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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen5.013
3,6 von 5 Sternen
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am 17. September 2012
Ich habe das Buch in einer Tausch-Bibliothek im Urlaub gefunden. Es schockiert mich doch sehr, dass sämtliche Frauen im Freundes- und Bekanntenkreis mit den unterschiedlichsten Leseneigungen dieses Buch wärmsten empfohlen haben und wirklich alle total umgehauen wurden von der Tatsache 'wie heftig es da zur Sache geht'. Und jetzt denk ich mir so: Hä? Ihr seid alle um die 30 und DAS haut Euch um???
Abgesehen von zweimal nekisch patschi-patschi mit der Reitgerte kitzeln passiert da doch nicht mehr als simples Gevögel. Jede Stellung wird mal durchgenommen, die unerfahrene Ana zerfällt ständig "into 1000 pieces" und er kann nur noch stöhnen wir verrückt sie ihn macht. Herzlich willkommen in einem schnöden Porno.
Hinzu kommt noch, dass beide Charaktere super unsympathisch sind. Sie ist mit 21 NATÜRLICH noch Jungfrau, aber nicht weil sie ne schäbbige pummelige Olle ohne soziale Kontakte ist, sondern weil... ja, warum eigentlich? Ach ja, noch kein Mann ein Kribbeln verursacht hat. Selbstredend, dass das scheue Reh auch noch NIE masturbiert hat. (Ich muss schon wieder mit den Augen rollen...) Hinzu kommt, dass sie peinlich wenig Selbstbewusstsein hat, sich ständig auf der Lippe kauen und auf ihre Hände starren muss, sie bei der kleinsten Kleinigkeit (wie eine anzügliche Bemerkung über ihre glanzvollen Leistungen in der Kiste) wie eine Klosterschülerin errötet, ihrem Traummann aber DANN beim aller aller ersten Mal den Chrom von der Stoßstange lutscht. Ist klar...!
Er hingegen ist einfach zu perfekt (mal abgesehen von der Neigung Frauen zu verdreschen) um noch als sympathisch durchgehen zu können. Mal abgesehen davon benimmt er sich wie ein Waschlappen, wenn Klein-Ana mal wieder eine ihrer Wo-soll-das-nur-hinführen-Krisen hat. Die Autorin vergisst auch nicht auf mindestens jeder zweiten Seite seine langen Finger, die Lässigkeit wie er seine Hosen trägt, seine wuscheligen Haare und seine waaaaaaaahnsinns grauen Augen hervorzuheben.

Beim letzten Drittel des Buches habe ich bei den 0815-Sexszenen nur noch vorgeblättert, mir die stumpfsinnigen E-Mail-Korrespondenzen der beiden gespart (steht eh immer nur das gleiche drin) und mir noch schnell den Schluss reingewürgt. Das nicht ohne ein Grinsen, weil mal ernsthaft, ICH (als weibliche Leserin) hätte das mit dieser unerträglich dämlichen Kuh schon am liebsten am Anfang gemacht.
Dieses Buch hat vielleicht prüde amerikanische Vorstadthausfrauen vom Hocker, aber ansonsten eignet es sich nur für eine chronisch untervögelte Mauerblümchen ohne Selbstbewusstsein, die es sich mit Kerzen und eben diesem Erguss in der Badewanne gemütlich machen.
Und sollte sich jetzt irgendeine Verfechterin dieses Werkes den Schuh anziehen und sich über meine Meinung echauffieren: Ist mir egal!
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am 6. November 2012
So, ich habe endgültig aufgegeben. Ich hoffe ich habe noch rechtzeitig aufgehört zu lesen und werde keinen bleibenden Schaden davon tragen. Ich konnte schon spüren wie meine IQ Punkte schrumpfen und wie ich meine Gehirnzellen verliere.
Viel mehr Spaß hat mir die Auswertung folgender Statistik beschert:

Es ist unschwer zu erkennen, dass die Lieblingsfarbe unserer Heldin rot ist. Sie trägt sie besonders gerne in ihrem Gesicht. Für meinen Geschmack viel zu oft, sage und schreibe 85 Mal. Und zwar in allen Facetten, von tiefrot und knallrot, über feuerrot und schamrot bis zu puterrot. Alleine der Satz „Ich werde rot.“ kommt 32 Mal vor.

Der Adjektiv „köstlich“ ist ihr besonders ans Herz gewachsen. Dabei geht es keinesfalls nur um so profane Sachen wie das Essen oder Trinken, sondern sie findet, dass auch die Wunde, die Folter, der Schmerz sogar der elektrische Schlag insgesamt 44 Mal köstlich sein können. Der Höhepunkt sind aber eindeutig die Muskeln in ihrem Unterleib, die sich 27 Mal auf köstliche Weise zusammengezogen haben.

Wann immer sie kann, widmet sie sich ihrer präferierten Beschäftigung: Unterlippe kauen. Das hat sie genüsslich 34 Male gemacht. Sie hat auch versucht ihre Lippen zu schürzen, leider nur 6 Mal. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man dabei die Lippen nach außen stülpt und man strengt sich zum Denken an, was ihr mit ihren fünf Gehirnzellen unmöglich gelingen kann.

Sie hat zwei unzertrennliche und treue Begleiter. Ihr Unterbewusstsein steht ihr mit Rat und Tat mehr schlecht als recht 81 Mal zur Seite. Sie ist so dumm, dass ihr ihre unübertroffene und geniale innere Göttin mit ihrem dämlichem Gequassel auch keine Schäden mehr anrichten kann. Obwohl sie das 52 Mal versucht hat.

Auf verschiedenste Art stöhnen die beide 94 Mal: mit rauer Stimme, in verzweifeltem Staunen, kaum hörbar, erregt, atemlos.

Wenn sie ihre Lippen nicht kaut und ziellos mit „köstlich“ durch die Gegend schießt, dann starrt sie ganz gerne. Hauptsächlich auf ihre Hände, Finger und Füße. Aber auch das Fester, der Bildschirm und die Zimmerdecke waren 35 Mal nicht sicher vor ihr.

Die Kinnlade fällt auch 16 Mal herunter. Aber nicht nur ihr, sondern auch ihr Unterbewusstsein und ihre innere Göttin verlieren oft die Kontrolle über diesen Körperteil.

Seine graue Augen können alles: funkeln, strahlen, leuchten, glühen, frostig sein. Nach Lust und Laune haben sie sich 41 Mal verändert und dabei immer atemberaubend ausgesehen. Sogar 5 Mal haben sie wie flüssiges Silber geschimmert.

Apropos Augen: es scheint, dass alle von mehreren Ticks geplagt sind. Sie verdrehen die Augen 18 Mal und heben wahlweise nur eine oder beide Augenbrauen 37 Mal. Um nicht eintönig zu wirken, bedienen sie sich dabei an einem ganzem Repertoire an Gefühlen: genervt, stöhnend, erstaunt, viel sagend, amüsiert, interessiert und drohend.

Der Leser macht sich zunehmend Sorgen um das gesundheitliche Wohlbefinden der Akteure. Sie zucken nämlich ganze 72 Mal und zwar mit Wimmern, Achseln, Schulter, sogar mit ganzem Körper. Das Highlight liefert wieder mal die innere Göttin: sie zückt die Pompons, weil sie sich für eine Cheerleaderin hält! Besorgniserregend ist ebenfalls das ewige Pressen: nicht nur die Lippen werden gepresst, sondern auch die Hüften, Schenkel, Zähne, Beine, die Brust und der Mund.

Er ist zweifellos der attraktivste Mann auf diesem Planeten, unfassbar cool und gelassen, reicher als Krösus, unverschämt selbstherrlich, der Inbegriff männlicher Schönheit und unglaublich mächtig. Man würde mit Sicherheit von ihm erwarten, dass er ihr einen außergewöhnlichen Kosenamen verpasst. Denkste! Macht nichts, er selber findet „Baby“ so gut, dass er das 50 Mal verwenden muss. Ich finde origineller geht’s wirklich nicht.

Berühmt berüchtigt ist auch sein Kontrollzwang. 42 Mal hat er sich als besessener Kontrollfreak benommen.

Ich finde es Jammerschade, dass ich diese herrliche Statistik nicht fortsetzen kann, weil ich nämlich nicht weiter lesen werde. Mein Unterbewusst ist der Meinung, ich sollte diesen schnulzigen Schund zum Fenster hinauswerfen, aber meine innere Göttin ist damit gar nicht einverstanden. Sie ist so unverbesserlich romantisch veranlagt und will, dass ich durchhalte, weil ich am Ende bestimmt belohnt werde. Und falls es keinen 4. Teil mehr gibt, so kann ich mir auf meinem E-book Reader die schönsten Stellen jederzeit nachlesen!
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am 5. August 2012
"Junges Fräulein, darf ich's wagen?
Ich bin schön und habe Geld!"
- "Na, dann dürfen Sie mich schlagen!"

Und das liest die halbe Welt...
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am 22. Januar 2015
Das ist das erste Mal, dass ich bei amazon eine Rezension über ein Buch schreibe. Aber ich kann bei bestem Willen nicht verstehen warum dieses Buch so gut bewertet wurde. Worum geht es ? Das ist schnell erzählt. Junge Studentin trifft auf einen Halbgott mit Namen Christian Grey. Die Studentin, Rachel Steele, ist unerfahren und unsicher und Jungfrau, obwohl sie wohl unglaublich gut aussieht (jaja Sachen gibts). Sie trifft nun den unwesentlich älteren Christian Grey und verliebt sich sofort in ihn. Warum tut sie das ? Tjaaaaa der gute Christian Grey ist halt der Inbegriff der Männlichkeit....das Gefäß männlicher Lebenskraft.....Gottes Geschenk an die Weiblichkeit......ein auf der Erde wandelnder Apollon.....er sieht so gut aus, dass an mehreren Stellen in dem Buch weibliche Bedienungen in Cafes und Restaurants die Bestellung nicht aufnehmen können weil sie anfangen zu stottern und zu zittern. Aber das war natürlich noch nicht alles.....Selbstverständlich ist Mister Grey auch noch Millionär....nein Milliardär...nein Trillionär. Mehrere Häuser, Autos, Helikopter und ein Privatjet plus ein paar Segelflugzeuge. Wie kommt er zu dem sagenhaften Reichtum ? Er ist CEO bei seiner eigenen Firma "Grey Enterprises". Wie hat er das geschafft ? Was macht die Firma genau ? Nun das scheint niemanden zu jucken nicht einmal die Autorin selbst. Wichtig ist nur, dass er aus ganz ganz armen Verhältnissen kommt und jetzt mehr Geld hat als Gott, weil er ja so ein toller Typ ist....richtig dufte halt. Wie die Firma genau ihren Gewinn erwirtschaftet, wird ,wie gesagt, nicht mal im Ansatz erwähnt. Zumindest scheint ein wesentlicher Bestandteil in der Ausführung darin zu liegen Nahrung über irgendwelchen Versager-Ländern abzuwerfen(wirklich gewinnbringend klingt das jetzt nicht unbedingt)....gelobt sei der Messias Grey.....Nebenbei werden zu der Person Grey noch ein oder zwei selbstverständliche Details erwähnt....er hat einen Prengel von biblischem Ausmaß und obwohl er angeblich Tag und Nacht so hart arbeitet und ansonsten kaum Zeit hat, hat er durch hartes tägliches Training ein unglaublich durchtrainierten Körper, spielt perfekt Klavier und kann all seine fliegenden Fortbewegungsmittel selbst fliegen....oh und hatte noch zeit sich über die Jahre 16 Sex-Sklavinnen in seinem Folter-Keller zu halten....wobei wir direkt beim Plot sind...Der gute alte Christian Grey hat nämlich nicht mehr alle Latten am Zaun. Seine Mutter, eine Cracknutte, hat ihn in seiner Kindheit wohl einmal zu oft mit der Reitgerte abgelattet. Seitdem ist bei ihm wohl irgendwie eine Synapse falsch verdrahtet und er hat selbst das Verlangen Frauen mit seinem Armani-Gürtel zu bearbeiten. Rachel Steele findet das aber wohl alles nicht so schlimm und erträgt es zusammen geschlagen zu werden, weil dass ihre einzige Möglichkeit ist sich in der Erhabenheit und überirdischen Schönheit des Gottes Christian Grey zu sonnen. Jedes Kapitel in dem Buch läuft nun gleich ab. Die selben Dialoge, dann Sex oder eine Variation von "Ablatten" und die selben post-sex/post-"Ablatten" Dialoge wie im Kapitel zuvor. Besonders störend ist es, dass die Autorin sich nicht nur inhaltlich sondern auch sprachlich immer und immer wieder wiederholt....Ein besonderes Hobby von Miss Steele (neben dem sich-ablatten-lassen) scheint "rot werden" zu sein. "ich werde rot....erneut werde ich rot". Das nervt auf Dauer sehr. Auch scheint sie alles "köstlich" zu finden.."ein köstliches ziehen......ein köstlicher Schmerz.....ein köstliches Gefühl.....Sein Schwanz schmeckt köstlich". Ebenfalls sehr nervig. Selbes Prinzip bei Christian "Adonis" Grey. Auch er weist einen sehr beschränkten Wortschatz auf. Zu seinen Lieblingsphrasen gehören "Miss Steele was machen sie bloß mit mir", "Was stellen sie bloß mit mir an", "So ist gut Baby". Außerdem würde ich Herrn Grey unbedingt einen Gang zum Neurologen empfehlen. Er scheint Spasmen zu haben oder unter dem Tourette-Syndrom zu leiden. Es ist nämlich auffallend wie oft sich seine Mundwinkel zu einem Lächeln verziehen oder sich ein schelmisches Grinsen auf seinem Mund abzeichnet. Darauf zu achten wäre allerdings, dass der behandelnden Arzt männlich ist, damit er ihn behandeln kann ohne andauernd rot zu werden, zu stottern oder vor Erregung zu zittern. Ein Konzept, das sich durch das gesamte Buch zieht und von dem ich nicht wirklich weiß was davon zu halten ist, ist das "Engelchen-Teufelchen"-Schema. Frau Steele hat den Engel in Form von ihrem "Unterbewusstsein" und Luzifer in Form ihrer "inneren Göttin" auf der Schulter. Das Unterbewusstsein ermahnt sie andauernd zur Tugend und zum Schamgefühl, während die "innere Göttin" mit einer nuttigen "wir tanzen alle nackt um den Maibaum und fassen uns gegenseitig an den Bürzel"-Mentalität Miss Steele dazu ermutigt Prengel zu lutschen und sich selbst als Sexualobjekt zu betrachten(Freud lässt grüßen) Um es auf den Punkt zu bringen, dass Buch ist oberflächlich die Charaktere seicht und einseitig und extrem unsympathisch. Sprachlich richtig richtig schlecht. Kann sein, dass die Autorin selbst in ihrer Jugend von ihrem Daddy nicht oft genug gedrückt wurde(oder vielleicht auch zu oft) und das aufarbeiten will, aber dann hätte sie vielleicht lieber in Therapie gehen sollen oder meinetwegen auch zum Auspeitschen in ein BDSM-Studio, aber ein Buch zu schreiben war definitiv der falsche Weg. Fifty Shades of Grey ist nämlich scheiße hoch 9
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am 23. September 2013
Bisher glaubte ich immer, Stephen King sei derjenige, der Horrorbücher schreibt. Aber nein, es gibt ja noch eine E. L. James, die Kings Werke wie Komödien erscheinen lässt. Autorin möchte ich diese Frau nicht nennen, denn was sie als Geschreibsel dem geneigten Leser antut, ist ein Graus für die Augen und pure Körperverletzung. Leider hat die Neugier irgendwie den Masochisten in mir geweckt, weshalb ich mir diesen minderbemittelten Schreibkram angetan habe. Ein Buch muss nicht vor Fremdwörtern und ausgefeilten Satzkonstruktionen triefen, aber bitte, es sollte sich doch angenehm lesen lassen und gut formuliert sein. Leider verfügt die gute Frau nur über einen begrenzten Wortschatz und selbst diesen muss sie ständig wiederholen. Auszudrücken versteht sie sich nicht, Spannung gibt es keine, sondern nur die Qual, die nächsten Seiten zu überstehen. Wie pervers muss man sein, um das einem Leser zuzumuten? Aber ich vergaß, es geht ja um SM und genau hierin hat der Leser ihn gefunden.

Auf der einen Seite: Anastasia Steele, 21-jährige Literaturstudentin, noch Jungfrau – okay, bis hierhin kann ich noch folgen – hat noch nie masturbiert, noch nie irgendwelche Gefühle erotischer oder sexueller Art gehabt, sich noch nie zu einem Mann hingezogen gefühlt, trinkt keinen Alkohol, hat keinen PC und weiß nicht, was E-Mails sind. In welchem Jahrhundert leben wir? Offenbar hat Gott seine arme Eva gerade aus dem Paradies geschmissen. Wie grausam!

Auf der anderen Seite: Christian Grey, 27-jähriger Selfmade-Milliardär (Wer gibt sich schon mit Millionen zufrieden?), der irgendwie nicht arbeitet, sondern ständig am Vögeln ist, der Kontrollfreak und Stalker in Reinform, der offensichtlich ein gestörtes Verhältnis zu Frauen hat. Bei ihm haben sie mehr oder weniger die Klappe zu halten oder aber ein Wow zu hauchen, denn er ist ja ach so reich, ach so gutaussehend, hat ach so köstliche Augen wie flüssiges Silber und seine Hose sitzt ach so perfekt. Wow, welcher Mann will nicht so sein? Ist die Frage, ob Satan seinen Jünger auf die Welt gehetzt hat oder aber Gott bei der Schaffung seines Adams ein Kapitalfehler unterlaufen ist.

Lasst uns nun zusammenkommen oder aber zusammen kommen. Das verunsicherte Mauerblümchen ohne jegliche sexuelle Erfahrung oder Fantasie bläst Herrn Grey beim allerersten Mal besser den Luststab als jede Pornodarstellerin – und schluckt auch noch. Das nenne ich eine Leistung! Zudem darf sie sich über multiple Orgasmen freuen. Klar, das kennt jede Jungfrau von ihrem ersten Mal. Nun mag man einwenden, es sei ja nur eine Geschichte und erfunden. Ja, das ist so. Aber selbst jede Fantasy und Science-Fiction muss verdammt noch mal GLAUBWÜRDIG sein. Und glaubwürdig ist an den Charakteren gar nichts. Sie sind platt, farblos und agieren so selten dämlich, dass es einem wehtut. Ach so, das ist mal wieder der sadomasochistische Schlag für den Leser. Danke, jetzt bin ich geil! Geht bei Miss Steel auch sehr schnell. War sie bisher die ausgetrocknete Sahara, mutierte sie durch Greys Blicke zum immerfeuchten Atlantik. Hier war wohl der Wunsch der Autorin Vater des Gedankens.

Welche Lehren soll ich als Mann aus dieser Geschichte ziehen? Es spricht ja offenbar so viele Frauen an. Absolute Kontrolle, absolute Unterwerfung, absolute Verfügbarkeit, damit der Mann stets seinen Willen bekommt und seine Lust befriedigen kann? Die Aufgabe des eigenen Ichs, um einen Mann zufriedenzustellen? Ist das tatsächlich euer Wille, werte Damen? Ich hab bisher geglaubt, dass wir viel weiter sind. Um Aufklärung wird gebeten!

BDSM – das soll ja das Salz in der Suppe sein. Wer sich auch nur ein bisschen mit dem Thema auseinandergesetzt hat, weiß, dass der Roman mit BDSM so viel zu tun hat wie Jesus mit der Sünde. Bei BDSM respektieren beide Parteien einander, sie lassen sich des Lustgewinns wegen auf diese sexuelle Spielart ein, es gibt Regeln und ein Savewort. Das alles kann ich beim besten Willen bei der Kombination Steele und Grey nicht finden.

Aber da sind ja noch die träumenden Frauen mit ihren beiden Totschlagargumenten: Romantik und Liebe. Ich gerate jetzt schon ins Schwärmen. Die unerfahrene Studentin - blütenweiß und unbefleckt - trifft auf ihren armen Ritter, der in ihr den heiligen Gral gefunden hat. Dieser muss so oft es geht gefüllt werden, Schläge auf den Po können auch nicht schaden. Jedenfalls hatte der gute Ritter eine schlechte Kindheit und nur seine Prinzessin vermag ihn zu erretten. Rapunzel mal anders. Steht die Romantik zwischen den Zeilen oder warum hab ich keine entdeckt? Hab ich ein weltfremdes Verständnis von Liebe oder weshalb kann ich in diesem von Selbstzweifeln geplagten Wesen, das sich einem Machtmenschen in dem Glauben unterwirft, ihn umpolen zu können, keine Liebesgefühle entdecken?

Wäre ich jetzt super fies, würde ich behaupten, Anastasia Steele ist eine Nutte. Sie lässt sich reich beschenken und öffnet dafür ziemlich oft ihre Beine. Aber da ich an das Gute im Menschen glaube, streiche ich diese Vermutung lieber wieder aus meinen Gedanken. Wer nimmt nicht gern Geschenke entgegen und bedankt sich ordentlich dafür?

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass ich noch nie eine Rezension geschrieben habe, es vermutlich auch nie wieder tun werde, aber bei diesem Machwerk eine Ausnahme machen musste. Ich hoffe, euch einen Einblick in dieses Buch gegeben und gut unterhalten zu haben. Meine Empfehlung lautet natürlich: Kauft es euch nicht! Und falls ihr der Sünde erlegen sein solltet, es doch getan zu haben, entzündet ein Lagerfeuer und betet darum, E. L. James möge uns in Zukunft mit ihrem Geschreibsel verschonen.

PS: Über den Medienhype und seine Auswirkungen bin ich entsetzt. Was sagt dieser Erfolg über unsere Gesellschaft und vor allem über die Frauen aus? Wer gern darüber philosophieren mag, darf sich gern bei mir melden.
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am 2. September 2013
Ganz ehrlich, die Shades of Grey-Reihe ist kompletter Schund.
Selten ein Buch gelesen, das so schlecht geschrieben war, die Charaktere sind völlig in ausgearbeitet und flach.
Ich hab keine Ahnung von der BDSM-Szene, aber was hier als gefährlich und unartigKm nal beschrieben wird, ist einfach lasch. So schnell wird eine Szene romanisiert. Oh Mann, die Sex-Szenen sind nur langweilig, machen 0 Lust auf mehr.
Das schlimmste finde ich die ständigen Wiederholungen: 1000 Mal rot werden, postkoital, Kondome aufreissen, auf die Lippe beissen, alle sind so schön und so weiter und weiter und weiter.....
Die Idee von S.E. Philips in ein Buch gepackt und wir würden ein Knaller-Buch lesen....so aber....gähn.
Hoffentlich wird das nicht verfilmt. Oder das Drehbuch wird komplett neu geschrieben.
Zwei Sterne gibts eigentlich nur für den guten Lesefluss, der nicht von unnötigen Rechtschreibfehler in gestoppt wird. Schade :-(
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am 10. Februar 2015
Vorab: BDSM ist nicht meine Baustelle, das Geschlechterpairing auch nicht. Letzteres ist mir in diesem Fall egal - ersteres kann ich locker nehmen, denn der "Roman" hat nicht im Geringsten etwas mit Bondage, mit Dominanz und Devotion und schon gar nicht mit Sado-Masochismus zu tun. Außer, man zählt mich zu den masochistisch veranlagten, da ich diese Schmonzette (quer)gelesen habe.

Die Zutaten: Man nehme ein Fanfiction-Portal (was ich persönlich wunderbar finde!), ergötze sich an Glitzervampiren a la Beddie und Ella (schauderhaft!) und versuche so schlecht (oder gut) wie möglich zu kopieren. Man verbreite seinen Erguss (sic!) in sämtlichen Foren, ernte quietschende Zustimmung, veröffentlicht den Schmonzes und voila! geboren ist ein Megaseller und das rund um den Globus.

Es könnte wunderbar sein, vom Schubladenschreiber zur Millionärin, sowas gibt's schließlich nur in Amerika. Nein, es ist in diesem Falle nicht wunderbar, denn "50 Shades of Grey" ist nur eine schlecht geschriebene, heimlich errötende Fantasie für Frauen, die etwas in ihrem Leben ändern möchten. Gut! Dann tut es. Gebt eurem Leben neuen Pep und Sinn. Vielleicht wagt ihr euch ja auch mal in einen Swinger-Club. Oder ihr veranstaltet eure Tupperparties ab jetzt in Puschelhandschellen, roten Glitzerstrapsen und Mörder-Highheels. Gibt es eigentlich auch Domina-Studios für Frauen? Ich bin total überfragt, aber ihr kriegt das schon raus.

Hysterisch giggelnde, proseccoschlürfende, lackstiefelbewehrte Damen erschienen zur Premiere des Kinofilms in wangenroter Erwartung einer sexuellen Offenbarung, die so noch nie im Kino zu sehen war, sieht man von Pornokinos auf Reeperbahn und Co. mal ab. Für sie ist es der Inbegriff des Verruchten, Heimlichen, Verdorbenen, die Erfüllung all ihrer Sehnsüchte: Christian Grey, der Multimillionär, smart, schön, wild. Ein Tier im Leben, eine Sau im Bett. Oder? Ist es das, was alle kleinen Mädchen wollen?

Der Inhalt: Anastasia jedenfalls kann geholfen werden. Unbeleckt und unberührt, ungeschlagen und ungevögelt stolpert sie in Mr. Greys steriles Leben, wird in ihrer ersten gemeinsamen Nacht ordentlich rangenommen und schreit sofort nach mehr, scheiß auf die Wunden. Wieso hat sie eigentlich nicht das blutige Laken als Trophäe ausm Fenster gehängt?? Was unsereiner erst mal lernen musste, weil er von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte, kann Miss Anastasia im Schlaf. Ein Volltreffer für Mr. Grey, der so von ihr angetörnt ist, dass er sich fürderhin nicht bremsen kann.

Der Rest des Buches verliert sich in der Hölle der Wiederholung. Ach ja, ein Vertrag war auch noch dabei, damit Mr. Grey sie nach Dauerbelieben durchvögeln kann. Was nicht mal beim richtigen, prallen Namen genannt wird, igitt, da bleiben wir hübsch unter der Bettdecke.

Der Kardinalfehler war mir von Anfang an klar: Autorin und Leserinnen verwechseln hier etwas. Es geht nicht um heimlich Verruchtes, das man verstecken und sich dafür schämen muss. Die Spielarten des Sexes (und der Liebe) sind vielfältig. Jeder so, wie er möchte, solange kein Zwang ausgeübt wird. Aus Lust wird Erniedrigung, die Grenzen sind festgezurrt, ich Master, du Sklave. Das ist in Ordnung, denn beide Parteien ziehen ihren Lustgewinn daraus. Dies sind nur sexuelle Spielarten, im wahren Leben kann man sich sehr wohl auf Augenhöhe begegnen, die Rollen tauschen oder wechseln. Anastasia bleibt nur eine Lustsklavin. Wenn sie es toll findet, so ist auch das in Ordnung.

Aber: Für alle Hausfrauen da draußen sollte eine Erkenntnis nicht vergessen werden: Es ist ein bestimmender Charakterzug, ob man dominant ist oder devot. Nur wenige schaffen den Spagat. Es ist nicht etwas, das man mal einschaltet und dann wieder ausknipst. Die Autorin hat nicht ansatzweise verstanden, was BDSM ist und warum es Befriedigung auf beiden Seiten schafft.

Und dort genau beginnt auch der Kardinalfehler des Romans: Anastasia geht es allein darum, Christians Spiel mitzumachen (und zu durchleiden), weil sie ihn geil findet. Äußerlich. Er besitzt postkoitales Wuschelhaar, knochige Hüften, an denen die Unterhose praktischerweise von selbst runterrutscht, Silberseeaugen und selbstredend einen riesengroßen Pimmel mit dem er sie im bordellrot gehaltenen Spielzimmer beglückt - da hätte ich von einem Multimillionär mit exquisitem Geschmack im Edel-Loft hoch über der Stadt wesentlich mehr erwartet.

Selbstverständlich hat Mister Grey auch ein Geheimnis, dass Anastasia lüften möchte. Denn das ist des Übels Kern, Mr. Grey kann durch sie erlöst werden und wird fortan die Reitgerte beiseitelegen und nur noch die Blümchen sexuell beglücken.

Jaja. E. L. James hat NICHTS verstanden. Sie verschiebt die festumzogenen Grenzen, sie macht aus Christian Grey ein gefühlskaltes Monster, das nur aus seiner unglücklichen Kindheit heraus zum Sadisten wurde, der Spaß an Erniedrigung, Qual und Tortur hat. Das geht gar nicht und hat nichts mit BDSM zu tun!

Sind damit 50 Jahre Frauenemanzipation zu den Akten gelegt? Bescheinigt die Tiefenpsychologie Frauen einen immer noch stark vorhandenen Wunsch nach Dominanz? Darf man ganz Weibchen sein, das am heimischen Feuer auf den starken Neandertaler wartet, damit er ihr die Mammutkeule vor die Füße schmeißt und gleichzeitig den Lederfetzen abwirft, um ihr seine persönliche Keule zu zeigen?

Meine Theorie ist: jeder wie er möchte. Aus einer verputtelten Hausfrau macht man nur selten eine demonstrierende Frauenrechtlerin, soll aber schon vorgekommen sein.

Die Lesbarkeit: Mein Urteil fällt da eindeutig aus: unterirdisch. Dieses Werk ist für den Lesezirkel der Marke gelangweilte Hausfrau geschrieben worden. Ich bin entsetzt über die Qualität der Sprache. DAS soll ein Megaseller sein? Ich bitte euch! Anastasia beißt sich abwechselnd auf die Unterlippe, puhlt an ihren Nietnägeln rum, wird in 50 Schattierungen grau, äh rot, benimmt sich wie Bella-Trampel, tanzt mit ihrer inneren Göttin (wer auch immer das sein soll) und zerspringt ständig in tausend Teile. Also, ich möchte das hinterher nicht mal im Eierbecher zusammenkratzen.

Die Autorin wiederholt sich ständig, benutzt Sätze und Wörter wie Dieter Bohlen aus dem Computersetzbaukasten, sie ist vollkommen fantasielos und der allerschlimmste Frevel ist: Sie hat mich gelangweilt! Wer sich mit diesem pubertierenden Teenagerniveau zufrieden gibt, darf sich getrost fragen lassen, ob das wahrhaftig sein Anspruch sein kann und sollte. Ich habe kein Problem mit deftigen Texten, mit dem Thema schon gar nicht. Aber wenn schon, dann bitte richtig.

Ich wollte immer "50 Shades of GAY" lesen, aber verdammt, das Teil ist ausverkauft! Sollte das der heimliche, neue Megaseller werden? Von mir aus - schlimmer kann's nicht werden.
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Bei allem was mir heilig ist - ich schwöre, ich habe noch nie derartigen Schund gelesen!

Eine Freundin hat mir das Buch geschenkt, und so habe ich mich durchgequält. Zur Handlung:

Anastasia, die lieber Ana genannt werden möchte, lernt durch Zufall Mr. Grey kennen und findet ihn schlagartig begehrenswert. Er sie auch, obwohl sie ein durchschnittliches Gör ohne jegliches Selbstbewusstsein ist. Beim ersten Date macht er ihr klar, dass er a) "nicht mit Frauen schläft sondern hart f****" und b) dass er von ihr Unterwerfung verlangt. Im Zuge dieser Anforderung zeigt er der guten Ana noch sein Spielzimmer, das mit allem ausgestattet ist, was das BDSM-Herz sich nur wünschen kann. Ana hat sich bis dato zwar noch nie mit dem Thema BDSM befasst, aber weil Mr. Grey sie so fasziniert, dass sogar ihre innere Göttin einen Freudentanz aufführt, nimmt sie die ihr absonderlich erscheinenden Vorlieben des Wunderknaben billigend zur Kenntnis.

Leider, leider ist Mr. Grey so gar nicht zufrieden mit Ana. Sie kaut immer auf ihrer Unterlippe rum. Sie widerspricht. Und nachdem er ihr beim zweiten Date einen Sklavenvertrag unter die Nase hält mit der Aufforderung, dieses Machwerk zu unterzeichnen, gesteht sie ihm auch noch, dass sie immer noch Jungfrau ist. Er ist entsetzt, reagiert aber genau so, wie eine jungfräuliche 21jährige sich das bestimmt wünscht, nämlich mit dem Satz: "Wir werden Deine Situation sofort bereinigen!" Was er dann auch tut. Er erklärt ihr hinterher, er hatte noch nie Blümchensex, fands aber gut, und sie weiß vor lauter multiplen Orgasmen gar nicht, ob sie zuerst wieder mit dem Unterleib zucken oder partiell schamrot anlaufen soll. Ihre Dankbarkeit ob dieser sexuellen Offenbarung zeigt sie Mr. Grey in der Badewanne durch einen gekonnten Deep Throat, was ihm Faszination und postkoitales Haar, ihr eine salzige Rachenspülung und ein schamrotes Unterleibszucken der tanzenden inneren Göttin beschert. Himmel hilf!

Und man solls nicht glauben, nach diesem bescheuerten Anfang gehts kontinuierlich nur noch bergab mit der Handlung. Ana und Mr. Grey diskutieren seitenweise per E-Mail über Nichtigkeiten. Sie findet, dass er mit postkoitalem Haar beim Omelett-Essen ganz umwerfend aussieht. Er greint die ganze Zeit, sie soll doch endlich den Vertrag unterschreiben und sich ihm somit unterwerfen, weil "das ständige Widersprechen dann endlich aufhört". Und Ana, die doofe Nuss, sagt nicht "Hey, ich hab mit BDSM und Schlagen nix am Hut, sorry, such Dir ne andere", nein: Sie unterschreibt zwar nicht, lässt aber trotzdem alles mit sich tun, was Mr. Grey will. Obs ihr gefällt oder nicht. Und vieles gefällt ihr nunmal überhaupt nicht. Zur Masochistin wird man geboren und nicht gemacht, und das sollte irgendwer Mr. Grey mal auf die Netzhaut tätowieren.

Die Autorin hat wohl einigermaßen umfangreich zum Thema BDSM recherchiert. In "DEM VERTRAG" wird brav auf Safewords eingegangen, natürlich steht da auch, dass DER DOM gut auf DIE SUB aufpassen muss, Tabus werden mit eingebaut - google machts ja möglich, sich solches Wissen anzueignen. Der tiefere Sinn einer BDSM-Beziehung bleibt der Autorin jedoch eindeutig verborgen. Sie hat offensichtlich noch nie was von SSC gehört (safe-sane-consensual) und hat sich auch nicht klargemacht, dass eine derart intensive BDSM-Bindung über längere Zeit durchaus erreicht werden kann, jedoch definitiv nicht von heute auf morgen durchzuführen ist. Wär ja auch Blödsinn - der Reiz einer BDSM-Beziehung besteht ja darin, langsam immer mehr Grenzen auszuweiten, die Spielarten zu steigern und zu intensivieren. Wenn man, wie Mr. Grey mit seiner Ana, sofort von 0 auf 100 startet ist doch ruckzuck der Reiz weg.

Nunja. Meines Erachtens ist das Buch etwas für gelangweilte, sehr sehr biedere Frauen, die sich mit wohligem Gruseln beim Lesen darüber freuen, dass ihr Leben zwischen Makramee-Blumenampeln, Fimo-Türschildchen und Tupperpartys so herrlich normal ist, im Gegensatz zu dem dieser perversen Leute aus dem Buch. Packt man dann noch eine RTL-Doku über BDSM dazu, wird die Makramee-Mutti freudig erkennen, dass es sogar "in echt" so abartige Sitten gibt. Und sie wird das Buch in die Reihe "Dokumentationen aus dem echten Leben" einsortieren.

Wer Anregungen für seine BDSM-Beziehung sucht oder auf der Suche nach einem guten, erotischen Roman ist, sollte die Finger von diesem Machwerk lassen. Lieber auf den Klassiker "Geschichte der O" zurückgreifen (ja, der ist auch unrealistisch, aber immerhin gut und prickelnd geschrieben, und die Protagonisten haben Charakter), oder sich gleich Sachbücher in Richtung "Lust an der Unterwerfung" oder "Die Wahl der Qual" zulegen.

PS: Meine Freundin, die mir dieses Buch angetan hat, muss bestraft werden. Mit dem Hörbuch aller Bände der Twilight-Serie. Und ich werde meiner Freundin die Ohrstöpsel mit Sekundenkleber an den Trommelfellen fixieren. Und in dem Fall ist mir SSC sowas von egal.... :-)
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am 25. September 2012
Alle meine Vorurteile wurden bestätigt und noch übertroffen. Ich habe absolut Nichts gegen Liebesromane, erotische/pornografische Literatur, aber gut müssen sie sein. Aber dieser hier, ist nicht gut.

Sie ist mit 21! noch Jungfrau und Ihre Entjungferung, welch unvergessliches Erlebnis. Genau so wünscht es sich ein junges Mädchen. "Leg Dich aufs Bett wir bereinigen jetzt Deine Situation." Wie romantisch.

Diese unsägliche Aufgabe wird vom attraktivsten, potentesten, köstlichsten und schönsten Mann des Universums übernommen und sie hat dabei gleich 2 markerschütternden Orgasmen der schärfsten Sorte. Natürlich! JEDE, wirklich jede Frau kennt das. Und natürlich kommt sie seit dem 1. Mal wirklich immer zum Höhepunkt und immer ganz doll heftig und ganz viele Male hintereinander. Wow!

Das vollkommen unerfahrene Fräulein, welches noch nie einen selbstgemachten Orgasmus hatte und vor einer Nacht noch Jungfrau war, ist perfekt in Fellatio und führt ohne jegliche sexuelle Erfahrung und aus völlig eigenem Antrieb einen Deep Throat durch, er kommt innerhalb 2 Minuten und zur Krönung schluck sie auch noch alles fein runter. Ich bin berauscht von soviel Realitätsnähe.

Natürlich ist er ein atemberaubend schöner, wahnsinnig attraktiver Adonis, der Inbegriff männlicher Schönheit und hat, ganz klar, einen riesengroßen Penis der selbstverständlich auch wahnsinnig potent ist, das frau allein durch eine bloße Berührung seines Körpers multiple orgasmiert. Und damit die latent vergesslichen, nach Luft schnappenden Leserinnen das auch ja nicht vergessen, wird es auf jeder 2. Seite noch mal erwähnt.

Nicht zu vergessen, das mit 27 Jahren ganz allein aufgebaute Milliardenimperium für das er tagtäglich Nichts tun muss, außer seine viele freie Zeit zu organisieren. Selbstverständlich ist er außerdem ein begnadeter Pianist, Literaturliebhaber und Teesortenkenner. Wow!

Er ist ein Zauberer, ein Magier, er kann sich trotz übergezogenem Gummi in ihr ergießen. Doppel Wow!

Selbstverständlich muss er gerettet werden. Seine kranke Seele ist von einem bösen, schwarzen Dämon besessen und nur eine kleine, naive, mit 4 Gehirnzellen ausgestattete Abtrünnige der Amischen (wie sonst konnte sie ohne in Besitz eines eigenen PCs im Stande sein in der heutigen Zeit erfolgreich das College zu absolvieren) kann ihn retten.

Ganz klar, er wirft sofort alle seine Prinzipien über Bord um mit ihr ganz entgegen seiner Neigung, romantischen Kuschelsex zu praktizieren. Sie krempelt ihn um, zum fast zahmen Stubentiger. Aber eben nur fast.... wir sollen ja gespannt sein, auf Band 2 und 3.

Warum wird dieser alberne Vertrag ständig in den Mittelpunkt gerückt und dann sogar von Mr. Grey für irrelevant erklärt? Doch nicht etwas weil sich Ms. Steele trotzdem verkloppen lässt? Vertrag hin Vertrag her, ich mach mit Dir ja trotzdem was ich will.... SM ist nicht einvernehmlich zwischen allen Beteiligten, basiert nicht auf Vertrauen und bewusst gelebter angeborener Neigung..... nein ..... man unterwirft sich zwecks der Gaudi, weil: "ich kann ihn bestimmt umpolen... aus Liebe".

Wunderbar. Und noch wunderbarer, das erste Mal und alle folgenden auf ein solides vertragliches Fundament zu setzen. Sex sollte man ja generell vertraglich bis ins kleinste Detail regeln. So macht es erst richtig Spaß.

Genau das richtige Signal an jugendliche Leserinnen: habt keinen eigenen Willen, lasst euch verbiegen, verbiegt den Partner, trefft keine eigenen Entscheidungen, lauft immer schön tiefrot an, betet ihn an, macht was er will, haucht und flüstert nur in Gegenwart eines Mannes, habt Angst vor ihm denn er könnte ja unvermittelt ausholen und Euch eine schallern, lasst euch unterwerfen auch wenn ihr das nicht wollt, irgendwann wird er Euch dafür lieben. Furchtbar welch antiquiertes Frauenbild hier vermittelt wird. Mir ist übel.

Sind Teenager die avisierte Zielgruppe der Autorin? So hab ich mich jedenfalls beim Lesen gefühlt. Primitivster Schreibstil in Form von >Mein schönstes Ferienerlebnis< mit massenhaften wort- und satzgleichen Wiederholungen, überladen mit Klischees, bedeutungsloser, ach gar keine Handlung, um sich von einer langweiligen Sexszene zur nächsten zu hangeln.

Diese Anastasia ist so naiv und weltfremd, das ich beim Lesen andauernd die Augen verdrehte, weil ich mich fremdgeschämt habe.

Dieser Mr. Grey ist kein Dom er ist ein Stalker. Er begegnet ihr zu keiner Zeit auf Augenhöhe. Er missbraucht und nutzt auf 600 Seiten ihre Unerfahrenheit und Verliebtheit aus. Für mich liest sich das unerträglich. Diese permanente Überwachung, die Kleinmacherei, Einschüchterung, Geringschätzung - das ist krank.

Die Sexszenen sind so langweilig und machen vielleicht insgesamt 30 Seiten des Buches aus. Sie macht nichts anderes als hauchen, stöhnen, stillhalten und tiefrot werden und er knurrt ununterbrochen. Wenn man die meisten Szenen real umsetzen würde, wäre man nach 10 Minuten fertig. 8 Minuten Vorspiel, 2 Min. maximal die Penetration und schwupps zerspringt sie in 1000 Teile und er kommt immer direkt sofort nach ihr. Wow! Das soll umwerfend toll sein? Das wünschen sich Mio. Frauen? Quickies am laufenden Band? Na herzlichen Dank auch.

Warum finden so viele Frauen dieses Buch so toll? Die Sehnsuchtsschnulze verklemmter Frauen die nicht in der Lage sind ihre Phantasien im realen Leben auszuprobieren? Ich kann das nicht glauben. Aber wenn das Buch anregt, dass Paare endlich wieder miteinander reden und vor Allem wieder Zugang und Spaß an der gemeinsamen Sexualität finden, dann vergebe ich den einen Stern gerne. Mir bleibt ja auch gar Nichts anderes übrig.

Wenn diese E.L. James auch nur ein wenig schreiben könnte, hätte sie aus der Idee wirklich einen tollen Roman machen können. Aber dann wäre der Roman wahrscheinlich nicht massentauglich gewesen.

Wer einen SM Roman lesen möchte, sollte zum Klassiker "Die Geschichte der O" oder ganz neu auf dem Buchmarkt "Safeword" greifen. Aber Achtung, das ist kein Zuckerwatte und Weichspül SM wie in Shades of Grey, sondern echter, mit all seinen Ambivalenzen.
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am 25. Juli 2012
Umberto Eco schreibt in seiner Geschichte Woran man einen Pornofilm erkennt", ein solcher Film sei daran erkennbar, dass die Protagonisten länger brauchten, um von A nach B zu gelangen, als man ihnen dabei zusehen wollte. Dies sei darauf zurückzuführen, dass selbst Filme, deren einziger Zweck es wäre, die Zuseher scharf zu machen, nicht permanent einschlägige Szenen zeigen könnten und deshalb dazwischen Banales bringen müssten. Ja, willkommen bei 50 Shades of Grey". Hier gibt es zwischen jenen Szenen, in denen es zur Sache geht, hauptsächlich belangloses Geplapper der Heldin über die Vollkommenheit des Helden (1. Reich, 2. Schön.) Charaktäre und einzelne Szenen der Zwischenhandlung sind zum Teil 1:1 von Twilight" entlehnt - es würde auch mit Harry Potter" oder Vom Winde verweht" funktionieren, weil alles was sich zwischen den einschlägigen Szenen abspielt, völlig irrelevant ist - siehe oben.

Also nur eine Aschenputtel-findet-den-Prinz" Schnulze mit ein paar deftigen Szenen? Mitnichten. Der Prinz hat nämlich spezielle Vorlieben, für deren Verwirklichung er sich eine Folterkammer in seinem Schloss, pardon, Haus installieren hat lassen. Das Aschenputtel ist zwar dumm und ohne jeden Selbstwert - aber sie ist definitiv nicht masochistisch veranlagt (nach ihrer ersten "Bestrafung" kriegt sie fast einen Nervenzusammenbruch). Sie nimmt alles "aus Liebe" auf sich, in der Hoffnung, der Prinz würde sie dafür irgendwann einmal auch lieben.

Ich bin kein Kenner der BDSM-Szene, aber gibt es nicht einen Kodex, demzufolge alle Aktionen einvernehmlich durchgeführt werden, mit dem Ziel, dass alle Beteiligten etwas davon haben? Nun, das ist hier definitiv nicht der Fall. Der Held will die Heldin noch immer auspeitschen, obwohl sie ihm gesagt hat, dass sie das eigentlich nicht will. Es gibt einen 10seitigen Vertrag zur Regelung dieser Beziehung", der mindestens dreimal im Buch abgedruckt wird aber bis zum Schluss nicht unterschrieben wird. Der Held erklärt ihn schließlich für irrelevant - kein Wunder, die dumme Nuss lässt sowieso alles mit sich machen und hat schon vor dem ersten Date eine eidesstattliche Erklärung unterschrieben, dass sie niemandem Details über ihre Beziehung verraten darf. Zudem ist sie in Gegenwart des Helden immer wie gelähmt - aus Angst, er würde irgendeine ihrer Bemerkungen zum Anlass nehmen, sie zu "bestrafen". Die einzige Möglichkeit, ihm irgendwas Kontroversielles zu sagen, sind E-Mails - vorzugsweise vom anderen Ende des Kontinents abgeschickt. Sie hält das für Liebe, er für einen Beweis ihrer devoten Natur.

Die Heldin hat genau zwei Gehirnzellen - eine beinhaltet ein letztes Restchen Verstand und warnt sie gelegentlich vor ihren Aktionen (sie nennt sie das Unterbewußtsein" und betrachtet sie als Feind), die andere suggeriert ihr ständig Lass ihn mit Dir machen, was er will - irgendwann dazwischen oder danach wird er Dich schon flachlegen und nur darauf kommt es an" - das ist ihre Innere Göttin". Trotz dieser hat sie es geschafft ohne jegliche sexuelle Erfahrung 21 zu werden.

/*** Achtung Spoiler ***/
Am Ende des Buches wird es der Heldin denn doch zu heftig und sie beendet die Beziehung. Doch schon ein paar Seiten später findet sie, dass es im Vergleich zu Liebeskummer weniger schmerzhaft ist, mit einem Gürtel verprügelt zu werden ... Spätestens da hört sich der Spaß auf.
/*** Ende Spoiler ***/

Aber es kommt noch schlimmer. Die Schwarte hat nämlich noch zwei Fortsetzungen und dem Titel nach zu schließen wird noch eine Weile munter weiter geprügelt, bis im letzten Teil die Folterkammer zu einem Kinderzimmer umgebaut wird und der Held - durch die stille Duldung und Liebe der Heldin - von all seinen Obsessionen geheilt zum liebenden Ehemann und Vater mutieren wird. Wahrscheinlich kommt Mrs. Robinson babysitten.

In Zeiten, in denen misshandelte Frauen sich noch immer einreden lassen, diese Behandlung irgendwie verdient" zu haben und wo Frauen, die hoffen, dass ihre gewalttätigen Männer sich ändern werden, wenn sie treu zu ihnen stehen, von diesen umgebracht werden, brauchen wir keine solchen Märchen. Da schon lieber Vampire.
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