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am 1. September 2012
Die Aufnahmen der Wagner-Opern gehören zu den wichtigsten Hinterlassenschaften von Georg Solti. Dies hängt mit seinem interpretatorischen Zugriff zusammen, aber auch mit der Tatsache, dass er die Gelegenheit wahrnahm, mit den grossen und unerreichten Wagner-Interpreten seiner Zeit zusammenzuarbeiten. Diese hatten zwar teilweise schon die beste Zeit hinter sich (was beispielsweise im Vergleich mit den Furtwängler-Aufnahmen fassbar wird), sind aber dennoch unvergleichlich. Nachfolgend ein sehr kurzer und subjektiver Abriss über die einzelnen Opern:

Der fliegende Holländer (****):
Die orchestrale Begleitung durch das Chicago Symphony Orchestra ist unglaublich intensiv, stellenweise dämonisch, Solti entfacht wahre Stürme. Das Remastering der Aufnahme bringt die Dynamik bestens zum Strahlen. Das Ensemble ist etwas heterogen. Norman Bailey hatte nicht seine beste Stunde, seine deutsche Artikulation ist auch nicht ganz zufriedenstellend. Martti Talvela hat eine wunderbare Stimme, aber die Interpretationen packt nicht immer. Der Rest des Sängerensembles ist grossartig. Der Chor ist gut, stellenweise gegenüber dem Orchester etwas fahl.

Lohengrin (****):
Solti's Lohengrin aus Wien gehört ebenfalls zu den besten Einspielungen dieses Werkes. Wie so oft, herrscht bei ihm eine energiegeladene, teils (für meinen Geschmack etwas zu) aggressive Lesart vor. Dies tut der Interpretation indes keinen Abbruch. Stellenweise interpretiert Solti aber auch sehr analytisch und nimmt sich viel Zeit. (Eine fein durchleuchtete Alternative mit demselben Orchester bietet Abbado.) Placido Domingo singt mit grosser Emphase, und Jessye Norman bringt ihre wunderbare Stimme zum Strahlen. Der Rest des Ensembles und der Sound sind ausgezeichnet.

Meistersinger (****):
Solti selber haderte mit dieser Aufnahme mit den Wiener Philharmonikern aus verschiedenen Gründen und nahm die Oper 20 Jahre später in Chicago nochmals auf. Dennoch ist diese ältere Einspielung aber durchaus hörenswert. Die theatralische Dramatik des Werkes ist gut aufgefangen, Solti leuchtet die Details der Partitur gut aus und bietet eine majestätische Wiedergabe. Norman Bailey ist in dieser Aufnahme ein hinreissender Hans Sachs, und der Rest des Ensembles ist weitgehend ausgezeichnet besetzt und disponiert.

Ring (*****):
Was soll man zu diesem Ring noch schreiben? Er ist von vielen Liebhabern und Kritikern zum besten aller Ringe erklärt worden (wenngleich mit Furtwängler und Keilberth mindestens ebenbürtige Alternativen zur Verfügung stehen). Die orchestrale Begleitung durch die Wiener Philharmoniker ist dramatisch, voller Donner und Gefühle, und das Sänger-Ensemble ist grossartig. Viel besser geht es wahrscheinlich nicht - wenngleich beispielsweise ein Vergleich zeigt, dass Windgassens Siegfried in früheren Jahren (unter Furtwängler) sogar noch etwas heroischer war.

Tannhäuser (*****):
Noch ein grosser Wurf, noch eine magische Aufnahme. Wiederum ein dramatisches, energiegeladenes Dirigat (ok, vereinzelt wünscht man sich etwas mehr Souplesse), wiederum mit den Wienern und erneut ein ausgezeichnetes Sänger-Ensemble. Besonders Helga Dernesch und Christa Ludwig stechen für mich hervor, welche beide lyrische Wärme mit intensiver Dramatik verbinden.

Tristan (***):
Insbesondere meine Einschätzung der Tristan-Aufnahme wird sicherlich nur partiell geteilt. Im Vergleich zu Furtwänglers und Böhms Aufnahmen fällt Solti's Interpretation mit den Wiener Philharmonikern meines Erachtens etwas ab. Das Unergründliche geht hier etwas verloren. Nilsson ist wunderbar, Uhl gut. Die klangliche Balance ist nicht immer ganz ausgewogen, aber dies ist wohl dem Remastering zuzuschreiben. Alles in allem aber trotzdem eine sehr gute Aufnahme, die das Set bestens ergänzt.

Parsifal (****):
Der Parsifal wird immer wieder als eine der besten Aufnahmen von Solti diskutiert. Im Vergleich zum Ring ist der interpretatorische Ansatz bei diesem religiösen Weihespiel deutlich introvertierter. Die sublimen Stellen wie der Karfreitagszauber werden von den Wiener Philharmonikern wunderbar feingliedrig wiedergegeben, auch wenn Solti bei anderen Stellen etwas gar geschwind und forsch über die Noten hinwegreitet. Das Sängerensemble ist grösstenteils ausgezeichnet disponiert, nur René Kollo hatte m.E. bessere Auftritte als diesen. Meine persönlichen Favoriten bleiben Kubelik und Knappertsbusch.

Alles in allem: Auch wenn es von einzelnen Werken ebenbürtige oder gar "bessere" Interpretationen geben mag, so ist dennoch festzuhalten, dass man mit diesem Set nicht viel falsch machen kann. Als CD-Gesamtüberblick über die Wagner-Opern durch einen einzigen Dirigenten ist diese Sammlung unübertrefflich.
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TOP 500 REZENSENTam 12. September 2012
So bedeutend Sir Georg Solti als Dirigent sinfonischer Musik war, so erfolgreich mit seinen Einspielungen der Opern von Mozart, Verdi oder Richard Strauss, denkt man bei seinem Namen doch zunächst an seine Wagner-Einspielungen, v. a. an seine Gesamteinspielung des Rings des Nibelungen - die erste Studio-Produktion des gesamten Rings überhaupt.

Jetzt hat die Decca zum 100. Geburtstag ihres großen Stars eine Box mit Aufnahmen aller 10 von Wagner selbst für die Bayreuther Festspiele autorisierten Opern heraus gebracht - angesichts des Inhalts von 37 (!) CDs ein echtes Schnäppchen. Insgesamt sind alle Aufnahmen historisch bedeutend und sorgfältig produziert. Im einzelnen enthält die Box - nach Aufnahmedatum sortiert - folgende Aufnahmen:

- Der Ring des Nibelungen (1958 - 65):
-Das Rheingold (mit George London, Set Svanholm, Kirsten Flagstad, Wiener Philharmoniker u.a)
-Die Walküre (mit James King, Régine Crespin, Birgit Nilsson, Hans Hotter, Wiener Philharmoniker u.a.)
-Siegfried (mit Birgit Nilsson, Wolfgang Windgassen, Hans Hotter, Wiener Philharmoniker u.a.)
-Götterdämmerung (mit Birgit Nilsson, Wolfgang Windgassen, Wiener Philharmoniker u.a.)
Die berühmte Einspielung hat heute noch viele Fans, ist aber in der Rückschau etwas uneinheitlich - auch durch die lange Entstehungsdauer bedingt: Durchgehend großartig das Rheingold, eine große Ensembleleistung die Götterdämmerung, Siegfried und v. a. die Walküre leiden unter dem indisponierten Hans Hotter. Die frühe Stereotechnik mit im Verhältnis zu den Sängern sehr lautem Orchester - besonders die knalligen Blechbläser - und einigen merkwürdigen Soundeffekten überzeugt nur noch bedingt.

-Tristan und Isolde (1960): (mit Birgit Nilsson, Fritz Uhl, Regina Resnik, Tom Krause, Arnold van Mill, Wiener Philharmoniker u.a.)
Solti lässt gerade im Vergleich zum knalligen Ring sehr sensibel und feinnervig musizieren. Selten hat man Birgit Nilsson so vorsichtig singen hören - mir gefallen ihre Live-Mitschnitte als Isolde mehr. Uhl überzeugt als Tristan nur bedingt. Resnik ist eine mütterliche Brangäne, Krause und van Mill eine gute Wahl als Kurwenal und Marke.

-Tannhäuser (1970): (mit René Kollo, Helga Dernesch, Victor Braun, Christa Ludwig, Hans Sotin, Wiener Philharmoniker u.a.)
Eine der ganz großen Aufnahmen der Pariser Fassung der Oper - unschlagbar Ludwigs Venus als erotisches Überweib, sehr überzeugend Kollos Titelheld, balsamisch Brauns Wolfram, auch die übrige Besetzung musiziert sich mit Solti in einen Rausch.

-Parsifal (1972): (mit René Kollo, Hans Hotter, Christa Ludwig, Gottlob Frick, Dietrich Fischer-Dieskau, Wiener Philharmoniker, u.a.)
Ähnlich überzeugend wie der Tannhäuser, mit einigen großartigen Spätleistungen (Frick!) und einer wunderbar singenden Kundry (Ludwig).

-Die Meistersinger von Nürnberg (1975): (mit Norman Bailey, Hannelore Bode, Bernd Weikl, René Kollo, Kurt Moll, u.a.)
Leider die weniger überzeugende von Soltis Meistersinger-Aufnahmen: Bailey singt schön, aber etwas ausdrucksarm und nicht akzentfrei, Kollo stemmt mehr als in der früheren Karajan-Aufnahme, Weikl chargiert. Langatmige Tempi, wenig Temperament. Tipp: Noch die zweite Aufnahme (mit van Dam, Heppner, Pape, Mattila) dazu kaufen, in der Solti der Komödie auch vertraut, und die Sänger besser harmonieren.

-Der fliegende Holländer (1976). (mit Norman Bailey, Janis Martin, René Kollo, Martti Talvela, Chicago Symphony Orchestra, u.a.)
Großartig dirigiert, leider außer Talvela keine gleichwertigen Sängerleistungen, ordentlich, nicht sensationell.

-Lohengrin (1986): (mit Jessye Norman, Plácido Domingo, Hans Sotin, Siegmund Nimsgern, Eva Randova, Wiener Philharmoniker u.a.)
Sehr schön, aber etwas blutarm und temperamentlos musizierte Aufnahme, Domingo radebrecht sich durch den Text. Der Rest ist Schönklang, aus dem die hysterische Ortrud der Randova heraussticht.
44 Kommentare|25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Dezember 2012
Für Wagnerfans unverzichtbar. Das PLV ist sowieso nicht zu hinterfragen. Allein der Ring wäre das Geld schon wert. Jahre des Hörgenusses sind garantiert.
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am 20. September 2013
Interpretation: 4 -5
Sound: 4 - 5
Zu erwartender nationaler Verkaufserfolg: 4
Zu erwartender internationaler Verkaufserfolg: 4
Genrevielfalt: ja
State of the art: 5
Repertoire wert: 5
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am 14. Januar 2013
Alles in einem Kistchen, spart Platz im Regal.
Die Qualität der Aufnahmen Richtungweisend, es klingt nie nur "produziert"..
Ein Massstab
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am 4. Dezember 2012
Diese CD ist von hoher Qualität und wird fachlich gut gespielt. Die Widergabe ist klangrein und verführt zum Mitsingen. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt!
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