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9
4,4 von 5 Sternen
Der Zwang zum Bösen - Compulsion (KSM Klassiker)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. April 2015
Aus gegebenem Anlaß sollte man noch einmal einen Blick auf jene Werke Hollywoods werfen, die, liberal, wie sich diese Stadt gern gibt, eine der größten Widersprüchlichkeiten anprangern, die die amerikanische Demokratie, die amerikanische Gesellschaft und das amerikanische Rechtssystem zu bieten haben: Die Todesstrafe. Neben Robert Wise' Klassiker I WANT TO LIVE (1958) muß sicherlich auch Richard Fleischers COMPULSION (Originaltitel) dazu gerechnet werden. Vielleicht ist er in seiner Konstruktion sogar etwas geschickter, da er uns zwei eindeutige, überführte Mörder vorführt und sich somit wirklich am Thema abarbeiten kann, keine weiterführenden Fragen nach Schuld und Unschuld stellen muß. Was bei Wise eine himmelschreiende Ungerechtigkeit ist, da wir ahnen, daß Susan Haywards Charakter wirklich Opfer eines Justizirrtums wird, spielt bei Fleischer keine Rolle und so kann sich der Film Grundsätzlichem zuwenden. Der Film, die Regie konzentrieren sich in der letzten halben Stunde dieses packenden Thrillers, Dramas und Gerichtsfilms ganz auf die Frage, was ganz eigentlich für und was im Eigentlichen wider die Todesstrafe spricht. Und dabei können der Film, das Drehbuch, die Regie sehr grundsätzlich und deutlich Stellung beziehen. Daß diese letzte halbe Stunde dabei nicht moralinsauer, sondern vollkommen überzeugend und spannend gelingt, hat ganz sicher damit zu tun, daß Fleischer für die wesentliche Nebenrolle des Films ein Gigant der Schauspielkunst zur Verfügung stand: Orson Welles.

Was aber noch mehr erstaunt, ist die Tatsache, daß es Richard Murphy (Drehbuch) und Richard Fleischers Regie gelingt, noch weit über das angerissene Thema hinaus hervorragende Psychogramme zweier sich in ihren Allmachtsphantasien gegenseitig anstachelnden und emotional voneinander abhängigen jungen Männer zu zeichnen. Dabei spielen unterschwellig homoerotische Motive ebenso eine Rolle, wie Fragen nach juveniler Sehnsucht nach Freundschaft, aber auch solche der Unterwerfung und Macht. Es sind diese Psychogramme, die den Film so glaubwürdig und fesselnd machen, die zwar kein Verständnis für die Täter vermitteln, denen es aber gelingt, uns deren Verhalten in Ansätzen verstehen zu lassen. Einziges Manko dieser Erklärungen und Psychogramme ist ein gelegentlich arg übertriebener Hang zur Freud'schen Analyse.

[ACHTUNG: SPOILER]
Die beiden jungen, hochintelligenten Studenten Arthur Strauss (Bradford Dillman) und Judd Steiner (Dean Stockwell) sehen sich ob ihrer erwiesenen Intelligenz als ihren Mitmenschen überlegen an und leiten daraus ab, daß menschliche Gesetzte für sie nicht gelten würden, da sie im Nietzscheanischen Sinne 'Übermenschen' seien, die sich aus der Enge mittelmäßiger Moral befreit hätten; Raskolnikows, für die andere Gesetzmäßigkeiten gelten, als für den durchschnittlichen Bürger, da sie zu Großem, Größerem berufen seien. Als Beleg ihrer Unantastbarkeit begehen sie immer wieder kleine Bagatelldelikte, wissen aber, daß ein wahres Verbrechen, etwas Unumkehrbares erst ein wirklicher Beweis ihrer These wäre. So beschließen sie, den perfekten Mord zu begehen. Sie bringen einen Jungen aus der unmittelbaren, sehr wohlhabenden Nachbarschaft um. Doch der zwischen unnahbarer Arroganz und äußerster Unsicherheit pendelnde Steiner hat seine Brille bei dem Opfer vergessen. Strauss wähnt sich derart überlegen, daß er die Polizei mit falschen oder rein spekulativen Hinweisen meint füttern zu können und einmal mehr seine Macht genießt, als durch ihn fälschlich Beschuldigte massiven Ärger mit der Polizei bekommen und teils ihre Arbeit verlieren. Steiner hingegen verliert zusehends seine Balance. Schließlich zieht sich die Schlinge um ihn immer enger zusammen. Doch die Beamten sind klug genug, nicht nur gegen einen der Jungen zu ermitteln und so gelingt es ihnen, einen Keil zwischen die beiden zu treiben und sie gegeneinander auszuspielen. Arthur Strauss und Judd Steiner werden des kaltblütigen Mordes angeklagt und vor Gericht gestellt. Ihre Familien bemühen sich um den in diesem Fall besten Anwalt, den berüchtigten Jonathan Wilk (Orson Welles). Dieser ist ein erbitterter Gegner der Todesstrafe und so können die beiden Angeklagten zumindest damit rechnen, daß ihr Verteidiger alles Menschenmögliche tun wird, sie vor dem Strang zu bewahren. Und es gelingt ihm wirklich, anhand eines juristischen Tricks. Da nicht zuletzt durch den ehemaligen Klassenkameraden der beiden, Sid (Martin Milner), der mittlerweile für eine lokale Zeitung arbeitet, die öffentliche Meinung extrem gegen seine Mandanten eingestellt ist, plädiert Wilks auf schuldig, wodurch das Gericht nicht mehr auf Geschworene angewiesen ist, sondern nur noch vor einem Richter um das Strafmaß verhandelt wird. Davon verspricht Wilk sich größere Chancen, das Leben der Jungs zu retten. Und so geschieht es: In einem mitreißenden Schlußplädoyer tritt Wilk vehement für eine Zivilgesellschaft ein, die das Prinzip der Rache nicht mehr benötigt, die in der Lage ist, auch scheinbaren Unmenschen menschliche - im christlichen Sinne - Urteile zuteilwerden zu lassen. Für das Leben selbst stünde er hier ein, reklamiert Wilk - und kann den Richter damit schließlich überzeugen.

Seine Spannung bezieht COMPULSION keineswegs aus den Ermittlungen oder der Frage, wer der Mörder ist. Diese Frage ist für den Zuschauer schnell geklärt, verfolgen wir die Täter doch zumindest dabei, wie ihr Plan entsteht. Wir werden nicht Zeuge der Tat, wodurch unsere Aufmerksamkeit nicht so sehr auf den Skandal des Verbrechens, sondern auf das eigentliche, das zwischenmenschliche Drama gelenkt wird. Und dieses Drama kommt im ersten Drittel des Films eher im Gewande eines Film Noir daher: Zwei sich in ihrer Intelligenz suhlende Teenager, unreif, verwöhnt, jung schon alt geworden, die sich für unantastbar halten und gegenseitig anstacheln, bzw. die Nöte des andern auszunutzen wissen, um eigene Belange und Machtansprüche durchzusetzen. Nahezu brillant arbeitet das Drehbuch, welches auf einem Roman des Schriftstellers Meyer Levin beruht, die jugendlich-schnöselige Haltung bewußt vor sich hergetragener Dekadenz heraus; das seltsame Herr-und-Sklave-Verhältnis dieser beiden Jungs wird hingegen wie nebenher erzählt, was es für den Zuschauer umso befremdlicher wirken läßt. Im Grunde eine klassische Ausgangssituation des Film Noir, wo die anstachelnde, also dominante Rolle meist eine Frau (Barbara Stanwyck; Joan Crawford) einnimmt. Umso brillanter, wie das Drehbuch diese Konstellation auf diese Männerfreundschaft zu transferieren weiß und sich dies analytisch zu Nutze macht. Wir nehmen selbst dem für die Rolle ein wenig zu alt wirkenden Bradford Dillman diesen dominanten, scheinbar "bösen" Arthur Strauss ab. Der immer wieder unsichere Judd fleht Arthur mehrmals geradezu an, ihm Befehle zu erteilen, alles würde er für seinen Freund tun. Die sich da leise andeutende Homosexualität, die ja für junge Männer im betreffenden Alter als Reizpunkt durchaus normal ist, wird als Motiv freilich schnell fallen gelassen und eine für Judd vollkommen verunglückte Liebesszene mit Sids Freundin Ruth Evans (Diane Varsi) eingebaut, die seine inneren Zwänge und Ängste verdeutlicht und bestätigt, sicherlich aber auch dazu gedacht war, den Film nicht allzu weit in die Kontroverse abdriften zu lassen. Der Film entstand 1958/59 und noch musste man in Hollywood - gerade was Sexualität betraf - zumindest vorsichtig sein, auch wenn an allen Ecken und Enden an den rigiden Vorgaben des Hays Code gezerrt wurde[1].

Allerdings - und auch dies erinnert in gewisser Weise an den Film Noir - erzeugt das Drehbuch damit eine ungeheure Ambivalenz. Dem Publikum muß sich der Verdacht aufdrängen, daß Judd sich gerade wegen seiner Unberechenbarkeit gegenüber Frauen und der daraus erwachsenen, ihn bedrängenden Not, fast devot zu dem selbstsicheren, arroganten und scheinbar erfahrenen Arthur hingezogen fühlen muß. Der damals 23jährige Dean Stockwell meistert die Rolle des fast hörigen jungen Genius' bravourös. Neben Welles' Meisterleistung am Ende des Films ist Stockwell sicherlich die entscheidende Figur, der entscheidende Darsteller an der entscheidenden Stelle, um dem Film die Glaubwürdigkeit zu geben, ohne die sein Anliegen lediglich wohlfeil wäre, moralisierend und somit leicht zu übergehen. Dadurch, daß es beiden Darstellern der Jungen gelingt, ihre Rollen vielschichtig und auch widersprüchlich anzulegen und zu gestalten, wird aus einer Story, wie Wise sie in I WANT TO LIVE erzählt, ein Fall, der Gemeingültigkeit über die reine Spezifik hinaus beanspruchen kann.

Levins Buch lehnte sich mit gewissen dramaturgischen Freiheiten an den wahren Fall 'Leopold und Loeb' an, der in den 20er Jahren für Aufsehen gesorgt hatte. Die Angeklagten hatten ebenfalls den perfekten Mord begehen und sich damit über gesellschaftliches Recht und Gesetz hinwegsetzen wollen, was ihnen Beweis ihrer natürlichen Überlegenheit gewesen wäre. Der damalige Verteidiger Clarence Darrow war wohl ein recht passendes Vorbild für Welles' Wilk. Doch die Überzeugung, die der zunächst grantelnde und grummelnde Welles in jenes lange Schlußplädoyer legt, wie er sich mehr und mehr aufschwingt, sein Argumente zunächst sachlich - oder zumindest als Sachliches - vorzutragen, um schließlich in der reinen Empörung darüber, daß Menschen sich anmaßen, Menschen das Leben - das einzige - abzusprechen und zu nehmen - und damit seine Schutzbefohlenen ganz nonchalant als das entlarvt, was sie sind: gemeine Mörder, Verbrecher, sonst nichts - , diese Gefühlsaufwallung so wahrhaftig auf die Leinwand zu bringen, da bedarf es wahrscheinlich wirklich eines Orson Welles, eines Giganten. Auch Dank Welles gelingt Fleischer nach dem anfänglichen schwarzen Thriller, dem zwischenzeitlichen Drama einer verlorenen Seele, schließlich ein packendes Gerichtsdrama. Und Welles gelingt es, die Szene so zu gestalten, daß er einen langen Monolog spricht, dabei den Raum, den er zur Verfügung hat, mit seinem voluminösen Körper durchmisst und Spannung erzeugt, ohne dabei von seinen Worten abzulenken. Und deren Inhalt - der uns ergreift, der uns vollkommen klarmacht, warum es nicht möglich ist, ein Leben zu nehmen, folgte man doch demselben Schema, das diese beiden Mörder anwandten, Intelligenz als Alleinstellungsmerkmal menschlichen Daseins zu bestimmen - dieser Inhalt geht in uns auf, weil wir ihn hören, mehr noch, weil wir ihn sehen können. Welles verkörpert eine Autorität - er ist die einzige Figur dieser Geschichte, die keinen Zweifel zuläßt, keine Ambivalenz ausstrahlt, was ihr Anliegen betrifft - , die die (moralische) Richtigkeit seiner Worte transportiert.

Richard Fleischer wiederum läßt, gemessen an der Wahl seiner Mittel, ebenfalls keinen Zweifel daran aufkommen, daß es ihm ernst ist. Er geht durchaus manipulativ vor, um Wilks Position zu stärken, dessen Partei zu ergreifen. Was dessen Position schwächen könnte - das Plädoyer des Staatsanwalts zum Beispiel - zeigt der Film nicht, enthält er dem Zuschauer vor. Es gibt häufiger solche auffallenden Auslassungen. Umso großartiger, wie weit er geht, seine Hauptprotagonisten - Arthur und Judd - mit der nötigen Düsternis auszustatten, um es dem Publikum nicht zu einfach zu machen. Es ist schwer, diese Jungspunde sympathisch zu finden. In großen, wohlsituiert aber leblos wirkenden Villen sind diese Kinder reicher Eltern daheim, hier igeln sie sich ein, hier finden sie Schutz, den Schutz einer Klasse oder Kaste, und hier brüten sie, erstarrt in Traditionen, die unbedingt behauptet werden müssen, ihre zynischen Thesen und zunehmend brutaleren Phantasien und Pläne aus. In diesem Milieu entstehen nicht nur Ideen der Selbstüberhöhung, sondern auch Abhängigkeiten. Diese Häuser, diese Schulen, diese Straßen, die darin entstehenden Freundschaften sind Gefängnisse. Fleischers schwarz-weiß-Bilder, mit der Hilfe des Kameramanns William C. Mellor in sachten Bewegungen eingefangen, machen die Enge erfahrbar, spürbar. Es ist erstaunlich, wie es Fleischer gelingt, den Film kohärent zu halten, ihm einen organischen Fluß zu geben, keine Brüche zuzulassen oder aber diese so zu gestalten, daß sie praktisch nicht auffallen oder gar gewollt wirken.

So entsteht ein bei aller Ernsthaftigkeit des Themas unterhaltsamer, spannender und konfliktreicher Film, der natürlich - wie alle Werke, die sich mit dieser Thematik beschäftigen - in seinem Ansinnen gescheitert ist. Getötet wird in den USA auch heute noch. Und man scheint wahrlich bereit zu sein, auch wieder zu archaischen Formen des Tötens zurückzukehren, um dem - vermeintlichen - Rachewillen der Gesellschaft Genüge zu leisten. Die Klassiker - COMPULSION oder I WANT TO LIVE bis zum modernen Deathrow-Drama DEAD MAN WALKING (1995), mit Abstechern zu den Europäern wie Roberto Rossellini, der in ROMA, CITTÀ APERTA (1945) eine Erschießung zeigt, und zu Krzysztof Kieślowski, der in seinem DEKALOG 5 - KRÓTKI FILM O ZABIJANIU (EIN KURZER FILM ÜBER DAS TÖTEN; 1988) die Fürchterlichkeit des Tötens zeigt und verdeutlicht, daß es eine universelle Fürchterlichkeit ist - sollten vielleicht nochmal ganz genau angeschaut werden, man kann sicherlich noch das ein oder andere damit anfangen.

COMPULSION zumindest überrascht mit seiner zeitlosen Argumentation, die heute kein Deut altbacken wirkt, im Gegenteil. Senatoren, Kongreßabgeordnete, Politiker aller Coleur - schaut diesen Film und entscheidet DANN!

[1]1956 hatte Elia Kazan für einen Skandal gesorgt, als er mit BABY DOLL ein Südstaatendrama inszenierte, in welchem die Verführung Minderjähriger, bzw. geistig Zurückgebliebener angedeutet wurde; im selben Jahr wie Fleischers COMPULSION - 1959 - erschien mit Billy Wilders Komödie SOME LIKE IT HOT ein Film, der ein permanentes Spiel mit Geschlechterrollen und -erwartungen betrieb, der die Vorgaben des Hays Code nahezu auf den Kopf stellte, was nur niemand merkte - Lubitsch Touch. Und selbst im Western durfte ein Knirps dem Helden hinterherrufen "And mother wants you!" - obwohl es da einen quicklebendigen Vater und Gatten gab. Die moralische Basis Hollywoods erodierte merklich seit dem Ende des 2. Weltkriegs - nicht zuletzt dank des Film Noir und seiner gebrochenen Helden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Dezember 2014
Spoilerrezension

Während sich Hitchcocks "Cocktail für eine Leiche [Blu-ray]" darauf beschränkt, dass die beiden Studenten -für ihren anscheinend perfekt durchdachten Mord- in einer Spielfilmlänge überführt werden; in einem weiteren Film des Altmeisters die Planung und Ausführung, bis zur Festnahme („Der Fremde im Zug [Blu-ray]“), im Mittelpunkt des Geschehens steht, zeigt uns "Der Zwang zum Bösen", über die Festnahme der beiden Täter hinaus, das Geschehen bis zum Urteilsspruch.

Was uns da Regisseur Richard Fleischer (der sich ja an etlichen Genres herantraute; u.a: "20.000 Meilen unter dem Meer"; "Die Wikinger"; "Barabbas"; "Die phantastische Reise"; "Doctor Dolittle"; "Che!"; "Tora! Tora! Tora!"; "Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen" u.v.a.), im für mich schönsten Breitbildformat; Cinamascope S/W, aus dem Jahr 1959 darbietet, bleibt auch im Heute überaus modern in seiner handwerklichen Machart gefilmt. Und nicht nur gefilmt, auch die Dialoge kommen geschliffen scharf daher. Selbst die psychologische Tiefe ist für einen "alten Film" überaus zeitgemäß interpretiert und für das damalige Herstellungsjahr, gegenüber anderen Hollywoodproduktionen, um Jahre(zehnte) voraus.
Alles was die Charaktere der verstörten Jungendlichen ausmacht, bis hin zur sexuelle Neigung, wird angesprochen. Dass die beiden ein homoerotisches Verhältnis teilen, wird ebenfalls gekonnt in die Handlung eingebaut, dass selbst der damalige Production Code (Hays Code; abgeschafft 1967) es billigte (oder einfach übersah?).

Warum der Film auch heute noch so gut funktioniert, liegt zudem an dem sehr gut besetzten Cast.
Abseits von Orson Welles, dem es wohl ein starkes Anliegen war hier den Anwalt der Geständigen zu mimen, die Szenerie aber erst ab der Mitte des Films betritt, glänzen u.a. der als Staatsanwalt steifspielende E.G. Marshall (den man schon als vierten Juror aus "Die 12 Geschworenen" lieben gelernt hat).
Ebenfalls geben die beiden Jungtäter (im Film 18 und 19 Jahre alt), die gespielt von Dean Stockwell und Bradford Dillman, voll in ihren Rollen auf. Die Verklemmtheit des von Stockwell verkörperten Charakters ist glänzend gespielt und ergänzt sich als Gegenpart zum großspurigen Verhalten des Zepter schwingenden Freundes und Millionärsbubi, welcher eindringlich und wohl unvergessen von Dillmann in den Filmarchiven überleben wird.
Der ungleichen Freundschaft, die letztlich nur aus Empfänger und Befehler besteht, nimmt man den Mord an den 9 jährigen Jungen ab. Wirft zudem einen langen Schatten in unsere Gegenwart, auf die jetzige Gesellschaft, die mit Wohlstand, Langeweile, zerpflückten Elternhäusern sowie andere div. Zutaten krankt bzw. eine explosive Mischung für einen noch unreifen Charakter ergeben kann.

Neben den guten Schauspielern, sei noch die hervorragende Synchro aus den 60er Jahren zu nennen, die genial von Dux & Co. interpretiert wurde und mit der deutsche Dialogregie den Film topp vertreten.

Einziges Manko zum Ende hin ist evtl., dass man noch bei der Gerichtsverhandlung von ein Coup der intellektuelle Jungendtäter ausgeht, da sich beide beschuldigen und sich so (zumindest einer) seiner Todesstrafe entziehen könnte; die Legislative also aushebeln, mit ihrem knöcherigen Anwalt (dem dann ein etwa ähnlich Schicksal ergeht wie Charles Laughton in "Zeugin der Anklage").
Doch ab dem Plädoyer macht der Film eine dramaturgische Metamorphose durch, die zwar nicht schlecht daherkommt, aber den vorherigen "Filmfluß" abträglich erscheint. Es wird nun deutlich, dass es, abseits des darmatischen Krimi-, Thrillerverlaufes, eigentlich um die ethische Frage zur Todesstrafe in einer Gesellschaft steht.
Orson Welles minutenlanger Monolog, für einen zivilisierten Strafvollzug, ein gerechtes Strafmaß, scheint dann filmisch zwar zu lang geschnitten (was auch etliche Zuschauer/Rezensenten mokieren), doch ist die Eindringlichkeit und überzeugende Erklärung -selbst in der deutschen Synchro-, also das plädieren gegen die Todesstrafe, ein gewaltiger monologisierter Kraftakt, ein mächtiges "Pamphlet" für die humane Bestrafung in einem zivilisierten Strafvollzug, welches gebettet in einem demokratischen Umfeld auch umgesetzt werden sollte. Das tödliche Handeln also nicht aus niedrigen Rachegelüsten einer sprachlos gewordenen Gesellschaft akzeptieren, trotz dieser absurden Gewalttaten der Täter. Vielmehr sollte der Staat, der hervorgeht aus einer Gruppe/Gesellschaft, den Weg weisen, damit der Verhärmung einer Gemeinschaft entgegengesteuert wird, um so aus dieser nicht enden wollenden Gewaltspirale herauszufinden.

Fazit also, zum evtl. Manko des Films:
das schon erwähnte, filmisch eher viel zu lang abgedrehte Schlussplädoyer, welches jedoch abseits der Filmästhetik mehr als beeindruckt und für sich genommen wie selten eine andere (Film-)Aussage zu diesem Thema hervorsticht.

Wer nun instinktiv "Wer die Nachtigall stört [Blu-ray]" mit ins Kalkül zieht, der in der großen Abdeckung des Themas "Menschlichkeit" durchaus Parallelen zu diesem Film aufweist, hat vollkommen recht!
"Wer die Nachtigall stört" ist aber durch seinen Aufbau, Erzählrhythmus, den Figurenkonstellation, der komplettere Film (für jung und alt).
Jedoch "Der Zwang zum Bösen" ist nicht weit von Mulligans Ausnahmewerk entfernt; vielleicht wirkt aber "Compulsion", so sein Originaltitel, etwas "intellektueller" als die Variante mit Gregory Peck als Atticus Finch (besonders in seinem letzten Viertel, der den Film eben von seiner Erzählstruktur etwas in den "erhobenen Zeigefingermodus" drückt, also vom anfänglichen "gesellschaftsbezogenen Krimi" abweicht, wirkt "Wer die Nachtigall stört" filmisch "gediegener", einfühlsamer und das durch die Augen der kleinen Scout gezeigte Stück einfach "wärmer" erzählt).

Noch zu erwähnen: das schon Eingangs erwähnte S/W-Cinemascope-Format, welches durch Kameramann William C. Mellor perfekt, mit einprägsamen Einstellungen, fotografiert wurde. Mellor beeindruckte schon mit seiner Arbeit zu Klassikern wie "Nackte Gewalt" und "Giganten" und stellte hier sein Können unter Beweis, indem er sich mit dem Film -in Breitwand S/W- mehr als selbst toppt.

Fazit: auch heute noch dicke 4 Sterne wert !

P.S.
Das DVD-S/W-Bild ist auf (m)einem 65 Zoll-TV noch bemerkenswert gut und verlangt eigentlich keine BD-Abtastung.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Hurra, endlich erscheint ein sehr großer Film auf DVD: "Der Zwang zum Bösen" (Original: Compulsion) ist trozt des etwas zu langen Plädoyers von Orson Welles gegen die Todesstrafe für mich einer ganz großen Filmklassiker.
Entstanden ist der beste Film von Richard Fleischer im Jahr 1959. Die Geschichte orientiert sich am berüchtigten in die Kriminalgeschichte eingegangenen Mordfall von Leopold und Loeb, zwei wohlhabende Studenten an der University of Chicago, die 1924 den 14 jährigen Bobby Franks ermordeten und dafür zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Ihre Tat war deshalb bemerkenswert, weil sie hauptsächlich durch den Ehrgeiz motiviert war, das perfekte Verbrechen im Sinne der Kunst des Mordes zu begehen bzw. aus einem Recht des überlegenenn Intellekts über dem Gesetz zu stehen.
Im Film heissen die beiden intelligenten Studenten Judd Steiner (Dean Stockwell) und Artie Strauss (Bradford Dillmann). Beide sind unzertrennlich, vor allem scheint der brilliante Schüler Judd abhängig von Arties subtilen, sadistisch-geprägten Demütigungen zu sein.
Sehr zum Leidwesen seines Bruders steht Judd völlig unter der Fuchtel seines charismatischen Kommilitonen.
Es ist das Jahr 1924 und beide kommen aus sehr wohlhabenden Verhältnissen. Der dominierende Artie befielt seinen Freund diesen Mord mitzumachen, Unterwürfig erklärt sich Judd dazu bereit den kleinen Paulie Kessler zu töten.
Zur etwa gleichen Zeit lernt Judd durch Studienkollege Sid Brooks dessen Fsensible Freundin Ruth Evans (Diane Varsi) kennen, die sich zum arrogant auftretenden Judd menschlich hingezogen fühlt und den eher schlechten Einfluss von Artie bemerkt.
Der Film beschäftigt sich vor allem in sehr präziser Form mit der Aufklärung des Mordfalles durch den raffinierten Staatsanwalt Harald Horn (E.G.Marshall mit einer grandiosen Vorstellung). Dabei kommt einer Brille und einer Schreibmaschine eine ganz besondere Bedeutung zu. Am Ende stehen die beiden Studenten vor Gericht, die Familie engagiert den bekannten Strafverteidiger Jonathan Wilk (Orson Welles), der versucht die Beiden vor dem elektrischen Stuhl zu bewahren...
Die Story wurde schon oft abgewandelt in Filmen gezeigt, auch Hitchcocks wunderbarer "Rope", der nur in einer Wohnung spielt, ist an den Leopold und Loeb Fall angelehnt.
Auch in "Zwang zum Bösen" wird die homosexuelle Beziehung der beiden lediglich angedeutet, man kann sie sich trotz Zensurauflagen aber mehr als nur gut vorstellen.
Dabei liefern die beiden Hauptdarsteller Dean Stockwell und Bradford Dillmann oscarreife Leistungen ab, leider wurden sie aber nicht mal nominiert. Schade, der Film war zwar damals ein guter Publikumserfolg, hat sich aber als eines der ganz großen Filmmeisterwerke doch nicht ganz durchgesetzt, was sehr schade ist. Denn jedes Mal, wenn ich den Film mal wieder anschaue, fällt mir seine brilliante Machart auf.
Für mich ein großer, spannener düsterer Film mit großem psychologischem Anspruch.
Wer ihn noch nicht kennt und einen Wahnsinnsfilm-Klassiker sehen will, der sollte nicht zögern.

Technische Daten:
Bildformat: 2,35:1 (anamorph / 16:9)

Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Untertitel: Deutsch

Extras: OriginalKinotrailer,Bildergalerie,Biografien, Trailer
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 13. August 2014
...ist ein Mord ein Experiment oder nach wie vor ein Gesetzes- wie Moralverstoß? Die Studenten Artie und Judd übertreten Grenzen, weil sie es können, weil sie sich danach fühlen, weil sie ausprobieren möchten, ob sie das schaffen und damit durchkommen. Der junge sensible schüchterne Judd steht dabei deutlich unter dem unheilvollen Einfluss des rauen, dominanten Artie. Vielleicht ist er ihm sogar latent homosexuell zugeneigt, auf jeden Fall hörig. Auch wenn er in Gesellschaft von Mädchen ist: Schnippt Artie mit dem Finger, so springt Judd.

Kommt Ihnen das bekannt vor, von Hitchcocks "Rope"? Kein Wunder; beide Vorlagen basieren auf dem Kriminalfall um einen Mord der Studenten Leopold und Loeb. Während Hitch mit dem Mord beginnt, nimmt sich der Regisseur des vorliegenden Filmes, Richard Fleischer, mehr Zeit für die Darstellung der Charaktere. Bei aller Brillanz der Abgründe, die dabei zutage kommen: Die Gleichung "hochbegabt = emotional/moralisch verkrüppelt" lässt sich auch hinterfragen. Fleischer behauptet dies aber gar nicht im Sinne eines monokausalen Zusammenhangs, sondern lässt eben auch andere Umstände ins Bild treten. Beispielsweise hat er sich immer für True Crime interessiert; dabei sowohl für die psychologisch-kriminologische als auch für die juristische Seite. Hier kommt (auch nicht ganz untypisch für Fleischer) das Religiös-Philosophische noch hinzu. Beispielsweise wenn Judd seinen Professor herausfordert. Wenn der Mensch Schöpfer allen Rechts sei, warum stehe er dann unter statt über dem Recht? Wieder einmal wird Nietzsches Übermensch bemüht, von dem aus es zu "Gott ist tot" nicht weit ist.

Zum Mord kommt es schließlich in einer Ellipse; Fleischer ist ganz kühl, halbdokumentarisch, seziert das Geschehen wie der Coroner die Leiche, versucht uns Zuschauer mitzunehmen beim Lückenschließen. Eine auffällige Brille, die beim Toten gefunden wird und ihm selbst nicht gehört hat, wird zum missing link wie zum Sinnbild. Fleischer lässt sich mit ihr allerlei Kameramätzchen einfallen und zeigt sogar einmal ganz klein die Gesichter zweier sich Unterhaltenden durch die Gläser hindurch. Missing Link vielleicht auch im religionsphilosophischen Sinne; Symbol für das noch nicht gefundene Verbindungsstück in der Evolutionskette, welches Gott - vielleicht - überflüssig machen würde. "Wenn nicht Gott die Brille fallenlassen hat, wer dann?", so lautet der letzte Satz des Filmes. Tja, wer? Was scheinbar ein Plädoyer für den Schöpfer ist, gehalten von einem mutmaßlichen Atheisten, lässt sich auch ganz anders deuten: Vielleicht wollte Judd, der eher schwach statt genuin böse scheint, entdeckt werden und hat deshalb die Brille nur halb unabsichtlich fallenlassen. Vielleicht ist der Mensch tatsächlich sein eigener Schöpfer, aber dabei nicht so skrupellos-rational, wie Judd und Artie meinen. Rationalist Fleischer hat solche offenen Deutungsmöglichkeiten sogar in "Barabbas", einem Jesus-/Urchristenfilm aus der Sicht der in der Bibel nur kurz erwähnten Titelfigur, untergebracht. Er war immer für das nicht Eindeutige gut.

Bei aller Brillanz neigt Fleischer aber zu einer gewissen Weitschweifigkeit; man kennt das von seinen Puzzleteilfilmen mit vielen Parallel-/Nebenhandlungen. "Tora! Tora! Tora!" und "Violent Saturday" könnten ebenfalls flotter sein; genial hingegen der auch optisch verschachtelte "Frauenmörder von Boston". Fleischer gelingen aber immer wieder wunderbare Miniaturen. Von geradezu anrührender Zärtlichkeit, aber auch Größe zeugt der Charakter der Kommilitonin Ruth, die Judd genau versteht und sogar nach einem Vergewaltigungsversuch Mitleid statt Wut zeigt: Sie weiß eben, was das für ein hilfloser Versuch eines letztlich kranken und von Artie abhängigen Menschen ist. Da denkt man, dass auch Judd von ihren Worten berührt ist und die Möglichkeit zur Umkehr, Befreiung, Heilung haben könnte.

Wird er sie haben? Im Prozess werden er und Artie von einem von Orson Welles gespielten Star-Anwalt verteidigt, der sich auch gegen die Todesstrafe im Allgemeinen wortmächtig äußert. Sicherlich gut und Welles verleiht der Rolle in jeglichem Sinne Gewicht (übrigens mit top billing, obwohl erst im letzten Akt auftauchend). Gleichwohl für meinen Geschmack in dieser Phase zu dialoglastig, um "Der Zwang zum Bösen" zu dem richtig guten Anti-Todesstrafenfilm zu machen, als der er gelegentlich bezeichnet wird. Aus etwas derselben Zeit mein Favorit: "Lasst mich leben", bei dem übrigens Regisseur Robert Wise gegen den Produzenten Joseph L. Mankiewicz durchgesetzt hatte, ohne einen langen Monolog gegen die Todesstrafe auszukommen.

So bleibt der Eindruck eines insgesamt guten, bisweilen faszinierenden Filmes, der jedoch auch seine Schwächen hat.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. November 2013
Dieser an sich vielversprechende Film beruht ähnlich wie "Cocktail für eine Leiche" mit James Stewart und "Mord nach Plan" mit Sandra Bullock auf dem authentischen Fall zweier intelligenten und snobistischen Studenten die aus Hochmut und Langeweile zum Mörder an einem Jungen werden. Als so intelligent dass sie damit davonkommen erweisen sie sich jedoch nicht. Schon bald müssen sie sich für ihre Tat vor Gericht verantworten.
Bis hierhin ist der Film annehmbar, wirkt aber auch etwas emotionslos. Offenbar sah Regisseur Richard Fleischer die Gerichtsverhandlung als den eigentlichen Hauptteil des Filmes an. Leider gelingt es ihm jedoch nicht sie mit dem Einstieg in Einklang zu bringen. Wer nämlich erwartet hat jetzt mehr über die psychologischen Ursachen der tat zu erfahren wird enttäuscht.
Statt dessen wechselt der Film praktisch das Thema. Jetzt nämlich folgt sofort und nur noch das Plaedoje des von Orson Welles verkörperten Verteidigers.Dies erweist sich als lang, rhetorisch geschickt und von Welles sehr gut dargestellt. Leider bezieht es sich nicht auf den konkreten Fall sondern nur noch den Wert beziehungsweise Unwert der Todesstrafe. Es erreicht am Ende auch sein Ziel , die Angeklagten kommen mit dem Leben davon.
So erfreulich und anerkennenswert dieses Ende auch ist - man hat schon das Gefühl dass der Film der Frage um die es eigentlich geht ausgewichen ist. Möglicherweise haben die genannten Filme mit James Stewart und Sandra Bullock deshalb mehr überzeugen können weil sie auf die Gerichtsverhandlung verzichtet hatten. Auf jeden Fall waren Gerichtsfilme die nach psychologischen Ursachen für eine Straftat suchen schon damals in Hollywood nicht unbekannt. die zeigen Beispiele wie "Anatomie eines Mordes" oder in gewisser weise auch "Die Caine war ihr Schicksal"
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Februar 2013
Spannender Gerichtstriller in guter Bild und Ton Qualität.Gute Regie und tolle Filmschauspieler insbesondere Orson Welles der hier in der Rolle des Verteidigers sein ganzes Können darbringt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Mai 2013
Zu recht nicht in Vergessenheit geratener Klassiker mit einer Paraderolle für Orson Welles. Der historische Blick auf die Diskussion um die Todesstrafe wird hier um eine Blickrichtung erweitert.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Mai 2013
...der durchaus 62 Minuten lang mit "Cocktail für eine Leiche" mithalten kann, doch dann folgt leider der Auftritt von Orson Welles und sein endloses Gelabber und Geplapper vor Gericht beginnt, dass man beginnende Hämorrhoidenbildung im Gehirn wahrzunehmen glaubt und Dean Stockwell, Bradford Dillmann und E.G. Marshall, welche über eine Stunde eine tolle darstellerische Leistung geboten haben, werden zugunsten des faden Welles-Monologs völlig in den Hintergrund gedrängt.
Man kann also ruhig den DVD-Player nach 65 Minuten, nachdem die beiden jungen Männer des Verbrechens überführt worden sind, abschalten und sich das 30 Minuten lange, völlig überflüssige Welles-Gesülze ersparen. Bild- und Tonqualität der DVD sind zufriedenstellend.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Juli 2013
Ich liebe alte Gerichtsfilme und ich fand den Film sehr interessant. Aber natürlich ist das immer Geschmacksache.
Versand ging super schnell und es war alles Top!!!
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