolle": Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Trailer zum Kinostart (3:24 min, 1,85 : 1, anamorph, Dolby 2.0); 3 Kurztrailer (je 0:30 min, 1,85 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0); 8-seitiges farbiges Booklet
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am 26. Juni 2011
Als grosser 007-Fan seit 30 Jahren will ich mal meine Lieblingsfilme nach bestimmten Kriterien rezensieren.

Allgemein: 1983, der 6.von 7 007-Streifen mit Roger Moore.

Handlung und Darsteller: Auch wenn mal wieder "East against West" sicher einer der besseren Plots. Stramme, straffe, spannende Handlung. Roger gerät leicht in die Jahre, was man im Gesicht und an der Figur merken kann, spielt aber souverän wie stets. Maud Adams ist eine Augenweide und die Rolle hat etwas mehr Tiefe als andere Bond-Girls. Die Antagonisten um Louis Jordan (kennt man u.a.aus Columbo) und Steven Berkoff (u.a.Beverly Hills Cop 1)sind Klasse, schön glitschig und fies.

Gadgets und Schauplätze: Spielt viel in Indien und der alten DDR. Gadgets für mich nicht überragend.

Bösewicht und Girl-Factor: Wie gesagt, Maud Adams (Nebenrolle bereits in "Der Mann mit dem goldenen Colt") ist sehr weiblich und tough, kein Mäuschen wie teilweise in anderen 007-Filmen. Die o.g.Bösewichte sind würdige Gegner.

Musik: Titelsong von Rita Coolidge ist typisch Bond und sehr sehr schön und passend.
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am 18. Juni 2015
Teil 13: Octopussy

Zur Story: Der Sowjet-General Orlov und der afghanische Prinz Kamal Khan, die zusammen einen Schmugglerring und illegalen Kunsthandel betreiben, wollen einen russischen Zarenschatz im Wert von 300 Millionen Dollar an sich bringen und in einer US-Air-Force-Basis in Deutschland eine Atombombe zünden, um eine Abrüstung der US-Armee in Europa einzuleiten.

Die Story ist zum Glück sehr lange undurchschaubar, was für den Spannungsaufbau sehr gut ist. Dank einigen Wendungen und interessanten Figuren ändert sich das bis zum Ende auch nicht.
Roger Moore schafft es auch hier wieder, seine Feinde zum Narren zu halten und den Zuschauer mit Späßen zu amüsieren. So gefährlich manche Momente dank einer Horde blutrünstiger Killer für die Figur Bond auch sind, Moore packt trotzdem eine ordentliche Portion Humor mit rein. Action gibt es jede Menge, sei es während der Verfolgungsjagd auf dreirädrigen indischen Taxis, während einer Safari (bei der Bond die zu jagende Beute ist), oder während des Showdowns auf einem fliegenden Flugzeug.

Maud Adams ist nach "Der Mann mit dem goldenen Colt" schon zum zweiten Mal zu sehen, diesmal in der Rolle der Titelfigur, der geheimnisvollen "Octopussy".

Am Ende heißt es Kamal Kahns Schergen gegen die akrobatischen Kämpferinnen von Octopussy, was tolle Kämpfe ohne großes Blutvergießen bedeutet.

Auch bei diesem Teil waren die Dreharbeiten alles andere als ungefährlich:
Ein Stuntman verletzte sich schwer, während des Stunts auf der Brücke, als er am Zug hängend gegen einen Brückenpfeiler geschleudert wurde.
Ein weiterer Stuntman in einem Boot konnte sich in letzter Sekunde retten, als der von Bond von der Brücke geschleuderte Mercedes im Fluss landet.
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