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43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein würdiges Andenken
Die Brücke, Das Boot und Stalingrad. Dies sind leider nur wenige Filme in denen sich deutsche Regisseure getraut haben, deutsche Soldaten in den Mittelpunkt zu stellen.
Ich halte diesen Film für ein bedeutendes und überaus realistisches Bild der Schlacht um Stalingrad.
Als Spezialisten für den Häuserkampf wird eine Kompanie Sturmpioniere...
Veröffentlicht am 8. Januar 2006 von A. Hempfer

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen top Film - schwache DVD
Der Film ist ohne Zweifel einer der Besten neueren deutschen Filme überhaupt. Dieser Antikriegsfilm handelt über das Schicksal der 6. Armee im Kessel von Stalingrad.
Über eine halbe Million Landser werden - mangelhaft ausgerüstet - nach Stalingrad beordert und sollen für das Regime bis zum letzten Mann durchhalten. Der Kampf der 6. Armee wird...
Veröffentlicht am 14. September 2008 von Historienfreak


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43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein würdiges Andenken, 8. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Stalingrad [Special Edition] (DVD)
Die Brücke, Das Boot und Stalingrad. Dies sind leider nur wenige Filme in denen sich deutsche Regisseure getraut haben, deutsche Soldaten in den Mittelpunkt zu stellen.
Ich halte diesen Film für ein bedeutendes und überaus realistisches Bild der Schlacht um Stalingrad.
Als Spezialisten für den Häuserkampf wird eine Kompanie Sturmpioniere von Nord Afrika nach Stalingrad verlegt. Sie werden direkt vom "Krieg ohne Hass" in Afrika, in den unmenschlichsten Kriegsschauplatz der Geschichte, der Ostfront, geschleudert. Dies erklärt auch die Achtung vor den Gegnern die einige Soldaten der Einheit aufbringen:
Es gibt eine Szene im Film, in der bei Waffenstillstand zwei deutsche Soldaten ihr Essen mit russischen Soldaten tauschten. Dies war normalerweise an der Ostfront nicht üblich. Doch Schnell merken sie, wie hier mit den Gegnern umgegangen wird: kaltblütig und ohne Mitleid. Im brutalen und verlustreichen Häuserkampf schrumpft die Einheit zusammen.
Mit der Einkesselung der 6. Armee und dem Wintereinbruch werden die Zustände immer katastrophaler: Wegen Verpflegungsmangel muss die Einheit Zivilisten hinrichten, wer nicht schießt, wird selbst erschossen. Ohne Hoffnung warten sie auf verlorenem Posten schließlich auf das Ende, mit der Gewissheit, einen sinnlosen und grausamen Tod sterben zu müssen.
Der Film hinterlässt einen bleibenden Eindruck, vor allem wegen dem meiner Meinung nach sehr gelungenen Ende.
Es gibt nur eine kleine historische Unwahrheit:
Generalfeldmarschall Paulus lief nicht mit erhobenen Händen den Russen entgegen wie im Film, sondern sein Befehlsbunker wurde gestürmt und dabei wurde er gefangengenommen.
Die Effekte sind erstklassig, die bedrückende Atmosphäre des Häuserkampfes ist perfekt. Man wird dem Film sein Alter auch in Zukunft nicht anmerken. Die Leistung aller Schauspieler ist lobenswert. Auch wurden ausschließlich Originalfahrzeuge wie das deutsche SdKfz 251 (Halbkettenfahrzeug) und der russische T34 Panzer verwendet.
Die Figur des brutalen Hauptmanns sollte natürlich nicht zum Anlass genommen werden, alle deutschen Soldaten als Nazis zu bezeichnen. Es gibt einen anderen Hauptmann im Film, der fast das genaue Gegenteil darstellt. So wurde meiner Meinung nach das richtige Maß gefunden, die deutschen Offiziere in Stalingrad realistisch darzustellen.
Ich halte diesen Film für ein angemessenes Andenken an alle gefallenen Soldaten in Stalingrad, unter denen sich auch zwei Brüder meines Opas befinden.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ehrlicher Film, 6. Februar 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stalingrad [UK Import] (DVD)
Einer der wenigen deutschen Kriegsfilme der letzten Jahre: ehrlich, beklemmend, realistisch und sehr nah am Menschen (hier dem einfachen Landser) erzählt. Wie schon "Das Boot" beschränkt sich dieser Film auf die Schilderung des Kriegswahnsinns im Alltag der deutschen Soldaten. So wird auch nicht an schonungslosen, brutalen - den Kampf darstellenden - Szenen gespart; doch bleibt der Film stets sensibler als das die üblichen amerikanischen Kriegs-"Action"-Produktionen je sein könnten. Jede Form von Pathos oder Clichés sind nicht vorhanden, was dem Film seine starke Authenzität verleiht. Bleibt zu erwähnen, daß der Film - durch seinen Anspruch aus der Sicht einfacher Soldaten zu berichten - durchaus heitere Momente besitzt, die im Angesicht der Umstände jedoch umso bedrückender wirken. Die Botschaft des Filmes ist die einzig zulässige für einen deutschen Kriegsfilm: Nie wieder Krieg!
Fazit: authentischer Antikriegsfilm vom deutschen Soldaten in Stalingrad 1942/43, unpathetisch und schockierend (sollte amerikanischen Produzenten und Regisseuren ein Vorbild sein!).
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein aufrüttelnder Film..., 24. Februar 2012
Von 
Jimmy K. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Stalingrad (Remastered) (DVD)
... über die Schlacht, die im Allgemeinen als die größte militärische Niederlage Deutschlands bezeichnet wird und in der auf beiden Seiten mehr als fünfhunderttausend Menschen ihr Leben lassen mussten - Deutsche, Russen, Österreicher, Slowaken, Kroaten, Italiener und Rumänen.

Im Winter des Jahres 1942 wurde die Offensivkraft der deutschen Heeresgruppe Süd geteilt: Der eine Flügel (Heeresgruppe A unter Generalfeldmarschall Wilhelm List) sollte nach Süden in den Kaukasus, der andere (Heeresgruppe B unter Generaloberst Maximilian von Weichs) sollte nach Osten, in Richtung auf Stalingrad vorstoßen. Speerspitze und Angriffskeil der Heeresgruppe B stellte die 6. Armee unter dem Kommando von Generaloberst Friedrich Paulus dar.

Der Film "Stalingrad" zeigt alle Phasen des deutsch-russischen Kampfes um die "Stadt Stalins": Zuerst Sieg und Erfolg der Deutschen mit der beinahe vollständigen Eroberung der Stadt, danach Umzingelung und Einschließung der Viertelmillion Mann starken Armee und zum Schluss die Vernichtung der frierenden, ausgehungerten, demoralisierten und psychisch verrohten Wehrmachtdivisionen im Kessel. In epischen Bildern, untermalt von einer melancholischen Musik, werden Leben und Sterben der Soldaten im Kessel gezeigt; etwa, wenn eine Sturmkompanie sich im Häuserkampf von Haus zu Haus vorwärtskämpft oder wenn dieselbe Eiinheit, Wochen später und stark dezimiert, einen russischen Panzervorstoß mit improvisierten Mitteln aufhalten soll.

Am Ende des Films ist der Zuschauer geschockt. Man fragt sich, warum unsere Vorfahren derartige Grausamkeiten anderen antaten oder selber erdulden mussten - und ist fest entschlossen, unser aktuelles, friedlich-freiheitliches Europa wertzuschätzen und in Ehren zu halten.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitter und ergreifend, 5. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Stalingrad [VHS] (Videokassette)
Dieser Film von Josef Vilsmaier ist der beste Antikriegsfilm, den ich kenne, und wahrscheinlich einer von einer Handvoll Filme, die diesen Namen überhaupt verdienen. Im Gegensatz zu den meisten Filmen anglo-amerikanischer Herkunft verzichtet dieser Film komplett auf Heroisierung, soldatische Tugenden, Patriotismus und vor allem auf die Darstellung von Gut und Böse aus der Sicht einer Kriegspartei (meistens der Guten!). Es ist wahrscheinlich unmöglich, den Horror des Massensterbens in dieser Kesselschlacht mit filmischen Mitteln auch nur ansatzweise begreifbar zu machen, aber Vilsmaier zeigt das Leid einzelner Personen aus deren Perspektive. Wichtig finde ich, daß nicht nur die Ausweglosigkeit und die Qual der deutschen Soldaten (u.A. hervorragend dargestellt von Dominique Horwitz), sondern auch der russischen Soldaten und vor allen deren Angehörigen nicht übersehen wird. Für mich der beste Film dieses Genres - selbst "Der schmale Grat" kommt nicht heran. Spielberg's "Der Soldat James Ryan" ist dagegen ein patriotistischer und kriegsverherrlichender Propagandastreifen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen top Film - schwache DVD, 14. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Stalingrad (Remastered) (DVD)
Der Film ist ohne Zweifel einer der Besten neueren deutschen Filme überhaupt. Dieser Antikriegsfilm handelt über das Schicksal der 6. Armee im Kessel von Stalingrad.
Über eine halbe Million Landser werden - mangelhaft ausgerüstet - nach Stalingrad beordert und sollen für das Regime bis zum letzten Mann durchhalten. Der Kampf der 6. Armee wird in mörderischer Kälte immer mehr zum Kampf eines jeden Einzelnen um das nackte Überleben.
Die Bilder sind sehr eindringlich und drastisch, es wird nichts beschönigt, was den Film wirklich sehr sehenswert macht.

Leider ist die DVD technisch nicht auf dem neuesten Stand. Gerade wenn die DVD mit "digitally remastert" beworben wird, kann man mehr verlangen als VHS Qualität - sehr Schade.
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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DER Kriegsfilm schlechthin !, 17. Mai 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Stalingrad [Special Edition] (DVD)
Als zum ersten mal den Film STALINGRAD gesehen habe , war ich danach erstmal studenlang schockiert !
Es gibt kaum einen Film der SO realistisch ist , unter die Haut geht und einfach die Dinge so zeigt wie sie waren wie der Film SATLINGRAD . Sogut wie alle Kriegsfilme stellen die Deutschen immer als barbarisch dumme blonde blauäugige " Krauts " da , doch dieser Film zeigt ergreifend nahe das Schicksahl einer kleinen Truppe Deutscher Soldaten die in den Kessel von Stalingrad geschickt wird , und versucht von dort zu fliehen . Es wird nichts keine Seite weder Udssr noch Deutschland verglorifiziert und dem Zuschauer einfach gezeigt was KRIEG bedeutet . Spezial Effekts sind hier fehl am Platze , aber die braucht man beim gucken dieses Films auch nicht um schokiert zu werden . Der Film ist an manchen Stellen sehr brutal , aber nicht um es spannender zu machen , sondern den schrecken des krieges begreiflich zu machen ! DIESER FILM IST IN DIESEM GENRE EINFACH EINZIGARTIG , wer kein Hollywood -special effekt anti Deutschen Film sehen will , der liegt hiermit goldrichtig.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, 11. August 2006
Von 
Markus Kuehne (Kernen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Stalingrad [Special Edition] (DVD)
Kriegsfilme gibt es wie Sand am Meer.

Oftmals sind es die Amerikanischen Filme, in denen Helden aus Nordamerika heldenhaft die Welt gegen die unmenschlichen Deutschen verteidigen.

Der Film Stalingrad ist anders.

Es ist kein Film, der den Krieg verharmlost, aber auch kein Film, der ihn als tolles Erlebnis darstellt.

Besonder die Tatsache, das die Russischen Darsteller auch wirklich Russisch sprechen und nicht Krampfhaft synchronisiert worden sind, gibt dem Film noch mal ein dickes Plus an Atmosphäre.

Einer der Ergreifendsten Szenen war für mich, als ein Russischer Soldat bei der Gefangennahme eines Deutschen erschossen wurde und im Sterben ein Gebet sprach.. ein flehen an seine Mutter, an Gott. Es war wohl einer der Szenen, die besonders unter die Haut gehen und die man nicht vergisst.

Der FIlm zeigt einfach das Leben (und das sterben) einer Handvoll Männer die frisch aus einem Sizillianischen Erholungsurlaub nach Stalingrad geschickt werden. Zusammen mit einem Gruppenführer, der jung und "Orden-hungrig" ist.

Man begleitet die Truppe in ihren Kamphandlungen und ist emotional einfach näher bei den Schauspielern als in anderen, vergleichbaren Filmen.

Das der Film das Weltbild einiger Rezensenten hier wohl ins Wanken bringt, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es soll wirklich Menschen geben, die auch in Uniform nicht gleich zu metzelnden Monstern werden. Und auch Deutsche Soldaten können Menschliche Züge annehmen. Wer in dem Krieg schlimmer war ist sicherlich keine Frage, die hier diskutiert werden sollte. Vor allem nicht auf dem Rücken dieses Meisterwerks der Deutschen Filmkunst. Hier den Mahnenden Finger in die Höhe zu strecken, nur weil der Film die Deutschen Soldaten NICHT als Bösewicht hinstellt.. ist für mich einfach nicht nachvollziehbar.

Eventuell ist man da besser bei "The big red one" aufgehoben. Oder in "Soldat James Ryan" in dem Kriegsverbrechen noch glorifiziert werden (Erschiessung sich ergebender DEUTSCHEN Soldaten)

Meiner meinung nach ist Stalingrad ein sehr gut gemachter Film. Ein Klassiker der in keiner Anti-Kriegsfilm-Sammlung fehlen darf. Denn er ist so menschlich, wie ein Antikriegsfilm sein kann.

Aufgrund dessen, das eine "Belehrung" oder ein "Gut/Böse"-Bild einfach nicht entsteht, sondern man sich auf die Entwicklung des Trupps konzentriert, entsteht auch eine emotionale Bindung zu den Schauspielern. Und darum hat mich der Film in seinen Bann gezogen. Habe ihn mittlerweile mindestens 10 mal angesehen, und werde ihn noch oftmals aus dem DVD-Regal holen.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gelungener Film, 8. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Stalingrad [UK Import] (DVD)
Regisseur Joseph Vilsmaier (Schlafes Bruder) tritt mit "Stalingrad" in die Fußstapfen von Wolfgang Petersens "Das Boot".
Realistisch wird hier der Einsatz eines deutschen Sturmpionier-Battailons gezeigt, daß nach dem Einsatz in Nordafrika über Italien nach Stalingrad verlegt wird. Die siegesgewohnten Soldaten erleben hier den Häuserkampf in seiner ganzen Härte und das Sterben im russischen Winter.
"Stalingrad" ist ein sehr realitätsnaher Antikriegsfilm, der sich nicht nur auf die Kämpfe bezieht, sondern auch den Alltag der deutschen Truppen während der immer aussichtsloser werdenden Schlacht um die Stadt an der Wolga schildert. Beklemmend vor allem der Überlebenskampf der noch einsatzfähigen Soldaten bis hin zum bitteren Ende im Winter 1942/43.
Überzeugend sind vor allem die schauspielerischen Leistungen von Dominique Horwitz, Jochen Nickel und Martin Benrath.
Fazit: ein sehr realistischer und nicht übertriebener Antikriegsfilm. Kein unrealistischer Hollywood-Streifen, sondern eben Kriegsrealität made in Germany. Empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk deutschen Filmschaffens. Nun endlich auch auf Blu ray, 13. September 2012
Von 
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(TOP 10 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Stalingrad - Bis zum letzten Mann [Blu-ray] (Blu-ray)
Stalingrad - Bis zum letzten Mann [Blu-ray]

Nachdem das hier veröffentlichende Label "Eurovideo" vor einiger Zeit bereits den Wolfgang Petersen Film "Das Boot" (1981) zur Veröffentlichung auf Blu ray brachte, folgt nun endlich mit "Stalingrad" ein weiterer der ganz großen, sich thematisch dem Zweiten Weltkrieg widmenden Filme, aus deutscher Produktion. Beinahe zwanzig Jahre hat es gebraucht, bis der unter der Regie von Joseph Vilsmaier höchst aufwendig produzierte und emotional tief berührende Film nun endlich auch den längst überfälligen Weg zur Blu ray-Veröffentlichung gefunden hat.

Ich persönlich war im Vorfeld der Veröffentlichung sehr gespannt, ob die Blu ray die von mir in sie gesteckten hohen Erwartungen erfüllen kann.
Der Film selbst stellt für mich, wie für viele andere auch, so ziemlich mit das Beste was es in diesem Bereich deutschen Filmschaffens gibt, da.
Er hat bis heute nichts von seiner in ihm ruhenden Aussagekraft und Anklage gegen sinnloses Morden und die widerliche Fratze des Krieges verloren. Er ist authentisch und zutiefst menschlich, ohne voreingenommen zu polarisieren oder ein, wie oft in vielen anderen Filmen, vorgezeichnetes Schwarz-Weiß-Bild in der Darstellung von Gut und Böse aufzudrängen.

Der Film ist hart und schonungslos in seiner Darstellung all des Leidens und der brutalen Gewalt an einem der mit blutigsten und bis heute traumatisch nachwirkenden Kriegsschauplätze während des Zweiten Weltkriegs, dem von "Stalingrad".

Der Film beginnt, man kann schon fast sagen, in geradezu fröhlich freundlich wirkender Grundstimmung, die ein Bataillon von Sturmpionieren nach deren Nord-Afrika-Einsatz beim Fronturlaub in Italien zeigt. Nur einige Filmminuten später finden sich die Soldaten inmitten einer brutalen Häuserschlacht im Winter des Jahres 1942 auf dem Weg hin zur Eroberung Stalingrads. Es dauert nicht lange und die meisten der Soldaten erkennen die Stumpfsinnigkeit der Hinhalteparolen ihrer Offiziere unter Hitlers Führung. Immer mehr drängt die russische Armee die Truppen unter Führung von Generaloberst Friedrich Paulus in die Enge. Es beginnt ein erbarmungsloser Kampf ums Überleben. Während die Versorgung immer schlechter und die Verluste immer größer werden, fordert die Generalität von den ausgemergelten und kampfmüden Soldaten noch mehr Einsatz und Kampfeswillen für den angeblichen Endsieg.

In mehr als fünf Monaten Drehzeit, mit zwölftausend Komparsen, einhundert Stuntmännern und dreißig Schauspielern wurde der Film in Italien, Finnland und der Tschechoslowakei sowie Russland gedreht. Im Ergebnis entstand ein Film, der sich in seiner Eindringlichkeit im Gedächtnis festsetzt und einen einfach nicht mehr loslässt.

Neben dem Drehbuch, das Jürgen Büscher zusammen mit Johannes Heide und Joseph Vilsmaier schrieb, sind es auch die allesamt so hervorragend agierenden Darsteller, welche den Film maßgeblich mit prägen und so einmalig machen. Mit Schauspielern wie Dominique Horwitz, Jochen Nickel, Sebastian Rudolph oder auch Sylvester Groth und Thorsten Bolloff, holte sich Regisseur Joseph Vilsmaier bewusst viele unverbrauchte und relativ unbekannte Gesichter vor die Kameras bei diesem Film. Auch das trägt mit zu der atmosphärischen Dichte und Glaubwürdigkeit der verkörperten Rollen, wie auch dem Film selbst, bei.

Die Blu ray lagert in einem der üblichen blauen Standard Amaray Blu Ray-Case. Schön ist, dass es ein Wendecover gibt, um den FSK-Flatschen verschwinden zu lassen.

Die Gesamtlaufzeit wird auf dem Cover der Veröffentlichung mit ca. 137 Minuten aufgeführt, was auch der tatsächlichen Wiedergabezeit der Blu ray entspricht. Dabei präsentiert sich das Bild laut Cover im Format 1,78:1 als HD 1080/24p. Da sich in meinem Besitz noch die DVD-Veröffentlichung des Films aus dem Jahr 2003 befindet, konnte ich so den unmittelbaren Vergleich zur nun erschienenen Blu ray ziehen. Und ich kann sagen, dass ich den Kauf der Blu ray nicht bereue.

Das Bild der Blu ray überzeugt mit stimmig gesetzten und nicht überzeichneten Einstellungen beim Kontrast. Die Schärfe der zu erlebenden Bilder kann zumeist als gut beurteilt werden. Die Farben zeigen sich insgesamt recht natürlich und können auch in deren Intensität beinahe durchgängig überzeugen. Hin und wieder macht sich ein leicht verstärktes Filmkorn, gepaart mit einer zu bemerkenden leichten Unruhe im Bild bemerkbar. Auch scheint man bei der Bearbeitung mit einigen Filtern gearbeitet zu haben, die teilweise ein wenig die Details im Bild verschlucken.

Im Gesamteindruck bin ich mit dem von der hier vorliegenden und von der Blu ray dieser Veröffentlichung zu erlebenden Bild, recht zufrieden. Gegenüber der DVD-Veröffentlichung ist der Kauf der Blu ray, im Bezug zu der erlebbaren Bildqualität, eine sich lohnende Investition.

Die Menüs der Blu ray wurden mit einigen animierten Filmszenen und zu hörender Hintergrundmusik übersichtlich und gut bedienbar gestaltet. Unmittelbar aus dem sich nach einlegen der Blu ray in den Player öffnenden Hauptmenü heraus, kann der "Filmstart" angewählt werden. In einer sich öffnenden Leiste wird eine "Kapitelanwahl", dargestellt mit kleinen Szenenfotos und fortlaufenden Nummerierungen, aufgezeigt.

Über den Menüpunkt "Bonusmaterial" gelangt man zu den angebotenen Extras der Blu ray. Neben des offiziellen Kino-Trailer und Teaser, gibt es noch drei filmische Beiträge. In "Hinter den Kulissen" (ca.6:35) sowie "Joseph Vilsmeier" (ca.5:30) und "Die Besetzung" (ca. 6:50) erfährt man einiges Wissenswertes zur Produktion selbst wie auch deren Hintergründe. Zur Ergänzung bietet die vorliegende Veröffentlichung zudem die Funktion "BD-Live" an, mit der bei vorhandener Verbindung des Players mit dem Internet, noch weitere Informationen und Extras zu dem Film abgerufen werden können, die sich aber im Augenblick (Stand 09/2012), noch als sehr ausbaufähig zeigen.

Tonbewertung:

Die Blu ray bringt einen deutschen Ton im Format DTS-HD Master Audio 5.1 zu Gehör. In seinen Dialogen ist er zumeist gut verständlich und kann mit einem konstanten Volumen wie guten Einstellungen im Klangspektrum überzeugen. Natürlich darf hier nicht vergessen werden, dass der Film, als er am 21. Januar 1993 in den deutschen Kinos startete, der erste Kinofilm aus deutscher Produktion war, der in Dolby Digital-Ton produziert und gezeigt wurde. Die Umsetzung als DTS-HD-Master von der nun hier vorliegenden Blu ray kann ganz sicher nicht mit den bombastischen Soundgewittern aktueller Produktionen mithalten, kann aber dennoch als recht gelungen beurteilt werden. Untertitel für Hörgeschädigte oder auch Gehörlose bietet die Blu ray leider nicht an.

Gesamteindruck:

Auch beinahe zwanzig Jahre nach seiner deutschen Kinopremiere hat der Film nichts von seiner Brisanz und Einmaligkeit verloren. Ohne Übertreibung kann man ihn als ein Meisterwerk deutschen Filmschaffens bezeichnen. Er ist aufwühlend, beklemmend und zugleich authentisch und eine offene Anklage gegen den Krieg und das mit ihm einhergehende Leid und Elend. Die Blu ray aus dem Hause "Eurovideo", zeigt sich gegenüber vorhergehenden DVD-Veröffentlichungen mit einem erlebbar verbesserten Bild und Ton.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Grausamkeit des Krieges, 17. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Stalingrad (Remastered) (DVD)
Der Film begleitet eine deutsche Kompanie zu Zeiten des zweiten Weltkrieges bei der Schlacht zu Stalingrad. Während die Soldaten das Vorhaben diese Stadt einzunehmen noch belächeln, wird ihnen vor Ort schnell bewusst, welch grauenhafter Auftrag dies ist. Nicht nur, dass sich die Russen bis aufs letzte Hemd verteidigen, sondern auch, dass die Eiseskälte ein weiterer Feind ist.

Der Film zeigt den Krieg unverblümt in seiner ganzen Grausamkeit. Nicht nur der Krieg an sich, sondern auch die Unzufriedenheit und Unstimmigkeiten in der Gruppe werden zum Thema. Durch den Film bekommt man ein realistisches Bild davon, welche Grausamkeit der Krieg auch abgesehen vom Töten ausmacht.
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Stalingrad - Bis zum letzten Mann [Blu-ray]
Stalingrad - Bis zum letzten Mann [Blu-ray] von Joseph Vilsmaier (Blu-ray - 2012)
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