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am 23. August 2007
Ich habe mir diese DVD ("NBK"; Letterbox-Edition; Director`s Cut; keine Jugendfreigabe; von Best Entertainment) für 5€ im Elektrohandel gekauft. Hörte sich ja auch nicht schlecht an, 5€ für den NBK Director`s Cut von Oliver Stone mit allerlei Extras. Es wäre wohl zu schön gewesen um Wahr zu sein.

Den dicksten Brocken mal vorne weg. Es handelt sich hier nicht um den eigentlichen NBK Director`s Cut von Oliver Stone, dieser erhielt nämlich gar keine FSK-Freigabe, sondern wurde von der SPIO/JK als "strafrechtliche unbedenklich" eingestuft. Bei dieser "FSK 18"-DVD fehlen entsprechend fast 90 Sekunden Film zum eigentlichen Director`s Cut. Was auch zur Folge hat, dass das Vorwort von Oliver Stone teilweise völlig deplaziert wirkt, weil Stone dort Szenen als wieder eingefügt beschreibt und zeigt (sic!), die in dieser DVD-Version aber fehlen. De facto ist das also schlicht nicht der Director`s Cut, sondern eine Mogelpackung, bei der 50% des von Scott wieder eingefügten Bildmaterials (ca. 3 Minuten) einfach wieder herausgeschnitten wurden.

Weitere Probleme, die ich mit dieser DVD habe, sind:

- Bei dieser Version handelt es sich um eine "echte" 16:9 Letterbox-Version und nicht um eine Widescreen-Version, die für 16:9 Fernseher optimiert wurde. Der Film wurde also links und rechts im Vergleich zur originalen 1.85:1 Version um jeweils etwa 3% beschnitten. Der Verlust ist zwar marginal und hat eigentlich keine Auswirkungen auf die Bildästhetik, den Puristen dürfte es dennoch ärgern.

- Das Bild zeigt sowohl beim Film wie auch bei den Extras immer wieder deutliche digitale Fragmente und stockt teilweise, was bedeutet, dass sich die Daten, aus welchen Gründen auch immer, nicht im einwandfreien Zustand auf der DVD befinden. Das ist für mich ein nicht entschuldbarer Fehler, der den Sehgenuss des Films deutlich senkt.

- Die DVD besitzt einen massiven Fehler in der Menüführung. Wählt man das Special-Features-Menü, dann ist es von dort nicht mehr möglich in das Titelmenü zurück zu gelangen und der eigentliche Film lässt sich ohne Neustart der DVD auch nicht mehr sehen.

- Die DVD besitzt weder deutsche noch engliche Untertitel.

- Ferner dürfte sich der Eine oder Andere an der deutschen Neusynchronisation stören.

- Auch fehlt das auf der Verpackung aufgeführte Nine Inch Nails Video "Burn".

Positives gibts übrigens auch. Das wäre zum Einen die wirklich gute und informative Doku zum Film "Chaos Rising"" (ca. 30 min). Sie ist vollständig deutsch Synchronisiert. Und zum Anderen die entfallenen Szenen und das alternative Ende. Beide werden von Oliver Stone kommentiert.

Kurz: Wer unbedingt NBK in seinem Regal stehen haben will und keine Lust hat weiter zu suchen, der kann sich diese DVD durchaus kaufen. Sie ist aber definitiv nichts für Filmliebhaber, die den Film so sehen wollen, wie sich ihn Oliver Stone vorgestellt hat.
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am 24. Juli 2011
Dieser Film ist brutal, ganz ohne Frage. Es tut mir nur immer wieder leid zu lesen, daß die Menschen sich an dem Blut und der Aggresivität hoch ziehen, egal ob im Guten oder Schlechten. Für mich ist dieser Film ein Fingerzeig darauf, in wie weit die Medienberichte uns manipulieren. Sie machen aus Mördern Helden, wenn ihnen der Sinn danach steht. Menschlichkeit ist ihnen fremd, solange die Quote stimmt. Wenn man zwischen den Zeilen liest ist der Film mehr wert, als eine DArstellung von Gewalt. Er zeigt uns, wie gut die Medien unsere Meinung beherrschen können und uns lenken können. Selbst am Ende wird noch gedreht, da ist auch das eigene Leben nur an zweiter Stelle. Die Quote stimmt ja.
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am 30. Januar 2007
Vorab:

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Dutzende ermordete Menschen in kürzester Zeit: Das ist die traurige und grausame Bilanz des Liebespärchens Mickey und Mallory Knox, das scheinbar völlig dem Verstand verloren zu haben scheint. Zum Ritual der Killer gehört, dass sie bei ihren Massakern stets ein Opfer überleben lassen, damit ihre Geschichte weitererzählt wird. Manchmal sagen sie sogar einen simplen Zählreim auf, um sich bei zwei Überlebenden für den einen oder anderen zu entscheiden. So etwas ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Presse, die die beiden zu regelrechten Medienstars und geradezu medialen Ikonen einer verkommenen Zeit erhebt. So ist das Land schließlich auch live dabei, als die beiden nach ihrer Festnahme eine Gefängnisrevolte für eine gewaltsame Flucht nutzen, bei der ebenfalls ein Massaker stattfindet.

Allgemeines:

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Der damals nur mäßig bekannte Quentin Tarantino schrieb im Jahre 1992 das Drehbuch zu dem hier vorliegenden Film. Inspiriert wurde er dazu angeblich durch den Film Badlands – Zerschossene Träume. Auf diesem Drehbuch basiert auch sein Film True Romance mit den Schauspielern Christian Slater und Patricia Arquette in den Hauptrollen. Aufgrund der Vielzahl der Änderungen, die Oliver Stone vorgenommen hatte, ließ Tarantino seinen Namen aus dem Projekt streichen. Bis heute ist Tarantino unzufrieden über die Art und Weise, wie seine Idee realisiert wurde, und zerstritten mit Oliver Stone, den er auch einige Zeit lang öffentlich dafür verantwortlich gemacht hatte, seine ursprüngliche Idee von diesem Film zerstört zu haben. Soviel vorläufig zum Rahmen dieses Meisterwerkes, der auch bis weit in die reale Welt reicht und dort Wurzeln schlägt, die für nachfolgende Projekte zu sprichwörtlichen Stolperdrähten wurden. Denn noch immer ist Natural Born Killers als eine der wenigen Messlatten des eigenen Genres anzusehen, war er doch z.B. sogar in England lange Zeit in allen erhältlichen Fassungen schlichtweg verboten.

Das Niveau des Films und der qualitative cineastische Anspruch sind durchaus sehr umstritten. Kontrovers wird dabei in erster Linie beurteilt, ob der Film seine beabsichtigte Wirkung auf den Zuschauer tatsächlich zeigt. Einige Kritiker aus dem Medienbereich sehen dabei gravierende Mängel im kommunikatorischen Bereich, die dem Zuschauer die übermäßige Gewaltanwendung schmackhaft machen könnten und sogar eine Art der Problembewältigung suggerieren würden, derer sich die Protagonisten bedienten.

Zur Story:

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Die Geschichte trägt deutlich/unverkennbar Quentin Tarantinos Handschrift. Sie handelt von der unzerbrechlichen Treue als letzter Zuflucht gemarterter Seelen in einer immer wahnsinniger werdenden Welt. Mickey und Mallory haben nichts mehr auf der Welt als sich selbst. Demzufolge sind sie sehr gleichgültig gegenüber dem Rest der Welt und den Menschen, die für sie nur noch instrumentalisiert werden und dadurch nur einen vorgedachten Zweck erfüllen. Die beiden sind das tragische und etwas überzeichnete und aus der Realität verbannte alter ego von Alabama und Clarence Worley aus dem Film True Romance, das ebenfalls von Tarantino geschrieben wurde. Es handelt sich um eine Art Roadmovie, bei dem die Protagonisten einfach nur noch auf der Flucht sind und dabei eine Schneise der Verwüstung in die Landkarte morden, stehlen und rauben. Viel mehr sollte von der Story jedoch nicht offenbart werden, denke ich.

Zur DVD:

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Insgesamt kann bei dem regen Durcheinander der Versionen nur gesagt werden, dass die 3 Disc Deluxe Edition das Beste ist, was dieser Film herzugeben vermag. Alle anderen Versionen sind schlicht und ergreifend auf den jeweiligen Geschmack des Zuschauers zurückzuführen. Dahingehend polarisiert der Film sehr stark. Auf jeden Fall sollte man sich nur mit einer FSK 18 Version zufrieden geben, - denn dann sind die meisten Unterschiede zwischen den Versionen nur noch kosmetischer Natur.

Fazit:

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Absolute Kaufempfehlung!
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am 12. Februar 2009
Die von ihrem Vater missbrauchte Mallory lernt den Fleischergesellen Mickey kennen und verliebt sich in ihn. Mickey ist kein unbeschriebenes Blatt. Er war bereits im Gefängnis. Nachdem Mickey Mallory's Eltern getötet hat, fliehen die beiden quer durchs Land. Dabei hinterlassen sie eine einmalige Blutspur und erregen damit nicht nur die Aufmerksamkeit der Polizei, sondern auch der Medien. Der Tick der beiden ist, bei ihren Gewalttaten jeweils eine Person zu verschonen, die dann von dem Vorfall berichten kann. Ein Drogstore wird den beiden zum Verhängnis. Sie werden überwältigt und eingesperrt.

Das Interesse der Medien ist ungebrochen und einem Moderator gelingt es ein Interview in den Gefängnismauern durchzusetzen. Während des Interviews kommt es zu einer Gefängnisrebellion und Mickey und Mallory können mit dem Moderator als Geisel fliehen. Schnell geben sie ein letztes Interview und entledigen sich dann des lästig gewordenen Moderators.

Die blutrünstige Geschichte wird actionreich erzählt und wirkt zeitweise wie eine Comicgeschichte. Zahlreiche Klischees, die teilweise wohl zurückgehen bis auf Bonny und Clyde, werden aufgebraucht. Überraschende Wendungen und fatale Sprüche sorgen für Aufmerksamkeit. Ein eigenwilliges Roadmovie.
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am 3. April 2002
Kritik bezieht sich auf DVD: Natural Born Killer
Best Entertaiment / Erschienen: März 2002
Natural Born Killer ist ohne Zweifel herausragend und gehört zu den interessantesten Filmen der letzten Jahre. Diese "Filmcollage" wird in der Regel von Cineasten geschätzt. NBK verdient eine hohe Punktbewertung und müsste "eigentlich" unbedingt weiter empfohlen werden...aber nur "Eigentlich". Eine neue deutsche Synchronisation, hergestellt für diese DVD ist leider unerträglich, dramaturgisch ungenau und charakterlich unpassend. Warum die uns bekannte deutsche Kino/Video-Synchronisation nicht genommen wurde hat wohl mit irgendwelchen ärgerlichen Rechtsfragen zu tun, die leider dazu führen, diese DVD nicht kaufen zu dürfen.
Auf diese Tatsache wird übrigens nicht äußerlich auf dem Cover hingewiesen Empfehlung: Original englische DVD kaufen oder das deutsche Video von NBK bestellen.
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am 15. April 2002
Schade. Der Film wäre einzig in seiner Art, die Qualität der DVD leider auch. Noch nie habe ich von einer DVD gehört, die eine eigens für die DVD-Version erstellte Deutsch-Synchronisation verwendet. In diesem Fall ist dies leider so, zudem die Stimmen noch so schlecht zu den Charakteren passen, dass es einem die Haare kräuselt. Wer sich an die Synchronisation der VHS-Version erinnert, kann nur meiner Meinung sein. Im Weiteren ist die Tonspur miserabel aufgezeichnet, die Dialoge ertönen beim 5.1-Ton aus allen Richtungen, anstatt lediglich von der Center-Box.
Die Menüstrukturen & Features wirken billig und jenseits guten Geschmacks. Bei der Slideshow mit Bildern aus dem Film muss man sich die ersten 20 Sekunden des Titelsongs von Leonard Cohen x-mal anhören - mit jedem neuen Bild fängt er wieder von vorn an.
Ich kann nicht begreifen, warum Warner Bros., die Verleihfirma der VHS-Version, nicht auch die Aufgabe der DVD-Produktion übernommen hat. Dann nämlich wäre bestimmt eine Version auf den Markt gekommen, die diesem exzellenten Film von Oliver Stone gerecht worden wäre.
Für alle, die den Film noch nicht besitzen und ihn kaufen möchten: Falls Ihr auf eine deutsche Fassung angewiesen seid, weil das im Film gesprochene US-Englisch etwas schwer verständlich ist, kauft euch doch besser den VHS. Der Film wirkt trotz des älteren Mediums immer noch 10 mal besser!
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am 5. Mai 2007
Ein in der Kindheit geschundenes Pärchen zieht auf destruktive, nihilistische Weise durch amerikanische Lande, unwissend, das es nicht besser ist, als jene Gesellschaft, die sie verachtet.

Ein wüster Trip erwartet den Zuschauer, mit überragender Begleitmusik. So das auch der Soundtrack empfehlenswert ist.

Nun zur DVD: Gegenüber der ultracoolen, soundtechnisch überragenden VHS-Version ist diese Mono-Version natürlich unbrauchbar. Denn, wenn die Fetzen fliegen, kommt das alles nicht so toll rüber. Synchronisiert wurde übrigens nicht schlecht, sondern gegenüber dem englischen Original richtig! Von schlechter Bildqualität bemerke ich nichts, sind aber gewisse Szenen auch bewußt in grobkörniger Auflösung gedreht.

Sei also abschließend gesagt, daß diese Film-DVD eine überdrehte Roadmovie-Satire ist und kein reißerischer Blockbuster in von Pro7 präsentierter Dolby-Digitaltechnik!
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am 1. April 2002
Die Synchronisation ist nicht nur ohne die gewohnten Sprecher für die Darsteller, sie ist grauenhaft dazu. Dabei habe auch ich eine Version auf VHS, die eine passende Synchronisation beinhaltet. Völlig unverständlich, wieso diese nicht genutzt wurde.
Über den Film selbst ist man natürlich gespaltener Meinung, ein filmisches Kunstwerk auf jeden Fall.
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am 27. August 2015
Abartiger geht`s ja nicht mehr! Freu!;-))
Soo ekelhaft brutal, mörderisch krank, böse.........
und gleichzeitig phantastisch, - stellenweise sogar
brilliant amüsant.
NATURAL BORN KILLERS ist hart, ganz hart an der überbekloppten
Grenze und trotzdem phenomenal. Genial besetzt mit einigen der
herausragendsten Schauspielern, die ihre Rolle richtiggehend (aus)leben.
Der Film ist ein einziges Desaster aus Gewalt, Farben und Toten.
Exekutionen in gewaltigen Bildern- die wahnwitzige Kameraführung
lässt mich als neutralen, soliden Zuschauer fast erahnen, dass sich genau
und so in Etwa wohl ein Trip auf LSD anfühlen mag. Oder noch härtere Puscher.
Und mitten in der Hölle kommt die Eisbärfamilie und preist ein koffeinhaltiges
Getränk an,.. bei Tom und Jerry fliegen auch die Fetzen und Klänge aus Kubrick`s
"Shining" lassen mich tiefer in die Couch sinken. Und ich mache mir ernsthaft
Gedanken, wie angeknallt man eigentlich sein muß, um so einen geilen Streifen
abzudrehen. Abgefahrener geht es kaum noch.
Apropos- der ganze restliche Höllen- Soundtrack passt wie Po auf Eimer.
" Ich bin von Natur aus der geborene Killer. Beim ersten Mal schon erkannte
ich schlagartig meine wahre Berufung! "

52 Tote in 3 Wochen!

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Story:

Polizei, Reporter- und die Medien. Alle heften sich an die
Fersen des Killerpaares Mickey und Mallory Knox.
Das Blutbad, was sie anrichten, zieht sich quer durch
die USA. Durch den infamen Journalist Wayne Gala werden
die brutalen Killer zu gefeierten Stars..............
......................................

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Fazit:

NATURAL BORN KILLERS ist ein einziger Trip.
NATURAL BORN KILLERS ist der tiefste Abgrund.
NATURAL BORN KILLERS ist der abgrundtiefste Schocker.
Den ich je sah.
Der grosse Batzen professioneller Darsteller ist mit die Krönung.
Und trägt dazu bei, dass NATURAL BORN KILLERS Geschichte schrieb.
Filme von Oliver Stone wie z. B. " Platoon, Nixon oder Geboren am 4. Juli "
gefallen mir grundsätzlich. Es ist diese Machart, dieses kontroverse
Wachrütteln. Und das anarchistische, was mir imponiert.
Trotz Schmutz und Widerwärtigkeiten immer Kino mit hohem Anspruch.
Mehr gibt es da nicht zu sagen.

Lauflänge: 115 Minuten! ( Diese Version hier ist super synchronisiert)!

FÜNF alles wegballernde Sterne!
So sein es!
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am 1. März 2012
Eins gleich vorweg: Es ist völlig verständlich, diesen Film nicht zu mögen. Er soll polarisieren und das funktioniert sehr gut. Ihm allerdings mangelnden Inhalt vorzuwerfen, nur weil man ihn nicht verstanden hat, ist ignorant und selbstherrlich.

Die Story an sich ist einfach: Nach dem Vorbild von "Bonnie & Clyde" zieht ein Pärchen als Serienkiller durch die USA, in den Medien ein Riesenhype um das Thema. Ihre Gefangennahme und was daraus resultiert ist dann der zweite große Abschnitt des Films. That's it.

Was ihn besonders macht: Die Schnitte und ständig wechselnden Drehtechniken, vom körnigen Schwarz-Weiß einer HandyCam Szene zu Beginn, dann die verkorkste Erziehung und der Missbrauch des Vaters an der Hauptdarstellerin als SitCom Einspielung, der Regisseur Oliver Stone zappt durch die Szenen. Und genau das sollen die verschiedenen Techniken und Stile auch verdeutlichen.
Neben dem Killer-Pärchen, das desinteressiert-labil ist, aber zumindest mit dem Satz "I'm a natural born killer" zumindest seinen Platz in der Gesellschaft kennt und nicht gänzlich unsympathisch daherkommt, sind ein sensationsgieriger Fernsehjournalist und ein widerwärtiger Cop grandios verkörperte Nebendarsteller. Gerade der klassische Sensationsjournalist, der alles tut für eine Story kommt hier sehr gut rüber.

Was will der Film sagen: Gar nicht viel, er zeigt nur schonungslos die Doppelzüngigkeit des heutigen Sensationsjournalismus auf. Die Medien verurteilen die Taten des Pärchens, aber sie leben wochenlang von der Story, die beiden werden durch den Rummel zu Medienstars. Wem das, in noch etwas milderer Form, vom deutschen Privatfernsehen bekannt vorkommt, liegt sicher nicht falsch.

Der Film ist absolut sicher brutal und damit auch nichts für jeden, aber er hat definitiv eine Aussage und enthält eine Parabel, die nicht so schwer zu entdecken ist.
Als ich den Film zum ersten Mal im Kino gesehen habe wurde er sogar schon im Kino bestätigt. In Erwartung einer splatterigen, tumben Gemetzel-Orgie hatte sich auch ein entsprechendes Publikum im Kino eingefunden. Auch angetrieben durch die harsche Kritik, eben wegen der Brutalität des Films (von Menschen geschrieben, die ihn noch nie gesehen hatten, aber davon gehört, dass der so brutal sei), warteten diese Besucher nun auf das anstehende Super-Gemetzel. Das kam aber nicht und so verließen sie nach einem Drittel der Zeit enttäuscht das Kino. Pasenderweise hatten sie genau das erwartet, was im Film böse karikiert wird.

Nach "Clockwork Orange" wieder ein grandioses Stück Filmgeschichte, in der die Gewalt als Mittel zur Verdeutlichung von Gesellschaftskritik verwendet wird.
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