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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht Allendes bestes Buch - aber ein sehr lesenswertes!
Ich liebe Isabel Allendes Bücher seit jeher wegen ihres farbigen und sinnlichen Schreibstils.
Ihre Geschichten erzählen meist von starken Charakteren und schillernden Figuren, die ihr Schicksal in unruhigen Zeiten ihrer Heimat Südamerika meistern. Schon allein deshalb war dieses neue Buch für mich ein Muss.
Anfangs war ich allerdings etwas...
Veröffentlicht am 28. Oktober 2007 von Kunz Vogelgesang

versus
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwierig zu bewerten...
Ich muss gestehen, dass ich mir etwas schwer tue, "Inés meines Herzens" zu bewerten.

Isabel Allende entführt uns in das Spanien des 16. Jahrhunderts. Inés wächst in der Extremadura auf, lernt dort ihren ersten Ehemann Juan de Malaga kennen und folgt ihm dann in die Neue Welt, um dort ihre eigenen Vorstellungen von Freiheit und...
Veröffentlicht am 27. April 2009 von Erinome


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwierig zu bewerten..., 27. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich muss gestehen, dass ich mir etwas schwer tue, "Inés meines Herzens" zu bewerten.

Isabel Allende entführt uns in das Spanien des 16. Jahrhunderts. Inés wächst in der Extremadura auf, lernt dort ihren ersten Ehemann Juan de Malaga kennen und folgt ihm dann in die Neue Welt, um dort ihre eigenen Vorstellungen von Freiheit und Unabhängigkeit zu verwirklichen. In Südamerika angekommen muss sie feststellen, dass Juan verstorben ist. Inés lässt sich davon nicht weiter beirren und versucht, sich ein selbstbestimmtes Leben in Peru aufzubauen. Durch einen Zufall lernt sie den Konquistador Pedro de Valdivia kennen, für den sie sofort in heftiger Leidenschaft entbrennt, und an dessen Seite sie sich schließlich an die Eroberung Chiles macht und allen Gefahren trotzt.

+++

Mein größtes Problem mit "Inés meines Herzens" ist Inés selbst. Sie ist die Hauptperson des Romans und führt als Ich-Erzählerin in einem Rückblick durch ihre Geschichte, aber sie wird meiner Meinung nach nie dreidimensional. Inés' Charakter bleibt oberflächlich und viele ihrer Entscheidungen und Erlebnisse haben mich unberührt gelassen.

Die Handlung des Romans selbst habe ich durchaus mit Interesse verfolgt. "Inés meines Herzens" basiert auf dem wahren Leben von Inés Suarez und die Eroberung Südamerikas war nun einmal ein blutiges und brutales Geschäft. Die Ereignisse anders oder grob abgeschwächt darzustellen, wäre in diesem Fall wohl kaum sinnvoll. Dass Inés selbst ihren Beitrag zu den Kämpfen geleistet hat, obgleich sie im Allgemeinen von den Grausamkeiten der Spanier abgestoßen ist, war unter den beschriebenen Umständen auch verständlich. Es ging schließlich ums nackte Überleben.

Obwohl es immer wieder magisch-kuriose Momente in der Erzählung gab, die mich positiv an "Das Geisterhaus" oder an "Eva Luna" erinnerten, so war "Inés meines Herzens" insgesamt doch "trockener" als Allendes Vorgängerromane.
Geschichtsinteressierte Leser werden sicherlich ihre Freude an dem Roman haben, wer sich nach einem Werk wie "Das Geisterhaus" sehnt, wird wohl eher enttäuscht werden.
Ich für meinen Teil bin nur froh, dass ich mir das Taschenbuch und nicht das Hardcover zugelegt habe.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht Allendes bestes Buch - aber ein sehr lesenswertes!, 28. Oktober 2007
Ich liebe Isabel Allendes Bücher seit jeher wegen ihres farbigen und sinnlichen Schreibstils.
Ihre Geschichten erzählen meist von starken Charakteren und schillernden Figuren, die ihr Schicksal in unruhigen Zeiten ihrer Heimat Südamerika meistern. Schon allein deshalb war dieses neue Buch für mich ein Muss.
Anfangs war ich allerdings etwas enttäuscht.
Ein wenig hatte ich das Gefühl, die Autorin hätte diesmal die Inspiration verlassen und in Routinearbeit einen zweiten Aufguß ihres Romans "Fortunas Tochter" serviert.
Die Geschichte um die historisch autenthische Gestalt Inés Suárez, die ihrem Mann von Spanien nach Südamerika folgte und an der Seite der Konquistadoren an der Gründung Chiles maßgeblich beteiligt war, liest sich anfangs wie ein etwas trockener Reise- und Lebensbericht ohne besondere Höhepunkte. Ab der Hälfte gewinnt die Geschichte dann allerdings wirklich an Intensität und Spannung und am Ende war ich wie immer hingerissen. Die Figuren wachsen einem immer mehr ans Herz und man fiebert dem Geschick von Inés und ihrem geliebten Pedro unweigerlich mit. Daß dieses Buch auch mit Abstand das blutrünstigste und grausamste aus der Feder Allendes ist, sei auch erwähnt. Für schwache Mägen ist das streckenweise nicht die ideale Lektüre. Auch erreicht es nicht ganz die Spannung von "Das Geisterhaus" und die Sinnlichkeit von "Eva Luna", die meiner Meinung nach Allendes beste Bücher sind.
Aber ansonsten kann ich dieses Buch durchaus jedem Freund von romantischen und Abenteuergeschichten empfehlen. Ich freu mich schon aufs nächste!!
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42 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschichte spannend präsentiert, 3. November 2007
Was für eine Frau war Inés Suàrez, die im 16.Jahrhundert, als die holde Weiblichkeit noch in die Küche gehörte, in die neue Welt reiste und dort am Eroberungskampf der Spanier gegen die Ureinwohner teilnahm?
Die Spanierin Inés Suàres stammt aus einfachen Verhältnissen, Sie heiratet gegen den Willen der Familie einen nichtsnutzigen Don Juan, der sie die Liebe lehrt und den sie dafür mit ihren Handarbeiten ernährt. Doch auf die Dauer reicht das dem Ehemann nicht, alle Welt spricht von den spanischen Eroberungen in Übersee, und so macht er sich eines Tages vom Acker, um die sagenhaften Schätze von Eldorado zu suchen. Inés folgt ihrem Ehemann, nicht aus Liebe, sondern aus dem Wunsch heraus, in der Neuen Welt frei von Konventionen und Sanktionen leben zu können.
Ihren Mann findet sie nicht, aber dafür trifft sie in Peru ihre große Liebe Pedro de Valdivia, den berühmten Konquistador, den sie auf seiner langen und lebensgefährlichen Reise über die Anden nach Chile begleitet. Im Gepäck stets mit dabei: die Heiligenstatue Senõra del Socorro, die heute noch in der Kirche Sao Francisco in Santiago de Chile zu bewundern ist. Immer wieder gibt es Kämpfe mit den Mapuche, den Ureinwohnern Chiles, die hartnäckig ihr Land mit ihrem Leben verteidigen. Mehr als einmal werden von ihnen die Häuser und Dörfer der spanischen Einwanderer dem Erdboden gleichgemacht. Aber Inés Suáres erweist sich im nackten Kampf ums Überleben stets voller Stärke und ungebrochener Energie. Sie wird zur Hoffnungsträgerin für eine neue Zukunft in ihrem geliebten Chile, während ihr Geliebter Valdivia danach strebt danach, immer weitere Gebiete zu erobern, was er am Ende mit einem schrecklichen Tod bezahlen muss. Frieden und Glück findet Inés Suáres als Ehefrau an der Seite von Rodrigo de Quiroga, dem neuen Gouverneurs von Santiago.

Recht eindrucksvoll und spannend beschreibt Isabell Allende, in Form von Rückblenden aus Sicht der 70jährigen Inés Suáres das Leben dieser starken Frau. Einen besonderen Reiz entfaltet das Buch, wenn man es, so wie ich, während einer Chilereise liest, und teilweise am Ort des Geschehens weilt. Der Stoff beruht auf wahre Begebenheiten und die meisten Personen und Ereignisse in dem Werk hat es tatsächlich gegeben (so mein sehr geschichtskundiger Freund Ludwig). Trotz des Geschichtscharakters ist das Buch leicht zu lesen, und der Roman enthält alles, was ein guter Schmöker braucht: eine taffe Frau, charismatische Männer, tolle Landschaft, Folklore, Liebe und Leidenschaft, Kampf und Frieden, Mühsal und Glück. Traurig der jahrzehnte lange Kampf zwischen den Eroberern und den Ureinwohnern, welche letztendlich ausgerottet wurden. Man mag beim Lesen des Buches kaum glauben, was die Frauen alles haben auf sich nehmen müssen und, so wie Inés Suáres, ja auch freiwillig auf sich genommen haben, um ein neues Leben, eine neue Gesellschaft zu begründen. Isabel Allende hätte gerne so ein aufregendes Leben wie das von Inés Suárez gelebt. Ich würde mir das lieber zweimal überlegen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ihr Bester ..., 22. Februar 2008
Von 
N. Gaisch (Stainz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
... aber auch sehr gut! ich habe (bis auf die 2, 3 jugendbücher) alle bücher von allende gelesen und auch dieses hat mir sehr gut gefallen. mit ihrem vorzeigeroman "das geisterhaus" darf man es allerdings nicht vergleichen. und was die romantisch/erotischen stellen im buch angeht, so kamen solche auch in anderen ihrer bücher vor und sind meines erachtens nicht "störend" - sie ist nunmal eine leidenschaftliche frau und erzählt auch von leidenschaftlichen personen - find ich schön! ich habe das buch in wenigen tagen ausgelesen und es bringt einem die strapazen der eroberer und eroberten näher ... ich warte geduldig auf ihren nächsten roman!
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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Roman Chiles, 8. Oktober 2007
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Keine andere Frau hat bei der Gründung einer Kolonie des Spanischen Weltreiches eine vergleichbar bedeutende Rolle gespielt, wie Ines Suarez, deren makabres Abbild noch heute im Nationalmuseum von Santiago de Chile in Öl und in der Pose einer Furie zu sehen ist, wie sie die Köpfe der enthaupteten Kaziken den angreifenden Indianern entgegenschleudert. Für sie war Chile das gelobte Land Amerikas, arm an Edelmetallen aber reich an Lebensgrundlagen ( wenn man von der Kleinigkeit absieht, dass bereits die Mapuche Indianer dieses fruchtbare Land bereits bewohnten). Der Mann, an dessen Seite sie dieses Land eroberte, war der Konquistador Pedro de Valdivia, der im Jahre 1540, nur sechs Jahre nach dem Fall des Inkareiches, mit einer lächerlich geringen Streifmacht auszog, um den geheimnisvollen Süden des amerikanischen Kontinents für die spanische Krone in Besitz zu nehmen. Er war zugleich der Mann, dem Ines Herz gehörte und dem sie bis zu seinem fürchterlichen Tod in Liebe anhing.
Der Roman, erzählt aus der Perspektive der uralten Ines des Jahres 1580, beginnt am Beginn des 16. Jahrhunderts in einem spanischen Provinznest, in dem sich die energische aber nicht besonders schöne Ines in den illustren Juan de Malaga verliebt, dem sie schließlich in die Neue Welt hinterreist, wo gerade erst die großen Indianerreiche unter den Schlägen einer tollkühnen und raffgiereigen spanischen Soldateska zusammengebrochen waren. In dieser Stimmung einer hemmungslosen Gründungs und Bereicherungszeit gründet Pedro de Valdiva, damals schon der zweite Partner der umtriebigen Ines, im Februar 1541 die Stadt Santiago de Chile - nur um zu erleben, dass die kriegstüchtigen Mapuche-Indianer diese Stadt schon ein halbes Jahr später in Schutt und Asche legen. Doch die Spanier geben nicht auf, sie erbauen Santiago aufs Neue, gründen weitere Städte und drängen die Mapuche in einem gnadenlosen Krieg immer weiter nach Süden zurück. Valdivia, eigentlich eine der am wenigsten abschreckendsten Gestalten der spanischen Entdeckungsgeschichte, wandelt sich dabei wie alle seine Zeitgenossen zum grausamen Eroberer, der Hunderten von gefangenen Indianern die Hände abschlagen und die Nasen abschneiden lässt. Doch auch die Mapuche geben nicht auf, und unter der Führung des Mapuche-Führers Lautaro, Valdivias ehemaligem Pferdeknecht, gelingt es ihnen 1553 sogar, die Spanier nach Norden zurückzudrängen und Valdivia gefangen zu nehmen ( Aus Rache für seine Untaten wird er von den Mapuche bei lebendigem Leibe verspeist).
Man sieht, eine Geschichte voller Saft und Kraft und Blut, aus dem Isabel Allende einen komplexen Roman geformt hat, der die Entstehung ihres Heimatlandes mit all ihren Größen und ihrem Grausen beschreibt. Wie immer bei Allende trüben keinerlei literarischer Schickschnack, keine um drei Ecken konstruierte Formalistik das üppige Leseerlebnis, das die Autorin auf annähernd fünfhundert Seiten entfaltet. Man taucht in dieses Buch ein wie in eine belletristische Badewanne, die man vor dem Ende der Geschichte gar nicht mehr verlassen möchte. Schauplätze und Figuren wechseln wie bei einem Filmepos - perfekt konstruiert und aufeinander bezogen, ergeben sie eine ungemein anschaulich erzählte und eindringliche Geschichte, an der auch der historisch Gebildete wenig zu meckern finden wird (Mit einer Ausnahme, die dem Lektor hätte auffallen müssen: Pedro de Valdivia kann unmöglich schon um 1530 die Fabeln von Mandeville gelesen haben). Für mich neben dem "Geisterhaus" das beste Buch dieser von der Kritik unterschätzten Autorin - ideal als Begleitlektüre bei einer Reise ins "Land am Ende der Welt" ( = Chile ).
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nichts für schwache nerven, 15. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem ich von Isabel Allende bereits einige Bücher gelesen habe, darunter das Geisterhaus, Portrait in sepia und natürlich Paula war meine Vorfreude riesengross mal wieder ein Allende Buch zu verschlingen. Es ist sicher ein historischer Roman mit realem Hintergrund aber keine Geschichte die man von Allende erwartet. Sonst sehr fliessend und einfühlsam, dass man sich in den Geschichten total verliert, ist Ines meines Herzens ein einziges Gemetzel mit Folter, Hinrichtungen, köpfen von Mensch und Tier und Blut nichts als Blut in den Strassen. Und wenn man sich gerade von einer Schlacht erholt hat, werden Frauen vergewaltigt und geschwängert, dass es einem schlecht wird.
Auch wenn die Schlachten geschichtlich recherchiert sind ist es für mich kein Roman von Allende den ich (wie z.B. Paula) nochmal lesen würde. Im Gegenteil. Ich werde Wochen brauchen um mich von den aufgespiessten Mensch und Pferdeköpfen zu erholen.
Also nichts für schwache Nerven. Für Leute, die an spanischen Eroberungen in Südamerika interessiert sind und die Folter und Scharmützel lieben, denen sei das Buch empfohlen, nicht aber für echte Allende Fans.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schöne Geschichte - etwas uninspiriert erzählt, 24. März 2009
Das Buch beginnt ganz großartig mit wunderbar warmherzigen und auch homorvollen Beschreibungen starker und weniger starker Persönlichkeiten. Ich finde, das Buch läßt bald deutlich nach - zuviel Schlachtgetümmel, Ortsbeschreibungen, Abenteuer und historische Daten. Eher eine Mischung aus Chronik und Roman.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hörvergnügen zum Schnäppchenpreis, 20. Januar 2011
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ines Meines Herzens (Audio CD)
Wer für 954 Minuten Hörvergnügen keine 15 Euro ausgeben will, ist selber schuld. Umso mehr, als man nicht mit irgendeinem Roman Bekanntschaft schließt, sondern mit einer Geschichte von Isabel Allende. Auch wenn ich "Inés meines Herzens" nicht für das beste Werk der Autorin halte, empfehle ich es lieber als manchen Bestsellertitel. Der Inhalt ist kurz erzählt und wurde von Rezensenten des Buches bereits ausführlich beschrieben. Inés de Suárez verlässt 1537 Spanien, reist in eine fremde Welt jenseits des Atlantiks, wird die Geliebte des Conquistadors Pedro de Valdivia und bricht mit diesem nach Chile auf. Als 70-Jährige blickt sie auf ihr ereignisreiches, leidenschaftliches Leben zurück, auf ihre Siege und Niederlagen, auf Männer, Begleiter und Feinde. Und da sie auch in ihr Innerstes blickt, breiten sich vor dem Leser Seelenlandschaften aus, wie wir es uns von Isabel Allende gewohnt sind.

Der Roman ist weniger subtil komponiert und schrammt manchmal hart an Lebensgeschichten vorbei, bei denen Literaturkritiker die Nase rümpfen. Doch wer lieber in einer Geschichtsstunde sitzt, in der es weniger um trockene Fakten geht und die wesentlichen Ereignisse durch lebendige Figuren vermittelt werden, kommt ebenso auf seine Rechnung wie Liebhaber guter Frauengeschichten. Isabel Allende versteht es so gekonnt, ihre Leserinnen und Leser zu fesseln, dass man immer wieder vergisst, in welcher Zeit dieses Werk spielt. Sich als Frau vor über 500 Jahren so durchsetzen zu können, braucht eine innere Stärke, die selten ist. Schön, dass einer solchen Frau nun ein solches Denkmal gesetzt wurde. Die Lesung von Hannelore Hoger hat mich nicht so überzeugt, weil ich mich allzu sehr konzentrieren musste, jede Silbe zu verstehen. Aber das liegt wohl eher an der Arbeit des Tontechnikers als an der Stimme der Vortragenden.

Mein Fazit: Ob vier oder fünf Sterne ist wohl all jenen egal, die Isabel Allende und ihre Geschichten lieben. Und wenn man 16 Stunden Hörvergnügen für so wenig Geld bekommt, sollte man zugreifen. Ich hatte jedenfalls Spaß, lernte das Leben einer außergewöhnlichen Frau kennen und bekam ganz nebenbei eine Ahnung, warum die Autorin ihr Land so liebt.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz knapp gesagt:, 27. März 2008
Über Isabel Allende wird mir hier etwas zu viel geunkt!
Natürlich ist "Das Geisterhaus" literarisch anspruchsvoller,
aber ich finde die Geschichte der Ines Suarez einfach sympathisch.
Auch, wenn ich mir mit dieser Aussage alle Feministinnen zu Feinden mache:
Es handelt sich um ein typisches Frauenbuch.
Die Protagonistin erlebt Spannendes und Enttäuschendes, Liebe und Hass - wird aber von den geschichtlichen Hintergründen der Eroberung Chiles vor allzugroßem Kitsch bewahrt.
Ein Buch, dass leicht lesbar ist- ohne anspruchslos zu sein.
Genau das richtige, wenn man oder frau einfach mal abschalten will.
Ich habe die Geschichte einfach wahnsinnig gern gelesen.
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33 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen O-Weia, Frau Allende!, 29. August 2007
Sehr gerne erinnere ich mich an "Das Geisterhaus" und an die anderen frühen Romane der chilenischen Autorin.
Auch ihr letztes Buch über ihr Mutterland Chile hat mir gut gefallen.
Diesmal jedoch ist eigentlich auch ein Stern noch zu viel!

Was mag sie sich bei dieser Schmonzette nur gedacht haben?
Das Sujet, die Geschichte der weiblichen Entdeckerin und Abenteurerin Ines Suarez, hätte sicher genug Stoff für einen interessanten Unterhaltungsroman abgegeben. Was Isabel Allende daraus gemacht hat, bleibt jedoch deutlich unter ihrem Niveau!

Siebzig Jahre alt ist Ines Suarez, als sie ihrer Stieftochter von ihrem bewegten Leben erzählt, das in Spanien seinen Anfang nahm.
Eigensinnig wie sie ist, sucht sie nach ihrem Ehemann, einem Taugenichts, der in die Neue Welt ging, um dort reich zu werden.
Bis sie über Venezuela in Peru ankommt, muss sie viele Abenteuer bestehen und etliche Avancen von anderen Mitreisenden abwehren. Dort schließlich erfährt sie vom Tod ihres Mannes und lernt ihre zweite große Liebe kennen, mit dem sie gemeinsam die Eroberung Chiles plant...

Eigentlich lässt Isabel Allende keine Plattitüde in diesem Buch aus. Als sie jedoch zum x-ten Mal von "der Kraft seiner Lenden" schwärmte, habe ich entnervt das Buch weg gelegt und mich einer lohnenderen Lektüre zugewandt. Schade eigentlich, denn sowohl die Autorin und auch der Verlag bürgen eigentlich für Qualität...
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