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Kundenrezensionen

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am 29. September 2012
Dem Film selbst würde ich volle 5 Punkte geben, das steht ganz außer Frage. Jedoch bin ich mit der deutschen BluRay-Umsetzung überhaupt nicht zufrieden. Ich habe mir die deutsche BluRay-Ausgabe in erster Linie aufgrund der deutschen Untertitel zum Film gekauft. Das Bonusmaterial entspricht dem früherer Veröffentlichungen auf DVD, hier gibt es nichts Neues. Da mir bereits die US-Veröffentlichung des Films auf BluRay vorliegt, konnte ich nun einen direkten Vergleich ziehen und war ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht von der angeblichen "Remastered Version" auf der deutschen BluRay. Lediglich der Ton weiß zu überzeugen, das war es dann aber auch schon. Das Bild zeigt schon beim Vorspann deutliche Defekte und Unschärfen. Auch im weiteren Verlauf des Filmes wird es leider nicht besser. Zudem scheint auch etwas mit dem Kontrast nicht so ganz zu stimmen, insgesamt wirkt das Bild viel zu dunkel. Die US-BluRay hat bildtechnisch eindeutig die Nase vorn, hier gibt es kaum Defekte oder Verschmutzungen und das Bild ist (dem Alter entsprechend) äußerst scharf, farbenfroh und gut abgemischt. Warum konnte das sehr gute US-HD-Master nicht einfach für die deutsche Ausgabe übernommen werden? Das Bild der deutschen BluRay wirkt hingegen eher so, als hätte man ein älteres DVD-Master genommen. Insgesamt leider sehr enttäuschend... Daher meine Empfehlung: Falls möglich, besorgt euch die US-BluRay! Auf der gibt es zwar keine deutsche Untertitel, dafür aber ein grandioses Bild!
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am 17. Januar 2006
Die Benotung bezieht sich nicht auf den Film, sondern auf die Umsetzung auf DVD:
Der Ton ist super gelungen, keine Frage. Auch wegen der Bonusmaterialien ist die Doppel-DVD sicher empfehlenswert.
Der Film ist sowieso etwas für Leute die ihn mögen, was aber hier nicht diskutiert werden soll (ich finde ihn klasse).
AAAber: das Bild oben und unten einfach mit einem schwarzen Streifen zu beschneiden, um so ein Breitbild vorzutäuschen, so was hab ich vorher noch nicht gesehen und finde es eine bodenlose Unverschämtheit. Dass es so ist, habe ich, nachdem mir das Bild oben und unten abgeschnitten vorkam, direkt mit der alten Videokassette, die eigentlich durch die DVD ersetzt werden sollte, verglichen: es besteht kein Zweifel. Besonders auffällig ist, dass Köpfe oben abgeschnitten sind. An den Seiten ist auch nichts hinzu gekommen.
Auch die Farbe auf der DVD kommt im direkten Vergleich nicht gut weg: sie wirkt, als hätte man bei der digitalen Bearbeitung auf den Knopf „mehr Farbe“ gedrückt. Man kann das am Fernseher dann entsprechend herunterregeln, aber richtig ausgewogen wird’s trotzdem nicht mehr dabei. An meinem DVD-Player sollte das nicht liegen, der gibt die Farben normalerweise gut wieder.
Also: Extras unbedingt empfehlenswert, klanglich auch, aber seine alte Videokassette kann man damit nicht ersetzen, da etwa ein Viertel des Bildes einfach fehlt und durch schwarze Balken ersetzt ist. Schade. Wenn man dieses „Feature“ wenigstens abschalten könnte...
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am 4. Dezember 2005
Tommy wollte ich mir schon lange mal zulegen, bisher hat mich nur die alte Soundabmischung gestört. Endlich sind sie jetzt mal auf den Trichter gekommen, das zu ändern! Die Rockoper wurde komplett digital überarbeitet, das bedeutet bestes Bild, 5.1 Dolby Digital Sound, und als Bonbon auch zuschaltbare deutsche (oder englische) Untertitel. Man kann sich entweder die Songtexte anzeigen lassen, oder auch den Kommentar des Regiseurs zum Film, was doch die eine oder andere Szene klarer macht, bzw. Anekdoten zu den Dreharbeiten einbringt. Also wirklich klasse gemacht! Wer die Musik von "The Who" mag, oder einfach mal die Legende daheim genießen möchte, kann unbesorgt zuschlagen!
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am 2. Dezember 2005
Nach dem Bemühen etlicher Retro-Versuche, die 70er und ihren Glamour-Look nachzuempfinden, hat man es bei "Tommy" mit einem archetypischen Original zu tun. Der Film von Ken Russel, einem der kontroversesten Filmregisseure seiner Zeit, ist eine TOUR DE FORCE durch das Leben des britischen Jungen Tommy -seiner Jugend, seinem Trauma, wie er jesus-ähnlich zum Messias aufsteigt und alles in Schall und Rauch verliert.
The Who spielt mit -natürlich! Roger Daltrey spielt Tommy. Die Gast-Auftritte von Eric Clapton, Tina Turner, Elton John sind grotesk und unvergesslich!
Der Film ist intensiv, bunt, krank - unheimlich gekonnt werden die Bilder mit der Musik kombiniert, der Schnitt ist punktgenau und die Musik steht immer im Vordergrund. Keine einzige Dialogzeile unterbricht den ständigen erzählerischen Songfluss.
Die Qualität der DVD ist hervorragend. Viel Bonusmaterial auf einer zweiten Disc und in der Box befinden sich 5 Postkarten mit Portraitmotiven der Darsteller.
Beste Empfehlung!
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am 8. November 2004
Hallo Amazon-Kunden: in England könnt Ihr eine 2004er-Ausgabe von "Tommy" erwerben - im korrekten Bildformat 16:9 (nicht Vollbild...brrrr!), restauriert,in gutem Stereo UND alternativ ein nagelneuer 5.1-Ton (genial!)sowie einer zweiten Disc mit aktuellen Interviews zum Film (Townshend, Daltrey, die Ton-Ingenieure), Trailer, Sound-Dokumentation etc. Alles in einem knallgelben schicken Schuber plus limited Booklet mit 'nem Beitrag von Townshend... ZUSCHLAGEN!
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am 15. August 2006
Tommy ist ein Musical-Film nach einer Vorlage der britischen Rock-Band The Who aus dem Jahre 1969. Das Originalalbum (das als erste Rochoper gilt) erschien unter dem selben Namen.

Zum Film...

1.Die Handlung:

Es geht um einen Jungen (Tommy) , der mit anseiht wie sein Vater (der ca 5 Jahre vermisst war) von dem neuen Freund seiner Mutter ermordet wird. Durch dieses schockierende Ereignis wird er Taub Stumm und Blind (Deaf Dumb And Blind). TommyŽs Mutter versucht Tommy zu heilen indem sie zu einer Veranstaltung für Behinderte geht. Als das nicht klappt versucht Tommy Stiefvater ihn durch die Acid Queen wieder aufzubauen , die ihm Drogen gibt. Doch TommyŽs Eltern wollen Abends auch mal weggehen und lassen ihn als erstes bei seinem sadistischen Cousin Kevin. Als zweites geben sie Tommy zu seinem Onkel Ernie , der ihn missbraucht. Als Tommy von zu Hause weggeht landet er auf einem Schrottplatz. Als er gefunden wird steht er an einem Flipperautomaten und hat sich die Highscore erkämpft. Es dauert nicht lange bis Tommy sein Talent für solche Automaten nutzt und Flipperweltmeister wird. Tommy ist reich und hat viele Fans und Verehrer. Doch Tommy kann nicht mal von einem Facharzt geheilt werden. Aus leuter Verzweifelung zerstört TommyŽs Mutter den Spiegel (der Spiegel hat eine besondere Wirkung auf Tommy). Durch diesen erneuten Schock kann Tommy wieder sehen , hören und sprechen. Schnell ist weltweit bekannt , dass Tommy geheilt ist und durch dieses "Wunder" steigt er zu einer Art Jesusfigur auf. Schließlich eröffnet Tommy ein Ferienlager um seine Verehrer ebenfalls zu erlösen. Doch als die merken , dass es ihnen nicht hilft wollen sie Tommy nicht mehr. Sie zerstören das Camp , töten TommyŽs Eltern aber Tommy überlebt den Aufstand. Tommy hat zwar seine Sinne wieder aber dafür hat er die Menschen verloren die er liebt. Also beschließt er wieder in die Natur zu gehen. Da wo der Ursprung des menschlichen Lebens liegt.

2.Zu den Schauspielern:

Tommy wird von Roger Daltrey , dem Sänger der Who gespielt. Nora Walker (TommyŽs Mutter) wird von Ann-Margret gespielt , die für ihre schauspielerische Leistung für den Oscar nominiert wurede und sogar den Golden Globe als beste Schauspielerin erhielt. Frank (TommyŽs Stiefvater) wird von Oliver Reed gespielt der als Schauspieler zwar überzeugt aber manchmal mit den Tönen daneben liegt. Den Arzt , der Tommy nicht heilen konnte wird von Hollywood-Star Jack Nicholson gespielt. Der Pinball Wizard gegen den Tommy die Flipperweltmeisterschaft gewinnt wird von Musik-Genie Elton John gespielt (ursprünglich war die Rolle für Mick Jagger vorgesehen). Der rockende Therapeut (The Hawker) wird von Eric Clapton gespielt. Den sadistischen Cousin Kevin spielt der Musicalproduzent Paul Nicholas. Keith Moon spielt TommyŽs Onkel Ernie. TommyŽs Vater wird von Robert Powell gespielt. Die Acid Queen spielt Tina Turner. Außerem treten Pete Townshend , John Entwiste und Keith Moon drei mal als sich selbst auf und spielen ihre Instrumente. Sally Simpson wird von Ken RusselŽs (Director von Tommy-The Movie) Tochter gespielt.

3.Vergleich der Songs vom Album zur Filmversion:

1.Prologue enspricht fast genau dem Overture des Originalalbums.

2.ItŽs A Boy hat eine Strophe mehr.

3.Benies Holiday Camp/Beautiful Legs Competition ist ein völlig neuer Song um die Geschichte zu komplettieren.

4.Uncle Frank ist ebenfalls neu

5.What About The Boy wurde fast exakt von Album übernommen.

6.Amazing Jouney ist ebenfalls auf dem Album zu finden.

7.How Can He Be Saved entspricht dem Song Christmas des Albums.

8.Eyesight To The Blind ist ebenfalls von dem Album übernommen.

9.Acid Queen hat im Film einen langen Instrumentalteil.

10.Do You Think ItŽs Alright entspricht den Songs Do You Think ItŽs Alright , Cousin Kevin , Fiddle About und Sparks/Underture.

11.Extra! Extra! kommt im gegensatz zum Album im Film zwei mal vor.

12.Pinball Wizard ist aus dem Album übernommen.

13.Rex Beans/Champagne sind zwei neue Songs

14.ThereŽs A Doktor IŽve Found entspricht den Songs ThereŽs A Doktor und Go To The Mirror!.

15.Tommy Can You Hear Me ist fast komplett aus dem Album übernommen.

16.Smash The Mirror ist ebenfalls auf dem Album zu finden.

17.IŽm Free ist zwar auch auf dem Album , ist im Film aber an einer anderen Stelle.

18.Mother And Son ist ein neuer Song.

19.Mirical Cure ist auch auf dem Album.

20.Sally Simpson ist ebenfalls auf dem Album.

21.Sensation ist an einer anderen Stelle als auf den Album.

22.Welcome ist auch auf dem Album.

23.T.V. Studio ist ein neuer Song.

24.TommyŽs Holiday Camp wurde von dem Album übernommen.

25.Teaching The Disabled ist das erste drittel von WeŽre Nit Gonna Take It

26.WeŽre Not Gonna Take It entspricht dem zweiteŽn Drittel des Album-Songs WeŽre Not Gonna Take It.

27.See Me Feel Me / Listening To You entspricht dem dritten Drittel von WeŽre Not Gonna Take It

28.Listening To You ist identisch mit dem vorigen Song und dient als Hintergrundmusik für den Abspann.

4.Die Extras:

Die Bonus DVD enthält Interviews mit Pete Townshend (Gitarrist und Songwriter der Who und Musical-Director des Films) , Roger Daltrey (Schauspieler von Tommy und Sänger der Who), Ann-Margret (Nora Walker) und Ken Russel (Director von Tommy The Movie).Außerdem:Ein Blick zurück. Die Geschichte des Sounds, Original Kinotrailer und Biographien der Hauptdarsteller. Laufzeit insgesamt 143 Min.

Auf der ersten Disk ist der Film und der Audiokommentar von Ken Russel und Untertitel in Deutsch und Englisch.

Als kleine Beilage gibt es zur DVD fünf Postkarten.

5.Ein Paar zusatzinfos:

1.In der Schlussszene See Me Feel Me sieht man wie ein Haus abbrennt. Das war nicht etwa gestellt sondern echt.

2.In TommyŽs Holiday Camp lagen viele Flipperkugeln. Die Wahrheit ist , dass es eigentlich Objekte der Mariene waren die zufällig da lagen.

3.Das meißte des Films wurde in Portsmouth gedreht.

4.Jack Nicholson hat am selben Tag als er das Angebot für die Rolle des Arztes erhielt den Song aufgenommen und die komplette Szene gedreht.

5.In der Szene Champagne zog sich Ann-Margret eine verletzung zu. Die Narbe ist heute imme noch an ihrem Arm zu sehen.

Mein Fazit: Tommy gehört nicht nur zu den besten und erfolgreichsten Rock-Alben der 60er sondern auch zu einem der besten Filme aller Zeiten.
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am 6. März 2006
,Tommy' oder ,Quadrophenia' - welche von beiden ist die definitive Rockoper? Die Frage ist müßig, denn beide sind von Pete Townshend, dem Songwriter der Who, und sie sind doch so unterschiedlich gestrickt, dass ein Vergleich trotz der ähnlichen Musik nicht möglich ist.
Tommy, dessen Vater im Krieg ist, wächst bei seiner Mutter auf, die inzwischen einen anderen Mann hat. Eines nachts kommt der Vater zurück, überrascht die beiden im Schlafzimmer und wird dafür getötet. Das Dumme ist, dass der kleine Tommy alles mitbekommen hat und fortan durch den Schock blind, taub und stumm geworden ist. Die Rockoper erzählt seinen Leidensweg und seine Befreiungsversuche, der Film würzt die Story mit den assoziativen, symbolbeladenen Bildern von Ken Russell (den man sicher genial nennen darf). Die Bezüge und Anspielungen sind bisweilen so drastisch, dass sensiblen Zuschauern übel werden kann. Als gewöhnlicher Spielfilm ohne Musik hätte die Story wohl keine Chance gehabt, als Rockoper stellt Tommy im Filmgewand ein Werk dar, das den bombastischen Bühnen-Opern eines Wagner durchaus das Wasser reichen kann. Wen ,Tommy' kalt lässt, der versteht wahrscheinlich auch nicht, was das Ganze soll.
Ich habe die Rockoper damals (1974) im Kino gesehen und war als der Fünfzehnjährige, für den sie auch gemacht war, schwer beeindruckt. Vieles von dem, was mir Russell und Townshend vor Augen geführt haben, ist mir später immer wieder begegnet: Korruption, Gewalt, Untreue, Sadismus, Geldgier - der Film lässt nichts aus, was an unserer Gesellschaft verwerflich und ekelerregend wäre. Trotzdem ist er auch ein Statement für eine vielleicht aussichtslose, aber notwendige Humanität.
Es ist, ähnlich wie bei ,The Wall' von Pink Floyd, recht schwer, diesen Film zu lieben. Doch er ist genial und immerhin interessant genug, um ihn sich nach einiger Zeit wieder mal zuzumuten.
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am 16. Oktober 2004
als fan der 60er und 70er generation ist der film defintiv ein muß...und auch wenn er teilweise noch so verwirrend scheint ergibt es am ende ein vollständiges und teilweise sehr reales bild! -mit tommy haben die who ein meisterwerk geschaffen!-großartige musik und schauspieler in einem, einfach klasse stück muß man gesehen haben!
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am 26. Dezember 2004
Dieser Film hat alle meine Erwartungen übertroffen!
Erwartet habe ich einen eher lauen 70er Jahre-Streifen. Bekommen habe ich einen expressionistischen Film, dessen Bühnenbild, Ausstattung und Story an die Filme von Murnau oder Lang erinnert, untermalt von der spacigen Musik der "The Who".
Dieser Film strotzt nur so vor Ideenreichtum, dass man ihn wohl zehnmal schauen kann und immer wieder etwas Neues entdeckt.
Für 70er Fans ein Muss, für Raumausstatter und Modedesigner höchst interessant! (ich überlege gerade, mir mein Schlafzimmer komplett in weiß+kreisrundem Spiegel wie im Film einzurichten - genial!)
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am 30. Januar 2008
"Tommy" hat in der Regie von Ken Russell eine solche Bildgewalt, dass damit heute gut ein Dutzend von Filmen auskommen würde. Russell, der Bürgerschreck der 1960er und 1970er Jahre, hat die Rockoper von The Who mit der ihm eigenen Exzentrik 1975 nachdrücklich in Szene gesetzt. Schnell geschnitten und bizarr gefilmt, ist oft die aktuelle Videoclip-Ästhetik gar nicht so fern. Dazu gibt es psychedelische Bildphantasien und so manche Blasphemie in einem schier überwältigendem Bilderrausch.
Darstellerisch lebt der Film hauptsächlich von Ann-Margret, die für ihre Rolle als Tommys Mutter 1976 oscarnominiert wurde und den Golden Globe erhielt. Typisch für Ken Russells orgiastischen Film ist ihre exzessiv-laszive Szene, in der sie sich in weißer Kleidung in der braunen Bohnensoße wälzt, die aus dem TV-Gerät schießt. Wer das gesehen hat, wird diese Szene nie wieder vergessen.
Imponierend finde ich, dass es in den 1970ern zumindest im Fall der Musik von "Tommy" möglich war, keine wesentlichen Zugeständnisse an den Publikumsgeschmack zu machen. Die Musik, ein Denkmal ihrer Zeit, klingt für heutige Ohren über weite Strecken spröde und wenig gefällig. Sie ist keine Behübschung, sondern ein gleichgestelltes dramatisches Mittel, die Botschaft des Films intensiv herüber zu bringen.
"Tommy" ist eine Parabel über die Verführbarkeit von Menschen, über Gewalt und Massenhysterie. Mag auch das Ambiente des Films zeitweise veraltet scheinen, die Aussage und Qualität des Films bleiben zeitlos.
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