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105 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mark Knopfler - a scottish privateer
Habe mir lange überlegt, ob ich eine Rezension schreiben soll, aber mittlerweile höre ich das Album zum x-ten mal und möchte Euch meine Eindrücke dazu beschreiben. Was ich aus meiner Sicht wirklich bemerkenswert finde ist, dass Mark Knopfler mit diesem Album Stilrichtungen aufgreift, die er in seiner Solokarriere kaum angefasst hat. Sein...
Veröffentlicht am 10. September 2012 von Bernd Brandner

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Privateering von Marc Knopfler
Gute Zusammenstellung. Keine Ausreißer nach oben und unten. Es gibt bessere CD's vom Interpreten. Das beste, was er meines Erachtens produziert hat war Roadrunning mit Emmylou Harris.
Vor 7 Monaten von catastre veröffentlicht


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105 von 113 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mark Knopfler - a scottish privateer, 10. September 2012
Von 
Bernd Brandner (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Habe mir lange überlegt, ob ich eine Rezension schreiben soll, aber mittlerweile höre ich das Album zum x-ten mal und möchte Euch meine Eindrücke dazu beschreiben. Was ich aus meiner Sicht wirklich bemerkenswert finde ist, dass Mark Knopfler mit diesem Album Stilrichtungen aufgreift, die er in seiner Solokarriere kaum angefasst hat. Sein unverwechselbarer Sound, seine Art der Musik ist aber aus jedem einzelnen Track herauszuhören. Mark Knopfler spielt jetzt auch den Blues. Aus dem Stück (CD 01-Track 03) "Don't forget your hat" z.B. höre ich John Lee Hooker aus der Zeit der 50er Jahre, ich habe circa 14 Hooker-CDs aus dieser Zeit. Man hört auch Muddy Waters in einem der Songs.

Mark Knopfler nannte sein Album (zu Deutsch) "Freibeuterei". Die "Privateers" oder Freibeuter der Meere, ein Seefahrtzeitalter indem geplündert und geraubt wurde oder sogar noch wird. Mark Knopfler antwortete auf die Frage, warum er sein neues Album so genannt hat mit den Worten "Ich will wirklich mit dieser kleinen Gruppe (seiner Band) von Menschen verbunden sein. Ich mag es, das Kommando zu haben - über die Band, die Crew, - sie reist durch diese sich ständig verändernden Landschaften und spielt an all diesen verschiedenen Orten. Sie bekommen, wo Sie ohne jede Art von Hilfe auskommen müssen, das was sie möchten. Darum bist du ein Freibeuter. Das ist der Weg und ich mag es." Vielleicht nannte er es auch deswegen so, weil er sich Anleihen aus anderen Stilrichtungen genommen hat. Aber daraus hat er etwas ganz Besonderes gemacht. Er hat dem Blues sein neues Gesicht gegeben.

Möglicherweise befindet sich Mark Knopfler in seiner künstlerisch kreativsten Phase, er schreibt sich die Finger wund. Wir, die Anhänger seiner jederzeit progressiven Musik (Folk, Blues, Country, Rock), genießen jeden einzelnen Titel seines neuen Albums. Mark Knopfler wurde von vielen Richtungen geprägt (Irish/Celtic/Scots Folk), dem amerikanischen Rock and Roll und - wie sich jetzt herausstellt - dem amerikanischen Blues. Dabei achtet er darauf, dass er nicht alles in einen Topf schmeißt, sondern er extrahiert jegliche Stilrichtungen und bringt mal hier einen Folksong, da mal eine Ballade, hier einen Countrysong und da mal einen Rock-Song oder auch mal einen waschechten Rythm'n'Blues Song.

Die Freibeuterei oder Privateering ist eine kluge, feine, gefühlvolle und absolut wunderbare Sammlung neuer Songs, die er in einem Album mit einer super Band aufgenommen hat. Und wie immer ist Guy Fletcher - Keyboarder - dabei, letztes Bandmitglied der Dire Straits.

2013 kommt er nach Stuttgart, da werde ich dabei sein müssen. Ich habe 2010 in München mit meiner (damals 9-jährigen Tochter) das Konzert in München gesehen anlässlich seines Albums "Get Lucky".

Anyway, die Musik ist mehr als "nur" unterhaltsam. Kaufen, bevor's andere tun ;-) Keep rockin'
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97 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entschleunigen - mit der Musik und bei der Rezension, 10. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Man kann bei der Beurteilung dieses Albums eigentlich nur einen Fehler machen: es zu schnell zu tun.

Beim ersten Durchzappen ging es mir (Dire-Straits-Fan der ersten Stunde) genauso wie einigen derjenigen, die hier schlechte Bewertungen abgegeben haben. Nachdem ich beide Scheiben einmal nacheinander durchgehört habe (bei ausgeschaltetem Fernseher, ohne Buch in der Hand, einfach nur Musik gehört), muss ich sagen: das ist ein geniales Doppelalbum, das Elemente aus all seinen vorherigen Alben enthält. Es gibt also schnellere Blues-/Folk-/Country-artige Songs, es gibt aber auch die Hymnen (Kingdom of Gold, Privateering, Haul away, Redbud Tree), die einem eine wohlige Gänsehaut verpassen.

Daher lautet meine unverbindliche Empfehlung: in Ruhe hören, mehrmals, über die Songs, auch mal über die Texte nachdenken - und DANACH eine Rezension schreiben. Nicht immer alles nach 20 Sekunden endgültig aburteilen. In dieser hektischen Zeit lebt ein Mark Knopfler gottlob nicht - und seine Hörer sollten sich das vergegenwärtigen.

Wohlgemerkt: dies ist kein Missionierungsversuch. Wer die Scheiben nach dem Hören immer noch schlecht findet, hat ein Recht auf seine Meinung. Aber bitte nicht nach einem 20-Sekunden-Schnelldurchlauf aburteilen. Das hat diese Musik nicht verdient.
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58 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein beruhigender Fels in der Brandung, 1. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Meine Lieblingsalben von Mark Knopfler sind "Golden Heart", "Sailing To Philadelphia", "Shangri-La" und "Get Lucky"... Und natürlich alle Dire Straits-Alben...

Was will man da noch erwarten ? Diese neue Doppel-CD mit 20 (!) neuen Songs reiht sich irgendwo dazwischen ein. In der CD-Innenhülle weist das angedeutete Foto eines Bösendorfer-Flügels und unter anderem einer angewetzten Fender sinnbildlich auf die musikalische Attitüde hin, die Knopfler hiermit wohl auch optisch klarmachen will. Vorweg: Gelungen !

"Seattle" am Schluss der 1. CD ist ein absolutes Highlight. Dieser Song könnte durchaus auch von "Shangri-La" stammen. Sehr schön, dieser fließende entspannte musikalische Ablauf mit dem für Knopfler typischen feinen Gitarrenspiel.

Auf "Privateering" (sinngemäß Freibeuterschaft, Kaperei...) dominieren Blues-Ansätze und irische Folkanleihen. Es ist ein sehr gelungenes schönes Album. Im Grunde alles wie gewohnt auf sehr hohem Niveau. Ich möchte jedoch nicht in Euphorie verfallen. Diese CD trifft aber nun mal meinen Geschmack. Andere nennen es "Bar-Musik", aber ich liebe Knopfler's Stil. Jedenfalls habe ich genau das erwartet. Und darum bin ich mit "Privateering" sehr glücklich. Nun höre ich Mark Knopfler nicht tagaus und tagein, aber dieses Album reiht sich mal wieder griffgünstig in meinem Regal ein.

CD 2 bietet ebenfalls ein Highlight. Die "Radio City Serenade" ist auch wieder so ein fließender Song im "Shangri-La-Stil". Ebenso der Song "Dream Of The Drowned Submariner".

Zur Gesamtqualität bleibt zu erwähnen, dass man "Privateering" ein paar Mal "warmhören" muss. Aber Songs wie "Redbud Tree" und "Haul Away" bieten dennoch spontan den "Aha-Effekt". Das ist genau das, was wir schon immer an Knopfler geliebt haben. Erste Sahne...

Übrigens gibt's eigentlich keinen schlechten Song. Der Titelsong "Privateering" auf CD Eins weist die durchgängig auf diesem Album vorhandene ruhige Linie auf, überrascht aber mit fulminanten Zwischenteilen.

"Gator Blood" ist ein feiner Blues, der die Stones vielleicht hätte vor 50 Jahren inspirieren können (Stichwort: Muddy Waters). Alles in allem kein "britisches" Album des Briten. Mark Knopfler bedient hier sehr geschickt offenkundig die musikalischen US-amerikanischen Wurzeln (Today Is Okay !) Nee, keine "Bar-Musik"... Ich nenne es einfach nur gelungen. Und die irischen Momente sorgen für schöne Farbtupfer. Ein beruhigender Fels in der Brandung und entspannende Musik abseits vom leider immer austauschbarer werdenden musikalischen Alltag.

Diese CD kann man sehr schön hören. Ich kann daher auch hier wieder, 3 Jahre nach "Get Lucky", fünf Sterne vergeben und diese CD als "guten Kauf" empfehlen.

"But Today Is Okay, Today’s just fine..." Ein neuer "Leitsatz" für diese Musik. Ähnlich wie "Get Lucky" ! Ja. Diese CD macht glücklich...
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knopfler ist eine Qualitätsgarantie, 8. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Hallo zusammen.

Ich habe mit größter Sehnsucht auf Mark Knopflers neuestes Werk gewartet. Weit über einen Monat vorher habe ich die "Deluxe Edition" vorbestellt weil ich mir neben den neuen Songs auch einfach Live-Mitschnitte in bester Qualität sichern wollte.

Jetzt habe ich das Album eine knappe Woche. Habe jeden Song mindestens zwanzig Mal gehört und kann einfach nicht aufhören, das Album auf Dauerschleife zu hören. Beim Arbeiten, beim Autofahren, kurz nach dem Aufstehen oder kurz vor dem ins Bett gehen. Es ist einfach eine Wucht.

Die Songs sind in altbewährter Knopfler-Manier komponiert. Viele steigern sich zum Ende (bspw. Yon Two Crows), andere überzeugen mit härteren Riffs zum Mitrocken (bspw. Corned Beef City) und wieder andere regen zum Mitsingen und noch mehr zum Mitdenken an (bspw. Kingdom Of Gold oder Go, Love). Insgesamt kann man sagen, verfolgt Knopfler seine altbekannte Linie. Die Songs werden insgesamt ruhiger, tiefgründiger und emotionaler. Rockhymnen wie Money For Nothing sucht man zwar vergebens, aber dennoch hat man Grund genug einfach mitzumachen, sich zu freuen auf den nächsten Song und in meinem Fall auf seine Tour 2013, für die ich als begeisterter Anhänger natürlich sofort Karten gekauft habe. Treue Fans, die bei der Tour im letzten Jahr dabei waren, dürften den Song Privateering bereits vor Album-Release auswendig gekannt haben aber dennoch ist es ein gänzlich anderer Song, wenn man ihn im Kontext der Songs hört. Zwischen Don't Forget Your Hat und Miss You Blues erhält der Song eine ganz andere Note und erzählt noch so viel mehr.

Mein Fazit: eine glasklare Kaufempfehlung für Freunde wirklich wahrer und ausgesprochen guter Musik. Wer Knopfler kennt, weiß, dass er sich nicht für den "Gitarren-Gott" hält, als den ihn viele Anhänger sehen - dennoch muss gesagt werden: sein Spiel ist einzigartig und sucht vergeblich seines Gleichen. Es mag schnellere, präzisere geben. Dennoch ist und bleibt er eine unverkennbare und nicht auszutauschende Größe im Geschäft und ich hoffe sehnsüchtig, dass uns dieser geniale Komponist und Songwriter noch lange erhalten bleibt. Wenn es eines Tages dazu kommen sollte, dass er aus privaten oder gesundheitlichen Gründen keine Touren mehr machen kann oder gar das Spielen aufgeben muss weiß ich eines gewiss: für mich bleibt er ein alltäglicher Bestandteil meiner Lieblingsmusik - denn zwischen "Künstlern" wie Flo Rida, Justin Biber und Kollegen ist und bleibt er einer der hellsten Sterne am Firmament der Musikgeschichte. Einmalig und absolut hörenswert.
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34 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Dire Straits hören wil, soll Dire Straits hören. Dies hier ist Solo-Knopfler (vom Feinsten), 4. September 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Bei jedem neuen Knopfler-Album versammeln sich die ewigen Dire-Straits-Puristen auf der Rezensionsseite von amazon und nölen, dass Knopfler nicht mehr `der Alte' und seine aktuelle Musik langweilig sei. Langsam kann man es nicht mehr hören.
`Privateering' ist meines Erachtens nach super. Wie mit jedem seiner letzten Alben muss man aber auch diesem etwas Zeit geben; sich einhören, Songs immer wieder anspielen, die Texte wirken lassen, die Feinheiten suchen und finden. Da sind einige großartige Momente drauf.

Wer Dire Straits hören will, soll sich 'ne alte Dire Straits Platte auflegen und es gut sein lassen.
Wer aber Knopflers Entwicklung seit On Every Street und Golden Heart mit Interesse (und einer Portion Empathie) nachverfolgt hat, wird auf diesem Album vieles finden, das man erahnen konnte, und manches, das überrascht. Auflegen und wirken lassen.
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31 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freibeuter der Genres, 31. August 2012
Von 
Jan Reiff (Ibiza) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Redbud Tree: ein melancholiches, exzellent gesungenes und eingespieltes Stück mit einem einfachen, aber kristallklarem Solo. Relativ kurz gehaltener Opener.
Haul away: ein schwerer Song über Tod und Abschied, herzzerreissend. (wurde bereits auf der Dylan Tour gespielt).
Don't forget your hat: der Bruder von "You can't beat the house" der Get Lucky CD. Reiner Blues, mehr will der Song nicht sein.
Privateering: ein weiterer Song der Dylan Tour. Ein Akkustik Stück auf handwerklich höchstem Niveau, sehr gut gesungen und einer der Favoriten. Zweimal bricht es dann aus, der Folk wird laut, bis wieder Ruhe einkehrt und der Song langsam mit milderen Drums ausklingt wie eine nachlassende Brandung
Miss you Blues: Die Notting Hillbilies leben noch, ... laut Booklet sogar - zum ersten Mal ein Cover (!!) - bis auf die Lyrics - eindeutiger Dylan Einfluss.
Corned Beef City: Einprägsame Melodie in der Tradition des Knopfler Stücks "Gravy Train" - Slide Gitarre, kriecht mit der Zeit gut ins Ohr. Klassische Knopfler Nummer für höhere Lautstärken.
Go Love: Langsames Stück, exzellent gesungen, typische Knopfler-Gitarrenlinien (erinnert etwas an "Madame Gevena", wächst nach mehrmaligen Hören zu einem Favoriten.
Hot or what: selbstironischer Blues Track, wie gehabt, ein paar Drinks dazu und die Nummer groovt in bester Boogie Manier. Gelungene Drum-Arbeit (Der Wechsel auf der Position des Drummers macht sich im Vgl zu den Vorgänger-Alben bemerkbar, sitzt kein geringerer als Ian Thomas am Kit .)
Yon Two Cons: Ein Hauch von "Silvertown Blues" und "Planet of New Orleans" - einer der Tracks, die man auch früher auf einer späteren Straits Scheibe hätte finden können, jedoch mit zum Teil eindeutig keltischem Einschlag an Stellen, wo früher die Gitarre "gesungen" hätte. Fast schon Sounddesign - das Mischpult war auf jeden Fall prall gefüllt mit Spuren.
Seattle: Elegante Ballade, großartig wie Knopflers Stimme mit Ruth Moody harmoniert. Hank Marvin Style Gitarre, ein mit Plektrum gespieltes Stück, in dem das Soli am Ende mehr angedeutet denn ausgespielt wird (was Knopfler ja mittlerweile gerne macht) - die Steel Gitarre ist auch wieder da - on every street lässt grüßen
Kingdom of Gold: schwerer Celtic Folk, düster, einer der wenigen keltischen Einschläge des ansonsten sehr amerikanischen Albums. Könnte Musik eines Ridley Scott Films sein. Am Ende wird's nahezu episch (angehauchter Chor und alles was dazugehört)
Got to have Something: und wieder durchbricht der Blues die Stille des Songs davor. Ein weiterer Drink drauf, und weiter geht's:
Radio City Serenade: ähnlich wie "Seattle": entwickelt sich die "Serenade" zum Balladen-Knaller, Chris Botti's Beitrag ist grandios. Die Musik für die nächtliche Fahrt durch New York. Fehlt nur noch, dass Cary Grant mit Doris Day um die Ecke kommt ... nach einem Besuch der Bar in der "Got to have something" gespielt wurde.
I used to could: same procedure: Der Blues lädt ein zum nächsten Drink.Konsequent hämmert der monotone Beat ins Ohr
Gator blood: es geht laut weiter - Gator Blood ist das Eastbound Train im Jahre 2012. Und überrascht mit ungewöhnlichen, neuen, hellschreienden lauten (!) Knopfler-Tönen auf der Slide Gitarre, ... die Dire Straits der 70er leben noch. Richtig gute Nummer mit schwer sattem Garagen-Sound.
BlueBird: "Fade to Black" Nachfolger mit etwas mehr Tempo - superbe Mundharmonika Performance.
Dream of the drowned Submariner: und wieder so eine ungemein dichte , poetische Ballade, die Knopfler auf diesem Album scheinbar mühelos aus dem Ärmel schüttelt. Der leise Knopfler von seiner besten Seite- mitunter der atmosphärisch dichteste Song, den Knopfler seit langer Zeit geschrieben hat. Wenn am Ende die Knopfler-typische Gitarre einsetzt, werden auch die Dire Straits Fans kurz nach Hause kommen.
Blood and Water: erinnert mich etwas an "Sucker Row" von "Shangri La", dann wieder an eine langsamere Version von "Wag the Dog" -
Today is ok: damit der Blues nicht in Vergessenheit gerät, kurz vor Feierabend nochmal ein bisschen jammen.
After the Beanstalk: könnte vom "Ragpicker's Dream" stammen - am Ende eines etwas längeren Hörgenuss gibt's nochmal handgemachte Saloonmusik mit viel Mundharmonika und etwas "Daddy's Gone to Knoxville"
Fazit: ein inspiriertes und inspirierendes, bewusst altmodisch gehaltenes Statement gegen die Plastik Chart Musik der Neuzeit. Soundtechnisch die interessanteste Scheibe seit "Sailing to Philadelphia" aus den Knopfler Studios, eine gute Anlage vorausgesetzt.
Einziger Minuspunkt: ich mag keine Fade Outs, ein paar Songs wurden so etwas am Ende zerstört. Dafür aber einen ganzen Punkt abzuziehen wäre nicht im Sinne des absolut gelungenen Gesamtauftritts.
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40 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewohnte Kost, jetzt auch mit Blues, 31. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Es gibt ja immer einen Grund weshalb man Fan eines Künstlers oder einer Band wurde. Im Fall von Mark Knopfler liegt der Grund wohl zu 99% der Käufer darin, dass man irgendwann in den Achtzigern oder frühen Neunzigern Dire Straits mochte und möglicherweise auch am ersten Soloalbum „Golden Heart“ von 1996 gefallen fand, da auf diesem musikalisch noch reichlich Bezug zur Hausband des Protagonisten genommen wurde. Obwohl, auch hier ließ Herr Knopfler bereits in Ansätzen erkennen in welche Richtung uns seine musikalische Reise führen würde. Rund 15 Jahre und einige Alben später sind wir nun schlauer. Der Sound von Dire Straits ist quasi passe und elektrische Gitarrenriffs sind so gut wie verschwunden.

Wer Dire Straits mochte darf die heutige Musik von Mark Knopfler mögen, muss das aber nicht zwangsläufig tun. Es regiert nunmehr das akustische, getragene; die kleinen ruhig erzählten Geschichten , das Harmonium, die Stille. Liebliche Melodien die –und das ist nicht böse gemeint – mehr als Einschlafhilfe als zum Mitwippen taugen. Nur manchmal, aber selten, taucht der vertraute und geliebte Sound, eine elektrische Riffbreitseite aus der Vergangenheit, auf.

Das neue Album Privateering macht einfach da weiter wo „Get Lucky“ aufhörte – und geht noch einen oder zwei Schritte weiter.

Man findet Delta Blues („Don't Forget Your Hat“, „Hot Or What“), Hillbilly-Balladen („Miss You Blues“), die mittlerweile üblichen Highland-Töne und zig (halb-)akustische Balladen. Auffallend sind auf jeden Fall die zahlreichen Blueseinflüsse die auf „Privateering“ vertreten sind.
Der Titeltrack „Privateering“ selbst erinnert musikalisch stark an „Why Aye Man“, und dann, dann, daaaaaaann passierts: „Corned Beef City“ kommt um die Ecke, unerwartet heftig. DIE Gitarre, DAS Riff. Als Vergleich kann hier am ehesten „Heavy Fuel“ dienen.
„Seattle“ ist eine wunderschöne Ballade im klassischen Stil ; „Gator Blood“ bringt etwas Uptempo-Blues, sparsam instrumentiert.

Nun, die Scheibe hat 20 Songs und erspare ich mir weitere einzelne Ausführungen. Aber gerade bei den 20 Songs liegt das Problem. Es ist ja schön den Fans viel zu bieten, aber weniger wäre auch hier mehr gewesen. Bei so viel Auswahl bleiben Wiederholungen einfach nicht aus. Die Songs verwässern, es kehrt hier und da durchaus Langeweile ein, und das nicht zuletzt weil sich ein Riesenanteil der Platte wie oben erwähnt im langsamen, getragen Bereich mit immer gleicher Akustikinstrumentierung bewegt.

„Privateering“ ist genau das was ich erwartet habe, was jeder erwarten konnte wenn man die musikalische Entwicklung Mark Knopflers ein wenig verfolgt hat.
Ich finde die Platte durchschnittlich bis gut. Die Songs sind wie alles was in den letzten 15 Jahren so von Mark Knopfler kam und an 3-4 Songs wird auch jeder alte Fan seine Freude haben. Der Rest ist für mich ok bis langweilig. Es kommt wohl auf die Tagesform an ob man so viel Melancholie auf einmal erträgt. Ich sags mal so: Auf den Konzerten werden die Leute auch in Zukunft auf „Money For Nothing“ warten und nicht auf „Haul Away“ oder „Yon Two Cows“…….
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Naja, es GEHT doch.....(noch/wieder...) !!!, 9. September 2012
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Rezension bezieht sich auf: Privateering (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Da ist es wieder, dieses kribbelige Gefühl, diese Ahnung, diese Vorfreude.... Aber auch: diese Erwartung an unglaublich schöne, aber eben auch vergangene, "Dire-Straits-Zeiten":
Ein neues Album von Mark Knopfler ist immer mit vielen Erinnerungen und großen Ansprüchen verbunden.
Was für den Künstler selbst wahrscheinlich immer wieder eine Gratwanderung ist, ALLE Erwartungen lassen sich nicht erfüllen.
Die 3-er Limited Deluxe Edition von "Privateering" im Spieler, die guten Kopfhörer auf den erwartungsfrohen Lauschern, habe ich dieses Mal versucht, mich von jeglichen Festlegungen freizumachen und einfach die - grandiosen - musikalischen Gedanken des MK wirken zu lassen und ... fantastisch!
Eine Sammlung an Liedern, die in ihrer Kreativität kaum zu toppen sind. Besonders die schnelleren Blues-Stücke ("Hot or what") sind exzellent!
Nicht alle Nummern punkten, es ist aber kein Stück "schlecht" oder ein Platzfüller.
Der Rückzug in diesen tristen Wohnwagen hat sich gelohnt: Nachdem man Knopfler nach seinen letzten Werken doch schon für klinisch tot erklären wollte, trumpft er mit "Privateering" wieder groß auf: Weiterentwicklung, ABER: unter Rückbesinnung auf (verdammt gute, musikalische) alte Werte.
Die Deluxe Edition ist durchaus schön anzusehen: mit Booklet und Texten im Mittelteil (ein Foto von Mark bei der "Arbeit" wäre allerdings nett gewesen...)
Fazit:
So freut man sich auf den Ruhestand: Knopfler-Fans, wieder bedenkenlos zugreifen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Privateering von Marc Knopfler, 15. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
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Gute Zusammenstellung. Keine Ausreißer nach oben und unten. Es gibt bessere CD's vom Interpreten. Das beste, was er meines Erachtens produziert hat war Roadrunning mit Emmylou Harris.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein erfolgreicher Beutezug des Freibeuters ;-), 9. Juli 2013
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Rezension bezieht sich auf: Privateering (Audio CD)
Das neue Album von Mark Knopfler vereint wieder Altbekanntes mit neuen Tönen. Sehr kräftig wildert Knopfler diesmal in den Gewässern des Blues und, wen hätte es gewundert, er macht es mit bekannter Virtuosität auf seinen Gitarren und viel Blues im Blut.
Ich bin begeistert, meine Frau auch und hatten dazu noch ein wunderschönes Konzert am Dresdner Elbufer mit Mark Knopfler und seiner ausgezeichneten Band.
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