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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 4 Jahrzehnte Solti - 4 Jahrzehnte Tontechnik, 11. September 2012
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Rezension bezieht sich auf: The Verdi Operas (Audio CD)
Die soeben erschienene Decca-Box mit dem Titel "The Verdi Operas" repräsentiert einen ausgezeichneten Querschnitt über 4 Jahrzehnte Solti-Arbeit als Dirigent und zugleich über 4 Jahrzehnte Entwicklung in der Tontechnik, nämlich von 1961 bis 1994. Unter den Ton-Produzenten findet man so honorige Namen wie R. Mohr, J. Culshaw, R. Minshull, M. Winding und A. Cornall. Nicht nur die namhaften Solisten, Chöre und Orchester können sich hören und sehen lassen, auch die Aufnahmeorte sind hervorragend ausgewählt, seien sie in Rom, London, Wien oder Mailand.
Die Box enthält folgende Opern:
CD 1+2 Aida, u.a. mit L. Price, J. Vickers, G. Tozzi und R. Merrill, aufgenommen Juli 1961 im "Opernhaus" Rom
CD 3+4 Maskenball, u.a. mit C. Bergonzi, B. Nilsson und Tom Krause, aufgenommen Juli 1961 in der "Accademia di Santa Cecilia" Rom
CD 5-7 Don Carlos, u.a. mit N. Ghiaurov als Philipp, C. Bergonzi als Don Carlos, D. Fischer-Dieskau als Rodigro, M. Talvela, R. Tebaldi und G. Bumbry, aufgenommen 1965 im "Oper-Zentrum" London
CD 8+9 Falstaff, u.a. mit R. Merrill, A. Kraus, M. Freni und G. Simionato, aufgenommen 1963 im "RCA-Studio" Rom
CD 10+11 Otello, u.a. mit C. Cossutta, M. Price und G. Bacquier, aufgenommen September 1977 im "Sophiensaal" Wien
CD 12+13 Simon Boccanegra, u.a. mit L. Nucci, Kiri Te Kanawa und P. Burchuladze, aufgenommen Dezember 1988 im "Sala Albanella" Mailand
CD 14+15 La Traviata, u.a. mit A. Gheorghiu, L.-M. Jones, G. Knight, Fr. Lopardo und L. Nucci, aufgenommen Dezember 1994 im "Royal Opera House" Covent Garden
CD 16 als Bonus CD mit Opern-Chören, u.a. aus Nabucco, I Lombardi, Macbeth, Il Trovatore, Rigoletto und Messa da Requiem, aufgenommen November 1989 in der "Orchestra Hall" Chicago
CD 17 als Text-CD mit Libretti und Übersetzungen
Da es mir als wenig sinnvoll erscheint, die Stärken und Schwächen der einzelnen Opern hinsichtlich der Akteure und Aufnahmetechniken im einzelnen zu beschreiben, so beschränke ich mich bei meiner Beurteilung auf ein für mich besonders herausragend gelungenes Gesamtwerk, nämlich auf die Oper "Don Carlos". Über die Solisten etwas zu sagen, was nicht längst schon gesagt ist, hieße: "Eulen nach Athen tragen". Hervorheben möchte ich vor allem die tontechnische Leistung unter dem legendären Produzenten Jon Culshaw. Hören Sie einfach einmal in die Arie des Philipp zu Beginn der CD 7 hinein mit dem Titel: "Ella giammai m' amo", "Sie hat mich nie geliebt". Dann vergessen Sie sehr schnell, dass diese Aufnahme aus dem Jahr 1965(!) stammt. Ich glaube: Besser geht es nicht!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gelungene Hommage, 7. September 2012
Von 
vully "vully" (Neuhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Verdi Operas (Audio CD)
Sir Georg Solti gehörte zu jener Dirigentengeneration, deren Karriere mit der technischen Entwicklung der Aufnahmetechnik einher ging - und deshalb sehr ausführlich auf Tonträger dokumentiert ist. Neben zahlreichen Aufnahmen des klassischen sinfonischen Repertoires (v. a. mit dem Chicago Symphony Orchestra) liegen auch zahlreiche Opernaufnahmen vor, teilweise sogar mehrere desselben Werks.

Dieses Album enthält folgende Aufnahmen:

- Un ballo in maschera (1961): Birgit Nilsson, Giulietta Simionato, Carlo Bergonzi, Cornell McNeill, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia u.a.:
Hier wäre mir Soltis zweite Aufnahme von 1983 (mit Margaret Price und Luciano Pavarotti) lieber gewesen, weil Solti den leichteren Ton dieser Oper in der zweiten Aufnahme besser trifft und Nilsson keine Verdi-Stimme hatte. Bergonzi ist allerdings großartig.

- Aida (1961): Leontyne Price, Jon Vickers, Rita Gorr, Robert Merrill, Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma u.a.:
Ein unverzichtbares Dokument von Price als Aida in Topform, Gorr und Merrill sind großartig, Vickers Geschmackssache. Soltis Dirigat überzeugt v. a. in den Ensembleszenen, die triumphal wie nie zuvor klingen.

- Falstaff (1963): Sir Geraint Evans, Mirella Freni, Robert Merrill, Giulietta Simionato, Alfredo Kraus, Ilva Ligabue, RCA Italiana Opera Orchestra u.a.:
Sehr gutes Ensemble, besonders Freni und Kraus entzückend, eine unterschätzte Aufnahme.

- Don Carlo (1965): Renata Tebaldi, Grace Bumbry, Carlo Bergonzi, Dietrich Fischer-Dieskau, Nicolai Ghiaurov, Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden:
Auch wenn Tebaldi etwas über den Zenit ist und Fi-Die polarisiert, mein absoluter Lieblings-Don Carlos.

- Otello (1977): Margaret Price, Carlo Cossutta, Gabriel Bacquier, Wiener Philharmoniker u.a.:
Cossutta bleibt blass als Otello, Price entzückend, großartige Nebenrollen, Chor und Orchester, überzeugend dirigiert

- Simon Boccanegra (1988): Kiri Te Kanawa, Leo Nucci, Giacomo Aragall, Paata Burchuladze, Orchestra del Teatro alla Scala di Milano u.a.:
Außer te Kanawa leider keine ideale Besetzung

- La Traviata (1994): Angela Gheorghiu, Frank Lopardo, Leo Nucci, Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden u.a.:
Sensation bei ihrem Erscheinen, immer noch sehr überzeugend: Dieses Debut machte Angela Gheorgiu gleich zum Weltstar - mit Recht!

Als Zugabe:
- Opernchöre mit dem Chicago Symphony Chorus und dem Chicago Symphony Orchestra
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein "knackiger" Verdi-Dirigent, 23. Juli 2013
Von 
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Rezension bezieht sich auf: The Verdi Operas (Audio CD)
„Ich folgte ihm, als ob mein Leben davon abhinge“, erinnerte sich Georg Solti an eine Bühnenprobe der „Zauberflöte“ 1937 in Salzburg mit dem großen Arturo Toscanini. Da war der junge Pianist aus Budapest als Korrepetitor eingesprungen. In einer Probenpause sagte der 70-Jährige zu ihm: „Bene“ – das war der Ritterschlag. Solti (1912 bis 1997) gilt als Erbe Toscaninis und Genauigkeitsapostel – und weltweit als einer der besten Verdi-Dirigenten.
Das zu seinem 100. Geburtstag erschienene Set umfasst acht Gesamtaufnahmen von Verdi-Opern, als Bonus gibt es eine ebenso hörenswerte CD mit Verdi-Chören des Chicago Symphony Orchestra, dessen Musikalischer Leiter er 22 Jahre lang war.
Die Hochachtung vor Verdi hat Solti wohl von Toscanini übernommen: „Ich bewundere Verdis Bescheidenheit und sein Engagement für seine Mitmenschen und die Ökonomie in seinem Kompositionsstil. Er kann in 20 Minuten etwas ausdrücken, wofür andere Komponisten eine Stunde oder länger brauchen.“ Solti über seine Lieblingsoper: „Je älter ich werde, desto mehr liebe ich den Falstaff.“ Das Set enthält legendäre Aufnahmen, die bis heute nichts von ihrer Einmaligkeit eingebüßt haben. Allen voran der Don Carlo mit Renata Tebaldi, Carlo Bergonzi und Dietrich Fischer-Dieskau. Operngeschichte schrieben auch sein „Falstaff“ mit Sir Geraint Evans, Mirella Freni und Robert Merrill und seine erst spät dirigierte „La Traviata“, mit der 1994 die Starkarriere der Rumänin Angela Gheorghiu begann.
Vielleicht hätte aber selbst Sir Georg Solti seine Probleme mit Verdi bekommen. Der Dirigent auf die Frage, wer auf dem Podium das Sagen habe: „Es gibt eine Meinung – meine.“ Die FAZ urteilte über Soltis Verdi-Interpretationen, die ihn als Meister der chronometrischen Präzision und des hoch virtuosen Orchesterklangs ausweisen: „Hier erreichte er mehr knackige Italianità als mancher Italiener.“
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4.0 von 5 Sternen Kompakter Verdi, 12. November 2013
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Rezension bezieht sich auf: The Verdi Operas (Audio CD)
Georg Solti ist ein hervorragender Dirigent. Er hat sehr schöne Opernaufnahmen von Verdi produziert. Alle Aufnahmen sind gut. Schwachpunkt beim "Don Carlos" ist Renata Tebaldi.
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The Verdi Operas
The Verdi Operas von Solti (Audio CD - 2012)
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